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Onkel Baldrian

Wasserstoff

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reko
· bearbeitet von reko

2024/12/06 The Hydrogen Stream: US government, ABI Research predict lower H2 costs .. The US government says electrolysis could reduce clean-hydrogen production costs to $1/kg by 2031, while ABI Research claims the global levelized cost of hydrogen (LCOH) will become cost-competitive by the end of this decade, dropping to $2.50/kg.

.. new report energy.gov/sites/default/files/2024-12/hydrogen-shot-water-electrolysis-technology-assessment.pdf

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Holgerli

Eigentlich zeigt diese Top 15 ja ganz deutlich, dass die so oft propagierte Umstellung auf die sogenannte Wasserstoffwirtschaft ein Rohrkrepierer ist.

Die Top 15 der Elektrolyzer-Hersteller können gerade mal 22 GW an Elektrolyzer pro Jahr herstellen

 

Zum Vergleich die Produktionskonkapazitäten von Windkraftanlagen- und PV-Modul-Herstellern:

WKAs: 166 GW (2022)

PV: 600 GW (2023)

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reko
· bearbeitet von reko

Es kommt nicht auf die Weltproduktionskapazität an., sondern auf die Gewinnaussichten. Bei Solar und Wind gibt es ganz klare Überkapazitäten und einen Verdrängung der außerchinesischen Anbieter.

Bei Electrolyzern ist das Wachstumspotential sehr groß.

Mein erfolgreichster "Wasserstoffwert" (Siemens Energy +265%) stellt Windanlagen, Gasturbinen und Electrolyzer her. Es zahlt sich aus wenn man auf verschiedene Szenarien vorbereitet ist.

Bei Plug Power könnte man charttechnisch eine Trendumkehr im Kursverlauf vermuten. Bei Minen kennt man das als Lassonde-Kurve:

Fundamentaler Grund: Steuergutschriften (Hydrogen Production Tax Credit) in USA für Kunden von Elektrolyseur-Herstellern) - Subventionen waren auch bei Wind und Solar der Auslöser.

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Dandy

Ich finde SFC Energy bei den Wasserstoffwerten nicht uninteressant. Zumindest scheinen sie inzwischen relativ stabil auf eigenen finanziellen Füßen zu stehen. Das letzte Quartal war nicht so stark, aber sie scheinen der Startup-Phase entwachsen zu sein. Brennstoffzellen sind natürlich ein anderes Geschäft als Electrolyzer. Insbesondere die dezentrale Stromerzeugung, bspw. für das Militär, macht sie aber ein Stück weit unabhängig von der Geschwindigkeit der Energietransformation hin zu Wasserstoff.

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Holgerli
vor 1 Stunde von reko:

Bei Plug Power könnte man charttechnisch eine Trendumkehr im Kursverlauf vermuten.

Echt? Sehe ich nicht!

 

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Ich würde da eher eine Flatline sehen...

 

vor 1 Stunde von reko:

Fundamentaler Grund: Steuergutschriften (Hydrogen Production Tax Credit) in USA für Kunden von Elektrolyseur-Herstellern)

Fragt sich wie lange Prez Trump das noch geschen lassen wird.

 

vor 1 Stunde von reko:

Mein erfolgreichster "Wasserstoffwert" (Siemens Energy +265%) stellt Windanlagen, Gasturbinen und Electrolyzer her.

Umsatz Siemens Energy: 9,7 Mrd Euro (2024)

Umsatz Electrolyzer: 1 Mrd Euro (geplant)

 

Ja, dass ist mit vielleicht 10% Anteil irgendwann mal ein richtiger "Wasserstoffwert" ;)

 

 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 1 Stunde von Dandy:

SFC Energy .. Brennstoffzellen sind natürlich ein anderes Geschäft als Electrolyzer.

SFC Energy spricht mit ihrer Direktmethanol-Brennstoff­zelle (Modul bis 500 W) Kunden mit kleinen Strombedarf an. Für größere Leistung haben sie inzwischen ein 2,5 kW, 48 V PEM-Wasserstoff-Brennstoffzellenmodul. Dort sehe ich aber größere und besser positionierte Konkurrenz: Ballard, PlugPower, Cummins, ...

Blue.World: 9kW und 18kW HT-PEM mit Methanolreformer finde ich technisch interessant (kommt mit verunreinigten Wasserstoff zurecht).

 

Chart: Ballard schwarz, PlugPower blau, SFC Energy grün, Powercell rot

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Maciej
vor 8 Stunden von Holgerli:

Echt? Sehe ich nicht!

Was daran liegt, dass du auf eine lineare Chartdarstellung schaust, die bei langfristigen Betrachtungen oder so stark schwankenden Aktien wie Plug Power praktisch keine Aussagekraft hat.

 

Im logarithmischen Chart sieht man deutlich, wie sich der Kurs im vergangenen Jahr über der 2-Dollar-Marke stabilisiert hat, die auch in der Vergangenheit des Öfteren Widerstands- oder Unterstützungsregion war. Da die 1-Dollar-Marke allerdings schon zweimal als finales Tief vor einer Bodenbildung gedient hat und die Gewinn- und Cashflow-Lage bei Plug Power aktuell nicht so toll aussieht, warte ich erstmal noch, ob der Kurs vielleicht nicht nochmal bis dorthin durchrutscht.

 

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(Bildquelle: ariva.de)

 

Mir gefällt PowerCell sowohl charttechnisch als auch fundamental im Moment aber noch etwas besser:

 

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reko
· bearbeitet von reko
vor einer Stunde von Maciej:

Da .. die Gewinn- und Cashflow-Lage bei Plug Power aktuell nicht so toll aussieht, warte ich erstmal noch, ob der Kurs vielleicht nicht nochmal bis dorthin durchrutscht.

Beim Aufbau einer so grossen̈ Produktionskapazität und der trägen Umsetzung der politisch angekündigten Ziele kein Wunder. Es kommt auf Trump an. Bin nicht investiert.

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 4 Stunden von Maciej:

Was daran liegt, dass du auf eine lineare Chartdarstellung schaust, die bei langfristigen Betrachtungen oder so stark schwankenden Aktien wie Plug Power praktisch keine Aussagekraft hat.

Im logarithmischen Chart sieht man deutlich, wie sich der Kurs im vergangenen Jahr über der 2-Dollar-Marke stabilisiert hat, die auch in der Vergangenheit des Öfteren Widerstands- oder Unterstützungsregion war.

Da unterscheidet sich wohl unsere Wahrnehmung ganz deutlich.

Solche "Zwischenhochs" sieht/sah man auch bei über 20 USD, dann bei über 10 USD. Dann rauschte es unbegremst nach unter 5 USD. Dann "stabilisierte" es sich für 3 Monate um 2,50 USD, um dann unter 2 USD zu rutschen.

Dieser "Trendumkehr" sieht man fast 1 zu 1 ab dem 2. Drittel von 2017. Und danach stürtzt es bis kurz vor 2019 auf fast 1 USD ab. 

Meiner Meinung nach sieht man eine echte Trendumkehr irgendwo zwischen 5 und 10 USD. Dass man da jemals wieder 50 USD sieht, halte ich zwar nicht für ausgeschlossen aber doch recht unwahrscheinlich.

Und das es zwischen 1 und 2 USD Widerstandslinien gibt: Ja, natürlich. Wo sonst? zwischen 0,50 und 0,00 USD? Alles unter 1 USD ist ein Pennystock. Da muss man sich dann eingestehen, dass mit der eigenen Idee hinter der Aktie was nicht gestimmt hat.

 

Wer auf Thrill steht:

Zitat

 

Für das dritte Quartal des aktuellen Geschäftsjahres hat Plug Power weiterhin tiefrote Zahlen präsentiert. Das Ergebnis je Aktie lag bei -0,25 US-Dollar und damit etwas tiefer als von Analysten erwartet: Die Expertenschätzungen für das EPS hatten zuvor bei -0,243 US-Dollar gelegen. Vor Jahresfrist hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 0,470 US-Dollar je Anteilsschein in den Büchern stehen.

Auf Umsatzseite bilanzierte Plug Power 173,7 Millionen US-Dollar, damit verschlechterte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich, als noch 198,7 Millionen Dollar in den Büchern gestanden hatten. Analysten hatten dem Unternehmen zuvor Erlöse von 207,3 Millionen Dollar zugetraut, damit enttäuschte Plug Power.

 

Soviel dann auch zu:

vor 14 Stunden von reko:

Es kommt nicht auf die Weltproduktionskapazität an., sondern auf die Gewinnaussichten.

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reko
· bearbeitet von reko

Bisher sind die Projekte verstärkt im Norden an den Windstandorten um überschüssigen Windstrom zu nutzen.

Es ist absehbar, dass die alte Träumerei nicht funktioniert. Insbesondere kommt das Stromnetz jetzt an seine Grenzen. Der Ausbau ist teuer und langwierig. Man wird den Plan ändern müssen. Auch in Deutschland kommt es auf die neue Regierung an. Will man den Kohleaustieg, die CO2 Ziele und den Wind/Solar-Ausbau kippen oder Backupkraftwerke und Wasserstoff und Derivate als saisonale Energiespeicher? Will man heimischen Wasserstoff oder Wasserstoffimporte.

 

2025/01/05 „Zentralplanerische Denkweise“: Ehemaliger ifo-Präsident kritisiert Habecks Heizungsgesetz .. Zuletzt jedoch wurde das vom Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck (Grüne), initiierte Heizungsgesetz wieder in den Mittelpunkt des Wahlkampfs gerückt – und zwar von CDU und CSU und insbesondere vom Unionskanzlerkandidaten Friedrich Merz (CDU). .. „Das Heizungsgesetz ist ein krankhafter Auswuchs einer zentralplanerischen Denkweise“, betont Sinn. Diese stehe „im krassen Gegensatz zu der liberalen Ordnung“, die für Deutschlands Wirtschaftswachstum in der Nachkriegszeit gesorgt habe. Deshalb sei er dankbar für politische Bestrebungen, das Gesetz abzuschaffen.

 

2024/01/09 Deutschland drohen schwere Folgen durch Gas-Deal mit den USA

 

2024/12/23 Das ist der Status quo beim „grünen“ Wasserstoff in Deutschland

online abrufbare Deutschlandkarten

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Holgerli

Sehr interessante Karte:

- 30 Elektrolyser mit unter 10 MW sind in Betrieb. 

- Und zwei sind in Betrieb mit über 10 MW Leistung.

 

Bei den Mini-Elektrolysern habe ich nicht komplett nachgeschaut, aber die die ich mir angeschaut habe waren zw. 0,225 und 6 MW. Vermutlich machen alle zusammen keine 100 MW aus.

Die beiden "großen" Elektrolyser haben 14 bzw. 80 MW.

 

vor 24 Minuten von reko:

Es ist absehbar, dass die alte Träumerei nicht funktioniert

Hier ist nurv die Frage: Welche Träumerei? Dass die angebliche Wasserstoffwirtschsft nur ein Milliardengrab ist, ist ja bei den bisherigen Ergebnissen mehr als klar.

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reko
· bearbeitet von reko

2025/01 BP leads investment into natural hydrogen exploration firm .. However, little has been disclosed about start-up Snowfox Discovery's technology, which had been spun out of academic research at Oxford and Durham universities.

2025/01/21 QIMC Announces Major Natural Hydrogen Results .. 7000 PPM at 50m Shallow Depth in Fault Zone .. near absence of carbon dioxide (CO2) and methane (CH4)

 

Review on natural hydrogen wells safety, nature communications 2025 .. This paper reviews well safety concerns such as tubing/casing damage, cement/sealant failure, and excessive annular pressure buildup. .. The review explores potential solutions like metal coatings, rubber fillers, and cement additives to mitigate these problems.

nature.com/research-intelligence/natural-hydrogen-generation-and-exploration

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Holgerli

Bezüglich des rasanten Ausbaus von Wasserstofftankstellen in Deutschland:

 

H2 Mobility schließt 22 H2-Tankstellen

 

wenn Du in Rheinland-Pfalz wohnst, fährst Du jetzt zum tanken in ein anderes Bundesland. Bitter aber die Realität.

 

Und wie "langlebig" ist nun die Investition in eine Wasserstofftankstelle?

Zitat

„Ältere, kleine Tankstellen mit Pkw-Fokus, welche teilweise vor mehr als 10 Jahren errichtet wurden und den heutigen technischen und wirtschaftlichen Anforderungen nicht mehr gerecht werden, müssen wir, dort wo es unvermeidbar ist, aus dem Netz nehmen“

Ich würde sagen: Pflichtbetriebszeit aus den Subventionsvorgaben erreicht, Wasserstofftanke dicht. :-*

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slowandsteady
· bearbeitet von slowandsteady

Es gibt weniger als 5000 Wasserstoffautos in ganz Deutschland. Und auch nur 2 Modelle überhaupt zu kaufen (Nexus, Mirai). Natürlich lohnt sich da keine Wasserstofftankstelle. Wasserstoff wurde "technologieoffen" wie Batterieautos mit 3000 bzw. 6000€ Prämie gefördert. Trotzdem waren sie Ladenhüter. Selbst LKWs werden bereits mit Batterie erfolgreich eingesetzt, einfach mal den "Elektrotrucker" auf YouTube schauen.

 

Offensichtlich will niemand mit Wasserstoff fahren bzw. vielleicht fahren, aber nicht bezahlen. Wasserstoff für Antrieb ist tot, aber wir brauchen trotzdem Wasserstoff um die PV-Überschüsse loszuwerden und andere Branchen wie Stahlerzeugung zu dekarbonisieren. Elektrolyseure brauchen wir also trotzdem und zwar möglichst viele.

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Holgerli
vor 19 Minuten von slowandsteady:

Offensichtlich will niemand mit Wasserstoff fahren bzw. vielleicht fahren, aber nicht bezahlen. Wasserstoff für Antrieb ist tot...

Eigentlich hat Wasserstoff für Antrieb niemals richtig gelebt.

Trotzdem wurde er als das "next big thing" hier im Thread gehypt und als Sau durchs Dorf getrieben.

Und gerade das macht mir Bauchschmerzen.

 

vor 21 Minuten von slowandsteady:

...aber wir brauchen trotzdem Wasserstoff um die PV-Überschüsse loszuwerden und andere Branchen wie Stahlerzeugung zu dekarbonisieren. Elektrolyseure brauchen wir also trotzdem und zwar möglichst viele.

Vorab: Mit meiner nachfolgenden Kritik meine ich NICHT dich. 

Nun, nachdem auch der letzte Wasserstoff-Advokat sieht, dass Wasserstoff für den Antrieb nichts mehr wird, wird nicht mehr drüber geredet und nun wird Elektrolyse als neue als neue Sau durchs Dorfs getrieben.

Sei es wahlweise mit Elektrolyse in Deutschland, weil wir es hier angeblich brauchen wegen der PV-Überschüsse oder eben aus dem Ausland, weil es sich in Deutschland garnicht lohnt (beide Argumentationen hört man hier im Thread wahlweise, je nachdem was man denn nun gerade hypen will).

Dazu wird dann wahlweise erzählt, dass EEs generell nicht klappen in Deutschland (wenn man einen Pro-Atomkraft-Kurs fährt), dann aber auch gerne, dass man Elektrolyse braucht um überschüssige EEs zu nutzen. Logisch ist das nicht.

Was mir fehlt, gerade hier im Thread, ist eine stringente Story. Bisher ist es so, dass lieber die aktuelle Sau im Dorf gehypt wird, in der Hoffnung, dass wenn die tot ist, die nächste Sau schon zum treiben bereit steht.

 

Von daher: Holt mich mit einer glaubhaften und vor allem realistischen Story ab. Bisher konnte ich die Bruchstellen jeder angeblichen Erfolgsstory mit 10 Sekunden lesen und 3 Sekunden nachdenken klar benennen.

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slowandsteady
· bearbeitet von slowandsteady
vor 38 Minuten von Holgerli:

Holt mich mit einer glaubhaften und vor allem realistischen Story ab

PV wird massiv zugebaut und schon jetzt gibt es massiv Stunden mit Strompreis an die 0ct. Wenn man zum Strompreis von max. 5ct/kWh Wasserstoff aus Wasser elektrolysiert und 15ct Netzgebühren zahlt (was ein Großverbraucher vermutlich nicht tut), 60% Wirkungsgrad hat, dann kostet ein kg Wasserstoff (33kWh Energiegehalt) also 33/0.6*0.2 =11€/kg und ist damit selbst in dieser Worst-Case rechnung nicht mehr furchtbar weit entfernt von den Kosten für "normalen" Wasserstoff aus Erdgas (irgendwas um die 6-8€/kg). Den reinen Sauerstoff hat man dann ja auch noch dazu und kann den ebenfalls verkaufen.

Wasserstoff wird in Deutschland in der Herstellung wahrscheinlich teurer bleiben als in anderen Ländern mit mehr Sonne, aber man spart den Import/Transport der bei Wasserstoff ja sehr ineffizient ist (Verdichten kostet viel Energie, Verflüssigen ist noch viel schlimmer, weil Siedepunkt bei wenigen Kelvin) und damit bleibt es denke ich konkurrenzfähig, zumindest solange es "Stromüberschuß" im Sommer gibt. Natürlich wird aber niemand einen Elektrolyseur bauen, der nur 10h/Jahr läuft, aber ich denke es wird auf absehbare Zeit im Sommer jeden Tag stundenlang mittags zu viel Strom geben, einfach weil PV so konkurrenzlos billig ist und dann wird es schon einen rentablen Betrieb an Elektrolysatoren geben können - die frage ist nur, in welcher Größenordnung.

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Holgerli

Selbst wenn man Wasserstoff hat, taugt Wasserstoff nicht für die Verkehrswende:

 

Wasserstoff nicht rein genug: 25 H2-Busse legen kollektive Pause ein

 

Der Grund: Wasserstoff muss hochrein sein. Hier hatte er "nur" eine Reihheit von 99,97%. 0,03% Fremdgas haben die Wasserstoffbusse stehen lassen.

 

 

 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 6 Stunden von Holgerli:

Der Grund: Wasserstoff muss hochrein sein

Man braucht nur die zur vorhandenen Reinheit passende Technologie. Z.B. bei HT-PEM Zellen reichen 50 bis 75 % Wasserstoffanteil.

Zitat

Während die konventionelle PEM-Brennstoffzelle – auch Niedertemperatur-Polymerelektrolytmembran-Brennstoffzelle (NT-PEMFC, engl. LT-PEMFC) – mit Wasserstoff hoher Reinheit (je nach PEM-Brennstoffzellensystem-Hersteller mind. 99,9 % geforderte Reinheit) betrieben werden muss, weist die HT-PEM-Brennstoffzelle eine deutlich geringere Empfindlichkeit gegenüber Verunreinigungen bzw. Katalysatorgiften auf und wird deshalb üblicherweise mit Reformatgas mit einer Wasserstoff-Konzentration zwischen 50 und 75 % betrieben

 

Da der verfügbare Wasserstoff bisher hochrein war, war das auch kein Problem.

Wegen der sehr unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften kann man Verunreinigungen sehr leicht von Wasserstoff abtrennen. Beim Verflüssigen geschied das sowieso. Bei Raumtempratur nutzt man mit  Membranfilter die geringe Molekülgröße. Damit kann man z.B. auch Wasserstoff im Erdgasnetz wieder abtrennen.

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Holgerli

Wirtschaftsweise fordern E-Lkw-Fokus und Anti-Wasserstoff-Kurs

 

Zitat

Der deutsche Sachverständigenrat für Wirtschaft hat in einer gemeinsamen Erklärung mit seinem französischen Pendant CAE eine „Koordination der Strategien zwischen Frankreich und Deutschland“ bei der Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs gefordert. Und dabei legen sich die „Wirtschaftsweisen“ klar auf Batterie-elektrische Lkw fest.

 

Auf französischer Seite ist es ein einstimmiges Votum für E-LKW und gegen H-LKW. Auf deutscher Seite haben nur 4 von 5 Wirtschaftsweise unterschrieben. Warum? Ganz einfach: "Interessenskonflikte":

Zitat

Ein pikantes Detail: Auf deutscher Seite wurde der Aufruf nur von vier der fünf Wirtschaftsweisen unterzeichnet, die Nürnberger Energieökonomin Veronika Grimm hat nicht unterschrieben. Bereits 2024 hatte Grimm auf ihre Zustimmung bei einem ähnlichen Papier des deutschen Sachverständigenrats verweigert. Grimm sitzt etwa auch im Nationalen Wasserstoffrat, der sich für die Förderung von H2-Lkw und den Tankstellen einsetzt  – sie ist also über dieses Amt eng mit der Wasserstoff-Branche verbunden.

 

Fazit: Bevor der Umbau zur angeblichen "Wasserstoffgesellschaft" überhaupt Fahrt aufnimmt, wird klar, dass Wasserstoff in immer mehr Sektoren unnötig und falsch ist.

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reko
· bearbeitet von reko

Es war schon immer klar, dass Akkus nicht für saisonalen Speicher geeignet sind - das geht nur mit chemischen Speichern und Wasserstoff. Wenn man aber wie Frankreich saisonal unabhängige und grundlastfähige Kraftwerke hat, dann braucht man keine saisonalen Speicher. Trotzdem wird Frankreich auch Wasserstoff und Derivate herstellen und exportieren.

 

2024/09 Aiwanger: "Die Wasserstoff-Strategien in Frankreich und Bayern ergänzen sich hervorragend. Wir sind gut aufgestellt und bahnen neue Partnerschaften an"

 

2024/11 Frankreich setzt auf weißen Wasserstoff

 

2025/02 Wasserstoff in Frankreich und Deutschland: Das ist der Status quo .. Dabei beläuft sich die geplante Gesamtkapazität in Deutschland je nach Quelle auf 10 bis 13 Gigawatt (GW) .. Frankreich zielt in seiner nationalen Wasserstoffstrategie auf eine Gesamtleistung von 6,5 GW.

 

2025/03/22 France hits hydrogen jackpot: World’s largest reserve valued $92 billion found .. Beneath the soil of Folschviller, in the Moselle region

 

Akkus werden sich im LKW-Fernverkehr nicht durchsetzen. Entweder man nimmt eFuels, Wasserstoff oder man bleibt bei fossilen Treibstoff. Eine Ladeinfrastruktur für Akku-LKWs ist genauso wenig vorhanden wie Wasserstofftankstellen. Ich gehe von eFuels aus - auch dafür braucht man Wasserstoff. Niemand wird aber eFuels kaufen, wenn fossiler Kraftstoff mit niedrigen CO2 Preis erlaubt ist.

 

iea.org/energy-system/low-emission-fuels/hydrogen .. Meanwhile, total electrolyser capacity that has reached a final investment decision now stands at 20 gigawatts (GW) globally, compared with just above 1 GW in 2023.

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