Angelhut Oktober 28, 2011 Hallo miteinander, ich habe von meiner Mutter die Aufgabe bekommen, ihr mal ein paar Tipps für eine langfristige Anlage zu geben (als Altersvorsorge gedacht). Es geht hier nicht um die Gewichtung, da ich gar keinen Einblick in die aktuellen Anlagen meiner Mutter habe. Sie hat einen Bankberater, der es meiner Meinung ganz anständig macht mit der Gewichtung, hat ihr gezeigt, wo sie zu viel (Europa, Aktien generell) und zu wenig angelegt hat. Nun hat meine Mutter noch einige Aktien, vor allem BASF und wohl auch noch ein paar aktive Fonds, die sie (noch) nicht verkaufen will, da ihrer Meinung der Dax gerade zu niedrig ist (ja, ich versuche sie davon zu überzeugen, dass sie das nicht beurteilen kann ). Aber das ist eigentlich auch irrelevant, jedoch wird es in die Gewichtung mit einfliessen. Über meine Person Pflichtangaben: 1. Erfahrungen mit Geldanlagen Sie hat schon einiges mal gemacht, aber nicht wirklich strukturiert oder nach Plan. Eher danach was der Bankberater ihr vorgeschlagen hat. Ich lese hier im Wertpapierforum ab und zu und in der FAZ den Finanzteil, würde mich nicht mehr unbedingt als Anfänger bezeichnen. 2. Darstellung von bereits vorhandener Fondspositionen (Fondsbezeichnung und ISIN angeben): Keine Ahnung 3. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für eure Fondsanlage: Möglichst wenig. 4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten: Eher risikoavers. Optionale Angaben: 1.Alter 55 2. Berufliche Situation Lehrerin (jedoch bleibt vom Gehalt nichts übrig, da mein Vater vor 2 Jahren verstorben ist und das Gehalt meiner Mutter für unsere Ausbildung drauf geht) 3. Sparerfreibetrag ausgeschöpft? Ja 4. Aktive und/oder passive Fonds gewünscht Passive Über meine Fondsanlage Pflichtangaben: 1. Anlagehorizont Wie lange wollt ihr euer Geld anlegen? min. 10 Jahre, eher länger 2. Zweck der Anlage Altervorsorge, Auto, Immobilienkauf, größere Investition? Altersvorsorge 3. Einmalanlage und/oder Sparplan? Einmalanlage 4. Anlagekapital: Grobe Angaben über eure Möglichkeiten. Je genauer, desto bessere und treffendere Tipps könnt ihr erwarten. >>100.000 So zu meinen eigentlich Fragen. Ich halte viel vom passiven Anlegen und habe mir dazu auch schon das Weltportfolio gewichtet nach BIP angeschaut. Das ist meiner Ansicht nach generell gut für sie, weil sie nicht viel Zeit damit verbringen. Deshalb wäre ein passiver Fonds, der auch noch selbst gewichtet, optimal. Ich kenne nur den Arero, der aber auch Renten und Rohstoffe mit drin hat. Es wäre wohl bei dem Volumen besser, wenn das getrennt geregelt wird?! Also gibt es einen ETF auf Aktien, der automatisch gewichtet? Wichtig ist, dass er absolut sicher gegenüber Pleiten der Fondsgesellschaft (oder was auch immer da pleite gehen kann) ist. Auch sollte er die Aktienmärkte langfristig genau wiederspiegeln, ich bin mir jetzt nicht sicher, ob Swap-basierte ETF das garantieren können. Anleihen wären dann noch abzuhaken, am besten je ein ETF für Staats- und Unternehmensanleihen. Auch hier gilt das gleiche wie oben, es sollte absolut sicher sein. Bei Rohstoffen und Immobilien bin ich mir nicht so sicher. Die durschnittlichen Preise aller Rohstoffe steigen doch langfristig nicht stärker als die Inflation, oder sehe ich da was falsch? Und von Immobilienfonds hört man nicht unbedingt viel gutes, sollte das mit drin sein? Wir haben ein Haus, das wäre ja die Immobilie. Es wäre natürlich wünschenswert, wenn wir das Haus im Falle der Apocalypse nicht verkaufen müssten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ghost Oktober 30, 2011 · bearbeitet Oktober 30, 2011 von ghost Zunächst: Willkommen im Forum ! Ein paar Anmerkungen: Fraglich ist natürlich wie allgemein bzw. konkret die Tipps gehalten werden sollen. Allgemeine Tipps zur Geldanlage oder zu verschiedenen Assetklassen sind sicherlich auch ohne Detailswissen möglich. Allerdings sollten die Tipps dann auch eher allgemein bleiben. Wie z.B. Welche Assetklassen gibt es ? Vor- und Nachteile. Je konkreter es wird, desto mehr Information sind im Grunde nötig. Dann werden deine bisherige Informationen wohl nicht ausreichen. Eine Frage wie: Sollte ich meinen Aktienanteil eher verringern oder erhöhen ? Lässt sich dann einfach nicht beantworten. Sofern es konkretere Tipps sein sollten, würde ich vor allem klären welchen Bedeutung diese Einmalzahlung besitzt. Gut wäre es natürlich eine Auflistung der Quellen der Renteeinnahmen zu erstellen. Wichtig: Ist die Einmalzahlung als fester Bestandteil der erwartetenden montatlichen Rente vorgesehen (z.B. Kapitalverzehr in Form von monatlichen Auszahlungen) oder ist die Einmalzahlung eine Art Extra auf die Rente ? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ghost_69 Oktober 30, 2011 Hallo und Willkommen hier im Forum Angelhut Ich wäre da sehr vorsichtig mitdem was Du da machst, einmal ist Deine Mutter schon 55 Jahre, da ist nicht mehr viel Spielraum bis zur Rente, da rate ich schonmal von einer größeren Aktiengewichtung ab, da eben zu Risikoreich. Du hast auch keine wirklichen Daten, da wäre ich dann noch vorsichtiger, in Aktien sollte man nur mit Geld gehen, was man wirklich über hat. Die aktuelle Lage an der politischen Front ist alles andere als sicher, hier kann alles passieren, die Eurorettung sofern es überhaupt eine gibt, haben wir noch nicht gesehen, diese wird wenn über 5-10 Jahren erfolgen mit erheblichen Schwankungen am Aktienmarkt, möchtest Du Deiner Mutter das aussetzen und am Ende vielleicht fast alles verlieren ? Fange doch erstmal für Dich damit an und lerne damit umzugehen, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ghost_69 :- Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Angelhut November 1, 2011 Dass ich jetzt keine konkreten Tipps bekomme, wie z.B. mehr Aktien o.ä. war mir klar, aber das wollte ich auch gar nicht. Ich würde gerne wissen, was für ETFs denn empfehlenswert sind, risikolos, ohne versteckte Kosten etc. @ghost_69 Ich bin da wirklich vorsichtig. Es geht ja auch hauptsächlich darum, den Teil den sie in Aktien hat, vernünftig anzulegen. Ich möchte natürlich nicht ihr komplettes Geld jetzt in Aktien anlegen. Aber ein Aktienanteil von ~20% ist doch nicht verkehrt?! Wenn sie mit 67 in Rente geht, braucht sie auch nicht sofort das komplette Geld und es muss auch nicht als erstes der Aktienanteil angerührt werden. So wie ich sie kenne, wird sie wahrscheinlich sowieso nicht viel mehr Geld als die anscheinend recht üppige Beamtenrente (evtl. Witwenrente, bin mir nicht ganz sicher, wie lange die ausbezahlt wird) ausgeben. Im Moment hat sie überwiegend europäische/deutsche Aktien oft in quasi zufällig ausgewählten Fonds, die ihr der Bankberater empfohlen hat. Ein paar Einzelaktien sind auch noch dabei. Irgendwo in den Stickies habe ich ein Beispielportfolio gefunden, ich weiß jetzt leider nicht mehr wo das war. Aber wie steht es denn mit dieser Aufteilung: HSBC S&P 500 ETF DE000A1C22M3 26% db x-trackers Dow Jones Euro STOXX50 LU0274211217 28% iShares DJ Asia Pacific Select Divident 30 (DE) DE 000A0H0744 12% Amundi ETF MSCI Emerging Markets FR0010959676 34% Was jedoch natürlich noch eine Sache wäre, wäre die Abgeltungssteuer, da sie bestimmt auch Fonds von vor 2009 im Portfolio hat. Ich werde sie nochmal fragen, was genau das für welche sind. Sie hat im Moment einen Rohstoffanteil von 8% soweit ich weiß in einem Garantiefonds (welcher genau weiß ich nicht, könnte ich vielleicht auch rausfinden). Jedenfalls läuft er bis 2017. Was ist denn generell von einem Garantiefonds zu halten? Den "Anleihen-Teil" legt sie wohl hauptsächlich in Festgeld bei der Sparkasse an. Das ist nicht wesentlich unsicherer als z.B. Bundesanleihen oder? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag