OlliBW April 23, 2011 Hallo zusammen, hier zunächst die Infos: Über meine Person 1. Erfahrungen mit Geldanlagen Wenig. 2. Darstellung von bereits vorhandener Fondspositionen (Fondsbezeichnung und ISIN angeben): Geerbte Fondsanteile: Allianz Rentenfonds 847140 3. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für eure Fondsanlage: max. 1h/Woche 4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten: Eher konservativ 1.Alter: 28 2. Berufliche Situation: Festanstellung 3. Sparerfreibetrag ausgeschöpft?: Nein 4. Aktive und/oder passive Fonds gewünscht: Kann ich derzeit nicht einschätzen mangels Erfahrung / Fachwissen Über meine Fondsanlage 1. Anlagehorizont Mittel- bis langfristig 2. Zweck der Anlage Vermögensaufbau / Altersvorsorge 3. Einmalanlage und/oder Sparplan? Sowohl als auch 4. Anlagekapital: 10.000 (anschl. ggf. 300/Monat) Ich würde mich über einige prinzipielle Vorschläge freuen, um einfach mal eine Richtung zu bekommen (z.B. sind ETF's etwas für mich? Sollte Festgeld mit einbezogen werden? Wie baut man generell ein gut aufgestelltes Depot zusammen? etc.) Werde in der Zwischenzeit hier noch etwas weiter lesen... Viele Grüße Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
RandomWalker April 23, 2011 Vielleicht erstmal ne interessante Statistik zur Zinsentwicklung in Deutschland: Fakt ist also, dass die Zinsen schon seit langer Zeit sinken. Dies kann sich jedoch auch durchaus wieder ändern. Ich persönlich würde momentan als konservativer Anleger alles in Tagesgeld investieren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CHX April 23, 2011 Im Prinzip erst mal so vorgehen: Hinterlegung einer ausreichend großen Tagesgeldreserve für den kurzfristig erhöhten Finanzbedarf (z.B. 6 Monatsnettogehälter) Existenzbedrohende Risiken sollten durch geeignete Versicherungsprodukte abgedeckt sein - gleichzeitig sollten überflüssige Versicherungen gekündigt werden (Versicherungen im Überblick) Riester-Rente sinnvoll? (Riester-Rente - Tipps, Tricks und Threadsammlung) Bestehende Privatschulden (ohne steuerreduzierenden Effekt) sollten im Vorfeld getilgt werden Festlegung des Anlagehorizontes und der persönlichen Risikoneigung, bzw. Risikotoleranz Was bedeutet mittel-, bzw. langfristig für dich? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Stairway April 23, 2011 Vielleicht erstmal ne interessante Statistik zur Zinsentwicklung in Deutschland: Fakt ist also, dass die Zinsen schon seit langer Zeit sinken. Dies kann sich jedoch auch durchaus wieder ändern. Ich persönlich würde momentan als konservativer Anleger alles in Tagesgeld investieren. Die Grafik ist aber so nicht aussagekräftig, du musst schon die Realrendite betrachten und die war bis vor kurzem noch historisch hoch, da die Inflation sich um den Nullpunkt bewegte. @TO: Wenn du absolut kein Risiko eingehen willst, wäre a) Tagesgeld oder B) Inflationslinker des Bundes eine Möglichkeit. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
RandomWalker April 23, 2011 Jupp so sah das die letzen Jahre aus: Inflationsgeschützte Bundesanleihen haben in den letzten Jahren schon starke Kursgewinne eingefahren... würde ich nicht unbedingt kaufen... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
akku5 April 23, 2011 Vielleicht erstmal ne interessante Statistik zur Zinsentwicklung in Deutschland: Fakt ist also, dass die Zinsen schon seit langer Zeit sinken. Dies kann sich jedoch auch durchaus wieder ändern. Ich persönlich würde momentan als konservativer Anleger alles in Tagesgeld investieren. Die Grafik ist aber so nicht aussagekräftig, du musst schon die Realrendite betrachten und die war bis vor kurzem noch historisch hoch, da die Inflation sich um den Nullpunkt bewegte. ... Es ist nicht ganz richtig, dass die Realrendite historisch hoch ist, denn vor 1993 brauchte man grundsätzlich keine Zinsen versteuern. Zum TO: Ich würde mir mal überlegen einen ETF auf Unternehmensanleihen zu kaufen. Mit TG verbrennt man (nach Inflation) eher Geld. Klar ein paar für den Notfall sind in TG ok, aber den ETF kann man auch wieder schnell umrubeln und der bringt wenigstens um die 4%. Falls das Zinsniveau steigt, folgt auch der ETF, denn es werden im Laufe der Zeit neue, höher verzinste Anleihen die auslaufenden ersetzen. Auch das Risiko ist durch die breite Streuung erträglich. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
otto03 April 23, 2011 ---- denn vor 1993 brauchte man grundsätzlich keine Zinsen versteuern. Wie bitte? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Malvolio April 23, 2011 ---- denn vor 1993 brauchte man grundsätzlich keine Zinsen versteuern. Wie bitte? Ich glaube er meint die Einführung der sog. "Zinsabschlagsteuer" im Jahr 1993. Davor war die Versteuerung von Zinseinkünften in der Tat faktisch "freiwillig", obwohl sie natürlich steuerbar waren. Seinerzeit waren auch sog. Tafelgeschäfte noch sehr beliebt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
akku5 April 23, 2011 ---- denn vor 1993 brauchte man grundsätzlich keine Zinsen versteuern. Wie bitte? Also ich kann mich nicht erinnern, dass vor 1993 etwas von meinen Sparzinsen abgezogen wurde. Vielleicht ist es auch zu lange her und/oder ich hatte zu wenig Kohle um Steuern darauf zu zahlen. Der FSA kam jedenfalls erst 1993 raus. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
otto03 April 23, 2011 Wie bitte? Also ich kann mich nicht erinnern, dass vor 1993 etwas von meinen Sparzinsen abgezogen wurde. Vielleicht ist es auch zu lange her und/oder ich hatte zu wenig Kohle um Steuern darauf zu zahlen. Der FSA kam jedenfalls erst 1993 raus. Kein Abzug an der Quelle bedeutet nicht "brauchte man grundsätzlich keine Zinsen zu versteuern", dies wäre auch in diesen uralten Zeiten schon Steuerhinterziehung gewesen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
OlliBW April 24, 2011 Hallo zusammen, danke schonmal für eure Kommentare! Hinterlegung einer ausreichend großen Tagesgeldreserve für den kurzfristig erhöhten Finanzbedarf (z.B. 6 Monatsnettogehälter) Existenzbedrohende Risiken sollten durch geeignete Versicherungsprodukte abgedeckt sein - gleichzeitig sollten überflüssige Versicherungen gekündigt werden (Versicherungen im Überblick) Bestehende Privatschulden (ohne steuerreduzierenden Effekt) sollten im Vorfeld getilgt werden Festlegung des Anlagehorizontes und der persönlichen Risikoneigung, bzw. Risikotoleranz Das ist soweit alles im grünen Bereich. Was bedeutet mittel-, bzw. langfristig für dich? 10 Jahre aufwärts. Zum TO: Ich würde mir mal überlegen einen ETF auf Unternehmensanleihen zu kaufen. Mit TG verbrennt man (nach Inflation) eher Geld. Klar ein paar für den Notfall sindin TG ok, aber den ETF kann man auch wieder schnell umrubeln und der bringt wenigstens um die 4%. Falls das Zinsniveau steigt, folgt auch der ETF, denn es werden im Laufe der Zeit neue, höher verzinste Anleihen die auslaufenden ersetzen. Auch das Risiko ist durch die breite Streuung erträglich. In das Thema ETF habe ich mich auch schon eingelesen und finde das ganze grundsätzlich sehr interessant. Soweit ich informiert bin, sind hier die Kosten auch relativ gering? (bitte korrigieren, falls das nicht stimmt). Ist es grundsätzlich egal, von welchem Anbieter man die ETFs wählt? Eigentlich bleiben ja nur iShares und db X-Trackers übrig, oder? Wie könnte denn ein ETF Depot für mein Risikoprofil und meinen Anlagehorizont aussehen? Etwa so: Beispiel Danke! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Crasher April 24, 2011 ok. 10 Jahre aufwärts. Das bedeutet aus meiner Sicht immer Geld zu investieren, an welches du die nächsten 10 Jahre nicht dran gehst, egal was kommt. Das ist wichtig. Ich finde die einfachste Lösung eigentlich immer prima. Nebenbei solltest du dir aber noch "gute" Lektüre zur Geldanlage aneignen, damit du nicht beim nächsten Crash das machst was alle Angsthasen machen, deine teuer erworbenen Anteile f. billiges Geld verkaufst um sie dir dann 6 Monate später wieder f. teures Geld zurück zu kaufen. Da muss man halt durch. Es geht immer hoch und runter. Wenn du schreibst das du eher konservativ bist und bei 10 Jahren +X würd ich nicht mehr als 40-50 % Aktien nehmen und den Rest in Festgeld stecken z.B. Eine simple Aufteilung wäre hier der bekannte MSCI World, Euro Stoxx 50 und MSCI Emerging Markets. Die gibt es in günstigen bis kostenlosen Sparplänen bei der Comdirect und DAB Bank. Ich persönlich ziehe DB x-Tracker vor, weil Null Steueraufwand. Andere sehen das anders und haben andere Anbieter. Es gibt auch aktive Aktienfonds, die das Gegenteil von ETF´s machen, nämlich versuchen besser als der (ETF)Index zu sein, z.B. der DAX. Da kannst du einen ETF auf den DAX kaufen der diesen nahezu 100% abbildet, oder einen aktiven Fonds der Versucht Unternehmen zu finden die besser sind als die im Index. Das ist so eine Glaubensfrage, langfristig jedoch gehen so ziemlich alle Aktiven in die Knie Darüber hinaus sind sie ziemlich teuer, aber eben eine Alternative f. Leute die kleine Sparsummen haben oder eben auf aktives Raten stehen Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
OlliBW April 26, 2011 Hallo, so, habe mich die Tage nochmal intensiv mit dem Thema befasst (u.a. mit den Musterdepots von supertob). Hierbei ist folgende Zusammenstellung rausgekommen (das sollte meiner Anlagestrategie entsprechen): Dazu noch folgende Fragen: - Besser den STOXX600 mit 50% gewichten und MSCI World mit 30%? - Was haltet ihr davon, das ganze nach dem Start über einen Sparplan zu besparen? Ich persönlich ziehe DB x-Tracker vor, weil Null Steueraufwand Wie ist das gemeint? Danke und Grüße! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
otto03 April 26, 2011 Hallo, so, habe mich die Tage nochmal intensiv mit dem Thema befasst (u.a. mit den Musterdepots von supertob). Hierbei ist folgende Zusammenstellung rausgekommen (das sollte meiner Anlagestrategie entsprechen): Dazu noch folgende Fragen: - Besser den STOXX600 mit 50% gewichten und MSCI World mit 30%? - Was haltet ihr davon, das ganze nach dem Start über einen Sparplan zu besparen? Ich persönlich ziehe DB x-Tracker vor, weil Null Steueraufwand Wie ist das gemeint? Danke und Grüße! Warum die Kombination World/Stoxx600 - falls Du Euro Aktien übergewichten möchtest, ist der Stoxx600 das falsche Vehikel - geeigneter wäre EuroStoxx oder MSCI EMU, mit Stoxx600 gewichtest Du z.B. UK/GB nochmals höher als sie bereits im MSCI World gewichtet sind. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
OlliBW April 26, 2011 Hallo Otto, Warum die Kombination World/Stoxx600 - falls Du Euro Aktien übergewichten möchtest, ist der Stoxx600 das falsche Vehikel - geeigneter wäre EuroStoxx oder MSCI EMU, mit Stoxx600 gewichtest Du z.B. UK/GB nochmals höher als sie bereits im MSCI World gewichtet sind. Vielen Dank für den Hinweis, hast natürlich völlig Recht! (in dieser Kombi hätte ich USA/GB ja mit ~90% gewichtet!!). Hab das ganze nochmal angepasst: Natürlich alles ganz simpel, aber so dürfte es passen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag