alles_klar April 29, 2012 · bearbeitet April 29, 2012 von alles_klar Hallo zusammen, Kurz ein paar Hintergrundinformationen: ich bin ~30 Jahre alt und möchte 250€ pro Monat in eine Altersvorsorge per Fonds investieren (250€ Stand jetzt, könnte in ein paar Jahren nach oben angepasst werden, wenn mir die Mittel zur Verfügung stehen). Das Startkapital beträgt 0€. Die Aufteilung von Aktien:Anleihen sollte ~70:30 betragen. Zudem bin ich Kunde bei comdirect, habe dort mein Depot und bekomme eine Reihe von Fondsprodukten als kostenlose Ansparpläne. Diese Chance würde ich auch gern wahrnehmen. Ich bin eher ein Freund passiver Produkte, daher war meine erste Idee mir ein individuelles ETF-Weltportfolio aufzubauen. Dabei würde ich nicht unbedingt auf den MSCI World gehen wollen, sondern würde gern individuell in Regionen investieren, auch um die Aufteilung nach meinen Vorstellungen zu gestalten und Über-/Untergewichtungen zu vermeiden. Das Musterdepot von supertobs für mittlere Vermögen http://www.wertpapie...lere-vermoegen/ und der Thread http://www.wertpapie...ptimal-anlegen/ gaben dann Anlass zu folgendem Weltportfolio. Wichtiger Hinweis: die ETFs wurden von mir entsprechend der kostenlosen Verfügbarkeit eines Ansparplans bei comdirect ausgewählt: 70% Aktien (175€/Monat):21% USA (52,5€/Monat):ComStage ETF S&P 500 I, LU0488316133, TER 0.18%, thesaurierend, Swap 21% Europa (52,5€/Monat):ComStage ETF STOXX Europe 600 NR, LU0378434582, TER 0.20%, thesaurierend, Swap 21% EM (52,5€/Monat):db x-trackers MSCI Emerging Markets TRN Index ETF 1C, LU0292107645, TER 0.65%, thesaurierend, Swap 7% Japan (17,5€/Monat):db x-trackers MSCI JAPAN TRN INDEX ETF 1C, LU0274209740, TER 0.50%, thesaurierend, SwapPazifik wäre mir lieber, gibt es aber als kostenlosen Sparplan bei comdirect nicht; Alternative wäre Ansparen und jährliche Direktanlage in den ComStage ETF MSCI Pacific TRN, LU0392495023, TER 0.45%, thesaurierend, Swap [*]30% Anleihen (75€/Monat): 30% Euro-Pfandbriefe (75€/Monat):Lyxor ETF EuroMTS Covered Bond, FR0010481127, TER 0.17%, thesaurierend, kein Swapleider gibt es keinen ordentlichen kostenlosen ETF-Sparplan für Euro-Anleihen bei comdirect; Plan wäre daher eine Direktanlage nach jährlicher Ansparung in den ARERO Alternative wäre hier noch eine Aufteilung in 10% EM-Anleihen und 20% Euro-Pfandbriefe, s. supertobs Musterdepot, doch das würde noch mehr Zersplitterung bedeuten und der Vorteil würde bei Direktanlage durch die Kosten aufgefressen werden Der Gesamt-TER bei dieser Variante liegt bei ca. 0,35%, hinzu kommen die Kosten der jährlichen Direktanlage durch Umschichtung aus dem ARERO in den Anleihen-Teil. Der Eigenschaften von Swap-ETFs und ausländisch thesaurierender Swap-ETFs bin ich mir bewusst, die damit verbundenen "Nachteile" (Risiko, steuerliche Behandlung) sind für mich allerdings akzeptabel. Dass alle Fonds thesaurierend sind und hier keine Diversifikation in ausschüttend/thesaurierend existiert, erscheint mir ebenfalls akzeptabel. Viel mehr geistert mir die Frage im Kopf herum, ob eine solche recht feingranulare Aufteilung bei 250€/Monat überhaupt Sinn macht. Prinzipiell entstehen mir zunächst ja keine Kosten, da o.a. Produkte als kostenloser Ansparplan verfügbar sind. Ein Nachteil ergibt sich allerdings beim Rebalancing: würde ich ein jährliches Rebalancing durchführen (z.B. bei 5% Abweichung von der Original-Aufteilung), wären die Kosten anfangs unproportional groß. Eine Möglichkeit wäre ein monatliches indirektes "Rebalancing" durch Anpassen der Ansparbeträge (was ja kostenlos möglich ist), sodass die Ziel-Aufteilung dann zukünftig wieder erreicht wird. Optimal ist das allerdings nicht. Was wäre die Alternative zu diesem "manuellen" Weltportfolio? Für mich stellen ETF-Dachfonds eine Alternative dar, hier speziell der ARERO und der DBX0BT. Da ich beide Konzepte prinzipiell für interessant halte und die Unterschiedlichkeit in der Ausrichtung und dem Management nicht nachteilig empfinde (eher als zusätzliche Diversifikation), könnte ich mir auch ein vereinfachtes Weltportfolio aus diesen Produkten vorstellen: 50% ARERO (125€/Monat):ARERO-Weltfonds, LU0360863863, TER 0.50% 50% DBX0BT (125€/Monat):db x-trackers Portfolio Total Return Index ETF 1C, LU0397221945 / DBX0BT, TER 0.72% Den Vorteil sehe ich hier in der Einfachheit und den entfallenden Umschichtungen, nachteilig ist der höhere TER (wäre für mich mit 0,61% aber noch sehr verkraftbar)... Beide Fonds sind ebenfalls als kostenloser Ansparplan bei comdirect verfügbar. Was meint ihr zu beiden Lösungen in meiner Situation? Habe ich etwas übersehen und was würdet ihr mir empfehlen? Ist vll. die momentane Ansparung mit der zweiten Lösung vorteilhafter? Nach Ansparung über mehrere Jahre könnte dann ja immernoch in ein individuelles ETF-Weltportfolio umgeschichtet werden. Vielen Dank für eure Anregungen, Marcus Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
lacerator1984 April 29, 2012 Schau mal beim sbroker nach. Ist nicht optimal für jede Lebenslage, aber Du kannst einen kostenfreien Sparplan auf Jumbo-Pfandbriefe abschließen und zahlst keine Depotgebühr drauf, wenn Du mindestens 1 Mal im Quartal ausführst. Dessen TER beträgt 0,09%. Ist Geschmackssache, ob Du beide Sachen trennen willst, aber wenn Du eine EXCEL-Tabelle benutzt, sollte das kein technisches Problem darstellen. Die Duration dieses ETF ist übrigens sehr kurz mit 3-4 Jahren, wie etwa beim Weltportfolio gewünscht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Hellerhof April 29, 2012 Nur zur Info. Die Region "Pazifik" kannst du per Sparplan mit dem COMSTAGE ETF MSCI PACIFIC TRN (ETF114) abdecken. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
lacerator1984 April 29, 2012 Nur zur Info. Die Region "Pazifik" kannst du per Sparplan mit dem COMSTAGE ETF MSCI PACIFIC TRN (ETF114) abdecken. Und wenn es dann Value sein soll, geht das auch mit einem ETF von iShares... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
otto03 April 29, 2012 Nur zur Info. Die Region "Pazifik" kannst du per Sparplan mit dem COMSTAGE ETF MSCI PACIFIC TRN (ETF114) abdecken. Und wenn es dann Value sein soll, geht das auch mit einem ETF von iShares... der ETF wäre? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
zylar April 29, 2012 Sind nur thes. swapper gewünscht? Ansonsten gibts für Euro-Anleihen z.b. ETFLAB IBOXX EUR LIQUID SOVEREIGN DIVERSIFIED 1-10 (ETFL11) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
lacerator1984 April 29, 2012 Und wenn es dann Value sein soll, geht das auch mit einem ETF von iShares... der ETF wäre? ISIN DE000A0H0744 Den ETFlab Sovereign Diversified 1-10 würde ich nur nehmen, wenn ich mir auch bewusst bin, dass da Euro-Periphierie drin ist. Ist nicht jedermanns Sache und auch nicht das Konzept des risikofreien Anteils... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
vanity April 29, 2012 · bearbeitet April 29, 2012 von vanity ISIN DE000A0H0744 Das ist wohl nicht Value im eigentlichen Sinne, sondern - was eigentlich? (hinter der ISIN verbirgt sich iShares Dow Jones Asia Pacific Select Dividend 30) Was mich aber in dem Zusammenhang interessieren würde: Ein Fokussierung auf Themen (hier: Dividendenstärke) sollte man nach der reinen Lehre wohl eher bleiben lassen. Allerdings ist (vermutlich wegen Beschränkung auf wenige große Werte) der Kostenanteil deutlich geringer (0,3% statt 0,45% p. a.). Holt der Diversifikationsvorteil der breiten Aufstellung die Differenz wieder rein? Den ETFlab Sovereign Diversified 1-10 würde ich nur nehmen, wenn ich mir auch bewusst bin, dass da Euro-Periphierie drin ist. Ist nicht jedermanns Sache und auch nicht das Konzept des risikofreien Anteils... Das gilt aber um so mehr für den vom TO gewählten Lyxor FR0010481127, der einen satten 6/7 7/8-Anteil iberische Halb- + britische Voll-Inseln hält. Zur eigentlichen Frage von alles_klar: Warum empfindest du den von dir genannten Ansatz als suboptimal? Eine Möglichkeit wäre ein monatliches indirektes "Rebalancing" durch Anpassen der Ansparbeträge (was ja kostenlos möglich ist), sodass die Ziel-Aufteilung dann zukünftig wieder erreicht wird. Optimal ist das allerdings nicht. Wenn du in den Sparplänen hinreichend flexibel bist, sollte diese Steuerung zumindest für die anfänglichen etlichen Jahre, in denen die Sparleistung hoch im Verhältnis zum bereits angesparten Kapitel ist, ein ausreichend genaues Rebalacing hinbekommen. Auf das letzte Prozent kommt es wohl kaum an, insbesondere nicht innerhalb des in sich hoch korrelierten Aktienteils. Ich würde im Übrigen den 30%-Anteil RK1 nicht über einen Renten-ETF abdecken, sondern zunächst über Tages- und Festgeld (TER=0%, wobei Festgeld zzt. wegen der Mindestanlagesummen noch etwas holpert). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
lacerator1984 April 29, 2012 Der Fonds DE000A0H0744 wird von Kommer so explizit empfohlen. Ich sehe die Diversifikation als ausreichend an, um diese Gegend abzudecken. Wenn man sich anschaut, wie der Index konstruiert ist, sieht man, dass er ähnlich zum Euro Stoxx Selected Dividend 30 ist. Da sind ja auch ein paar mehr Kriterien genutzt als z.B. bei DivDax. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
otto03 April 29, 2012 Der Fonds DE000A0H0744 wird von Kommer so explizit empfohlen. Ich sehe die Diversifikation als ausreichend an, um diese Gegend abzudecken. Wenn man sich anschaut, wie der Index konstruiert ist, sieht man, dass er ähnlich zum Euro Stoxx Selected Dividend 30 ist. Da sind ja auch ein paar mehr Kriterien genutzt als z.B. bei DivDax. Vor-/Nachteile der SelDivs sind an anderer Stelle schon hinreichend diskutiert worden - die Einschätzung, daß die von DJ benutzte Methodik zu "Value" führt ist zumindest zweifelfhaft und die Ausrichtung auf "Value" nicht zwangsläufig. Die aus dem Auswahlprozess resultiernde Kapgewichtung entsprechend der beteiligten Länder oder die BIP/GDP Gewichtung ist rein zufällig. http://www.djindexes.com/mdsidx/downloads/meth_info/Dow_Jones_Asia_Pacific_Select_Dividend_30_Index_Methodology.pdf Ob Kommer den Fonds empfiehlt oder nicht ist belanglos. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ceekay74 April 30, 2012 Kurz ein paar Hintergrundinformationen: ich bin ~30 Jahre alt und möchte 250 pro Monat in eine Altersvorsorge per Fonds investieren (250 Stand jetzt, könnte in ein paar Jahren nach oben angepasst werden, wenn mir die Mittel zur Verfügung stehen). Das Startkapital beträgt 0. Beträgt das Startkapital nur für die AV 0,00 Euro oder für das gesamte Vermögen? Im zweiten Fall würde ich erstmal 2 Jahre nur auf dem Tagesgeldkonto ansparen. Sparerfreibetrag ausgeschöpft? Viel mehr geistert mir die Frage im Kopf herum, ob eine solche recht feingranulare Aufteilung bei 250/Monat überhaupt Sinn macht. M.M.n. macht die Aufteilung auf mehr als 2 Fondspositionen bei der Sparrate keinen großen Sinn. Was wäre die Alternative zu diesem "manuellen" Weltportfolio? Für mich stellen ETF-Dachfonds eine Alternative dar, hier speziell der ARERO und der DBX0BT. Ich würde von den 250 Euro pro Monat 100 Euro auf einem Tagesgeldkonto ansparen und dann jeweils einmal im Jahre einen Teil in eine Sparbriefleiter umschichten. Den Rest fifty-fifty in ARERO und der DBX0BT. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
alles_klar April 30, 2012 · bearbeitet April 30, 2012 von alles_klar Hallo und vielen Dank schonmal für eure Anmerkungen. Nur zur Info. Die Region "Pazifik" kannst du per Sparplan mit dem COMSTAGE ETF MSCI PACIFIC TRN (ETF114) abdecken. Den hatte ich in meinem Ursprungspost schon erwähnt. Er wäre meine Präferenz gewesen, allerdings ist er bei comdirect nicht als kostenloser Sparplan verfügbar. Da Japan an diesem aber sowieso einen Anteil von über 56% hat, halte ich die Diversifikation bei Beschränkung auf Japan für diese kleinere Position als vertretbar. Alternative wäre wie bei den Renten ein Ansparplan auf den ARERO und dann jährliche Umschichtung auch in Pazifik rein, aber bei diesem geringen monatlichen Betrag (17,5€/Monat) für Pazifik lohnt das nicht... Zur eigentlichen Frage von alles_klar: Warum empfindest du den von dir genannten Ansatz als suboptimal? Eine Möglichkeit wäre ein monatliches indirektes "Rebalancing" durch Anpassen der Ansparbeträge (was ja kostenlos möglich ist), sodass die Ziel-Aufteilung dann zukünftig wieder erreicht wird. Optimal ist das allerdings nicht. Suboptimal deswegen, weil das Rebalancing ja eigentlich "zu spät" kommt. Bei direktem Rebalancing würde ich ausnutzen, dass die Kurse z.B. von USA gerade hoch sind und die Kurse z.B. von Pazifik unten. Dann würde ich hier direkt antizyklisch investieren, indem ich Geld von USA in Pazifik schöpfe. Passe ich hingegen den Sparplan an, findet das Rebalancing ja erst in der Zukunft statt. D.h. ich nutze nicht den aktuellen Effekt, sondern dieser wird wieder durch die Wertentwicklung in der Zukunft beeinflusst. Wenn USA stark sinkt und Pazifik steigt, war ich dann nicht zeitig genug am Markt... Daher das "suboptimal", wobei dieser Effekt (sofern ich ihn richtig gedacht habe) evtl. nicht allzu groß sein dürfte, wenn man monatlich die Sparplanraten anpasst (erhöht zwar den Aufwand, finde ich aber vertretbar). Beträgt das Startkapital nur für die AV 0,00 Euro oder für das gesamte Vermögen? Im zweiten Fall würde ich erstmal 2 Jahre nur auf dem Tagesgeldkonto ansparen. Sparerfreibetrag ausgeschöpft? Das Startkapital beträgt nur für die AV 250€/Monat. Daneben habe ich noch andere liquide Mittel und bin hinsichtlich "Notreserve" etc. (4 Netto-Gehälter TG) bereits gut aufgestellt. Die 250€ für die AV entsprechen auch nur einem Teil der monatlich zur Verfügung stehenden Sparsumme, der andere Teil wird für andere Ziele verwendet (das soll hier aber keine Rolle spielen). Daher würde ich auch wirklich mit einem hohen Aktienanteil bei der AV fahren wollen und diesen dann entsprechend des Humankapitals mit der Zeit zurückfahren bzw. den Rententeil aufstocken. Da es 2 mal erwähnt wurde: würdet ihr wirklich Tagesgeld/Festgeld anstelle von Renten empfehlen? Gerade als dämpfende Komponente gefallen mir Renten besser als TG/FG (wie gesagt nur für die AV, Rest ist anderweitig mit TG/FG abgedeckt). Sparerfreibetrag ist im Übrigen noch nicht ausgeschöpft, was momentan ausschüttende ETFs wohl interessant macht. In 1-2 Jahren wird sich das aber anders darstellen, daher sehe ich thesaurierende ETFs (Swap oder nicht) für mich als zielführender an. M.M.n. macht die Aufteilung auf mehr als 2 Fondspositionen bei der Sparrate keinen großen Sinn. Warum? Das bringt mich wieder zur Ursprungsfrage zurück, die ich noch nicht ganz als beantwortet sehe: welches von beiden Konzepten haltet ihr in meinem Fall für valider? Sind beide so in Ordnung oder habe ich als Kriterium etwas übersehen, was euch direkt ins Auge sticht? Wie gesagt denke ich, dass ich mit den kostenlosen ETF-Sparplänen gut fahren könnte und einen niedrigen TER erhalte, andererseits sprechen mich auch die ETF-Dachfonds von ihren Konzepten her an (beide). "Aufwand" ist in dem Sinne kein Thema für mich, monatliche Zeit für Sparplanraten-Rebalancing könnte ich einräumen... Grüße, Marcus Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
lacerator1984 April 30, 2012 Der Fonds DE000A0H0744 wird von Kommer so explizit empfohlen. Ich sehe die Diversifikation als ausreichend an, um diese Gegend abzudecken. Wenn man sich anschaut, wie der Index konstruiert ist, sieht man, dass er ähnlich zum Euro Stoxx Selected Dividend 30 ist. Da sind ja auch ein paar mehr Kriterien genutzt als z.B. bei DivDax. Vor-/Nachteile der SelDivs sind an anderer Stelle schon hinreichend diskutiert worden - die Einschätzung, daß die von DJ benutzte Methodik zu "Value" führt ist zumindest zweifelfhaft und die Ausrichtung auf "Value" nicht zwangsläufig. Die aus dem Auswahlprozess resultiernde Kapgewichtung entsprechend der beteiligten Länder oder die BIP/GDP Gewichtung ist rein zufällig. http://www.djindexes...Methodology.pdf Ob Kommer den Fonds empfiehlt oder nicht ist belanglos. ... genau so belanglos wie Deine Meinung :- Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
otto03 April 30, 2012 · bearbeitet April 30, 2012 von otto03 Vor-/Nachteile der SelDivs sind an anderer Stelle schon hinreichend diskutiert worden - die Einschätzung, daß die von DJ benutzte Methodik zu "Value" führt ist zumindest zweifelfhaft und die Ausrichtung auf "Value" nicht zwangsläufig. Die aus dem Auswahlprozess resultiernde Kapgewichtung entsprechend der beteiligten Länder oder die BIP/GDP Gewichtung ist rein zufällig. http://www.djindexes...Methodology.pdf Ob Kommer den Fonds empfiehlt oder nicht ist belanglos. ... genau so belanglos wie Deine Meinung :- Habe keine Meinung geäußert sondern Fakten beschrieben - die ändern sich auch nicht durch die Meinung von Kommer Du dagegen plapperst dummes Zeug und begründest deine eigene Meinung (keine Fakten) mit der Meinung Dritter und wirst zusätzlich noch pampig. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
lacerator1984 April 30, 2012 ... genau so belanglos wie Deine Meinung :- Habe keine Meinung geäußert sondern Fakten beschrieben - die ändern sich auch nicht durch die Meinung von Kommer Du dagegen plapperst dummes Zeug und begründest deine eigene Meinung (keine Fakten) mit der Meinung Dritter und wirst zusätzlich noch pampig. Ich habe schlichtweg Deine Wortwahl benutzt, mein Lieber. Die war mir schon sauer aufgestoßen, nur deshalb habe ich das gemacht... Die Fakten sind anderweitig beschrieben, ich will die hier auch nicht wiederholen, dazu gibt es den anderen Themenkomplex. Mir reicht der Ansatz so aus, das muss jeder für sich selber entscheiden nach Abwägung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
slt63 April 30, 2012 Ich würde an deiner Stelle die fiftyfifty-Variante Arero/DBX0BT wählen. Einfach in der Handhabung und "automatisches" "rebalancieren" innerhalb der Konzepte bei relativ günstigen Kosten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Berd001 April 30, 2012 Hallo zusammen, Kurz ein paar Hintergrundinformationen: ich bin ~30 Jahre alt und möchte 250 pro Monat in eine Altersvorsorge per Fonds investieren (250 Stand jetzt, könnte in ein paar Jahren nach oben angepasst werden, wenn mir die Mittel zur Verfügung stehen). Das Startkapital beträgt 0. Die Aufteilung von Aktien:Anleihen sollte ~70:30 betragen. Zudem bin ich Kunde bei comdirect, habe dort mein Depot und bekomme eine Reihe von Fondsprodukten als kostenlose Ansparpläne. Diese Chance würde ich auch gern wahrnehmen. Ich bin eher ein Freund passiver Produkte, daher war meine erste Idee mir ein individuelles ETF-Weltportfolio aufzubauen. Dabei würde ich nicht unbedingt auf den MSCI World gehen wollen, sondern würde gern individuell in Regionen investieren, auch um die Aufteilung nach meinen Vorstellungen zu gestalten und Über-/Untergewichtungen zu vermeiden. Das Musterdepot von supertobs für mittlere Vermögen http://www.wertpapie...lere-vermoegen/ und der Thread http://www.wertpapie...ptimal-anlegen/ gaben dann Anlass zu folgendem Weltportfolio. Wichtiger Hinweis: die ETFs wurden von mir entsprechend der kostenlosen Verfügbarkeit eines Ansparplans bei comdirect ausgewählt: 70% Aktien (175/Monat):21% USA (52,5/Monat):ComStage ETF S&P 500 I, LU0488316133, TER 0.18%, thesaurierend, Swap 21% Europa (52,5/Monat):ComStage ETF STOXX Europe 600 NR, LU0378434582, TER 0.20%, thesaurierend, Swap 21% EM (52,5/Monat):db x-trackers MSCI Emerging Markets TRN Index ETF 1C, LU0292107645, TER 0.65%, thesaurierend, Swap 7% Japan (17,5/Monat):db x-trackers MSCI JAPAN TRN INDEX ETF 1C, LU0274209740, TER 0.50%, thesaurierend, SwapPazifik wäre mir lieber, gibt es aber als kostenlosen Sparplan bei comdirect nicht; Alternative wäre Ansparen und jährliche Direktanlage in den ComStage ETF MSCI Pacific TRN, LU0392495023, TER 0.45%, thesaurierend, Swap [*]30% Anleihen (75/Monat): 30% Euro-Pfandbriefe (75/Monat):Lyxor ETF EuroMTS Covered Bond, FR0010481127, TER 0.17%, thesaurierend, kein Swapleider gibt es keinen ordentlichen kostenlosen ETF-Sparplan für Euro-Anleihen bei comdirect; Plan wäre daher eine Direktanlage nach jährlicher Ansparung in den ARERO Alternative wäre hier noch eine Aufteilung in 10% EM-Anleihen und 20% Euro-Pfandbriefe, s. supertobs Musterdepot, doch das würde noch mehr Zersplitterung bedeuten und der Vorteil würde bei Direktanlage durch die Kosten aufgefressen werden Der Gesamt-TER bei dieser Variante liegt bei ca. 0,35%, hinzu kommen die Kosten der jährlichen Direktanlage durch Umschichtung aus dem ARERO in den Anleihen-Teil. Der Eigenschaften von Swap-ETFs und ausländisch thesaurierender Swap-ETFs bin ich mir bewusst, die damit verbundenen "Nachteile" (Risiko, steuerliche Behandlung) sind für mich allerdings akzeptabel. Dass alle Fonds thesaurierend sind und hier keine Diversifikation in ausschüttend/thesaurierend existiert, erscheint mir ebenfalls akzeptabel. Viel mehr geistert mir die Frage im Kopf herum, ob eine solche recht feingranulare Aufteilung bei 250/Monat überhaupt Sinn macht. Prinzipiell entstehen mir zunächst ja keine Kosten, da o.a. Produkte als kostenloser Ansparplan verfügbar sind. Ein Nachteil ergibt sich allerdings beim Rebalancing: würde ich ein jährliches Rebalancing durchführen (z.B. bei 5% Abweichung von der Original-Aufteilung), wären die Kosten anfangs unproportional groß. Eine Möglichkeit wäre ein monatliches indirektes "Rebalancing" durch Anpassen der Ansparbeträge (was ja kostenlos möglich ist), sodass die Ziel-Aufteilung dann zukünftig wieder erreicht wird. Optimal ist das allerdings nicht. Was wäre die Alternative zu diesem "manuellen" Weltportfolio? Für mich stellen ETF-Dachfonds eine Alternative dar, hier speziell der ARERO und der DBX0BT. Da ich beide Konzepte prinzipiell für interessant halte und die Unterschiedlichkeit in der Ausrichtung und dem Management nicht nachteilig empfinde (eher als zusätzliche Diversifikation), könnte ich mir auch ein vereinfachtes Weltportfolio aus diesen Produkten vorstellen: 50% ARERO (125/Monat):ARERO-Weltfonds, LU0360863863, TER 0.50% 50% DBX0BT (125/Monat):db x-trackers Portfolio Total Return Index ETF 1C, LU0397221945 / DBX0BT, TER 0.72% Den Vorteil sehe ich hier in der Einfachheit und den entfallenden Umschichtungen, nachteilig ist der höhere TER (wäre für mich mit 0,61% aber noch sehr verkraftbar)... Beide Fonds sind ebenfalls als kostenloser Ansparplan bei comdirect verfügbar. Was meint ihr zu beiden Lösungen in meiner Situation? Habe ich etwas übersehen und was würdet ihr mir empfehlen? Ist vll. die momentane Ansparung mit der zweiten Lösung vorteilhafter? Nach Ansparung über mehrere Jahre könnte dann ja immernoch in ein individuelles ETF-Weltportfolio umgeschichtet werden. Vielen Dank für eure Anregungen, Marcus Alle ausländischen thesaurierenden Fonds, die nicht swapen, machen steuerlichen Aufwand (hier oft diskutiert). Der Arero gehört meines Wissens nach dazu. Der von Dir angeführte Lyxor ebenso. Swapende Fonds dagegen machen diesen Aufwand ebensowenig wie inländisch thesaurierende bzw. allgemein ausschüttende Fonds (grob gesagt. Detailreiche Ausnahmen bestätigen diese Regel). Deine Vorstellungen sind zwar schön ausgearbeitet aber bei 250 Euro Gesamtsparsumme pro Monat wären mir das eindeutig zuviele Posten. Warum nicht einfacher: Entweder wirklich nur den Arero (allerdings muß man die Konstruktion mögen) oder den dbx0bt oder wenn Du es doch lieber "manuell" hast MSCI World Evtl. einen ETF auf den Eurostoxx (muß aber nicht sein) MSCI EM Ein weltweit in Staats- wie Unternehmensanleihen anlegender Rentenfonds (z. B. StarCapital Bondvalue UI (WKN 978187) oder einen der vielen sehr guten Templeton Rentenfonds) oder ein Offener Immobilienfonds (z. B das "Dickschiff" hausinvest) Außerdem Tagegeld (sollte man sowieso immer drei Monatsgehälter als Reserve vorhalten). Macht minimal drei, maximal vier bis fünf Fonds. Diese ganzen komplizierten Aufteilungen der Depots bis auf die dritte Nachkommastelle ergeben für mich keinen Sinn. Viel wichtiger ist es, die als richtig eingeschätzte und eingeschlagene Strategie auch wirklich längerfristig zu verfolgen und nicht bei der ersten Finanzkrise in Panik alles zu ändern. Berd001 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nord Mai 1, 2012 Alle ausländischen thesaurierenden Fonds, die nicht swapen, machen steuerlichen Aufwand (hier oft diskutiert). Der Arero gehört meines Wissens nach dazu. Der von Dir angeführte Lyxor ebenso. Swapende Fonds dagegen machen diesen Aufwand ebensowenig wie inländisch thesaurierende bzw. allgemein ausschüttende Fonds (grob gesagt. Detailreiche Ausnahmen bestätigen diese Regel). Der ARERO ist da ein Sonderfall: Swapper und trotzdem steuerlich "kompliziert". Der Grund: Im Collateral sind Anleihen statt Aktien. Bei Anleihen lassen sich Erträge nicht durch geschicktes Umschichten vermeiden, da beim Verkauf grundsätzlich Stückzinsen gutgeschrieben werden. Gleiches gilt für die meisten Anleihe-ETFs mit Swap, da diese ebenfalls Anleihen im Collateral halten, mit Ausnahme von Anleihe-ETFs von Comstage, die Aktien halten, wo das Problem dann wieder nicht auftritt. Wiederum weitere Ausnahme: ETCs (zumindest die von ETF Securities) halten Zero Bonds im Collateral, da tritt dieses Problem logischerweise auch nicht auf. Wenn doch bloß alles im Leben so übersichtlich wäre! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Berd001 Mai 1, 2012 Alle ausländischen thesaurierenden Fonds, die nicht swapen, machen steuerlichen Aufwand (hier oft diskutiert). Der Arero gehört meines Wissens nach dazu. Der von Dir angeführte Lyxor ebenso. Swapende Fonds dagegen machen diesen Aufwand ebensowenig wie inländisch thesaurierende bzw. allgemein ausschüttende Fonds (grob gesagt. Detailreiche Ausnahmen bestätigen diese Regel). Der ARERO ist da ein Sonderfall: Swapper und trotzdem steuerlich "kompliziert". Der Grund: Im Collateral sind Anleihen statt Aktien. Bei Anleihen lassen sich Erträge nicht durch geschicktes Umschichten vermeiden, da beim Verkauf grundsätzlich Stückzinsen gutgeschrieben werden. Gleiches gilt für die meisten Anleihe-ETFs mit Swap, da diese ebenfalls Anleihen im Collateral halten, mit Ausnahme von Anleihe-ETFs von Comstage, die Aktien halten, wo das Problem dann wieder nicht auftritt. Wiederum weitere Ausnahme: ETCs (zumindest die von ETF Securities) halten Zero Bonds im Collateral, da tritt dieses Problem logischerweise auch nicht auf. Wenn doch bloß alles im Leben so übersichtlich wäre! Ja, da ist was dran... Für mich gilt deshalb auch: Finger weg vom ARERO oder ähnlich gestrickten Anlageinstrumenten. Dann lieber selber und bei den angegebenen Sparraten "einfach" tätig werden (wie oben angegeben). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag