Analysten_Junior November 16, 2010 Hallo liebe Kollegen, ich bin gerade dabei für ein Uni-Projekt die Kennzahlen der Deutschen Telekom zu vergleichen. Hier nun mein Problem: Ich habe das KGV für 2009 berechnet komme da auf den Wert 128, 6 (eigentlich genau der selbe Wert den auch Finanzen.net (http://www.finanzen.net/bilanz_guv/Deutsche_Telekom) publiziert hat) - ABER beim Chart darüber steht das KGV im Jahr 2009 bei 13,2 (bzw. 12,9) - genauso wie auch bei onvista (http://aktien.onvista.de/kennzahlen/...N=DE0005557508). Meine Frage nun: Warum varriert das KGV in diesem Fall so extrem? & hat das vl damit zu tun, dass die Deutsche Telekom im Jahr 2009 einen Gewinn/Aktie von 0,08 aber eine Dividende von 0,78 ausgeschüttet hat (bzw. warum schütten Unternehmen mehr Dividende aus als Ihren tatsächlichen Gewinn)? Herzlichen Dank & alles Liebe, euer Junior Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
John Silver November 16, 2010 ... (bzw. warum schütten Unternehmen mehr Dividende aus als Ihren tatsächlichen Gewinn)? ... Weil die Unternehmen die Dividende konstant halten wollen. D.h. in guten Jahren wird weniger ausgeschüttet und in schlechten mehr. Stichwort: Dividendenkontinuität . Die war früher bei vielen Dax-Unternehmen äußerst beliebt, man wollte für die Aktionäre verlässlich in der Dividendenpolitik sein. Das ist ja eigentlich auch kein Problem, werden Überschüsse in guten Jahren ja in die Gewinnrücklagen gesteckt und in schlechteren dort entnommen werden. Man darf auch nicht übersehen, dass im allgemeinen die Ausschüttungsquote kleiner ist als die Thesaurierungsquote. Einige Unternehmen werden von Ihren Aktionären auch dazu verleitet oder mehr oder weniger gezwungen. Das kann man bei Thyssen und deren Hauptaktionär, eine Stiftung, nachlesen. Andere Unternehmen wollen für den Kapitalmarkt interessant werden, indem sie eine hohe Dividende ausweisen, hier z.B. Telekom. Bei der Telekom dürfte das aber auch z.T. mit der den Grossaktionären, hier indirekt die Bundesrepublik, zusammenhängen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Analysten_Junior November 16, 2010 ... (bzw. warum schütten Unternehmen mehr Dividende aus als Ihren tatsächlichen Gewinn)? ... Weil die Unternehmen die Dividende konstant halten wollen. D.h. in guten Jahren wird weniger ausgeschüttet und in schlechten mehr. Stichwort: Dividendenkontinuität . Die war früher bei vielen Dax-Unternehmen äußerst beliebt, man wollte für die Aktionäre verlässlich in der Dividendenpolitik sein. Das ist ja eigentlich auch kein Problem, werden Überschüsse in guten Jahren ja in die Gewinnrücklagen gesteckt und in schlechteren dort entnommen werden. Man darf auch nicht übersehen, dass im allgemeinen die Ausschüttungsquote kleiner ist als die Thesaurierungsquote. Einige Unternehmen werden von Ihren Aktionären auch dazu verleitet oder mehr oder weniger gezwungen. Das kann man bei Thyssen und deren Hauptaktionär, eine Stiftung, nachlesen. Andere Unternehmen wollen für den Kapitalmarkt interessant werden, indem sie eine hohe Dividende ausweisen, hier z.B. Telekom. Bei der Telekom dürfte das aber auch z.T. mit der den Grossaktionären, hier indirekt die Bundesrepublik, zusammenhängen. herzlichen Dank, das klingt natürlich sehr einleuchted & verständlich! Hast du vl auch noch irgendeine Idee bezüglich meinem KGV-Problem!?? LG und Danke nochmals! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Kuba November 16, 2010 · bearbeitet November 17, 2010 von Kuba Aktienanzahl: 4361 Mio NetIncome ohne Sondereinf.: 3400 mio EPS: 0,7763 Kurs Jahrensende 10,29 KGV: 10,29/0,7729= 13,31 Zum Thema Dividende: Einfach mal unter free cash flow googeln Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag