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Mic

Absicherung gegen Inflation

Empfohlene Beiträge

Mic
· bearbeitet von Jay_Sean

Hallo Forum,

 

ich habe mir die Frage gestellt, wie man sich gegen Inflation schützen kann.

 

Als erstes fallen mir da offene Immobilienfonds ein, was in der momentanen Situation evtl. nicht das Richtige ist.

 

Dann fallen mir noch Anleihen mit Inflationsschutz ein. Hier kann man z.B. in diese Fonds investieren:

 

http://www.onvista.d...CH_VALUE=A0DKRF

 

http://www.onvista.d...CH_VALUE=A0B5JR

 

Scheint mir aber auch nicht das Richtige zu sein.

 

Dann kann man natürlich in Aktien investieren, die ja auch einen guten Inflationsschutz bieten. ( da Konzerne steigende Preise

im Einkauf an die Kunden weitergeben können).

 

Welche Anlagen bieten eurer Meinung nach zudem guten Schutz gegen Inflation?

 

Gibt es diesbezüglich interessante Fonds?

 

 

 

Gruß

 

J

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Schinzilord

Natürlich gibt es auch passive Fonds (ETFs) auf inflationsgebundene Indizes (meines Erachtens vorzuziehen gegenüber aktiven -> die TER schlägt überproportional stark durch bei niedrig Zins Anlagen.)

 

Weitere Möglichkeiten:

- Rohstoffe (kontrovers im Forum diskutiert) -> Rohstoffaktien bzw. Rohstofffutures (nur aktive Produkte, auch wenn sie im ETF Mantel daherkommen)

- Gold spezielle (ich rate davon ab, aber wenn jeder meint dass gold ein guter Hedge ist, wird es auch mit der Inflation steigen)

- REITS: real estate investment trusts: sind spezielle Unternehmensmantel ohne steuerpflicht -> der Investor zahlt dann die Steuern. Oftmals sind Mieten an die Inflation gekoppelt -> schlägt direkt auf den investor durch).

- Aktien: prinzipiell ja, aber ich selbst habs noch ned untersucht. Aber ich hab eh Aktien in meinem Depot und werde wegen der Inflationsangst nicht meine Aktienquote erhöhen, sondern eher Rohstoffe, REITs und inl. Anleihen hinzumischen.

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Warlock

Nach meinem dafürhalten alle Realwerte. Also Immobilien und Aktien. Dabei muss man natürlich sagen das Immobilie nicht gleich Immobilie ist und Aktie nicht gleich Aktie. Bei "normalen" Inflationsraten, ich sage mal so aus dem Bauch herraus bis 10% sind Immobilie und Aktien geschützt. Es ist ja völlig egal ob die Immo einen Wert in Euro, Dollar oder Goldtannenzapfen hat, gleiches gilt für Aktien. Wobei bei Aktien schon ein unterscheid besteht. Eine ThyssenKrupp Aktie hat sicherlich einen höheren Realwert als bswp. die Allianz wo der Wert im wesentlichen aus Zahlen auf Papier besteht.

 

Wenn die Inflation in Regionen vorstößt wo gesamtwirtschaftlicher Schaden entsteht bleiben letztlich keine Werte davon unberührt. Wenn einfach weniger reale Kaufkraft für meine Anlage vorhanden ist habe ich natürlich einen Kaufkraftverlust. Auf der anderen Seite ist man warscheinlich nach einer Phase starker Inflation im Vergleich ein Gewinner, da die Papiervermögen in viel höherem Maße entwertet worden sind. Typisches Beispiel sind für mich immer die alteingessenen Familienbetriebe die die Zeiten überdauern.

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CHX

Natürlich gibt es auch passive Fonds (ETFs) auf inflationsgebundene Indizes (meines Erachtens vorzuziehen gegenüber aktiven -> die TER schlägt überproportional stark durch bei niedrig Zins Anlagen.)

 

Gibt es hier spezielle Produkte, die empfehlenswert wären?

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Schinzilord

 

 

Gibt es hier spezielle Produkte, die empfehlenswert wären?

Es gibt eigentlich mehrere ETFs (Lyxor Swap A0F7AM) und ishares replizierend (A0HG2S) auf die europäöischen inl. linker indizes EuroMTS Inflation Linked und Barclays Euro Government Inflation Linked Bond Index.

Die EURO Indizes bestehen zumeist aus Frankreich, Italien und D (weil dies wohl die einzigen sind mit infl. linker in Euro).

 

Weltweit gibts noch dbxtrackers DBX0AL auf den iBoxx Global Inflation Linked TR Index (besteht aus US, UK und der Rest die Euro) und der ishares A0RFED auf den Barclays World Government Inflation-Linked Bond Index (die nehmen sich beide nicht viel).

 

Wobei ich selbst mehr zu den Euro linkern tendiere, weil mich persönlich die Euroabsicherung und die europäische Inflationsrate mehr interessiert.

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CHX

Danke :)

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Delphin
· bearbeitet von Delphin
Die EURO Indizes bestehen zumeist aus Frankreich, Italien und D (weil dies wohl die einzigen sind mit infl. linker in Euro).

Griechenland hast du vergessen. I und F sind die beiden großen Emittenten von Linkern, D und GR die beiden kleinen (im Euroland). Übrigens haben die Franzosen (zur Hälfte?) auch Linker auf die französische Inflation im Programm, die bei den Indizes mit drin sind soweit ich weiß.

 

Linker schützen übrigens nur vor unerwartet hoher Inflation, denn eine gewisse normale Inflationserwartung ist natürlich schon eingepreist. (Aber das gilt eigentlich eh für alle Anlagen: auch bei Aktien ist ein bestimmter Verlauf des zukünftigen Unternehmenserfolges und/oder des zukünftigen Anlegerinteresses schon eingepreist, nur wenn sich unerwartet mehr Leute für die Aktie zu interessieren beginnen, lohnt es sich für dich.)

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Pilsener
· bearbeitet von Pilsener

evtl helfen solche Fonds auch ;)

 

z.B.

 

DWS Sachwerte (DWS0W3)

Pioneer Substanzwerte (979200)

 

etc... (gibt bestimmt noch mehr dieser fonds)

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Schinzilord
Die EURO Indizes bestehen zumeist aus Frankreich, Italien und D (weil dies wohl die einzigen sind mit infl. linker in Euro).

Griechenland hast du vergessen.

Griechenland ist rausgeflogen aus den Indizes, soweit ich weiß.

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unser_nobbi

 

Es gibt eigentlich mehrere ETFs (Lyxor Swap A0F7AM) und ishares replizierend (A0HG2S) auf die europäöischen inl. linker indizes EuroMTS Inflation Linked und Barclays Euro Government Inflation Linked Bond Index.

Die EURO Indizes bestehen zumeist aus Frankreich, Italien und D (weil dies wohl die einzigen sind mit infl. linker in Euro).

 

Weltweit gibts noch dbxtrackers DBX0AL auf den iBoxx Global Inflation Linked TR Index (besteht aus US, UK und der Rest die Euro) und der ishares A0RFED auf den Barclays World Government Inflation-Linked Bond Index (die nehmen sich beide nicht viel).

 

Wobei ich selbst mehr zu den Euro linkern tendiere, weil mich persönlich die Euroabsicherung und die europäische Inflationsrate mehr interessiert.

 

Ich befürchte, daß bei einem solchen Fonds zuerst einmal das Folgende passiert:

Ein solcher Fonds hätte bei steigender Inflation zuerst einmal den Effekt, dass die Zinsen der im Fonds enthaltenen Papiere erhöht werden, was zu Kursverlusten führt.

 

Sollte dies spät in der Laufzeit des einzelnen Papiers geschehen, ist zuerst einmal Kapital verloren - ich könnte mir dann auch gut vorstellen, dass neu aufgelegte Papiere die Inflation dann entsprechend geringer berücksichtigen.

 

Alles in allem glaube ich nicht daran, dass solche Fonds einen guten Schutz bieten.

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Blujuice
· bearbeitet von Blujuice

Ich befürchte, daß bei einem solchen Fonds zuerst einmal das Folgende passiert:

Ein solcher Fonds hätte bei steigender Inflation zuerst einmal den Effekt, dass die Zinsen der im Fonds enthaltenen Papiere erhöht werden, was zu Kursverlusten führt.

Höhere Inflation führt grundsätzlich erstmal zu höheren Nominalzinsen. Das führt bei "normalen" Anleihen zu Kursverlusten, nicht aber bei Inflationslinkern. Die verlieren nur dann, wenn auch die Realzinsen steigen. Und das muss nicht passieren, nur weil die Inflationsrate zunimmt. Sonst wären die Dinger ja völlig sinnlos.

 

Sollte dies spät in der Laufzeit des einzelnen Papiers geschehen, ist zuerst einmal Kapital verloren - ich könnte mir dann auch gut vorstellen, dass neu aufgelegte Papiere die Inflation dann entsprechend geringer berücksichtigen.

Deine Argumentation ist nicht schlüssig. Je geringer die Laufzeit einer Anleihe, desto geringer auch die Kursverluste bei steigenden Zinsen. Es kann also gar nicht passieren, dass eine Anleihe kurz vor Fälligkeit noch großartige Kursverluste erleidet. Den zweiten Teil des Satzes versteh ich überhaupt nicht. Wieso sollten neu aufgelegte Papiere die Inflation geringer berücksichtigen? Inflationsindexierte Anleihen zahlen eine fixen Kupon plus Inflationsrate. Alles andere wären keine inflationsindexierten Anleihen.

 

Alles in allem glaube ich nicht daran, dass solche Fonds einen guten Schutz bieten.

Es ist richtig, inflationsindexierte Anleihen kritisch zu hinterfragen. Z.B. sollte man sich genau den Verbraucherpreisindex anschauen, auf den sich die Anleihen beziehen (im Euroraum ist HICP ex Tobacco üblich). Deine Argumente würde ich so wie sie dastehen aber nicht gelten lassen.

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