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streetwalli

ETF-Depot als Pensionsvorsorge

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streetwalli

hallo beisammen,

 

 

kurz zu mir und meiner vorgeschichte:

 

ich investiere nun schon eine ganze weile ausschließlich in ETF's, da mich der passive ansatz einfach überzeugt. grundlage meiner entscheidung ist vorwiegend der schmöker von gerd kommer und natürlich die meinung vieler user aus der forenwelt.

 

in österreich gibt es leider keine online-bank, die etf-sparpläne anbietet. deshalb liegt mein depot bei flatex.at, wo ich die geringsten gebühren (5-7/trade) bezahle. alle 2-3 monate habe ich bisher ca. 2000 in ETFs gesteckt. mit der asset allocation habe ichs dabei allerdings NOCH nicht so genau genommen, da mein avisiertes depot ca. 11 titel umfassen wird und ich erst die großen positionen aufbauen wollte, ehe ich mich an das feintuning mache. es hat in meinen augen einfach keinen sinn, die kleinen depotpositionen um 200 pro trade zu kaufen, da prozentuell viel zu viel an gebühren drauf geht.

 

das depot dient rein und ausschließlich der pensionsvorsorge für mich und meine frau, ich werde also noch ca. 30 jahre darin ansparen. ich orientiere mich bei der allocation an supertobs depot für große vermögen und kommers vorschlag für ein weltdepot.

 

und jetzt kommt das große ABER:

 

vielleicht hat es ja der eine oder andere mitbekommen. da österreich offenbar genug geld hat, um es in ganz europa freudig zu verteilen, wurde ein sparpaket geschnürt, das unter anderem die kapitalertragssteuer für aktiengewinne umfasst. 25% des gewinns gehen dabei AB 1.1.2011 an den fiskus. d.h. aktien, die vor dem 1.1.2011 gekauft werden, bleiben weiterhin steuerfrei (nach ablauf der spekulationsfrist von einem jahr).

 

ich möchte deshalb in diesem jahr noch ca. 20k in mein ETF-depot investieren und dabei die avisierte prozentuelle verteilung der depotpositionen erreichen. eigentlich möchte ich erheblich mehr investieren, aber da ich gerade haus baue, ist der moment denkbar ungünstig.

 

dabei ist folgendes zu beachten (wichtig!):

- ich kaufe nur ETFs

- diese ETFs müssen in Ö den steuerstatus "blütenweiß" (regelm. KeSt.Meldung) tragen (prüfbar hier, "Meldestatus Blütenweiß"). das führt leider zu einigen einschränkungen bei der titelauswahl.

- die restlichen kriterien wie niedrige TER etc. sollten klar sein

- die ETFs sollten über lange zeit bestand haben, da ich nach 2011 die bisher gekauften positionen nicht mehr ohne nachteil umschichten kann

- die bestehenden positionen möchte ich nur ungern verkaufen

 

so sieht mein depot im moment aus:

anmerkungen vorweg:

- die rot geschriebenen ETFs habe ich bisher noch nicht gekauft.

- in der spalte ganz rechts ("FIKTIV", kursiv) habe ich die jeweils geplanten investitionsbeträge aufgelistet

- die angeführten prozentwerte berücksichtigen auch diese fiktiven werte (sprich die reelle verteilung sieht im moment anders aus; die situation in der tabelle spiegelt die prozente wider, wenn ich wie geplant zuschlage)

- die ansoluten zahlen habe ich geschwärzt, bitte um verständnis

- ich habe nur den aktienanteil aufgelistet. der festverzinsliche teil unterliegt aus steuerlichen gründen einer sehr geringen auswahl (für österreicher: fbig).

post-12316-0-58878300-1291566122_thumb.gif

 

nun zu meinen fragen:

 

- was haltet ihr von den einzelnen etfs

- und der gesamten assett allocation?

- eventuell den einen oder anderen noch nicht gekauften ETF austauschen? bin für jeden vorschlag offen und bedanke mich im voraus.

[anmerkung: ich habe zuviel europa im depot, das muss ich im laufe der zeit ausgleichen]

 

- habe ich zuviel redundanz (überlappende bereiche) im depot?

 

- meinem logischen denken nach wäre es besser, wenn ich vorwiegend thesaurierer kaufe, da die ausschüttungen der kest unterliegen und ich die ausgeschütteten beträge später in ETFs investieren muss, deren gewinne letztlich wiederum der kest unterliegen werden. richtig?

- wäre es den aufwand wert, alle jetzigen ausschütter aus dem depot zu entfernen und noch auf thesaurierer (sofern vorhanden) umzuschichten?

- rechtfertigt ein thesaurierer eine höhere TER als ein ausschütter? im speziellen geht es mir um iShares DJ STOXX Small 200 DE000A0D8QZ7 (A) mit einer TER von 0,21% vs. Comstage MSCI Europe Small Cap LU0392496344 (T) mit einer TER von 0,35%.

 

- nordamerika value, da gibts nichts ordentliches. darauf verzichten oder den ishares us select dividend?

 

- haltet ihr alle aufgelisteten fonds für zukunftssicher (>30 jahre)

 

- gerd kommer besteht in seinem buch auf eine investition in immos, supertobs hat nichts dergleichen im depot. wie ist eure meinung dazu?

 

- swap oder kein swap, wenn vermeidbar?

 

- und eine der wichtigsten fragen zum schluß: die börsen sind heiß gelaufen bis jetzt. 20k auf einmal investieren (das sind ca.30% des jetzigen depotwerts), davon fast 5k in EM small caps, das würde ich unter anderen umständen niemals durchziehen. aber auf 30 jahre gesehen können aus kommastellen schnell mal große zahlen werden, deshalb denke ich persönlich schon, dass die steuerersparnis das risiko wert ist, aber mich würde dennoch eure meinung dazu interessieren.

 

das wurde ein ganz schön langer beitrag. ich hoffe ich konnte ihn halbwegs lesbar für euch aufbereiten, hab mir jedenfalls mühe gegeben. nun hoffe ich auf ein paar vor- und ratschläge von der kompetenten community hier, bedanke mich im voraus für die mühe und verbleibe mit freundlichen grüßen,

streetwalli

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Pandemonium

- ich habe nur den aktienanteil aufgelistet. der festverzinsliche teil unterliegt aus steuerlichen gründen einer sehr geringen auswahl (für österreicher: fbig).

Hm?

 

- was haltet ihr von den einzelnen etfs

Der ishares EM SmallCap ist nicht blütenweiß...

 

Sonst: mir ist bei meinen Recherchen aufgefallen, dass der ishares Stoxx jede Menge Substanzgewinne generiert, der ishares MSCI Europe dagegen gar nichts. Warum auch immer, da weiß ich, welchen ich nehme :thumbsup:

Ähnlich bei Europe SmallCaps, der dbx benimmt sich besser als der Comstage. Allerdings haben die unterschiedliche Geschäftsjahre, und vom Comstage gibt's erst ein Jahr.

 

- meinem logischen denken nach wäre es besser, wenn ich vorwiegend thesaurierer kaufe, da die ausschüttungen der kest unterliegen und ich die ausgeschütteten beträge später in ETFs investieren muss, deren gewinne letztlich wiederum der kest unterliegen werden. richtig?

Nach den Infos, die ich im Nacbartrhead gepostet hab, sind tatsächliche Ausschüttungen in Zukunft steuerfrei. Sie vermindern aber die steuerlichen Anschaffungskosten. Damit ist die Differenz zum Verkaufskurs und damit die Steuer höher; während thesaurierte Ausschüttungen implizit den Kurs erhöhen. Sollte also auf dasselbe rauskommen.

 

- und eine der wichtigsten fragen zum schluß: die börsen sind heiß gelaufen bis jetzt. 20k auf einmal investieren (das sind ca.30% des jetzigen depotwerts), davon fast 5k in EM small caps, das würde ich unter anderen umständen niemals durchziehen. aber auf 30 jahre gesehen können aus kommastellen schnell mal große zahlen werden, deshalb denke ich persönlich schon, dass die steuerersparnis das risiko wert ist, aber mich würde dennoch eure meinung dazu interessieren.

Kommt drauf an, wieviel du in den Kommenden Jahren noch vorhast zu verdienen. Auf 30 Jahre Einkommen gesehen sind 5000 Euro hoffentlich nicht so viel.

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streetwalli

hallo pandemonium

 

danke für deine antworten

 

Der ishares EM SmallCap ist nicht blütenweiß...

lt. profitweb ist er es ("KESt Meldefonds, delivery requirements fulfilled ").

 

Sonst: mir ist bei meinen Recherchen aufgefallen, dass der ishares Stoxx jede Menge Substanzgewinne generiert, der ishares MSCI Europe dagegen gar nichts. Warum auch immer, da weiß ich, welchen ich nehme :thumbsup:

Ähnlich bei Europe SmallCaps, der dbx benimmt sich besser als der Comstage. Allerdings haben die unterschiedliche Geschäftsjahre, und vom Comstage gibt's erst ein Jahr.

hmm, ich habe die etfs derselben kategorie nie in der performance verglichen, weil es doch bei gleichem referenzindex keinen gravierenden unterschied geben dürfte.

 

A oder T ist also letztlich egal? das erspart mir ein paar sorgenfalten. bleibt noch deine frage der swaps vs. replizierer und deren steuerliche behandlung.

 

mfg

streetwalli

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Pandemonium
Der ishares EM SmallCap ist nicht blütenweiß...

lt. profitweb ist er es ("KESt Meldefonds, delivery requirements fulfilled ").

Interessant. Laut der ishares-Website (Stand August) nicht :huh: Na umso besser. Dann werd ich den gleich miteinplanen :thumbsup:

 

hmm, ich habe die etfs derselben kategorie nie in der performance verglichen, weil es doch bei gleichem referenzindex keinen gravierenden unterschied geben dürfte.

 

STOXX oder MSCI Europe ist glaube ich relativ austauschbar. Und es geht ja nicht um die Performance, sondern um das, was im Bauch des Fonds passiert.

 

A oder T ist also letztlich egal? das erspart mir ein paar sorgenfalten.

Ich glaube es so zu lesen. Es wäre sinnvoll, was aber ein Alarmsignal ist, denn sinnvoll ist an dem Gesetz sonst kaum was :angry:

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streetwalli

*räusper*

 

gibts abseits der steuerdiskussion noch meinungen zum obigen depot?

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Pandemonium

Meine Erfahrung hier: wenn keiner was zu meckern hat, ist es eh ok ;-) Zu typischen BIP-Depots ist glaub ich schon alles gesagt.

Eines nur, ich würde keinen SelDiv-ETF nehmen, Begründung kurz hier .

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boll

- was haltet ihr von den einzelnen etfs

- und der gesamten assett allocation?

- eventuell den einen oder anderen noch nicht gekauften ETF austauschen? bin für jeden vorschlag offen und bedanke mich im voraus.

- habe ich zuviel redundanz (überlappende bereiche) im depot?

- wäre es den aufwand wert, alle jetzigen ausschütter aus dem depot zu entfernen und noch auf thesaurierer (sofern vorhanden) umzuschichten?

- rechtfertigt ein thesaurierer eine höhere TER als ein ausschütter? im speziellen geht es mir um iShares DJ STOXX Small 200 DE000A0D8QZ7 (A) mit einer TER von 0,21% vs. Comstage MSCI Europe Small Cap LU0392496344 (T) mit einer TER von 0,35%.

- nordamerika value, da gibts nichts ordentliches. darauf verzichten oder den ishares us select dividend?

- haltet ihr alle aufgelisteten fonds für zukunftssicher (>30 jahre)

- gerd kommer besteht in seinem buch auf eine investition in immos, supertobs hat nichts dergleichen im depot. wie ist eure meinung dazu?

- swap oder kein swap, wenn vermeidbar?

- und eine der wichtigsten fragen zum schluß: die börsen sind heiß gelaufen bis jetzt. 20k auf einmal investieren (das sind ca.30% des jetzigen depotwerts), davon fast 5k in EM small caps, das würde ich unter anderen umständen niemals durchziehen. aber auf 30 jahre gesehen können aus kommastellen schnell mal große zahlen werden, deshalb denke ich persönlich schon, dass die steuerersparnis das risiko wert ist, aber mich würde dennoch eure meinung dazu interessieren.

 

Hallo,

insgesamt halte die die Aufteilung für gelungen. Was soll man anderes antworten, wenn man sich an supertops richtet?!?

Zu den steuerlichen Sachen in Österreich kann ich nix sagen - es erinnert mich aber stark an die Abgeltungssteuer in Deutschland! Wusste gar nicht, dass sie zum Verkaufsschlager wird :-

 

Bei uns gab es auch die Diskussion vor der Einführung der Abg.St., ob Thesaurierer steuerlich vorteilhafter sind. Bei uns, so wurde es hier erarbeitet, ist es so. Auf 20 Jahre gerechnet soll der Renditevorteil bei insgesamt 7,x% liegen, wenn ich mich richtig erinnere. Wenn ihr die deutschen Regeln kopiert habt, dann lohnt sich noch eine Umschichtung in thesaurierende ETFs. Nach Einführung der Steuer sollen in D die ausschüttenden voll replizierenden ETFs besser sein (Stichwort Quellensteuer).

 

Überlappungen? Hast du dein Depot schon im X-Ray-Tool eingetragen?

 

In einem Newsletter von Portfoliotheorie wird beschrieben, dass das Volumen eines ETFs schon 200 Mio betragen solle, damit er mittel-/langfristig wirtschaftlich und profitabel sei.

 

Der iShares DJ STOXX Small 200 DE000A0D8QZ7 (A) ist kein ETF mit SmallCaps im eigentlichen Sinne. Er bildet den Verlauf der 200 kleinsten Aktien des Stoxx 600 ab. Die 200 kleinsten sind aber zu 90% MidCaps! siehe auch hier. Besser sind da schon ETFs auf den MSCI Europe Small Caps oder MSCI EMU Small Cap.

 

Bärenbulle hatte in seinem Musterdepot auch den us select dividend, würde ihn aber nicht mehr weiterempfehlen, wenn ich ihn hier richtig verstanden habe.

 

lpj23 sagt in seinem passiven Musterdepot:

Solange ein SWAP-ETF nicht wirklich ausschlaggebende Vorteile gegenüber einem Replizierer hat, warum dann ein höheres Risiko eingehen als nötig?

 

"die börsen sind heiß gelaufen bis jetzt". Wann sie wieder erkalten oder ob sie noch heißer werden, weiß - bis auf die Glaskugel - niemand. Irgendwo hier im WPF habe ich mal einen Link zu einem Abgeltungssteuer-Tool gesehen, das berechnet, um wieviel der Kurs noch fallen muss, damit mit Abgeltungssteuer die gleiche Rendite rausspringt, als wenn ich noch Ende 2008 in D (und ohne Steuerlast) gekauft hätte...

 

Immobilien und Rohstoffe sind Ansichtssache. Manche haben sie im Depot, andere nicht. Immobilien z.B. nicht, weil man häufig eine eigene hat und deshalb kein weiteres Klumpenrisiko eingehen will. Und Rohstoffe nicht, da sie von sich aus keine Rendite generieren. Siehe dazu auch hier! Kurz: Rohstoffe sollen wenig mit Aktien korrelieren.

 

Grüße

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Pandemonium

wie ich im Nachbarthread geschrieben habe, hat sich Österreich eine ganz andere Steuer ausgedacht, die Überlegungen sind also leider nicht übertragbar.

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Warlock

So habe gerade mal dein Depot angeschaut. Interressant finde ich das du eigentlich einen sehr ähnlichen Weg wie ich gehst (bin ebenfalls langfristig orientiert und nutze ETF's). Oder ich wie du. ;)

 

Bei den Europa und Nordamerika Positionen finde ich reicht ein ETF. In Europa der ishares STOXX 600 Europe und in Nordamerika der Comstage ETF MSCI North Amerika. In beiden sind schon einige, auch kleinere Titel drin. Wenn du die Small Caps aber für wichtig erachtest, dann laß sie auf jeden Fall drin. Dann aber noch jeweils eine dritte Position mit Value halte ich für unötig, ist mir dann zu viel klein, klein. Ein ETF soll ja gerade möglichst viel abdecken, einfach und übersichtlich sein, wenn du dann aber 6 Positionen für Europa und Nordamerika brauchst finde ich das zu viel.

 

Pacifikregion bzw. Ostasien hast du abgedeckt, hier könnte ich mir viel eher was mit Small Caps vorstellen, da kann richitg viel bei rumkommen. Ich muss aber sagen das Angebot an ETF's ist da sehr begrenzt. Zur Not kann man aber einen aktiven Fonds nehmen, passiv investieren ist ja kein religiöses Bekenntnis.

 

Die Emerging Markets hast du komplett abgedeckt, da gibts eigentlich nichts mehr zu sagen. Ich bin da einfach einen etwas anderen Weg gegangen und habe nach Regionen aufgeteilt investiert (Lateinamerika, Osteuropa, Ostasien, in Zukunft noch Afrika).

 

Rohstoffe kann ich nichts zu sagen, kenne ich mich kaum mit aus.

 

Immobilien finde ich eigentlich gut, aber an jeder Ecke hört man immer wieder von Blasen. Die Rendite liegt zwischen 3%-5% p.A., gerade bei einem Anlagehorizont von 30 Jahren halte ich das nicht für notwendig. Habe aber auch kein Argument was wirklich gegen Immobilien sprechen würde.

 

Du hast teilweise physisch replizierende und teilweise swap basierte ETF's, bei einer so langfristig geplanten Anlage würde ich nur physisch replizierende nehmen. Ich bin mir um ehrlich zu sein nicht sicher (auch was mein eigenes Depot angeht) das man am Stück 30 Jahre konstant in einem Produkt investiert bleibt. Es kommen noch Krisen, wirtschaftliche wie persönliche, die politische und wirtschaftliche Landkarte verändert sich fortwärend. Aus diesen Gründen kann es gut sein das man nach 10 Jahren sein Anlagekonzept grundsätzlich überdenken muss.

 

Und da ist auch noch ein Argument was mich zumindest etwas kritischer gegenüber ETF's macht. In den Indizes sind immer die Werte am stärksten vertreten, die durch eine Blase am meisten aufgebläht sind. 2000 die Technologiewerte, 2007 die Banken. Von daher kann es in der nächsten Krise, auch wenn man die Punkte nicht so perfekt trifft, durchaus mal sinnvoll sein ein paar Monate auszusetzen. Sowas kann die Performance schon mal zweistellig nach ober korrigieren.

 

Evtl. ist es auch mal einen Gedanken wert den einen oder anderen Einzeltitel ins Auge zu fassen.

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streetwalli

sehr schöner input, vielen dank.

 

@pandemonium:

vom sel. dividend wird immer wieder abgeraten, wie ich gelesen habe. dann werde ich ihn wohl aus mangel an alternativen wegrationalisieren.

 

@boll:

Der iShares DJ STOXX Small 200 DE000A0D8QZ7 (A) ist kein ETF mit SmallCaps im eigentlichen Sinne. Er bildet den Verlauf der 200 kleinsten Aktien des Stoxx 600 ab. Die 200 kleinsten sind aber zu 90% MidCaps! siehe auch hier. Besser sind da schon ETFs auf den MSCI Europe Small Caps oder MSCI EMU Small Cap.

ok, dann werde ich den comstage msci europe small cap drin lassen.
Solange ein SWAP-ETF nicht wirklich ausschlaggebende Vorteile gegenüber einem Replizierer hat, warum dann ein höheres Risiko eingehen als nötig?

ein grund ist unter anderem der meldestatus in Ö. viele der ETFs, die in D zugelassen sind, sind in Ö nicht "blütenweiß". deshalb muss ich tw. nehmen, was ich kriegen kann.

Immobilien und Rohstoffe sind Ansichtssache. Manche haben sie im Depot, andere nicht. Immobilien z.B. nicht, weil man häufig eine eigene hat und deshalb kein weiteres Klumpenrisiko eingehen will.

ich habe immos erstmal reingegeben, weil kommer sie in seinem buch unbedingt empfohlen hat. allerdings will ich mich damit nicht wirklich anfreunden, zumal obiger etf eine einseitige regionale aufteilung aufweist.

 

@warlock:

Bei den Europa und Nordamerika Positionen finde ich reicht ein ETF. In Europa der ishares STOXX 600 Europe und in Nordamerika der Comstage ETF MSCI North Amerika. In beiden sind schon einige, auch kleinere Titel drin.

du hast damit natürlich recht. allerdings sind eben nur die kleineren drin, nicht die ganz kleinen. zur maximalen streuung nach der modernen portfoliotherapie gehören die aber auch rein. da der kauf eigentlich keinen aufwand darstellt und die orderkosten bei flatex gering sind, nehme ich die einfach mal mit.

Pacifikregion bzw. Ostasien hast du abgedeckt, hier könnte ich mir viel eher was mit Small Caps vorstellen, da kann richitg viel bei rumkommen. Ich muss aber sagen das Angebot an ETF's ist da sehr begrenzt. Zur Not kann man aber einen aktiven Fonds nehmen, passiv investieren ist ja kein religiöses Bekenntnis.

small cap etf habe ich für diese region nicht gefunden. eine weitere überlegung wäre, alle einzel-etfs zu streichen und stattdessen den axa rosenberg global small caps (IE0008366928, TER 1,0%) zu kaufen. verteilung wäre 53% nordamerika, 30% europa, 10% japan, 7% asien. würde das depot nochmal verkleinern. meinungen?

Du hast teilweise physisch replizierende und teilweise swap basierte ETF's, bei einer so langfristig geplanten Anlage würde ich nur physisch replizierende nehmen.

wieso?

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Pandemonium
· bearbeitet von Pandemonium
Pacifikregion bzw. Ostasien hast du abgedeckt, hier könnte ich mir viel eher was mit Small Caps vorstellen, da kann richitg viel bei rumkommen. Ich muss aber sagen das Angebot an ETF's ist da sehr begrenzt. Zur Not kann man aber einen aktiven Fonds nehmen, passiv investieren ist ja kein religiöses Bekenntnis.

small cap etf habe ich für diese region nicht gefunden.

Es gibt den ishares MSCI Far East ex Japan Small Cap Link (blütenweiß :thumbsup:).

Ist halt eine Frage, willst du SC in einer BIP-Aufteilung mitnehmen, oder willst du eine Region/Strategie übergewichten.

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Warlock

@warlock:

Du hast teilweise physisch replizierende und teilweise swap basierte ETF's, bei einer so langfristig geplanten Anlage würde ich nur physisch replizierende nehmen.

wieso?

 

Bei Swaps werden im Grunde Risiken gegeneinander getauscht, bei ETF's die Aktien im Fonds gegen die Entwicklung der Benchmark. Das ganze ist natürlich noch mal versichert für den Fall das der Swappartner ausfällt. Bei den meisten Anbietern wird so das Risiko für den Kunden auf 10% des Fondswertes begrenzt. Wobei das bei konservativen Indizes schnell mal die Wertentwicklung mehrerer Jahre sein kann. Die nächste Krise kommt bestimmt - früher oder später - und ich bin mir nicht so sicher dass das alles so funktioniert. Natürlich behaupten alle das da überhauptnichts passieren kann, im normalen Marktgeschehen wird das bestimmt auch so sein und für Kurz- und Mittelfristige Anleger die ja ETF's am meisten nutzen ist das ein überschaubares Risiko. Aber wenn du einen Anlagehorizont von 30 Jahren hast, würde ich schon mal das Szenarion Systemkrise einmal im Hinterkopf haben.

 

Bei Physisch replizierenden ETF's sind die Aktien drin die draufstehen, geht es doch mal steil bergab behält man seine Anteile und man erlebt hinterher auch wieder den Anstieg.

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streetwalli
· bearbeitet von streetwalli

hallo,

 

ich habe mich jetzt nochmal mit der thematik der swaps befasst. kurz-mittelfristig wäre mir das risiko wirklich egal, langfristig im sinne von >30a würde ich mit replizierern wohl besser schlafen - ob gerechtfertigt oder nicht, sei mal dahingestellt. leider habe ich aber nicht für jede position einen replizierer zur hand (in Ö haben wir ein kleineres angebot an zugelassenen etfs als in D), weshalb ich a) die fonds auf unterschiedliche etf-emittenten aufteile und b.) das sicherheitsmanagement der swaps miteinbeziehe (siehe auch liste hier). die db-xtrackers scheinen hier am "besten" zu sein.

 


  •  
  • den immo-etf und den us-value etf habe ich rausgehauen.
     
  • den comstage european small cap LU0392496344 gegen db x-trackers european small caps trn LU0322253906 getauscht (trotz 0,05% höherer TER). letzterer hat auch ein größeres fondsvolumen von 211mio vs. 16mio beim comstage (ist aber auch sehr viel jünger, deshalb kein primäres kriterium).
     
  • den comstage ETF MSCI north america hätte ich gegen den ishares MSCI north america tauschen können. dagegen spricht allerdings, dass der ishares ausschüttet (ich will thesaurierer) und ich bereits ein ordentliche position vom comstage aufgebaut habe. deren veräußerung wäre tw. unter der noch gültigen 1jährigen spekulationsfrist und somit mit 25% zu besteuern. eine möglichkeit wäre, den comstage zu behalten und den ishares als zusätzliche position zu kaufen. meinungen?
     
  • alternative zum comstage ETF MSCI USA Small cap ist der CS ETF (IE) on MSCI USA Small Cap. vorteile: replizierer UND billiger als der comstage, in Ö auch blütenweiß. auch hier müsste ich meine vorhandenen positionen verkaufen (und versteuern). vom volumen her liegt er auch deutlich über dem comstage. ich denke hier werde ich den aufwand betreiben und umschichten. meinungen
     
  • zum comstage msci pacific gibts keine alternativen.
     
  • mit dem lyxor emerging markets bin ich nicht sonderlich glücklich, bin hier allerdings schon massiv veranlagt. als ich mein depot begonnen habe, waren viele etfs in Ö nicht zugelassen und der lyxor nahezu die einzige alternative. jetzt kann man hier aus den vollen schöpfen, z.b. mit dem iShares MSCI Emerging Markets, replizierer, thesaurierer (gibts beides), etwas teurer als der lyxor (swapper). auch hier umschichten? ich weiß nicht recht. meinungen?
     
  • zum ishares EM small caps gibts keine alternativen, brauche ich wohl auch nicht.
     
  • frage: macht der oben erwähnte ishares MSCI Far East ex Japan Small Cap zusätzlich noch sinn?
     

 

mfg streetwalli

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Pandemonium

  • den comstage european small cap LU0392496344 gegen db x-trackers european small caps trn LU0322253906 getauscht (trotz 0,05% höherer TER). letzterer hat auch ein größeres fondsvolumen von 211mio vs. 16mio beim comstage (ist aber auch sehr viel jünger, deshalb kein primäres kriterium).

Ich hab auch den db-x. Interessant wird IMO in Zukunft der hier:

http://www.finanzen....mall_Cap_SM_ETF

State Street sind einer der ältesten Indexfonds-Anbieter. Spannend, dass sie jetzt den europäischen Markt aufmischen wollen. Hoffentlich tun sie sich die Mühe an und registrieren ihre Produkte in Österreich!

 

  • den comstage ETF MSCI north america hätte ich gegen den ishares MSCI north america tauschen können. dagegen spricht allerdings, dass der ishares ausschüttet (ich will thesaurierer) und ich bereits ein ordentliche position vom comstage aufgebaut habe. deren veräußerung wäre tw. unter der noch gültigen 1jährigen spekulationsfrist und somit mit 25% zu besteuern. eine möglichkeit wäre, den comstage zu behalten und den ishares als zusätzliche position zu kaufen. meinungen?

Ich kenn ja deine sonstige Einkommenssituation nicht, aber Verkäufe in der Spekulationsfrist sind nicht mit 25%, sondern mit dem Grenzsteuersatz zu versteuern...ich würd ihn in dem Fall behalten.

 

  • alternative zum comstage ETF MSCI USA Small cap ist der CS ETF (IE) on MSCI USA Small Cap. vorteile: replizierer UND billiger als der comstage, in Ö auch blütenweiß. auch hier müsste ich meine vorhandenen positionen verkaufen (und versteuern). vom volumen her liegt er auch deutlich über dem comstage. ich denke hier werde ich den aufwand betreiben und umschichten.

Du hast ja glaub ich dein Depot bei flatex, da bist du mit dem Comstage besser dran, den bekommst du über Direkthandel. Der CS erscheint mir etwas illiquid.

 

  • mit dem lyxor emerging markets bin ich nicht sonderlich glücklich, bin hier allerdings schon massiv veranlagt. als ich mein depot begonnen habe, waren viele etfs in Ö nicht zugelassen und der lyxor nahezu die einzige alternative. jetzt kann man hier aus den vollen schöpfen, z.b. mit dem iShares MSCI Emerging Markets, replizierer, thesaurierer (gibts beides), etwas teurer als der lyxor (swapper). auch hier umschichten? ich weiß nicht recht.

Ich weiß für EM auch nicht recht :blushing:, welchen ich nehmen soll. Schon wieder ishares? Auch hier ist der CS nicht besonders liquid. Ziemlich neu schaut der UBS LU0480132876 aus, mit herzigen 11 Mio Volumen.

 

BTW fände ich es sehr hilfreich, wenn ishares mal ihre HP aktualisieren würden. :angry: Die haben in den letzten paar Monaten eine Menge Fonds blütenweiß registriert. Das ist ja keine ununteressante Info.

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streetwalli
Ich kenn ja deine sonstige Einkommenssituation nicht, aber Verkäufe in der Spekulationsfrist sind nicht mit 25%, sondern mit dem Grenzsteuersatz zu versteuern...ich würd ihn in dem Fall behalten.

oh ja stimmt, die 25% sind mir noch im kopf rumgeschwirrt von der kest. moment mal, das würde heißen, wenn ich z.b jetzt 50% steuer zahle müsste ich aktiengewinne innerhalb der spekufrist mit 50% versteuern, im nächsten jahr dann aber nur noch mit 25%? (anmerkung: du siehst ich verkaufe nie aktien, ich kaufe die dinger immer nur ;)). jetzt wird mir endlich klar, warum sich spekulanten über die neue steuerform sogar freuen und davon profitieren.

Du hast ja glaub ich dein Depot bei flatex, da bist du mit dem Comstage besser dran, den bekommst du über Direkthandel. Der CS erscheint mir etwas illiquid.

ja flatex. die gebühren sind aber nebensächlich in anbetracht der tatsache, dass ich jetzt die weichen für die nächsten 30 jahre stelle. der CS wäre ein replizierer UND billliger als der swappende comstage, was ihn eigentlich attraktiv macht. aber du hast recht, der umsatz ist mau, gestern bei satten 0 stück (xetra und frankfurt). how comes (bei dem fondsvolumen)???

Ich weiß für EM auch nicht recht :blushing:, welchen ich nehmen soll. Schon wieder ishares? Auch hier ist der CS nicht besonders liquid. Ziemlich neu schaut der UBS LU0480132876 aus, mit herzigen 11 Mio Volumen.

was spricht gegen ishare. replizierer gibts halt nicht viele.

 

alles kompliziert.

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Pandemonium

oh ja stimmt, die 25% sind mir noch im kopf rumgeschwirrt von der kest. moment mal, das würde heißen, wenn ich z.b jetzt 50% steuer zahle müsste ich aktiengewinne innerhalb der spekufrist mit 50% versteuern, im nächsten jahr dann aber nur noch mit 25%? (anmerkung: du siehst ich verkaufe nie aktien, ich kaufe die dinger immer nur ;)). jetzt wird mir endlich klar, warum sich spekulanten über die neue steuerform sogar freuen und davon profitieren.

 

So isses. Ham sie wieder mal treffsicher die Richtigen erwischt. :angry::angry:

 

 

was spricht gegen ishare. replizierer gibts halt nicht viele.

 

Nix, außer dass ich schon für Amerika, Europa und EM SC ishares geplant hab. Ich hätte gern ein bisschen Abwechslung bei den Anbietern, man weiß ja nie..

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streetwalli

so siehts jetzt aus (zum vergrößern klicken):

post-12316-0-00515400-1292191990_thumb.jpg

die rot markierten werden frisch investiert (hier könnte ich noch problemlos wechseln), in den anderen bin ich bereits drin.

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vanity
· bearbeitet von vanity

Ich kenn ja deine sonstige Einkommenssituation nicht, aber Verkäufe in der Spekulationsfrist sind nicht mit 25%, sondern mit dem Grenzsteuersatz zu versteuern...ich würd ihn in dem Fall behalten.

Die Zeiten sind vorbei! Die Spekulationsfrist gibt's bei Wertpapieren nicht mehr und es wird einheitlich mit 25% besteuert (Ausnahme: Altbestände vor 2009, bei denen ist die Spekulationsfrist aber abgelaufen und Kursgewinne werden überhaupt nicht besteuert)

 

Edit: Man sollte eine Thread hat von vorne lesen und nicht nicht hinten und dann mittendrin aufhören! :blushing:

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streetwalli
Die Zeiten sind vorbei! Die Spekulationsfrist gibt's bei Wertpapieren nicht mehr und es wird einheitlich mit 25% besteuert (Ausnahme: Altbestände vor 2009, bei denen ist die Spekulationsfrist aber abgelaufen und Kursgewinne werden überhaupt nicht besteuert)

nein. alles was bis ende 2010 gekauft (und verkauft) wird, fällt in die alte regelung. genau darum gehts ja. noch gibt es die spekulationsfrist und die gilt auch für alle jetzt gekauften wertpapiere.

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Warlock

Nix, außer dass ich schon für Amerika, Europa und EM SC ishares geplant hab. Ich hätte gern ein bisschen Abwechslung bei den Anbietern, man weiß ja nie..

 

Wenn man physisch replizierende ETF's haben möchte kann man auch auf ETFLab zurückgreifend. Sind die ETF's der Deka Bank, also im Grunde der Sparkassen. Die werden ihr Angebot bestimmt weiter ausbauen. Bin mir aber nicht sicher ob die von den Sparkassen ordentlich vertrieben werden, kanns mir nicht vorstellen. Von da her ist die Frage ob die ETF's in absehbarer Zeit ein ordentliches Volumen und Liquidität bekommen. Für den Langzeitanleger ist Volumen und Liquidität aber nicht sooo wichtig.

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Warlock

Hab gerade noch mal wegen der Small Caps geguckt. Im STOXX Europe 600 sind ja als Small Caps die STOXX Europe 200 Small drin, die sind in der Größenordnung des SDAX und noch ein bisschen kleiner. Als ich dann den Comstage MSCI Europe Small Cap TRN druchgesehen hab durfte ich natürlich feststellen das dort im Korb nur deutsche und französiche Blue Cips drin sind. Swap halt. Bei MSCI Barra finde ich mich, wie immer, nicht zurecht.

 

Weiß jemand, oder kann jemand einen Link reinstellen mit der Indexzusammnensetzung des MSCI Europe Small Cap TRN. Ich finde einfach nicht das passende.

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