shm Januar 24, 2011 Hallo, vielen Dank für die bisherigen Antworten. Den Postbank Europa Fond habe ich seit Mitte 2007, also fast beim Höchststand. Wie erwähnt, mein Berater war damals bei der BHW und die ist dann wenig später von der Postbank gekauft worden. Zum damaligen Zeitpunkt konnte der Berater - laut seiner Aussage - nur Produkte der BHW (bzw. solche mit denen sie zusammenarbeiten) verkaufen und ist nun selber von diesem Postbank Europa Fond nicht mehr so begeistert. Meine Familie und ich haben bei diesem Berater auch einen Bausparvertrag (insgesamt auf drei Personen deutlich über 1/2Millionen) und sind bis jetzt immer gut beraten worden. Auch war er immer kooperativ und macht persönlich einen sehr guten Eindruck, es ist jetzt keiner, bei dem man denkt, dass er inkompotent ist. Mir wurde gesagt, der Postbank Europa wird nicht mehr beworben und es kümmert sich bei der Postbank kein Manager mehr um den Fond. Einmal im Jahr wird reingeschaut und dann vom Manager vielleicht umgeschichtet, es ist aber nicht so, dass sich der Manager täglich Gedanken über die Verwaltung des Fonds macht. Dies spricht natürlich nicht für die Postbank, erst einen Fond aufzuerlegen und sich dann nicht mehr um ihn zu kümmern, nur weil er sowieso nicht mehr so gut läuft. Mit den 40% Minus bin ich natürlich nicht zu zufrieden, ich bin froh, wenn ich wieder auf 0 komme. Hier ist die Frage, wie ich die 0% erreiche. Es scheint ja widersprüchliche Meinungen zu dem Fond zu geben, generell bezweifle ich es persönlich. Die wirtschaftliche Situation in gesamt Europa (bis auf Deutschland) ist sehr kritisch, wenn man sich überlegt dass die Hälfte aller Länder kurz vorm Kollaps stehen, Frankreich bald nichtmehr als Industrienation betitelt werden kann, dann ist es fraglich, ob dieser Fond in den nächsten fünf Jahren den Stand von 2007 erreichen wird??! Und selbst dann hätte ich den Fond über 10 Jahre gehabt und 0% Rendite erwirtschaftet. (Aber dies ist ja ein anderes Thema.) Der Vermögensverwalter investiert nicht in einen Fond, sondern kauft - ausgewählte - Produkte für den Kunden. Für alle Kunden kauft er die selben Anlagen. Ob dies bestimmte Fonds und weitere Anlagen sind muss ich im Detail nochmal klären. Ein Prospekt habe ich von diesem Verwalter nicht bekommen, sondern nur ein einseitiges Marketingblatt. (Schlagworte: Wir steigen für Sie in den Markt ein und wieder aus- Sie müssen sich um nichts kümmern! -- Für Sie wird ein jährlicher Ertrag von 11,5% angestrebt -- Sämtliche Gewinne schütten wir an Sie unterjährig direkt aus) Am Donnerstag habe ich noch einen Termin bei dem Postbank-Berater, dann kann ich noch zusätzliche Fragen offenlegen. Die WKN welche hier gezeigt wurde, ist korrekt, die 977028 (Postbank Europa). Neben dem bereits erwähnten Geld habe ich bei diesem Berater noch zwei andere Postbank Fonds mit relativ hohen (ebenfalls fünfstellig) Summen, den Postbank Balanced (800626) und den Postbank Triselect (977037). Diese habe ich seit Anfang 2005 und ich habe zwar keine Verluste, aber in sechs Jahren auch keine Gewinne... Hier wurde ich ebenfalls gefragt, ob ich den Balanced Fond nicht umschichten will. Jetzt hoffe ich konnte ich alle Antworten mitnehmen, wenn nicht, ich laufe ja nicht weg. shm Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nord Januar 24, 2011 Mir wurde gesagt, der Postbank Europa wird nicht mehr beworben und es kümmert sich bei der Postbank kein Manager mehr um den Fond. Einmal im Jahr wird reingeschaut und dann vom Manager vielleicht umgeschichtet, es ist aber nicht so, dass sich der Manager täglich Gedanken über die Verwaltung des Fonds macht. Willkommen in der Märchenstunde. Ich weiß nicht, was schlimmer ist: Dass die Provisionsbranche sowas immer noch abzieht, oder dass es immer noch Leute gibt, die darauf reinfallen. Dies spricht natürlich nicht für die Postbank, erst einen Fond aufzuerlegen und sich dann nicht mehr um ihn zu kümmern, nur weil er sowieso nicht mehr so gut läuft. Nein, "nicht für die Postbank" spricht die Qualität der Beratung. Mit den 40% Minus bin ich natürlich nicht zu zufrieden, ich bin froh, wenn ich wieder auf 0 komme. Hier ist die Frage, wie ich die 0% erreiche. Warum genau 0%? Warum nicht reichen dir nicht -10% oder warum willst du nicht +20% erreichen? Die 0% wären nur nominal, real sind sie nichts wert, weil bis dahin die schleichende Inflation dein Vermögen erodiert hat. Und was machst du überhaupt, wenn du die 0% erreicht hast? Aussteigen? Dann steig lieber gleich aus. Deine Psyche bescheißt dich von vorne bis hinten. Du willst dich einfach nur an dem guten Gefühl berauschen können, keinen Verlust gemacht zu haben, ohne zu kapieren, dass du die 40% Verlust längst gemacht hast. Dabei blendest du rationale Zielsetzungen deiner Vermögensplanung komplett aus. Das ist sehr gefährlich. Du begehst einen Fehler nach dem anderen. Stell dir einfach folgende Frage: Ich zwinge dich, den Fonds heute sofort zu verkaufen. Dann lege ich dir den übrig gebliebenen Erlös bar auf den Tisch und du darfst mit dem Rest nochmal was neues anfangen. Was machst du damit? Die wirtschaftliche Situation in gesamt Europa (bis auf Deutschland) ist sehr kritisch, wenn man sich überlegt dass die Hälfte aller Länder kurz vorm Kollaps stehen, Frankreich bald nichtmehr als Industrienation betitelt werden kann, dann ist es fraglich, ob dieser Fond in den nächsten fünf Jahren den Stand von 2007 erreichen wird??! Alles wilde Spekulation. Entweder du traust einem global anlegenden Fondsmanager zu, diese Frage kompetent zu beantworten, oder eben nicht. Handle entsprechend deiner Antwort. Der Vermögensverwalter investiert nicht in einen Fond, sondern kauft - ausgewählte - Produkte für den Kunden. ahaaaa! "ausgewählte"! Ich kaufe immer nur solche, die ich nicht auswähle. Für alle Kunden kauft er die selben Anlagen. Und dafür viel Geld bezahlen??? Wir steigen für Sie in den Markt ein und wieder aus Na hoffentlich geht's gut! - Sie müssen sich um nichts kümmern! In einem Land, in dem man den Menschen beigebracht hat, dass man über Geld nicht sprechen darf, ist das wohl das Verkaufargument #1. -- Für Sie wird ein jährlicher Ertrag von 11,5% angestrebt Lächerlich! Ich strebe 12% an. Und das geht so: Ich kaufe einfach genau die Aktien, die 12% abwerfen. Gibst du mir jetzt dein Geld? :- -- Sämtliche Gewinne schütten wir an Sie unterjährig direkt aus) ...und einen fetten Batzen davon behalten wir für unseren nächsten gelb-blauen Palast gleich ein, damit wir noch mehr Leute beschäftigen können, die morgens Kunden beraten und nachmittags Briefmarken hinter Panzerglas verkaufen. Neben dem bereits erwähnten Geld habe ich bei diesem Berater noch zwei andere Postbank Fonds mit relativ hohen (ebenfalls fünfstellig) Summen (...) ... Hier wurde ich ebenfalls gefragt, ob ich den Balanced Fond nicht umschichten will. Mit der Aktion würden wahrscheinlich 72 Postbank-Jungfrauen im Himmel auf dich warten. Und auf deinen "Berater" der nächste Spanienurlaub. Du musst wirklich finanziell selbständiger werden. Du darfst dich nicht auf den Postbank-Berater verlassen. Der ist nur Verläufer. Der lebt nicht von der Beratung, sondern vom Verkauf. Deshalb wird das Ergebnis seiner Beratung IMMER der Kauf sein. Entweder Neukauf oder Umschichtung. Denn nur das wirft Provision ab. Das Problem an der Sache ist, dass du damit keine guten Anlageentscheidungen bekommst. Zumindest nicht gut für dich. Sie sind zu teuer und du hast nicht die Gewähr, dass sie auf deine Bedürfnisse passen (Anlagehorizont, Risiko). Lass dir bitte Zeit und informiere dich unabhängig, nicht bei der Postbank! Du kannst hier konkret nach Anlagevorschlägen fragen. Du wirst viele verschiedene Antworten bekommen. Manche besser, manche schlechter, je nach Perspektive. Aber 99% von denen sind besser als die der Postbank. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Hasenhirn Januar 25, 2011 ... mir wurde gesagt, da er nicht mehr beworben wird, wird die Zahl der möglichen Käufer ja immer kleiner und kleiner und so ist in ein paar Jahren - wenn ich ihn dann verkaufen will - die Chance in loszuwerden sehr gering...Der Berater hat dies immer mit einem DAX Stand von ca. 7000Punkten gekoppelt, wenn der DAX diese Marke durchbricht, dann sollte man den Fond verkaufen. Mir wurde gesagt, der Postbank Europa wird nicht mehr beworben und es kümmert sich bei der Postbank kein Manager mehr um den Fond. Einmal im Jahr wird reingeschaut und dann vom Manager vielleicht umgeschichtet, es ist aber nicht so, dass sich der Manager täglich Gedanken über die Verwaltung des Fonds macht. Zu dieser Art von Beratung fällt mir nicht einmal mehr eine scherzhafte Bemerkung ein. Schade eigentlich. Also ernsthaft: Lieber shm, höre auf Nord (und die anderen hier) und nimm das _unbedingt_ in die eigene Hand--hier im Forum gibt es viel zu lesen, und du hast soviel Zeit, wie du willst.... --Viel Glück und schöne Grüße, H. PS--Und lass dir am Donnerstag bloß nichts verkaufen... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bonneville Januar 25, 2011 Schließe mich den Vorrednern an. Oder deutlicher: Finger weg von diesem "Berater"! Keine Geschäfte mehr mit ihm machen. Nimm einen Bruchteil Deines Vermögens und kauf Dir ein, zwei Bücher zum Thema: Gerd Kommer "Souverän investieren" John C. Bogle "Keine Investmentzauberformel: Gesunder Menschenverstand" Laß Dir mit Deinen Entscheidungen einfach ein paar Wochen Zeit, lies diese Bücher, und Du wirst nicht glauben, welche Lichter Dir dann aufgehen ... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
DrNick Januar 25, 2011 · bearbeitet Januar 25, 2011 von DrNick Der Vermögensverwalter investiert nicht in einen Fond, sondern kauft - ausgewählte - Produkte für den Kunden. Für alle Kunden kauft er die selben Anlagen. Ob dies bestimmte Fonds und weitere Anlagen sind muss ich im Detail nochmal klären. Ein Prospekt habe ich von diesem Verwalter nicht bekommen, sondern nur ein einseitiges Marketingblatt. (Schlagworte: Wir steigen für Sie in den Markt ein und wieder aus- Sie müssen sich um nichts kümmern! -- Für Sie wird ein jährlicher Ertrag von 11,5% angestrebt -- Sämtliche Gewinne schütten wir an Sie unterjährig direkt aus) Vielleicht könntest Du das Marketingblatt mal einscannen? "Sie müssen sich um nichts kümmern!" und es werden 11,5% "angestrebt" - das klingt natürlich erst einmal super und es dürfte genau das sein, was der normale Privatanleger (mich eingeschlossen) eigentlich gerne hätte. Und dann wird das auch noch von einem "Vermögensverwalter" gemacht. Klasse, da kümmert sich jemand persönlich mit all seinem Know-how um mein Geld ... Aber egal, wie die Postbank das vermarktet und egal, wie das genau konstruiert ist. (Ich vermute mal ähnlich wie bei dem "Privatmandat" der DB, zu dem man sich hier schlau machen kann.) Letzlich läuft es darauf hinaus, seinen Geld in eine Art von Fonds zu stecken, und die Postbank hat kein tolles Renommee als Fondsanbieter. Wenn Du auf einen "vermögensverwaltenden" Ansatz setzen willst, dann würde es sich anbieten, das Geld in einen oder mehrere Misch- oder Dach-Fonds zu stecken, der/die schon gezeigt hat/haben, daß der Ansatz funktioniert. Dazu würden z.B. gehören: Ethna Aktiv ETF Dachfonds Arero db x-trackers Portfolio TR einen von C-Quadrat ARTS bzw. DWS RAM Zu all diesen Fonds gibt es hier schon ausführliche Threads. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Karl Squell Januar 29, 2011 Wenn Du auf einen "vermögensverwaltenden" Ansatz setzen willst, dann würde es sich anbieten, das Geld in einen oder mehrere Misch- oder Dach-Fonds zu stecken, der/die schon gezeigt hat/haben, daß der Ansatz funktioniert. Dazu würden z.B. gehören: Ethna Aktiv ETF Dachfonds Arero db x-trackers Portfolio TR einen von C-Quadrat ARTS bzw. DWS RAM Zu all diesen Fonds gibt es hier schon ausführliche Threads. Ich würde mal den Arero rausnehmen (passiv und nicht vermögensverwaltend) und den Carmignac Patrimone ergänzen. Grüße! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
billy-the-kid Januar 29, 2011 Mir wurde gesagt, der Postbank Europa wird nicht mehr beworben und es kümmert sich bei der Postbank kein Manager mehr um den Fond. Einmal im Jahr wird reingeschaut und dann vom Manager vielleicht umgeschichtet, es ist aber nicht so, dass sich der Manager täglich Gedanken über die Verwaltung des Fonds macht. Dies spricht natürlich nicht für die Postbank, erst einen Fond aufzuerlegen und sich dann nicht mehr um ihn zu kümmern, nur weil er sowieso nicht mehr so gut läuft. Hallo shm, erstmal willkommen im Forum. Zu deinem Fonds gibt es wie zu jedem anderen Fonds auch einen Verkaufsprospekt jährliche Geschäftsberichte Halbjahresberichte Die sind dazu da, die Anleger zu informieren - und zwar ausführlich. Die würde ich mir doch mal ansehen (Google hilft!). Solche Märchen, wie dein Berater dir ungestraft erzählen kann, lassen mich - das ist jetzt sehr hart ausgedrückt und überhaupt nicht auf dich persönlich gemünzt - fragen: Willst du in Bezug auf Geldanlagen weiterhin ein funktionaler Analphabet bleiben oder in die Lage kommen, wenigstens in etwa das einzuschätzen, das dir erzählt wird. 12% Renditeerwartung, ein Treppenwitz. Da wäre ein Totalverlust wohl vorprogrammiert, wenn man das ernsthaft versuchen würde. Grüße, billy-the-kid Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
juro Januar 30, 2011 @shm: Kein Berater nimmt deine finanziellen Interesse so ernst wie du selbst. Du brauchst kein Experte zu werden aber grob einschätzen können was Sache ist sollte machbar sein um deine Interessen wahrnehmen zu können. Es ist DEIN Geld. Da hat ein "Berater" leicht reden. Er bzw. sein Arbeitgeber profitiert einzig u. allein von den Gebühren / deinen Kosten ohne irgendwelches Risiko einzugehen. Das trägst du ganz allein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ghost_69 Januar 30, 2011 Hallo shm Die WKN welche hier gezeigt wurde, ist korrekt, die 977028 (Postbank Europa). Neben dem bereits erwähnten Geld habe ich bei diesem Berater noch zwei andere Postbank Fonds mit relativ hohen (ebenfalls fünfstellig) Summen, den Postbank Balanced (800626) und den Postbank Triselect (977037). Diese habe ich seit Anfang 2005 und ich habe zwar keine Verluste, aber in sechs Jahren auch keine Gewinne... Hier wurde ich ebenfalls gefragt, ob ich den Balanced Fond nicht umschichten will. Einen richten Fachsheet für diese Fonds habe ich lieder nicht. Der Postbank Europe ist ein unterdurchschnittlicher Fonds auf die Blue-Chips Europas da hätte man besser einen ETF auswählen sollen, obwohl ich kein Freund von diesen bin. Der Postbank Balanced ist ein unterirdischer Mischfonds, der letztes Jahr nur seitwärts lief. Der Postbank Triselect ist so eine Art Dach- Mischfonds allerdings auch unterirdisch. Aktuell würde ich keinen reinen Europäischen Aktienfonds der nur auf Bluechips hält halten, habe da keinen gefunden der mir gefallen würde. Es gibt den ein oder anderen Fonds aus Europa der mit Nebenwerten agiert, sowas kann ich mir vorstellen, aber lieber einen Mischfonds der Europa hoch gewichtet, wie diesen im Chart. Ich möchte keinen dieser Postbank Fonds nur in der Nähe meines Depots haben wollen. Ghost_69 :- Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Malvolio Januar 30, 2011 Nur noch mal zum Thema "Der Fonds wird nicht mehr beworben". Sebst wenn das ein akzeptables Argument wäre .... was es NICHT ist ..... so ist es auch einfach falsch. Ein kurzer Blick auf die Postbank Internetseite genügt: Postbank: Postbank Europa http://www.postbank.de/privatkunden/postbank_europa.html?mis_symbol=2858.qid&mis_isin=DE0009770289&mis_market= Zitat Postbank: "Jetzt einsteigen und profitieren" Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag