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Gerd Kommer - Souverän investieren - Fragen dazu

Empfohlene Beiträge

Dagobert

Nur hat da jetzt auch keiner was davon!

 

Kompliment: Mit acht Worten hast Du den added value eines Großteils der Diskussion dieses Threads zusammengefasst :thumbsup:

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rolasys

hier mal Warren Buffett, zwar schon etwas älter der Artikel und hängt hier im Forum bestimmt auch schon mal run, aber immer noch aktuell wie eh und je und passt vielleicht hier zu der ganzen "Kommer" Diskussion auch ganz gut;

 

http://www.valueinvesting.de/chronik/2008/warren-buffett-ratschlage-fur-privatanleger/

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35sebastian

Theoretische Erörterungen sind ja schön und gut. Aber sie bringen nicht weiter, wenn man sie nicht umsetzt.

Wer von den Kommer Fans praktiziert denn die reine Lehre des Passiven Investierens über ETFS?

Und wenn ja? Wie lange schon ? 5, 10, 15 , 20 Jahre?:thumbsup:

 

Auch vor Kommer gab es schon kluge Leute. Einige sind mit ihrer simplen Strategie sehr reich geworden und haben ihre Kunden auch zu Millionären gemacht, wenn diese sich an das Rezept gehalten haben.

Warren Buffett z.B. hat keine Derivate gekauft, sondern Aktien, die auf lange Sicht , d.h. über 15,20,25,30 oder mehr Jahre besser performen als die Indices.

Das kann man im Nachhinein überprüfen. Man vergleiche nur die Charts von Ko, PG oder JNJ. Langfristig haben sie immer den Index geschlagen.

Kauft man nun einmalig den BH oder stellt ein Sortiment erstklassiger Aktien zusammen und hält diese dann 10,15, 20 ,25 Jahre, dann ist ein gleicher Effekt erzielt.

Und die Kosten? Einmalig sind 0,4 -0,5% fällig. Danach fallen keine Kosten an.

Hinter Aktien stehen lebendige Unternehmen. Daran teilzuhaben macht mir richtig Spaß. Mit "seelenlosen" Konstrukten ,wie ETFS, kann ich nichts anfangen.

Börse hat für mich auch einen Spaßfaktor.

Ich freue mich, wenn ich von Produkten "meiner Firmen" umgeben bin. Vor allem freue ich mich, wenn die Produkte und Dienstleistungen teuer oder sogar überteuert verkauft werden können.

ETFs , nein danke. Auch wenn ETFs die beste Form des Investierens sein sollte.

Der Beweis steht noch aus. Oder ? :thumbsup:

 

Aber nun will ich nicht weiter stören.

Souverän investieren heißt nach Kommer ........:thumbsup::)

Das ist der rechte Weg.

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TerracottaPie
· bearbeitet von TerracottaPie

Kompliment: Mit acht Worten hast Du den added value eines Großteils der Diskussion dieses Threads zusammengefasst :thumbsup:

 

Ich fasse mal in einem Wort den Großteil Deiner Beiträge in diesem Thread (und eigentlich jedem, in dem mal das Wort "passiv" fällt) zusammen:

 

Troll.

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sparfux
· bearbeitet von sparfux

ETFs , nein danke. Auch wenn ETFs die beste Form des Investierens sein sollte.

Der Beweis steht noch aus. Oder ? :thumbsup:

Der Beweis, dass andere Strategien besser/sinnvoller für Ottonormalanleger sind aber um so mehr. Hinter passivem Investieren in Indexfonds steckt wenigstens eine gewisse nachvollziehbare Logik (siehe weiter oben im Thread).

 

Diese Logik fehlt mir in den Begründungen irgendwelcher anderer aktiver Ansätze. Mehr als 80% der Deutschen meinen, sie wären überdurchschnittliche Autofahrer ...

 

Und ich meine dabei nicht Hinweise auf Leute wie Buffet oder Swensen in Yale. Denen mit ihren finanziellen und intellektuellen Mitteln traue ich durchaus zu, auch langfristig den Durchschnitt zu schlagen. Übrigens emphielt ja sowohl Buffet als auch Swensen für Privatanleger passives Investieren in Indexfonds.

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35sebastian
· bearbeitet von 35sebastian

Fux,

wenn du schon auf meinen Beitrag eingehst, dann solltest du das in Gänze tun.

Vor allem solltest du auf die Fragen eingehen.

Wie lange hast du schon ETFs ? Börse erlebt man nur in der Praxis, nicht in der Theorie.

Und den abgedroschene Satz von dem "überdurchschnittlichen Autofahrer" habe ich schon häufig gehört.

 

Ich gestehe, ich bin kein überdurchschnittlicher Autofahrer , will mich auch nicht mit einem guten Fahrer vergleichen, und schon gar nicht mit Schumacher oder Vettel.

Und trotzdem lasse ich mich nicht mit dem Bus oder dem Taxi fahren. Ich fahre selbst, weil es mir Spaß macht und ich individuelle Freiheit genieße.

Was ist dabei , wenn ich mir auch viele Aktien von Buffett und anderen tollen Leuten, die sind sicherlich so gut wie Kommer, ins Depot lege?

Entwickeln die sich in meinem Depot schlechter, vor allem wenn ich sie günstiger gekauft habe als die Gurus? (gurufocus ist dafür eine gute Adresse)

Die Idee richtigen Investierens ist simpel, aber sehr schwer zu praktizieren.

Das Problem bei allen Investments ist der Investor selbst: seine Ungeduld, seine Angst, seine Gier.

Jetzt habe ich aber wirklich genug zum Thema gesagt.

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rolasys

will mich hier auch nicht mehr reinhängen, da es mittlerweile schon wieder in Schwarz/Weiß Malerei ausartet

aber dieser Satz ist eine guter Schlusspunkt:

 

Das Problem bei allen Investments ist der Investor selbst: seine Ungeduld, seine Angst, seine Gier.

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sparfux
· bearbeitet von sparfux

Wie lange hast du schon ETFs ? Börse erlebt man nur in der Praxis, nicht in der Theorie.

Indexzertifikate seit 2004, die ETF seit 2006, konsequent Altlasten beseitigt 2008. Ich habe im Performance-2010 Thread ja meine Daten ziemlich genau gepostet. Ich habe immernoch ca. 40% aktive Investments, 20% weil man bei Riester, bAV etc. keine Wahl hat und 20% für Immobilienfonds und ein wenig "Spielgeld" in Alternative Investments.

 

Ich fahre selbst, weil es mir Spaß macht und ich individuelle Freiheit genieße.

Um bei Deinem Bild zu bleiben: Du fährst aber auch nicht mit dem Formel 1 Wagen durch die Gegend.

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35sebastian

Ich fahre selbst, weil es mir Spaß macht und ich individuelle Freiheit genieße.

Um bei Deinem Bild zu bleiben: Du fährst aber auch nicht mit dem Formel 1 Wagen durch die Gegend.

 

Sorry, ich muss noch mal nachlegen. Du hast das Beispiel mit dem Auto gebracht.

Warum sollte ich Formel 1 fahren? Du hast Fantasien. Diese solltest du aber nicht auf andere übertragen.

So gelassen und defensiv ich meine Nobelmarke durch den Verkehr steuere, so mache ich das auch im Aktienbereich.

Oder willst du Eon, Cola, PG , Royal Dutch und.... etwa mit Formel 1 Autos vergleichen?

Mir ist es egal , was du denkst.

Mach du dein Ding mit ETFS. Mir sind alle seelenlosen Konstrukte, die sich hinter Abkürzungen verstecken, zuwider. Punkt.

Jetzt musst du mich wirklich entschuldigen. Ich beschäftige mich lieber konkret mit ......:thumbsup: Aktien.:)

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polydeikes
· bearbeitet von torstenb
Hinter Aktien stehen lebendige Unternehmen. Daran teilzuhaben macht mir richtig Spaß. Mit "seelenlosen" Konstrukten ,wie ETFS, kann ich nichts anfangen.

Börse hat für mich auch einen Spaßfaktor.

 

Ich kann da nur zustimmen. Nicht jeder aktive Ansatz heißt automatisch, dass ich unbedingt besser sein will als andere. Und ich bezweifle mal pauschal, dass Privatanleger die teilweise verwirrenden steuerlichen ETF Konstrukte in Deutschland so ohne weiteres verstehen können. Für Ottonormal Anleger halte ich bei weitem nicht jeden ETF für empfehlenswert. Ich bin sogar der Meinung, dass nach dem vorzeitigen Gebührenzugpferd Zertifikate nun auch in letzter Zeit zunehmend durch angebliche Passivprodukte kräftig abkassiert wird.

 

Hat der Ottonormal Anleger die Kompetenz ein solides ETF Portfolio aufzubauen? Wenn ja, dann okay - ich glaubs nur nicht. Ich denke eher, der Ottonormal Anleger wäre mit einer gutdiversifizierten Auswahl aktiver Aktienfonds besser bedien. Einige der hier genannten Basisliteratur hat ein oder mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel und basiert zum großen Teil auf amerikanischen Produkten. Bei denen ist allein die Steuerproblematik schon eine ganz andere ...

 

Also so einfach und geeignet als Pauschalaussage ... kann ich mich nicht anschließen.

 

edit: Zumal hier im Board einige laut Forenanmeldung seit Jahren passiv investierende Anleger noch nach wie vor viele Dinge bei den ETFs durcheinanderschmeißen ... Wie solls dann Otto Normal ergehen?

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sparfux

Oder willst du Eon, Cola, PG , Royal Dutch und.... etwa mit Formel 1 Autos vergleichen?

Ich wollte eigentlich Buffet mit Formel 1 und Dich (oder mich) mit VW Golf (oder was auch immer) vergleichen.

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Kezboard

Warren Buffett z.B. hat keine Derivate gekauft, sondern Aktien, die auf lange Sicht , d.h. über 15,20,25,30 oder mehr Jahre besser performen als die Indices.

Das stimmt so nicht: Verlust mit Derivaten: Buffett verzockt 1,4 Milliarden Dollar

 

Ich denke die meisten haben ein falsches Bild von Warren Buffett, der mit "langweiligen" Aktien zum Milliardär geworden ist. Das ist mitnichten der Fall. Viel eher bin ich der Meinung, dass er ein Gespür für besondere Situationen hat, ein guter Menschenkenner ist und von seinen unzähligen Kontakten in der Finanzwelt profitiert. Dazu hat er eine besondere Begabung, was den Umgang mit Zahlen und generell seine Gedächtnisleistung angeht.

All das sind Eigenschaften, die den meisten Anlegern fehlen, und deswegen wird seine Leistung auf lange Sicht unerreicht bleiben. Jetzt aber zurück zu Herrn Kommer :-

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Emilian
· bearbeitet von Emilian

Ich find den Thread hier dufte und les jeden Tag bei Cappuccino und Kuchen kräftig mit - macht wirklich Spaß! Hier mal wieder etwas Kanonenfutter :) vom Gerd, damit es hier nicht langweilig wird:

 

http://www.interesse.../1256066047.pdf

 

Gruß Emilian.

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littleracer
Hinter Aktien stehen lebendige Unternehmen. Daran teilzuhaben macht mir richtig Spaß. Mit "seelenlosen" Konstrukten ,wie ETFS, kann ich nichts anfangen.

Börse hat für mich auch einen Spaßfaktor.

 

Ich kann da nur zustimmen. Nicht jeder aktive Ansatz heißt automatisch, dass ich unbedingt besser sein will als andere. Und ich bezweifle mal pauschal, dass Privatanleger die teilweise verwirrenden steuerlichen ETF Konstrukte in Deutschland so ohne weiteres verstehen können. Für Ottonormal Anleger halte ich bei weitem nicht jeden ETF für empfehlenswert. Ich bin sogar der Meinung, dass nach dem vorzeitigen Gebührenzugpferd Zertifikate nun auch in letzter Zeit zunehmend durch angebliche Passivprodukte kräftig abkassiert wird.

 

Hat der Ottonormal Anleger die Kompetenz ein solides ETF Portfolio aufzubauen? Wenn ja, dann okay - ich glaubs nur nicht. Ich denke eher, der Ottonormal Anleger wäre mit einer gutdiversifizierten Auswahl aktiver Aktienfonds besser bedien. Einige der hier genannten Basisliteratur hat ein oder mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel und basiert zum großen Teil auf amerikanischen Produkten. Bei denen ist allein die Steuerproblematik schon eine ganz andere ...

 

Also so einfach und geeignet als Pauschalaussage ... kann ich mich nicht anschließen.

 

edit: Zumal hier im Board einige laut Forenanmeldung seit Jahren passiv investierende Anleger noch nach wie vor viele Dinge bei den ETFs durcheinanderschmeißen ... Wie solls dann Otto Normal ergehen?

 

 

Da könnte man gleich einen Schritt weiter gehen und sagen:

 

Ob aktiv oder passiv, alles Müll - denn der unkundige Privatmann ist viel zu undiszipliniert um strategisch zu handeln. Jeder versucht beinahe täglich die Kurse zu verfolgen und fällt somit taktische Entscheidungen.

 

Beinahe jeder "Passivinvestor" hier im Forum bedient sich zwar passiver Produkte handelt aber dennoch aktiv, was eigentlich so bei dieser Investmentform nicht vorgesehen ist.

 

Die Befürworter des aktiven Ansatzes sind ebenfalls nicht besser - immer wieder werden neue Fondsprodukte selektiert, die ja "besser" sind als die von denen man noch gestern überzeugt war....

Von den Kosten will ich erst gar nicht reden, diese Fondsmanager sind alles Verbrecher - vorne einen AA verlangen, laufend TER abkassieren und dann noch Performancefee´s aufrufen - geht ja mal gar nich....

 

 

Jedes Jahr die selben Argumente.

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rolasys
· bearbeitet von rolasys
Das stimmt so nicht: Verlust mit Derivaten: Buffett verzockt 1,4 Milliarden Dollar

 

musste ja kommen....

 

ist so aber nicht richtig was da steht, auch wenn es überall zu lesen war.

 

Die Kontrakte laufen noch Jahre, erst dann ist das ein Verlust oder eben (sehr wahrscheinlich) nicht. Das musste BH auf Grund der Rechenschaftslegung veröffentlichen, das sind aber derzeit alles nur Buchverluste (wenn es jetzt überhaupt noch verluste sind).

 

Wie dem auch sein, die passive Strategie hat ohne Zweifel ihre Berechtigung und auch viele Vorteile, dass sie aber für alle und jeden die richtige Antwort parat hat wage ich stark zu bezweifeln. Und genau das stört mich auch an Kommers Buch. Er tut gerade so, als ob er die Weisheit mit Löffeln gefrssen hätte (ok, bischen überspitzt gesagt). Alle gegenteiligen Beispiele tut er ab mit "das kann man aber nicht vorraussehen"). Natürlich kan man das nicht, aber um mal beim Auto Beispiel zu bleiben:

 

Natürlich kann nicht jeder Formel 1 fahren, aber ich kann dennoch verschiedene Autotypen einschätzen und dann mittels eigenem Modell/Kriterien entscheiden, welches Auto ich fahren möchte. ein Fiat Panta ist noch lange kein VW Passat und als Famile kann ich keinen Porsche gebrauchen....

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polydeikes
Ob aktiv oder passiv, alles Müll - denn der unkundige Privatmann ist viel zu undiszipliniert um strategisch zu handeln. Jeder versucht beinahe täglich die Kurse zu verfolgen und fällt somit taktische Entscheidungen.

 

So sehe ich das tatsächlich.

 

Beinahe jeder "Passivinvestor" hier im Forum bedient sich zwar passiver Produkte handelt aber dennoch aktiv, was eigentlich so bei dieser Investmentform nicht vorgesehen ist.

 

Auch das ist tatsächlich meine Meinung.

 

Die Befürworter des aktiven Ansatzes sind ebenfalls nicht besser - immer wieder werden neue Fondsprodukte selektiert, die ja "besser" sind als die von denen man noch gestern überzeugt war ...

 

Und auch den unterschreibe ich wirklich zu 100 %. Musst nurmal die Fondsprodukte threads verfolgen. Sind die mal 2-3 Jahre gut gelaufen, steigt die Aktivität extrem an. Wars vor ein paar Jahren bspw. der Lingohr der überall empfohlen wurde, sinds heute die Produkte vom Napoleon der Neuzeit ...

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BondWurzel
· bearbeitet von BondWurzel
Der Privatanleger müsste schon mind. das "Talent" von Profis haben und kaum diversifizieren, sodass er etwas von der Outperformance der aktiven Fonds bekommt.

 

Exakt....wen sprechen die "schlauen" Bücherschreiber eigentlich an...natürlich nur den eigenen Geldbeutel, weil sie ja selbst nicht erfolgreich sind an der Börse oder sind es edle Menschen, die ihren Erfolg teilen wollen, dann sollten die "schlauen" Bicher nichts kosten. Der Profi braucht diese Bücher nicht, der normale Anleger versteht sie nicht, nur "halbwissende" Gierlappen erfreuen sich daran und debattieren morgen noch darüber.

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armerTor
Der Privatanleger müsste schon mind. das "Talent" von Profis haben und kaum diversifizieren, sodass er etwas von der Outperformance der aktiven Fonds bekommt.

 

Exakt....wen sprechen die "schlauen" Bücherschreiber eigentlich an...natürlich nur den eigenen Geldbeutel, weil sie ja selbst nicht erfolgreich sind an der Börse oder sind es edle Menschen, die ihren Erfolg teilen wollen, dann sollten die "schlauen" Bicher nichts kosten. Der Profi braucht diese Bücher nicht, der normale Anleger versteht sie nicht, nur "halbwissende" Gierlappen erfreuen sich daran und debattieren morgen noch darüber.

 

:thumbsup:

Ein wenig hart ausgedrückt - aber genau so sehe ich es auch. Da lobe ich mir den alten Kostolany, welcher nachweislich ausgesorgt hatte, bevor er mit Bücherschreiben anfing. Und amüsanter als die hordenweise auftretenden, oberschlauen Pseudo-Börsenkenner schrieb er sowieso. Oder hat er jemals den Zeigefinger erhoben und "I told you so" gerufen? ;o)

 

 

 

Grüße!

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littleracer
Ob aktiv oder passiv, alles Müll - denn der unkundige Privatmann ist viel zu undiszipliniert um strategisch zu handeln. Jeder versucht beinahe täglich die Kurse zu verfolgen und fällt somit taktische Entscheidungen.

 

So sehe ich das tatsächlich.

 

Beinahe jeder "Passivinvestor" hier im Forum bedient sich zwar passiver Produkte handelt aber dennoch aktiv, was eigentlich so bei dieser Investmentform nicht vorgesehen ist.

 

Auch das ist tatsächlich meine Meinung.

 

Die Befürworter des aktiven Ansatzes sind ebenfalls nicht besser - immer wieder werden neue Fondsprodukte selektiert, die ja "besser" sind als die von denen man noch gestern überzeugt war ...

 

Und auch den unterschreibe ich wirklich zu 100 %. Musst nurmal die Fondsprodukte threads verfolgen. Sind die mal 2-3 Jahre gut gelaufen, steigt die Aktivität extrem an. Wars vor ein paar Jahren bspw. der Lingohr der überall empfohlen wurde, sinds heute die Produkte vom Napoleon der Neuzeit ...

 

 

Dann sind wir ja einer Meinung! Die Frage ist nur, was soll man tun? Besonders vor dem Hintergrund, dass passive Investoren sich in ihrer Anlagestrategie jüngst bestätigt sahen, da die Märkte euphorisiert wurden und wie verrückt gelaufen sind. Die Frage nach schlechten Zeiten und den Folgen für Passivinvestments stellte sich bisher nicht, denn hier müsste man ja dann konsequenterweise dem Markt in die Tiefe folgen ohne aktiv zu werden - das entspricht einfach nicht der Natur des Menschen. Die wenigsten können temporäre Verluste von >30% aushalten wenn es z. B. um Geld geht, für das man sein ganzes Leben lang hart gebuckelt hat.

 

Mein Lösungsansatz:

 

Aktives Investment mit einem kundigen Sparringspartner an meiner Seite + Abbildung weiterer Assetklassen über geschlossene Beteiligungen oder andere Anlagevehikel. Wenn jetzt jmd. ganz laut nach den Kosten schreit - ab einer gewissen Größenordnung ist alles verhandelbar.

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Emilian

.... Da lobe ich mir den alten Kostolany, welcher nachweislich ausgesorgt hatte, bevor er mit Bücherschreiben anfing. Und amüsanter als die hordenweise auftretenden, oberschlauen Pseudo-Börsenkenner schrieb er sowieso. Oder hat er jemals den Zeigefinger erhoben und "I told you so" gerufen? ;o)

Grüße!

 

Es gibt alte Piloten und es gibt kühne Piloten, aber es gibt keine alten, kühnen Piloten. Zt. A. Kostolany

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Karl Squell
· bearbeitet von Karl Squell

Karl: Es gibt verschiedene Varianten, passiv zu investieren. In Deinem BIP-Beispiel würdest Du auf die aktuelle BIP-Verteilung rebalancieren. Also 60/40 BIP ergibt 60%/40% bei den ETFs.

Gruß Emilian.

 

Ok, das ist schon mal besser, als die erste Variante, weil man dann ja einmalig die Anteile festlegen würde.

 

Aber wäre es jetzt nicht so, dass man die Gefahr läuft in steigende Märkte zu investieren?

 

Ist halt die Frage, wie Aktienkurse zum BIP korrellieren.

Wenn sie schwächer steigen als das BIP, würde man in den steigenden Markt einkaufen.

Wenn sie stärker steigen wäre man antizyklisch, weil man ja den überproportionalen Anteil verkaufen müsste.

Von negativer Korrelation gehe ich jetzt mal nicht aus, oder?

 

Oft hört man ja: Die Kurse gehen als Frühindikatoren der Wirtschaft voraus.

Kurse steigen also erst überproportional, dann wird beim Rebalancing verkauft.

Das BIP steigt später (nach dem Rebalancing), dann wird wieder nachgekauft.

Jetzt sollte die Sättigung des Wachstums kommen... also danach fallende Kurse?

 

Ich denke dass der Zeitpunkt des Rebalancings also recht wichtig ist, sozusagen auch eine Art Markettiming. Was meint ihr? Eure Gedanken interessieren mich.

 

Hier im Thread ist ja einiges los. Ich würde gern noch ein paar Dinge übers Rebalancing wissen. Was denkt ihr darüber?

 

Ich schiebe auch gleich noch mal eine Frage nach:

Nehmen wir an, ich hätte ein Depot aus 70/30 MSCI World / MSCI EM, also Werte, die positiv korellieren, und würde Rebalancen. Dann hätte ich ja insgesamt immer noch 100% Aktien.

Wenn wir ein Depot aus 50% Aktien / 50% Renten hätten, die der Theorie nach negativ korellieren, wäre der positive Effekt des Rebalancings nicht sogar noch viel stärker? Man würde immer in fallende Märkte investieren.

Also bräuchte man idealerweise doch Anlageformen, die mit -1 perfekt negativ korellieren, richtig?

Praktisch gesehen bedeutet das doch: Man müsste über alle Anlageklassen diversifizieren.

Liege ich da richtig?

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Emilian
· bearbeitet von Emilian
Nehmen wir an, ich hätte ein Depot aus 70/30 MSCI World / MSCI EM, also Werte, die positiv korellieren, und würde Rebalancen. Dann hätte ich ja insgesamt immer noch 100% Aktien.

 

Ja richtig.

 

Wenn wir ein Depot aus 50% Aktien / 50% Renten hätten, die der Theorie nach negativ korellieren, wäre der positive Effekt des Rebalancings nicht sogar noch viel stärker? Man würde immer in fallende Märkte investieren.

 

Das ist eher ein Missverständnis. Der Rentenanteil in Deinem Depot senkt sozusagen den Risikofaktor dein Gesamtportfolios. Bin ich ein ängstlicher Anleger fahr ich meinetwegen 20% Aktien/80% Renten, bin ich eher auf etwas mehr Rendite (und damit einhergehenden Risiko) aus fahr ich 60% Aktien/ 40% Renten. Es soll hier auch Leute geben, die 100% Aktienanteil fahren, dazu brauchste aber Nerven.

 

Also bräuchte man idealerweise doch Anlageformen, die mit -1 perfekt negativ korellieren, richtig?

 

Richtig, die gibts aber eben nur in der grauen Theorie (bzw. sind die nach Kosten uninteressant). Ferner würdest Du dann ja kein Risiko übernehmen - wofür sollte dir da einer was löhnen?

 

Praktisch gesehen bedeutet das doch: Man müsste über alle Anlageklassen diversifizieren.

Liege ich da richtig?

 

Ja durchaus, oder sagen wir besser: über alle sinnvoll vertretbaren Assets.

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vanity

... Liege ich da richtig?

Korrelation ist nicht alles. Der Erwartungswert (der sowieso) und die Volatilität (unterschätzt) der einzelnen Klassen spielen bei dieser Betrachtung eine gewichtige Rolle. Bevor ich mich aber jetzt mit Erklärungsversuche verbiege, verweise ich auf die schönen Ausführungen zu Mythos Korrelation von etherial.

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BondWurzel
Praktisch gesehen bedeutet das doch: Man müsste über alle Anlageklassen diversifizieren.

Liege ich da richtig?

 

Nein, man muss die aktuelle Phase optimal zu nutzen versuchen, dann sind möglicherweise einige Anlageklassen nicht relevant. :o

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WarrenBuffet1930
· bearbeitet von WarrenBuffet1930
Ich denke die meisten haben ein falsches Bild von Warren Buffett, der mit "langweiligen" Aktien zum Milliardär geworden ist. Das ist mitnichten der Fall. Viel eher bin ich der Meinung, dass er ein Gespür für besondere Situationen hat, ein guter Menschenkenner ist und von seinen unzähligen Kontakten in der Finanzwelt profitiert.

 

Buffett hat Insiderwissen, Marktmacht sowie Sonderkonditionen, die Privatinvestoren nicht haben. Das gilt für viele Institutionelle. Ich empfehle das Buch von Jim Cramer zur Aktienanlage, einen Großteil seiner Zeit war Cramer damit beschäftigt Analysten, Insidern und anderen Personen auf den Sack zu gehen, solange bis die entnervt Informationen rausrückten, die sie ihm eigentlich nicht hätten geben dürfen. Buffett nutzt eiskalt die Notlagen anderer Marktteilnehmer , siehe Goldman Sachs und die Kredit- sowie Optionskonditionen, die er bekam. Buffetts Engagement ist immer auch ein Bonitätszeugnis, das weit mehr wert ist, als die Urteile aller Ratingagenturen. Buffett hat ein gutes Gespür dafür, wann er höheres Risiko fährt, das Bild der langweiligen Langfristinvestors, der einfach nur Aktien kauft und wartet, entspricht nicht der Realität.

Zudem folgen viele Buffets Käufen, sobald diese bekannt werden. Die Goldmänner haben aufgrund ihrer Nähe zur Fed Informationen vor anderen, es gibt genug Fälle, aus denen klar ersichtlich ist, das sie von Leitzinsänderungen schon vorher erfahren haben. It's all about deluding people.

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