ikellerer Dezember 20, 2010 Hallo Forum, ich bin neu hier - meine Eckdaten s. u. Meine aktuelle Frage: Ich bin bei einer Finanzberaterin, die mein aktuelles Depot (s.u.) vor ca. 2 Jahren (aus meinem vorherigen, deutlich zu riskanten Depot) zusammen gestellt hat. Weil ich an meinen Verlusten doch ziemlich geknabbert habe, habe ich die letzten Jahre alles neu verdiente Geld auf Tagesgeldkonten gebunkert (ca. 60.000 ). Ca. 25.000 will ich da auch lassen, zwecks Liquidität für auftragsarme Zeiten. Ca. 10.000 zahle ich dieses Jahr noch in die Rürup-Rente Für die restlichen 25.000 hat mir meine Beraterin folgende Aufteilung empfohlen: 15.000 PEH Renten EVOPRO -P- LU0291408713 (für die Sicherheit) 5.000 PEH EMPIRE INH. P LU0086120648 5.000 SARASIN-FAIRINVEST-UN.-A DE000A0MQR01 Allerdings mußte ich gestern erfahren, dass die Agentur mittlerweile nicht mehr unabhängig ist - sondern "vertraglich gebundener Vermittler" der PEH ist. Das muss ja nicht zwingend schlecht sein - aber ich hätte halt gerne etwas neutrale Infos über die PEH bzw. die Fonds ... hier im Forum habe ich nix dazu gefunden. Und auch bei weiteren Recherchen nichts, was ich interpretieren könnte. Kann mir jemand was zu den Fonds sagen - oder sagen, wo ich "neutrale" Infos/Bewertungen finde? Falls die Frage nicht zu naiv ist .... Insgesamt sähe das Depot dann so aus: FT ACCUGELD (PT) DE0009770206 3.801 8% PEH Renten EVOPRO -P- LU0291408713 15.000 31% PEH EMPIRE INH. P LU0086120648 15.842 33% SARASIN-FAIRINVEST-UN.-A DE000A0MQR01 10.235 21% BNPP L1-EQ.GERMANY CL.C LU0377077325 3.351 7% 48.229 Vielen Dank ! 1. Erfahrungen mit Geldanlagen Div Fonds seit ca. 1998, aber immer durch Berater Kein eigenständiges, fundiertes know-how 2. Darstellung von bereits vorhandener Fondspositionen (ISIN angeben) Wertpapier ISIN Marktwert Depot-Anteil FT ACCUGELD (PT) DE0009770206 3.801 16% PEH EMPIRE INH. P LU0086120648 10.842 47% SARASIN-FAIRINVEST-UN.-A DE000A0MQR01 5.235 23% BNPP L1-EQ.GERMANY CL.C LU0377077325 3.351 14% (Altlast mit hohem Verlust und diesem Jahr guter Performance) 3. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für eure Fondsanlage sehr gering - max 1 bis 2 x pro Jahr 4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten vor 10 Jahren (alleinstehend, ohne Kinder): sehr hohe Risikobereitschaft --> sehr hohe Verluste heute (in Partnerschaft lebend, Hauptverdienerin, 2 Kinder): eher sicher, aber mit einer gewissen Restrisikobereitschaft Optionale Angaben: 1. Alter: 45 2. Berufliche Situation: Freiberuflerin (IT-Branche) 3. Sparerfreibetrag ausgeschöpft? ja Über meine Fondsanlage 1. Anlagehorizont: 80% langfristig, 20% mittelfristig 2. Zweck der Anlage: Vermögensaufbau, etwas Altersvorsorge (neben Rürup und Konsorten) 3. Einmalanlage und/oder Sparplan? Einmalanlage 4. Anlagekapital: 25.000 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ghost_69 Dezember 20, 2010 · bearbeitet Dezember 20, 2010 von ghost_69 Hallo und Willkommen hier im Forum ikellerer Tagesgeld ist immer gut, auch wenn man aktuell nicht viel dafür bekommt, aber Du machst keinen Verlust damit. Deine Fonds bzw. von Deiner Beraterin: FT AccuGeld (PT) 17_12_2010.pdf Das ist ein Geldmarktfonds der auf Sicherheit geht, das ist gut, aber er liegt immer hinterm Tagesgeld also lohnt der Wechsel nicht. PEH Renten EvoPro P.pdf Ein Rentenfonds der nicht besonders ist, dann lieber Tagesgeld. PEH Empire P.pdf Ein Teurer Strategiefonds der auch nicht so gut ist, würde statt diesen auch lieber auf Tagesgeld setzen. Sarasin-FairInvest-Universal-Fonds A.pdf Ein Mischfonds der eher schlecht als recht ist, würde mir den auch ersparen und im Tagesgeld bleiben. BNP Paribas L1 Equity Germany C.pdf Ein Aktienfonds der auf Deutsche Werte setzt, warum versteckt er seinen Chart, halte den für auch nicht gut. Kurzum, mit dieser Aufteilung verlierst Du eher Geld als das Du welches gewinnen würdest. Ich würde die vermeindliche Beraterin zum Teufel schicken und mich an Deiner Stelle selber drum kümmern. Es gibt zu jeder Zeit Investments die Geld einbringen. So sieht ein Fonds aus der über Jahre hinweg Spaß macht: Und dieser ist auch nicht so anfällig da es ein Mischfonds ist. Ghost_69 :- Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ikellerer Dezember 21, 2010 · bearbeitet Dezember 21, 2010 von ikellerer Hallo ghost_69, vielen Dank für deine erschütternde Antwort ... irgendwie hat mein Bauchgefühl ja schon was Ähnliches vermutet D.h. - ich werde jetzt nichts machen - meinen inneren Schweinhund überwinden und mich etwas in das Thema einarbeiten - und dann Entscheidungen treffen. Drei konkrete Fragen hätte ich dennoch: Gibt es ein Buch, dass ich mir unter den Weihnachtsbaum legen sollte? Muss nicht das totale Anfängerbuch sein, aber halbwegs lesbar ;-) Das bestehende Depot (Wert ca. 23.000 €) ist abgeltungssteuerfrei. Wenn ich mir jetzt Gedanken mache, soll ich dann eher - die neu anzulegenden 25.000 € verplanen und das bestehende Depot belassen, auch wenn die Fonds alle sehr bescheiden sind oder - eine Gesamtstrategie für die 48.000 € entwickeln und das abgeltungssteuerfreie Depot auflösen Ich habe vor 2 Jahren - ebenfalls auf Anraten der Beraterin - mein Depot bei Frankfurter Fondsbank augelöst und bin zur DAB gewechselt. Im Forum habe ich dazu auch schon konträre Meinungen gelesen. Soll ich das auch noch mit auf meine Nachdenk-Liste nehmen - oder kann/soll ich erstmal bei der DAB bleiben? Empfehlungen für Berater dürfen/sollen vermutlich im Forum nicht geben werden - oder? Viele Grüße Ingrid P.S. Bin ja noch neugierig, welcher Fonds das ist auf deinem Chart ... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
etherial Dezember 21, 2010 Allerdings mußte ich gestern erfahren, dass die Agentur mittlerweile nicht mehr unabhängig ist - sondern "vertraglich gebundener Vermittler" der PEH ist. Das muss ja nicht zwingend schlecht sein - aber ich hätte halt gerne etwas neutrale Infos über die PEH bzw. die Fonds ... hier im Forum habe ich nix dazu gefunden. Ich würde schon sagen, dass das schlecht ist (wobei unabhängige Vermittler nicht besser sind): - du bezahlst ihm das Gehalt, weißt aber noch nichtmal wieviel - du verlässt dich darauf gute Fonds empfohlen zu bekommen, die eigenartiger Weise alle von PEH sind? Gerade wenn du faul bist, solltest du jetzt mal 25 in ein gutes Buch investieren (z.B. "Souverän Investieren ..."), und danach überlegen ob du: 1. deine Finanzen lieber selbst managed (und zwar passiv, denn sonst musst du dich mehr als 1bis 2x pro Jahr damit beschäftigen) 2. deine Finanztipps im Forum beziehst (mehr Aufwand) 3. deine Finanzen von einem Honorarberater managen lässt (teurer) 4. deine FInanzen von einem Provisionsberater managen lässt (teuer und intransparent) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bonneville Dezember 21, 2010 Gibt es ein Buch, dass ich mir unter den Weihnachtsbaum legen sollte? Muss nicht das totale Anfängerbuch sein, aber halbwegs lesbar ;-) Für den Einstieg: Portfoliotheorie (unbedingt die "Grundlagen des Investieren" durch Anklicken lesen) ETF Einführung ETF-Langfristdepot für größere Vermögen Buch für unter den Weihnachtsbaum: Gerd Kommer "Souverän investieren" John C. Bogle "Börsengewinne mit gesundem Menschenverstand" Ansonsten kann ich der Meinung von ghost_69 nur zustimmen. Mit Deinen Fragen in diesem Forum hast Du den ersten wichtigen Schritt zu einer selbstbestimmten Finanzsouveränität geschafft. Geh den Weg weiter! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
H.B. Dezember 21, 2010 Sicherlich kann man sich ein gutes Buch unter den Weihnachtsbaum legen. Ob die oben angeführte Literatur zielführend ist, muss man schon selbst entscheiden. Ich selbst empfehle völlig andere Titel. Warum: die derzeit belieten Titel sind entweder der Schmuddelecke zuzuordnen, Motto: Der Crash kommt, Nur Gold ist Sicher..., oder sie gehen von beständig stiegenden Märkten aus ( passives Investieren, ETF-Sparen etc.) Wenn man derzeit jedoch mit wachen Augen durch die Lande geht, dann ist zumindest die Chance recht groß, dass wir in einer Zäsurphase sind. Was liegt näher, als sich zumindest damit zu beschäftigen, wie Vermögen in frühreren Zäsurphasen zumindest konserviert wurden. Dann lande ich bei Querdenkern, wie Talib (Narren des Zufalls, der schwarze Schwan), bevorzugt auf Englisch zu empfehlen, Darvas, (How I made 2 Millions in the stock market) oder auch Händeler ( Die Geschichte der Zukunft.) Denn eines sollte jedem klar sein, der selbst Verantwortung für sein Vermögen und die Vermögensplanung übernimmt: 1. Fehler machen kann sehr viel Lebensqualität kosten und 2. Wer nur mit dem Mainstream schwimmen kann, lässt sein Geld lieber in Sparbriefen und kümmert sich darum, wie er die Perfromanceverluste durch seine Haupttätigkeit egalisieren kann. Das macht zumindest mehr Spass, als sich ständig von den Märkten vorführen zu lassen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Pandemonium Dezember 21, 2010 Taleb gibt aber doch in Fooled By Randomness keine Anlagetips, sondern erzählt nur viel aus seinem Leben als Investmentbanker. Das ist zwar recht interessant, und ich halte den Zufall auch für schwer unterschätzt, hilft aber der TO glaub ich nicht sehr weiter. (Ich würde BTW City Boy empfehlen, je nach Gemüt steckt man nachher alles Ersparte unter die Matratze oder rührt zumindest nie wieder einen aktiven Fonds an, wenn man liest, was mit seinem sauer verdienten Geld so passiert ) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ghost_69 Dezember 21, 2010 vielen Dank für deine erschütternde Antwort ... irgendwie hat mein Bauchgefühl ja schon was Ähnliches vermutet D.h. - ich werde jetzt nichts machen - meinen inneren Schweinhund überwinden und mich etwas in das Thema einarbeiten - und dann Entscheidungen treffen. Drei konkrete Fragen hätte ich dennoch: Gibt es ein Buch, dass ich mir unter den Weihnachtsbaum legen sollte? Muss nicht das totale Anfängerbuch sein, aber halbwegs lesbar ;-) Das bestehende Depot (Wert ca. 23.000 ) ist abgeltungssteuerfrei. Wenn ich mir jetzt Gedanken mache, soll ich dann eher - die neu anzulegenden 25.000 verplanen und das bestehende Depot belassen, auch wenn die Fonds alle sehr bescheiden sind oder - eine Gesamtstrategie für die 48.000 entwickeln und das abgeltungssteuerfreie Depot auflösen Ich habe vor 2 Jahren - ebenfalls auf Anraten der Beraterin - mein Depot bei Frankfurter Fondsbank augelöst und bin zur DAB gewechselt. Im Forum habe ich dazu auch schon konträre Meinungen gelesen. Soll ich das auch noch mit auf meine Nachdenk-Liste nehmen - oder kann/soll ich erstmal bei der DAB bleiben? Empfehlungen für Berater dürfen/sollen vermutlich im Forum nicht geben werden - oder? Viele Grüße Ingrid P.S. Bin ja noch neugierig, welcher Fonds das ist auf deinem Chart ... Hallo Ingrid Ich wollte Dir nur die Wahrheit sagen und nichts verschönigen. Bevor Du jetzt irgendetwas machst, solltest Du Dich besser mit der Materie befassen, aber vorsicht es kann zur Sucht führen. Bücher gibt es sicherlich mehrere, aber was möchtest Du wissen ? Weißt Du schon die Grundlagen, damit solltest Du einmal anfangen, und erst danach das ein oder andere zur Strategie auswählen. Es gibt bei der Börse Frankfurt einmal ein paar nützliche PDF's die man auch als Buch dort bekommen kann. http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=259 Dann gibt es ein paar Bücher, aber vorher bitte erst ein paar Grundlagen, dann würde ich mich eher hier etwas durch das Forum lesen. Danach würde ich mir überlegen, wie es mit Deinem aktuellen Depot weiter geht, es ist recht einfach, würdest Du nachdem Du mehr weißt die selben Fonds wieder kaufen oder nicht, wenn die Antwort nein ist würde ich es glatt stellen und einen neu Anfang machen. Ich selber war schon bei einigen Banken bzw. Plattformen, aktuell bin ich bei der Frankfurter Fondsbank über einen Vermittler, bekomme so alle Fonds die ich brauche mit 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag und brauche keine Depotgebühren zahlen. Ich hätte Dir nur einen Berater empfehlen können, der auch wirklich ein Berater war, aber leider ist er nicht mehr unter uns, er war mir ein guter Freund. Achja und der Fonds mit dem Chart ist dieser hier: Carmignac Patrimoine A 17_12_2010.pdf Ein Mischfonds der auf Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Aktien, Wandelanleihen und Derivate zur Absicherung auf Währungen setzt und das recht erfolgreich seit über 20 Jahren. Ghost_69 :- Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
fisher Dezember 22, 2010 Allerdings mußte ich gestern erfahren, dass die Agentur mittlerweile nicht mehr unabhängig ist - sondern "vertraglich gebundener Vermittler" der PEH ist. Das muss ja nicht zwingend schlecht sein - aber ich hätte halt gerne etwas neutrale Infos über die PEH bzw. die Fonds ... hier im Forum habe ich nix dazu gefunden. Ich würde schon sagen, dass das schlecht ist (wobei unabhängige Vermittler nicht besser sind): - du bezahlst ihm das Gehalt, weißt aber noch nichtmal wieviel - du verlässt dich darauf gute Fonds empfohlen zu bekommen, die eigenartiger Weise alle von PEH sind? Gerade wenn du faul bist, solltest du jetzt mal 25 in ein gutes Buch investieren (z.B. "Souverän Investieren ..."), und danach überlegen ob du: 1. deine Finanzen lieber selbst managed (und zwar passiv, denn sonst musst du dich mehr als 1bis 2x pro Jahr damit beschäftigen) 2. deine Finanztipps im Forum beziehst (mehr Aufwand) 3. deine Finanzen von einem Honorarberater managen lässt (teurer) 4. deine FInanzen von einem Provisionsberater managen lässt (teuer und intransparent) Steht hinter PEH nicht Peter E. Huber und ist er nicht ein angesehener Vermögensverwalter? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schinzilord Dezember 22, 2010 Steht hinter PEH nicht Peter E. Huber und ist er nicht ein angesehener Vermögensverwalter? von wem angesehen? von seinen Mitarbeitern? Vom Managermagazin? Die Fonds oben sprechen doch für sich... Egal wie man es dreht und wendet: für einen verantwortungsvollen Umgang mit seinem eigenen Geld braucht man Wissen. Für welchen Pfad man sich danach entscheidet, muss jeder für sich selbst abwägen! Deshalb les dir ein paar Bücher durch, gib dir Zeit, dass sich das Wissen setzt und entscheide dann weiter. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
fisher Dezember 22, 2010 Steht hinter PEH nicht Peter E. Huber und ist er nicht ein angesehener Vermögensverwalter? von wem angesehen? von seinen Mitarbeitern? Vom Managermagazin? Die Fonds oben sprechen doch für sich... Egal wie man es dreht und wendet: für einen verantwortungsvollen Umgang mit seinem eigenen Geld braucht man Wissen. Für welchen Pfad man sich danach entscheidet, muss jeder für sich selbst abwägen! Um sich dieses Wissen anzueignen braucht es aber viel Zeit, die man häufig nicht hat. Schließlich muss man ja Geld verdienen. Dieses Geld wird nun selbst erfolgreich angelegt oder es geht schief. Von einem Vermögensverwalter sollte man aber erwarten können, dass er sich das Wissen angeeignet hat. Bei vielen Vermögensverwaltern ist aber durchaus eine "Schieflage" eingetreten. Oder war das alles nur wegen der Finanzkrise? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag