Warren! September 8, 2011 Hallo zusammen, hier zuerst einmal ein paar Angaben zur Threaderöffnung: 1. Erfahrungen mit Geldanlagen Habe vor ca. 4 Jahren damit begonnen Enzelaktien in kleinem Umfang(5k) zu kaufen. Habe diese dann Aufgrund von Verlusten durch den Börsencrash erst einmal liegen lassen. Nachdem die Aktien sich erholt haben bin ich in den ETF-PORTFOLIO GLOBAL und ETF-DACHFONDS Peingestiegen. Mein Depot habe ich bei Flatex. Außerdem habe ich eine Altersvorsorge über AVL. Ich habe die Bücher Souverän investieren mit Indexfonds und The Intelligent Asset Allocator gelesen. 3. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für eure Fondsanlage: 2 - 3 Stunden die Woche 4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten: Eher hohe Risikobereitschaft. Kann Verluste aussitzen. Allerdings denke ich das mit dem Sparziel einer Immobilie hohes Risiko keinen Sinn macht. Optionale Angaben: 1.Alter: 25 Jahre 2. Berufliche Situation Angestellter 3. Sparerfreibetrag ausgeschöpft? Nein 1. Anlagehorizont 5 - 10 Jahre 2. Zweck der Anlage Immobilienkauf Kosten geplant ca. 180k - 250k 3. Einmalanlage und/oder Sparplan? Einmalanlage ca. 15.000 + Sparplan 1000/Monat Mein Gedanke wäre aufgrund des kurzen Anlagehorizont einen ADAC Sparplan über 500 auf 8 Jahre zu machen und den Rest als Tagesgeld anzulegen. Was meint Ihr? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schinzilord September 8, 2011 Was ist der ADAC Sparplan und welche Konditionen hat er? Was heißt 5-10 Jahre? Nehmen wir an, du hast 20% Aktienquote, und die sind in 5 Jahren im Keller, kaufst du dann trotzdem deine Immobilie? Oder kannst du auch 10 Jahre warten? Das Problem dabei ist, dass du einen realen Kapitalerhalt brauchst. Eine Sparbriefleiter / TG, ein paar Infl. Linker und minimal Aktien (<10%, hach ein paar Jahren reduzieren) würde ich an deiner Stelle machen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
andy November 9, 2011 Das das Thema ist nicht uninteressant. Ich hoffe @TO, dass ist ok wenn ich deinen Thread für meine Fragen nutze. Folgende mögliche Situation. In 2 Jahren mit dem Studium fertig. Danach hoffentlich ein nettes Gehalt. Zielsetzung: Relativ früh eine ETW zu kaufen. Würdet ihr dann alle langfristig angelegten Sparpläne beenden, oder nur keine neuen Aufmachen? Sonstige Investitionen in Einzelwerte unterlassen? Wie würdet ihr vorgehen, wenn man für eine Immobilie spart? Bin auf eure Antworten gespannt! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Ramstein November 9, 2011 Exakt. So früh wie möglich anfangen, ein maximales Klumpenrisiko aufzubauen .., Exakt. So früh wie möglich anfangen, ein maximales Klumpenrisiko aufzubauen .., Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
andy November 9, 2011 Ich sehe eine Immobilie allerdings nicht nur aus Rendite, Risikosicht. Da spielen (für mich) noch andere Gründe eine Rolle. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schinzilord November 9, 2011 Mich wuerde interessieren, wieviele der Immobilienanhaenger zur Eigennutzung selbst in einer Wohnung/Haus, das den Eltern gehoerte, aufgewachsen sind. Ich denke, die Korrelation ist bestimmt ziemlich ausgepraegt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
andy November 9, 2011 Bei mir würde dies stimmen. Kannte nur EFH. Das spielt sicherlich mit in die Entscheidungsfindung rein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Moneycruncher November 9, 2011 Bei mir würde dies stimmen. Kannte nur EFH. Das spielt sicherlich mit in die Entscheidungsfindung rein. Bei mir ist es umgekehrt. Bin brav im Elternhaus aufgewachsen und heute überhaupt kein Immobilienfreund. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
andy November 9, 2011 Ausnahmen bestätigen die Regel? Wer weiß... Ich kann mich mit dem Gedanken nicht anfreunden, sagen wir mal 700 EUR Miete zu zahlen....dann direkt etwas mehr und man ist später Eigentümer. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Investor93 November 9, 2011 · bearbeitet November 9, 2011 von Investor93 Immobilienkauf Kosten geplant ca. 180k - 250k 3. Einmalanlage und/oder Sparplan? Einmalanlage ca. 15.000 + Sparplan 1000/Monat Mein Gedanke wäre aufgrund des kurzen Anlagehorizont einen ADAC Sparplan über 500€ auf 8 Jahre zu machen und den Rest als Tagesgeld anzulegen. Was meint Ihr? Hallo Warren, Du solltest Dir über ein paar Randbedingungen Klarheit verschaffen: Zur Zeit (Sept 2011) haben wir eine Inflationsrate von 2,6% Beim ADAC Traumsparen bekommst Du für die gesamte Zeit 2,5% p.a.. Wenn Du mal den Sparerfreibetrag überschreitest zahlst Du auch noch 28% Steuer (inkl. Soli und Kirchensteuer) auf die Zinserträge. Es bleiben also 1,8% Zinsen. Der reale Wert des bereits Eingezahlten reduziert sich also jedes Jahr um 0,8%. Bei der aktuellen Schuldensituation der Staaten muss man mit steigender Inflation rechnen. Der ADAC-Zinssatz bleibt aber fix. Informiere Dich bei modern-banking.de über Festgeldbedinungen und in diesem Forum über die Sparbriefleiter. Ich halte Laufzeiten von 3 Jahren als guten Kompromiss von besserem Zins (z.B. 4%) und Inflationsrisiko. Nach der Laufzeit der Festgeldanlage legst dann wieder zum dann aktuellen Zins für 3 Jahre neu an. Bei 1000 €/Monat kannst Du bei vielen Anbietern alle 2,5 Monate einen neuen Sparbrief kaufen. Bei einem so langen Sparziel würde ich Tagesgeld nur zum Ansparen des nächsten Sparbriefes nutzen. Da gibt es bei deutscher Einlagensicherung auch nur 2,5% (Gleiches Problem wie beim ADAC) Ich bin ein Verfechter der Risikostreueung. Natürlich kannst Du genauso gut Festgeldanlagen und aktienorientierte ETF-Anlagen und europäische festverzinsliche Unternehmensanleihen (Laufzeit beachten,nicht länger als voraussichtlicher Liquiditätsbedarf, Rating beachten, Verteilung auf verschiedene Schuldner) kombinieren. Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Auswahl der Anlageformen. Investor93 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
andy November 14, 2011 Würde mich freuen, wenn es weitere Meinungen geben würde! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Akaman November 14, 2011 Ich bin ein Verfechter der Risikostreueung. Würde mich freuen, wenn es weitere Meinungen geben würde! Investor93 hat Recht. Risikostreuung, soweit es möglich ist. Das gilt insbesondere in der gegenwärtigen Situation. Kontrollfrage: was würdest du jetzt machen, um eine nominale Werterhaltung auf 5-10-Jahressicht zu garantieren? Gestern hätte ich gesagt: Scheine im Tresor. Heute? Morgen sind wir schlauer! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
andy November 14, 2011 Aus meiner Situation heraus werde ich zukünftig sicherlich der Aktie treu bleiben, mit einem gesunden mittel- bis langfristigen Blick. Nebenher kann man immer Zocken, aber letztendlich sehe ich solide Sparpläne und Investitionen in solide Unternehmen als unabdingbar an. Trotzdem tue ich mich schwer, den Kauf einer Immobilie nur aus reiner Anlegersituation zu sehen. Das man da nicht blind in irgendeiner Lage kauft, ist klar. Und vermieten, also als Renditeobjekt, sehe ich dies eh nicht an. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sthenelos November 14, 2011 warum nicht in den nächsten beiden Jahren die Immo kaufen? die Zinsen sind niedrig. Wozu noch 5-10 Jahre lang Miete bezahlen? Es gibt keine sichere Anlage die eine gute Rendite (z.B. mehr als 4-5 %) abwirft. Entweder Risiko(streuung) oder TG mit kleiner Rendite die weginflationiert wird - oder demnächst kaufen, keine Miete zahlen und 5-10 Jahre früher fertig sein mit der Abzahlerei. Nur Mut, wenn du einen sicheren Job hast, dann denke über einen Kauf demnächst nach. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Amorph November 14, 2011 Folgende mögliche Situation. In 2 Jahren mit dem Studium fertig. Danach hoffentlich ein nettes Gehalt. ... warum nicht in den nächsten beiden Jahren die Immo kaufen? die Zinsen sind niedrig. Wozu noch 5-10 Jahre lang Miete bezahlen? Es gibt keine sichere Anlage die eine gute Rendite (z.B. mehr als 4-5 %) abwirft. Entweder Risiko(streuung) oder TG mit kleiner Rendite die weginflationiert wird - oder demnächst kaufen, keine Miete zahlen und 5-10 Jahre früher fertig sein mit der Abzahlerei. Nur Mut, wenn du einen sicheren Job hast, dann denke über einen Kauf demnächst nach. Das könnte sich interessant gestalten Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sthenelos November 15, 2011 Amore: das war an den Threadersteller gerichtet Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Anleger Klein November 15, 2011 Amore: das war an den Threadersteller gerichtet Ändert nichts am Problem, lies nochmal genau Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
maush November 15, 2011 Investor93 hat Recht. Risikostreuung, soweit es möglich ist. Seht ihr das auch bei Sparbriefen so? Solange man im Rahmen des Einlagensicherungsfonds bleibt sehe ich dazu eigentlich keine Veranlassung. Ich würde auch Termingeld ansparen und regelmäßig in Sparbriefen umschichten. Daneben eventuell ein paar Anleihen mit entsprechenden Laufzeiten. Auf Aktien würde ich verzichten. Soweit man nicht von fallenden Immobilienpreisen ausgeht, macht es bei derzeitigen Konditionen eigentlich kaum Sinn viel Eigenkapital anzusparen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
harryguenter November 15, 2011 Seht ihr das auch bei Sparbriefen so? Solange man im Rahmen des Einlagensicherungsfonds bleibt sehe ich dazu eigentlich keine Veranlassung. Ich sehe die Risikostreueung auf mehrere banken auch bei Sparbriefen, Tagesgeld, Festgeld und Co als notwendig an. - Einlagensicherung soll in den nächsten Jahren zurückgefahren werden; womöglich auf die gesetzlichen 100.000. - Wenn eine Bankenpleite eintritt dauert es manchmal Monate bis man wieder über sein Geld verfügen kann. Schlecht wenn man dann alles Geld bei dieser Bank hat - Mehrere Banken ermöglich das herauspicken der besten Angebot einer jeden Bank. So bringt der Mehraufwand auch eine gewisse Mehrrendite. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Akaman November 15, 2011 Investor93 hat Recht. Risikostreuung, soweit es möglich ist. Seht ihr das auch bei Sparbriefen so? Solange man im Rahmen des Einlagensicherungsfonds bleibt sehe ich dazu eigentlich keine Veranlassung. Es gibt keinen ernstzunehmenden Stresstest für die verschiedenen Einlagensicherungssysteme. Und das hat seinen Grund. Sollte es ganz, ganz dicke kommen (woran ich noch nicht glaube), dann werden die Einlagensicherungssysteme wohl nur einen Teil tragen können. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
maush November 15, 2011 Sollte es ganz, ganz dicke kommen (woran ich noch nicht glaube), dann werden die Einlagensicherungssysteme wohl nur einen Teil tragen können. Dann würde ich aber eher noch auf Risikostreuung durch verschiedene Währungen setzen, wobei man sich dann natürlich wieder einem Kursrisiko aussetzt. - Mehrere Banken ermöglich das herauspicken der besten Angebot einer jeden Bank. So bringt der Mehraufwand auch eine gewisse Mehrrendite. Das würde ich auch so machen. Aber bei Sparbriefen ist z.B. Santander schon seit einiger Zeit führend. PS: Schön, dass du doch noch da bist... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fondsanleger1966 November 15, 2011 Investor93 hat Recht. Risikostreuung, soweit es möglich ist. Seht ihr das auch bei Sparbriefen so? Solange man im Rahmen des Einlagensicherungsfonds bleibt sehe ich dazu eigentlich keine Veranlassung. http://www.wertpapie...post__p__647421 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Investor93 November 15, 2011 Seht ihr das auch bei Sparbriefen so? Solange man im Rahmen des Einlagensicherungsfonds bleibt sehe ich dazu eigentlich keine Veranlassung. http://www.wertpapie...post__p__647421 Hallo Fondsanleger1966, Deinem Beitrag auf den Du im Link verwiesen hast, stimme ich nicht zu. So ähnlich muss man das wohl auch mit der Einlagensicherung sehen. Das ist eine Willenserklärung der Regierung, und wenn ein kleineres Institut zusammenbricht, wird das wohl auch funktionieren. Aber irgendwo gibt es auch eine Grenze der Belastungsfähigkeit, ab der der Staat die Garantie nicht mehr darstellen kann. Ich meine Du wirfst hier 2 Sachen durcheinander. 1. Die Zusage von Frau Merkel und Herrn Steinbrück vom Oktober 2008 in der den Privatanlegern versichert wurde, dass die Einlagen vom Staat garantiert werden. 2. Die staatliche gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung, die innerhalb der EU "einheitlich" geregelt wurde. (Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz, EAEG) Link Im Gesetz steht u.a. "Die Mittel für die Durchführung der Entschädigung werden durch Beiträge der Institute erbracht." Es zahlt also nicht der Staat, sondern die Mitgliedsbanken des Entschädigungsfonds. Natürlich funktioniert das System nur, solange die Einlagesicherung nur punktuell in Anspruch genommen wird. Aber bei einem großen Crash ist es auch egal, bei welcher Bank das Geld wertlos wird. Internetseite der Entschädigungseinrichtung: Entschädigungseinrichtung Darin werden auch abgewickelte Entschädigungsfälle aufgelistet. Wikipedia beschreibt das System auch sehr gut: Wikipedia Ich sehe das System für einzelne Bankinsolvenzen als geeignet an. Viele deutsche Tochtergesellschaften ausländischer Banken gehören der deutschen Entschädigungseinrichtung an. Ich bevorzuge Banken mit deutscher Einlagensicherung, weil ich davon ausgehe, dass im Insolvenzfall die Abwicklung im Inland einfacher ist. Ich hoffe, dass der Fall nicht eintritt. Bei Anlagen bis 100000 sehe ich eine Verteilung auf mehrere Banken nicht als so wichtig an. Es schadet aber nichts. Grüße Investor93 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag