supertobs November 9, 2010 · bearbeitet November 9, 2010 von supertobs - extreme Langläufer werfen langfristig nicht weniger Rendite ab als Kurzläufer - eher etwas mehr - extreme Langläufer haben eine wesentlich höhere Volatilität als Kurzläufer Etwa gleiche Rendite bei wesentlich höherer Vola ist ergbit eben einen schlechten risikoadjungierten Kennwert. Das Verhalten innerhalb des Portfolios reißt diesen Nachteil dann auch nicht raus. Zeige doch mal die Vorteile anhand echter Langfristdaten. Bisher ist Dein angebliches überlegenes Portfolio erst mal nur eine Behauptung. Kein Verfechter der MPT rät zu extremen Langläufern. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Blujuice November 10, 2010 Etwa gleiche Rendite bei wesentlich höherer Vola ist ergbit eben einen schlechten risikoadjungierten Kennwert. Das Verhalten innerhalb des Portfolios reißt diesen Nachteil dann auch nicht raus. Kannst du diese Behauptung (zweiter Satz) zumindest begründen? Zeige doch mal die Vorteile anhand echter Langfristdaten. Bisher ist Dein angebliches überlegenes Portfolio erst mal nur eine Behauptung. Ich versuch im Moment, die Performance des gehebelten Bund-Future-ETF rückzurechnen. Evtl. kann ich am Wochenende einen simplen Vergleich basteln. Ich hab auch schon mal hier im Forum ein 80/20-Depot Aktien/EONIA und ein 80/20-Depot Aktien/Renten 25+ gegenübergestellt - frag mich aber nicht, wie der Thread hieß. Außerdem reichen die Daten, die ich bisher für Bund Future, EONIA, Langläufer, DAX, etc. gefunden hab, nur ca. 10 Jahre in die Vergangenheit. Kein Verfechter der MPT rät zu extremen Langläufern. Ich kenne überhaupt niemanden, der Privatanlegern Depotratschläge gibt, die konsequent auf der MPT aufbauen. Sowas wird eher in Institutionellendepots umgesetzt. Und da sind extreme Langläufer nicht so wichtig, weil die Depots meist gar nicht so viele Aktien enthalten. Entweder weil so viele "alternative Geldanlagen" eingesetzt werden (Harvard, Yale u.s.w.), die allerdings für Privatanleger kaum zugänglich sind, oder weil die Depots relativ risikoarm sind (z.B. Versicherungen). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
vanity November 10, 2010 ... frag mich aber nicht, wie der Thread hieß ... Dieser ist das ... und vielleicht wäre es auch nicht schlecht, die an sich interessante Diskussion dort weiterzuführen. In diesem Thread verschwindet sie irgendwann im Nirvana und der Aktien-Hai hatte, meine ich, auch ein anderes Ansinnen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Mecki November 29, 2010 · bearbeitet November 29, 2010 von Mecki Danke für die Aktualisierung, supertobs. Das war genau, was mich grad am meisten interessiert hätte. Ich nämlich bin in einer ähnlichen Situation wie Aktien-Hai und hoffe daher, es ist in Ordnung, wenn ich seinen (leider zur Ruhe gekommenen) Thread für meine Fragen missbrauche. Andererseits muss das Forum ja auch nicht mit ständig den selben Depotfragen zugemacht werden. Als Neuling war ich froh, dass es einige wichtige "Sammelthreads" mit geballter Info gibt. Ich lerne grad nach und nach über Passivstrategien (Kommer + Forum hier gelesen), möchte aber keine neue Wissenschaft für mich draus machen. Ich versuche darum, eine möglichst aufs Wesentliche reduzierte und doch vernünftige und für mich nachvollziehbare Strategie zu entwickeln. Auch bei mir geht es um die Einmalanlage von 70k + ca. 5-10k jährlich, anzulegen auf >25 Jahre als Altersvorsorge. 1. Als Basis nehme ich die hier erwähnte Aufteilung Bis ins letzte nachvollziehen werde ich sie nicht können, sie deckt sich aber grob mit dem, was ich bisher über die Thematik gelesen hab. Über den RK1-Anteil werde ich mir noch selber mehr Gedanken machen und diese evtl. auf einen Posten reduzieren. 2. Übers Jahr soll Geld in ARERO o. db x-trackers Portfolio TR gesammelt werden und einmal jährlich zum Auffüllen/Rebalancing verwendet werden Das erscheint mir sinnvoll, da meine Einkünfte während des Jahres in unregelmäßigen Abständen eintrudeln (selbständig, Projektarbeit). ARERO kann ich bei CC ohne Ausgabeaufschlag beziehen, so dass sich die zusätzl. Transaktionskosten im Rahmen halten. 3. Zur Gewichtung der Regionen orientiere ich mich jährlich an den BIPs Falls dieses Forum eines Tages mal nicht mehr existieren sollte und ich auf mich allein gestellt bin, ist das alles was ich grob erst mal wissen muss. Daneben werde ich mich natürlich über Buy-and-Hold auf dem Laufenden halten um noch mehr Selbstsicherheit für evtl. nötige Entscheidungen zu bekommen. Fragen dazu: 1. Ist dieses "Regelwerk" zu einfach? Natürlich die Kernfrage für mich. Der Verdacht drängt sich mir auf, wenn ich mir ansehe, welche Diskussionen hier geführt werden, von denen ich oft nur noch einen Bruchteil verstehe. Andererseits soll Passivanlage doch gerade für Privatanleger ohne große Fachkenntnis (also explizit Nicht-Ökonomen) geeignet sein. 2. Lohnt sich diese Depotaufteilung, selbst wenn pro Jahr nur min. 5k anzulegen sind? Meine Berechnungen haben für dieses Depot bei einer Anlage von weiteren 5k Transaktionskosten von ca. 80 EUR ergeben, also eine Art "Aufgabeaufschlag" von 1,59%. Meine Einschätzung wäre, das ist noch akzeptabel. 3. Wo finde ich nähere Angaben, wie sich (inl./ausl.) (thesaurierend/ausschüttend) (swap/nicht swap) jeweils verkomplizierend/vereinfachend auf meine Steuererklärung auswirken? Bisher war dieses Thema für mich beschränkt auf einen jährlichen Vorgang: Abgabe der "Jahressteuerbescheinigung" von CC bei meinem StB. Punkt. Ich habe auch noch Probleme, Informationen zu finden, welchen Typs ein ETF in dieser Hinsicht eigentlich ist. Findet sich das nur in den detaillierten Produktunterlagen? Ich bin euch für jede Einschätzung dankbar, selbst wenn sie lautet, dass das alles ziemlicher Mist ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
supertobs November 30, 2010 · bearbeitet November 30, 2010 von supertobs Ich lerne grad nach und nach über Passivstrategien (Kommer + Forum hier gelesen), möchte aber keine neue Wissenschaft für mich draus machen. Ich versuche darum, eine möglichst aufs Wesentliche reduzierte und doch vernünftige und für mich nachvollziehbare Strategie zu entwickeln. Das klingt doch gut. 1. Als Basis nehme ich die hier erwähnte Aufteilung 2. Übers Jahr soll Geld in ARERO o. db x-trackers Portfolio TR gesammelt werden und einmal jährlich zum Auffüllen/Rebalancing verwendet werden 3. Zur Gewichtung der Regionen orientiere ich mich jährlich an den BIPs Alles bestens 1. Ist dieses "Regelwerk" zu einfach? Natürlich die Kernfrage für mich. Der Verdacht drängt sich mir auf, wenn ich mir ansehe, welche Diskussionen hier geführt werden, von denen ich oft nur noch einen Bruchteil verstehe. Andererseits soll Passivanlage doch gerade für Privatanleger ohne große Fachkenntnis (also explizit Nicht-Ökonomen) geeignet sein. Nein, es ist einfach transparant und gut nachzuvollziehen. Du musst sehen, das hinter diesen Überlegungen stehen Jahrzehnte an Anlageerfahrungen und viele wissenschaftliche Studien. Wie in jedem Feld der Wissenschaft kann man in jedem Detail noch mehr in die Tiefe gehen. Irgendwo muss jeder die Grenze ziehen. Dein Ansatz zeigt mir das Du das Wesentliche verstanden hast. 2. Lohnt sich diese Depotaufteilung, selbst wenn pro Jahr nur min. 5k anzulegen sind? Meine Berechnungen haben für dieses Depot bei einer Anlage von weiteren 5k Transaktionskosten von ca. 80 EUR ergeben, also eine Art "Aufgabeaufschlag" von 1,59%. Meine Einschätzung wäre, das ist noch akzeptabel. Ich würde dann 2 Positionen a 2500 Euro kaufen oder alternativ eben noch 1 Jahr weiter im Arero bleiben und dann für 10.000 Euro kaufen. Der Arero ist ja fast Deine Wunschaufteilung. Weniger als 2.000 würde ich nicht ordern. Du kannst auch die Small und Value-Anteile herausnehmen und das "mittlere" Depot bauen. Das ist noch einfacher. Du hättest dann 4 Aktien-ETFs zum Rebalancen. Ansonsten würde ich hier auch nicht so eine strenge Wissenschaft daraus machen. Rebalancing als Notwendigkeit erkannt zu haben ist der wichtigste Schritt. Wenn mal eine Position ein Jahr ein paar Prozent "aus dem Ruder" ist, ist doch auch nicht weiter schlimm. 3. Wo finde ich nähere Angaben, wie sich (inl./ausl.) (thesaurierend/ausschüttend) (swap/nicht swap) jeweils verkomplizierend/vereinfachend auf meine Steuererklärung auswirken? Bisher war dieses Thema für mich beschränkt auf einen jährlichen Vorgang: Abgabe der "Jahressteuerbescheinigung" von CC bei meinem StB. Punkt. Ich habe auch noch Probleme, Informationen zu finden, welchen Typs ein ETF in dieser Hinsicht eigentlich ist. Findet sich das nur in den detaillierten Produktunterlagen? Das ist noch mal ein wichtiger Punkt vor Deiner Entscheidung. Deutsche oder ausländisch ausschüttende Fonds belassen Dir diese einfache Art der Steuererklärung. Dann bist Du leider etwas limitiert. Nicht jede ISIN mit "DE" ist aber auch aus Deutschland. So z.B. einige iShares aus Irland. Die Steuerthematik solltest Du dir noch mal anlesen und dann erst entscheiden. Ich nehme ETFs primär nach Index und niedrigster TER und nehme die Steuersache als notwendiges Übel hin. Hier im FOrum steht eine Menge, ansonsten mal googlen nach "ausländischer Thesaurierer +Steuererklärung". Den Pfandbrief ETF Lyxor habe ich noch zu iShares getauscht. Grund ist die bessere Verteilung. Der Lyxor hat ein spanisches Klumpenrisiko von 50% drin. Ansonsten geben EuroMTS Global so 4% Rendite und Pfandbriefe auch. Da kann man auch schon mal investieren. Noch Jahre warten auf lächerlichem Tagesgeld würde ich nicht. Ich habe gestern erst den iShares Covered nachgekauft. Hier ist mit dem iShares Covered nun der letzte Stand meines Musterdepots: Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Hinkelstein November 30, 2010 Hallo! ich muss gestehen, ich bin Deinem Depotvorschlag stillschweigend gefolgt, weil ich die Strategie dahinter endlich einmal halbwegs nachvollziehen kann. Jetzt habe ich also den Lyxor ETF EuroMTS Covered Bond Aggregate im Depot mit 3 % im Minus seit Mitte November. Noch habe ich einige freie Diba Trades. Sollte ich auch noch auf den iShares Covered umschwenken? Danke und Gruß Peter Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
supertobs November 30, 2010 Ich mache das nur für Neukäufe. Aber, wenn das umschichten nichts kostet, warum nicht? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Mecki November 30, 2010 · bearbeitet November 30, 2010 von Mecki Vielen Dank, supertobs. Immer wieder schön, wenn einem bestätigt wird, dass man schon ganz richtig mitgedacht hat. Was jetzt noch offen ist: 1. Du hast den iShares DJ US Select Dividend jetzt doch wieder aufgenommen? Oder ist das nur ein Snapshot deines aktuellen Depots? 2. Steuerlich scheinen sich renditemäßig nur minimale Unterschiede zwischen ausschüttend, inländisch und ausländisch thesaurierend zu ergeben. Den höchsten Verwaltungsaufwand machen nach meinem Kenntnisstand die ausländischen, den geringsten die inländischen Thesaurierer. Leider (wenn ich das LU der ISIN richtig interpretiere) sehe ich jetzt 6 ausländische Thesaurierer im Portfolio. Nimmst du diesen doch erheblich klingenden Aufwand, jährlich alle ausländisch thesaurierten Erträge in Erfahrung zu bringen und fürs FA aufzulisten einfach in Kauf - am Ende noch, indem man die Ergebnisse selbst aus Jahresberichten + wasweisich "herleiten" muss? Oder ist das Ganze doch halb so wild? Falls nicht: Liegen vergleichbare Inlandsthesaurierer wirklich TER-mäßig so viel schlechter? EDIT: Evtl. erübrigt sich Frage 2 grad teilweise (wenns trotzdem noch was zu sagen gibt, nur her damit), bin auf diesen Thread gestoßen: http://www.wertpapie...rklaerung-2009/ Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
supertobs Dezember 1, 2010 1. Du hast den iShares DJ US Select Dividend jetzt doch wieder aufgenommen? Oder ist das nur ein Snapshot deines aktuellen Depots? Ja, ist wieder draufgerutscht, da ich ihn selber halte und Apple Numbers spinnt wenn man das Referenzfeld leer läßt. Wem der Select Dividend nicht gefällt sollte einfach dem "Core" Markt die Prozente zuschlagen. 2. Steuerlich scheinen sich renditemäßig nur minimale Unterschiede zwischen ausschüttend, inländisch und ausländisch thesaurierend zu ergeben. Den höchsten Verwaltungsaufwand machen nach meinem Kenntnisstand die ausländischen, den geringsten die inländischen Thesaurierer. Leider (wenn ich das LU der ISIN richtig interpretiere) sehe ich jetzt 6 ausländische Thesaurierer im Portfolio. Nimmst du diesen doch erheblich klingenden Aufwand, jährlich alle ausländisch thesaurierten Erträge in Erfahrung zu bringen und fürs FA aufzulisten einfach in Kauf - am Ende noch, indem man die Ergebnisse selbst aus Jahresberichten + wasweisich "herleiten" muss? Oder ist das Ganze doch halb so wild? Ich nehme das in Kauf. Außerdem ist es halb so wild. Im Grunde habe ich nur den Ing-Diba Beleg abgetippt dieses Jahr. Arbeit ist eben die manuelle Kontrolle des Beleges. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ElTopo Dezember 4, 2010 Die Comstage und DBXtrackers sind beide ausl. thes. und generieren trotzdem keine ausschüttungsgleichen Erträge (da diese per Swap in Kursgewinne umgewandelt werden) und somit auch keinen steuerlichen Aufwand (betrifft nur die Aktien ETFs, bei Comstage afair auch die Renten ETFs). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Mecki Dezember 4, 2010 · bearbeitet Dezember 5, 2010 von Mecki Ich bin nochmal etwas in mich gegangen und hab bemerkt, dass ich noch ein Problem mit der RK2 habe: Es fühlt sich für mich einfach noch nicht richtig diversifiziert an, dass Rohstoffe und Immobilien komplett fehlen. Da ich selbst keine Immobilien besitze (und wohl auch nie werde) und auch keine Erzmine, halte ich es einfach für optimale Diversifizierung richtig, zumindest eine dieser Assetklassen abzubilden. Bestätigt haben mich in dieser Meinung zum einen das Musterdepot von Kommer, die Aufteilung des ARERO sowie mein eigenes Gefühl, was die Korrelation dieser Klassen zu Aktien angeht (nicht zu vergessen natürlich die guten Forumsbeiträge hier). Dass Rohstoffe aktuell als "bringt nichts" eingestuft werden, halte ich bauchmäßig für eine Modeerscheinung (bzw. eine "aktive" Entscheidung gegen eine wichtige Assetklasse). Da ich langfristig plane, möchte ich aber auf den risikobegrenzenden Faktor einfach nicht verzichten. Ähnlich geht es mir prinzipiell mit Immobilien, leider fehlt mir hier jedoch ein passender ETF. Und ich möchte mein Portfolio auch nicht zu sehr aufsplittern. Ich habe daneben auch an der RK-Gewichtung sowie der für LC/SC/Value nochmal etwas gedreht. Meine Assetallocation sieht jetzt so aus (auf Basis von supertobs Musterdepot): Ich hab daraus folgende Variante angedacht: zunächst mal 2 Portfolio-Varianten angedacht, einmal mit, einmal ohne Rohstoffe: Über die Geldmarkt-Positionen hab ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Hier muss ich mich erst einlesen. Schön wäre aber, wenn ich hier evtl. mit einer Position auskommen würde. Mich würde jetzt natürlich sehr interessieren, ob jemand Probleme mit dieser angepassten Aufteilung sieht. EDIT: RK2-Aussagen korrigiert und Grafiken angepasst. Danke, Chemstudent. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Chemstudent Dezember 5, 2010 Mich würde jetzt natürlich sehr interessieren, ob jemand Probleme mit dieser angepassten Aufteilung sieht. Ich würde Rohstoffe nicht als RK2 einstufen, sondern auf dem Risikoniveau von Aktien. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Mecki Dezember 5, 2010 Danke Chemstudent, ich hab die Grafiken nochmal angepasst. Ehrlichgesagt tu ich mich bei der Unterscheidung von RK2 und 3 sowieso schwer, mir was darunter vorzustellen. Ich hab die Korrektur jetzt einfach durch Umschichtung der 10% von RK2 -> RK3 herbeigeführt. Nach meinem Verständnis relativieren sich die RKs doch mit sehr langem Anlagezeitraum sowieso. Ehrlichgesagt hab ich auch ein bisschen gehofft, dass du mal ein Auge auf mein Werk würfest, da du ja auch Rohstoffe im Depot hältst, wie ich gelesen hab. Über die fehlende Währungssicherung des Rohstofffonds bin ich mir bewusst. Auch hier hab ich den langen Zeitraum im Auge und will die ganze Sache nicht unnötig verkomplizieren/verteuern. Die Frage ist, ob mein Versuch, das einfach supertobs Musterdepot beizumengen etwas zu hanebüchen ist, oder ob man das durchaus so stehen lassen kann. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Chemstudent Dezember 5, 2010 Danke Chemstudent, ich hab die Grafiken nochmal angepasst. Ehrlichgesagt tu ich mich bei der Unterscheidung von RK2 und 3 sowieso schwer, mir was darunter vorzustellen. Ich hab die Korrektur jetzt einfach durch Umschichtung der 10% von RK2 -> RK3 herbeigeführt. Nach meinem Verständnis relativieren sich die RKs doch mit sehr langem Anlagezeitraum sowieso. Gehen wir mal davon aus, dass eine Anlageklasse eine bestimmte Erwartungsrendite aufweist. Nun machen wir ein Gedankenexperiment und schauen uns ganz viele verschiedene bspw. 20 Jahreszeiträume an. Je höher das Risiko, desto mehr werden die erzielten Renditen um die Erwartungsrendite streuen, also desto mehr "Über-" aber auch "Unterflieger" gibt es. Kleines Risiko heißt also kleine Streuung, großes Risiko große Streuung. Kein Risiko würde eben bedeuten, dass es keine Streuung gibt. (nur theoretisch, praktisch gesehen gibt es nix mit "null" Risiko) Rohstoffe haben i.d.R. eine ähnlich hohe Vola wie Aktien. Ehrlichgesagt hab ich auch ein bisschen gehofft, dass du mal ein Auge auf mein Werk würfest, da du ja auch Rohstoffe im Depot hältst, wie ich gelesen hab. Über die fehlende Währungssicherung des Rohstofffonds bin ich mir bewusst. Auch hier hab ich den langen Zeitraum im Auge und will die ganze Sache nicht unnötig verkomplizieren/verteuern. Die Frage ist, ob mein Versuch, das einfach supertobs Musterdepot beizumengen etwas zu hanebüchen ist, oder ob man das durchaus so stehen lassen kann. Ja, ich halte selber Rohstoffe und zwar genau den ETF, den du auch kaufen willst. Übrigens auch mit genau der selben Gewichtung, nämlich 10%. Und auch mein Aktienanteil beträgt - wie bei dir - 60%, nur die restlichen 30% sind bei mir anderes aufgestellt als bei dir und enthalten bspw. auch "alternative" Fonds. (was aber nicht heißen soll, dass meines besser ist, und deines murks.) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Mecki Dezember 5, 2010 · bearbeitet Dezember 5, 2010 von Mecki Gehen wir mal davon aus, dass eine Anlageklasse eine bestimmte Erwartungsrendite aufweist. Nun machen wir ein Gedankenexperiment und schauen uns ganz viele verschiedene bspw. 20 Jahreszeiträume an. Je höher das Risiko, desto mehr werden die erzielten Renditen um die Erwartungsrendite streuen, also desto mehr "Über-" aber auch "Unterflieger" gibt es. Kleines Risiko heißt also kleine Streuung, großes Risiko große Streuung. Kein Risiko würde eben bedeuten, dass es keine Streuung gibt. (nur theoretisch, praktisch gesehen gibt es nix mit "null" Risiko) Rohstoffe haben i.d.R. eine ähnlich hohe Vola wie Aktien. Danke für das Beispiel. Grob ist mir das ja in etwa klar, nur wirklich anschaulich find ich irgendwelche Zahlen trotzdem nicht (Stichwort Volatiliät / Sharpe Ratio). Für mich ist das ähnlich, als ob man sich die Größenordnung von 1056 bildhaft vorstellen soll - geht nicht. Von daher sind dann Nuancierungen innerhalb von "riskant" für mich manchmal fast schon rein akademischer Natur. Aber gut, wir wollen ja gerade weg vom Gefühl... Also: Da selbst die größte Volatilität doch über lange Zeiträume um einen Durchschnittswert (deinen obigen Erwartungswert) pendelt, relativiert mein hoher Anlagehorizont diese Risikoklassen doch. Abgesehen von den zu erwartenden Renditen, ist damit bei 30 Jahren Anlagezeitraum kein großer Unterschied mehr zwischen RK2 und RK3, was das Risiko betrifft. Ja, ich halte selber Rohstoffe und zwar genau den ETF, den du auch kaufen willst. Übrigens auch mit genau der selben Gewichtung, nämlich 10%. Und auch mein Aktienanteil beträgt - wie bei dir - 60%, nur die restlichen 30% sind bei mir anderes aufgestellt als bei dir und enthalten bspw. auch "alternative" Fonds. (was aber nicht heißen soll, dass meines besser ist, und deines murks.) Gut, vielen Dank. Das bekräftigt mich nochmal in meiner Entscheidung. Ist ja schließlich wichtig, dass man von vornherein ein gutes Bauchgefühl bei seinem Portfolio hat, um auch wirklich dahinter zu stehen, ohne bei Krise die Nerven zu verlieren. Werde noch einige Tage Bedenkzeit einlegen und dann langsam mit der Umschichtung meines bisher chaotischen Depots beginnen. Natürlich sind immer noch Fragen offen: 1. Wäre ein Immobilien-ETF auch noch sinnvoll? Ich hab das Gefühl, die hier verbreitete Abneigung gegenüber Immobilienanlagen ist stark emotional von der aktuellen/kürzlichen Immobilienkrise beeinflusst. Wäre es nicht gerade für den Passivanleger wichtig, sämtliche Assetklassen zu nutzen, unabhängig von aktuellen Krisen? Und wäre - auch wenn das Markettiming ist - nicht gerade jetzt der perfekte Zeitpunkt (gewesen?), für antizyklisches Handeln? 2. Gibt es eine Daumenregel, wie viele Positionen das Passivportfolio maximal enthalten sollte bezogen auf das Anlagevolumen? Ich sehe nur ein Problem bei zu vielen Positionen: Beim Nachkauf / Rebalancing könnten Einzelpositionen so klein ausfallen, dass die Transaktionskosten sehr stark zu Buche schlagen. Gibt es noch anderes zu bedenken? Nochmal vielen Dank für eure Einschätzungen so weit. Und allgemein mal ein dickes Lob für dieses Forum. Ich versuche natürlich, die vielen Infos die hier im ein oder anderen Thread versteckt sind, selbst zu finden. Schön aber auch, dass man sich hier auch mal als Neuling outen und die Fragen eines Unwissenden stellen darf (man darf doch...? ). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Hinkelstein Dezember 13, 2010 Hallo, habt Ihr vielleicht noch einen Tip, wie sich Zukäufe gut in das 70.000 Euro Depot einfügen lassen? Ich könnte so im Jahr quartalsweise für 5000, 2500, 5000, 2500 zukaufen. Vielen Dank Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Germanflash Dezember 13, 2010 Hallo, ich wollte hier auch nochmal eben nachhaken. In der BIP Tabelle auf der ersten Seite dieses Threads hat supertobs 4,6% für die Frontier Markets ausgewiesen. Im Verlauf der Diskussion ist das durchaus thematisiert worden. Allerdings hab ich noch keinen wirklich guten Grund gefunden, warum es schlussendlich nicht in dem Musterportfolio vertreten ist. Kann mir hier vl nochmal jemand aushelfen. Zumindest bei großen Portfolios (100.000 Euro +) würde eine Berücksichtigung doch Sinn machen, oder? Besten Dank! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
otto03 Dezember 13, 2010 · bearbeitet Dezember 13, 2010 von otto03 Hallo, ich wollte hier auch nochmal eben nachhaken. In der BIP Tabelle auf der ersten Seite dieses Threads hat supertobs 4,6% für die Frontier Markets ausgewiesen. Im Verlauf der Diskussion ist das durchaus thematisiert worden. Allerdings hab ich noch keinen wirklich guten Grund gefunden, warum es schlussendlich nicht in dem Musterportfolio vertreten ist. Kann mir hier vl nochmal jemand aushelfen. Zumindest bei großen Portfolios (100.000 Euro +) würde eine Berücksichtigung doch Sinn machen, oder? Besten Dank! Vermutlich weil es in D (noch) keinen ETF für die MSCI Methodik gibt; der S&P Frontier Market Index (ETF von DB-X) folgt einer etwas anderen Methodik (Länder/Gewichtung), ansonsten müßte man auf aktive Fonds oder einen ETN ( MSCI FM (Frontier Markets) Daily Net TR USD ETN von RBS AA2C8W ) zurückgreifen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Mecki Dezember 13, 2010 habt Ihr vielleicht noch einen Tip, wie sich Zukäufe gut in das 70.000 Euro Depot einfügen lassen? Ich könnte so im Jahr quartalsweise für 5000, 2500, 5000, 2500 zukaufen. Ich denke, dass du hier kostenmäßig günstiger fährst, erst mal einen größeren Betrag z.B. im ARERO Fonds anzusammeln. Der hat zwar eine höhere TER (von 0,71% wenn ich mich recht erinnere), aber damit dürfte man immer noch günstiger liegen, als mehrmals lauter Kleinbeträge auf die Einzelposten zu verteilen (relativ hohe Transaktionskosten). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag