Zum Inhalt springen
SpentEveryDime

Wie findet man die richtige Trading-Strategie?

Empfohlene Beiträge

SpentEveryDime

Hallo zusammen, hoffe ich habe keinen entsprechenden halbwegs aktuellen Thread zu folgendem Thema übersehen:

 

Ich handle seit 15+ Jahren mehr oder weniger passiv ETFs und Aktien mit dem Ziel der Altersvorsorge / Vermögensaufbau. Groß Ahnung habe ich offengesagt noch nicht wirklich und habe primär große MSCI ETFs und Dividendenaktien gekauft, ein wenig gezockt. Ich möchte aktiv mit Trading anfangen, um eine zweite Einkommensquelle neben der Festanstellung zu erschließen. Es sieht in der Firma wirtschaftlich langfristig nicht so gut aus und ich suche eine zweite ggf. irgendwann mal primäre Einkommensquelle. Derzeit arbeite ich mich in Chart-, Fundamentalanalyse und Indikatoren ein.

 

Wie wählt man die richtige Trading Strategie, wenn man folgende Ziele und Nebenbedingungen hat:

  • Trading neben der Arbeit als Angestellter (überwiegend Home Office und relativ freie Zeitgestaltung)
  • Kurz- bis mittelfristige Einkommensgenerierung von ca. 1k-3k im Monat wären natürlich sehr schön (sollte sich in jedem Fall steuerlich im Rahmen der üblichen Kapitalertragssteuer bewegen, also kein Gewerbe)

 

Meine Fragen:

  • Ist Day Trading empfehlenswert? (Ich weiß 70% der Trader machen Verluste)
    Ich verfolge länger den YT-Kanal "Warrior Trading", der mit einer ganz spezifischen Strategie Scalping macht. Ist aber beschränkt auf USA, mit dem Problem Zeitverschiebung, Steuerthema, ...
  • Wie kommt man praktisch in das Thema Swing-Trading rein?
    Derzeit handle ich über Flatex und Comdirect, was natürlich eher Otto-Normal-Anleger sind. 
  • Welche anderen Strategien sind gut zum Einstieg und praktischen Lernen mit geringerem Risiko?
  • Welche Trading-Plattformen und Simulatoren könnt Ihr empfehlen, die gute Analysefunktionalitäten haben und idealerweise auch später direkt den Einstieg ins richtige Traden ermöglichen? 

 

Merci!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Vette

Hallo,

 

ich vermute das die meisten das auch vor hatten am Anfang jeder Wertpapierkarriere. Wahrscheinlich lief es bei den meisten schief und daher wird der überwiegende Teil dir raten, es zu lassen.

 

Wie man hier auch sieht, sind viele von Einzelaktien weg hin zu ETF's. Stichwort Einfachheit und Risiko ärmer.

 

Es ist auch nicht einfach kurz mal den schnellen (lohnenswerten) € zu machen. Aber es klappt hin und wieder. Wie? Ganz einfach: in den Markt rein gehen und hoffen auf die Hoffnung. Es gehört Risiko dazu. Wenn fast alles mal deutlich absackt, dann rein in den Markt. Aber es kann nach dem Kauf weiter absacken.

 

Beim Daytrading / Scalping kannst Chartanalyse und Fundamentalanalyse vergessen. Die Dinge sind eher für längere Zeiträume.

 

Strategie mit wenig Risiko gibt es eigentlich nicht - nur mit wenig Einsatz. Aber damit kann man keine 4-stelligen Umsätze generieren.

 

Aber es gibt sie hier die Daytrader. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Limit

Hast du mal über Optionshandel nachgedacht? Mit einer einfachen Strategie, bei der du Naked Puts verkaufst, weißt du im voraus exakt was dein maximaler Gewinn bzw. Verlust ist. Bei konservativer Wahl des Strike-Preises hast du eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Gewinnes. Das lässt sich wunderbar mit einer Buy&Hold-Strategie kombinieren, bei der du deine Wertpapiere als Sicherheit für die Optionen nutzt. Ich mach das seit 2018 und hatte nur in einem Jahr einen geringfügigen Verlust und das lag daran, dass mir die Strategie zu "langweilig" wurde und ich was ausprobiert habe, was dann kräftig in die Hose ging.

 

 

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Malvolio
· bearbeitet von Malvolio

Wenn du mehr weißt als die anderen Marktteilnehmer, wenn du bessere technische Voraussetzungen hast als Goldman Sachs & Co und schneller reagieren kannst .... dann hast Du ganz gute Voraussetzungen. Wenn nicht, dann solltest Du es lieber bleiben lassen.

 

Der Erwartungswert eines durchschnittlichen Daytraders ist Null (das ganze ist ein Nullsummenspiel, einer gewinnt und einer verliert) minus Kosten. Wenn du keine signifikanten Vorteile gegenüber den anderen Marktteilnehmer hast, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit Verluste erwirtschaften. 

 

Es gibt leider auch keine überlegene Trading-Strategie. Wenn es eine gäbe, würden es alle machen und in dem Moment würde es schon nicht mehr funktionieren. Und die ganzen Coaches und Gurus, die Dir irgendwas verkaufen wollen, zocken dich auch nur ab. Wenn die wirklich wüßten, wie es funktioniert, dann müssten sie keine Kurse oder dergleichen im Internet verticken.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Mkoll
  Am 3.2.2025 um 14:12 von SpentEveryDime:

 Groß Ahnung habe ich offengesagt noch nicht wirklich...

 

Ist Day Trading empfehlenswert? (Ich weiß 70% der Trader machen Verluste)

 

 

Nutze deine Freizeit besser in die eigene Fortbildung/Humankapital um vielleicht nen besser bezahlten Hauptjob zu bekommen.  (Meister/Studium usw...) Deutlich ertragreicher.  Außerdem arbeitest du ja wohl weiterhin im Hauptjob, das klappt ja auch schon nicht.

Daytraiding ist so voller Lügen und Faker, die genau diese leichten Opfer wie dich gerade abgreifen und dann abziehen. Und kauf bloß keine "Ausbildung" vom Raabe und Co.

  Am 3.2.2025 um 14:47 von Malvolio:

Wenn die wirklich wüßten, wie es funktioniert, dann müssten sie keine Kurse oder dergleichen im Internet verticken.

 

 :myop:  Es ist eigentlich so logisch wenn man da einen Schritt zurück tritt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
dutchcapitalist
  Am 3.2.2025 um 14:44 von Limit:

Hast du mal über Optionshandel nachgedacht? Mit einer einfachen Strategie, bei der du Naked Puts verkaufst, weißt du im voraus exakt was dein maximaler Gewinn bzw. Verlust ist. Bei konservativer Wahl des Strike-Preises hast du eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Gewinnes. Das lässt sich wunderbar mit einer Buy&Hold-Strategie kombinieren, bei der du deine Wertpapiere als Sicherheit für die Optionen nutzt. Ich mach das seit 2018 und hatte nur in einem Jahr einen geringfügigen Verlust und das lag daran, dass mir die Strategie zu "langweilig" wurde und ich was ausprobiert habe, was dann kräftig in die Hose ging.

 

 

 

 

 

Was war/ist deine annualisierte Rendite?

  Am 3.2.2025 um 16:18 von Mkoll:

 

Nutze deine Freizeit besser in die eigene Fortbildung/Humankapital um vielleicht nen besser bezahlten Hauptjob zu bekommen.  (Meister/Studium usw...) Deutlich ertragreicher.  Außerdem arbeitest du ja wohl weiterhin im Hauptjob, das klappt ja auch schon nicht.

100% einverstanden

 

@SpentEveryDime: Du musst schon ein Risiko eingehen um etwas zu verdienen oder extrem viel Kapital haben um schlechte Zeiten auszuhalten, wenn du wirklich davon (gut) leben willst.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Limit
  Am 3.2.2025 um 17:43 von dutchcapitalist:

Was war/ist deine annualisierte Rendite?

Die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Gemessen auf das Gesamtdepot knapp 4% p.a. bei einer Margin-Nutzung von unter 20%.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Theobuy
  Am 3.2.2025 um 16:18 von Mkoll:

Nutze deine Freizeit besser in die eigene Fortbildung/Humankapital um vielleicht nen besser bezahlten Hauptjob zu bekommen.  (Meister/Studium usw...) Deutlich ertragreicher. 

+1

 

  Am 3.2.2025 um 14:12 von SpentEveryDime:

Ich weiß 70% der Trader machen Verluste

Selbst wenn es "nur" 70% wären (ich gehe davon aus, dass es mehr unter den Hobbytradern sind), dann musst du nur noch eine kurze Frage beantworten. Warum solltest gerade du zu den 30% gehören?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
padavona
· bearbeitet von padavona

Die einzige Trading-Aktivität, die meiner Meinung nach für einen Privatanleger Sinn machen könnte, ist der Optionshandel, da hier der Erwartungswert >0 ist (wenn man es richtig macht).

Natürlich meine ich damit richtige Optionen und nicht diesen Optionsschein-Quatsch.

 

Aber zaubern kann man damit auch nicht. Realistisch sind so 1% pro Monat, aber dafür muss man schon einiges verstanden haben und wirklich Bock drauf haben. Die meisten werden mit einem langweilig besparten Welt-ETF besser fahren.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Cinquetti
  Am 3.2.2025 um 14:12 von SpentEveryDime:

Ich verfolge länger den YT-Kanal "Warrior Trading", der mit einer ganz spezifischen Strategie Scalping macht.

Ross Cameron ist ein klassischer Schaufelverkäufer: Die Federal Trade Commission (FTC) hat Warrior Trading wegen irreführender Versprechen über potenzielle Gewinne verklagt.

Im Rahmen einer Einigung muss das Unternehmen 3 Millionen US-Dollar an betroffene Verbraucher zurückzahlen und darf keine unbegründeten Gewinnversprechen mehr machen.

Federal Trade Commission Cracks Down on Warrior Trading For Misleading Consumers With False Investment Promises

  Zitat

The Federal Trade Commission is cracking down on the Warrior Trading day trading investment scheme for making misleading and unrealistic claims of big investment gains to consumers.

The FTC alleges that Warrior Trading and its CEO, Ross Cameron, used those claims to convince consumers to pay hundreds or thousands of dollars for a trading system that ultimately failed to pay off for most customers.

 

As a result of the FTC’s case, Warrior Trading will be required to pay $3 million to refund consumers and will be prohibited from making baseless claims about the potential for consumers to earn money using their trading strategies.

“Warrior Trading is paying a heavy price for misleading consumers with bogus money-making claims,” said Samuel Levine, Director of the FTC’s Bureau of Consumer Protection. “The FTC will continue its crackdown on false earnings claims and phony opportunities.”

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
market anomaly
· bearbeitet von market anomaly

„Kurz- bis mittelfristige Einkommensgenerierung von ca. 1k-3k im Monat wären natürlich sehr schön (sollte sich in jedem Fall steuerlich im Rahmen der üblichen Kapitalertragssteuer bewegen, also kein Gewerbe)“

 

:narr: Vorstellungen gibt es. Du bist seit 15 Jahren in Aktien&ETFs investiert. Dies stellt eine seriöse und die renditestärkste Geldanlage dar. Für 1k€ im Monat bräuchtest du in etwa ein Portfolio von 300.000€, welches realistisch ist. Wenn du es nach 15 Jahren nicht erreicht hast, solltest du dich fragen wieso (geringes Gehalt, schlechte Sparquote).

 

Eine Abkürzung mit wenig Geld, viel Geld zu verdienen. Existiert nicht!! Vor allem nicht „kurzfristig“.

Darauf solltest du nach 15 Jahren auch nicht drauf reinfallen.

“warrior trading“ :shock: das klingt schon so richtig schlecht und unseriös, was kommt als nächstes? „Viking X-Trading“ und „Yolo money“? Seriously…

 

edit: falls bei euch alle Mitarbeiter während der Arbeitszeit im Homeoffice Traden, vielleicht geht es der Firma deswegen schlecht?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
SpentEveryDime
  Am 3.2.2025 um 14:44 von Limit:

Hast du mal über Optionshandel nachgedacht? Mit einer einfachen Strategie, bei der du Naked Puts verkaufst, weißt du im voraus exakt was dein maximaler Gewinn bzw. Verlust ist. Bei konservativer Wahl des Strike-Preises hast du eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Gewinnes. Das lässt sich wunderbar mit einer Buy&Hold-Strategie kombinieren, bei der du deine Wertpapiere als Sicherheit für die Optionen nutzt. Ich mach das seit 2018 und hatte nur in einem Jahr einen geringfügigen Verlust und das lag daran, dass mir die Strategie zu "langweilig" wurde und ich was ausprobiert habe, was dann kräftig in die Hose ging.

 

 

 

 

 

Interessant. Hast du dir das selber erarbeitet oder gibt es da weiterführende Quellen?

 

  Am 3.2.2025 um 23:21 von Cinquetti:

Ross Cameron ist ein klassischer Schaufelverkäufer: Die Federal Trade Commission (FTC) hat Warrior Trading wegen irreführender Versprechen über potenzielle Gewinne verklagt.

Im Rahmen einer Einigung muss das Unternehmen 3 Millionen US-Dollar an betroffene Verbraucher zurückzahlen und darf keine unbegründeten Gewinnversprechen mehr machen.

Federal Trade Commission Cracks Down on Warrior Trading For Misleading Consumers With False Investment Promises

 

Puh. Er hat sich seine Trading-Gewinne laut eigener Aussage notariell bestätigen lassen. Wirkte jetzt auch nicht sehr aufdringlich und er warnt ja auch davor mindestens ich glaube 6 Monate in den Simulator zu gehen. Andererseits sind seine Abonnements mega teuer.

 

  Am 3.2.2025 um 16:18 von Mkoll:

 

Nutze deine Freizeit besser in die eigene Fortbildung/Humankapital um vielleicht nen besser bezahlten Hauptjob zu bekommen.  (Meister/Studium usw...) Deutlich ertragreicher.  Außerdem arbeitest du ja wohl weiterhin im Hauptjob, das klappt ja auch schon nicht.

Daytraiding ist so voller Lügen und Faker, die genau diese leichten Opfer wie dich gerade abgreifen und dann abziehen. Und kauf bloß keine "Ausbildung" vom Raabe und Co.

 

 :myop:  Es ist eigentlich so logisch wenn man da einen Schritt zurück tritt.

Tja, mit Mitte 40 sind Entwicklungsmöglichkeiten jetzt auch begrenzt, wenn man karrieremäßig stecken geblieben ist. Man kann sich dann vielleicht horizontal weiterentwickeln, nicht unbedingt vertikal und damit finanziell. Ich muss dazu sagen, dass ich bereits eine hohe Sparrate habe von ca. 2k EUR / Monat, die ich aufgrund fehlender Immobilie komplett in andere Assets stecke (Aktien, ETFs, Gold, Krypto). 

 

  Am 4.2.2025 um 05:14 von market anomaly:

„Kurz- bis mittelfristige Einkommensgenerierung von ca. 1k-3k im Monat wären natürlich sehr schön (sollte sich in jedem Fall steuerlich im Rahmen der üblichen Kapitalertragssteuer bewegen, also kein Gewerbe)“

 

:narr: Vorstellungen gibt es. Du bist seit 15 Jahren in Aktien&ETFs investiert. Dies stellt eine seriöse und die renditestärkste Geldanlage dar. Für 1k€ im Monat bräuchtest du in etwa ein Portfolio von 300.000€, welches realistisch ist. Wenn du es nach 15 Jahren nicht erreicht hast, solltest du dich fragen wieso (geringes Gehalt, schlechte Sparquote).

 

Eine Abkürzung mit wenig Geld, viel Geld zu verdienen. Existiert nicht!! Vor allem nicht „kurzfristig“.

Darauf solltest du nach 15 Jahren auch nicht drauf reinfallen.

“warrior trading“ :shock: das klingt schon so richtig schlecht und unseriös, was kommt als nächstes? „Viking X-Trading“ und „Yolo money“? Seriously…

 

edit: falls bei euch alle Mitarbeiter während der Arbeitszeit im Homeoffice Traden, vielleicht geht es der Firma deswegen schlecht?

Habe recht lange wenig verdient und überwiegend von der Hand in den Mund gelebt, Sparrate war also recht gering. Habe auch tlws. falsch investiert.  Mein Problem ist auch eher der Ausblick, insb. in Bezug auf Arbeitgeber und Standort.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Limit
  Am 4.2.2025 um 07:46 von SpentEveryDime:

Interessant. Hast du dir das selber erarbeitet oder gibt es da weiterführende Quellen?

Quellen habe ich jetzt nicht parat, es ist schon ein paar Jahre her, dass ich damit angefangen habe, aber im Netz findet man genug dazu. Falls du damit anfangen willst, würde ich aber dazu raten unbedingt nur mit den ganz einfachen Strategien anzufangen. Während eine einzelne Option leicht zu verstehen ist, wächst die Komplexität bei Strategien mit mehreren Optionen sehr schnell. Mein Plan am Anfang war es einfach nur Naked Puts und Covered Calls zu handeln und dann nach 1-2 Jahren zu den "coolen" Sachen überzugehen. Später habe ich dann die ein oder anderen komplexere Strategie ausprobiert und zeitweise waren die Ergebnisse nicht schlecht, aber nachdem ich mal mit einem einzigen Trade den gesamten Jahresgewinn "verzockt" habe, habe ich entschieden, dass komplexe Strategien nicht mein Ding sind.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Norica
· bearbeitet von Norica
  Am 3.2.2025 um 14:12 von SpentEveryDime:

Wie wählt man die richtige Trading Strategie, wenn man folgende Ziele und Nebenbedingungen hat:

  • Trading neben der Arbeit als Angestellter (überwiegend Home Office und relativ freie Zeitgestaltung)
  • Kurz- bis mittelfristige Einkommensgenerierung von ca. 1k-3k im Monat wären natürlich sehr schön (sollte sich in jedem Fall steuerlich im Rahmen der üblichen Kapitalertragssteuer bewegen, also kein Gewerbe)

Wenn Du deinen derzeitigen Hauptjob ernst nimmst, solltest Du kein Daytrading betreiben. Da bist Du sehr nah am Markt drann, alles kommt unmittelbar und sofort auf Dich zu. Außerdem würde es zu viel Zeit fressen.

Im mittel- bis langfristigen Bereich gibt es Möglichkeiten, die mit einem Job gut vereinbar sind. Als Ergänzung Optionen wurden schon genannt.

Für das Ziel von 1-3K im Monat sollte man aber schon etwas Grundkapital mitbringen.

 

Weiterer Ansatzpunkt ist der Broker. Du brauchst einen sehr sicheren und günstigen Anbieter. Für Trading in der ganzen Breite führt fast kein Weg an ausländischen Anbietern vorbei.

Dort kommt dann das Steuerthema dazu, was auch wieder Einarbeitungszeit benötigt.

 

Alles in Allem kein 5 Minuten-Job, am Anfang eher ein Zweitjob mit 6-8 Stunden pro Tag + Wochenende. Das will gut überlegt sein.

 

Zum Thema Seminare und Coachings stimme ich den Vorpostern zu, erstmal nichts kaufen. Aber es lohnt sich der Blick auf die Gratisangebote im Netz. Die können schon sehr ergiebig sein und man merkt schnell, wo es in der weiteren Folge fehlt.

Erst ganz am Ende könnte man auch mal was buchen und die eine oder andere (kostenpflichtige) Veranstaltung besuchen.

 

 

 

SG

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Cinquetti
  Am 4.2.2025 um 07:46 von SpentEveryDime:

Puh. Er hat sich seine Trading-Gewinne laut eigener Aussage notariell bestätigen lassen. Wirkte jetzt auch nicht sehr aufdringlich und er warnt ja auch davor mindestens ich glaube 6 Monate in den Simulator zu gehen. Andererseits sind seine Abonnements mega teuer.

Es gibt einen interessanten Thread auf Reddit, wo er seine Strategie erklärt und auch zu der Einigung mit der FTC Stellung nimmt:

 

 

Es gibt da auch einige sehr kritische Kommentare:

  Zitat

So I was a member of Warrior trading for over a year.

Ross streams all his trades live so technically, you could try to do what you are suggesting and blindly follow him.

You can see his entry and exit orders live in his broker every day, so no there's no real way for him to fake that.

 

The problem is, and he points this out as well, is that he is getting into a trade and a second or two later saying "I'm in X stock at Y".

Then he's reading the level 2 and planning his exit.

Depending on your internet bandwidth, he may already be scaling out of the trade by the time you've gotten in, and now you're behind in a small scap momentum play that will probably turn over soon.

It's super risky, and virtually no one makes money this way. It just doesn't work.

 

Ross also has a large account and can tolerate a lot of risk.

There were days during the GME run that he was losing over 100K a day but he could handle that impact to his accounts.

For another person trying to blindly follow him, that would probably wipe out their account and then they wouldn't be around to trade on the green days.

 

Thirdly, I think it's illegal for someone to stream and tell people to copy their trades.

If not illegal, it runs into some ethical issues.

But like I said, he streams everything live so there's nothing stopping you from trying to just follow the leader if that's what you wanted to do.

In den Videos kommt Ross Cameron wirklich sympathisch rüber, und die Story, dass er aus 583 $ über 10 Millionen gemacht hat, klingt natürlich spektakulär.

Aber wenn man genauer hinschaut: Er empfiehlt seinen Schülern, mindestens sechs Monate mit dem von ihm verkauften Warrior Trading Simulator zu üben – das wirkt eher so, als ob er primär mit den Kursen Geld verdienen will.

 

Ich persönlich würde stattdessen die Videos von Shae (Humbled Trader) und Jared Wesley (LiveTraders) empfehlen.

Im Gegensatz zu Ross Cameron werben sie nicht mit unrealistischen Gewinnversprechen oder angeblich garantierten Millionen. Ihre Inhalte sind didaktisch gut aufgebaut und auch für Einsteiger verständlich.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
kopfsalat23
  Am 4.2.2025 um 07:46 von SpentEveryDime:

  Mein Problem ist auch eher der Ausblick, insb. in Bezug auf Arbeitgeber und Standort.

Dann solltest du auf jeden Fall einen Plan B entwickeln wie du mit deiner aktuellen Qualifikation / deinem Brotberuf deinen Lebensunterhalt verdienen könntest. Bist du denn so unbedingt an deinen Wohnort gebunden? Der Mann einer Freundin war auch gezwungen sich einen neuen Job zu suchen  - es pendelt jetzt, 4 Tage unter der Woche am Arbeitsort mit kleiner Wohnung, zu Hause ein Tag Homeoffice und Wochenende. Und das Ganze trotz Kindern.

 

Daytrading ist in meinen Augen kein guter Plan B, das ist keine vernünftige Exitstrategie. Wenn überhaupt nur nebenbei machen.

 

Aber apropos nebenbei: neben Homeoffice geht das je nach Strategie / Instrumenten auch nicht - immerhin solltest da ja auch arbeiten, oder dann bist zB mit einer Besprechung fertig und stellst fest, dass dir die Börse inzwischen den Schuh aufgeblasen hat. Keine eigene Erfahrung, aber von rechts außen und kopfschüttelnd in meinem Umfeld beobachten dürfen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
stagflation

Der Elefant im Raum ist - wie immer bei solchen Diskussionen - die Markteffizienzhypothese (EMH).

 

@SpentEveryDime: nimm Dir ein oder zwei Nachmittage Zeit und lies Dich in die Themen "Arbitrage" und EMH ein. Danach kannst Du entscheiden, ob Du die EMH für zutreffend hältst oder nicht. Wenn Du sie für zutreffend hältst, kann Du Dir die Einarbeitung ins Trading sparen - denn dann weißt Du, dass es dort für Privatanleger nichts zu holen gibt (außer durch Glück). Wenn Du der Meinung bist, dass sie nicht zutrifft, kannst Du Dein Glück versuchen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Malvolio
· bearbeitet von Malvolio

Wenn ich ein super erfolgreicher Tader wäre, der voll den Bogen raus hat wie man nachhaltig Gewinne macht ... dann wäre das aller- aller- allerletzte was ich tun würde, meine Methode irgendwelchen Leuten im Internet oder sonst wo zu erzählen .... und ich hätte es bestimmt nicht nötig, armen Seelen im Internet meine Coachings, Kurse, Videos oder Newsletter zu verticken. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Wunderbörse

Wenn du wirklich mit dem Trading anfangen möchtest, solltest du dich über diese Punkte schlau machen, dann bringst du den Stein ins Rollen.

- Market Structure 

- Liquidity Concepts 

- Imbalances/ FVG

- Supply & Demand

- Premium vs Discount 

- Multitmeframe Analysis

- Optimal Trading Periods (OTP)

- Accumulation, Distribution und Manipulation

 

Ein großer wichtiger Faktor ist dein Riskiomanagement. Halte dich daran, denn so kannst du nur ohne Emotionen handeln und machst kein revengetrading oder überschreitest deinen Verlust.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Axel
· bearbeitet von Axel
  Am 4.2.2025 um 15:37 von Malvolio:

Wenn ich ein super erfolgreicher Tader wäre, der voll den Bogen raus hat wie man nachhaltig Gewinne macht ... dann wäre das aller- aller- allerletzte was ich tun würde, meine Methode irgendwelchen Leuten im Internet oder sonst wo zu erzählen .... und ich hätte es bestimmt nicht nötig, armen Seelen im Internet meine Coachings, Kurse, Videos oder Newsletter zu verticken. 

Warum unbedingt traden?

Wichtig ist ja der Erfolg und der Gewinn.

Mit der Fundamentalanalyse habe ich in den letzten 2 Jahren einen sehr guten Erfolg gehabt.

Es gibt auch Finanzcoach (z.B. Gerhard Michel, etc.). Der ist nicht preiswert, aber die Idee, die er hat, stimmt.

Und es ist viel Arbeit bis man soweit ist. (Ohne Fleiß, kein Preis) Aber es lohnt sich.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Norica
  Am 25.2.2025 um 06:14 von Axel:

Es gibt auch Finanzcoach (z.B. Gerhard Michel, etc.). Der ist nicht preiswert, aber die Idee, die er hat, stimmt.

Und es ist viel Arbeit bis man soweit ist. (Ohne Fleiß, kein Preis) Aber es lohnt sich.

Ja die Idee scheint zu stimmen, ist allerdings nicht neu und auch nichts, was man sich nicht selbst beibringen kann, wenn man denn Interesse hat. Ohne Zweifel ist es Arbeit, die sich lohnen kann.

Und warum traden? Der TO will es so. Er zählt vielleicht schon sein Geld und hat keine Zeit mehr für diesen Faden.

 

Der wichtigste Punkt für eine Börsenkarriere ist nicht das theoretische Rüstzeug, sondern die praktische Anwendung. Egal ob Trader, aktiver Investor oder passiver ETF-Anleger, es wird oft am Setup gefummelt bis zum Umfallen, aber tatsächlich gemacht wird nix.

Aus eigener Erfahrung sehe ich den größten Vorteil eines Coaches darin, dass er erfolgreich darauf drängt, auf den Knopf zu drücken und sich dem Markt mit echtem Geld auszusetzen.

Die Begleitung bei diesem Prozess, immer unter Beibehaltung der eigenen Gedanken und Rahmenbedingungen, ist der eigentliche Verdienst des Coaches. Wenn er das kann und nicht versucht, den Teilnehmer in sein System zu assimilieren, dann stehen die Chancen gut.

 

 

 

SG

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
t.klebi
  Am 4.2.2025 um 11:07 von Cinquetti:

das wirkt eher so, als ob er primär mit den Kursen Geld verdienen will.

Das ist bestimmt eines der wenigen schwarzen Schafe.

 

Alle anderen Anbieter von tollen Investmentideen tun dies natürlich aus reiner Nächstenliebe. Und deshalb verschwenden die Ihre Zeit lieber mit finanziell völlig unspektakulären Kursen/Bürchern/Podcasts etc., statt selbst mit ihrer Methode unfassbar reich zu werden. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Axel
· bearbeitet von Axel
  Am 25.2.2025 um 06:54 von Norica:

Ja die Idee scheint zu stimmen, ist allerdings nicht neu und auch nichts, was man sich nicht selbst beibringen kann, wenn man denn Interesse hat. Ohne Zweifel ist es Arbeit, die sich lohnen kann.

Und warum traden? Der TO will es so. Er zählt vielleicht schon sein Geld und hat keine Zeit mehr für diesen Faden.

 

Der wichtigste Punkt für eine Börsenkarriere ist nicht das theoretische Rüstzeug, sondern die praktische Anwendung. Egal ob Trader, aktiver Investor oder passiver ETF-Anleger, es wird oft am Setup gefummelt bis zum Umfallen, aber tatsächlich gemacht wird nix.

Aus eigener Erfahrung sehe ich den größten Vorteil eines Coaches darin, dass er erfolgreich darauf drängt, auf den Knopf zu drücken und sich dem Markt mit echtem Geld auszusetzen.

Die Begleitung bei diesem Prozess, immer unter Beibehaltung der eigenen Gedanken und Rahmenbedingungen, ist der eigentliche Verdienst des Coaches. Wenn er das kann und nicht versucht, den Teilnehmer in sein System zu assimilieren, dann stehen die Chancen gut.

 

 

 

SG

Wer oder was ist TO?

Kann man sich - bis zu einem gewissen Grad - schon selber beibringen. Besser ist aber - von Anfang an - direkt den richtigen Weg beibringen lassen.

Nur um Mal eine Größenordnung darzustellen.

Rendite aufs die gesamten Depot's nach Kosten und Steuern (also, was man in der Tasche hat) 2023 10,8%, 2024 13,8%.

Das entspricht vor Steuern 2023 14,7%, 2024 18,7%.

(Das sind keine kleinen Beträge, die ich im Depot habe.)

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Malvolio
  Am 25.2.2025 um 06:14 von Axel:

Warum unbedingt traden?

Wichtig ist ja der Erfolg und der Gewinn.

Mit der Fundamentalanalyse habe ich in den letzten 2 Jahren einen sehr guten Erfolg gehabt.

Es gibt auch Finanzcoach (z.B. Gerhard Michel, etc.). Der ist nicht preiswert, aber die Idee, die er hat, stimmt.

Und es ist viel Arbeit bis man soweit ist. (Ohne Fleiß, kein Preis) Aber es lohnt sich.

Ich würde auch jedem vom Trading abraten, der meint, damit schnell reich zu werden oder seinen Lebensunterhalt damit verdienen zu können. Ob man einen Finanzcoach braucht bzw. haben will und ob der sein Geld wert ist, ist dann wieder eine andere Frage. Da gibt es leider auch viele schwarze Schafe. Aber planmäßiges Anlegen ist für die meisten Leute auf jeden Fall auf die Dauer besser als Zocken (aka "Trading"). Man muss sich sicher etwas mit der Materie beschäftigen, sonst muss man eben andere damit beauftragen und (so oder so) dafür bezahlen. Aber man braucht sich auch nicht unbedingt mit Fundametalanalyse oder Finanztheorie zu beschäftigen .... kann natürlich nicht schaden ....  aber man sollte sich nur auf jeden Fall so viel Wissen draufschaffen, dass man grobe Fehler vermeidet oder sich übers Ohr hauen lässt. Mit breit aufgestellten ETFs kann man sich heutzutage auch schon relativ einfach ein ordentliches Portfolio aufbauen, auch ohne Expertenstatus erreichen zu müssen. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Norica
  Am 25.2.2025 um 08:30 von Axel:

Wer oder was ist TO?

Kann man sich - bis zu einem gewissen Grad - schon selber beibringen. Besser ist aber - von Anfang an - direkt den richtigen Weg beibringen lassen.

Nur um Mal eine Größenordnung darzustellen.

Rendite aufs die gesamten Depot's nach Kosten und Steuern (also, was man in der Tasche hat) 2023 10,8%, 2024 13,8%.

Das entspricht vor Steuern 2023 14,7%, 2024 18,7%.

(Das sind keine kleinen Beträge, die ich im Depot habe.)

Der TO ist der "thread opener", also der, der ganz am Anfang vom Faden steht und ohne den wir hier nicht herumfabulieren könnten.

 

Deine Zahlen sind schön, für Dich. Aber damit gleichzeitig ein Problem für den Frager, weil es nicht seine Zahlen sind und es sollte ihn auch nicht interessieren.

Mein Punkt war ein anderer und ich bin der Meinung, man kann sich nur selbst auf den richtigen Weg bringen.

Ob man das schon am Anfang mit Unterstützung macht oder später ist m.E. egal, solange man aufpasst, den eigenen Pfad zu beschreiten, statt über fremde Autobahnen gejagt zu werden. Die Maut könnte teuer sein...

Also alles gut :prost:

 

 

 

SG

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...