chiksen Januar 7, 2011 Hallo zusammen, war schon länger nicht mehr hier im Forum und nachdem ich mich wieder etwas eingelesen habe, kommt so nach und nach die Erinnerung wieder Kurz zu meinem Vater: 55 Jahre, vor kurzem aus dem Beruf ausgeschieden gegen Abfindung - welche angelegt werden soll. Bis 61 Jahre kein Einkommen, dann Rente mit Abzügen wegen früherem Austritt. Wie der Titel schon sagt, möchte mein Vater einen Betrag im unteren 6-stelligen Bereich "sinnvoll" anlegen. Dazu war er wohl schon bei verschiedenen Banken und hat sich Vorschläge machen lassen. Dabei hat die Deutsche Bank wohl den kompetentesten Eindruck hinterlassen und mit ihm ein Risikoprofil von 25% Risikoneigung ermittelt. Das ist schonmal korrekt, da mein Vater mit Aktien einiges an Verlust Anfang 2000 gemacht hat. Daher ist er eher konservativ orientiert. Die Kosten würden bei einem Wertpapierfond bei der DB wohl 1% von der Anlagesumme betragen, keine Kontoführung oder sonstiges. Kann ich momentan irgendwie nicht glaube, aber gut. Was ist generell von der Deutschen Bank im Geldanlagemanagementbereich zu halten? Finde die 1% (insofern diese korrekt sind) relativ fair soweit . Ich bin eigentlich auch der Meinung lieber alle selbst zu managen um Kosten zu sparen und immer den Durchblick zu haben, aber da ist mein Vater wohl überfordert und ich habe da momentan nicht die Zeit zu. Und bevor das Geld dumm rumliegt, soll es immerhin etwas für ihn "arbeiten" bis man sich da wieder schlau gemacht hat. Die DB hat jedenfalls folgendes Portfolio vorgeschlagen: Rente 50% Immo 20% Aktien Europa 14% Rohstoffe 6% Aktien übergreifen/Sonstige 10% - was das sein soll kA AKtien USA 0% Aktien EM 0% Mir persönlich gefällt die Struktur gar nicht. Tages- bzw. Festgeld bietet die DB nicht an, das muss man dann halt selbst nebenbei managen. Sollte jetzt das geringste Problem sein. Der Berater scheint jedenfalls offen für Wünsche und Vorschläge zu sein. Ich persönlich würde direkt 10% aus den Immo und 10-20% aus den Renten umverteilen, allerdings wüsste ich nicht wie sich das dann auf das Risikoprofil auswirkt. Was sagt ihr dazu? Auch sollte die genaue Struktur bzw. die einzelnen Fonds nochmals erläutert werden. Das war wohl kein Thema bisher und da begleite ich meinen Vater dann wohl am besten. Wäre sonst noch eine Alternative für einen eher konservativen Anleger zu nennen? Bundesanleihen oder sowas? Ansonsten bin ich für jegliche Anmerkungen dankbar. Ihr seid ja immer sehr kritisch und um entsprechend Anmerkungen bitte ich auch Ich hoffe meine Fragen sind klar und die Angaben ausreichen. Ansonsten trage ich gerne noch entsprechend nach. Danke im voraus und schonmal ein schönes WE. Gruß chiksen Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Ramstein Januar 7, 2011 Da fehlt eine ganz wichtige Angabe: Will dein Vater die nächsten 6 Jahre von dem angelegten Geld leben? Möchte er ab Alter 61 regelmäßige Erträge, um die reduzierte Rente aufzubessern? Oder soll das Geld möglichst liegen bleiben, Junge kriegen, an dich vererbt werden? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
chiksen Januar 7, 2011 Danke für den Hinweis. Über die nächsten Jahre werden zum Lebensunterhalt mehr oder weniger regelmäßig auch Beträge entnommen um die Kosten zu decken etc. Ab November gibt es für 15 Monate ALG, woraus sich dann die Entnahmezeit eher auf 4 1/2 Jahre beläuft. Sobald es Rente gibt soll das Geld ohne Zeithorizont weiter angelegt bleiben und dann halt irgendwann (möglichst spät ) vererbt werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Ramstein Januar 7, 2011 Danke für den Hinweis. Über die nächsten Jahre werden zum Lebensunterhalt mehr oder weniger regelmäßig auch Beträge entnommen um die Kosten zu decken etc. Das habe ich mir fast gedacht. Dann bleibt für die zu entnehmenden Summen eigentlich nur die Anlage als Tagesgeld und gestaffelt fällig werdende Sparbriefe. Alles andere wäre m.E. grob fahrlässig. Den Rest kann man dann mäßig konservativ (man weiss nie, ob z.B. durch gesundheitliche Probleme das Geld doch mal gebraucht wird) anlegen. Auf jeden Fall solltet ihr alle DB-proprietären Lösungen (wie z.B. die "Privat Mandat" Fonds) meiden wie der Teufel das Weihwasser. Schau hier die diversen Musterdepots und vielfach vorgeschlagenen Asset Allokationen an. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Malvolio Januar 7, 2011 · bearbeitet Januar 7, 2011 von Malvolio Ich kann mich Ramstein nur anschließen. Ich würde auch keine teure "Vermögensverwaltung" abschließen. Erstens kostet das viel Geld und wahrscheinlich fährst Du mit einer selbst entwickelten Lösung wenigsten nicht schlechter. Zudem bist Du hier mehr oder weniger auf eine "Standardlösung" angewiesen und hast wenig Kontrolle. Allzu viele Möglichkeiten habt ihr eh nicht, da ihr ja keine großen Risiken eingehen könnt. Und man kann (und sollte) die ganze Angelegenheit auch einfach und Übersichtlich halten. Die obige Auftstellung ist etwas grob, aber 50% Anteil von Aktien/Rohstoffen/Immobilien scheint mir für eure Zwecke für einen offenbar eher risikoscheuen Anleger möglicherweise zu hoch. Wobei es hierbei natürlich darauf ankommt, wie sehr das Geld wirklich gebraucht wird. Ich persönlich würde den Teil, den ich in den nächsten 12 Monaten verbrauchen will plus eine Sicherheitsreserve auf ein halbwegs ordentlich verzinstes Tagesgeldkonto anlegen (auf Einlagensicherung achten). Den Teil, der voraussichtlich in den darauf folgenden 4 Jahre verbraucht werden soll (plus eine Sicherheitsreserve) kann man dann nach der Laufzeit gestaffelt als Festgeld und/oder Sparbriefe anlegen. Wenn Du es ganz einfach und sicher haben willst, dann kannst Du vielleicht auch einfach Bundesschatzbriefe nehmen. Da kann man nach einem Jahr Laufzeit pro Monat 5.000 Euro entnehmen. Wenn höhere Entnahmen als 5.000 pro Monat vorkommen können, muss man natürlich berücksichtigen. Man könnte hier auch an einen Rentenfonds mit kurzlaufenden Restlaufzeiten (= geringeres Risiko als bei langen Laufzeiten) denken. Auf jeden Fall würde ich mit dem zur Entnahme vorgesehen Geld kein Risiko eingehen. Das Geld was darüber hinaus geht, würde ich dann breit gestreut auf verschiedene Anlageklassen verteilen. Entsprechend der individuellen Risikoneigung kann man hier durchaus auch riskantere Anlageformen wie Aktien/Immobilien beimischen. Insgesamt muss hier die die Balance zwischen Renditeerwartung/Risiko/Liquidität (und die Kosten!) stimmen. Im Zweifelsfall würde ich es auf jeden Fall einfach und sicher halten. Hier muss man natürlich auch aufpassen, dass man nicht auf die tollen Versprechungen der Finanzbranche heineinfällt, die einem gerne die eierlegende Wollmilchsau verkaufen wollen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
vanity Januar 7, 2011 · bearbeitet Januar 7, 2011 von vanity Ich schließe mich meinen beiden Vorrednern inhaltlich an. Was vor allem andern stehen sollte, ist eine Analyse des Einnahmen- (ALG, Rente, Sonstiges) und des Ausgabenprofils während der nächsten Jahre, vermutlich am besten auf monatlicher Basis (kleines Excelsheet). Puffer für Unvorhergesehenes sowie Teuerung nicht vergessen. Aus diesem Zahlungsprofil ergibt sich dann unmittelbar, welche Mittel wann zur Verfügung stehen müssen und danach sollten sich die Anlageinstrumente ausrichten. Es ergibt sich daraus auch, ob die Nettoentnahme auf die Überbrückungszeit bis zur Rente befristet ist oder darüberhinaus der Kapitalverzehr unbefristet sein wird. Unter Berücksichtigung von Steuern und Inflation ist der mögliche Entnahmebetrag bei gewünschtem Kapitalerhalt erschreckend gering! (z. B.: bei 4% Zins, 25% Steuer und 2% Inflation pro 100.000 € Kapital 140 80 € p. m.) (Edit: Die fälschlicherweise angegebenen 140 € gelten für 5%) Als mögliche Anlageform insbesondere für die Zeit bis Rentenbeginn möchte ich zusätzlich zu den bereits genannten noch den Auszahlplan (monatliche Zahlungen über einen befristeten Zeitraum gegen Zahlung eines Einmalbetrags zu Beginn - sozusagen ein umgekehrtes Annuitätendarlehen) ins Rennen werfen. Vorteil gegenüber gestaffelten Festgeldern/Sparbriefen ist die einfachere Sicherstellung der monatlichen Zahlungen, Verzinsung ist vergleichbar. Zahlenbeispiel: Für eine Auszahlung von 1.000 € p. m. über 5 Jahre ist ein Kapitaleinsatz von etwa 56.000 € erforderlich, bei Zinssatz knapp 3%. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
chiksen Januar 9, 2011 Guten Morgen. Danke für die sehr guten Hinweise und Denkanstöße! Werde mir das im Detail dann nochmal alles genauer anschauen, aber das Grundprinzip ist klar. Mein Vater hat sich mit dem Gedanken angefreundet, alles in den Fonds zu investieren und aus diesem dann entsprechend dem Bedarf Entnahmen durchzuführen. Dagegen sprechen offensichtlich das Risiko von Kursverlusten sowie die Verkaufskosten der einzelnen Positionen. Sehe ich doch richtig, oder? Muss ihm das ja alles in einfachen Worten und logischerweise mit allen Vor- und Nachteilen vermitteln Danke nochma für die Antworten soweit. Gruß Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
D-Mark Januar 9, 2011 · bearbeitet Januar 9, 2011 von D-Mark http://www.avl-inves...+Rente/Vorteile Ich hatte erst neulich Quest-Vorschau wegen angeblicher Vermittlerwerbung. Also: Ich zitiere zufällig dort und Wenn ihr andere freie Vermittler kennt, die dieses Angebot auch führen - nur zu! Das ist eine Sofort-Rente nach kanadischem Vorbild. Die dürfen ganz anderes anlegen, als die konservativen Deutschen (die i.Ü. diese Wachstumsraten gar nicht mehr haben). Früher hat der Vermittler die Rabattbedingungen so hingeschrieben - heute muß man eine Anfrage stellen...(Wette, da hat wieder irgend ein Wettbewerber gemotzt...). Ich selbst bin kein Freund von Versicherungen, aber diese Kanadier sind anders. Wenn ich selbst mal so alt bin, werde ich auch so etwas in Erwägung ziehen; bei einem Anbieter aus einem frischen, jungen Land, das die Probleme von uns gar nicht hat und über eine eigene starke Währung verfügt. Die Leute dort sind auch ganz anders, freundlich und umgänglich, sozial und ausgleichend, niemand muß die Haustür abschließen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Ramstein Januar 9, 2011 http://www.avl-inves...+Rente/Vorteile Ich hatte erst neulich Quest-Vorschau wegen angeblicher Vermittlerwerbung. Also: Ich zitiere zufällig dort und Wenn ihr andere freie Vermittler kennt, die dieses Angebot auch führen - nur zu! Das ist eine Sofort-Rente nach kanadischem Vorbild. Die dürfen ganz anderes anlegen, als die konservativen Deutschen (die i.Ü. diese Wachstumsraten gar nicht mehr haben). Früher hat der Vermittler die Rabattbedingungen so hingeschrieben - heute muß man eine Anfrage stellen...(Wette, da hat wieder irgend ein Wettbewerber gemotzt...). Ich selbst bin kein Freund von Versicherungen, aber diese Kanadier sind anders. Wenn ich selbst mal so alt bin, werde ich auch so etwas in Erwägung ziehen; bei einem Anbieter aus einem frischen, jungen Land, das die Probleme von uns gar nicht hat und über eine eigene starke Währung verfügt. Die Leute dort sind auch ganz anders, freundlich und umgänglich, sozial und ausgleichend, niemand muß die Haustür abschließen. Zusammengefasst: Man hat das Risiko der in der Vergangenheit erheblichen Wechselkursschwankungen und zahlt jährlich Verwaltungsgebühr, Vertragsbetreuungsgebühr, Fondsverwaltungsgebühr und Garantiegebühr. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Malvolio Januar 9, 2011 · bearbeitet Januar 9, 2011 von Malvolio Wie Ramstein schon sagte, solche Lösungen wie die von der Deutschen Bank sind erst mal ziemlich teuer, d.h. es gibt viele versteckte und offene Kosten, die letztendlich zu Lasten des Anlegers gehen, aber sie sind keine Garantie für ein zufriedenstellendes Anlageergebnis .... auch wenn die bunten Prospekte der Banken natürlich immer ganz toll aussehen. Man kann durchaus auch mit etwas Mühe eine Lösung finden, die in jedem Fall kostengünstiger ist und die dem eigenen Sicherheitsbedürfnis genauer nachkommt als eine standardisierte Fondslösung es je könnte. Ich nehme mal als Beispiel 100.000 Euro. In den nächsten 5 Jahren sollen 50.000 (=10.000 Euro pro Jahr) entnommen werden, der Rest soll konservativ auf unbestimmte Weise weiter angelegt bleiben. Ich könnte mir z.B. eine solche Anlagestruktur vorstellen_ - 20.000 Euro Tagesgeld (10.000€ Verbrauch im ersten Jahr + 10.000€ Reserve) (Alternative: Geldmarktfonds mit monatlichem Auszahlplan) - 40.000 Euro Festgeld/Sparbrief (je 10.000€ für 1,2,3 und 4 Jahre Laufzeit) - 15.000 Euro ETF inflationsgeschützte Anleihen - 25.000 Euro Aktien/Renten, z.B. ETF-DACHFONDS P (DE0005561674) Achtung: Das soll ausdrücklich KEINE Empfehlung für den vorliegenden Fall sein, nur mal ein Beispiel wie man so etwas angehen könnte. Es gibt natürlich noch viele andere Möglichkeiten. Je nach Geschmack kann man es auch noch einfacher, sicherer oder offensiver machen .... je nach dem was man für Ansprüche und Erwartungen an das Portfolio hat. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
D-Mark Januar 10, 2011 Zusammengefasst: Man hat das Risiko der in der Vergangenheit erheblichen Wechselkursschwankungen Hat man bei jedem Fonds, der nicht nur strikt in anlegt. Übrigens: Da europäische Firmen ja auch ein weltweites Geschäft betreiben, liegt jedem erdenklichen Einzeltitel ein Wechselkursrisiko zugrunde. Es bringt also in der Hinsicht auch gar nichts, z.B. DAX-Werte zu kaufen! und zahlt jährlich Verwaltungsgebühr, Die Rabattbedingungen muß man wie gesagt, anfragen. Von Früher weiß ich, daß die Rabattquote ne Zweistellige mit ner 9 vorne war. Könnte sich geändert haben, daher anfragen... Vertragsbetreuungsgebühr Der genannte Vermittler erhebt außdrücklich nie Betreuungsprovisionen Das vorliegende Angebot kann er daher ohnehin nur machen, weil es eine Fondslösung ist und der spezielle Vermittler grundsätzlich nur von der Bestandsprovision lebt. Die Anteile(?) der Zillmerierung, die nicht erstattet werden können, sind diejenigen, die von vornherein beim Anbieter verbleiben (Rabattgarantie). Fondsverwaltungsgebühr TER hat jeder aktive Fonds und was Exotisches würde ich als Ü60 nicht mehr machen, zumal wenn ich in Gelddinge ohnehin immer ein Familienmitglied fragen muß. Das vorliegende Angebot richtet sich dezidiert an solvente Senioren (in Übersee). Man darf also auch erwarten, daß diesbezüglich was durchstrukturiert ist. Im anglikanischen Raum gibt es seltener eine gesetzliche Vorsorge. Daher erwarte ich eigentlich von den Kanadiern hier, daß Sie sich der Verantwortung bewußt sind! Man liest auchd ann und wann im web (bei mir immer zufällig...), daß CanadaLive gute Ratings einheimst. und Garantiegebühr. Habe ich gesehen, jup. Allerdings sind die 1,1 oder 1,5% Garantie sehr weit unter der Prognose von 4-6%, so daß angenommen werden kann(?), daß die Gebühr moderat ist. Außerdem sollte man Garantien stets abwählen (zumal wenn sie ohnehin so mau sind...) - so wie man z.B. bei einer Versicherung auch nie -monatliche Zahlweise- macht (hier handelt es sich aber um eine Sofortrente!) usw... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Ramstein Januar 10, 2011 @D-Mark: Alle von mir genannten Gebühren stehen so auf der von dir genannten Website des Vermittlers AVL. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
sparfux Januar 10, 2011 · bearbeitet Januar 10, 2011 von sparfux - 20.000 Euro Tagesgeld (10.000€ Verbrauch im ersten Jahr + 10.000€ Reserve) (Alternative: Geldmarktfonds mit monatlichem Auszahlplan) - 40.000 Euro Festgeld/Sparbrief (je 10.000€ für 1,2,3 und 4 Jahre Laufzeit) - 15.000 Euro ETF inflationsgeschützte Anleihen - 25.000 Euro Aktien/Renten, z.B. ETF-DACHFONDS P (DE0005561674) Ich finde Malvolios Vorschlag gut. Eine Vermögensverwaltung würde ich nicht machen, auch nicht mit Rabatten. Meine Eltern hatten das auch mal bei der Dresdner Bank. Die zocken nur ab. Ausserdem sind die Randbedingungen hier ja relativ einfach und klar, so dass man das leicht selber machen kann. Ich würde es so machen: 10k Tagesgled Reserve 10k 2 Jahr Sparbrief 10k 3 Jahre Sparbrief 10k 4 Jahre Sparbrief 10k 5 Jahre Sparbrief So dass ist der Teil, der über die kommenden 6 Jahre zur Verfügung stehen muss. 10k Reserve aufs Tagesgeld. da wegen der 15 Monate ALG erstmal kein Geld entnommen werden muss, kann man getrost mit 2 Jahren anfangen und die höheren Zinsen mitnehmen. Für die langfristigen 50k sollte man sich ersteinmal die Aufteilung Renten/Aktien überlegen. Wenn es konservativ sein soll, was ich vermute, sollte das irgendwo zwischen 50%-70% Renten liegen. Ich gehe mal von 60% Renten aus, das wären dann 30000€. 15k€ inflationsgeschützte Anleihen in einem ETF sollte eine gute Absicherung gegen eine unerwartete Inflation geben. Mehr würde ich da allerdings nicht machen. Ich bin von inflationsgeschützten Anleihen wegen der Möglichkeit der Einflußnahme auf die Zahlen (offizielle Inflation) durch den Staat nicht 100% überzeugt. Sollten die Zeiten "normal" bleiben, erzielt man mit inflationsgeschützten Anleihen auch nur unterdurchschnittliche Renditen. Die anderen 15k würde ich einfach in einen 7-jährigen Sparbrief stecken. Da gibt es immerhin 4,25% dafür (NIBC). Den 20K Aktienanteil würde ich nicht in den ETF Dachfonds P stecken. Veritas kassiert doch hier nur kräftig ab. Unter dem mäntelchen ETF verkaufen sie einen Fonds, mit einer Gebührenstruktur, die sich auch bei aktiven Fonds sehen lassen kann (im negativen Sinne für den Anleger). Hier würde ich einfach ein kleines BIP-Weltportfolio aus 4 Fonds zusammenkaufen. Also zusammengefasst für den langfristigen Teil des Geldes: 15k ETF inflationsgeschützte Anleihen 15k Sparbrief 7 Jahre 6K ETF Aktien Nordamerika 6K ETF Aktien Europa 2K ETF Aktien Asia/Pacific 6K ETF Aktien Emerging Markets Noch ein paar konkrete Vorschläge: Bei Tagesgeld bietet sich momentan Bank of Scotland mit 2,2% an. Ausserdem kann man nochmal 65€ Eröffnungsprämien kassieren. Bei Sparbriefen ist NIBC eigentlich bei allen Laufzeiten vorn dabei. Da reichen also 2 Konten. Dann würde ich noch ein Depot bei einem Broker eröffnen, bei dem die Depotgebühren bedingungslos bei 0€ liegen. Man will ja schließlich nicht viel traden. Consors ist da z.B. nicht schlecht, gibt aber auch noch andere. Das kann man bei modern-banking.de oder auch biallo.de gut recherchieren. Bei den Brokern kann man oft auch nochmal Eröffnungsprämien oder -angebote mitnehmen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CHX Januar 10, 2011 15k inflationsgeschützte Anleihen in einem ETF sollte eine gute Absicherung gegen eine unerwartete Inflation geben. Mehr würde ich da allerdings nicht machen. Ich bin von inflationsgeschützten Anleihen wegen der Möglichkeit der Einflußnahme auf die Zahlen (offizielle Inflation) durch den Staat nicht 100% überzeugt. Sollten die Zeiten "normal" bleiben, erzielt man mit inflationsgeschützten Anleihen auch nur unterdurchschnittliche Renditen. Die anderen 15k würde ich einfach in einen 7-jährigen Sparbrief stecken. Da gibt es immerhin 4,25% dafür (NIBC). Warum nicht gleich komplett auf die Anleihen verzichten und alles in Sparbriefe? Nimmt doch noch einmal etwas Risiko aus dem Depot raus - evtl. staffelt man hier auch wieder die Laufzeiten, um potentielle Zinssteigerungen mitnehmen zu können. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Malvolio Januar 10, 2011 · bearbeitet Januar 10, 2011 von Malvolio Also wie gesagt, meine Aufstellung sollte nur ein Beispiel sein, wie man ohne viel Aufwand so etwas aufbauen könnte. Sicher gibt es noch unzählige andere Lösungen. Die Idee war einfach, den zum Verbrauch vorgesehenen Anteil gestaffelt und möglichst risikoarm anzulegen, zur Not immer etwas flüssig zu haben und den Rest breit gestreut und eher konservativ in Aktien und Renten anzulegen. Zudem wollte ich es möglichst einfach und übersichtlich halten, daher auch der Dachfonds. Ich bin auch kein großer Freund von Dachfonds oder aktiven Fonds überhaupt. Aber für Leute die nicht viel Ahnung haben und sich nicht groß kümmern wollen, kann man evt. darüber nachdenken. Für Renten-ETFs gilt ähnliches. Aber wie gesagt, es gibt sicher auch noch viele andere denkbare Lösungen. Es kommt natürlich auch noch auf die individuellen Präferenzen und Rahmenbedingungen an. Um eine konkrete Anlageempfehlung zu geben, müsste man hier ja ohnehin auch noch mehr Informationen haben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CHX Januar 10, 2011 · bearbeitet Januar 10, 2011 von lpj23 Ich persönlich würde sogar ganz auf Sparbriefe oder Renten-ETFs verzichten und dafür im "sicheren" Bereich nur in solche flexiblen Produkte investieren. Über die Jahre (inkl. Crashs) haben die aktiven vorsichtig ausgedrückt ca. 6-8% p.a. nach Kosten erwirtschaftet. Aber das ist natürlich meine ganz persönliche Entscheidung und würde der betroffenen Person mit ihrer individuellen Situation auch nicht unbedingt gerecht werden. Zumal ich bei solchen Produkten auch immer ein Auge drauf haben würde. Von daher kann ich deinen Vorschlag mit dem ETF-DF gut nachvollziehen... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nudelesser Januar 11, 2011 Werde mir das im Detail dann nochmal alles genauer anschauen, aber das Grundprinzip ist klar. Mein Vater hat sich mit dem Gedanken angefreundet, alles in den Fonds zu investieren und aus diesem dann entsprechend dem Bedarf Entnahmen durchzuführen. Dagegen sprechen offensichtlich das Risiko von Kursverlusten sowie die Verkaufskosten der einzelnen Positionen. Sehe ich doch richtig, oder? Nee, das siehst Du nicht richtig. Wenn Dein Vater Kursverluste auf jeden Fall vermeiden will, dann sollte er den Betrag ganz einfach in Tages-/Festgeld anlegen. Und Verkaufskosten dürften bei einer Rückgabe von Fonds an die DB auch nicht oder in unwesentlichem Umfang anfallen. Du hast hier eine Menge guter Vorschläge bekommen (mir gefällt der von Malvolio und Sparfux am besten), die sich mit minimalem Aufwand und zu geringen Kosten umsetzen lassen. Gleichzeitig scheinst Du aber noch nicht verstanden zu haben, wo das Problem mit dem Angebot der Deutschen Bank (und anderer Banken) liegt. Würde empfehlen, den Anlagevorschlag einmal näher auf die Gebühren abzuklopfen (Dachfondsgebühr, Verwaltungsgebühren der einzelnen Fonds, Ausgabeaufschlag, ...) und mit den obigen Vorschlägen zu vergleichen. Dann dürfte auch Deinem Vater klar werden, warum der freundliche Bankberater so hartnäckig hinter ihm her ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
D-Mark Januar 13, 2011 · bearbeitet Januar 13, 2011 von D-Mark Hallo, Traditionalisten versammelt euch! Kennt hier eigentlich jemand den Begriff >PIIGS<? Das steht für Protugal/Italien/Irland/Griechenland/Spanien und drückt in der hecktischen Börsenkurzsprechweise derzeit die ganze Malaise einer Sache aus 4 Buchstaben aus, die mit >E< anfängt und mit >uro< aufhört... Das beste daran: Diese Prophezeiung erfüllt sich wie am Schnürchen. Ein weiterer Hinweis darauf, daß euch die Wahrheit stets nur im allerletzten Augenblick zugänglich gemacht und hinter den Kulissen gemauschelt wird, was das Zeug hält! Darüberhinaus möchte ich darauf hinweisen, daß ich auch sonst nicht an das tausenjährige Reich der Demokratisten glaube. Und ich denke, jede erdenkliche politische Information über Europa in den letzten Jahrzehnten gibt meiner Vermutung Rückhalt... Geschichte: Bündnisse sind oft das Papier nicht wert...und Zeiten des Friedens sind die kleinere Summe! Ich halte es für eine Frage der Zeit, bis in Europa die Erde wieder von marschierdenden Armeen zum Beben gebracht wird. Und der Euro kann z.B. schon morgen ein Treppenwitz der Gechichte sein. Man muß sich vergegenwärtigen, daß diese Währungsunion rießige volkswirtschaftliche Gegensätze vereinigen will. Eine Angelegenheitm, die man getrost als bodenlos naiv bezeichnen kann. Und: Propaganda, wie ihr sie auch morgen früh wieder in der Zeitung lest - zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus! Das ist nichts als deckigste Manipulation... Und Außerdem muß bei jeder Anlageprognose die Inflation gegengerechnet werden! Sparbriefe, ich weiß nicht was sie brignen, aber ich bin sicher, daß dies eine Dummheit ist... Das ist das gleiche, wie wenn z.B. jemand sich von der Information einlullen läßt, daß die 2,25%, die deutsche Rentenversicherer gesetzlich anbieten müssen - daß das irgendwas Tolles sei! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Akaman Januar 13, 2011 · bearbeitet Januar 13, 2011 von Akaman D-Mark, was hast du geraucht? Oder war es eher eine flüssige Substanz? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
chiksen Januar 24, 2011 Danke für die ganzen Antworten. Bin leider noch nicht dazu gekommen mir im Detail alles durchzulesen. Hoffe allerdings, dass ich das in den nächsten Tagen nachholen und dann weiterreichen kann. Danke nochmal und Gruß Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag