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Wero (Zahlungsdienst)

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Dandy

Meiner Meinung nach sollte die EU noch deutlich mehr Druck ausüben. Wero als verpflichtendes Zahlungsmittel aller Onlinehändler, niedrige Kostendeckelung für den Händler und jedes teurere Zahlungsmittel muss direkt vom Käufer bezahlt werden. Das würde die Macht der amerikanischen Zahlungsanbieter deutlich schwächen und uns wieder Datenhoheit in diesem extrem sensiblen Feld bescheren. Wer glaubt, unsere Zahlungsströme würden nicht durch amerikanische Nachrichtendienste analysiert, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

 

Mich stört auch die Bewegung hin zu Debit-Kreditkarten statt Girokarten. Da manipulieren Visa/Mastercard im Hintergrund den Markt, damit in Zukunft alle Zahlungen bei uns über die (teureren) Kreditkarten abgewickelt werden. Dem sollte auch schon längst Einhalt geboten werden.

 

Die Chinesen haben vorgemacht wie es geht und ich würde mir wünschen, wir in Europa wachten auch endlich aus unserem Dornröschenschlaf unserer eigenen Bequemlichkeit auf.

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Bolanger
vor einer Stunde von Dandy:

Die Chinesen haben vorgemacht wie es geht

Ich möchte kein social scoring haben, in das meine Einkäufe einfließen.

 

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Dandy

Komm. Das eine hat mit dem anderen rein gar nichts zu tun und das weißt du auch. Versuch es mal konstruktiv.

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 8 Stunden von chirlu:

Meine Erfahrung damit:

 

Für mich ist das Thema Beweislast interessant - denn darum geht es vor Gericht.

 

In meinem Fall ist unstrittig, das ich bestellt habe, dass ich die Waren bekommen habe, dass es eine unstrittige Rechnung gibt und dass der Händler bisher kein Geld erhalten hat.

 

Aus meiner Sicht habe ich meine Zahlungspflicht dadurch erfüllt, dass ich denen eine SEPA-Lastschrifts-Mandat gegeben habe und das Geld auf dem Konto bereitgestellt habe.

 

Aus deren Sicht habe ich meine Zahlungspflicht nicht erfüllt, weil sie kein Geld bekommen haben.

 

Was dazwischen passiert ist, ist unklar. Ich weiß nicht, ob sie versucht haben, das Geld einzuziehen und warum es dabei Probleme gab. Wer ist schuld? Die, weil sie es nicht probiert haben? Meine Bank? Oder gab es technische Probleme? Oder wäre es meine Aufgabe gewesen, die fehlende Abbuchung zu bemerken und mit denen in Kontakt zu treten? Das Inkasso-Unternehmen behauptet, dass der Händler zwei Mahnungen verschickt hätte. Die habe ich aber nicht bekommen. Auch hier wieder großes Rätselraten: was ist passiert? Hat der Internet-Händler wirklich Mahnungen verschickt? An die richtige Adresse? Hat die Post sie verschlampt? Habe ich sie verschlampt?

 

Die SEPA-Lastschrift ist jedenfalls nicht so harmlos, wie sie aussieht. Wenn alles gut geht, ist sie prima. Wenn es nicht funktioniert, sieht man die Probleme.

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dev
vor 15 Minuten von stagflation:

Die SEPA-Lastschrift ist jedenfalls nicht so harmlos, wie sie aussieht. Wenn alles gut geht, ist sie prima. Wenn es nicht funktioniert, sieht man die Probleme.

Beim Händler anrufen und freundlich bleiben, denn Fehler passieren.

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli

Wenn die Hauptforderung unstrittig: Hast Du diese denn jetzt gezahlt? Denn Du wurdest jetzt ja offensichtlich darauf aufmerksam gemacht, dass die Forderung noch besteht. 

Da würde ich persönlich mich erst mal schadlos stellen.

Das wird das erste sein, was das Gericht prüfen und bemängeln wird.

 

Und danach ein Brief ans Inkasso-Unternehmen, dass die Forderung sofort beglichen wurde und man nun erklären solle, warum die SEPA-Lastschrift nicht gezogen wurde und dass es wirklich zwei Mahnungen gab.

Wobei ich mir gar nicht so sicher bin, dass die Mahnungen rechtlich nötig sind. 

Und ggfs. ein Brief an das Unternehmen, warum die SEPA-Lastschrift nicht gezogen wurde bzw. wenn sie versucht wurde auszuführen, warum sie gescheitert ist.

 

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Tenno

Wenn Inkasso im Spiel, ist die Forderung meist schon abgetreten. Da würde ich nicht mehr ohne Nachweis, wer die Forderung jetzt hält, irgendwas bezahlen

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

@dev, @Holgerli, @Tenno: danke für Eure Tipps. Ich habe lange überlegt, was ich mache. Ich habe mit dem Versand-Händler, dem Inkasso-Unternehmen und einem Rechtsanwalt gesprochen. Ich habe nicht den Eindruck, dass ich etwas verkehrt gemacht habe. Ich glaube aber auch nicht, dass der Versandhändler etwas absichtlich falsch gemacht hat. Der hat seine Prozesse. Irgendetwas ist schief gelaufen.

 

Letztendlich habe ich Rechnungsbetrag und Inkassogebühren bezahlt - auch wenn es mich ärgert. Ich kann weder vollständig ausschließen, dass ich etwas falsch gemacht habe, noch kann ich mir sicher sein, dass ein Gericht in meinem Sinne entscheiden würde.

 

Parallel dazu habe ich an den Internet-Händler eine Beschwerde geschickt und ihn gebeten, mir zu erklären, warum sie das Geld nicht abgebucht haben.

 

vor 2 Stunden von Tenno:

Wenn Inkasso im Spiel, ist die Forderung meist schon abgetreten. Da würde ich nicht mehr ohne Nachweis, wer die Forderung jetzt hält, irgendwas bezahlen

Ja, das ist so eines der Probleme. Es ist unklar, an wen ich zurzeit zahlen müsste.

 

vor 2 Stunden von Holgerli:

Wenn die Hauptforderung unstrittig: Hast Du diese denn jetzt gezahlt? Denn Du wurdest jetzt ja offensichtlich darauf aufmerksam gemacht, dass die Forderung noch besteht. 

Das ist das nächste Problem. Ich hätte einfach den Rechnungsbetrag ohne die Inkassogebühren an das Inkasso-Unternehmen überweisen können. Es wäre aber durchaus möglich, dass das Inkasso-Unternehmen vom überwiesenen Geld zuerst ihre eigenen Kosten abziehen darf und der Status dann ist: Rechnungsbetrag nur zur Hälfte bezahlt... Dem könnte man möglicherweise mit einem Zahlungsavis entgegenwirken. Aber da kenne ich mich nicht aus.

 

Ich habe das hauptsächlich geschrieben um zu zeigen, dass SEPA-Lastschrift nicht ganz harmlos ist. Auch bei anderen Zahlungsverfahren kann es Probleme geben: bei Vorkasse kann beispielsweise das Geld weg sein, wenn der Händler Insolvenz anmeldet. Also doch ein Zahlungsverfahren über einen Dritten? Paypal mit Käuferschutz? Oder Kreditkarte? Oder Wero?

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dev
· bearbeitet von dev
vor 51 Minuten von stagflation:

Letztendlich habe ich Rechnungsbetrag und Inkassogebühren bezahlt - auch wenn es mich ärgert. Ich kann weder vollständig ausschließen, dass ich etwas falsch gemacht habe, noch kann ich mir sicher sein, dass ein Gericht in meinem Sinne entscheiden würde.

Ich hätte erst den Händler kontaktiert, eventuell hätte man das klären können.

 

Wenn auf der Rechnung per Lastschrift drauf steht, dann dürftest du vor Gericht theoretisch raus sein. ( Meine Meinung ).

 

vor 51 Minuten von stagflation:

Ich habe das hauptsächlich geschrieben um zu zeigen, dass SEPA-Lastschrift nicht ganz harmlos ist. Auch bei anderen Zahlungsverfahren kann es Probleme geben: bei Vorkasse kann beispielsweise das Geld weg sein, wenn der Händler Pleite macht. Also doch ein Zahlungsverfahren über einen Dritten? Paypal mit Käuferschutz? Oder Wero? Oder Kreditkarte?

Es kann bei jedem Bezahlvorgang etwas schief gehen, auch bei vielen anderen Bezahlanbietern gibt es im Inet Beschwerden.

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Holgerli

@stagflation Kann ich verstehen, dass Du es so gemacht hast. Denn im Endeffekt sind es Deine Nerven und Deine Zeit die Du unnötig verbrätst. Und schlussendlich kauft Geld auch Zeit. Danke für das Teile Deiner Erfahrungen. 

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Megatron

Die Commerzbank hat jetzt entschieden, doch bei Wero mitzumachen. Quelle: HB

 

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Megatron
vor 3 Stunden von stagflation:

Ich habe das hauptsächlich geschrieben um zu zeigen, dass SEPA-Lastschrift nicht ganz harmlos ist. Auch bei anderen Zahlungsverfahren kann es Probleme geben: bei Vorkasse kann beispielsweise das Geld weg sein, wenn der Händler Insolvenz anmeldet. Also doch ein Zahlungsverfahren über einen Dritten? Paypal mit Käuferschutz? Oder Kreditkarte? Oder Wero?

Das kann Dir denke ich mit jedem Zahlungsmittel passieren, und je mehr Stellen beteiligt sind desto komplizierter wird es.

Ich hatte fast die gleiche Erfahrung, nur mit Kreditkarte. Abo mit monatlicher Zahlung, irgendwann kam mal Post vom Anwalt. Prüfung ergab, das monatelang die Kreditkarte belastet wurde, dann einen Monat nicht, und danach wieder belastet wurde. Es ist dann praktisch unmöglich auf die Schnelle nachzuvollziehen, wo in der Kette zwischen berechtigter Forderung des Unternehmens, dessen Zahlungsdienstleister, der Kreditkartenfirma, dem Dienstleister meiner Bank, und meiner Bank selbst, das Problem lag. Im Spamfolder habe ich dann noch zwei Mahnungen gefunden. Dadurch dass diese nur per Mail zugestellt wurden, wäre der "Versäumniszuschlag" wohl anfechtbar gewesen. Aber auch hier: Kleinerer Betrag, das Ticket fürs Falschparken vor der Anwaltskanzlei wäre vermutlich teurer gewesen als die Gurke zu schlucken.

  

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