Zudu März 19, 2012 · bearbeitet März 20, 2012 von Zudu Ich habe schon einiges hier im Forum gelesen und möchte zuerst einmal den Schreibern für ihre Mühen danken. Bei der Gestaltung eines Depots benötige ich eure Hilfe. Pflichtangaben: 1.Erfahrungen mit Geldanlagen Seit fünf Jahren Erfahrung mit Aktien und ETF´s 2. Darstellung von bereits vorhandener Fondspositionen iShares Stoxx Europe 600 (DE) DE0002635307 5000,00 db x-trackers MSCI Emerging Markets LU0292107645 5000,00 iShares MSCI World DE000A0HGZR1 10000,00 ETF-Depot ist bei einer Sparkasse 440.000 als Tagesgeld verteilt auf mehrere Banken, soll aber nun mit Fonds angelegt werden. Zur Zeit keine Aktien. 3. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für eure Fondsanlage Ich habe die Zeit die Märkte zu beobachten und bin auch gewillt dazu. 4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten: Die ETF´s besitze ich erst seit 2009. Ich habe dabei einen mentalen Stopp-Loss von 20% Bei der größeren Anlagesumme gilt Kapitalerhalt vor Rendite. Optionale Angaben Ich bin 40 Jahre alt, im öffentlichen Dienst angestellt und verheiratet, kein Kinder Selbstbewohntes Einfamilienhaus ist vorhanden und fast abbezahlt. In vermietete Immobilien möchte ich nicht investieren da diese mittlerweile zu teuer sind und ich keine Lust auf den Aufwand und den Ärger mit Mietern habe. Pflichtangaben: 1.Anlagehorizont 15-20 Jahre zur Altersvorsorge 2. Zweck der Anlage Altersvorsorge 3. Einmalanlage und/oder Sparplan? Investiert werden soll in mehreren Teilbeträgen zur Erzielung eines Costaverageeffektes 4. Anlagekapital: 440.000 5. Geplantes Depot: Mir schwebt eine klassische Aufteilung mit 60% Aktien und 40% Anleihen vor. Der Aktienanteil soll mit ETF´s und Fonds realisiert werden. Gleiches gilt für den Anleihenanteil. Das Aktienfondsdepot sieht in Anlehnung an supertobs Musterdepots wie folgt aus: (die prozentuale Aufteilung steht noch nicht fest, soll aber nach BIP Anteilen sein.) iShares MSCI World DE000A0HGZR1 iShares Stoxx Europe 600 (DE) DE0002635307 iShares Euro Stoxx Small DE000A0DPMZ2 Lyxor ETF MSCI EMU Value FR0010168781 iShares MSCI North America DE000A0J2060 iShares S&P Small Cap 600 DE000A0RFEB1 SPDR S&P US Dividend Aristocrats IE00B6YX5D40 iShares MSCI AC Far East ex-Japan DE000A0HGZS9 iShares DJ Asia Pacific Select Dividend 30 (DE) DE000A0H0744 db x-trackers MSCI Emerging Markets LU0292107645 db x-trackers Stoxx Global Select Dividend 100 ARERO Weltfond LU0360863863 DWS Top Dividende DE0009848119 Anleihenanteil: (die prozentuale Aufteilung steht noch nicht fest) Tiberius InterBond OP R WKN: A0LCNU StarCapital Bondvalue DE0009781872 iShares eb.rexx Gov. Germany 1,5-2,5 (DE) DE0006289473 iShares eb.rexx Jumbo Pfandbriefe (DE) DE0002635265 iShares Barclays Cap. Euro Corporates Bonds DE000A0RM454 Nordea-1 Norwegian Bond Fund BP-NOK WKN: 988130 Threadneedle Emerging Market Bond Fund 1 EUR GB00B0WH9Y53 db x-trackers II Emerging Markets Liquid EuroBond LU0321462953 Mischfonds als Alternative zu Anleihen: INVESCO BALANCED RISK ALLOCATION A ACC EUR LU0432616737 Flossbach von Storch SICAV - Multiple Opportunities F LU0323578574 M&G Optimal Income Fund A GB00B1VMCY93 MEAG EuroErtrag WKN978273 Bantleon Opportunities S LU0337414139 Eventuell Offener Immobilienfond zur Depotstabilisierung: Deka-ImmobilienEuropa DE0009809566 6.Nun zu meinen Fragen: a. Ein Depot in dieser Größe sollte man sicher auf mehrere Direktbanken verteilen. Mir schwebt ING-Diba, Cortal-Consors und Comdirect vor. Direktbanken gehören aber meist zu einer Großbank und bei einer Pleite der Mutter wäre auch wahrscheinlich irgendwie die Tochterbank betroffen. Ich weiß die Fondsanteile sind Sondervermögen im Fall einer Pleite, aber schön ist es nicht, wenn man unter Umständen mehrere Monate nicht an die Wertpapiere herankommt. Ein Depot bei einer Sparkasse oder Genossenschaftsbank ist mir auf Dauer zu teuer. Wie ist Eure Meinung dazu, da sicherlich viele das Depot bei Direktbanken haben? b. Hat jemand Erfahrung mit speziellen Fondsbanken z.B. Frankfurter Fondsbank oder Fondsdepot Bank? Kauft ihr die aktiv gemanagte Fonds bei Fondsvermittlern z.B. Fondsvermittlung24 oder FondsDISCOUNT.de ? Oder lohnt sich ein Kauf direkt über die Börse zur Vermeidung des Ausgabeaufschlages? c. Der Aktienfondsanteil am geplanten Depot ist weitgehend klar. Schwierig wird es mit dem 40 % Anleihenanteil. In der Theorie sollte man zur Depotstabilisierung Anleihen besitzen. Aber normalerweise kauft man Anleihen oder Anleihefonds am Zinshoch, jetzt sind wir an einem Zinstief. Nächstes Problem ist das Risiko bei Staatsanleihen und die generelle geringe Rendite (auch bei Unternehmensanleihen). Emerging-Markts-Anleihen können stark schwanken. Wir handhabt ihr den Anleihenanteil im Depot? Ich bin da völlig unsicher. Meine Überlegung ist nun den Anleihenanteil durch Mischfonds zu ersetzen. Durch die Mischfonds habe ich auch eine gewisse Stabilisierung. Man könnte bei der geringen Anleihenrendite auch den 40% Anleihenteil gleich in Tagesgeld investieren. Forumteilnehmer Bärenbulle hat in dem Geiz ist geil Depot" auch einen Mischfond mit 38% Anteil. d. Prinzipiell sollte man ausländische thesaurierende Fonds meiden. Wie sind Eure Erfahrungen mit der Aufstellung der ausschüttungsgleichen Erträge in der KAP-Anlage bei der Steuer? Selbst bei dem Aero-Fonds gibt es das Problem. Oder meidet ihr strickt solche Fonds? e. Anleihen wären denke ich auch bei Inflation oder im Worstcase Fall" einer Euro-Währungrefom problematisch. Sollte man einen Teil des Geldes in einem Fremdwährungskonto anlegen oder in Fremdwährungsanleihen? Aus dieser Überlegung heraus habe ich auch den Nordea-1 Norwegian Bond Fund BP-NOK WKN: 988130 in den Anleihenanteil aufgenommen. Wie sichert ihr Euch für den Extremfall einer Währungsreform oder Hyperinflation außer mit Aktienfonds und Aktien ab? Mir ist klar - Aktien sind Schachwerte. Aber jeder empfiehlt mir nur max. 60 % in Aktien anzulegen. Die restlichen 40% sind echt ein Problem, ich weiß da nicht was ich machen soll auch wegen einer möglichen Hyperinflation und einer möglichen Währungsreform. Für Eure Antworten im voraus vielen Dank. Zudu Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Noxiel März 19, 2012 Ein paar weniger Absätze würden deinen Beitrag wesentlich angenehmer wirken lassen und so sicherlich mehr User zum lesen animieren. Nur ein Tipp. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
harryguenter März 19, 2012 · bearbeitet März 19, 2012 von harryguenter 1.) Zunächst einmal willkommen im Forum. 2.) Ich gebe meinem Vorredner recht - die vielen Leerzeilen haben den Beitrag nicht übersichtlicher gemacht. 3.) nun zum Wesentlichen - ich versuche mich mal an ein paar Antworten. Der Einfachheit halber versuche ich meine Anmerkungen von oben nach unten. Investiert werden soll in mehreren Teilbeträgen zur Erzielung eines Costaverageeffektes Wenngleich das strecken der Investition ganz sicher eine gute Idee ist bleibt mir nur eine Anmerkung zum "Costaverage" (=harmonisches Mittel). Hierbei handelt es sich eher um eine Verkaufstrick der Fondsindustrie da mathematisch das harmonische Mittel stets unter dem arithmetischen Mittelwert liegt. Damit sind die tollen Grafiken der Fondsindustrie - die die beiden Mittelwerte gerne miteinander vergleicht - zwar richtig, aber eben auch nichts besonderes. Mehr dazu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Durchschnittskosteneffekt Mir schwebt eine klassische Aufteilung mit 60% Aktien und 40% Anleihen vor. Der Aktienanteil soll mit ETF´s und Fonds realisiert werden. Gleiches gilt für den Anleihenanteil. Mir wäre die Aktienquote schon leicht zu hoch. Falls Du regelmäßiges Rebalancing zum Erhalt der Quote anstrebst wäre mir eine 50/50 Aufteilung persönlich lieber. Bezüglichg der Produkte: ETFs sind rechtlich ganz normale Fonds nur mit anderem Vertriebsweg. Also keine Vorteile des Produktes an sich. Da Du ETFs hälst scheinst Du Dich damit beschäftigt zu haben. Das Kaufen von normalen Fonds und ETFs ist eher selten, weil einen normalerweise das eine oder andere Konzept dahinter anspricht. Es liest sich ein wenig wie "ETFs weil sie billig sind und der Markt eh nicht geschlagen werden kann, aber ein paar aktive Fonds um eventuell doch die Überrendite einzufahren"? Würde ich nochmal drüber nachdenken und in mich gehen. Ein Depot in dieser Größe sollte man sicher auf mehrere Direktbanken verteilen. Mir schwebt ING-Diba, Cortal-Consors und Comdirect vor. Direktbanken gehören aber meist zu einer Großbank und bei einer Pleite der Mutter wäre auch wahrscheinlich irgendwie die Tochterbank betroffen. Ich weiß die Fondsanteile sind Sondervermögen im Fall einer Pleite, aber schön ist es nicht, wenn man unter Umständen mehrere Monate nicht an die Wertpapiere herankommt. Zwei sollten eigentlich reichen. Wenn zwei gleichzeitig pleite gehen, wird vermutlich auch ein drittes, viertes, ... Depot betroffen sein weil wir in einer Weltwirtschaftskrise stecken. Bitte bedenke bei Deiner Wahl auch die Einlagensicherung (auch beim jetzigen Tagesgeldkto.), da Du die europäischen Regelungen von 100.000 EUR sprengst. Zusätzliche Einlagensicherung oder Splittung wäre anzuraten. Dies gilt für Tagesgeld, Festgeld, Verrechnungskonten (Sichteinlagen). Depotinhalte (Wertpapiere) sind wie bemerkt Sondervermögen. b. Hat jemand Erfahrung mit speziellen Fondsbanken z.B. Frankfurter Fondsbank oder Fondsdepot Bank? Kauft ihr die aktiv gemanagte Fonds bei Fondsvermittlern z.B. Fondsvermittlung24 oder FondsDISCOUNT.de ? Oder lohnt sich ein Kauf direkt über die Börse zur Vermeidung des Ausgabeaufschlages? Wer nicht wöchentlich kauft und wieder verkauft kommt bei den Fondsbanken auch gut weg. Bei Börsenordern kommen ja i.d.R. Ordergebühren dazu die Du Dir mit einem 100% Ausgabeaufschlagrabatt sparen kannst. Bessere Kurse gibt's an der Börse i.d.R: auch nicht (zumindest nciht signifikant besser). Allerdings können die Fondsbanken zumeist keine ETFs kaufen oder verwalten (oder wenn dann sind sie hier meist teuer). In der Theorie sollte man zur Depotstabilisierung Anleihen besitzen. Aber normalerweise kauft man Anleihen oder Anleihefonds am Zinshoch, jetzt sind wir an einem Zinstief. Richtig erkannt. Deshalb bei niedrigen Zinsen stets kurzs Restlaufzeiten wählen. Bei hohen Zinsen eher länger Laufzeiten. Nächstes Problem ist das Risiko bei Staatsanleihen und die generelle geringe Rendite (auch bei Unternehmensanleihen). Emerging-Markts-Anleihen können stark schwanken. Nach Griechenland würde ich ersteres sogar momentan als unkalkulierbar bezeichnen. Ggfs. könntest Du Dir auch Renten ETFs anschauen - gibt's mit langen und kurzen Laufzeiten. Man kann am Anfang aber auch Festgelder verwenden, und sich später in die Anleihenproblematik vertiefen wenn man es denn dann überhaupt möchte. Meine Überlegung ist nun den Anleihenanteil durch Mischfonds zu ersetzen. Durch die Mischfonds habe ich auch eine gewisse Stabilisierung. Wenn Du nicht weist welchen Rentenfond Du Dir zulegen möchtest, wie willst Du dann einen zu Dir passenden Mischfonds finden? Indem Du den Rentenanteil im Fonds bei Deiner Beurteilung aussen vor läßt? M.E. gibt's bei dem Geldbetrag keinen Grund ein Mischprodukt einzusetzen, wenn man getrennte Produkte in ausreichend großen Positionen verwenden kann. Alternativ kann man es sich auch konsequent ganz einfach machen und alles in einige passende Mischfonds stecken. Sollte man einen Teil des Geldes in einem Fremdwährungskonto anlegen oder in Fremdwährungsanleihen? Aus dieser Überlegung heraus habe ich auch den Nordea-1 Norwegian Bond Fund BP-NOK WKN: 988130 in den Anleihenanteil aufgenommen. Fremdwährungskonten bei Direktbanken sind meist schlecht verzinst und eine reine Spekulation auf Währungwechselkursgewinne. Die Unternehmen der Aktienfonds operieren heutzutage sowieso i.d.R. weltweit, so dass Du indirekt auch schon die Währungen drin hast. Bei weltweiten Rentenfonds ist es auch so, wenn Sie nicht auf eine spezielle Währung bei allen Einzeltiteln im Fonds ausgerichtet sind. Bei solchen Fonds ist die Währung des Fonds letztendlich nur Makulatur und irrelevant. Wie sichert ihr Euch für den Extremfall einer Währungsreform oder Hyperinflation außer mit Aktienfonds und Aktien ab? Mir ist klar - Aktien sind Schachwerte. Aber jeder empfiehlt mir nur max. 60 % in Aktien anzulegen. Die restlichen 40% sind echt ein Problem, ich weiß da nicht was ich machen soll auch wegen einer möglichen Hyperinflation und einer möglichen Währungsreform. Ich weiss nicht ob mal solche Szenarien wirklich berücksichtigen sollte. Man weiss doch nicht was passiert. Weltwirschaftskrise? Krieg? Hyperinflation? Vertreibung? Enteignung von Privateigentum im Kommunismus oder der Diktatur? Verbot von privatem Goldbesitz? Zwangsanleihen für Immobilienbesitzer? Vermögenssteuer? Börsentransaktionssteuer? ... Haben wir alles schon (auch in verschiedenen Kombinationen) im letzten Jahrhundert gesehen. Und nie gab es ein Patentrezept um sein Vermögen durchzubringen. Für solche Worst Case Szenarien hilft nur breit streuen und hoffen dass 25% des Vermögens durchkommen und man dabei vor allem überlebt. Das würde ich aber erst betrachten wenn ein Szenario sich etwas konkreter abzeichnet. Was hilft einem die breite Streuung oder das Richtige Goldinvest wenn eine Atombombe geflogen kommt, der veramrte Nachbar einen erschlägt, man dummerweise der falschen Gruppierung angehört, ... So, ein erster Aufschlag. Ich hoffe es hilft schonmal etwas weiter. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Zudu März 20, 2012 · bearbeitet März 20, 2012 von Zudu Danke für den Hinweis mit den Absätzen. Ich habe es geändert, sah vorher bescheiden aus. Für harryguenter: Ich antworte später auf Deinen Beitrag Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fondsanleger1966 März 20, 2012 Herzlich willkommen im Forum! Nur kurz: 1.) Dein ETF-Depot hat ein Draw-Down-Risiko von ca. 65% (oder mehr, je nach Szenario) -> Risikotoleranz nur 20% => Das passt überhaupt nicht. 2.) 60% Aktien + 40 % Renten haben ein Draw-Down-Risiko von ca. 40% (+/- 10%pkt je nach Anleihensegment). Das passt ebenfalls überhaupt nicht zu "Kapitalerhalt statt Rendite" und noch nicht einmal zu 20% Risikotoleranz. => Daher erst einmal Basisinfo anlesen (aus seriösen Quellen, nicht aus Kommer!). 3.) 15 bis 20 Jahre sind für ein Aktieninvestment zum Zweck der Vorsorge recht kurz. Da ist noch kein Plus sicher! -> DAI-Renditedreieck ansehen! 4.) 460.000 Euro sind eine Menge Geld. Stammt das aus einem Erbe? Und wie hoch ist Deine jährliche Sparleistung? Wenn diese vergleichsweise niedrig ist, steckt der größte Teil Deines verfügbaren Gesamtvermögens vermutlich bereits im Depot und im Eigenheim. Dann müsstest Du Vermögenserhalt betreiben und nicht Vermögensaufbau -> ganz andere Aktienquoten!!! Ich will Dir Aktien nicht madig machen, aber versuch es besser erst einmal maßvoll! Und dass Dir Anleihen nicht zusagen, ist ein Alarmsignal! Das bedeutet, dass Du Dich noch nicht ausreichend gut informiert hast, um eine so weitreichende Entscheidung zu treffen, wie Du sie oben ansprichst. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Zudu März 20, 2012 Hallo harryguenter, Danke für Deine ausführliche Antwort und die damit verbundene Arbeit. Ich hätte dazu noch ein paar Anmerkungen: Wenngleich das strecken der Investition ganz sicher eine gute Idee ist bleibt mir nur eine Anmerkung zum "Costaverage" (=harmonisches Mittel). Hierbei handelt es sich eher um eine Verkaufstrick der Fondsindustrie da mathematisch das harmonische Mittel stets unter dem arithmetischen Mittelwert liegt. Damit sind die tollen Grafiken der Fondsindustrie - die die beiden Mittelwerte gerne miteinander vergleicht - zwar richtig, aber eben auch nichts besonderes. Mehr dazu hier: http://de.wikipedia....ttskosteneffekt Das Problem ist, dass die Aktienmärkte heuer schon ganz gut gelaufen sind. Jetzt auf einmal die volle Fondsinvestition zu tätigen birgt das Risiko eventuell genau am Jahreshoch einzusteigen. Niemand weiß wann und ob heuer ein Rückschlag kommt, der den Trend nicht bricht und von den Marktteilnehmers gekauft wird. Die Amerikaner sagen "By the dips and sell the rally". Mein Gedanke dabei ist folgender: Wenn ich jetzt 50% der Fondsinvestition tätige und es kommt ein Einbruch dann bin ich nicht voll investiert. Mit den anderen 50% kann ich dann am Ende der Korrektur kaufen, vorausgesetzt ich habe eindeutige Signale, dass der Trend intakt bleibt. Wahljahre in den USA sind meistens gute Börsenjahre. Ich würde das nicht machen wenn wir jetzt am Ende einer Korrektur wären, aber wir haben momentan eine starke Rally. Mir wäre die Aktienquote schon leicht zu hoch. Falls Du regelmäßiges Rebalancing zum Erhalt der Quote anstrebst wäre mir eine 50/50 Aufteilung persönlich lieber. Bezüglichg der Produkte: ETFs sind rechtlich ganz normale Fonds nur mit anderem Vertriebsweg. Also keine Vorteile des Produktes an sich. Da Du ETFs hälst scheinst Du Dich damit beschäftigt zu haben. Das Kaufen von normalen Fonds und ETFs ist eher selten, weil einen normalerweise das eine oder andere Konzept dahinter anspricht. Es liest sich ein wenig wie "ETFs weil sie billig sind und der Markt eh nicht geschlagen werden kann, aber ein paar aktive Fonds um eventuell doch die Überrendite einzufahren"? Würde ich nochmal drüber nachdenken und in mich gehen. Trotz allem ist momentan Aktienzeit (Zinstief) und eigentlich sollte man die Aktienquote noch erhöhen. Aber das muss man sich erst mal trauen zumal es gegen alle Portfoliotheorieen ist. Die Mischung mache ich bewußt um etwas das Risiko rauszunehmen. Der DWS-Dividenden-Fond für den Aktienanteil ist denke ich seit Jahren ganz Ok. Die Diskussion ETF versus gemanagte Fonds ist so alt wie die ETF´s selbst . Ich bin kein eiserner Verfechter der ETF´s. Aber bei den gemanagten Fonds diejenigen mit den Überrenditen zu suchen ist immer ein Blick in die Vergangenheit. Das Fondsmanagement kann wechseln, oder der Fond bekommt einen Anlagenotstand weil er aufgrund der Outperformance mit Geld zugeschüttet wird. Ich denke wir müssen hier keine Grundsatzdiskussion über ETF´s und gemanagten Fonds führen. Das wurde hier im Forum schon oft getan. Zwei sollten eigentlich reichen. Wenn zwei gleichzeitig pleite gehen, wird vermutlich auch ein drittes, viertes, ... Depot betroffen sein weil wir in einer Weltwirtschaftskrise stecken. Bitte bedenke bei Deiner Wahl auch die Einlagensicherung (auch beim jetzigen Tagesgeldkto.), da Du die europäischen Regelungen von 100.000 EUR sprengst. Zusätzliche Einlagensicherung oder Splittung wäre anzuraten. Dies gilt für Tagesgeld, Festgeld, Verrechnungskonten (Sichteinlagen). Depotinhalte (Wertpapiere) sind wie bemerkt Sondervermögen. Einlagensicherung habe ich bedacht beim Tagesgeld. Danke für Hinweis. Großbanken sind heute alle miteinander vernetzt und es käme zu einer Kettenreaktion. Bei einer Pleite und der damit verbundenen Wirtschaftskrise kannst du trotz Sondervermögen die Fonds monatelang nicht verkaufen und damit den Stopp-Loss nicht umzusetzen. Wenn man da sichergehen will, hilft wohl nur ein Depot bei einer kleinen Sparkasse oder Genossenschaftsbank. Aber für diese Sicherheit zahlst man höhere Gebühren. Wer nicht wöchentlich kauft und wieder verkauft kommt bei den Fondsbanken auch gut weg. Bei Börsenordern kommen ja i.d.R. Ordergebühren dazu die Du Dir mit einem 100% Ausgabeaufschlagrabatt sparen kannst. Bessere Kurse gibt's an der Börse i.d.R: auch nicht (zumindest nciht signifikant besser). Allerdings können die Fondsbanken zumeist keine ETFs kaufen oder verwalten (oder wenn dann sind sie hier meist teuer). Ich habe das nur auf gemanagte Fonds bezogen. Mir ging es nur um die Seriosität der genannten Fondsbanken und Fondsvermittler. Ein reduzierter Aussgabeaufschlag bei einer Direktbank im Verhältnis zu den Gebühren beim Kauf über die Börse direkt wird unter dem Strich unkostenmäßig das gleiche ausmachen. Wenn Du nicht weist welchen Rentenfond Du Dir zulegen möchtest, wie willst Du dann einen zu Dir passenden Mischfonds finden? Indem Du den Rentenanteil im Fonds bei Deiner Beurteilung aussen vor läßt? M.E. gibt's bei dem Geldbetrag keinen Grund ein Mischprodukt einzusetzen, wenn man getrennte Produkte in ausreichend großen Positionen verwenden kann. Alternativ kann man es sich auch konsequent ganz einfach machen und alles in einige passende Mischfonds stecken. Ich habe oben schon einige Rentenfonds und Mischfonds angegeben die mir zusagen würden. Mein Gedanke bei den Mischfonds war folgender: Wenn ich den 40% Anleihenanteil in Mischfonds investiere dann hat der Mischfond selber auch nur einen Rentenanteil von z. B .50% . Dies bedeutet ich hätte auf mein Gesamtdepot nur 20% Anleihenanteil. Aber der Mischfondmanager könnte bei einem längeren Aktieneinbruch den Anleihenanteil schnell erhöhen und umgekehrt. Das könnte ich zwar auch selber aber der Mischfondmanager kann z. B. in Emerging Market Anleihen und High Yield Anleihen leichter investieren. Das angedachte Fremdwährungskonto zielte nicht auf Zinsen oder Währungsgewinne ab, sondern war rein zur Diversifizierung gedacht, nach dem Motto" raus aus dem Euro". Du hast recht, wir kennen alle die Zukunft nicht und deswegen bleibt uns nur die Aufteilung und nicht alle Eier in einen Korb zu legen. Ich wollte einfach mal Eure Meinung dazu hören. Ich habe den Eindruck Du kennst Dich sehr gut mit Anleihen und Renten zur Portfolioausrichtung aus. Vielleicht habe ich mich in meinem ersten Post zu verworren und unübersichtlich ausgedrückt. Mir ist schon klar wie ich bei der heutigen Situation den Rententeil im Depot aufbauen kann: Variante1 direkter Anleihenkauf: Unternehmensanleihen, Kurzläufer, möglichst von DAX- Unternehmen oder von großen soliden Konzernen, niedrigstes Ranting Baa2/BBB oder solide Staatsanleihen , Kurzläufer , nur Deutschland, Niederlande oder nordische Staaten Nachteil: kaum Rendite, Inflationsverluste Variante 2 Rentenfonds, habe ich o. im Eingangspost genannt. Nachteil bei Fonds : kaum Rendite, Ausgabeaufschlag und Verwaltungsgebühr die magere Rendite frist und Inflationsverluste Abhilfe High Yield Anleihen Fonds, EM-Anleihenfonds aber Nachteil hier: starke Schwankungen, und Wechselkursrisiken Variante 3 Anstelle von Anleihen oder Fonds gleich Tagesgeld oder Festgeld Nachteil Inflationsverluste, Einlagesicherung bei großer Bankenpleite nicht möglich da nicht bezahlbar (da Kettenreaktion bei anderen Banken und Bankenrun durch Kunden). Zusammenfassend geht es um eine Gegenüberstellung der Vor-und Nachteile von Aktien und Anleihen bezogen auf die heutige Zeit: Aktien: Vorteile: Sachwerte, Dividende, Kursgewinne, gewisser Inflationsschutz, sind am Zinstief Nachteile: können theoretisch in einer Wirtschaftskrise oder Deflation 70-80% fallen ( s. Japan). Anleihen: Vorteile: Depotstabilisierung, Zinsen Nachteile: Inflationsverluste, Pleite des Anleihengebers, geringe Rendite, soll man nicht am Zinstief kaufen Ich wollte nur Eure Meinung dazu hören. Über Management des Anleihenanteils im Depot wird hier nur selten diskutiert. Meistens läßt jeder nur seine Fonds oder Sparpläne bewerten. Da Du, wie oben geschrieben, sogar 50 % Anleihenanteil vorziehst, wie handhabst Du das in Deinem Depot? Danke Zudu Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Zudu März 20, 2012 Hallo Fondsanleger1966, Danke für Deine Antwort. Sorry hat sich mit meinem Post überschnitten. Ich glaube schon, dass ich mir über die Anleihensituation Gedanken gemacht habe . Es gibt einfach in der heutigen Zeit keine Ideallösung und keine risikolose Geldanlgemöglichkeit mehr. Der Anleihenanleger kann heute auch nicht mehr ruhig schlafen entgegen dem alten Kostolany-Motto: "Aktien bedeutet gut essen, Anleihen bedeutet gut schlafen." Es ist auf der Welt dazu zuviel Geld im Umlauf - überall entstehen Blasen. Richtig das Geld stammt von Erbe. Was meist Du mit maßvoll, wie sollte der Rest angelegt werden? Zudu Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
fireball März 21, 2012 Was ich mich frage, wenn du selbst von einer Rallye sprichst in der wir uns befinden, wieso möchtest du jetzt überhaupt in etwas mit Rückschlagspotenzial investieren ? Ob 50 oder 100% spielt doch dann keine Rolle, du wirst Geld verlieren. Was spricht dagegen das Geld niedrig verzinst liegen zu lassen ? Der kleine Verlust durch Inflation ? Die mangelnde Chance die das Aufwärtspotenzial noch hat ? Man sollte im Leben als Investor genug Geduld und Demut besitzen wenn man mit eigenem Geld investiert. Arm ist noch niemand durch abwarten geworden, durch investieren in der falschen Zeit durchaus. Nutze die Zeit und erweitere deine Fähigkeiten, wenns dann kracht bist du bereit. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
harryguenter März 21, 2012 · bearbeitet März 21, 2012 von harryguenter Das Problem ist, dass die Aktienmärkte heuer schon ganz gut gelaufen sind. Jetzt auf einmal die volle Fondsinvestition zu tätigen birgt das Risiko eventuell genau am Jahreshoch einzusteigen. Niemand weiß wann und ob heuer ein Rückschlag kommt, der den Trend nicht bricht und von den Marktteilnehmers gekauft wird. Trotz allem ist momentan Aktienzeit (Zinstief) und eigentlich sollte man die Aktienquote noch erhöhen. . In meine Augen widersprichst Du Dir hier. Trotz allem ist momentan Aktienzeit (Zinstief) und eigentlich sollte man die Aktienquote noch erhöhen. Aber das muss man sich erst mal trauen zumal es gegen alle Portfoliotheorieen ist Die Amerikaner sagen "By the dips and sell the rally". Mein Gedanke dabei ist folgender: Wenn ich jetzt 50% der Fondsinvestition tätige und es kommt ein Einbruch dann bin ich nicht voll investiert. Mit den anderen 50% kann ich dann am Ende der Korrektur kaufen, vorausgesetzt ich habe eindeutige Signale, dass der Trend intakt bleibt. Wahljahre in den USA sind meistens gute Börsenjahre. Auch hier sehe ich einen Widerspruch. Möchtest Du jetzt Aktiv investieren oder der Portfoliotheorie als Passivinvestor folgen? Kombinationen aus beidem sind schwerlich möglich. Ich habe den Eindruck Du weißt noch nicht so ganz wohin. Ich würde da auch mit Fireball konform gehen: Lass Dir von dem Geld kein Loch in die Tasche brennen und auf Teufel komm raus unbedingt jetzt aber ohne schlüssiges Konzept investieren. Nimm Dir vielleicht tatsächlich die Zeit. Ich habe das nur auf gemanagte Fonds bezogen. Mir ging es nur um die Seriosität der genannten Fondsbanken und Fondsvermittler. Das Geschäftsmodell ist durchaus seriös und funktioniert auch problemlos. Falls noch nicht bekannt: Depotbank und Vermittler leben von den "Kickbacks" der Fonds. Das sind Bestandsprovisionen die aus der Verwaltungsgebühr bezahlt werden. Größenordnung etwa 0,5% p.a. bei nem Aktienfonds (und damit rund ein drittel der Verwaltungsgebühr). Da Du, wie oben geschrieben, sogar 50 % Anleihenanteil vorziehst, wie handhabst Du das in Deinem Depot? Wie schon andere schrieben: Deine Aktienquote scheint im Widerspruch zum Deinem angegebenen Risikoprofil zu liegen. Ich habe mal eine durchaus brauchbare Empfehlung gelesen: Von der geschätzen, maximal tolerierbaren Verlustbereitschaft nochmal 10% (in Boomphasen der Börse auch 20%) abziehen. Dies kommt der real tolerierbaren Risikobereitschaft meistens deutlich näher. Du hast recht, wir kennen alle die Zukunft nicht und deswegen bleibt uns nur die Aufteilung und nicht alle Eier in einen Korb zu legen. Ich wollte einfach mal Eure Meinung dazu hören.Hierzu hatte Altmeister Kostolany (glaube ich) mal eine nette Ergänzung die sinngemäß lautete: Man kann aber auch nicht auf 10 Eierkörbe gleichzeitig aufpassen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schinzilord März 21, 2012 Evtl. ist das Thema zum Humankapital (link in meiner Signatur) interessant, einfach um abzuschätzen, wieviel Prozent dein Vermögen im Verhältnis zu deiner Arbeitsleistung ausmacht. Als Näherung sollte sich dann eine Quote des riskanten Portfolios ergeben, die garantiert kleiner ist als von dir angestrebt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
RandomWalker März 21, 2012 Anstelle des Immobilienfonds würde ich lieber die eigene Immobilie von dem Darlehen befreien - lohnt sich garantiert eher! Ich verstehe nicht warum Du zwar einerseits schon vor drei Jahren in ETFs investiert hattest und nach dem Kursanstieg der vergangenen 36 Monate jetzt nachkaufen willst? Weder Du noch ich noch Warren Buffett oder George Soros wissen ob der 21. März 2012 noch ein günstiger Einstiegszeitpunkt ist - die Wahrscheinlichkeit hat sich aber nach 55% Kurssteigerungen beim MSCI Europa und über 70 Prozent beim MSCI World ganz sicher nicht erhöht! Bei Anleihen würde ich bei diesem Anlagebetrag durchaus darüber nachdenken ob eine Tagesanleihe des Bundes sowie amerikanische Staatsanleihen zur Diversifikation sinnvoll sein könnten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
klokschieter März 21, 2012 => Daher erst einmal Basisinfo anlesen (aus seriösen Quellen, nicht aus Kommer!). Ist zwar ein wenig OT aber trotzdem: Welche Quellen empfiehlst Du da? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Investor93 März 22, 2012 ............................... d. Prinzipiell sollte man ausländische thesaurierende Fonds meiden. Wie sind Eure Erfahrungen mit der Aufstellung der ausschüttungsgleichen Erträge in der KAP-Anlage bei der Steuer? Selbst bei dem Aero-Fonds gibt es das Problem. Oder meidet ihr strickt solche Fonds? ............................... Hallo Zudu, herzlichen Glückwunsch zu dem ansehnlichen Vermögen. Ich nehme mal zu dem Thema oben Stellung: Meines Erachtens ist das garnicht so schlimm. Ich kaufe auch ausländische Thesaurierer. Wenn Du sowieso eine Steuererklärung machst, trägst Du eben zusätzlich diese thesaurierten Erträge ein. Bisher habe ich immer die Beträge eingetragen, die nachrichtlich auf der Steuerbescheinigung standen. In Zukunft werde ich noch eine Auflistung hinzufügen, wie sich die Thesaurierungen auf die Fonds verteilen. Diese Aufstellung werde ich natürlich selbst auch aufheben. Wenn Du verkaufst, wird die erneute Besteuerung der Thesaurierungen der Vergangenheit von der Bank angegeben und in der betreffenden Steuerbescheinigung bescheinigt. Du kürzt dann einfach in der Steuererklärung die Einkünfte aus kapitalvermögen des Jahres um den Betrag. Ich brauchte dem Finanzamt nicht nachzuweisen, dass ich die Thesaurierungen der Vergangenheit auch versteuert hatte. Das muss natürlich nicht immer so sein. In Zukunft habe ich meine Aufstellungen. Die Verwendung der nachrichtlichen Beträge haben folgende Unschärfen: Thesaurierungsbeträge können sich nachträglich ändern, Thesaurierungsbeträge werden erst nach Erstellen der Steuerbescheinigung festgestellt. Ausländische Quellensteuern der Thesaurierenden Fonds oder ETFs werden nicht berücksichtigt. Bei meinen ETFs sind das aber auch extrem niedrige Beträge, oft sind sie Null. Wenn Du es also ganz genau machen willst, siehst Du also im elektronischen Bundesanzeiger nach und ermittelst die genauen Beträge und kannst dann auch noch anrechenbare Quellensteuer berücksichtigen. Das alles wäre für mich keine Grund um einen ausländischen Thesaurierer einen großen Bogen zu machen. Wenn Du also 5 oder 6 Thesaurierer hast, ist auch der Aufwand überblickbar. Viele Grüße Investor93 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Zudu März 22, 2012 Hallo, @Investor93 Danke für Deinen Erfahrungsbericht. Die von Dir dargestellten "Unschärfen" zeigen, dass das ganze doch nicht so einfach ist. Vielleicht sollte man solche ausländische Thesaurierer tatsächlich meiden. @RandomWalker Ich denke gar nicht daran nach der stärksten Jahresanfangsrally der letzten Jahre ausgerechnet jetzt einzusteigen. @fireball Was ich mich frage, wenn du selbst von einer Rallye sprichst in der wir uns befinden, wieso möchtest du jetzt überhaupt in etwas mit Rückschlagspotenzial investieren ? Ob 50 oder 100% spielt doch dann keine Rolle, du wirst Geld verlieren. Das war nur ein Beispiel mit den 50%. Nutze die Zeit und erweitere deine Fähigkeiten, wenns dann kracht bist du bereit. Das ist genau das was ich jetzt machen werde. @harryguenter Mir brennt das Geld kein Loch in die Tasche , das ist erst einmal als Tagesgeld gut aufgehoben. Ich werde jetzt , wie fireball empfohlen hat , meinen Horizont erweitern und mir schrittweise eine Art "Business Plan" für diese Sache zu erarbeiten. Wie viele hier geschrieben haben ist bei meiner ursprünglich geplanten Depotaufteilung das Draw-Down-Risiko viel zu groß. Wie und mit welchen Investments würdet Ihr das Depot aufbauen? Danke Zudu Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ceekay74 März 23, 2012 · bearbeitet März 23, 2012 von ceekay74 Wie viele hier geschrieben haben ist bei meiner ursprünglich geplanten Depotaufteilung das Draw-Down-Risiko viel zu groß. Wie und mit welchen Investments würdet Ihr das Depot aufbauen? In Deiner Situation würde ich zuerst die selbstgenutze Immobilie vollständig abzahlen bzw. alle möglichen Sondertilgungen ausnutzen. Danach über einen gewissen Zeitraum ein einfaches Portfolio aus maximal 10 Positionen aufbauen und als strategische Asset-Allocation einmal jährlich rebalancen. Hier mal ein Vorschlag meinerseits: Bin selber in allen genannten Positionen investiert, wenn auch in anderer Gewichtung. Die rot markierten Fonds sind ausländische (Teil-)Thesaurierer mit den bekannten steuerlichen Folgen. [EDIT: da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen: Der Stoxx 600 ist inländisch ausschüttend, der DB x-trackers EM ist ausländisch thesaurierend...) Mit dieser Asset Allokation und der vorhanden Immobilie sind m.M.n. genug Sachwerte und Fremdwährungen vorhanden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nudelesser März 23, 2012 6.Nun zu meinen Fragen: a. Ein Depot in dieser Größe sollte man sicher auf mehrere Direktbanken verteilen. Mir schwebt ING-Diba, Cortal-Consors und Comdirect vor. Direktbanken gehören aber meist zu einer Großbank und bei einer Pleite der Mutter wäre auch wahrscheinlich irgendwie die Tochterbank betroffen. Ich weiß die Fondsanteile sind Sondervermögen im Fall einer Pleite, aber schön ist es nicht, wenn man unter Umständen mehrere Monate nicht an die Wertpapiere herankommt. Ein Depot bei einer Sparkasse oder Genossenschaftsbank ist mir auf Dauer zu teuer. Wie ist Eure Meinung dazu, da sicherlich viele das Depot bei Direktbanken haben? Es mag etwas paranoid sein, aber ich finde es auch sinnvoll, die Geldanlage über verschiedene Bankorganisationen zu verteilen. Ein paar bezahlbare Direktbanken gibt es auch im Sparkassen-/Genossenschafts Bereich. Siehe S-Broker, 1822direkt oder netbank. S-Broker kann ich empfehlen, die anderen kenne ich nicht aus eigener Anschauung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Kezboard März 23, 2012 Bin selber in allen genannten Positionen investiert, wenn auch in anderer Gewichtung. Und die Gewichtung ist an deiner Aufteilung das Entscheidende: der ComStage ETF MSCI Pacific wird bei dem Anlagekapital von 400k zu gerade mal 762 eingekauft. Da frage ich mich 1. nach den Transaktionskosten und 2. nach der Auswirkung auf das Gesamtdepot -> die ist nämlich gleich 0. Genau so gut kann man die Position weglassen. Man kann sich in gewisser Weise auch toddiversifizieren (wobei ich die Aufteilung generell gut und übersichtlich finde, nur bei der Gewichtung bekomme ich Bauchschmerzen). Zu Gold als Anlageinvestment sage ich jetzt mal nichts (hoher Preis, mögl. Rendite) - ebenso gibt es geteilte Meinungen bei Immobilienfonds. Alles Geschmackssache. Wo sich der Threadersteller in 10 Jahren aber gewaltig die Augen reiben wird, ist der Kaufkraftverlust, wenn er 75% seines Vermögens in TG- und FG-Anlagen steckt. Hier würde ich stark zu Gunsten der anderen Anlagemöglichkeiten reduzieren, insbesondere Rentenfonds und weniger Aktienfonds. Das wie gesagt nur meine Meinung ... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
klokschieter März 23, 2012 Und die Gewichtung ist an deiner Aufteilung das Entscheidende: der ComStage ETF MSCI Pacific wird bei dem Anlagekapital von 400k zu gerade mal 762 eingekauft. Wenn ich nachrechne komme ich auf 5080,- für den ComStage ETF MSCI Pacific (400.000 x 10% x 12,7%)... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nudelesser März 23, 2012 Und die Gewichtung ist an deiner Aufteilung das Entscheidende: der ComStage ETF MSCI Pacific wird bei dem Anlagekapital von 400k zu gerade mal 762 eingekauft. Wenn ich nachrechne komme ich auf 5080,- für den ComStage ETF MSCI Pacific (400.000 x 10% x 12,7%)... Das ganze noch mit 0,15 multiplizieren. Dann stimmts auch mit der Arithmetik... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Kezboard März 23, 2012 · bearbeitet März 23, 2012 von Kezboard Wenn ich nachrechne komme ich auf 5080,- für den ComStage ETF MSCI Pacific (400.000 x 10% x 12,7%)... Das ganze noch mit 0,15 multiplizieren. Dann stimmts auch mit der Arithmetik... Wer lesen kann ... sorry mein Fehler .. die 15% RK3 setzen sich ja aus 10% Aktien und 5% Edelmetallen zusammen .. ich nehme meine Aussage daher diesbezüglich zurück Meine Aussage bzgl. des risikolosen Anteils bleibt allerdings bestehen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cairol März 23, 2012 Bin selber in allen genannten Positionen investiert, wenn auch in anderer Gewichtung. Und die Gewichtung ist an deiner Aufteilung das Entscheidende: der ComStage ETF MSCI Pacific wird bei dem Anlagekapital von 400k zu gerade mal 762 eingekauft. Da frage ich mich 1. nach den Transaktionskosten und 2. nach der Auswirkung auf das Gesamtdepot -> die ist nämlich gleich 0. Genau so gut kann man die Position weglassen. Man kann sich in gewisser Weise auch toddiversifizieren (wobei ich die Aufteilung generell gut und übersichtlich finde, nur bei der Gewichtung bekomme ich Bauchschmerzen). Zu Gold als Anlageinvestment sage ich jetzt mal nichts (hoher Preis, mögl. Rendite) - ebenso gibt es geteilte Meinungen bei Immobilienfonds. Alles Geschmackssache. Wo sich der Threadersteller in 10 Jahren aber gewaltig die Augen reiben wird, ist der Kaufkraftverlust, wenn er 75% seines Vermögens in TG- und FG-Anlagen steckt. Hier würde ich stark zu Gunsten der anderen Anlagemöglichkeiten reduzieren, insbesondere Rentenfonds und weniger Aktienfonds. Das wie gesagt nur meine Meinung ... Welche Rentenfonds mit vergleichbarem Risiko und Laufzeiten bringen denn mehr Rendite als in Deutschland erhältliche Festgelder? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Moneycruncher März 23, 2012 Wo sich der Threadersteller in 10 Jahren aber gewaltig die Augen reiben wird, ist der Kaufkraftverlust, wenn er 75% seines Vermögens in TG- und FG-Anlagen steckt. Hier würde ich stark zu Gunsten der anderen Anlagemöglichkeiten reduzieren, insbesondere Rentenfonds und weniger Aktienfonds. Verstehe ich nicht. Bei Santander gibt´s z.B. für 3 Jahre 3,75%, ab 4 Jahre 4%. Da kann man durchaus einen Großteil seines Vermögens investieren, wenn man risikoavers ist. Welcher Rentenfonds schafft eine Rendite in dieser Höhe, wenn man nicht zocken will (High Yield&Co)? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
klokschieter März 23, 2012 Verstehe ich nicht. Bei Santander gibt´s z.B. für 3 Jahre 3,75%, ab 4 Jahre 4%. Die Frage ist, ob dies für den Werterhalt ausreicht... Wobei man da vermutl. wie Du schreibst mit normalen Rentenfonds auch nicht weiterkommt. Und damit landet man ggf. doch wieder bei höheren Aktienquoten... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nudelesser März 23, 2012 Verstehe ich nicht. Bei Santander gibt´s z.B. für 3 Jahre 3,75%, ab 4 Jahre 4%. Die Frage ist, ob dies für den Werterhalt ausreicht... Wobei man da vermutl. wie Du schreibst mit normalen Rentenfonds auch nicht weiterkommt. Und damit landet man ggf. doch wieder bei höheren Aktienquoten... ...und anschließend ließt man dann Artikel wie den folgenden und bekommt den Eindruck, dass das Thema Geldanlage im Moment ein ganz schöner Mist ist bei dem man irgendwie nicht gewinnen kann. Investors are betting that high returns from equities will pay for decent pensions. They are kidding themselves Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
harryguenter März 23, 2012 Die Frage ist, ob dies für den Werterhalt ausreicht... Wobei man da vermutl. wie Du schreibst mit normalen Rentenfonds auch nicht weiterkommt. Und damit landet man ggf. doch wieder bei höheren Aktienquoten... Und wenn ich mir die DAX Stände von vor 12 Jahren mit heute vergleiche - dann habe ich dabei auch nichts gewonnen wenn ich den falschen Einstiegszeitpunkt erwische (aber dafür viele Nerven gelassen). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag