HomeBias Januar 28, 2011 Hallo, als längerer "Mitleser" hier im Forum habe ich nun doch eine Frage: Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen ETFs und den klassischen Indexfonds die man über die KAG handelt? ETFs sind meistens von den laufenden Kosten günstiger, also welche Berechtigung/Sinn haben die KAG Indexfonds heutzutage noch (Sicherheit??) ? Vielen Dank! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fondsanleger1966 Januar 28, 2011 Hallo HomeBais, herzlich willkommen im Forum! ETFs sind meistens von den laufenden Kosten günstiger, also welche Berechtigung/Sinn haben die KAG Indexfonds heutzutage noch (Sicherheit??) ? Aus der Sicht des selbständigen Anlegers: Keine Aus der Sicht des Vermittlers: Ein Angebot für Kunden, die unbedingt einen Indexfonds haben wollen, das gleichwohl eine Bestandsvergütung zahlt und meistens auch noch einen Ausgabeaufschlag hat. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
DrNick Januar 28, 2011 · bearbeitet Januar 28, 2011 von DrNick Da hänge ich mich mal gleich mit einer Frage dran: Gibt es bei uns eigentliche größere Indexfonds? Ich habe noch nie einen angeboten gesehen. In den USA scheint das ja etwas anders zu sein: Malkiel empfiehlt ausdrücklich Fonds und listet auch eine Reihe auf (in den "Elements of Investing"). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Tenzing Norgay Januar 28, 2011 · bearbeitet Januar 28, 2011 von Tenzing Norgay In einigen Fällen kann ein KAG gehandelter Indexfonds gegenüber einem ETF auch die günstigere Lösung sein. So etwa, wenn ein Sparplan mit relativ niedrigen monatlichen Einzahlungen vorgesehen ist. Bei z.B. 50 EUR im Monat sind die Kosten eines ETF teurer als die eines Indexfonds über eine Discount-Fondsplattform. Kosten ETF: - Kein Ausgabeaufschlag, stattdessen aber Spread - Ordergebühren (je nach Bank um die 10 EUR) - Depotgebühr (je nach Bank) - niedrige TER Kosten KAG-gehandelter Indexfonds (z.B. beim "Fondssupermarkt"): - Kein Ausgabeaufschlag, kein Spread - Keine Ordergebühr - Keine Depotgebühr - etwas höhere TER Es ist nun ein Rechenexempel, ab welchem monatlichen Anlagebetrag und bei welcher Haltedauer die ETFs günstiger werden... Aber dazu hatten wir schon einmal einen umfangreichen Thread. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
HomeBias Januar 28, 2011 Vielen Dank für die schnellen Antworten. Bei den Sicherheitsaspekten dürfte es also auch keine Unterschiede geben (Sondervermögen etc.)? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Raccoon Januar 28, 2011 In einigen Fällen kann ein KAG gehandelter Indexfonds gegenüber einem ETF auch die günstigere Lösung sein. So etwa, wenn ein Sparplan mit relativ niedrigen monatlichen Einzahlungen vorgesehen ist. Bei z.B. 50 EUR im Monat sind die Kosten eines ETF teurer als die eines Indexfonds über eine Discount-Fondsplattform. ETF und teuer war gestern: Keine Gebühren. Große Auswahl. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rotkehlchen Januar 28, 2011 Ein kleiner Auszug aus einem typischen Prospekt eines ETF Der Preis von am Sekundärmarkt gehandelten Anteilen hängt u.a. von Marktangebot und -nachfrage [...] ab Das bedeutet letztendlich, dass sich die Preisbestimmung bei ETFs und "klassischen" Fonds grundlegend unterscheidet. Während man bei den klassischen Fonds grundsätzlich weitestgehend für das zahlt, was auch wirklich an Wert drin ist, bezahlt man bei ETFs das, was der Markt an Wert annimmt. In der Regel sollte beides jedoch parallel dem zugrundeliegenden Index folgen. Eine Garantie gibt es jedoch dafür nicht. Zudem gibt es beim Handel mit ETFs über eine Börse zumindest theoretisch ein Liquiditätsrisiko, das bei den meisten klassischen Fonds (den sogenannten richtlinienkonformen) laut Gesetz nicht besteht. Allerdings können ETFs zusätzlich zum Kauf und Verkauf über die Börse benahe immer auch an die KAG zurückgegeben und von ihr erworben werden, meist jedoch zu exorbitant hohen Ausgabeaufschlägen und Rücknahmeabschlägen, um diesen für die KAG ungünstigen Weg zu erschweren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Raccoon Januar 28, 2011 · bearbeitet Januar 28, 2011 von Raccoon Ein kleiner Auszug aus einem typischen Prospekt eines ETF Der Preis von am Sekundärmarkt gehandelten Anteilen hängt u.a. von Marktangebot und -nachfrage [...] ab Das bedeutet letztendlich, dass sich die Preisbestimmung bei ETFs und "klassischen" Fonds grundlegend unterscheidet. Während man bei den klassischen Fonds grundsätzlich weitestgehend für das zahlt, was auch wirklich an Wert drin ist, ... Beim Kauf ueber die KAG weisst du aber nicht, was drin ist, und somit nicht, ob der Preis wirklich fair ist. Und beim Boersenhandel bestimmt auch bei klassischen Fonds Angebot und Nachfrage den Preis. Hier nochwas zur ETF Preisbildung. Habe noch keinen ETF gesehen, der um sagen wir 5% oder mehr vom Index abweicht, bei normalen Fonds ist das in volatilen Zeiten aber problemlos moeglich. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rotkehlchen Januar 28, 2011 · bearbeitet Januar 28, 2011 von Rotkehlchen Stimmt, ich weiß beim Kauf über die KAG nicht, was drin ist, aber wenn ich darauf vertraue, dass die beteiligten ihre Arbeit gut machen und von der Aufsicht korrekt kontrolliert werden, dann bezahle ich eben für das, was drin ist. Beim ETF ist das nicht ganz so klar. Was Angebot und Nachfrage angeht: Beim klassischen Fonds betrifft deren Einfluss eben "nur" die Werte, die der Fonds hält. Der Anteilspreis ist davon nicht direkt betroffen. Sprich: Es ist egal, wie viele den Fonds gerade haben wollen und wieviele ihn zurückgeben wollen. Bei ETFs ist das im Falle des Handels über die Börse eben nicht so. Es ist richtig, dass bei den Mainstream-ETFs nur sehr geringe Abweichungen (manchmal sogar Abweichungen nach oben) vom zugrundeliegenden Index zu beobachten sind. Bei exotischeren Produkten ist sowas aber durchaus möglich. Was den von dir verlinkten Beitrag zur Preisbildung angeht ist das ja im Grunde genommen richtig. Man sollte aber die Macht der Market Maker in Extremsituationen nicht überschätzen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Tenzing Norgay Januar 28, 2011 In einigen Fällen kann ein KAG gehandelter Indexfonds gegenüber einem ETF auch die günstigere Lösung sein. So etwa, wenn ein Sparplan mit relativ niedrigen monatlichen Einzahlungen vorgesehen ist. Bei z.B. 50 EUR im Monat sind die Kosten eines ETF teurer als die eines Indexfonds über eine Discount-Fondsplattform. ETF und teuer war gestern: Keine Gebühren. Große Auswahl. Das ist ein sehr gutes Angebot. Entfällt da auch die jährliche Depotgebühr? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Raccoon Januar 28, 2011 ETF und teuer war gestern: Keine Gebühren. Große Auswahl. Das ist ein sehr gutes Angebot. Entfällt da auch die jährliche Depotgebühr? Yep, Depot ist kostenlos. Mehr Details im Preis- und Leistungs-Verzeichnis im Privatkundengeschäft der DAB bank AG Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Ramstein Januar 28, 2011 ETF und teuer war gestern: Keine Gebühren. Große Auswahl. Das gleiche Angebot gibt es bei Deutsche Bank/maxblue. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
billy-the-kid Januar 29, 2011 Ich fürchte, Indexfonds sind veraltet und halten sich nicht mehr lange im Markt. Mir wird gerade der 5. von ehemals 6 Pioneer-Indexfonds aufgelöst; als ich sie erworben habe, gab es in Deutschland noch keine ETFs. Solche Auflösungen sind natürlich steuerlich misslich. Grüße, billy-the-kid Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Chemstudent Januar 29, 2011 Ich fürchte, Indexfonds sind veraltet und halten sich nicht mehr lange im Markt. Mir wird gerade der 5. von ehemals 6 Pioneer-Indexfonds aufgelöst; als ich sie erworben habe, gab es in Deutschland noch keine ETFs. Solche Auflösungen sind natürlich steuerlich misslich. Grüße, billy-the-kid Seh' ich auch so. Daher hab' ich auch die Updates für die Liste der Indexfonds bei der FFB eingestellt. Die normalen Indexfonds sind wohl ein Auslaufmodell und werden sicher - mangels Volumen - nach und nach liquidiert. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag