kleinerfisch April 30, 2011 · bearbeitet April 30, 2011 von kleinerfisch Hallo Leute, neulich erzählte mir meine Tante, dass sie Geld für ihre vier Enkel (Alter 1-7) anlegen will, auf dass sie an ihrem 21. Geburtstag Zugriff bekommen sollen. Tantchen hat zwar (offensichtlich) Geld, aber keinerlei Ahnung von Geldanlage. Da sie schon recht alt ist, möchte sie sich auch nicht um die Geldanlagen kümmern müssen. Die Eltern der Enkel sollen das aus unterschiedlichen Gründen auch nicht tun. Kurzum, es soll jetzt angelegt werden und dann 14-20 Jahre vor sich hinschlummern, bis die Enkel ihr Geburtstagsgeschenk bekommen. Von Aktien hat Tantchen natüröicj auch keine Ahnung, außer dass die auch schwanken und sogar fallen können; die sind also tabu (schon wegen der zwischenenkeligen Gerechtigkeit, man stelle sich vor, der eine kriegt sein Geld auf der Höhe des dot.com Booms und der andere mitten im Crash). Tantchen geht also zur Sparkasse und bekommt Rentenversicherungen für die Kleinen angeboten! Nun gut, da kommt wenigstens zwischenzeitlich wirklich niemand dran, das ist aber schon alles. Jetzt habe ich mal geschaut und bin etwas perplex: Für Sparbrief, Bausparen oder Festgeld habe ich nichts über 10 Jahre Laufzeit gefunden. Fonds (aktive wie passive) machen auch mal zu (dann müsste man sich kümmern), außerdem kommt man ja auch zwischenzeitlich dran. Beim Sparbuch muss man damit rechnen, nach so vielen Jahren prozessieren zu müssen (s. Commerzbank ), andererseits bringt es über die vielen Jahre evtl. mehr als eine Versicherung mit garantierten 2,25% (eine Überschussbeteiligung ist ja auf die lange Frist auch nicht unbedingt sicher). Vielleicht hat ja hier noch jemand ne gute Idee. Die Anlegerin 1. Erfahrungen mit Geldanlagen Absolut Null 2. Darstellung von bereits vorhandener Fondspositionen (Fondsbezeichnung und ISIN angeben): keine 3. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für eure Fondsanlage: Null 4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten: Konservativ, Erhaltung vor Rendite Geldanlage 1. Anlagehorizont 14-20 Jahre, je nach Alter des Enkels 2. Zweck der Anlage Geschenk zum 21. Geburtstag 3. Einmalanlage und/oder Sparplan? Einmalanlage 4. Anlagekapital: 10.000 EUR je Enkel (4 Stück bisher) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
RandomWalker April 30, 2011 Bei 14-20 Jahren Anlagehorizont ganz auf Aktien zu verzichten ist eigentlich schade. Wenn man das Geld vor den Kids schützen will würde sich Festgeld mit 10 Jahren Bindung anbieten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Brandscheid April 30, 2011 was spricht gegen die langfristanlage von ein paar dicken tankern wie zB -nestle -coke -procter and gamble - etc ? jeweils 2500 euro oder ähnlicher summe und 20 jahre liegen lassen, eine positive überraschung ist so sicher wie das amen in der kirche. das nervigste könnten ein paar spin-offs sein, aber die kann man auch nebenher laufen lassen. grüße Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
kleinerfisch April 30, 2011 · bearbeitet April 30, 2011 von kleinerfisch Bei 14-20 Jahren Anlagehorizont ganz auf Aktien zu verzichten ist eigentlich schade. Sehe ich auch so und würde ich auch nicht machen. Aber es ist ja nicht mein Geld... Wenn man das Geld vor den Kids schützen will würde sich Festgeld mit 10 Jahren Bindung anbieten. In 10 Jahren ist Tantchen Ende 80, falls sie noch lebt. Dann bestimmen wohl die jeweiligen Eltern und das soll gerade nicht sein. Das liefe auf das gleiche hinaus; Festgelder tragen die gleichen Risiken wie eine anteilige Mischung von Aktien mit Tagesgeld, bei mehr Nachteilen (keine Liquidierbarkeit, unvermeidbare Kapitalisierung nach Bindungsablauf, keine Stimmrechte). ??? In welchem Szenario sinkt der Nominalwert von Festgeld ähnlich dem von Aktien? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
StockJunky April 30, 2011 Ihr empfehlt nicht wirklich bei einer Anlagezeit von 14-20 Jahren Tagesgeld.... Das glaube ich nicht. Er hat doch geschrieben, er will sein Kapital nicht verlieren! Bei Tagesgeld, das unter der Inflation verzinst wird, ist bei 20 Jahren der Kapitalverlust praktisch garantiert. Bei so einer langen Zeit kommen eindeutig ausschließlich Sachwerte in Frage! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
kleinerfisch April 30, 2011 @Adun Ich glaube, jetzt verstehe ich Dich. Ich versuche es mal selbst zu formulieren: Aktien haben eine höhere Volatilität (als Risikomaß) als Anleihen. Festgelder verhalten sich ähnlich wie Anleihen, um so mehr, je länger der Zins festgeschrieben ist. Tagesgeld, mit einem sehr kurz festgeschriebenen Zins, verhält sich noch weniger "aktienähnlich". Wenn ich also Tagesgeld als unvolatilste Anlageform unter diesen dreien mit der volatilsten, also Aktien, in geeignetem Verhältnis mische, bekomme ich dieselbe Volatilität wie bei Festgeld. Je häufiger die Zinsänderung beim Festgeld passiert, umso mehr Tagesgeld enthält die Mischung. Im einen Extremfall würde das Festgeld täglich den Zins ändern, dann wäre das geeignete Verhältnis 100% Tagesgeld (ist eigentlich tautologisch, da so ein Festgeld ja ein Tagesgeld ist). Im anderen Extremfall, würde das Festgeld über die Laufzeit nie den Zins ändern, dann wäre es praktisch eine Anleihe mit eben dieser Laufzeit. Deren Volatilität kann ich durch Mischung von Aktien und Tagesgeld dann abbilden und vermeide die von Dir genannten Nachteile: - keine Liquidierbarkeit -> ist hier geradezu gewünscht (weder Eltern noch Kinder sollen Zugriff haben) - unvermeidbare Kapitalisierung nach Bindungsablauf -> ist ebenfalls gewünscht (Geburtstagsgeschenk) - keine Stimmrechte -> interessiert hier niemand (kein Kümmern) Dagegen hat die Mischung einen massiven Nachteil: Sie lässt sich erst im Nachhinein korrekt bestimmen und auch dann nur mit einem Aufwand, den in diesem Fall keiner treiben will. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
vanity April 30, 2011 · bearbeitet April 30, 2011 von vanity 6 (ILB) hat das Problem der Wiederanlage sowohl der Zinsen als auch der endfälligen Bonds (oder gibt es Laufzeiten>10 Jahre?) Gibt es, z. B. A1AXL4, bei der sich auch das Wiederanlageproblem der Zinsen in Grenzen hält, da der Kupon nur 1,1% :'( beträgt. Zudem ist das Deflationsrisiko ganz gut abgesichert, da der aufgelaufene Inflationsindex nur 2,3% beträgt. Es geht auch noch länger: A1GMH3. Der längste deutsche Linker läuft immerhin bis 2020, 103052. Mir ist allerdings nicht klar, wie du die Forderung der Nichtverfügbarkeit außer bei Festgeld durch das Instrument festzurren willst. Selbst Bausparer und RV sind kündbar, Anleihen jederzeit vor Fälligkeit veräußerbar. Da bietet es eher an, das nicht am Anlagevehikel festzumachen, sondern über eine separate Auflage bei der Schenkung zu regeln. @Malvolio im nächsten Beitrag: So wie du es im ersten Satz vorschlägst, würde ich es vermutlich machen, wenn ich die Tante wäre. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Malvolio April 30, 2011 Ich würde mir mal Bundeswertpapiere ansehen, z.B. Bundesschatzbriefe oder Bundesobligationen mit Wiederanlage. Das ist wahrscheinlich am einfachsten und grundsolide. Man kann sich auch auch mal Renten-ETFs anschauen, z.B. http://www.comdirect.de/inf/etfs/detail/uebersicht.html?ID_NOTATION=14152628. Oder man sucht sich ordentliche Anleihen mit entsprechenden Restlaufzeiten heraus. Allerdings muss man dann natürlich auch immer einen Blick auf Ausschüttungen (es sei denn man entscheidet sich für sog. Zero-Bonds) und evt. Steuern haben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
kleinerfisch Mai 1, 2011 Das empfohlene Vorgehen mit Aktienfonds sieht dann folgendermaßen aus, dass die 10.000 Euro entweder per Einmalanlage oder über einen Zeitraum von 1-2 Jahren in Aktienfonds investiert werden. Bei einer Laufzeit von 18 Jahren (ich vermute mal, eine Auszahlung zum 18. Geburtstag ist am naheliegendsten) würde man dann etwa nach 10 Jahren schauen, wo die Kurse stehen. usw. Es mag sein, dass dies das sinnvollste Vorgehen im Sinne der Erzielung einer hohen Rendite durch einen informierten Investor ist (ich selber habe das auch mal geglaubt, bin aber inzwischen skeptisch). Es ist aber in jedem Fall völlig irrelevant, da Aktien nicht gewünscht sind und zwar aus gutem Grund: Da ist einfach kein "man", der etwa nach 10 Jahren schaut. Mein Tantchen würde heute schon mit knapp 80 nix sehen beim "schauen" und in 10 Jahren schon erst recht nicht mehr. Die Eltern der Enkel sollen nicht schauen, die Enkel sind auch dann noch zu jung und ich werde den Teufel tun, mich in die Schlangengrube zu begeben, der Schauende zu sein. Also lies bitte vor dem nächsten Post die Grundvoraussetzungen dieser Anlage in Post #1 noch mal durch und übertrage nicht Deine eigene Situation auf die hier vorgestellte. Ich weiss, es ist nett gemeint, aber Dein Vorschlag ist voll am Thema vorbei. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
kleinerfisch Mai 1, 2011 · bearbeitet Mai 1, 2011 von Gerald1502 Zitate entfernt, damit der Beitrag bestehen bleiben kann @ vanity Danke für den Tipp, an die Franzosen hatte ich noch nicht gedacht. Leider sind die trotzdem immer noch zu kurzlaufend. @malvolio Ebenfalls danke. Bundesschatzbriefe gibt es m.E. nur bis 7 Jahre Laufzeit, Bundesobligationen nur bis 5. Gibt es da eine Möglichkeit der automatischen Wiederanlage oder muss man sich selber kümmern? Letzteres wäre wieder ein Ausschlusskriterium. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
fireball Mai 1, 2011 Schau doch einfach mal nach abgezinsten Anleihen, mit erstklassiger Bonität und Laufzeiten von bis zu 30 Jahren. Der Wiederanlagezins steht schon fest und spart Arbeit die Zinsen wieder anlegen zu müssen. Steuerlich sicher eher nicht geeignet für diesen Fall und ein höheres Risiko als Festgeld weisen sie natürlich auf. Als Beimischung aber sicher empfehlenswert. Zur restlichen Diskussion enthalte ich mich gerne Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
StockJunky Mai 1, 2011 Das empfohlene Vorgehen mit Aktienfonds sieht dann folgendermaßen aus, dass die 10.000 Euro entweder per Einmalanlage oder über einen Zeitraum von 1-2 Jahren in Aktienfonds investiert werden. Bei einer Laufzeit von 18 Jahren (ich vermute mal, eine Auszahlung zum 18. Geburtstag ist am naheliegendsten) würde man dann etwa nach 10 Jahren schauen, wo die Kurse stehen. usw. Es mag sein, dass dies das sinnvollste Vorgehen im Sinne der Erzielung einer hohen Rendite durch einen informierten Investor ist (ich selber habe das auch mal geglaubt, bin aber inzwischen skeptisch). Es ist aber in jedem Fall völlig irrelevant, da Aktien nicht gewünscht sind und zwar aus gutem Grund: Da ist einfach kein "man", der etwa nach 10 Jahren schaut. Mein Tantchen würde heute schon mit knapp 80 nix sehen beim "schauen" und in 10 Jahren schon erst recht nicht mehr. Die Eltern der Enkel sollen nicht schauen, die Enkel sind auch dann noch zu jung und ich werde den Teufel tun, mich in die Schlangengrube zu begeben, der Schauende zu sein. Also lies bitte vor dem nächsten Post die Grundvoraussetzungen dieser Anlage in Post #1 noch mal durch und übertrage nicht Deine eigene Situation auf die hier vorgestellte. Ich weiss, es ist nett gemeint, aber Dein Vorschlag ist voll am Thema vorbei. Dann nimm einen Mischfonds mit Zieljahr 2020. Da übernehmen sie das "schauen" für dich: http://www.onvista.de/fonds/snapshot.html?ISIN=LU0172516865 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
StockJunky Mai 1, 2011 btw, ich finde es unverantwortlich, wenn du sagst, du WILLST dich nicht um das Geld kümmern. Warum legst du es dann an? Man baut doch auch kein Haus und sagt "ich warte 20 Jahre und gucke dann, wie es aussieht". Ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht, was es für ein Aufwand ist, sich einmal im Jahr im Depot einzuloggen und falls nötig einen Verkaufsauftrag durchzuführen. Sind keine 10 Minuten für einen hohen zusätzlichen Gewinn... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ironrudi Mai 1, 2011 Hallo zusammen, Ich persönlich würde die flexible Vorsorge der CosmosDirekt vorschlagen... Passt zwar nicht ins Forum, ist aber meiner Meinung nach besser als Tagesgeld und genauso sicher. Wenn die Kids nicht drangehen, haben sie später ne Rente, wenn sie es haben wollen, kommen sie monatlich ran. Ich hab's letzens für meine Kleine abgeschlossen... Wer da mehr Infos zu haben will, schaut am besten auf der Homepage, oder schreibt mich an (Ich verkaufe es nicht, ich finde das Produkt nur sehr gut...) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
vanity Mai 1, 2011 · bearbeitet Mai 2, 2011 von vanity Danke für den Tipp, an die Franzosen hatte ich noch nicht gedacht. Leider sind die trotzdem immer noch zu kurzlaufend. Kein Problem! Für den jüngsten Enkel hätten wir noch 123136 mit einer Realrendite von 1,6%, allerdings auch einem spezifischen Deflationsrisiko (Indexstand ca. +17%). Selbst künftige Enkel mit Geburtsjahr bis 2019 können wir noch abdecken mit A0LPPD (Realrendite auch ca. 1,6%, Indexstand ca. +2,5%). Ich halte das in Bezug auf die Anforderungen aber nicht unbedingt für eine herausragende Idee, eher dient es der Präsentation meiner Kenntnise über französische Linker. Hier sind auf schon in deutlich besserem Fahrwasser, insbesondere was die Pflegeleichtigkeit anbelangt: @malvolioEbenfalls danke. Bundesschatzbriefe gibt es m.E. nur bis 7 Jahre Laufzeit, Bundesobligationen nur bis 5. Gibt es da eine Möglichkeit der automatischen Wiederanlage oder muss man sich selber kümmern? Letzteres wäre wieder ein Ausschlusskriterium. Dass die Laufzeit der Anlage und die vorzeitige Verfügung über das Geschenk unabhängig voneinander zu betrachten sind, wenn du der Tante das Leben nicht unnötig schwer machen willst, hast du (hoffentlich) mittlerweile eingesehen. Die max. Laufzeiten sind korrekt. Bei der dt. Finanzagentur kannst du aber sowohl für die Zinszahlungen als auch für die Kapitalrückzahlung heute schon festlegen, in welcher Form sie wieder angelegt werden sollen. Was vermutlich aber nicht geht, ist eine Verfügung über die Wiederanlage des wiederangelegten Kapitals (also die 2. Runde und ggf. weitere Runden), da die Festlegung nicht bezogen auf das Konto, sondern die darin enthaltenen Werte erfolgt. Keine Wiederanlageprobleme gibt es hingegen bei der Tagesanleihe des Bundes, die die Risiko- und Renditemerkmale des von Adun präferierten Tagesgelds aufweist. Hier erhält man immer den Marktzins (EONIA) abzüglich eines Bequemlichkeit- und Bonitätssabschlags (von ca. 10%). Ich fand die Diskussion dazu zwar recht interessant, für das gegebene Problem allerdings etwas zu akademisch (die Risikoaversion wurde etwas übertrieben in den Vordergrund gerückt) und bin mir auch nicht sicher, ob alle vorgebrachten Argumente valide sind (ist vl. mal eine Diskussion an anderer Stelle wert). Ich würde hier einen pragmatischen Weg bevorzugen: Anlage in 5- bis 7-jährige Papiere des Bundes über die Finanzagentur mit Wiederanlageverfügung. Da die Gesamtlaufzeit der Anlagen 15 bis 20 Jahre beträgt und wir uns natürlich von jeder Form des Markettimings fernhalten, passt das Verhältnis von Laufzeit und Anlagehorizont ganz gut und etwaige Zinsrisiken werden sich im Laufe der Zeit wenn auch nicht perfekt, so doch einigermaßen rausrollieren. Nachtrag 1: ... Durchschnittliche Restlaufzeit der Anleihen liegt bei 6,34 Jahren. Der Fonds hat eine hohe Zinssensibilität - d.h. wenn die Zinsen wirklich steigen sollten profitiert man ebenfalls langfristig davon. Ich glaube, du verwechselst da was. Hohe Restlaufzeit des Anleihenkorbs führt zwar in der Tat zu einer hohen Zinssensitivität (Maßgröße: modified duration), allerdings zunächst in der falschen Richtung: Steigen die Zinsen, verliert die Anlage an Wert. Von den gestiegenen Zinsen profitiert man erst allmählich und ein ungeschickter Einstiegszeitpunkt (bei niedrigem Zinsniveau) wird nie wieder aufgeholt (verglichen mit dem Fall, man wäre etwas später bei höherem Zinsniveau eingestiegen) Nachtrag 2 (bezogen auf folgenden Beitrag): Es gibt übrigens auch Bundesanleihen (oder andere Anleihen) mit wesentlich längerer Laufzeit. Man könnte also auch einfach eine Anleihe mit entsprechender Restlaufzeit kaufen, allerdings geht das nicht in einem Schuldbuchkonto, soviel ich weiß. D.h. du hast da ggf. jährliche Zinszahlungen, um die man sich kümmern müsste ... Kauf von Bundesanleihen (mit Laufzeiten bis zu 30 Jahren) ist zwar nicht möglich, aber nach Kauf über ein anderes Depot kann man die Papiere ins Schuldbuchkonto übertragen lassen und hat das Problem damit gelöst. ... Man könnte auch an sog. Zero-Bonds (also abgezinste Anleihen, die keine jährlichen Zinsen zahlen sondern erst bei Fälligkeit) denken, allerdings muss man da die steuerliche Seite im Auge haben. DIe Auswahl an vernünftigen Zerobonds im Retailbereich ist nicht sonderlich üppig. Ich halte es aber auch nicht für nötig, die Idee in den Vordergrund zu stellen, da es andere Wege gibt und tatsächlich eine Einmalversteuerung droht, weil die Freibeträge während der Laufzeit nicht genutzt werden (hängt vom Volumen und der Lebenssituation in 15 bis 20 Jahren ab, ob das eine Rolle spielt). Edit: Typos Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Malvolio Mai 1, 2011 · bearbeitet Mai 1, 2011 von Malvolio @malvolio Ebenfalls danke. Bundesschatzbriefe gibt es m.E. nur bis 7 Jahre Laufzeit, Bundesobligationen nur bis 5. Gibt es da eine Möglichkeit der automatischen Wiederanlage oder muss man sich selber kümmern? Letzteres wäre wieder ein Ausschlusskriterium. Also bei einem Konto bei der Bundesfinanzagentur kann man grundsätzlich eine Wiederanlage veranlassen. Ob das nun für die gesamte Laufzeit klappt, da musst Du dich mal vor Ort erkundigen. Es gibt übrigens auch Bundesanleihen (oder andere Anleihen) mit wesentlich längerer Laufzeit. Man könnte also auch einfach eine Anleihe mit entsprechender Restlaufzeit kaufen, allerdings geht das nicht in einem Schuldbuchkonto, soviel ich weiß. D.h. du hast da ggf. jährliche Zinszahlungen, um die man sich kümmern müsste. Man kann natürlich evt. z.B. ein Depot bei der ING-Diba eröffnen und ein Tagesgeldkonto als Verrechnungskonto, auf das dann die Zinsen fließen. Man könnte auch an sog. Zero-Bonds (also abgezinste Anleihen, die keine jährlichen Zinsen zahlen sondern erst bei Fälligkeit) denken, allerdings muss man da die steuerliche Seite im Auge haben. Die "Tagesanleihe" des Bundes käme natürlich auch in Frage, allerdings dürfte sich hier z.B. gegenüber Bundesschatzbriefen doch vermutlich eine deutlich geringere Gesamtrendite ergeben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
kleinerfisch Mai 1, 2011 btw, ich finde es unverantwortlich, wenn du sagst, du WILLST dich nicht um das Geld kümmern. Warum legst du es dann an? Man baut doch auch kein Haus und sagt "ich warte 20 Jahre und gucke dann, wie es aussieht". Ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht, was es für ein Aufwand ist, sich einmal im Jahr im Depot einzuloggen und falls nötig einen Verkaufsauftrag durchzuführen. Sind keine 10 Minuten für einen hohen zusätzlichen Gewinn... Zuerst mal lege ich ja selber nichts an, sondern meine Tante für ihre Enkel. Das sind Leute, die mir sehr am Herzen liegen. Hast Du schon mal Freunden oder Verwandten einen Tipp gegeben, den diese befolgt haben und der in die Hose gegangen ist? Ich schon. Das Problem ist eine gewisse Asymmetrie der Verantwortung bei vielen: wenn es schiefgeht, war es der Berater, und wenn es gut geht war man es selber. Es geht also nicht um den Aufwand, sondern darum, eine Aufgabe zu übernehmen, bei der man (emotional) nur verlieren kann. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
kleinerfisch Mai 1, 2011 · bearbeitet Mai 1, 2011 von Gerald1502 Zitate entfernt, damit der Beitrag bestehen bleiben kann Diese Diskussion habe ich schon gelesen.hier Ich habe gerade noch mal Tantchen befragt und ihre Sorgen bzgl. der "bösen" Eltern sind geringer als ich es zunächst verstanden hatte. Die Diskussion um Schenkungsverträge, Auflagen darin etc. können wir also beerdigen. Sorry, dass ich da nicht von Anfang an präzise genug war und trotzdem danke für die Hinweise dazu. @Stockjunkie Gibt es auch Mischfonds mit längeren Laufzeiten (s. Post #1)? Bei Deinem Vorschlag muss 2020 wieder "jemand" schauen, der eben nicht vorhanden ist. @ironrudi Danke für den Tipp. Scheint auch ne Art RV zu sein, werde ich mir mal anschauen. @RandomWalker Danke für den Tipp. Den Fonds gibt es ja schon recht lang, das Risiko einer Schließung scheint also geringer als bei so manchem Modeprodukt. Werde ich mir mal näher anschauen. @vanity und Malvolio Nochmals danke für die Tipps. Wiederanlage bei der Bundesagentur klingt interessant. Werde ich am Montag mal checken. So, und jetzt hau ich erst mal ab ins Grüne... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
StockJunky Mai 1, 2011 @Stockjunkie Gibt es auch Mischfonds mit längeren Laufzeiten (s. Post #1)? Bei Deinem Vorschlag muss 2020 wieder "jemand" schauen, der eben nicht vorhanden ist. Es muss niemand "schauen". Der Fonds wird ja 2020 nicht geschlossen und aufgelöst. Aber es gibt auch Fonds mit Zieljahr 2025 oder 2015 oder 2030. Irgendwann muss der Beschenkte die Fondsanteile halt mal verkaufen, wenn er ans Geld will. Ob man einen Terminverkauf für 2020 definieren kann, bei dem der Fonds zu diesem Zeitpunkt automatisch verkauft wird und das Geld auf einem definierten Konto eingezahlt wird, glaube ich jedenfalls nicht. Aber traust du dem Kind so wenig Fähigkeiten zu, diese Aufgabe nicht selbst übernehmen zu können? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Gerald1502 Mai 1, 2011 · bearbeitet Mai 1, 2011 von Gerald1502 Beiträge in diesen Thread ausgegliedert. https://www.wertpapier-forum.de/topic/35569-auslagerung-aus-dem-thema-einmalanlage-fur-enkel/?do=findComment&comment=674461 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
John Silver Mai 1, 2011 Leider hast Du auch den Post von Nord-Sued mit ausgegliedert: ... Tagesgeldsätze werden seit ein paar Jahren offensichtlich als Lockangebot zur Kundengewinnung/Bindung eingesetzt. Bei den Sätzen spielen Marketingüberlegungen eine Rolle. Vielleicht denkt sich die Branche künftig ein anderes Lockmittel aus - insofern sehe ich da keinen im Instrument liegenden langfristigen Vorteil gegenüber anderen Anlagen der Kategorie "sehr sicher". Nebenbemerkung: Im Übrigen wird derjenige der 2009/2010 mit nennenswertem Vermögen nur in Tagesgeld war vermutlich nicht glücklich mit seinem Anlageerfolg sein . Es sei denn er vergleicht nur mit AAA Kurzläufern - das ist dann wohl ein Theoretiker. In Deutschland haben wir keine inversen Zinskurven, daher haben Vanity und Malvolio die Frage unter den Vorgaben des TO gelöst. ... Das Marketingargument finde ich sehr gut. Auch Sparbücher waren mal wesentlich besser als heute verzinst. Von daher bin ich auch der Meinung, dass der Vorschlag von Malvolio und Vanity zielführend ist. -Das Depot ist kostenlos. -Durch eine Anlage in Bundesschatzbriefe Typ B werden die Zinsen mit verzinst. -Die Wiederanlage ist zumindest einmal möglich. -Sollte eine doppelte Wiederanlage nicht möglich sein, kann man, wie oben glaube ich auch schon angemerkt, die fälligen Gelder in ca. 14 Jahren auf das Tagesgeldkonto des Bundes als anlegen. Das ist als Referenzkonto möglich, einfach bei der Anlage mit anlegen. Dann würde für die letzten 4 Jahre ein Tagesgeldkonto mit Markverzinsung und jederzeitigen Zugriff bestehen. -Zudem wäre die Sicherheit der Gelder weitestgehend möglich garantiert. -Zudem kann man wenn man doch noch einwenig "Performance" betreiben will, sich jährlich die aktuellen Konditionen anschauen und kostenfrei in "bessere" Bundesschatzbriefe tauschen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wetterstein Mai 6, 2011 dass sie Geld für ihre vier Enkel (Alter 1-7) anlegen will, auf dass sie an ihrem 21. Geburtstag Zugriff bekommen sollen. Es gibt noch was zu beachten, auf Grund des Alters vom Tantchen. DAS TESTAMENT. A. Wenn Sie eins schreibt, mit fest definierten Willen: Jeder Enkel bekommt ... B. Sie schliest auf den "Namen" jedes Enkel einen eigenen Vertrag ab (es war im Tread ja auch ein Vorschlag - Cosmo..) C. Sie legt es an im guten Glauben - ohne Testament (ohne Nennung der Enkel) - fliesst es in die gesamte Erbmasse und Enkel sehen unter Umständen garnichts. Bitte bedenken. Auch eine noch so harmonische Familie - kann in 10 Jahren unharmonisch bei Testamentseröffnung sein. Und dann ist egal wieviel Zinsen die Anlage gebracht hat. Wir sind dann am Ziel vom Tantchen vorbei! Den Vorschlag mit den schweren Tankern finde ich auch verlockend, aber in der Praxis bei Tantchen? (Depot, Briefe zur Aktionärsversammlung, Schlagzeilen in der Bild: Wirtschaft geht den Bach runter/ Skandal bei Konzern XXXX - den Du empfohlen hast-) Hast nur Ärger. Sieh Dir noch mal ev. Versicherungen / Bausparkasse etc. mit Verträgen direkt auf den Namen der Enkel abgeschlossen an. (bin dort nicht auf dem Stand ob o.k.) Halte dieses aber aus der geschilderten Sicht - Tantchen - für Enkel - Testamentsicher - für eine bessere Lösung wo DU aus dem Schneider bist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag