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Klonk

Ausschüttungshöhe von Dividendenfonds?

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Klonk
· bearbeitet von Klonk

Hallo,

 

ich hätte gern mal gewusst wie hoch die Ausschüttungen von Dividendenfonds etwa sind.

 

Die meisten meiner ETF sind Thesaurierer (vor 2009 gekauft) aber bei den Zahlungen meiner ausschüttenden ETF denk ich immer die wollen mich veralbern.

 

Mein Eurozone ETF :

 

http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=105&ISIN=DE0002635307

 

zahlt seit 3 Jahren bei 0,2% TER immer etwa 1% Dividende aus. Ist das wirklich die durchschnittliche Ertragskraft eines breiten Index oder kommen die (höheren?) Dividenden am Ende nicht bei einem an?

 

Genauso komisch finde ich meinen Rußland ETF

 

http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=105&ISIN=LU0322252502

 

Hat 2009 knapp 1% Dividende ausgezahlt und 2010 kam dann ne Thesaurierungsnachricht. Warum weiß der Geier..

 

 

Wie auch immer da ja die starken Kursschwankungen nicht ímmer gute Laune machen dachte ich ich ergänze mal 1-2 Dividenen ETF , geht dabei nicht um optimale asset allocation oder was auch immer, sondern eher darum sich ab und an "kleine Belohnungen" in Form der Ausschüttungen zu holen, damit immer mal das persönliche Gefühl des Gewinns rüberkommt..

 

Jetzt meine Frage wie hoch sind die Renditen von irgendwelche "Select Dividend" ETF auf Eurostoxx ,DJ und Nikkei so im Schnitt?

Gibts da irgendwo Übersichten?

 

1% Dividendenrendite kann ja irgendwie nicht das letzte Wort sein..

 

Gruß

 

Edit: Themenüberschrift .. Ausschüttung mit einem s ... aaarrrrg..

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Adun

Hallo Klonk,

 

Dividenden sind keine Renditen und keine Ertragskraft. Wenn eine Dividende gezahlt wird, dann geht automatisch der Kurs um die Höhe der Dividende nach unten. Der Aktienkurs ist ja gerade die prognostizierte Summe aller abgezinsten zukünftig anfallenden Dividenden! Dividenden sind sogar eher nicht wünschenswert, weil sie steuerlich relevante Ereignisse sind und die Auszahlung eine Transaktion beinhaltet, die Kosten verursacht.

 

Dazu kommt: Was ein Fonds ausschüttet, kann er selbst entscheiden; die Ausschüttung muss nicht den tatsächlichen Dividendenzuflüssen im Fonds entsprechen. Eine Thesaurierung ist eine steuerliche Fiktion, die am Geschäftsjahresende automatisch kraft Gesetz stattfindet, wenn zwischen letzter Ausschüttung des laufenden Geschäftsjahres (sofern es eine solche gibt, ansonsten Geschäftsjahresbeginn) und dem Geschäftsjahresende noch Erträge aufgelaufen sind.

 

Überlegungen wie "darum sich ab und an 'kleine Belohnungen' in Form der Ausschüttungen zu holen, damit immer mal das persönliche Gefühl des Gewinns rüberkommt.." zeigen, dass Dir die notwendige Professionalität für riskante Formen der Geldanlage fehlt und daher so etwas für Dich ungeeignet ist.

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DrNick

Die meisten meiner ETF sind Thesaurierer (vor 2009 gekauft) aber bei den Zahlungen meiner ausschüttenden ETF denk ich immer die wollen mich veralbern.

 

Na ja, es gibt halt genügend Firmen, die überhaupt keine Dividende ausschütten, Apple z.B.

 

Jetzt meine Frage wie hoch sind die Renditen von irgendwelche "Select Dividend" ETF auf Eurostoxx ,DJ und Nikkei so im Schnitt?

Gibts da irgendwo Übersichten?

 

Kannst du dir doch z.B. auf Finanzen.net anschauen. Mal als Beispiel: Der db x-trackers STOXX® GLOBAL SELECT DIVIDEND 100 ETF 1D hat in den letzten Jahren zwischen 0,53 und 1,30 ausgeschüttet. Momentan kostet ein Anteil knapp 20 , womit du bei einer durchschnittlichen Dividendenrendite von um die 4 % bist. Das ist auch der Wert, den aktive Dividendenfonds (z.B. der DWS Top Dividende) liefern.

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west263

Jetzt meine Frage wie hoch sind die Renditen von irgendwelche "Select Dividend" ETF auf Eurostoxx ,DJ und Nikkei so im Schnitt?

Gibts da irgendwo Übersichten?

 

1% Dividendenrendite kann ja irgendwie nicht das letzte Wort sein..

z.B. auf der jeweiligen Seite des ETF-Anbieters Link ,sogar rückwirkend angezeigt bis 2007

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Klonk
· bearbeitet von Klonk

Erstmal danke für die Antworten. Die Links helfen mir weiter.

 

Der besagte 1% Fonds hat laut Webseite auch 4,37% "Ausschüttungsrendite" . Der Fonds zahlt einfach mehrfach im Jahr aus und ich habe nur die Benachrichtigungen im Posteingang meiner Bank gesehen und nicht die im "Archiv" und lustigerweise war von jedem Jahr genau noch eine Abrechnung im Posteingang was mich heute zu der Fehlinterpretation gebracht hat.

 

Also Fazit so gegen 4% ist drin, reicht schon, mehr wollte ich nicht wissen.. thx @ all

 

@ Adun

 

Das sich die Dividende auf den Kurs auswirkt wusste ich. Das der Kurs auf Erwartungen basiert wusste ich auch.

Aber wenn der Kurs alle zukünftigen Dividenden beinhalten sollte, dürfte es etwas wie ein KGV (jaja Gewinn ist nicht = Ausschüttung) von 6-8 nicht geben, oder ist das die Erwartung, dass das Unternehmen innerhalb von 10 Jahren pleite geht?

 

Wenn Dividenden aus Steuergründen unerwünscht sind, müssten die Unternehmen ja permanent jeden Gewinn reinvestieren und sich damit ständig vergrößern. Ich weiß nicht ob das immer ein gutes Konzept ist ich könnte mir auch gut vorstellen, dass es möglich ist ,dass ein Unternehmen mit konstater Größe arbeitet und Gewinne ausschüttet.

 

Positive Wertentwicklung einer Aktie ist ja spätestens bei Veräußerung genauso steuerrelevant wie eine Ausschüttung. Ob eine AG bei hoher Investitionsquote Gewinnsteuern, Körperschaftssteuer,Gewerbesteuer whatever spart.. kann sein .. aber deswegen dauerhaft steuerrelevante Gewinne vermeiden?

 

Außerdem sollte es ja auch ein wenig ausschüttende Instrumente im Depot haben um den jährlichen Steuerfreibetrag auszuschöpfen der bei +- 1% Tagesgeldzins wohl nur bei den wenigsten allein dadurch erreicht wird..

 

Jetzt zu meiner fehlenden "Professionalität" Dazu sage ich ganz böse und in Verteidigungshaltung: "Lass mal bitte die Kirche im Dorf!"

Ich bin kein emotionsloser Handelscomputer!

Ich habe durchaus Grundkentnisse (Anlageklassen,aktiv vs passiv, Kostenvermeidung,Geldtheorie,Verkäufermentalität der Berater,Diversifikation) welche mich halbwegs dazu befähigen, selbstständig Anlageentscheidungen zu treffen.

 

Wie fast alle Anleger bin ich Emotionen unterworfen. Wenn ich mir dies eingestehe, bedeutet das noch lange nicht, dass ich auschließlich für "unriskante" Anlagen wie isländisches Tagesgeld oder italienische Anleihen geeignet bin. :)

 

Wenn ich also "just for the lolz" mal ein paar Euro in Dividendenfonds werfen möchte, ohne Überrendite zu erwarten, einfach nur um die Ertragsstruktur ein wenig zu ändern, gerade weil ich weiß, dass Psychologie durchaus ein Faktor ist , dann trifft mich die Aussage, dass ich deswegen gleich ungeeignet für Risikoanlagen sein soll schon wie n kleiner Dolch ins Herz :'(

 

Am Ende ist doch fast alles nur Spielerei, Risikosenkung durch Diversifikation, mehr kann wer anders auch nicht machen, und dort wo ich höhere Risiken eingehe (Übergewichtung Emerging Markets , Subventionierung von Griechenland :lol: ) tue ich das bewusst , entspannt, und lebe auch locker mit nem Verlust in Folge einer Fehleinschätzung..

 

Das ich für Spielereien am Finanzmarkt geeignet bin ergibt sich aus der Tatsache, dass ich in der Lage bin so zu wirtschaften, dass ich am Monatsende Geld für sowas über habe.. Jetzt nur anlegen wie ein von Finanzmathematikern optimiertes Handelssystem... ne ne.. ein bisschen Spaß und Emotion muss schon dabei sein..

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Adun

Das sich die Dividende auf den Kurs auswirkt wusste ich. Das der Kurs auf Erwartungen basiert wusste ich auch.

Aber wenn der Kurs alle zukünftigen Dividenden beinhalten sollte, dürfte es etwas wie ein KGV (jaja Gewinn ist nicht = Ausschüttung) von 6-8 nicht geben, oder ist das die Erwartung, dass das Unternehmen innerhalb von 10 Jahren pleite geht?

Nein, denn wie ich geschrieben habe, werden die Dividenden noch abgezinst.

 

Wenn Dividenden aus Steuergründen unerwünscht sind, müssten die Unternehmen ja permanent jeden Gewinn reinvestieren und sich damit ständig vergrößern. Ich weiß nicht ob das immer ein gutes Konzept ist ich könnte mir auch gut vorstellen, dass es möglich ist ,dass ein Unternehmen mit konstater Größe arbeitet und Gewinne ausschüttet.

 

Positive Wertentwicklung einer Aktie ist ja spätestens bei Veräußerung genauso steuerrelevant wie eine Ausschüttung. Ob eine AG bei hoher Investitionsquote Gewinnsteuern, Körperschaftssteuer,Gewerbesteuer whatever spart.. kann sein .. aber deswegen dauerhaft steuerrelevante Gewinne vermeiden?

Das ändert nichts an der grundsätzlichen Aussage.

 

Außerdem sollte es ja auch ein wenig ausschüttende Instrumente im Depot haben um den jährlichen Steuerfreibetrag auszuschöpfen der bei +- 1% Tagesgeldzins wohl nur bei den wenigsten allein dadurch erreicht wird..

Wenn er bei Dir sonst nicht erreicht wird, dann könnte ich es noch nachvollziehen, aber Deine Formulierung klingt irgendwie nicht danach.

 

Jetzt zu meiner fehlenden "Professionalität" Dazu sage ich ganz böse und in Verteidigungshaltung: "Lass mal bitte die Kirche im Dorf!"

Ich bin kein emotionsloser Handelscomputer!

Ich habe durchaus Grundkentnisse (Anlageklassen,aktiv vs passiv, Kostenvermeidung,Geldtheorie,Verkäufermentalität der Berater,Diversifikation) welche mich halbwegs dazu befähigen, selbstständig Anlageentscheidungen zu treffen.

 

Wie fast alle Anleger bin ich Emotionen unterworfen. Wenn ich mir dies eingestehe, bedeutet das noch lange nicht, dass ich auschließlich für "unriskante" Anlagen wie isländisches Tagesgeld oder italienische Anleihen geeignet bin. :)

Das Problem ist nicht, dass Du es Dir eingestehst, dass Du Emotionen hast, sondern dass Du Dich von ihnen zu unvernünftigen Handlungen verleiten lässt.

 

Wenn ich also "just for the lolz" mal ein paar Euro in Dividendenfonds werfen möchte, ohne Überrendite zu erwarten, einfach nur um die Ertragsstruktur ein wenig zu ändern, gerade weil ich weiß, dass Psychologie durchaus ein Faktor ist , dann trifft mich die Aussage, dass ich deswegen gleich ungeeignet für Risikoanlagen sein soll schon wie n kleiner Dolch ins Herz :'(

Psychologie ist nur insofern ein Faktor als man sie unter Kontrolle haben muss. Wenn Du Dich "just for the lolz" davon leiten lässt, dann spielst Du mit Deinem Geld.

 

Am Ende ist doch fast alles nur Spielerei, Risikosenkung durch Diversifikation, mehr kann wer anders auch nicht machen, und dort wo ich höhere Risiken eingehe (Übergewichtung Emerging Markets , Subventionierung von Griechenland :lol: ) tue ich das bewusst , entspannt, und lebe auch locker mit nem Verlust in Folge einer Fehleinschätzung..

Spielerei nicht fast alles, sondern das, was Du machst, wenn Du aus der Gefühlslage heraus Anlageentscheidungen triffst, von denen Du auch noch weißt, dass sie relativ unvernünftig sind.

 

Das ich für Spielereien am Finanzmarkt geeignet bin ergibt sich aus der Tatsache, dass ich in der Lage bin so zu wirtschaften, dass ich am Monatsende Geld für sowas über habe.. Jetzt nur anlegen wie ein von Finanzmathematikern optimiertes Handelssystem... ne ne.. ein bisschen Spaß und Emotion muss schon dabei sein..

Dass Du am Ende vom Monat Geld übrig hast beweist doch gar nichts. Es gibt so viele weniger problematische Sachen mit Spaß und Emotion, warum muss man sie sich dann gerade holen, indem man sein Vermögen verzockt? Zumal man diesen Spaß und diese Emotionen ggfs. im Austausch für eine zukünftige Situation erhält, wo einem der Spaß vergangen ist und die Emotionen schlechte sind, weil das Geld weggezockt wurde.

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Klonk
· bearbeitet von Klonk

Meinst du so ?

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Gordon-Formel

 

Sind aber ne Menge Unsicherheitsfaktoren in der Formel.. Berechnen echt Leute mit sowas nen fairen Aktienwert wenn die Coba nicht mal weiß ob die 4 Mrd die sie anpeilt am Ende plus oder minus sind?

 

Zu Unvernunft und Geldspiel:

 

Aber wir reden hier schon von Dividenden Etf und nicht von Turboknockoutoptionen?

 

Was wäre denn vernünftig?

 

Wenn denn der Aktienwert durch Barwertrechnung fair ist, dann ist es eh egal was man kauft und Stockpicking bzw Fondspicking wird reines Roulette in Erwartung neuer Informationen (Eine Position die ich durchaus teile sonst würde ich ja keine ETF kaufen)

 

Ich erwarte von einem Dividendenfonds keine Outperformance sondern etwas niedrigere Volatilität als beim Indexfonds bei möglicherweise langfristig weniger Rendite, gibt ja angeblich nix "for free"

 

Verzocke ich mit nem Dividendenfonds mein Vermögen? Ich glaube nicht.. ich hab ein fast abgeltungssteuerfreies über alle Anlageklassen diversifiziertes Ottonormaldepot und einfach für evtl 10-15% riskante Wetten drin damits nicht zu langweilig wird..

 

Und wie geschrieben habe ich bis jetzt fast nur Thesauriererfonds und ich hab auch keine Berge an Tagesgeld, als dass ich bei aktuellen Zinsen die Freigrenzen von mir und meiner Frau schon komplett ausnutzen würde, ein wenig Dividende macht hier also durchaus auch Sinn wenn man ganz vernünftig ran geht..

 

Irgendwie fühl ich mich hier als würde ich ankündigen zum grauen Pulli auch ein wenig braun zu tragen und mir sagt dann einer ,dass das Rebellion gegen das Establishment sowie punkig und unvernünftig ist...

 

Klar spiel ich mit meinem Geld aber irgendwie macht das doch in Zeiten, wo man nicht weiß ob ne Deflationskaskade, oder Superinflation durch ungehemmte Anleihenkäufe droht, eh jeder, egal was er kauft oder eben nicht kauft!?

 

Ich finde Geld anlegen darf ruhig ein wenig Spaß und ab und an auch ein wenig Angst machen sonst kann ich mir auch Sparbuch und Bausparer von der Sparkassen holen.

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