Haribo. September 21, 2011 Servus, (ich weis nicht ob der Thread hier thematisch 100 % richtig angesiedelt ist. @Mod: Bitte thematisch einordnen.- Danke!) Mein Anliegen: Ich möchte einen Teil meines bescheidenen Eigenapitals/Geld-"Vermögens vor einem möglichen bevorstehenden Wertverlust des EURO schützen. (Des Weiteren auch das Szenario Schutz vor Zwangsverstaatlichung, Zwangsumtausch und Zwangsanleihen privater Sparguthaben durch den Staat im Falle eines Systemzusammenbruchs/Krise mit bedenken.) Als es gilt die Maxime im Zweifel Werterhalt vor Rendite. Mein aktuelles Portfolio grob skizziert: 15 % Aktienfonds, ETF (notieren in EURO) 2 % Zertifikat (notiert in EURO) 25 % Tagesgeld (EURO) 7 % Tagesgeld, Girokonto (CHF) 6 % physische Edelmetalle (Gold, Silber) 45 % Girokonten, Bargeld (EURO) Erste (unausgereifte) Gedanken: 1. Ich würde gern den Wertpapieranteil erhöhen bzw. auch Anleihen in mein Depot aufnehmen aber nicht in EURO. Am besten Werte in CHF oder NOK. Wie und wo kann ich mir darüber einen Überblick verschaffen? 2. Ich habe bereits ein Girokonto und Tagesgeldkonto in der Schweiz. Jetzt überlege ich dort auch ein Depot zu eröffnen. Quellensteuerbelastung hin oder her. Sich zu 100% auf inländische Kreditinstitute im Fall der Fälle zu verlassen erscheint mir auch mit Risiko behaftet. 3. Edelmetallanteil erhöhen. Immobilienerwerb in Betracht ziehen wobei ich hier aus Unerfahrenheit nichts über Knie brechen kann und will und mir noch nicht im Klaren bin ob und wie ich dazu Fremdkapital aufnehme. Fragen: Wo habe ich (von meinem Szenario abgesehen) einen Denkfehler? Was würdet ihr mir an Hand der Angaben raten? Wie würdet ihr das Portfolio künftig Gewichten wenn es euer eigenes wäre? Danke im Vorab! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Delphin September 21, 2011 Ich möchte einen Teil meines bescheidenen Eigenapitals/Geld-"Vermögens" vor einem möglichen bevorstehenden Wertverlust des EURO schützen. Kleine Frage: wie misst du den "Wert" des Euro? MIsst du z.B. wieviel Brötchen du davon kaufen kannst oder vieliel Dollar du davon kaufen kannst oder wieviel Schweizer Franken du davon kaufen kannst? Das ist ja nicht unbedingt dasselbe. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
harryguenter September 21, 2011 · bearbeitet September 21, 2011 von harryguenter Ich möchte einen Teil meines bescheidenen Eigenapitals/Geld-"Vermögens" vor einem möglichen bevorstehenden Wertverlust des EURO schützen. Kleine Frage: wie misst du den "Wert" des Euro? MIsst du z.B. wieviel Brötchen du davon kaufen kannst oder vieliel Dollar du davon kaufen kannst oder wieviel Schweizer Franken du davon kaufen kannst? Das ist ja nicht unbedingt dasselbe. Hm, nicht nur das. Im Vergleich zum Schweizer Franken hat der Euro in den letzten 3 Jahren bereits rund 30% an Wert verloren. Damit stellt sich die Frage: was möchtest Du wirklich und was befürchtest Du wirklich? Ich lese daraus eher noch einen "German Angst" Thread nach dem alles Geld morgen wertlos oder enteignet wird. In dem Falle solltest Du lieber gleich alles auf Sachwerte setzen, diese weltweit verteilen, zusehen wie korrpte Kayman Island Banker dich enteigenn sowie - ganz wichtig - Bunker und Selbstschussanlagen errichten. Das Leben ist echt lebensgefährlich. Seltsamerweise scheinen in Griechenland noch Menschen zu leben - bald kaum vorstellbar da dort ja alles kaputt ist und enteignet wurde. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
HomeBias September 21, 2011 Finde das Thema auch interessant und durchaus berechtigt. Allerdings kann ich auch nicht einschätzen wie sich Wechselkurse entwickeln werden. Der chf ist ja trading-technisch tot, durch diese 1,20er ankopplung an den euro hat die Schweizer Notenbank ihre Selbstständigkeit zum Teil aufgegeben. Werfe mal den Dollar in den Raum, bei schweren politischen Krisen hat er sich als Hort der Sicherheit und Fluchtwährung bewährt. Konnte ich auch nicht glauben, ist aber wohl so... Vielleicht gibt es hier "Währungsexperten" die was zum $ sagen können. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Boersifant September 21, 2011 Was die Schweizer Zentralbank zum Thema "Aufwertung des CHF" gesagt hat, hast du aber schon mitbekommen, oder? Falls ja, kannst du das gerne auf Norwegen übertragen, denn dort wird die Zentralbank auch nicht untätig bleiben, wenn die Spekulation ausartet. Ich hätte jetzt noch den Real vorgeschlagen, aber auch dort: Aufwertung unerwünscht. An Währungen, deren Aufwertung wachstumsbedingt ist, denkt von euch aber wohl ohnehin keiner. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Kaffeetasse September 21, 2011 wie wär's ggf. mit auswandern? dann fragt sich nur, wohin...ich schlag mal kanada/usa sowie australien/neuseeland vor. tausch am besten ein paar tausend euro direkt in entsprechende ausländische banknoten um, z.b. in die schon vorgeschlagenen us-dollar. dann könnte man sich noch ein paar goldmünzen irgendwo einnähen und sich dann mit dem schiff auf den weg machen in die schöne neue welt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schinzilord September 21, 2011 Definiere deine Angststufe: Alarmstufe 4: Systemschock wie 9/11, Lehmanbrothers, Griechenlandpleite etc. : Diversifizierung über alle Klassen, insbesondere auch sichere Häfen wie Deutschlandanleihen, Schweizerfranken, NOK, AUD, CAD, etc., auch Gold- und Silber ETFs, infl. indexierte Anleihen von Deutschland Alarmstufe 3: Kollaps des EURO Systems: auch Diversifizierung über andere Währungen und ausländische Aktien -> Absicherung, immer noch Gold- und Silber ETFs (also nicht physisch, sondern in Form von Wertpapieren) Also nach wie vor internationale Aktien: DM & EM, REITs, internationale Anleihen, auch Dt. Bundesanleihen (auch inflationsgeschützt). Hier aber dann entweder nur Dt. anleihen oder gleich außerhalb EURO. Alarmstufe 2: zusammenbruch des Kapitalismus, Aufhebung jeglicher Zuordnung in deinem Depot etc. (also du kommst nicht an dein Bankdepot), Hyperinflation Hier hilft nur, was du am Körper bzw. geschützt im Haus hast: Gold und Silbermünzen, Ausländisches Bargeld etc., eigenes Haus (evtl. sogar auf Kredit gekauft) Alarmstufe 1: Aufhebung der Staatsgewalt, keine Polizei, Mob zieht plündernd durch die Straßen Hier hilft nur, was du am Körper bzw. geschützt im Haus hast: Gold und Silbermünzen, Zigaretten und Schokolade zum Handeln, genügend Konserven um die Schwarzmarktwucherpreise nicht zahlen zu müssen etc., Schrotflinte und Fluchtplan, genügend Holz und Diesel zum Heizen / Strom, evtl. Haus in den Bergen als Selbstversorger Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Akaman September 21, 2011 · bearbeitet September 21, 2011 von Akaman Abgesehen davon, dass "German angst im wpf" erfahrungsgemäss eher ein Kontraindikator ist (aber vielleicht ist diesmal wirklich alles anders?), halte ich ab einer gewissen Depotgrösse eine Diversifizierung auch über Währungsräume für sinnvoll. Fraglich ist jedoch, ob heute ein guter Zeitpunkt für Zukauf von CHF und NOK ist. Unklar bleibt sowieso, warum der TO gerade jetzt diversifizieren will. Übrigens: ob deine ETFs in EUR notieren oder in BWP, ist gleichgültig. Wichtig ist, was drin ist - und davon schreibst du nichts. Ob deine Zertis in EUR notieren oder in ILS könnte ebenfalls gleichgültig sein - in Abhängigkeit davon, um was für Zertis es sich handelt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
harryguenter September 21, 2011 Definiere deine Angststufe: ... In der derzeitigen Situation sollte man das etwas aufbereiten und einen Sticky draus machen. Mir gefällt die Aufstellung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
HomeBias September 21, 2011 Was die Schweizer Zentralbank zum Thema "Aufwertung des CHF" gesagt hat, hast du aber schon mitbekommen, oder? Falls ja, kannst du das gerne auf Norwegen übertragen, denn dort wird die Zentralbank auch nicht untätig bleiben, wenn die Spekulation ausartet. Ich hätte jetzt noch den Real vorgeschlagen, aber auch dort: Aufwertung unerwünscht. An Währungen, deren Aufwertung wachstumsbedingt ist, denkt von euch aber wohl ohnehin keiner. Welche Währung (wachstumsbedingte Aufwertung) hast du im Sinn? Bzw. mit welchen Handelsinstrumenten? Direkt Forex möchte ich nicht gehen. NOK sehe ich genauso, ist wohl zu spät. Zumal NOK auch relativ abhängig vom Ölpreis sein kann. Finde die Streuung über Währungsräume durchaus interessant, zumal man damit auch verschiedene Wirtschaftssysteme mischt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
harryguenter September 21, 2011 · bearbeitet September 21, 2011 von harryguenter NOK sehe ich genauso, ist wohl zu spät. Jegliche Umschichtung in "stabilere" Währungen als EUR ist zu spät solange man nicht den Untergang des EUR vor Augen hat. Da wir nicht erst seit gestern über eine Schwächung des EUR seitens der PIIGS Staaten reden hat die Abwertung schon lange stattgefunden. Im Vergleich zum Dollar fällt sie nur nicht so sehr auf, da der im gleichen Tempo abwertet. Ist ja auch nicht so als hätten die kein Schuldenproblem... http://usdebt.kleptocracy.us/ Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
HomeBias September 21, 2011 NOK sehe ich genauso, ist wohl zu spät. Jegliche Umschichtung in "stabilere" Währungen als EUR ist zu spät solange man nicht den Untergang des EUR vor Augen hat. Da wir nicht erst seit gestern über eine Schwächung des EUR seitens der PIIGS Staaten reden hat die Abwertung schon lange stattgefunden. Im Vergleich zum Dollar fällt sie nur nicht so sehr auf, da der im gleichen Tempo abwertet. Ist ja auch nicht so als hätten die kein Schuldenproblem... http://usdebt.kleptocracy.us/ Danke für deine Einschätzung! Siehst du die Schuldenproblematik in den USA genauso dramatisch wie in den PIIGS? (Wettbewerbsfähigkeit/Dynamik der Wirtschaft gegenüber dem Weltmarkt/Reformfähigkeit) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
michaelschmidt September 21, 2011 · bearbeitet September 21, 2011 von michaelschmidt Derzeit am besten in Drogen investieren. Wertsteigerung, zumindest Werterhalt ist immer garantiert. Wenn alles glatt geht, genau so wie wenn alles den Bach runter geht. Dann kann man die auch noch selber verkonsumieren, dann ist alles nicht mehr so schlimm. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Haribo. September 21, 2011 · bearbeitet September 21, 2011 von Haribo. Erst einmal Danke für Eure Beiträge. Um darauf einzugehen: @Delphin: Brötchen, also Kaufkraft Verlust. Aber auch Wertverlust gegenüber einer eventuellen neuen Währung in Deutschland. @harryguenter: Nenn es Angst, nenn es Hysterie. Ist mir egal. Worüber ich mich ärgern würde, ist einfach, dass mein Geld was ich bisher gemacht habe und für das ich die letzten 5 Jahre gebuckelt, mich krumm gemacht und viel Freizeit entbehrt habe, plötzlich nichts mehr Wert ist. Das alles umsonst war nur weil ich mich hätte besser informieren können in Sachen Anlage. Ich kann mir verzeihen ein Fehler zu machen aus dem ich lerne, ich kann mir verzeihen aus Dummheit was zu verzocken, etc. Aber ich könnte mich Ohrfeigen wenn ich 5 Jahre umsonst gearbeitet und gespart hätte wenn ich statt dessen lieber faul in der Sonne hätte liegen können und Hartz IV beziehen, weil die monetäre Bilanz am Ende die gleiche ist. Nachvollziehbar? @ Homebias, Boersifant: CHF und NOK sind kein Dogma für mich. Ich bin über jeden Hinweis bzw. Kritik dankbar.Es waren einfach spontane unausgereifte Gedanken meinerseits, da ich im Zweifelsfall nicht vom EURO abhängig sein will. @ maddin711: Auswandern gegenwärtig nicht. Ich weis was ich an meiner Heimat habe. Wenn ich Fernweh habe dann mach ich eine Reise, gern sogar. Aber auch fürs Auswandern braucht man Geld. Das will ich ja schützen, darum meine Frage. @ Schinzilord: Deine Alarmstufen sind interessant. Ob es tatsächlich so einfach klassifizierbar sein wird weis keiner. Ich sehe meinen Schutzbedarf irgendwo zwischen AS 3 und AS 4 will mich aber auch gegen AS 2 absichern. Welches ausländisches Bargeld schlägst Du vor? Dem US-Dollar traue ich genauso wenig wie dem Euro. Was passiert deiner Meinung nach mit Krediten bei einer Hyperinflation? Die Banken sind ja auch nicht ganz dumm... Mal ganz naiv gefragt: Warum soll ich in Bundesanleihen investieren wenn ich die Finanz- und Europapolitik unserer Regierung für verantwortungslos halte? @ Akaman: Ich möchte jetzt diversifizieren weil ich es bisher versäumt habe bzw. nicht besser wusste. Wie würdest Du an meiner Stelle handeln? Weil Du Näheres zu Depot wissen wolltest: Derzeit halte ich an Fonds: ARERO (WKN DWS0R4) 50% cominvest Fondak (WKN 847101) 45% Fidelity Fds-Euro Balanced Fond (WKN 973811) 5% Gewichtung ist nicht gemanagt sondern historisch. Aktiv bespart wird z.Z. nur der ARERO. Zertifikate: Agrar-Zertifikat (WKN GS34WX) Ebenfalls historisch. Bei meinem hohen Cashanteil im Portfolio und der Liquidität sehe keinen Drang zum Verkauf. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
harryguenter September 21, 2011 · bearbeitet September 21, 2011 von harryguenter Siehst du die Schuldenproblematik in den USA genauso dramatisch wie in den PIIGS? (Wettbewerbsfähigkeit/Dynamik der Wirtschaft gegenüber dem Weltmarkt/Reformfähigkeit) Ich zitiere mal aus meinem Link: "Statue of Liberty seems rather worried as United States national debt passes 20% of the entire world's combined GDP (Gross Domestic Product).In 2011 the National Debt will exceed 100% of GDP, and venture into the 100%+ debt-to-GDP ratio that the European PIIGS have (bankrupting nations)." zu deutsch: der Verschuldungsgrad der USA gemessen am Bruttoinlandsprodukt liegt auch in den USA über 100% womit sich die USA in die Gemeinschaft unserer PIIGS einreiht. Die Bewertung desselben in Bezug auf Deine Kriterien überlasse ich Dir - ich sehe da keine signifikanten Vorteile bei den USA. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Kaffeetasse September 21, 2011 @haribo: keine ahnung, um wieviel cash es sich bei dir handelt. wenn du aber schlicht dem euro und den banken nicht traust, leg dir zuhause bündelweise fremdwährungsbanknoten (us-dollar, yen, nok, aud...) sowie edelmetalle in den tresor. zu welchem anteil, musst du selber wissen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
harryguenter September 21, 2011 Worüber ich mich ärgern würde, ist einfach, dass mein Geld was ich bisher gemacht habe und für das ich die letzten 5 Jahre gebuckelt, mich krumm gemacht und viel Freizeit entbehrt habem plötzlich nichts mehr Wert ist. Das alles umsonst war nur weil ich mich hätte besser informieren können in Sachen Anlage. Ich kann mir verzeihen ein Fehler zu machen aus dem ich lerne, ich kann mir verzeihen aus Dummheit was zu verzocken, etc. Aber ich könnte mich Ohrfeigen wenn ich 5 Jahre umsonst gearbeitet und gespart hätte wenn ich statt dessen lieber faul in der Sonne hätte liegen können und Hartz IV beziehen, weil die monetäre Bilanz am Ende die gleiche ist. Nachvollziehbar? Natürlich nachvollziehbar - glaube nicht dass wir uns dazu nicht auch Gedanken machen. Das Problem ist nur, dass je nach Grad der Angst die Aktionen unterschiedlich sein müssen. Schinzilord hat das grob und gut skizziert. Allerdings sollte man sich bewußt machen: Jegliche Form der Absicherung kostet - entweder durch direkte Verluste oder durch Opportunitätsverluste. Desweiteren sollte auch klar sein, dass das Umschichten in Sachwerte (Gold, Immos) heute aufgrund der gestiegenen Preise ein höheres Risiko beinhaltet als noch vor 3 Jahren als es nur erste Anzeichen gab. "Opportunitätsverluste: Es kann sich sowohl um den effektiven Verlust von eingesetztem Kapital als auch um die Nichtausnutzung möglicher Vorteile handeln. " http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/risiko/risiko.htm Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Karl Squell September 21, 2011 Was mich in diesem Zusammenhang ja einmal interessieren würde, ist wie ein Grieche sich vor Geldentwertung schützen kann, falls die Regierung zur Drachme zurückkehrt. Bankguthaben/Tagesgeld/Sparbriefe müssten in Auslandswährung notiert sein, richtig? Ansonsten werden sie wohl in die Drachme konvertiert und mit ihr abgewertet. Aktienfonds - Wie ist es mit einem Aktienfonds der in EUR notiert ist? Eigentlich kommt es ja nur auf den Inhalt des Fonds an, richtig? Also die griechischen Unternehnem die drin sind, würden dann in Drachme notieren, diese würden mit einer Abwertung den Fonds etwas runterziehen. Aber bleibt der Fonds in EUR notiert? Und falls nicht, müsste er dann nicht genauso steigen wie die Drachme fällt? Ähnlich müsste es auch bei Immobilienfonds/Rohstoffonds sein, oder? Also warum Geld ins Ausland bringen für dieses Szenario? Einfach Sachwerte kaufen! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Akaman September 21, 2011 Ich sehe meinen Schutzbedarf irgendwo zwischen AS 3 und AS 4 will mich aber auch gegen AS 2 absichern. Dazu hat Schinzi doch schon sehr gute Vorschläge gemacht! Derzeit halte ich an Fonds: ARERO (WKN DWS0R4) 50% cominvest Fondak (WKN 847101) 45% Fidelity Fds-Euro Balanced Fond (WKN 973811) 5% Gewichtung ist nicht gemanagt sondern historisch. Aktiv bespart wird z.Z. nur der ARERO. Zertifikate: Agrar-Zertifikat (WKN GS34WX) Durch den Fondak hast du eine extreme Übergewichtung von D-land. Das passt imho zu deinen Ängsten wohl nicht so ganz. Und dein Zerti ist eine Schuldverschreibung von Goldman Sucks. Das musst du selbst wissen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Boersifant September 21, 2011 Was die Schweizer Zentralbank zum Thema "Aufwertung des CHF" gesagt hat, hast du aber schon mitbekommen, oder? Falls ja, kannst du das gerne auf Norwegen übertragen, denn dort wird die Zentralbank auch nicht untätig bleiben, wenn die Spekulation ausartet. Ich hätte jetzt noch den Real vorgeschlagen, aber auch dort: Aufwertung unerwünscht. An Währungen, deren Aufwertung wachstumsbedingt ist, denkt von euch aber wohl ohnehin keiner. Welche Währung (wachstumsbedingte Aufwertung) hast du im Sinn? Bzw. mit welchen Handelsinstrumenten? Direkt Forex möchte ich nicht gehen. NOK sehe ich genauso, ist wohl zu spät. Zumal NOK auch relativ abhängig vom Ölpreis sein kann. Finde die Streuung über Währungsräume durchaus interessant, zumal man damit auch verschiedene Wirtschaftssysteme mischt. Ich würde selber nicht auf auf dem Devisenmarkt spekulieren, aber wenn man sich um den Außenwert des Euro sorgt, würde ich auch die Währungen der Emerging Markets ansehen. Wie Akaman schon schrieb ist eine Diversifizierung sinnvoll und ohne auf bestimmte Währungen zu spekulieren könnte man das z.B. über Aktien und Anleihen der EM machen, wofür es einfache Instrumente gibt (ETFs). Natürlich sollte man sich bewusst sein, dass der Kaufkraftverlust da höher sein kann als auf dem EUR-Tagesgeldkonto. Das Enteignungs- und Inflationsszenario des Themeneröffners ist eher unwahrscheinlich. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Haribo. September 22, 2011 Also Zusammengefasst: 1. GS - Zertifikat verkaufen 2. Depotgewichtung ändern, da Deutsche Aktien überrepräsentiert - (Änderung geschieht automatisch da der monatliche Sparplan nur auf den ARERO abzielt) 3. ETFs und Anleihen aus EM ins Depot auch wenn diese in Euro notieren 4. eventuell Edelmetallquote erhöhen 5. ein Teil des Bargelds im Safe in Sorten halten (ausländisches Bargeld) Fragen: Hab ich noch etwas vergessen? Was ist mit der Gewichtung meines Gesamtportfolios? (siehe erster Beitrag zum Beginn des Threads) Wie würdet ihr optimalerweise im Euroskepsis-Szenario gewichten? Wie investiere ich moralisch unbedenklich in EMs? (Stichwort: Menschenrechte, Sklaverei, Kinderarbeit, Umweltzerstörung) Gibt es da eine Übersicht oder einen Thread zum informieren? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schinzilord September 22, 2011 · bearbeitet September 22, 2011 von Schinzilord Zu AnleihenETFs: Unbedingt darauf achten, dass diese nich Absichern auf den EUR. Sonst ist deine ganze schöne Währungsdiversifikation dahin! Stichwort moralisch unbedenklich: Davon halte ich persönlich nichts. Da würde ich lieber ganz woanders anfangen, z.B. beim täglichen Konsum vom lokalen Bauernhof. Aber selbst beim Konsum wird es sehr schnell kritisch... Es gibt zwar Nachhaltigkeitsindizes, und es werden immer mehr Arbeiten auf diesem Thema veröffentlicht, jedoch stimme ich mit dem nicht überein. Wo ist dann die Grenze? Keine Handys kaufen, weil da seltene Erden sind, die unter Ausbeutung der Natur in China abgebaut werden? Keine Goldbarren kaufen, weil irgendwo die Cyanidlaugerei / Einsatz von Quecksilber angewandt wird? Nicht zum McDo gehen, weil die international in die Politik eingreifen und für übergewichtige Menschen sorgen? Nicht zum WalMart gehen, weil die die Invasion in Cuba unterstützt haben (und deswegen nie einen Havanna Club im Angebot hatten)? Nichtmal Ökostrom beziehen, weil in der Nacht mit billigem Atomstrom ein Hochspeicher gefüllt wird und tagsüber sauberer Ökostrom aus Wasser aus der Steckdose kommt? Forschung boykottieren, weil beim CERN in F/Schweiz mit billigem Frankreich Atomstrom der Beschleunigungsring betrieben wird? Autos für mehr als 500000€ verbieten, obwohl die schlappe 100000€ MWSt zahlen und somit mehr zum Steueraufkommen beitragen, als ein normaler Arbeiter in 20 Jahren? Dann spende ich lieber etwas von meinem Gewinn und unterstütze gezielt soziale /gemeinnützige Projekte. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Haribo. September 22, 2011 · bearbeitet September 22, 2011 von Haribo. Zu AnleihenETFs: Unbedingt darauf achten, dass diese nich Absichern auf den EUR. Sonst ist deine ganze schöne Währungsdiversifikation dahin! Stichwort moralisch unbedenklich: Davon halte ich persönlich nichts. Da würde ich lieber ganz woanders anfangen, z.B. beim täglichen Konsum vom lokalen Bauernhof. Aber selbst beim Konsum wird es sehr schnell kritisch... Es gibt zwar Nachhaltigkeitsindizes, und es werden immer mehr Arbeiten auf diesem Thema veröffentlicht, jedoch stimme ich mit dem nicht überein. Wo ist dann die Grenze? Keine Handys kaufen, weil da seltene Erden sind, die unter Ausbeutung der Natur in China abgebaut werden? Keine Goldbarren kaufen, weil irgendwo die Cyanidlaugerei / Einsatz von Quecksilber angewandt wird? Nicht zum McDo gehen, weil die international in die Politik eingreifen und für übergewichtige Menschen sorgen? Nicht zum WalMart gehen, weil die die Invasion in Cuba unterstützt haben (und deswegen nie einen Havanna Club im Angebot hatten)? Nichtmal Ökostrom beziehen, weil in der Nacht mit billigem Atomstrom ein Hochspeicher gefüllt wird und tagsüber sauberer Ökostrom aus Wasser aus der Steckdose kommt? Forschung boykottieren, weil beim CERN in F/Schweiz mit billigem Frankreich Atomstrom der Beschleunigungsring betrieben wird? Autos für mehr als 500000€ verbieten, obwohl die schlappe 100000€ MWSt zahlen und somit mehr zum Steueraufkommen beitragen, als ein normaler Arbeiter in 20 Jahren? Dann spende ich lieber etwas von meinem Gewinn und unterstütze gezielt soziale /gemeinnützige Projekte. Danke. Woran erkenne ich ob diese in Euro absichern oder nicht und was bedeutet das? Zum Thema Nachhaltigkeit und Moral. - Das ist deine Meinung. Okay. Ich habe da meine eigenen Grundsätze. Ja, alle 2 Jahre ein Handy reicht mir. Mein altes schicke ich kostenlos zum Recycling. Ich gehe weder zu McDonalds (höchstens auf Toilette), noch zu Wal-Mart, Obst und Gemüse wird aus deutschem Anbau gekauft, ich fördere keinen Atomstrom und wenn es Konsum-Alternativen zu Made in China gäbe, würde ich ebenfalls heimische Produkte bevorzugen. Nobody is perfect aber ich will in dieser Hinsicht jeden Tag besser werden. Kapital bedeutet für mich in erster Linie Verantwortung. Genau wie Du spende ich deshalb regelmäßig für diverse Projekte. Aber ich fände es bekloppt wenn ich meine Greenpeace Spende aus der Dividende einer Erdöl-Aktie zahle oder den Fokushima-Opfern mit dem Geld helfe was ich vorher mit dem Wechsel zum billigen Atom-Strom Anbieter jährlich gespart hätte. Das ist grotesk. - Aber diese Fragen sind was für einen Offtopic-Thread.) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
harryguenter September 22, 2011 Ja, alle 2 Jahre ein Handy reicht mir. Mein altes schicke ich kostenlos zum Recycling. Du Umweltsau :-) Das alte würde auch 4-6 Jahre fehlerfrei arbeiten und dann immer noch recyclebar sein. Spart Rohstoffe und Energie für 2 neue Handys die nicht produziert werden... Wie schon gesagt - man kann an vielen Stellen anfangen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Kaffeetasse September 22, 2011 noch ein zwei bemerkungen: 1) zertifikate gehören für mich in der heutigen zeit in KEIN langfristig ausgerichtes depot. die banken sollen ihre komischen inhaberschuldverschreibungen selber behalten. wenn, dann nur sehr niedriger depotanteil und verwendung zur absicherung gegen fallende kurse oder so. und als emittent nur eine der nach cds besten banken (hbsc...), siehe hier: cds 2) den chf würde ich jetzt nicht mehr als sicheren hafen ansehn, da die snb massiv die eurobindung durchsetzen wird. n bankkonto in der ch ist aber ok. 3) was die aktien betrifft: wenn du eh schon den arero besparst und gut findest, dann setzt doch dessen prinzip auch hier (annäherend) um, sprich 1/3 je nordamerika, europa und emerging markets 4) trotz aller euroskepsis musst du, solange du hier lebst immer deine rechnungen in bezahlen, also übertreibs mit den fremdwährungen nicht. ich würde hier zur zeit vor allem us-dollar wählen (dazu noch n paar aud und nok, und gut!), so absurd das klingen mag...aber insgesamt vielleicht so maximal 30% vom cash. lass dich nicht zu sehr verrückt machen von den medien und all den grausigen visionen, europa und der euro wird noch harte zeiten durchmachen 2012, aber er wird überleben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag