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Portfolioidee: Simple und hoch diversifiziert

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Leute,

 

ich möchte Euch einen SEHR einfachen Ansatz für ein stark diversifiziertes Portoflio vorstellen und möchte Euch nach Eurer Meining dazu fragen:

 

Je nach Riskoneigung und Anlagehorizont enthält das Portfolio natürlich auch einen mehr oder weniger großen Anteil an Festverzinslichen Wertpapieren (Tagesgeld, Staatsanleihen, Inflationslinker, Corporate Bonds, etc.). Dieser risikolose/-arme Teil des Portfolios soll im Folgenden nicht weiter beachtet werden.

 

Der risikobehaftete Chancen-Teil des Portfolios soll wie folgt aussehen:

 

10% Aktien Welt

10% Aktien Value

10% Aktien SmallCaps

10% Aktien Schwellenländer

10% Hedge Fonds Strategien

10% Devisen Strategien

10% Private Equity

10% Energierohstoffe

10% Immobilien

10% Gold

 

Die Idee ist, duch die Mischung vieler voneinander möglichst unabhängiger Anlageklassen, ein relativ robustes (krisenfestes) nicht all zu volatiles Gesamtpaket zu erhalten, das aber dennoch eine ansehnliche Rendite erwarten lässt.

Wichtig war mir, dass ich nicht nur wie sonst üblich Welt-Regionen mische, sondern auch eine Strategie-Diversifikation erhalte.

 

Was haltet Ihr von meiner Idee?

 

Ich habe noch eine zweite Variante im Kopf:

50% Welt-Aktienportfolio nach BIP

50% Alternative Anlageklassen in gleichen Anteilen (Gold, Immos, Energie, PE, Währungen, Hedge Fonds)

 

Ist das vielleicht der bessere Ansatz, damit die Aktien etwas mehr gewicht haben?

 

Und wo ich gerade dabei bin:

Was haltet Ihr von Holz und Agrarrohstoffen? Sind das überhaupt eigene Anlageklassen, wie es aktuell gerne dargestellt wird?

Habe ein bisschen den Eindruck, die Bezeichnung "eigene Anlageklasse" wird vom Marketing heutzutage ganz gerne benutzt ;-)

 

Danke schon einmal für Eure Gedanken und Beiträge!

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Anleger Klein

Die Idee ist, duch die Mischung vieler voneinander möglichst unabhängiger Anlageklassen, ein relativ robustes (krisenfestes) nicht all zu volatiles Gesamtpaket zu erhalten, das aber dennoch eine ansehnliche Rendite erwarten lässt.

 

Glüchwunsch, du hast Markowitz entdeckt ;)

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Crazy Casino

Die Idee ist, duch die Mischung vieler voneinander möglichst unabhängiger Anlageklassen, ein relativ robustes (krisenfestes) nicht all zu volatiles Gesamtpaket zu erhalten, das aber dennoch eine ansehnliche Rendite erwarten lässt.

 

Glüchwunsch, du hast Markowitz entdeckt ;)

 

Danke... und da ihn vielleicht nicht jeder Leser kennt, habe ich sicherheitshalber in einem Nebensatz ein paar entsprechende Basics preisgegeben :rolleyes:

 

Um ein Missverständnis zu vermeiden:

Meine Frage ist nicht, was Ihr davon haltet, sein Portfolio zur Risikosenkung zu diversifizieren, sondern was Ihr von meinem Ansatz haltet, dieses Anliegen umzusetzen.

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asche

Mir wären es zu viele einzelne Positionen. Da muss das Portfolio absolut schon deutlich jenseits der 100k liegen.

 

Speziell bei den Devisen-Strategien bin ich auch nicht sicher, ob die Diversifikation bringen - Spekulation ja, aber solltest Du ohnehin Fremdwährungsanleihen im Depot haben, könnte man darauf mE getrost verzichten. Auch über die übrigen Positionen holst Du Dir ja schon Währungsrisiken rein.

 

Was haltet Ihr von Holz und Agrarrohstoffen? Sind das überhaupt eigene Anlageklassen, wie es aktuell gerne dargestellt wird? Habe ein bisschen den Eindruck, die Bezeichnung "eigene Anlageklasse" wird vom Marketing heutzutage ganz gerne benutzt ;-)

Sehe das ähnlich: keine wirklich eigene Anlageklasse, sondern Hype. Ähnlich wie Container, Schiffe o.ä. vor ein paar Jahren.

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Anleger Klein

Ist ja gut ;)

 

Die jeweils-10%-Gewichtung erscheint sehr willkürlich und daher doch irgendwie zufällig. Normal müsstest du nach BIP oder etwas anderem brauchbaren die Regionen gemäß ihrer Bedeutung gewichten.

Den Rest des Portfolios unbeachtet zu lassen funktioniert nicht, da er ja genau wie der Chancenteil einen Einfluss auf das Gesamtrisiko und die Schwankungen hat, er muss also mit berücksichtigt werden. Mir kommt es ehrlich gesagt so vor, als ob du vor allem jede ansatzweise vernünftige Anlageklasse abbilden willst - einfach alles kaufen ist nicht immer der Weisheit letzter Schluss, manchmal ist weniger mehr. Schau dir mal die Musterdepots von Supertobs oder auch einfach nur den Arero (der müsste dann etwas ergänzt werden) an.

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Ramstein

Toller neuer Ansatz, den wir so oder ähnlich hier noch nicht hatten. Du solltest mal eine Rückwärtsbetrachtung über 5 oder noch besser 10 Jahre machen, wie die Wertentwicklung gewesen wäre. Dann haben wir die Grundlage für eine fundierte Diskussion.

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Chemstudent

Gold und Energierohstoffe würde ich nicht als separate Anlageklasse sehen. Sie zählen beide zu den Rohstoffen, und diese werden im Allgemeinen in die 5 Hauptsektoren Edelmetalle, Industriemetalle, Energierrohstoffe, Agrargüter und Viehwirtschaft eingeteilt.

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teffi

Die jeweils-10%-Gewichtung erscheint sehr willkürlich und daher doch irgendwie zufällig. Normal müsstest du nach BIP oder etwas anderem brauchbaren die Regionen gemäß ihrer Bedeutung gewichten.

 

Warum das aber besser sein soll als irgendeine andere starre Gewichtung ist mir seit Jahren ein Rätsel. Letztendlich geht es doch darum, sich zum Rebalancen zu zwingen. Die einzige Gewichtung, die ungeeignet ist, ist imho die nach Marktkapitalisierung, weil die das Rebalancen ja gerade untergräbt.

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Nudelesser

10% Aktien Welt

10% Aktien Value

10% Aktien SmallCaps

10% Aktien Schwellenländer

10% Hedge Fonds Strategien

10% Devisen Strategien

10% Private Equity

10% Energierohstoffe

10% Immobilien

10% Gold

 

Theoretisch ist es natürlich ein klasse Idee, sich ein Depot aus lauter nicht korrelierten Anlagen zusammenzustellen. Die Idee ist allerdings mittlerweile auch etwas abgestanden, da es heute kaum noch einen Bankberater gibt, der seinen Kunden nicht empfiehlt, noch einen kleinen Gold- oder Rohstofffonds zu kaufen und Emerging Markets nicht zu vergessen. Du wirst also brav der Schafherde hinterherlaufen, wenn Du jetzt beginnst eine solche Strategie aufzubauen.

 

Für viele der genannten Anlageklassen ist es auch zumindest fragwürdig, ob man in diese als kleiner Privatanleger sinnvoll investieren kann (Devisen, Hedge Funds, Private Equity?). Da hilft nur viel Lesen und sich eine Meinung bilden, bevor man sich etwas ins Depot legt, was man nicht oder nur teilweise versteht.

 

.

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etherial

Der risikobehaftete Chancen-Teil des Portfolios soll wie folgt aussehen:

 

10% Aktien Welt

10% Aktien Value

10% Aktien SmallCaps

10% Aktien Schwellenländer

 

Ist ok.

 

10% Hedge Fonds Strategien

10% Devisen Strategien

10% Private Equity

10% Energierohstoffe

10% Immobilien

10% Gold

 

Warum? Und warum so viel davon?

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egbert02

Wenn's super simpel und doch gut sein soll, warum dann nicht folgende Variante?

 

20% Geldmarkt

20% Anleihen

20% Immobilien

20% Aktien

20% Rohstoffe

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Herodot

Wenn's super simpel und doch gut sein soll, warum dann nicht folgende Variante?

 

20% Geldmarkt

20% Anleihen

20% Immobilien

20% Aktien

20% Rohstoffe

 

Ist Geldmarkt und Anleihen nicht ungefähr dasselbe?

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Crazy Casino
· bearbeitet von Chemstudent
Beiträge verbunden.

...aber solltest Du ohnehin Fremdwährungsanleihen im Depot haben, könnte man darauf mE getrost verzichten. Auch über die übrigen Positionen holst Du Dir ja schon Währungsrisiken rein.

 

An Anleihen in Fremdwährungen hatte ich gar nicht gedacht. Sind die sinnvoll?

Bisher war meine Überlegung dazu:

Im Risikoanteil des Portfolios sind Fremdwährungen ohnehin schon vertreten (je nachdem wo die Fonds investieren).

Und im Sicherheitsanteil des Portfolios will ich keine Fremdwährungen haben, weil es hier ja nicht um Chancen oder Rendite geht - sondern eben um Sicherheit (und da lieber kein Währungsrisko).

Anleihen sind für mich aber eher typische Papiere für den Sicherheitsteil (weil eben festverzinslich).

 

Vor diesemHintergrund verstehe ich nicht, was an einer Fremdwährungsanleihe sinnvollsein kann.

 

Die jeweils-10%-Gewichtung erscheint sehr willkürlich und daher doch irgendwie zufällig. Normal müsstest du nach BIP oder etwas anderem brauchbaren die Regionen gemäß ihrer Bedeutung gewichten.

 

Jede Position hat ganz genau 10%. Ich finde, das wirkt überhaupt nicht "zufällig"!

Ich habe jeder Anlageklasse exakt das gleiche Gewicht gegeben, weil ich keine Argumente dafür gefunden habe,eine dieser Anlageklassen stärker zu gewichten als eine andere.

Aber wenn Du hier eine Begründung liefern kannst?

Das wäre genau das, was ich hier suche! :rolleyes:

 

Die BIP-Aufteilung der Aktien habe ich aber dennoch in meinem zweiten Vorschlag vorgesehen - gefällt der Dir besser?

 

Im Übrigen:

Ich glaube, dass der Mehrwert, den ich dadurch habe, dass ich mit teuerer Effizienzportfolio-Software die exakten idealen Gewichtungen mit zwei Nachkommastellen errechnen kann, von dem damit einhergehenden Aufwand aufgefressen wird.

Untersuchen zeigen in der Tat, dass stumpfe Gleichverteilungs-Allokationen (so wie in meinem Beispiel) in der Performance nicht grundsätzlich schlechter abschneiden als rechnerisch ermittelte angebliche Ideal-Allokationen.

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Crazy Casino

Den Rest des Portfolios unbeachtet zu lassen funktioniert nicht, da er ja genau wie der Chancenteil einen Einfluss auf das Gesamtrisiko und die Schwankungen hat, er muss also mit berücksichtigt werden. Mir kommt es ehrlich gesagt so vor, als ob du vor allem jede ansatzweise vernünftige Anlageklasse abbilden willst - einfach alles kaufen ist nicht immer der Weisheit letzter Schluss, manchmal ist weniger mehr. Schau dir mal die Musterdepots von Supertobs oder auch einfach nur den Arero (der müsste dann etwas ergänzt werden) an.

 

1. Da im Sicherheitsteil das Risiko gegen 0 tendieren sollte, kann er bei meiner Fragestellung ausgespart werden. Wenn ich Dir sage 100% Tagesgeld oder ich sage 50% Tagesgeld und 50% Geldmarktfonds ... dies wird so oder so keinen Unterschied bei der Beurteilung des Riskoteils haben.

2. "vernünftige Anlageklassen" abzubilden halte ich wirklich für sinnvoll. "Manchmal ist weniger mehr" ist zwar ein weises Sprichwort - nur müsste Deine Argumentation hier noch ein wenig konkreter sein,damit sie mich überzeugen kann.

3. Supertobs Musterdepot und den Arero kenne ich. Ich selber habe ja aktuell auch das von Gerd Kommer empfohlene Standard-Buy-andHold-Portfolio: BIP-Weltaktien, etwas Fohstofffuture, etwas Immobilie, fertig! dry.gif Aber ich denke dass ein solches Porfolio besonders in Krisenzeiten erheblich anfälliger sein könnte, als meine 10X10-Diversifikation.

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Nudelesser

Anleihen sind für mich aber eher typische Papiere für den Sicherheitsteil (weil eben festverzinslich).

 

Du weisst nur so ganz ungefähr, was Anleihen sind, willst aber gleichzeitig in Private Equity und anderen esoterischen Kram investieren?

 

Ich würde erst einmal die Stickies in den verschiedenen Unterforen lesen und mich dann ganz langsam weiter vorarbeiten.

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Crazy Casino

Gold und Energierohstoffe würde ich nicht als separate Anlageklasse sehen. Sie zählen beide zu den Rohstoffen, und diese werden im Allgemeinen in die 5 Hauptsektoren Edelmetalle, Industriemetalle, Energierrohstoffe, Agrargüter und Viehwirtschaft eingeteilt.

Ja und Nein: Deiner Segmentierung des Oberbegriffs "Rohstoffe" stimme ich zu.

Dennoch sind es separate Anlageklassen - Gold, Energie- und Argarrohstoffe verhalten sich z.B. sehr unterschiedlich. Die angebliche Anlageklasse "Rohstoffe" besteht also eigentlich auch verschiedenen Anlgeklassen.

 

10% Hedge Fonds Strategien

10% Devisen Strategien

10% Private Equity

10% Energierohstoffe

10% Immobilien

10% Gold

 

Warum? Und warum so viel davon?

Meine Antwort: maximale Diversifikation.

Meine Gegenfragen: Warum nicht? Und warum nicht so viel davon? (interessiert mich wirklich SEHR!)

 

Wenn's super simpel und doch gut sein soll, warum dann nicht folgende Variante?

 

20% Geldmarkt

20% Anleihen

20% Immobilien

20% Aktien

20% Rohstoffe

 

Was ist die Idee dabei? Du hast den Riskoanteil vom10 auf 3 Positionen gekürzt, fein. Meinst Du, die Diversifikation reicht in diesem Umfang aus? Hat es eine Grund, welhalb Du die Aktienquote noch weiter gesenkt hast?

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CHX
· bearbeitet von lpj23

Wirklich sinnvoll sind Fremdwährungsanleihen wohl auch nicht - aufgrund von Währungsschwankungen eher ein Nullsummenspiel.

Würde auch Rohstoffe (da rein spekulativ) und Immobilien weglassen. Ich glaube, man kann ein Depot auch überdiversifizieren...

 

40% Geldmarkt (Festgeld-Sparbriefe-Anleihen)

60% Aktien

 

Aktienanteil evtl. nach BIP oder nach Marktkapitalisierung (wobei du hier ein deutliches US-Übergewicht bekommst), also eher nach BIP. Alternativ pickst du dir 10 bis 15 Aktieneinzelwerte von Global Playern raus, die weltweit vertreten sind - spart Kosten und diversifiziert dein Depot auch ausreichend.

 

Oder du überlegst dir, wo zukünftig die größten Wachstumsmärkte sind und investierst den spekulativen Anteil dort.

 

Grüße

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Crazy Casino
· bearbeitet von Crazy Casino

Du weisst nur so ganz ungefähr, was Anleihen sind, willst aber gleichzeitig in Private Equity und anderen esoterischen Kram investieren?

 

Hm, eigentlich weiß ich schon was Anleihen sind - eben wie gesagt festverzinsliche Wertpapiere (und daher von reduziertem Risiko).

Das mann sich mit Hochzins- und Schwellenländeranleihen auch etwas mehr Rendite und Nervenkitzel in Boot holen kann weiß ich schon.

Ich persönlich halte es aber leiber mit einer klaren Trennung der beiden Bereiche Chance und Sicherheit:

Für den Sicherheitsteil sind mir diese Junkbonds und Co. zu risikoreich, für den Chanceteil sind sie mir ein wenig zu schwach auf der Brust.

Da halte ich Aktien für die besser Wahl.

 

Aber wenn Du PE für "esotoerisch" hältst, verstehe ich Dein Mind Setting ;)

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Crazy Casino

Ich glaube, man kann ein Depot auch überdiversifizieren...

 

Das ist spannend! Geht das wirklich? Dazu würdeich gerne mehr erfahren. Wie merkt man das man "überdiversifiziert"? Was sind die Auswirkungen? Worauf sollten man achten?

Bin dankbar für Tipps - ist ja nicht ganz trivial das Thema.

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Chemstudent
· bearbeitet von Chemstudent

Ja und Nein: Deiner Segmentierung des Oberbegriffs "Rohstoffe" stimme ich zu.

Dennoch sind es separate Anlageklassen - Gold, Energie- und Argarrohstoffe verhalten sich z.B. sehr unterschiedlich. Die angebliche Anlageklasse "Rohstoffe" besteht also eigentlich auch verschiedenen Anlgeklassen.

Wenn du danach gehen würdest, so müsstest du nahezu jeden Rohstoff separat in dein Depot aufnehmen und als Anlageklasse betrachten.

Aber im Allgemeinen tut man das nicht. Ebensowenig wie man die Butterfabrik aus Bangladesh mit der IT-Schmiede aus Indien und dem Kohlebergwerk aus Brasilien als separate Anlageklassen betrachtet, auch wenn sie sich selbst sehr unterschiedlich verhalten.

Was uns unweigerlich zu der Frage führt, wie man Anlageklasse überhaupt gescheit definiert. ;)

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CHX

Ich glaube, man kann ein Depot auch überdiversifizieren...

 

Das ist spannend! Geht das wirklich? Dazu würdeich gerne mehr erfahren. Wie merkt man das man "überdiversifiziert"? Was sind die Auswirkungen? Worauf sollten man achten?

Bin dankbar für Tipps - ist ja nicht ganz trivial das Thema.

 

Ich würde sagen, überdiversifiziert ist man dann, wenn die einzelnen "Anlageklassen" keine Auswirkungen mehr auf die Gesamtrendite des Depots haben.

Worauf sollte man achten? Möglichst wenige Anlageklassen, die wenig miteinander korrelieren? Wobei ich eh kein Anhänger des klassischen B&H bin - ich denke, zukünftig werden wir häufiger mal einen Crash erleben, bzw. die Zeiten längerer Haussephasen dürften wohl vorbei sein :-

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Blujuice

Die bisherigen Vorschläge gehen meiner Meinung nach am Thema vorbei. Zentraler Bestandteil des Vorschlags des Threaderstellers waren "alternative Anlageklassen" wie z.B. Hedgefonds. Daran kann man glauben oder auch nicht, aber man kann solche Anlagen unmöglich durch Renten/Cash ersetzen. Denn die Idee besteht gerade darin, Diversifikationspotenzial abseits der klassichen Aktien-Renten(-Cash)-Mischung zu nutzen.

 

Dabei würde ich mir genau anschauen, welche Anlageklassen den größten Diversifikationsvorteil bieten. Private Equity ist zum Beispiel sehr hoch mit Aktien korreliert. Diversifikationsvorteile ergeben sich kaum und für Privatanleger ist ein solches Investment kaum umzusetzen - kann man sich also sparen. Immobilien sind schon etwas besser, aber es stellt sich wieder die Frage nach dem Anlagevehikel: REITs weisen eine hohe Korrelation zum Aktienmarkt auf, "offene" Immobilienfonds haben bekanntlich auch so einige Probleme. Hedgefonds (und die manchmal dazugerechneten Managed Futures) halte ich für eine gute Idee. Man muss natürlich an aktives Managment glauben, aber dann lassen sich durchaus auch privatanlegertaugliche Vehikel finden. "Devisenstrategien" würde ich auch zum Bereich Hedgefonds und Managed Futures zählen, aber da currency trader meist unkorreliert zu anderen Hedgefondsstrategien sind, halte ich es für sinnvoll, auch hier Geld anzulegen. Bei "long only"-Rohstoffanlagen bin ich mir unschlüssig, ob langfristig tatsächlich eine nennenswerte Rendite übrigbleibt oder ob hier nur Spekulation stattfindet. Deswegen würde ich sowas eher weglassen und eventuell in späten wirtschaftlichen Boomphasen mit hoher Inflation taktische Positionen aufbauen.

 

offensiveres Beispiel-Portfolio:

60% Aktien (Gewichtung nach Geschmack; ich würde EM, Value und SC übergewichten)

15% Hedgefonds (möglichst ohne "equity hedge")

15% Managed Futures

10% Devisenstrategien

 

Festverzinsliches hab ich hier weggelassen, weil sichere Euro-Anleihen mittlerer Laufzeit (besser wären sowieso Sparbriefe) kaum Diversifikation bieten, sondern vor allem das Risiko reduzieren.

 

defensiveres Beispiel-Portfolio:

40% Aktien

20% Sparbriefe (z.B. als Leiter)

15% Hedgefonds

15% Managed Futures

10% Devisenstrategien

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Anleger Klein

Jede Position hat ganz genau 10%. Ich finde, das wirkt überhaupt nicht "zufällig"!

Ich habe jeder Anlageklasse exakt das gleiche Gewicht gegeben, weil ich keine Argumente dafür gefunden habe,eine dieser Anlageklassen stärker zu gewichten als eine andere.

Aber wenn Du hier eine Begründung liefern kannst?

Das wäre genau das, was ich hier suche! :rolleyes:

 

Die BIP-Aufteilung der Aktien habe ich aber dennoch in meinem zweiten Vorschlag vorgesehen - gefällt der Dir besser?

 

Im Übrigen:

Ich glaube, dass der Mehrwert, den ich dadurch habe, dass ich mit teuerer Effizienzportfolio-Software die exakten idealen Gewichtungen mit zwei Nachkommastellen errechnen kann, von dem damit einhergehenden Aufwand aufgefressen wird.

Untersuchen zeigen in der Tat, dass stumpfe Gleichverteilungs-Allokationen (so wie in meinem Beispiel) in der Performance nicht grundsätzlich schlechter abschneiden als rechnerisch ermittelte angebliche Ideal-Allokationen.

 

Von teuerer Software war ja auch nie die Rede ;)

Die 10% sind insoweit zufällig als das es bei dir 10 Klassen sind, wären es nur 8 hätte jede 12,5%. Eine Gewichtung z.B. nach BIP verhindert, dass im Verhältnis kleinere Segmente zu stark überrepräsentiert sind - falls das denn so gewünscht ist, da kann jeder seinen eigenen Ansatz verfolgen und bewusst genau so eine Gewichtung vornehmen (in meinem eigenen Depot sind das z.B. EM/SmallCaps).

 

Blujuice hat sehr schön erklärt auf was ich mit meinem "weniger ist manchmal mehr" hinaus wollte :thumbsup:

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zocker

Die bisherigen Vorschläge gehen meiner Meinung nach am Thema vorbei. ....

 

Was für eine Mischung jeder macht ist doch mehr oder weniger egal, da die Korrelationen des Hr.Markowitz ex post gerechnet sind und das ist doch sowieso nur Müll. Aber interessieren würde mich wie du denn konkret die Sachen....

 

10% Hedge Fonds Strategien

10% Devisen Strategien

10% Private Equity

 

 

.....umsetzen willst. Da gibts doch gar nichts vernünftiges für unsereins der weniger als 100 Mio im Säckel hat. Oder nenn doch mal irgendwelche konkreten WKN.

 

Nebenbei bemerkt - der seit Jahren zum Erbrechen wiederholte Vorschlag Value-ETFs zu implementieren ist natürlich auch von mir verwirklicht worden und hat in den letzten 5 Jahren die bescheidenste Rendite von allem gebracht (Lyxor-Europe-Value) :angry: das ist doch wohl auch nur Mist :blink:

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teffi
· bearbeitet von teffi

Die 10% sind insoweit zufällig als das es bei dir 10 Klassen sind, wären es nur 8 hätte jede 12,5%. Eine Gewichtung z.B. nach BIP verhindert, dass im Verhältnis kleinere Segmente zu stark überrepräsentiert sind

 

Und das schöne daran ist, das es tatsächlich egal ist, ob es 10 oder 12.5 sind, zumindest in Hinblick auf die Diversifikation. Und wenn ich jetzt behaupte, dass nach BIP z.B. USA überrepräsentiert ist, gibts da ein einziges ernsthaftes Argument dagegen?

 

Ich habe hohe Sympathie für die Gleichverteilungsidee des OP - tatsächlich sieht der Passivteil meines Aktiendepots genau so aus, nur etwas einfacher: je 10-15% EM, Asien/Pazific und Small Cap ETFs.

 

Hier habe ich mal ausprobiert, wie viel Unterschied kleine Pakete zur Diversifikation machen:

https://www.wertpapier-forum.de/topic/33018-uberdiversifizierung/?do=findComment&comment=605604

 

Mein Tipp wäre es jedenfalls, die einzelnen Positionen noch mal genau darauf abzuklopfen, ob sie wirklich signifikant zusätzlich diversifizieren. Über die Währungen habt ihr ja schon diskutiert, und die Sache ist kompliziert. Man hat ja nicht nur Aktien, die in Fremdwährung notieren, sondern auch solche, die in EUR notieren aber Ihre Umsätze nicht in EUR machen, usw. Von daher würde ich mir den Fremdwährungsblock sparen. Fremdwährungen verdienen auch kein Geld sondern man spekuliert auf Kursgewinn, der ja letztendlich aus Verschiebungen in anderen Anlageklassen resultiert.

 

Und ich will jetzt keinem seine 10% Gold ausreden, nachher gibts wirklich nen Weltuntergang und man kann nur noch Gold und Öl essen, und ich hab gesagt man brauchts nicht, und dann verhungern alle die auf mich gehört haben und ich bin schuld. Aber weder Geld noch Öl verdienen Geld, sondern der Gewinn kommt auch hier nur aus Kursgewinnen. Beides ist für mich daher keiine dauerhafte Geldanlage sondern befristete Spekulation. Sowas würde ich nur aktiv machen (mache ich auch, aber mehr zum Spaß mit relativ kleinem Depotanteil).

 

Mein Vorschlag daher: Wenigstens einer der Rohstoffe raus, oder die mit irgendeinem ETF zusammenfassen (gibts bestimmt). Zusätzlich Devisen raus., und das Depot ist schon viel einfacher ohne das ich erkennen kann, dass das Risiko gestiegen ist.

 

Und jetzt zu Hedgefonds und Private Equity: es kommt sicherlich darauf an, wie viel Vermögen man hat, ob sich das lohnt. Beides ist jedoch eher exotisch und dürfte die TER aufblähen, deshalb ignoriere ich persönlich beides.

 

Was mir persönlich fehlt sind die Anleihen, die sind nämlich wirklich relativ schwach mit den anderen Anlageklassen aus dem Vorschlag korreliert.

 

Also (Aktien Value nehm ich raus, ist durch die anderen Aktien schon abgedeckt):

 

14% Aktien Welt

14% Aktien SmallCaps

14% Aktien Schwellenländer

14% Staatsanleihen Welt

14% Unternehmensanleihen Schwellenländer

14% Rohstoffe

14% Immobilien

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