halbleiter Januar 25, 2011 Hallo Forengemeinde, als langjähriger passiver Mitleser habe ich mich heute endlich angemeldet, da einige konkrete Investitionsentscheidungen anstehen und ich dazu die geballte Kompetenz dieses Forums nutzen möchte. Also zunächst mal gemäß Richtlinien die Hosen runter : 1. Erfahrungen mit Geldanlagen Ich habe 1989 ein Technologieunternehmen gegründet, welches ab ca. 1998 so viel Ertrag generierte, dass das Thema Geldanlage eine Rolle zu spielen begann. 2008 habe ich dieses Unternehmen verkauft und möchte nun vom Verkaufserlös leben Grundsätzlich blieb neben Tagesgeschäft und Firmenaufbau nur wenig Zeit für Geldanlagen. Erträge wurden deshalb hauptsächlich in Geldmarktfonds geparkt. Nebenbei habe ich recht planlos ein wenig mit Zertifikaten und Einzelaktien gespielt (ca. 100TDM). Das waren aber renditemäßige Nullnummern. 2001 habe ich alle Anlagen liquidiert (knapp vor 9/11, Schwein gehabt) und eine selbstgenutzte Immobilie gekauft. Danach habe ich kleinere Beträge in Aktienfonds investiert (DEKA-Kram, nach Bankberatung), mangels Erfolg aber ziemlich schnell wieder abgestoßen. In den anschließenden goldenen Börsenjahren hatte ich ESTX50 Fonds und außerdem mit recht gutem Erfolg zwei Musterportfolios nachgebaut (Berneker und Trendtrader). Anfang 2008 kam der Firmenverkauf (knapp vor der Finanzkrise, wieder Schwein gehabt). Der Verkaufserlös wurde in Gold, Kanam Grundinvest und Termingeld bei versch. Banken (Zinshopping) angelegt. Die Zinssenkungen in 2009 machten das aber unattraktiv. Deshalb habe ich Anfang 2010 eine luxemburgische Vermögensverwaltung beauftragt. Das Invest war zu 3/4 in Staatsanleihen (Euroraum), 1/4 in Eurostoxx50 ETF, kleiner Rest in Eurostoxx50 Derivate als Verlustpuffer für die ETFs. Der Ertrag nach Kosten entwickelte sich bis Herbst 2010 sogar besser als geplant, schrumpfte dann aber bis zum Jahresende durch fehlende Gewinnsicherung/Gewinnmitnahme wieder auf eine Schwarze Null mit Tendenz nach unten zusammen. Ich habe dann die Reissleine gezogen, d.h. gekündigt und das Portfolio liquidiert um Substanzverlust zu verhindern. 2. Darstellung von bereits vorhandener Fondspositionen (Fondsbezeichnung und ISIN angeben): 150 TEUR ESTX50 Bonuszertifikat (WKN CSFB07, Schwelle gerissen). Wird nächsten Monat fällig 500 TEUR australisches Festgeld (6 Monate, 6,25%) 450 TEUR physisches Gold (Barren) 450 TEUR Kanam Grundinvest (WKN 679180, Börsenwert) 3. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für eure Fondsanlage: Zeit ist genug vorhanden, grundsätzliches Interesse und mathematisches Rüstzeug ebenfalls (Ingenieur). Allerdings ist Geldanlage nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung, d.h. eher so viel wie nötig und nicht so viel wie möglich. Deshalb auch die Entscheidung für eine Vermögensverwaltung. Da das aber nicht funktioniert muss ich es wohl selbst machen. Dabei hoffe ich natürlich auf eure Unterstützung. 4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten: Da habe ich ein paar Grundsätze: - Substanzsicherung hat in der Anfangsphase Priorität, da ein Substanzverlust später nur sehr schwer wieder aufzuholen ist. - Kapitalverzehr ist ok. Ich möchte nichts vererben. Meine MTTF setze ich mit etwas Sicherheitsaufschlag auf 100 Jahre an - Eine Position mit Buchgewinn darf niemals Verluste verursachen (Stichwort stopp-loss) - Wenn die Zielrendite erreicht ist wird von Chance auf Sicherheit umgeschichtet (Wie jeder gute Sportler nicht über das Ziel hinausrennen) Angepeilt ist eine Rendite von 5% p.a. im Zweijahresmittel nach Kosten vor Steuern. Optionale Angaben: 1.Alter: 50 2. Berufliche Situation: "Rentner" 3. Sparerfreibetrag ausgeschöpft? Ja 4. Aktive und/oder passive Fonds gewünscht? Keine Vorlieben Über meine Fondsanlage Pflichtangaben: 1. Anlagehorizont Dauerhaft 2. Zweck der Anlage Lebenshaltung, regelmäßige Entnahme 3. Einmalanlage und/oder Sparplan? Einmalanlage 4. Anlagekapital: Insgesamt ca. 4,5 Mio, davon rund 2 Mio z.Zt. investiert. So, sollte noch was fehlen, einfach nachfragen. Ansonsten freue ich mich auf eure Tips. viele Grüße, halbleiter Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Malvolio Januar 25, 2011 Beneidenswerte Situation. Wie stellst Du Dir die "regelmäßige Entnahme" denn vor? Monatlich ??? Euro automatisch auf's Girokonto oder Abruf bei Bedarf? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Emilian Januar 25, 2011 · bearbeitet Januar 25, 2011 von Emilian Hallo Halbleiter, willkommen hier im Forum. Um Dein o.g. Ziel zu erreichen wirst du um ein Mindestmaß an Mitarbeit nicht herumkommen - die Sache lohnt sich allerdings. Hier der aus meiner Sicht kürzeste und aufwendungsärmste Weg dazu (unter dem geht es leider mMn. nicht): 1. Besorg Dir und lies als erstes diese Buch: http://www.amazon.de...95970210&sr=8-5 (Das kommt im März in neuer Auflage heraus - bis dahin brauchst du nichts zu überstürzen!) 2. Danach!!! besorg Dir und lies dieses Buch: http://www.amazon.de...95970376&sr=8-2 3. Nach der Lektüre der beiden Bücher wirst du wissen wollen, wie man konkret vorgeht. Hier wäre dann Deine Anlaufstelle http://www.wertpapie...osse-vermoegen/ (Hier solltest Du auch den dort erwähnten Diskussionsthread komplett durchlesen. Nach diesen 3 Punkten bist du in der Lage selbständig für Dich, vermögensrelevante Entscheidungen zu treffen und hast auch konkrete Beispiele an der Hand, die Du sehr leicht auch auf Deine Situation anpassen kannst. Ferner wirst Du Dich nach getaner Investitionsarbeit maximal 20 Stunden im Jahr!!! mit dem Thema Geldanlage beschäftigen müssen. Gruß Emilian. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
polydeikes Januar 25, 2011 Ich denke hier kommt einzig und allein ein gut diversifiziertes Bond Portfolio - vielleicht ergänzt um ein paar diversifizierende Elemente - in Frage. Was vielleicht ganz hilfreich wäre: In welchem Rahmen soll die regelmässige Entnahme erfolgen? Muss es ein monatlicher Auszahlplan sein. In welcher ungefähren Höhe? Oder reicht eine Konstruktion aus der man bspw. jährlich oder halbjährlich oder zu bestimmten Zeitpunkten flexibel entnimmt? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
littleracer Januar 25, 2011 Hallo Halbleiter, willkommen hier im Forum. Um Dein o.g. Ziel zu erreichen wirst du um ein Mindestmaß an Mitarbeit nicht herumkommen - die Sache lohnt sich allerdings. Hier der aus meiner Sicht kürzeste und aufwendungsärmste Weg dazu (unter dem geht es leider mMn. nicht): 1. Besorg Dir und lies als erstes diese Buch: http://www.amazon.de...95970210&sr=8-5 (Das kommt im März in neuer Auflage heraus - bis dahin brauchst du nichts zu überstürzen!) 2. Danach!!! besorg Dir und lies dieses Buch: http://www.amazon.de...95970376&sr=8-2 3. Nach der Lektüre der beiden Bücher wirst du wissen wollen, wie man konkret vorgeht. Hier wäre dann Deine Anlaufstelle http://www.wertpapie...osse-vermoegen/ (Hier solltest Du auch den dort erwähnten Diskussionsthread komplett durchlesen. Nach diesen 3 Punkten bist du in der Lage selbständig für Dich, vermögensrelevante Entscheidungen zu treffen und hast auch konkrete Beispiele an der Hand, die Du sehr leicht auch auf Deine Situation anpassen kannst. Ferner wirst Du Dich nach getaner Investitionsarbeit maximal 20 Stunden im Jahr!!! mit dem Thema Geldanlage beschäftigen müssen. Gruß Emilian. sorry, aber diesen Rat kann ich nun gar nicht nachvollziehen! Es geht hier um ein "nennenswertes" Vermögen, welches für den Rest des Lebens (30+x Jahre) reichen muss. Hier lohnt sich ganz sicher kundige Hilfe und kein "Investment-Guru" á la Kommer!!! Dieses Beratungs- / Investmentkonzept sollte eine private Finanzplanung beinhalten - idealerweise auf Honorarbasis damit keine Interessenkonflikte entstehen. - je nach Umfang ab 2.000 aufwärts Als nächstes eine passende Asset Allocation (geopolitische Vermögensstreuung / -steuerung) Das Portfolio sollte neben Investmentfonds Festgeld, Gold, Beteiligungen, Immobilien, etc. beinhalten - hier kann aufgrund des Volumens die ganze Klaviatur gespielt werden, Kosten sind nachrangig, da individuell verhandelbar. An TO: 1. Mich würde interessieren wieso das Mandat der Vermögensverwaltung entzogen wurde - dies korrespondiert aus meiner Sicht nicht mit dem gewünschten Investmenthorizont . 2. Ist bei der Renditeerwartung die Inflation mit einkalkuliert? Falls ja, muss mehr Risiko gefahren werden, sonst sind 5% nach Kosten und vor Steuer unrealistisch. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
polydeikes Januar 25, 2011 Dieses Beratungs- / Investmentkonzept sollte eine private Finanzplanung beinhalten - idealerweise auf Honorarbasis damit keine Interessenkonflikte entstehen. - je nach Umfang ab 2.000 aufwärtsAls nächstes eine passende Asset Allocation (geopolitische Vermögensstreuung / -steuerung) Das Portfolio sollte neben Investmentfonds Festgeld, Gold, Beteiligungen, Immobilien, etc. beinhalten - hier kann aufgrund des Volumens die ganze Klaviatur gespielt werden, Kosten sind nachrangig, da individuell verhandelbar. Stimme ich dir 100 %tig zu. Das wird aber der TO mehr oder weniger selbst im Hinterkopf haben. Ich denke es spricht aus seiner Sicht nichts dagegen sich mal den ein oder anderen Vorschlag anzuhören, bevor man in ein solches Gespräch geht. Auch bei 2.000 Euro hätte man als unbedarfter Anleger noch lange keine Garantie für ein sinnvolles Beratungsgespräch. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Ramstein Januar 25, 2011 Ganz einfache Berechnung mit zinsen-berechnen.de: Kapitalverzehr in 50 Jahren bringt bei 4,5 Mio Anfangskapital ca. 7.500 Euro pro Monat bei Inflation=Verzinsung=2%. Erste Frage an den TO: reicht das, oder soll es mehr sein? Eine Rendite in Höhe der Inflationsrate ist relativ gut zu erzielen. Alles darüber bedeutet graduell mehr Risiko, aber ausgehend von einem sehr guten Polster. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Emilian Januar 25, 2011 · bearbeitet Januar 25, 2011 von Emilian sorry, aber diesen Rat kann ich nun gar nicht nachvollziehen! Es geht hier um ein "nennenswertes" Vermögen, welches für den Rest des Lebens (30+x Jahre) reichen muss. Hier lohnt sich ganz sicher kundige Hilfe und kein "Investment-Guru" á la Kommer!!! Dann bist du ganz offensichtlich nicht in Kenntnis, des von mir erstgenannten Buches! Sämtliche Deiner Vorschläge finden bereits dort Eingang! Gruß emilian. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ghost Januar 25, 2011 Als guten Grundstock könnte man für einen Teil vll. einen Bankauszahlungsplan nehmen. -> Vorteil - feste Zinsen für die Laufzeit garantiert (wg. des Zinstiefs ist aktuell natürlich kein besonders guter Zeitraum) z.B. PSD Bank für 12 Jahre 3,4% fest PSD , für 25 Jahre 3,95% bei der Debeka debeka (begrenzt auf 400T) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
randomwalk Januar 25, 2011 @ littleracer: Kommer ist ganz bestimmt kein "Investment-Guru". Im Gegenteil: Er erklärt selbst, weshalb es diese Spezies nicht gibt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
littleracer Januar 25, 2011 @ littleracer: Kommer ist ganz bestimmt kein "Investment-Guru". Im Gegenteil: Er erklärt selbst, weshalb es diese Spezies nicht gibt. Das was er nicht erklärt lässt sich in drei Setzen erzählen: 1. 100% der ETF´s schlagen ihren Index nicht. 2. ETF´s sind für den Privatanleger mit eiserner Disziplin, unendlich viel Zeit und totaler "deep deep value" Einstellung möglicherweise geeignet, der Rest handelt imho grob fahrlässig. 3. Die Mehrheit der ETF-Jünger nutzt zwar passive Produkte, fuhrwerkt aber so oft aktiv im Portfolio herum, dass die grundlegende Investmentphilosophie auf der Strecke bleibt. @ Emilian Ich habe das erste Buch nicht gelesen, das ist richtig. Man kann als Privatmann auch gern alle Bücher dieser Welt lesen, aber bei dieser Anlagesumme ist qualitativ hochwertige Beratung sinnvoller und bezahlbar. Ich gehe sogar soweit und sage, dass ein interdisziplinärer Beratungsansatz zwischen Steuerberater, Finanzplaner und evtl. Anwalt gut wäre. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Emilian Januar 25, 2011 · bearbeitet Januar 25, 2011 von Emilian Ich gehe sogar soweit und sage, dass ein interdisziplinärer Beratungsansatz zwischen Steuerberater, Finanzplaner und evtl. Anwalt gut wäre. Ohne eignen Durchblick in Sachen Finanzen ist das vergossene Milch und kostet ne Menge Geld (Du willst gleich 3 Leute bemühen - das kostet!). Ich bemühe lediglich sein Gehirn & seine Eigenverantwortung, das kostet nur Zeit und die hat er jetzt. Ferner kann er nach der Lektüre immer noch Fachleute zu Rate ziehen - dann aber wenigstens auf Augenhöhe! Zitat aus Buch 1: Alle Unternehmer, die sich im Laufe ihres Lebens einen eigenen Betrieb aufgebaut haben, können ihn verkaufen und den Erlös als Altersruhegeld verwenden. Die steuerliche Belastung ist gering. In dem Band wird dieser Sonderfall genauestens mit Beispielrechnungen untersucht. Ausgeklügelte Anlagestrategien und Steuertipps runden den gedruckten Finanzcoach ab. Ist also genau sein Ding, fast wie für ihn geschrieben. Gruß Emilian. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
rolasys Januar 25, 2011 bevor ihr euch die Köpfe einrennt, die entscheidende Frage ist doch die: Kapitalverzehr in 50 Jahren bringt bei 4,5 Mio Anfangskapital ca. 7.500 Euro pro Monat bei Inflation=Verzinsung=2%. Erste Frage an den TO: reicht das, oder soll es mehr sein? eventuell ergänzt mit der Frage ob am "Ende" noch was übrig sein soll (Erben?) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fondsanleger1966 Januar 25, 2011 · bearbeitet Januar 25, 2011 von Fondsanleger1966 Hallo Halbleiter, herzlich willkommen im Forum und Glückwunsch zu der erfolgreichen Tätigkeit als Unternehmer! Das angesprochene Buch von Friess/Huber kann ich auch empfehlen. Allerdings würde ich noch stärker dazu raten, direkt zum VZ zu gehen und sich dort von einem der beiden Herren (oder einem Kollegen) persönlich beraten zu lassen ( http://www.vermoegen...ource=/Uber-uns ). Das Honorar dafür dürfte angesichts des vorhandenen Vermögens kein größeres Problem sein und nur einen Bruchteil dessen umfassen, was durch eine falsche Strategie verloren gehen könnte. Außerdem spart das Zeit, die Du vermutlich nach zwei Jahrzehnten als Unternehmer für andere Dinge als die Geldanlage zur Verfügung haben willst. Eine flexible Strategie ist in einem solchen Fall die Mehrtopfanlage. Friess/Huber nennen das in ihrem Buch "Etappenstrategie" (S. 220f und v.a. 226ff). Dabei werden z.B. die geplanten Entnahmen der nächsten zehn Jahre in einem Topf verwaltet und der Rest in einem anderen, der dann mit höherem Risiko investiert werden kann. Den Topf für die nächsten zehn Jahre kann man auch noch mal entsprechend unterteilen. Hilfreich wäre es, wenn Du Dir im Vorfeld einer solchen Beratung schon Gedanken über Deine Vorstellungen vom künftigen Leben gemacht hättest, also v.a. zu Familienplanung, Hausbau/Immobilie(n)/Lebensmittelpunkt(en) und besonders zur "Rückfallgefahr" (also der Wieder-/Neuaufnahme einer unternehmerischen Tätigkeit, einer Tätigkeit als Business Angel etc.), weil dafür oft auch Kapital benötigt wird, das zusätzlich zu den regelmäßigen Entnahmen der nächsten Jahren budgetiert werden müsste. Nach der ersten Beratung siehst Du dann recht schnell, ob Du die Mehrtopf-Strategie dauerhaft durchhalten kannst bzw. welche Ausgaben Du tätigen kannst, um mit der Mehrtopf-Strategie gut über die Runden zu kommen. Viel Erfolg und ein gutes Gelingen! (EDIT) P.S. Wenn Du unsicher über Vorschläge bist, die Du erhälst (von wem auch immer), kannst Du die hier auch posten. Dann dann erhälst Du eine zweite (bis zehnte ;-) ) Meinung dazu und das Feedback darauf ist oft wertvoller als auf eine allgemeine Anfrage, weil die Fragestellung konkreter ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
littleracer Januar 25, 2011 Hallo Halbleiter, herzlich willkommen im Forum und Glückwunsch zu der erfolgreichen Tätigkeit als Unternehmer! Das angesprochene Buch von Friess/Huber kann ich auch empfehlen. Allerdings würde ich noch stärker dazu raten, direkt zum VZ zu gehen und sich dort von einem der beiden Herren (oder einem Kollegen) persönlich beraten zu lassen ( http://www.vermoegen...ource=/Uber-uns ). Das Honorar dafür dürfte angesichts des vorhandenen Vermögens kein größeres Problem sein und nur einen Bruchteil dessen umfassen, was durch eine falsche Strategie verloren gehen könnte. Außerdem spart das Zeit, die Du vermutlich nach zwei Jahrzehnten als Unternehmer für andere Dinge als die Geldanlage zur Verfügung haben willst. Eine flexible Strategie ist in einem solchen Fall die Mehrtopfanlage. Friess/Huber nennen das in ihrem Buch "Etappenstrategie" (S. 220f und v.a. 226ff). Dabei werden z.B. die geplanten Entnahmen der nächsten zehn Jahre in einem Topf verwaltet und der Rest in einem anderen, der dann mit höherem Risiko investiert werden kann. Den Topf für die nächsten zehn Jahre kann man auch noch mal entsprechend unterteilen. Hilfreich wäre es, wenn Du Dir im Vorfeld einer solchen Beratung schon Gedanken über Deine Vorstellungen vom künftigen Leben gemacht hättest, also v.a. zu Familienplanung, Hausbau/Immobilie(n)/Lebensmittelpunkt(en) und besonders zur "Rückfallgefahr" (also der Wieder-/Neuaufnahme einer unternehmerischen Tätigkeit, einer Tätigkeit als Business Angel etc.), weil dafür oft auch Kapital benötigt wird, das zusätzlich zu den regelmäßigen Entnahmen der nächsten Jahren budgetiert werden müsste. Nach der ersten Beratung siehst Du dann recht schnell, ob Du die Mehrtopf-Strategie dauerhaft durchhalten kannst bzw. welche Ausgaben Du tätigen kannst, um mit der Mehrtopf-Strategie gut über die Runden zu kommen. Viel Erfolg und ein gutes Gelingen! (EDIT) P.S. Wenn Du unsicher über Vorschläge bist, die Du erhälst (von wem auch immer), kannst Du die hier auch posten. Dann dann erhälst Du eine zweite (bis zehnte ;-) ) Meinung dazu und das Feedback darauf ist oft wertvoller als auf eine allgemeine Anfrage, weil die Fragestellung konkreter ist. Guter Beitrag mit konzeptionellem Ansatz Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
randomwalk Januar 25, 2011 @ littleracer: Welches Buch von Kommer hast du selbst gelesen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
polydeikes Januar 25, 2011 Ob er ein Buch von Kommer gelesen hat spielt wohl kaum eine Rolle. Viel treffender als mit den 3 Punkten kann man die Situation eh nicht beschreiben. (EDIT) P.S. Wenn Du unsicher über Vorschläge bist, die Du erhälst (von wem auch immer), kannst Du die hier auch posten. Dann dann erhälst Du eine zweite (bis zehnte ;-) ) Meinung dazu und das Feedback darauf ist oft wertvoller als auf eine allgemeine Anfrage, weil die Fragestellung konkreter ist. Den find ich ganz gut. Ich für meinen Teil gehe ungern unvorbereitet in eine wie auch immer geartete Beratung. Das ist meine Meinung. Der zitierte Vorschlag ist aber auch durchaus nicht dumm. Das ist flappsig formuliert dann wohl Geschmackssache. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
halbleiter Januar 26, 2011 Zunächst einmal vielen Dank für die zahlreichen Beiträge, die Rückfragen beantworte ich natürlich gern: Entnahme: Intervall und Beträge sind flexibel. Einmal jährlich ist ausreichend. Kündigung der Vermögensverwaltung: Ich habe im Vorfeld meine Erwartungen detailliert dargestellt und erhielt die Aussage, dass diese in der Vergangenheit durchgängig erreicht wurden und auch in Zukunft unter realistischen Annahmen erreichbar wären. Obwohl 2010 gewiss kein extremer Stresstest sondern eher ein ganz normales Börsenjahr war hat sich die Verwaltungsstrategie in der Praxis nicht bewährt: 1. Die Absicherung des ESTX50 über Derivate (Leerverkäufe) hat nicht wie geplant funktioniert 2. Das unterjährig bereits erreichte Renditeziel (5%) wurde nicht gesichert und ging komplett verloren 3. Nach einem Jahr drohte Substanzverlust Inflation: Renditeziel ist 5% der Anlagesumme p.a. nach Kosten vor Steuern. Inflation buche ich unter Kapitalverzehr. Wieviel reicht pro Monat: Gute Frage, fast schon philosophisch. Wenn man diese mit einer nackten Zahl beantworten könnte hätte der Kommunismus funktioniert Wenn ich meine Bezüge während der aktiven Zeit als Maßstab nehme komme ich (steuerbereinigt) auf die o.g. Rendite. Leben kann man natürlich mit deutlich weniger. Soll am Ende etwas übrig bleiben: Nein, keine Erben vorhanden Beratung, Verwaltung Eine Vermögensverwaltung werde ich nach bisherigen Erfahrungen eher nicht mehr nutzen. Beratung ist ein anderes Thema. Guter Rat ist teuer und darf es auch sein, kann aber ohne entsprechende Kenntnisse nicht optimal genutzt werden. Neben der eigenen Lernkurve baue ich dabei auch auf die Community hier. Durch die Vielzahl der vertretenen Positionen werden Äußerungen kritisch hinterfragt und nur die fundierten haben Bestand. Das ist in persönlichen Beratungen so nicht gegeben. Mir ist schon bewusst, dass ich hier keine voll ausgearbeiteten, ideal passenden Anlagestrategien auf dem Silbertablett serviert bekommen kann. Trotzdem freue ich mich auf weitere Vorschläge und Ideen. Ein paar Ansätze gibt es ja schon. Die o.g. Literatur werde ich besorgen. Der Kommer wird hier im Board ja sowieso laufend zitiert und der Friess/Huber scheint thematisch exakt zu passen. viele Grüße, Halbleiter Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
polydeikes Januar 26, 2011 · bearbeitet Januar 26, 2011 von torstenb Ich sehs wie Racer, die Literatur bringt dich nur bedingt weiter. Einige der Bücher umfassen mit Masse der Seiten Informationen die eher für - naja - weniger versierte Anleger gedacht sind. Aber keines der Bücher ist ein wirklicher Guide für deine Situation. Der Finanzcoach für den Ruhestand ist wirklich lesenswert, auf die neue Auflage bin ich auch gespannt. Aber für deine Situation ist das kein konkreter Leitfaden, es geht mehr um das generelle Verständnis und viele interessante Denkansätze. Zudem kommt aus meiner Sicht die Sache mit der Selbstständigkeit durchaus zu kurz, im Schwerpunkt gehts dort "um den Arbeitnehmer". (hab das gleiche Problem) Bei rund 4,5 Mio. ergäben die 5 % immerhin mehr als 200.000 Euro p.a.. Wenn ich das richtige Verstanden habe, wäre das dein Entnahmeziel pro Jahr? Bei aller Euphorie, ich denke nicht, dass das Kapital dann bis zum Ende deines Lebens reichen wird. Ohne Zinsen (womit man rechnen muss) wären das ja grad mal 20 Jahre. Ich fürchte da musst du den Gürtel deutlich enger schnallen, wenn keine sonstigen Einkünfte mehr rein kommen. Du bist ja auch gerade mal 50, wenn ich das richtig verstanden habe. Bezüglich meines Vorschlags bleib ich bei der angesprochenen Variante mit Schwerpunkt Renten/Anleihen. Über die zusätzlichen Absicherungskomponenten kann man sicherlich streiten. Aus meiner Sicht kannst du den "großen Klumpen" glänzendes Metall durchaus behalten. Chemstudent hat in dem Thread hier - https://www.wertpapier-forum.de/topic/32936-sind-commodity-etfs-nepp/page__st__40 - auch noch ein paar interessante Sachen zu Rohstoffen als Element der Diversifizierung geschrieben, die mir bis dato so auch überhaupt nicht bekannt waren. Im Wesentlichen würde ich aber an die 70 % des anzulegenden Kapitals auf Rentenbasis aufbauen. Einen großen Teil davon (30-40 %) aber eher im Bereich Unternehmensanleihen. Für die Risiko Elemente würde ich so zwischen 10 und 20 % (siehe den bis zu 70 % Renten) für Späßchen wie das Gold oder andere Rohstoffe vorhalten. Und dann halt je nach Geschmack nochmal 20-30% als schönes Aktien Welt Portfolio nach BNP Aufteilung. Aus dem nicht zu investierenden Kapital würde ich mir unter anderem auch einen Auszahlplan nehmen, um auf jeden Fall monatliche Fixkosten abzudecken. Möglichkeiten gibts da viele, vom Banksparplan bis zur Versicherungslösung ... --- Das ist auch nur ein sehr grober Fahrplan. Speziell wenns tatsächlich um einen konkreten Vorschlag für die genannten bis zu 70 % Renten geht, gibt es hier im Forum einige die weit mehr Erfahrung und deutlich bessere Expertise in dem Bereich besitzen, als das bei mir der Fall ist. Zudem kann und möchte ich keine fixen Zahlen nennen. Denn speziell DU solltest dich Fragen, wie du dein weiteres Leben gestalten willst. Der ein oder andere sucht sich ja noch ein Betätigungsfeld (diverses wurde schon angesprochen). Das hätte direkten Einfluss auf die Höhe des vorzuhaltenden und des zu investierenden Kapitals. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Emilian Januar 26, 2011 · bearbeitet Januar 26, 2011 von Emilian Halbleiter: Wenn Du vor, während und nach der Lektüre der Bücher Fragen hast, stehen wir Dir hier gern zur Verfügung. Noch ein kleiner Hinweis (ich habs oben schon geschrieben) - beim Friess/Huber würd ich auf die frische Auflage im März warten, dann hast Du ein Buch das zeitnah und "faktisch für Dich" geschrieben wurde. Gruß Emilian. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
halbleiter Januar 26, 2011 Die 5% Zielrendite basiert nicht auf tatsächlichem Bedarf sondern wurde in verschiedenen Beratungsgesprächen als realisierbar dargestellt. In Hochzinsphasen wie z.B. 2002 oder 2007 wäre das ziemlich risikolos darstellbar gewesen. Wie auch immer, für den eigentlichen Lebensunterhalt braucht kaum jemand 200TEUR. Meine Fixkosten sind auch nicht höher als die anderer Haushalte. Der Rest ist eben "nice to have". viele Grüße, Halbleiter Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Maikel Januar 26, 2011 Bei rund 4,5 Mio. ergäben die 5 % immerhin mehr als 200.000 Euro p.a.. Nur rein mathematisch-theoretisch ohne Berücksichtigung weiterer Parameter. In der Praxis geht die A-Steuer ab, dann sind nur noch etwa 160.000 übrig von 225.000. Zieht man dann noch den nötigen Vermögensaufbau zwecks Inflationsausgleich ab, das sind für 2% Inflation 90.000 Euro, dann bleiben nur noch 70.000 Euro/anno Knapp 6.000 Euro/Monat sind zwar auch nicht schlecht, aber wohl nicht wirklich befriedigend für einen mehrfachen Millionär. Gruß, Michael Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Maikel Januar 26, 2011 Die 5% Zielrendite basiert nicht auf tatsächlichem Bedarf sondern wurde in verschiedenen Beratungsgesprächen als realisierbar dargestellt. In Hochzinsphasen wie z.B. 2002 oder 2007 wäre das ziemlich risikolos darstellbar gewesen. Wie auch immer, für den eigentlichen Lebensunterhalt braucht kaum jemand 200TEUR. Meine Fixkosten sind auch nicht höher als die anderer Haushalte. Der Rest ist eben "nice to have". Wie wichtig ist dir denn das "nice to have"? Wenn du keine besonderen Ansprüche hast, und nichts (zu) vererben willst/brauchst, dann ist es kaum nötig, dir um die Höhe der Rendite Sorgen zu machen, denn einfache und auch gehobenere Ansprüche könntest du auch durch (teilweisen) Kapitalverzehr lange genug abdecken. Die pflegeleichteste Variante wäre wohl, den Gesamtbetrag, oder einen Teil davon, einer Versicherung zu geben, die dir dafür eine lebenslange Rente garantiert (Inflationsausgleich nicht vergessen!). Ich würde dort zumindest interessehalber mal anfragen, was die so bieten. Und dann evtl. einen Teil des Geldes dort anlegen, so daß dir dauerhaft ein Mindestbetrag zur Verfügung steht, unabhängig von deinem Anlage(miß)erfolg. Gruß, Michael Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
polydeikes Januar 26, 2011 Och mir ist das doch egal, welchen Lebensstil du pflegst. Für die Überlegungen zur Anlage ist es hingegen schon wesentlich. Du solltest definitiv entweder "BARES" vorhalten oder einen Auszahlplan in Höhe der Fixkosten einrichten. Es wäre schon sehr ärgerlich einen 7stelligen Betrag angelegt zu haben, aber aus irgendwelchen Gründen mal für 2-3 Wochen nicht dran kommen zu können. Für die Entnahme ist das auch nicht unwesentlich. Wenn du bspw. das Papier eines bestimmten Emittenten kaufst, unterliegt das während der Laufzeit natürlich auch Kursschwankungen. Das ist unabhängig davon, ob du nun die Zinscoupons bekommst und ob am Ende bspw. wieder 100 % ausgezahlt werden. Wenn ich regelmässig einen sehr hohen Satz aus einer solchen Anlage entnehmen will mag das objektive Risiko der Anlage gering sein, das subjektive Risiko durch dein Verhalten aber ungleich höher. Dabei spielt es dann gar keine Rolle ob du 1 Million oder 10.000 Euro anlegst, das Prinzip bleibt das gleiche. Eine Alternative zum Direktinvestment (was bei dir ja grundsätzlich auch interessant ist), kann dann für diesen Aspekt ein ETF wie zum Beispiel der iShares Corporate Bond sein. Um die Rendite gehts dabei gar nicht. Renditechancen lassen sich grundsätzlich durch in Kauf nehmen der jeweiligen Risiken darstellen. Auch wenn du fiktiv 20 % Rendite p.a. erzielen wollen würdest, ließe sich das theoretisch darstellen (ungeachtet der unrealistischen Erwartung dann). Nur begleitet dich bei einer solchen Renditeerwartung natürlich unweigerlich das Risiko eines Komplettverlusts. An den 5 % gibts aber nichts zu mäkeln. Das basteln einer solchen Entnahme Konstruktion kann aus meiner Sicht eben nur durch einen sehr hohen Rentenanteil erfolgen. Theoretisch kämen natürlich auch in Anbetracht der Summe physische Immobilien oder die Investition in Dividendentitel in Betracht (und anderes ... ). Eine solche Konstruktion habe ich aber noch nicht gebastelt und ich fürchte, dass ich mich mit einem Vorschlag zu weit aus dem mir gegebenen Fensterrahmen lehnen würde. Von daher zieh ich mich aus dem Thread zurück und lese weiter gespannt mit. Dir wünsche ich aber natürlich viel Erfolg und möglichst viele zielführende Anregungen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fondsanleger1966 Januar 26, 2011 · bearbeitet Januar 26, 2011 von Fondsanleger1966 Wieviel reicht pro Monat: Wenn ich meine Bezüge während der aktiven Zeit als Maßstab nehme komme ich (steuerbereinigt) auf die o.g. Rendite. Leben kann man natürlich mit deutlich weniger. Ohne die Honorarberater und Finanzplaner in Deutschland arbeitslos machen zu wollen (die brauchen wir noch) - Kollege Taschenrechner sagt: Für eine Entnahme von 225.000 Euro p.a. jeweils zum Jahresbeginn (4,5 Mio Euro x 5% = 225.000 Euro) müssten auf Sicht von 10 Jahre rund 2 Mio Euro zurückgestellt werden (bei dem genannten Bankentnahmeplan mit 3,2% p.a. vor Steuern und 2,3% p.a. nach Steuern sind es z.B. 2,04 Mio Euro). Die verbleibenden 2,5 Mio Euro müssten sich in 10 Jahren auf mindestens 4,5 Mio Euro vermehren, damit man wieder für die nächsten 10 Jahre entnehmen kann. Das entspricht einer Wertentwicklung von 80% bzw. einer Rendite von 6,1% p.a. nach Kosten und Steuern oder 8,5% p.a. nach Kosten und vor Abgeltungssteuer, Soli und Kirchensteuer. Wenn die 225.000 Euro noch vor Steuern gewesen sein sollten, kommt mein Datev-Taschenbuch für 2007 auf ein versteuertes Nettoeinkommen von rund 140.000 Euro (Grundtarif, ohne besondere steuerliche Klimmzüge). Dafür wäre in den ersten zehn Jahren nur etwa 1,26 Mio Euro zurückzustellen. Die mit dem restlichen Vermögen wieder aufzufüllen, würde nur eine Wertentwicklung von 39% erfordern bzw. 3,3 % nach Kosten und Steuern bzw. 4,7% nach Kosten und vor Steuern. Das ist schon realistischer - zumal in dieser Variante ja auch noch einiges an Puffer im Vermögen vorhanden ist. Es fehlt bei dieser Betrachtung allerdings die Geldentwertung. Und da die Inflation auf mittlere Sicht deutlich anziehen könnte, sollte man diese Strategie auch mit mehreren Inflationsszenarien durchrechnen - also nicht nur mit 2,0% oder 2,5%, sondern auch mit 4 und 6%. Das ist mit dem Taschenrechner nicht ganz einfach und deshalb überlasse ich das gerne Tom und seinen Kollegen (genauso wie das Ausarbeiten einer passenden Anlagestrategie, die Sensitivitätsanalysen und das eventuelle Ausarbeiten von Alternativlösungen). (EDIT) P.S. Ich hatte Deinen Beitrag von ca 12:00 Uhr noch nicht gelesen, als ich meine Antwort schrieb (ich hatte dann ein längeres Telefonat, bevor ich ihn abschickte). Mit einer noch niedrigeren Entnahmehöhe geht das Mehrtopfmodell natürlich noch besser. Dazu dann noch als weiteren Topf eine Barschaft zur flexiblen Verfügung, die Dir jederzeit das Gefühl gibt, auch besondere Wünsche verwirklichen zu können. Dies zeigt, dass eine gute Finanzplanung nicht über ein Internetforum zu ersetzen ist, denn der Planer hätte zunächst den Finanzbedarf und die Wünsche in einem Gespräch genauer eruiert. Kündigung der Vermögensverwaltung: Ich habe im Vorfeld meine Erwartungen detailliert dargestellt und erhielt die Aussage, dass diese in der Vergangenheit durchgängig erreicht wurden und auch in Zukunft unter realistischen Annahmen erreichbar wären. Obwohl 2010 gewiss kein extremer Stresstest sondern eher ein ganz normales Börsenjahr war hat sich die Verwaltungsstrategie in der Praxis nicht bewährt: 1. Die Absicherung des ESTX50 über Derivate (Leerverkäufe) hat nicht wie geplant funktioniert 2. Das unterjährig bereits erreichte Renditeziel (5%) wurde nicht gesichert und ging komplett verloren 3. Nach einem Jahr drohte Substanzverlust Der Heracles (WKN A0NDW9) verfolgt eine ähnliche Strategie wie gewünscht: Long/Short mit unterjähriger Verlustbegrenzung und unterjähriger Gewinnsicherung. Sein Chart zeigt, dass so etwas nicht allzu einfach ist. Du müsstest meiner Meinung nach entweder mehr Risikobudget freigeben (Dir dann aber auch Gedanken über das Management des Managerrisikos machen) oder den Ansatz der Altersvorsorgeeinrichtungen mit knappen Risikobudget verfolgen, sprich Risikobudget über sichere Zinserträge aufbauen, diese in riskantere Anlagen investieren, so weiter Risikobudget aufbauen etc. Das dauert aber sehr lange und damit kommst Du nicht auf Deine Zielrendite. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag