geeman 27. April vor 2 Stunden von satgar: Geldmarktfonds verloren damals an Wert, niemand hätte damals in sowas investiert. Lieber hätte man 0% auf dem Giro oder Tagesgeld ohne verwahrentgelt akzeptiert. Wenn der Kurs von GMF fiel und dazu noch eine Inflation kam, dann ist das doch alles nicht verwunderlich. Wenn ich oben beim DBX0AN komplett 0% einsetze, sacken die resultierende Werte weiter ab. Und wenn man mehr als 100 k€ zu verwahren hatte, war ein GMF vielleicht nicht die schlechteste Wahl: liquide, sicher, ... Ich war nicht betroffen. Ich hatte auch keinen GMF in dieser Zeit, sondern den A0H078. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 27. April · bearbeitet 27. April von satgar vor 38 Minuten von geeman: sondern den A0H078. Der ist mit GMF ja auch keinesfalls vergleichbar, weil er ein viel höheres Risiko hat, was sich in der Zinswende dann realisierte. Also von daher ist das ja kein Vergleich. vor 38 Minuten von geeman: Wenn ich oben beim DBX0AN komplett 0% einsetze 0% sind anzusetzen für die Zeit der Niedrigzinsphase, als es keinerlei Zinsen mehr gab. Das Problem hatte jede Art von Cash. GMF sind erst seit September 2022 wieder attraktiv. In deiner Tabelle müsstest du quasi 2013-2022 Nullen bei der brutto-Rendite. Und das wir uns bitte nicht missverstehen: ich halte Cash, TG, oder auch GMF langfristig auch für keine gute Geldanlage. In den allermeisten Fällen schlägt man nach Kosten und Steuern damit nicht die Inflation, sondern gleicht diese mit viel Glück gerade so aus. Das heißt aber nicht, dass liquides Cash nicht seinen Zweck hätte. Notgroschen, Rücklagen, Eigenkapital Immo oder auch einfach Personen, die nicht 100% in Aktien gehen wollen und daher nach dem Modell risikoreich/risikoarm eben TG oder GMF beimischen, um Risiken rauszunehmen. Überall dort hat das seinen Sinn und Einsatzzweck. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
geeman 27. April vor 23 Minuten von satgar: Der ist mit GMF ja auch keinesfalls vergleichbar, weil er ein viel höheres Risiko hat, was sich in der Zinswende dann realisierte. Also von daher ist das ja kein Vergleich. 0% sind anzusetzen für die Zeit der Niedrigzinsphase, als es keinerlei Zinsen mehr gab. Das Problem hatte jede Art von Cash. GMF sind erst seit September 2022 wieder attraktiv. In deiner Tabelle müsstest du quasi 2013-2022 Nullen bei der brutto-Rendite. Wir reden aneinander vorbei. Ich habe den A0H078 nicht mit dem DBX0AN verglichen, nur gesagt, dass ich dort investiert war, als die Zinsen fielen. Ich habe mir stumpf die Ergebnisse der Fonds angeschaut (die ich habe und hatte) und mit der Inflation in einem begrenzten Zeitraum verrechnet. Dabei kommt (für mich) raus: GMF liefert nach Inflation nicht ab, was es ja auch nicht soll. Das ist wirklich nur Liquidität. Aktien liefern ab und zwar richtig amtlich. In 16 Jahren nur 4 negative Nettorenditen. (wie auch der ARERO) Der A0H078 lieferte in den letzten 16 Jahren nicht ab oder eben nur, wenn man Market-Timing betrieben hat. Das war eine Reaktion auf @Puppis Post und seine Schlussfolgerungen. Warum mache ich solche Betrachtungen? Weil ich 50+ bin und so langsam das Depot auf Entnahme vorbereiten will und mir nicht klar war, wie man die Inflation am besten berücksichtigt und welchen Einfluss sie auf Produkte, wie den ARERO oder LS60, hat. ARERO von nominal 6,0% auf real 3,8% (-37%) ist für mich ein deutlicher Abfall bei der "Niedriginflationsrate" des letzten Jahrzehnts. Und ich komme ins Grübeln, ob bei höheren Inflationsraten ein möglichst hoher Aktienanteil nicht doch der beste Kapitalschutz ist (wenn auch mit Verzögerungen). Siehe Erkenntnisse Cederburg, Kommer etc. Anleihen sind es nicht und GMF auch nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 27. April vor 4 Minuten von geeman: ob bei höheren Inflationsraten ein möglichst hoher Aktienanteil nicht doch der beste Kapitalschutz Auf jeden Fall. Da bin ich ganz bei dir. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi 27. April · bearbeitet 27. April von Puppi vor 4 Stunden von geeman: @Puppi Danke für die Tabelle Gerne. vor 4 Stunden von geeman: Jeder nicht in Aktien investierte Euro wird von der Inflation geschreddert. Wie schon meine Vorrschreiber glaube ich, dass du das etwas zu simpel siehst mit Hang zum Performance Chasing samt "Verwöhnung" der kürzeren Vergangenheit (=die letzten 15 Jahre) mit der Bomben-US-Aktienstärke. Du nanntest explizit den MSCI WORLD, was kein passender Vergleich zum ARERO ist). Frag mal 100% Aktien-BIP-Anleger, wie gut diese im Vergleich zum MSCI WORLD abgeschnitten haben die letzten 15 Jahre: https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/IE00B0M63177,IE00B52SFT06,IE00B0M62Q58 Achtung: Das ist kein Bashing gegen (100%) Aktien. Ich will nur deutlich machen, dass andere Assetklassen auch ihren Sinn haben (können). Am 28.3.2026 um 19:07 von Puppi: Von 1985 bis 2015 (30 Jahre!) konnte man im Vergleich zu 100% Aktien mit einer Beimischung von z.B. 30% IG-Staatsanleihen mittlerer Laufzeit beeindruckende Ergebnisse erzielen. In diesem Zeitraum gab es mehr Rendite als mit 100% Aktien bei gleichzeitig deutlich weniger Volatilität/MaxDrawdown => KLICK Danach (also grob die letzten zehn Jahre) war es nicht mehr so und sogar die Sharpe Ratio von 100% Aktien war besser als die Mischung aus Anleihen und Aktien => KLICK In diesem Zeitraum wäre es besser gewesen, die 30% Staatsanleihen durch Gold zu ersetzen => KLICK ...bzw. die letzten 5-6 Jahre wären 30% Rohstoff-Futures eine gute Wahl gewesen => KLICK Man sieht also, dass es keine Garantie gibt, dass entsprechende Diversifikationseffekte durch Mischung von Assetklassen (=bessere Sharpe Ratio oder Dämpfen des MaxDD) im eigenen, individuellen, meist zeitlich begrenzten Anlagezeitraum wirken. Zu bedenken ist zudem, dass in der Praxis meist umso mehr laufende Kosteneffekte entstehen, je komplexer und umfangreicher das Multi-Asset-Depot samt manuellem Rebalancing ist (die Daten oben sind komplett ohne Kosten, die aber in der Praxis auf Produktebene samt Steuereffekten und Transaktionskosten bei uns eben anfallen). vor 40 Minuten von geeman: Aktien liefern ab und zwar richtig amtlich. In 16 Jahren nur 4 negative Nettorenditen. Wie gesagt...deine 16 Jahre sind als Referenz brandgefährlich. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation 27. April @geeman: es geht um Dein Geld! Warum machst Du es nicht richtig? Lege zuerst das Risiko fest, mit dem Du anlegen willst. Das ist der wichtigste Parameter. Innerhalb des risikoreich:risikoarm Modells ist es sogar der einzige Parameter. Alles andere ergibt sich von selbst. Also: wenn ein solides Tagesgeld-Konto 0% Risiko habe und ein World- oder All-World ETF 100% Risiko habe: mit wie viel Risiko willst Du anlegen? Wenn dabei ein Wert >70% herauskommt, sind ARERO, LS60 und die meisten anderen Mischfonds für Dich nicht geeignet. Du kannst dann aufhören, darüber nachzudenken. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fetz 28. April vor 14 Stunden von geeman: Und ich komme ins Grübeln, ob bei höheren Inflationsraten ein möglichst hoher Aktienanteil nicht doch der beste Kapitalschutz ist (wenn auch mit Verzögerungen). ... Anleihen sind es nicht und GMF auch nicht. Das ist zum x-ten Mal auch nicht die Aufgabe von Anleihen und GMF. Es gab aber auch schon lange Perioden in denen es keinen Vorteil gab von Aktien zu Anleihen. Es gibt auch keinen perfekten Inflationsschutz. Es hilft am Ende nichts: Du musst Dich irgendwann entscheiden. vor 12 Stunden von stagflation: Lege zuerst das Risiko fest, mit dem Du anlegen willst Dem Risiko von "next time is different" werden Du und ich und wir alle hier allerdings nicht entgehen. Du kannst nur eine ERWARTETE Rendite/Risiko festlegen und HOFFEN das dies in der Realität langfristig die Inflation übersteigt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation 28. April · bearbeitet 28. April von stagflation vor 5 Stunden von Fetz: Du kannst nur eine ERWARTETE Rendite/Risiko festlegen Das ist eher ein sprachliches Problem. Ich würde sagen, dass man das Risiko wählt und damit eine erwartete Rendite erhält. Es gibt aber auch Leute, die sagen, dass man das "erwartete Risiko" wählt. Wenn man im Rahmen der Portfoliotheorie ein Portfolio oder Wertpapiere analysiert, erhält man das klassische Rendite-Risiko-Diagramm. Wenn man das Ergebnis als Basis für eine Voraussage der Zukunft verwendet, wird aus Rendite "erwartete Rendite". Ob "aus Risiko" "erwartetes Risiko" werden sollte: dazu gibt es offenbar unterschiedliche Ansichten. Vermutlich kommt es daher: die X-Achse müsste in dem Diagramm eigentlich "Standardabweichung" heißen. Wenn man das in die Zukunft überträgt, müsste "erwartete Standardabweichung" daraus werden. Aber "erwartetes Risiko" ergibt keinen Sinn, oder? Weil Risiko bereits ein Begriff ist, der die Zukunft enthält. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fetz 28. April · bearbeitet 28. April von Fetz vor 7 Stunden von stagflation: Aber "erwartetes Risiko" ergibt keinen Sinn, oder? Weil Risiko bereits ein Begriff ist, der die Zukunft enthält. vor 7 Stunden von stagflation: Das ist eher ein sprachliches Problem. (Ich hatte schon mit Absicht ERWARTETE RENDITE/RISIKO geschrieben und nicht ERWARTETES RISIKO) Mein Zitat aus Deinem Post war für geeman gedacht und nicht als Antwort auf Dich, war missverständlich. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag