RandomWalker September 7, 2010 Natürlich müssen die Aktien (und sonstige Sicherheiten) entsprechend liquide sein. illiquider OTC-Müll ist da ziemlich ungeeignet. Aber prinzipiell könnten als Sicherheit für meine Staastanleihen auch Aktien von Q-Cells oder Celgene hinterlegt werden? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Chemstudent September 7, 2010 · bearbeitet September 7, 2010 von Chemstudent Aber prinzipiell könnten als Sicherheit für meine Staastanleihen auch Aktien von Q-Cells oder Celgene hinterlegt werden? Ich kenn' die genauen Bedingungen jedes einzelnen ETF-Emittenten (geschweige denn jeder KAG) nicht. Ich vermute aber mal: ja. Wer die ishares Produkte deshalb nicht will, kann ja zu ETFLab gehen. Dort werden Schuldverschreibungen und Indexfonds als Sicherheiten hinterlegt. (so zumindest die Infos einiger Jahresberichte) Wenn man dann damit besser schlafen kann. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
etherial September 8, 2010 Ein zusätzliches Risiko stellt Wertpapierleihe (genau wie Swaps) ohne Zweifel dar. Dafür wird man auch entlohnt (leider schnappen sich die Vermittler und KAGs 40-50% der Erträge ). Irgendwie kommt das aber meinem Verständnis von "Sondervermögen" nicht wirklich nahe. Ich habe mal gelesen, dass sämtliche Erträge von Wertpapieren des Sondervermögens dem Besitzer zustehen. Mit welchem Recht nimmt sich dann jemand 50% weg? Kann es nicht sein, dass diese 50% bereits in die TER eingerechnet sind, d.h. dass die KAG diesen Abschlag als Kosten bilanziert? Dass bei Swap-ETFs alles was über den Index hinausgeht abgezogen wird, ist meines Erachtens recht und billig. Wobei in dem Fall durchaus zu überdenken wäre ob die Kosten zu hoch sind. Zum Thema Aktienleihe bei aktiven Fonds: Dort wird die Wertpapierleihe nicht eine so große Rolle spielen: Um Aktien jederzeit verkaufen zu können, dürfen sie nicht gerade verliehen sein. D.h. verliehen werden können nur die Wertpapiere, die dem passiven Anteil eines aktiven Fonds angehören (d.h. den Aktien die nur langfristig umgeschichtet werden). Wenn ein Fonds hohe Erträge durch Aktienleihe hat, dann könnte man daraus ableiten, dass der Manager ziemlich passiv ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Blob Gilb September 8, 2010 Aber prinzipiell könnten als Sicherheit für meine Staastanleihen auch Aktien von Q-Cells oder Celgene hinterlegt werden? Zumindest für die in Luxembourg domizilierten Fonds gilt CSSF-Rundschreiben 08/356 II) B ) (vi): "Aktien, die an einem geregelten Markt in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder an einer Wertpapierbörse eines OECD-Mitgliedstaats notiert sind oder gehandelt werden, sofern diese Aktien in einem Hauptindex enthalten sind." Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
RandomWalker September 8, 2010 Und was genau ist ein "Hauptindex"? Klar spontan würden mir da DAX, CAC 40 oder DJIA einfallen aber sind es nicht auch TecDAX, Nasdaq 100 oder S&P600 Small? Selbst bei den Bluie Chips gibt es ja noch Zockerittel wie Infineon oder die Commerzbank. Allgemein eine erträgliche Sicherheit die mir jedoch bei Staatsanleihen auch zu wenig wäre. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
TerracottaPie September 8, 2010 Ein zusätzliches Risiko stellt Wertpapierleihe (genau wie Swaps) ohne Zweifel dar. Dafür wird man auch entlohnt (leider schnappen sich die Vermittler und KAGs 40-50% der Erträge ). Irgendwie kommt das aber meinem Verständnis von "Sondervermögen" nicht wirklich nahe. Ich habe mal gelesen, dass sämtliche Erträge von Wertpapieren des Sondervermögens dem Besitzer zustehen. Mit welchem Recht nimmt sich dann jemand 50% weg? Kann es nicht sein, dass diese 50% bereits in die TER eingerechnet sind, d.h. dass die KAG diesen Abschlag als Kosten bilanziert? Ich habe den Verdacht, dass diese 50 % nicht in die TER eingerechnet werden (wie ja auch einige andere Gebühren...). § 41 InvG ist da aber vermutlich auslegungsbedürftig: http://www.buzer.de/gesetz/6331/a87879.htm Andererseits gibt es so viele verschiedene exotische Gebühren, dass ich diese Gebühr auch nicht weiter schockierend finde. Zum Risiko Wertpapierleihe noch mal: Ist es nicht so, dass Wertpapiere immer an Investoren verliehen werden, die damit short gehen wollen? Sonst müssten sie ja keine Papiere leihen, oder? Grundsätzlich ist das ja recht praktisch, denn solche Strategien funktionieren ausgerechnet dann besonders gut, wenn die Long-Positionen am meisten leiden - also sollte das Ausfallrisiko der Leihenden gerade in Stress-Situationen nicht ganz so hoch sein. Oder mache ich da einen Denkfehler? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Chemstudent September 8, 2010 · bearbeitet September 8, 2010 von Chemstudent Irgendwie kommt das aber meinem Verständnis von "Sondervermögen" nicht wirklich nahe. Ich habe mal gelesen, dass sämtliche Erträge von Wertpapieren des Sondervermögens dem Besitzer zustehen. Mit welchem Recht nimmt sich dann jemand 50% weg? Kann es nicht sein, dass diese 50% bereits in die TER eingerechnet sind, d.h. dass die KAG diesen Abschlag als Kosten bilanziert? Die KAGs bzw. Vermittler erheben eben eine Gebühr auf die generierten Erträge i.H.v. meist 40-50%. Die DWS nennt's "erfolgsabhängige Vergütung", andere nennen's "teilen der Erträge" etc. In der TER wird das aber (glaube ich) mit eingerechnet. Extra ausgewiesen werden die Kosten bei ishares und ETFLab im jahresbericht leider nicht. Laut VKPs von ETFLab stecken die Kosten aber mit drin. Zum Thema Aktienleihe bei aktiven Fonds: Dort wird die Wertpapierleihe nicht eine so große Rolle spielen: Um Aktien jederzeit verkaufen zu können, dürfen sie nicht gerade verliehen sein. D.h. verliehen werden können nur die Wertpapiere, die dem passiven Anteil eines aktiven Fonds angehören (d.h. den Aktien die nur langfristig umgeschichtet werden). Wenn ein Fonds hohe Erträge durch Aktienleihe hat, dann könnte man daraus ableiten, dass der Manager ziemlich passiv ist. Rein logisch müsste man das annehmen, aber offenbar spricht die Praxis dagegen. Bspw. hat der DWS Top Dividende zum Ende des Gj 2008/2009 10% des Fondsvermögens verliehen. DWS Top 50 Welt: 5,6% und DWS Top50 Europa: 20% Als Vergleich: ishares MSCI World: 2,3% ETFLab MSCI Europe: 2,1% ishares MSCI Europe: 5% Ist natürlich nur eine kleine Stichprobe. Bei Rentenfonds würde ich aber annehmen, dass aktive Fonds hier deutlich geringere Quoten haben (wenn sie überhaupt ihre Anleihen verleihen), als ETFs. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
checker-finance September 8, 2010 Ein zusätzliches Risiko stellt Wertpapierleihe (genau wie Swaps) ohne Zweifel dar. Dafür wird man auch entlohnt (leider schnappen sich die Vermittler und KAGs 40-50% der Erträge ). Irgendwie kommt das aber meinem Verständnis von "Sondervermögen" nicht wirklich nahe. Ich habe mal gelesen, dass sämtliche Erträge von Wertpapieren des Sondervermögens dem Besitzer zustehen. Mit welchem Recht nimmt sich dann jemand 50% weg? Kann es nicht sein, dass diese 50% bereits in die TER eingerechnet sind, d.h. dass die KAG diesen Abschlag als Kosten bilanziert? Ich habe den Verdacht, dass diese 50 % nicht in die TER eingerechnet werden (wie ja auch einige andere Gebühren...). § 41 InvG ist da aber vermutlich auslegungsbedürftig: http://www.buzer.de/gesetz/6331/a87879.htm Andererseits gibt es so viele verschiedene exotische Gebühren, dass ich diese Gebühr auch nicht weiter schockierend finde. Zum Risiko Wertpapierleihe noch mal: Ist es nicht so, dass Wertpapiere immer an Investoren verliehen werden, die damit short gehen wollen? Sonst müssten sie ja keine Papiere leihen, oder? Grundsätzlich ist das ja recht praktisch, denn solche Strategien funktionieren ausgerechnet dann besonders gut, wenn die Long-Positionen am meisten leiden - also sollte das Ausfallrisiko der Leihenden gerade in Stress-Situationen nicht ganz so hoch sein. Oder mache ich da einen Denkfehler? Ich finde diese diskussion mittlerweile sehr artifiziell. Sicherlich ist es sinnvoll, sich kritisch mit dem auseinander zu setzen, in was man investieren möchte. Bei den swappenden ETF war für den Anleger m. e. insbesondere die steuerliche Frage wichtig und die ist - glücklicherweise und wie hier im forum mehrheitlich vermutet - zugunsten der Anleger gelöst. Das Emittentenrisiko soll man nicht vernachlässigen, s. Lehman, aber man sollte es auch nicht überbewerten. Ginge z. B. die dt. Bank als emit der db x-trackers insolvent, wären die 10% Swap ggf. wertlos, aber 90% des Sondervermögens wären nicht betroffen. Das ist ein großer unterschied zu Lehmann-Zertifikaten. Geht allerdings die dt. Bank insolvent, ist von dem Sondervermögen bei einem DAX oder EuroStoxx-ETF vermutlich auch kursbedingt nicht mehr viel übrig... Wer einen double dip erwartet, sollte von Aktien und Aktienfonds und damit auch Aktein-ETF die Finger lassen. Was die Erträge und Provisionen bei Swaps angeht: Die Swaps sind ja nicht Zweck der anlage, sondern Mittel. Der Anleger soll so gestellt werden, wie wenn er genau in den Index investiert wäre abzüglich der TER, d. h. tracking-error minimiert. Die TER ist definiert und transparent. Mehr muss und will ich als Anleger nicht wissen. Wenn der Emittent aufgrund der Swaps Erträge erzielt, kann er die gerne behalten - er muss ja auch die Verluste tragen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
TerracottaPie September 8, 2010 In der TER wird das aber (glaube ich) mit eingerechnet. Extra ausgewiesen werden die Kosten bei ishares und ETFLab im jahresbericht leider nicht. Laut VKPs von ETFLab stecken die Kosten aber mit drin. Ja, ich nehme zurück, was ich oben geschrieben habe - bei ETFlab und iShares sind die Gebühren definitiv Teil der TER. @checker-finance: Artifiziell ist die Diskussion vielleicht, aber ich habe doch einiges dabei gelernt. Dass ich wegen dieses Threads nicht plötzlich alle ETFs verkaufen würde, habe ich mir vor der Diskussion schon gedacht. Aber Du hast natürlich Recht, dass andere Risiken eine größere Rolle spielen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Chemstudent September 10, 2010 · bearbeitet September 10, 2010 von Chemstudent Bzgl. des ARERO gibt's Gewissheit. Wie so oft, liegt die Wahrheit in der Mitte der Vermutungen. 1. Ein reiner 3M Euribor Swap ist's nicht. (warum das im Jahresbericht aber so steht, wer weiß). Die Performance des Anleiheportfolios des ARERO wird vollständig getauscht. 2. Das Ausfallrisiko der Landesbankanleihen trägt dennoch der ARERO, und nicht der Swap-Partner. @checker-finance: Geht mir ähnlich. Die Angst vor Swaps und Wertpapierleihe scheint mir mitunter auch übertrieben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
etherial September 10, 2010 Bzgl. des ARERO gibt's Gewissheit. Wie so oft, liegt die Wahrheit in der Mitte der Vermutungen. 1. Ein reiner 3M Euribor Swap ist's nicht. (warum das im Jahresbericht aber so steht, wer weiß). Die Performance des Anleiheportfolios des ARERO wird vollständig getauscht. 2. Das Ausfallrisiko der Landesbankanleihen trägt dennoch der ARERO, und nicht der Swap-Partner. Widersprüchlicher gehts fast nicht ... ich vermute mal, die haben dir nicht geschrieben wie sowas funktionieren soll. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Chemstudent September 10, 2010 Widersprüchlicher gehts fast nicht ... Das hab ich mir auch gedacht. ich vermute mal, die haben dir nicht geschrieben wie sowas funktionieren soll. Leider nicht. Wie das genau funktionieren soll, ist mir auch ein Rätsel. Jedenfalls wissen wir,dass die Ausfallrisiken definitiv nicht vom Partner getragen werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
DrFaustus September 10, 2010 Weiß jemand wieviel Geld/Brief - Spanne die ETFs beim Swappen zahlen? Wenn diese Spanne sehr hoch ist wären der Muttergesellschaft Tür und Tor für zusätzliche Erträge zu Lasten der Kunden geöffnet. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
etherial September 10, 2010 Leider nicht. Wie das genau funktionieren soll, ist mir auch ein Rätsel. Jedenfalls wissen wir,dass die Ausfallrisiken definitiv nicht vom Partner getragen werden. Oder dass dein Ansprechpartner es falsch erklärt hat ... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Chemstudent September 10, 2010 · bearbeitet September 10, 2010 von Chemstudent Oder dass dein Ansprechpartner es falsch erklärt hat ... In Bezug auf die Ausfallrisiken? Das halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Wenn, dann eher bei der Erklärung des Swap. (vielleicht ist "vollständig getauscht" eben nicht vollständig genug... ) Du kannst aber auch selbst mal bei denen nachfragen. Vielleicht gerätst du an einen anderen Mitarbeiter, der dir das vielleicht besser erklärt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bonneville Oktober 18, 2010 Ist es nicht so, daß Swap-ETF's einen "negativen Market-Impact" auf den Zielmarkt haben, in den man eigentlich investiert sein will? Wenn ich z.B. den MSCI EM Asia als ETF kaufe und der ETF investiert replizierend auf die Aktien dieses Index, dann findet eine miniwinzigkleine Nachfragesteigerung und damit Kurssteigerung in diesem Markt statt. Zusammen mit vielen anderen Investoren bewegt man damit den Markt (höhere Nachfrage = höhere Kurse). Investiert ein ETF aber in Swap's und ein anderes Wertpapierportfolio, dann steigen doch tendenziell die Aktien des anderen Wertpapierportfolios statt der Aktien des Marktes, in dem man zu investieren glaubt? Beispiel: ETF der Credit Suisse on MSCI EM Asia IE00B5L8K969 Statt der Aktien des Zielmarktes MSCI EM Asia besitzt man da in einem "Substitute Basket" (auf Deutsch einem "Ersatz-Korb") über 50% in drei schwedischen Einzelaktien ... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Akaman Oktober 18, 2010 Ist es nicht so, daß Swap-ETF's einen "negativen Market-Impact" auf den Zielmarkt haben, in den man eigentlich investiert sein will? Wenn ich z.B. den MSCI EM Asia als ETF kaufe und der ETF investiert replizierend auf die Aktien dieses Index, dann findet eine miniwinzigkleine Nachfragesteigerung und damit Kurssteigerung in diesem Markt statt. Zusammen mit vielen anderen Investoren bewegt man damit den Markt (höhere Nachfrage = höhere Kurse). Investiert ein ETF aber in Swap's und ein anderes Wertpapierportfolio, dann steigen doch tendenziell die Aktien des anderen Wertpapierportfolios statt der Aktien des Marktes, in dem man zu investieren glaubt? Zum (gefühlten) hundertsten Mal: das hängt davon ab, wie der Swappartner sich verhält. Sage mir, ob bzw. wie er das Risiko selbst hält oder weiterreicht, dann sage ich dir, ob deine These stimmt oder nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Maikel Oktober 18, 2010 · bearbeitet Oktober 18, 2010 von Maikel Ist es nicht so, daß Swap-ETF's einen "negativen Market-Impact" auf den Zielmarkt haben, in den man eigentlich investiert sein will? Wenn ich z.B. den MSCI EM Asia als ETF kaufe und der ETF investiert replizierend auf die Aktien dieses Index, dann findet eine miniwinzigkleine Nachfragesteigerung und damit Kurssteigerung in diesem Markt statt. Zusammen mit vielen anderen Investoren bewegt man damit den Markt (höhere Nachfrage = höhere Kurse). Investiert ein ETF aber in Swap's und ein anderes Wertpapierportfolio, dann steigen doch tendenziell die Aktien des anderen Wertpapierportfolios statt der Aktien des Marktes, in dem man zu investieren glaubt? Beispiel: ETF der Credit Suisse on MSCI EM Asia IE00B5L8K969 Statt der Aktien des Zielmarktes MSCI EM Asia besitzt man da in einem "Substitute Basket" (auf Deutsch einem "Ersatz-Korb") über 50% in drei schwedischen Einzelaktien ... Deinem Beispiel stimme ich voll zu, und sehe das durchaus als Problem. Ich würde es aber nicht auf die Eigenschaft "swappend" beziehen, denn 1. Ist es wohl nicht so, daß swappende ETFs notwendigerweise immer in anderen Märkten investieren. 2. Müßten doch auch nicht-swappende ETFs in andere Märkte investieren können. Gruß, Michael Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bonneville Oktober 18, 2010 · bearbeitet Oktober 18, 2010 von Chemstudent Zitat korrigiert! Zum (gefühlten) hundertsten Mal: das hängt davon ab, wie der Swappartner sich verhält. Sage mir, ob bzw. wie er das Risiko selbst hält oder weiterreicht, dann sage ich dir, ob deine These stimmt oder nicht. Hallo Akaman, erst lesen, dann "fühlen". Es ging mir nicht um die Sicherheit der Swap's. Die Frage ist, ob swappende ETF's eine Art "negativen Market-Impact" (zumindest keinen positiven) auf den Zielmarkt haben, wenn Sie z.B. 90% des Kapitals in ganz anderen Regionen in einen Sicherheitsaktienkorb investieren. Angenommen, bestimmte MSCI Indizes würden von allen ETF-Anbietern nur über Swap's abgebildet und das Kapital würde in als Sicherheit dienende Aktienkörbe anderer Regionen fließen. Dann wäre da doch praktisch null Marktbeeinflussung durch diese swappenden ETF's in dem Ziel-Index. Sowas kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein. Liefern wir als Käufer von Swap-ETF's den Banken "Futter" für diverse, hinter den Kulissen laufende Finanzgeschäfte (Wertpapierleihe, andere Swap-Geschäfte, etc.) und werden dafür mit einer verfälschten Wertentwicklung des Zielindex bedient? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Chemstudent Oktober 18, 2010 Hallo Akaman, erst lesen, dann "fühlen". Es ging mir nicht um die Sicherheit der Swap's. Akaman auch nicht. Seine Aussage ist völlig korrekt. Angenommen, bestimmte MSCI Indizes würden von allen ETF-Anbietern nur über Swap's abgebildet und das Kapital würde in als Sicherheit dienende Aktienkörbe anderer Regionen fließen. Dann wäre da doch praktisch null Marktbeeinflussung durch diese swappenden ETF's in dem Ziel-Index. Die Rendite, die der Swap-Partner dir liefern muss, fällt nicht vom Himmel. Er muss sie generieren. Und dies kann er machen, indem er die Aktien selbst hält, oder entsprechende Finanzinstrumente (bspw. Futures), den Zahlungsstrom weiterverkauft etc. Und genau hier kommt Akamans Aussage. Die Antwort auf deine Frage hängt eben davon ab, wie sich der Swap-Partner verhält. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
DrFaustus Oktober 18, 2010 · bearbeitet Oktober 18, 2010 von DrFaustus Zum (gefühlten) hundertsten Mal: das hängt davon ab, wie der Swappartner sich verhält. Sage mir, ob bzw. wie er das Risiko selbst hält oder weiterreicht, dann sage ich dir, ob deine These stimmt oder nicht. Hallo Akaman, erst lesen, dann "fühlen". Es ging mir nicht um die Sicherheit der Swap's. Die Frage ist, ob swappende ETF's eine Art "negativen Market-Impact" (zumindest keinen positiven) auf den Zielmarkt haben, wenn Sie z.B. 90% des Kapitals in ganz anderen Regionen in einen Sicherheitsaktienkorb investieren. Angenommen, bestimmte MSCI Indizes würden von allen ETF-Anbietern nur über Swap's abgebildet und das Kapital würde in als Sicherheit dienende Aktienkörbe anderer Regionen fließen. Dann wäre da doch praktisch null Marktbeeinflussung durch diese swappenden ETF's in dem Ziel-Index. Sowas kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein. Liefern wir als Käufer von Swap-ETF's den Banken "Futter" für diverse, hinter den Kulissen laufende Finanzgeschäfte (Wertpapierleihe, andere Swap-Geschäfte, etc.) und werden dafür mit einer verfälschten Wertentwicklung des Zielindex bedient? Sehe ich nicht so. Stellen wir uns vor der ETF hält Deutsche Staatsanleihen und möchte aber den EuroStoxx replizieren. Nun sucht er sich nen Swappartner... 2 Möglichkeiten. 1. Der Swappartner hält "den EuroStoxx", durch den Swap verliert er ihn wieder. Also muss man davon ausgehen, dass er seine Position "EuroStoxx" ohnehin glattstellen wollte. Denn warum sonst sollte er den Swap sonst eingehen? Da er aber swappen kann, stellt er nicht glatt. Das bedeutet die Wirkung auf den Index ist 0. Hätte der ETF nicht den Swap nachgefragt, wäre die Wirkung auf den Index negativ, da der Swappartner glattgestellt hätte. 2. Der Swappartner hält den Eurostoxx nicht. Durch den Swap hätte er also eine short-Position auf den Eurostoxx. 2.1. Möchte er diese Position bewusst eingehen, hätte er theoretisch auch ohne den Swap den EuroStoxx verkauft. Dies muss er jetzt nicht nochmals tun. Die Wirkung auf den ES ist wieder 0. 2.2. Möchte er die Position nicht eingehen, sondern ist nur am Geld-Brief-Geschäft interessiert, so wird er sich am Markt mit einer Long-Position wieder eindecken und den Markt nach oben ziehen. Fazit: Mit oder ohne Swap spielt für die Wirkung auf den Zielmarkt keine Rolle. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
DrNick Oktober 18, 2010 Ich hätte mal eine Frage zum Thema Swap-ETFs, zu der ich bislang noch nichts habe finden können. (Ist aber auch nicht so einfach, danach zu suchen.) Kann es nicht Marktsituationen geben, in denen der ETF schlicht keinen Swap-Partner findet? Mir hat sich die Frage in bezug auf den Arero gestellt, der ja ein aktienlastiges (60%) Portfolio abbildet, zu dessen Vermögen aber ausschließlich Rentenpapiere gehören. Wenn man z.B. den DAX mit schwedischen Aktien nachmodelliert, ist das zumindest momentan vielleicht kein so großes Thema; wenn aber die Wertpapiere, über die der ETF wirklich verfügt, einer anderen Anlageklasse angehören als der nachgebildete Index, vielleicht schon. Kann es nicht (wiederum am Beispiel Arero) der Fall sein, daß in einer längeren Hausse-Phase kein Partner bereit ist, sich auf ein Swap-Geschäft einzulassen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
etherial Oktober 18, 2010 Kann es nicht (wiederum am Beispiel Arero) der Fall sein, daß in einer längeren Hausse-Phase kein Partner bereit ist, sich auf ein Swap-Geschäft einzulassen? Ich würde vorher erstmal die Motivation klären, warum ein Partner einen Swap eingeht. Das Sondervermögen des ARERO besteht aus: - Anleihen - einem ARERO-Swap (Wert = ARERO-Index - Anleihen) Das risikolose Sicherungsvermögen eines Swap-Partners besteht aus: - leerverkauften Anleihen - ARERO-Index Für diesen risikoscheuen Swap-Partner ist das Geschäft risikoneutral - egal ob Hausse oder Baisse. Er verdient an Verwaltungskosten und kleineren Gewinnen durch Aktienleihe oder steuerliche Optimierungen. Ein risikofreudiger Swappartner hält: - leerverkaufte Anleihen - ein Portfolio, dass (seiner Meinung nach) besser als der ARERO-Index abschneidet Auch dieser Swap-Partner ist völlig unabhängig von Baisse und Hausse. Sein Gewinn ist die Outperformance plus oben genannte Kosten. Kritische Gedanke: Darüber hinaus könnte ich mir vorstellen, dass ein Swap-Sicherungsvermögen, da weitgehend gewinnneutral, beliehen werden kann bzw. als Sicherheit für riskantere Geschäfte verwendet werden kann. Aus der Richtung besehen wäre die Übersicherung eines Swap-ETFs nur Schall und Rauch, da der Swap selbst nicht gedeckt sein muss und man zur Übersicherung eben genau die Deckung verwenden kann, die man im Swap nicht verwendet ... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
marxloh Dezember 5, 2010 Der Punkt wer in der gegebenen Vertragsstruktur welche Interessen und Gewinnerwartung vertritt, ist m.E. nicht unerheblich. Das Risiko einen Kontrahenten für ein SWAP Anschlussgeschäft zu finden trägt jedenfalls beim Arero der Fondhalter. Verkaufsprospekt S.15 Abs. 5: .. sollte die Verwaltungsgesellschaft keinen anderen Kontrahenten für einen entsprechenden Swap-Vertrag finden, behält sich die Verwaltungsgesellschaft das Recht einer vorzeitigen Fondsauflösung vor. Bei einem denkbaren Stressszenario, innhalb dessen die Assetklasse des Fondvermögens stark an Wert verliert und möglicherweise illiquide wird, könnte eine solche Auflösung sehr schmerzhaft für den Anleger werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Blujuice Dezember 5, 2010 Wieso sollte der Fonds keinen Swap-Partner mehr finden? Das ist ungefähr so realistisch wie das Szenario, dass keine Bank mehr Tagesgeldkonten anbietet. Vielleicht steigen irgendwann mal die Gebühren, aber dann kann man ja (in Ruhe) wechseln, Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag