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fuzzle

Riester-Fonds

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fuzzle

Hallo zusammen,

 

ich beschäftige mich zur Zeit stark mit Riester-Produkten und tendiere zur Zeit zum Riester-Fondssparplan. Aber eines taucht in den ganzen Finanztest & Co-Beschreibungen nicht auf: Wir funktioniert eigentlich der Abschluss? Gehe ich da zu einer x-beliebigen Bank und beauftrage die mit Kauf der entsprechenden Fonds? Oder gehe ich da konkret zur (bspw.) DWS?

 

Was mir zusätzlich auch unklar ist - wie geht das dann nach dem Abschluss weiter? Welche Entscheidungen muss ich dann danach noch treffen? Welche Kosten kommen auf mich zu?

 

Sorry, mir ist klar, dass das ziemliche Anfängerfragen sind - würd mich aber deswegen umso freuen, wenn mich jemand aufklärt.

 

Danke schon mal und viele Grüße

Fuzzle

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boll

Wir funktioniert eigentlich der Abschluss? Gehe ich da zu einer x-beliebigen Bank und beauftrage die mit Kauf der entsprechenden Fonds? Oder gehe ich da konkret zur (bspw.) DWS?

Da du dich ja gerade stark (!) mit Riester beschäftigst und dich dabei über Finanztest informierst, sind dir bestimmt diese Tests nicht unbekannt: 2008, 2009, 2010 Zum ersten Einlesen ok, mehr aber auch nicht!

 

Also, Abschluss z.B. über Makler, Versicherungsberater, beim Anbieter (Filiale oder online) oder (am besten und wenn möglich) über einen Vermittler, welche auch bei FT erwähnt werden.

 

Was mir zusätzlich auch unklar ist - wie geht das dann nach dem Abschluss weiter? Welche Entscheidungen muss ich dann danach noch treffen? Welche Kosten kommen auf mich zu?

Bei manchem Produkten kannst du die Fonds aus einer vorgegebenen Liste auswählen. Die meisten Anbieter (darunter DWS und UniProfirente) übernehmen das aber gerne für dich, d.h. du darfst nicht mitmischen!

 

Die Kosten variieren auch von Produkt zu Produkt - mal gezillmert, dann wieder Kauf mit Ausgabeaufschlag oder auch Depotgebühren. Ist oberflächlich aber auch bei FT beschrieben.

 

Ich glaube, es müsste zu jedem Riester-Fonds-Produkt zumindest einen Thread hier geben, wo deine Fragen sicherlich schon behandelt wurden.

Ein Einstieg könnte z.B. sein:

https://www.wertpapier-forum.de/topic/18210-altersvorsorge-riester-rente/

https://www.wertpapier-forum.de/topic/34099-riester-rente-tipps-tricks-und-threadsammlung/

Ansonsten Suchfunktion...

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Adun

Bevor Du Dich für ein Riester-Fondsprodukt entscheidest, beachte folgendes:

- Solche Verträge sind in der Regel nur mit Fonds erhältlich, die eine erhebliche Gebührenbelastung aufweisen. Die Ausgabeaufschläge sind dabei langfristig nicht so schlimm, aber die laufenden Gebühren selbst bei den günstigsten Produkten von oft deutlich über 1% potenzieren sich über die Jahre. Eine zusätzliche Belastung besteht durch den Abzug ausländischer Quellensteuern, die von der Höhe her schon deutlich in Richtung Abgeltungssteuer gehen (15% bei dem UniGlobal-Fonds der UniProfiRente im letzten Jahr, ist schon mehr als halb so viel wie die Abgeltungssteuer!). Diese Steuern können im Gegensatz zur Normalanlage auch nicht zum Teil angerechnet oder sonstwie geltend gemacht werden. (siehe http://www.vz-nrw.de/UNIQ132170006002165/yabb?num=1320421627).

- Die Riester-Garantie gibt es nicht umsonst. Viele denken, sie könnten mit solchen Produkten am Aktienmarkt investieren, ohne ein Risiko einzugehen. In Wirklichkeit bezahlt man aber dafür, und zwar mit der Möglichkeit, dass das Vermögen zu ungünstigen Zeitpunkten umgeschichtet wird oder ähnliche Absicherungsstrategien genutzt werden. Das Szenario, dass am Ende tatsächlich nur das Garantiekapital zur Verfügung steht, ist kein rein theoretisches, sondern etwas, mit dem man in der Praxis auch tatsächlich rechnen muss. Das Problem lässt aber zumindest umgehen, indem man Riester im Wesentlichen unter dem Aspekt der Asset Location betrachtet und die Fonds bei der Asset Allocation voll einbezieht. So muss man dann Umschichtungen in solchen Verträgen mit gegenläufigen Umschichtungen im übrigen Vermögen begegnen, um sie zu neutralisieren. (siehe https://www.wertpapier-forum.de/topic/37177-riester-again-uniprofirente-vs-cosmosdirect/?do=findComment&comment=722857)

- Was bei Riester oft irreführend als "Förderung" dargestellt wird, ist in Wirklichkeit in vielen Fällen nur eine Steuerstundung, da später voll versteuert werden muss. Damit besteht ein wirklich klarer Nutzen der Förderung erst einmal nur für den Anbieter, weil der die Gebühren auf den unversteuerten und damit höheren Betrag erheben kann. Übrigens ist eine "förderschädliche" Auflösung nicht so schlecht wie es der Begriff suggeriert, denn dabei werden zwar die "Förderungen" wieder abgezogen (nicht aber die Zinsen darauf!), aber dafür auch nur der Unterschied zwischen Einzahlung und Auszahlung besteuert. Somit besteht zwischen förderschädlicher und förderunschädlicher Auszahlung nach Steuern gar kein so großer Unterschied. Vor allem dann, wenn im Alter der Steuersatz gleich bleibt, was paradoxerweise gerade dann der Fall ist, wenn man den Riestervertrag dazu nutzt, wozu er gedacht ist, nämlich als einen Baustein zum Schließen der "Rentenlücke". Natürlich kann mit vielen Kindern (ab 2 aufwärts) die "Förderung" auch sehr viel höher als die spätere Versteuerung werden, so dass man dann über Riester nachdenken kann. In jedem Fall sollte man die betriebliche Altersvorsorge als Alternative in Erwägung ziehen.

 

Insgesamt ist es unwahrscheinlich, dass ein Riester-Fonds-Produkt einen Vorteil gegenüber einer Anlage in Index-ETFs haben kann. (Das gleiche gilt übrigens auch für Riester-Sparpläne, die zumindest das Problem mit der Quellensteuer nicht haben, im Vergleich zu einem Bundeswertpapier-Depot. Solche Sparpläne haben oft einen Renditeabstand von einem halben Prozentpunkt gegenüber der Umlaufrendite, also einem Bundeswertpapier-Depot, was sich ebenfalls über die Jahre potenziert). Das einzige, was als wirklich klarer Vorteil von Riester-Verträgen verbleibt, ist damit die Hartz-IV- und Pfändungssicherheit (zumindest solange Hartz IV und Pfändungen nur in der Ansparphase eine Rolle spielen und nicht in der Rentenphase).

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michaelschmidt
· bearbeitet von michaelschmidt

Riester-Rente: So wertvoll wie ein Sparstrumpf

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"Riester-Sparer werden in vielen Fällen nur so viel Rendite erzielen, als hätten sie ihr Kapital im Sparstrumpf gesammelt", sagt DIW-Wissenschaftlerin Kornelia Hagen. Zum Jubiläum der privaten Altersvorsorge mit staatlichen Zuschüssen haben die Stiftung und das DIW in enger Kooperation Bilanz gezogen - in zwei Analysen, die kommende Woche veröffentlicht werden.

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Eine 35-jährige Frau etwa, die zwei Kinder hat und 2011 einen Riester-Vertrag abschließt, muss den Kalkulationen zufolge erst einmal 85 oder älter werden, bis sie das eingesetzte Kapital mit halbwegs vernünftigen 2,5 Prozent Zinsen heraushat. Und das ist noch ein optimistisches Szenario

 

http://www.spiegel.d...,798842,00.html

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shad

Bei den pro Argumenten sollte man vielleicht auch nicht vergessen, dass die Riester Geschichten immerhin nicht gepfändet werden dürfen. Bei einer normalen Anlage in Form von Aktien oder ETFs dürfte das anders sein. Ich wüsste jedenfalls nicht, was gegen einen Riester Vertrag neben (!) anderen Maßnahmen spricht. Alles darauf setzen sollte man aber natürlich nicht.

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odenter

Bei den pro Argumenten sollte man vielleicht auch nicht vergessen, dass die Riester Geschichten immerhin nicht gepfändet werden dürfen. Bei einer normalen Anlage in Form von Aktien oder ETFs dürfte das anders sein. Ich wüsste jedenfalls nicht, was gegen einen Riester Vertrag neben (!) anderen Maßnahmen spricht. Alles darauf setzen sollte man aber natürlich nicht.

Also grundsätzlich gilt EUR 800 pro Jahr können gespart werden ohne das ein Amt kommt und es Dir "wegnimmt" solltest Du mal Transferleistungen in Anspruch nehmen. müssen. Wurde von der FDP mal mit durchgesetzt. Ich meine sind EUR 800 sollte ggf. nochmal geprüft werden.

 

Auf Pfändungen haben diese EUR 800 pro Jahr aber bestimmt keinen Einfluss.

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shad

Ich versteh deine Aussage gerade nicht so wirklich. Ist es nicht so, dass generell alles was in einem Riester Vertrag steckt unpfändbar ist?

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michaelschmidt

Wer riestert, weil er mit dem Pfändungsschutz rechnet, der sollte sich eher Gedanken darüber machen, ob er überhaupt riestern sollte.

Denn das was später aus dem Riestervertrag mal rauskommt, das wird dann an der Grundsicherung angerechnet und man hat die ganzen Jahre für die staatliche Entlastung sein eigenes Geld angelegt.

Also, wer mit der Grundsicherung rechnet, der haut das Geld besser jetzt gleich auf den Kopf.

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shad

Ich schrieb nicht, dass man aus dem Grund riestern sollte, sondern dass es ein Punkt ist, der für Riester spricht. Leider kann es im Leben Schicksalsschläge geben, dann das Geld für die Rente ggf dafür auf den Tisch legen zu müssen würde mir nicht gefallen.

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michaelschmidt

Ich schrieb nicht, dass man aus dem Grund riestern sollte, sondern dass es ein Punkt ist, der für Riester spricht. Leider kann es im Leben Schicksalsschläge geben, dann das Geld für die Rente ggf dafür auf den Tisch legen zu müssen würde mir nicht gefallen.

 

Ja, aber.................. der Pfändungsschutz existiert nur in der Ansparphase.

In der Auszahlungsphase kann Riester jederzeit gepfändet werden.

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odenter

Ich schrieb nicht, dass man aus dem Grund riestern sollte, sondern dass es ein Punkt ist, der für Riester spricht. Leider kann es im Leben Schicksalsschläge geben, dann das Geld für die Rente ggf dafür auf den Tisch legen zu müssen würde mir nicht gefallen.

Ja das stimmt, allerdings bin ich der Meinung wer mit einer Pfändung rechnet sollte am besten gar nicht sparen. :) Weil früher oder später ist das Geld eh weg. Wenn man sich z.B. vor Arbeitslosigkeit schützen will, bzw. genauer sein gespartes, dann sind eben diese EUR 800 pro Jahr davor sicher. Auf mehr wollte ich nicht hinweisen. :)

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