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Knarf

Fondsdepot geerbt

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Knarf

Hallo,

 

mein Vater hat von seinem Bruder ein Fondsdepot geerbt.

Darin liegen je zur Hälfte der SEB Aktienfonds (WKN 847347) und der Concentra A EUR (WKN 847500). Wenn ich das richtig sehe, investieren beide Fonds fast nur in deutsche Werte.

Der Wert des Depots liegt im mittleren 5-stelligen Bereich.

 

Das ganze war mal eine Fondsgebundene Lebensversicherung (abgeschlossen übrigens über DVAG :'( ). Mitte 2009 war diese fällig und die gekauften Fonds wurden ins Depot bei der Deutschen Bank gepackt.

 

Die Fonds sollen verkauft werden. Mir geht es hauptsächlich um den steuerlichen Aspekt.

Wie ist die steuerliche Behandlung? Was gilt als Kaufzeitpunkt? Schon die letzten Jahre, in denen die Anteile von der Versicherung erworben wurden? Oder erst Mitte letztes Jahr als die Anteile ins Depot bei der DB eingeliefert wurden?

Oder ist das sowieso egal wenn das Depot auf meinen Vater umgeschrieben wird? Ist das dann aus steuerlicher Sicht quasi Verkauf und Neukauf?

 

Kurz und knapp: Was sollte beim Verkauf beachtet werden um möglichst keine bzw. wenig Steuern zahlen zu müssen?

 

Das sind natürlich alles Fragen, die man auch direkt bei der Deutschen Bank stellen könnte. Aber ohne Erbschein ist aus denen nicht mehr als "Guten Tag" und "Auf Wiedersehen" rauszubekommen. :-

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polydeikes

Autsch. Also erstmal ist der Erbschaftssteuer Freibertrag ein Problem. Bei Geschwistern liegt der nur bei 20.000 Euro ab 01.2009. Es wird also Erbschaftssteuer fällig werden, wenns mittlere 5stellige Beträge sind.

 

Bei den Fondsanteilen erbt dein Vater die rechtlichen Pflichten des Bruders. Es zählen also die Erwerbszeitpunkte seitens seines Bruder, aber niemals der Übertrag auf deinen Vater. Wenn ich dich richtig verstanden habe, hat dein Vater die Fondsanteile geerbt bzw. kann das Depot auf sich übertragen.. Damit genießt er aber nicht mehr die steuerlichen Privilegien des Versicherungsmantels. Nur im Normalfall ist die Steuer bei Fälligkeit der LV bei Bruder ja abgegolten wurden. Wenns ein älteres LV Produkt (vor 2005) ist, war die Auszahlung als solche vermutlich steuerfrei (unter Berücksichtigung der Voraussetzung).

 

Der Kaufzeitpunkt ist also nicht entscheidend, sondern die Art und Weise, wie die LV ausgezahlt und dann steuerlich abgegolten wurde. Im Normalfall müsste bei der Konstellation die Fondsanteile selbst steuerfrei sein. Du / Ihr braucht also die Dokumente zur "Auszahlung" der Lebensversicherung, ohne die ist es schwierig endgültig und richtig zu antworten.

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ghost_69
· bearbeitet von ghost_69

Wie das mit dem Erben und Versteuern geht weiß ich nicht.

 

Bei uns gibt es ein bis zweimal im Jahr so eine Veranstalltung

von den hisiegen Notaren zu diesem Thema,

vielleicht solltest Du mit all Deinen Daten mal sojemanden aufsuchen.

 

Zu den beiden Fonds:

 

SEB Aktienfonds.pdf

 

Concentra A (EUR).pdf

 

 

 

Es sind beides Fonds die auf deutsche Werte setzen,

allerdings war der DAX selber immer besser.

 

Ghost_69 :-

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polydeikes
Bei uns gibt es ein bis zweimal im Jahr so eine Veranstalltung

von den hisiegen Notaren zu diesem Thema,

vielleicht solltest Du mit all Deinen Daten mal sojemanden aufsuchen.

 

Nicht Notar, Steuerberater. Naja gut, theoretisch kann uU der Steuerberater sogar Notar sein.

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Knarf

So, ich kram den Thread mal wieder raus. Der Erbschein ist inzwischen da, jetzt soll zwischen den Feiertagen gehandelt werden.

 

Der Kaufzeitpunkt ist also nicht entscheidend, sondern die Art und Weise, wie die LV ausgezahlt und dann steuerlich abgegolten wurde. Im Normalfall müsste bei der Konstellation die Fondsanteile selbst steuerfrei sein. Du / Ihr braucht also die Dokumente zur "Auszahlung" der Lebensversicherung, ohne die ist es schwierig endgültig und richtig zu antworten.

 

Als Unterlagen zur Fälligkeit der LV haben wir nur den Übertrag der Fondsanteile auf das Depot. Die letzten Fondsanteile wurden Mitte 2009 im Rahmen der fondsgebundenen LV erworben. Kurz darauf war die LV dann fällig und die Fondsanteile wurden übertragen.

 

Unser Plan nun: Nächste Woche soll das Depot auf meinen Vater umgeschrieben werden. Eigentlich sollten dann auch gleich alle Anteile verkauft werden. Nun hab ich aber die aktuelle Depot-Übertragungsaktion von Consors entdeckt. Bei dem Depotwert würde sich ein Depotübertrag ja doch lohnen. Macht das Sinn? Oder sollte ich das aus steuerlicher Sicht eher lassen?

 

Und dann noch eine Frage zum steuerlichen Aspekt: Mein Onkel hatte keinen Freistellungsauftrag gestellt. Bei den Ausschüttungen wurden also Abgeltungssteuern einbehalten. Wenn mein Vater das Depot nun also auf seinen Namen umschreiben lässt, bekommt er dann die Steuerbescheinigung und könnte sich die einbehaltenen Abgeltungssteuern über die Steuererklärung zurückholen?

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