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mc-mike

Unterstützung Studie: aktive vs. passive Fonds

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mc-mike
· bearbeitet von mc-mike

Liebe Gemeinde,

 

ich versuche zurzeit eine belastbare Studie zu erstellen die das Ziel hat herauszufinden ob es möglich ist diejenigen Fonds

die auf Dauer ihren Benchmark outperformen zu identifizieren.

 

Das Studiendesign habe ich schon relativ gut im Kopf. Was mir fehlt ist eine geeignete Datenbasis.

 

Deshalb suche ich jemanden der auf diese Datenbank hier Zugriff hat:

http://www.crsp.com/products/mutual_funds.htm

 

Bei Studenten der Uni Mannheim oder Frankfurt wäre das z.B. der Fall.

 

Ich habe es schon mit Thomsom Datastream versucht was aber zum Scheitern verurteilt war

da es keine Datatypes gibt die den Anlageschwerpunkt bzw. Benchmark der Fonds auflisten.

 

Also falls jemand dazu beitragen kann bitte melden!

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xolgo

Deshalb suche ich jemanden der auf diese Datenbank hier Zugriff hat:

http://www.crsp.com/products/mutual_funds.htm

 

Bei Studenten der Uni Mannheim oder Frankfurt wäre das z.B. der Fall.

 

Und jetzt suchst Du jemanden, der mutmaßlich die Lizenzbedingungen verletzt und Dir die Daten weiterreicht?

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Archimedes

ETF-Magazin: "Existiert Alpha?" (Q4-2008) pdf 559 KB

 

Der Artikel beginnt auf Seite 46.

 

Es gibt auch einen legalen Weg, nämlich im Rahmen einer Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe. Access gegen Publikation

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mc-mike

ETF-Magazin: "Existiert Alpha?" (Q4-2008) pdf 559 KB

 

Der Artikel beginnt auf Seite 46.

 

Es gibt auch einen legalen Weg, nämlich im Rahmen einer Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe. Access gegen Publikation

 

Klar wollte ich mit demjenigen zusammenarbeiten der die Daten beschaffen kann.

 

Wenn niemand finde rufe ich mal bei den Lehrstühlen an ob da jemand Lust drauf hat.

Mit geeigneter Datenbasis wäre zumindest eine richtungsweisende Vorstudie auf einen Tag zu machen.

 

Die Studie ETF Magazin überzeugt micht nicht besonders. Ich werde morgen mal skizzieren wie ich mir das vorstelle.

 

Insbesondere das Beta will ich komplett ausblenden da ich als Value Investor Volatilität nicht mit Risiko assoziere.

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otto03

 

 

Insbesondere das Beta will ich komplett ausblenden da ich als Value Investor Volatilität nicht mit Risiko assoziere.

 

Interessant, man "assoziiert" Beta/Value/Vola/Risiko und Euro/Dollar/GDP/Alpha/Brent und einen eigenen Index (mein Bestand ist mein Index/meine Benchmark) bis es passt.

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Archimedes

Hier sind ein paar Paper die dich interessieren könnten:

 

A Study of Monthly Mutual Fund Returns and Performance Evaluation Techniques

M. Grinblatt and S. Titman, Journal of Financial and Quantitative Analysis 29, 419 (1994)

 

Efficiency With Costly Information: A Study of Mutual Fund Performance, 1965-1984

R.A. Ippolito, The Quarterly Journal of Economics 104, 1 (1989)

 

On Studies of Mutual Fund Performance, 1962-1991

R.A. Ippolito, Financial Analysts Journal 49, 42 (1993)

 

Another Puzzle: The Growth in Actively Managed Mutual Funds

M.J. Gruber, The Journal of Finance 51, 783 (1996)

 

The Persistence of Risk-Adjusted Mutual Fund Performance

E.J. Elton, M.J. Gruber and C.R. Blake, The Journal of Business 69, 133 (1996)

 

Measuring Mutual Fund Performance with Characteristic-Based Benchmarks

K.Daniel, M. Grinblatt, S. Titman, and Russ Wermers, The Journal of Finance 52, 1035 (1997)

 

How Active is Your Fund Manager? A New Measure That Predicts Performance

M. Cremers, A. Petajisto, Yale ICF Working Paper No. 06-14. (2009)

 

The Value of Active Mutual Fund Management: An Examination of the Stockholdings and Trades of Fund Managers

H. Chen, N. Jegadeesh and R. Wermers, Journal of Financial and Quantitative Analysis 35, 343 (2000)

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etherial
· bearbeitet von etherial

Insbesondere das Beta will ich komplett ausblenden da ich als Value Investor Volatilität nicht mit Risiko assoziere.

 

Der Satz liest sich für den Profi etwas seltsam:

 

1. Value-Werte haben üblicherweise eine geringere Volatilität als der Gesamtmarkt

2. Eine Nichtberücksichtigung des Beta bedeutet, dass die Kennzahlen der einzelnen Märkte (Exportorientierung, durchschnittliche Kapitalquote, Zuverlässigkeit, Liquidität, Entwicklungsgrad, treuer Kundenstamm) für dich uninteressant sind (EM-Märkte haben höheres Beta als europäische, Technologiewerte auch). Das ist auch genau das Gegenteil der Value-Strategie (welche sich an den Kennzahlen orientiert!).

3. Wer eine Studie entwickelt, die nur deswegen gute Zahlen liefert, weil man (um das Ergebnis zu erreichen) den Normierungsfaktor rauslöscht, dem könnte locker mal wieder Overconfidence nachgewiesen werden

 

Mit Ausblenden könntest du natürlich auch alles mögliche andere gemeint haben.

 

Trotzdem: Viel Erfolg!

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Schinzilord

Ich befürchte fast, dass alle bisherigen Studien und möglichen Ergebnisse so lange hingetrimmt werden, bis ein Alpha existiert.

 

Warum?

Weil es keine wissenschaftliche Fragestellung ist. Du willst es rausfinden, dass es so ist. Du bist da zu emotional vorgeprägt.

Und in der Statistik ist mir den richtigen Gewichtungen eine Mehrdeutigkeit möglich.

Übrigens: Es gibt ja genauso Valueindizes, gegen die dann deine Valuefonds antreten können.

Ansonsten viel Glück, ist ja nicht so, dass es noch keiner gemacht hat...

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mc-mike

Ich kann mich einfach mit der Denkweise nicht anfreunden dass in der klassischen Kapitalmarktlehre (CAPM..) Risiko immer durch Volatilität bestimmt werden soll.

Es gibt da einige interessante Untersuchungen von James Montier warum das Schwachsinn ist. Habe das Buch aber gerade nicht zur Hand. (Behavioral Finance)

 

Bei Anlage in Aktien gibt es meiner Meinung nach nur ein Risiko: das unternehmerische Risiko das man mit der Beteiligung eingeht.

= Risiko dass z.B. durch Missmanagement, gesetzl. Auflagen, andere äußere Einflüsse.. der Unternehmenswert verringert wird

 

Der Unternehmenswert ist nämlich das einzige was zählt. Der Kurs ist nur der aktuelle Preis der gerade für den Wert gezahlt wird und

liegt vom Wert oft weit entfernt.

 

Als langfristig orientierter Value Investor ist es mir nämlich egal ob der Kurs um 5% oder 50% schwankt. Ich verkaufe erst dann wenn

er über dem vermeintlichen inneren Wert liegt.

 

Vielleicht kann mir ja jemand die andere Denkweise realitätsnah (nicht im Modell) erklären.

 

Zum Studiendesign

 

Ausgehend vom folgenden Szenario: Ein Ratsuchender kommt zu mir und will in Aktien weltweit anlegen.

Er will wissen ob er in ETFs oder aktive Fonds investieren soll.

 

Datenbasis:

Alle in Dtl. zum Vertrieb zugelassenen oder auf Euro lautenden (warsch. einfacher zu selektieren) aktiven Fonds mit Anlageschwerpunkt Aktien weltweit.

Gibt dem Fondsmanager große Freiheit zur Asset Allocation.

Herangezogen werden nur Fonds mit vollständiger Zeitreihe von 1995-2005. 2005-2010 ist offen um survivorship bias zu vermeiden.

 

Benchmark:

MSCI World .

Ist denke ich zweckmäßig weil die aktiven Fonds ähnlich gewichtet sein werden. Für Übergewichtung Emerging Markets o.ä. gibt es ja eigene aktive.

 

Durchführung:

In 2 Phasen.

 

I. Selektionsphase: Es wird 2 Mal (einmal von 1995-2000, das zweite Mal von 2000-2005) der Total Return berechnet und mit dem Benchmark verglichen.

Nur die Fonds die es schaffen jeweils in diesen beiden Zeiträumen den Markt outzuperformen kommen weiter in Phase II.

Evtl wird noch das Kriterium "deutlich outperformen" hinzugefügt. Das wird man sehen.

 

II. Testphase: Von allen ehemaligen Outperformern wird der Total Return von 2005-2010 berechnet und mit dem MSCI verglichen.

 

Als Ergebnis hat man nun ein Prozentzahl wieviel Fonds ihre Outperformance fortsetzen konnten die man nun interpretieren kann.

Desweiteren kann man sich nun die weiteren Daten wie Name des Fondsmanagers, Investmentstrategie, evtl. Korrelation zum Index anschauen

bzw. berechnen und versuchen Zusammenhänge zu finden.

 

Sollten dabei interessante Ergebnisse rauskommen wäre noch zu überlegen ob man das ganze noch 9 weitere Male (ab 1985-2000) machen sollte um einen

gewissen Zeitraum abzudecken.

 

Also ich sehe da ehrlich gesagt keine Voreingenommenheit. Wenn keine Zahl deutlich über 50% rauskommt bin ich ab sofort ETF Befürworter.

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Dagobert

Spar Dir die Arbeit!

 

Für reine Aktieninvestments gibt es nicht besseres/billigeres als Aktien-ETF's (ich spreche hier nicht von Investments in Einzelwerte).

 

Viel interessanter ist doch was man damit anstelle....

 

Blutleere Papers gibt es genug

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Emilian

Dago: Was meinst Du mit:

Viel interessanter ist doch was man damit anstelle....

Gruß Emilian.

 

PS: Und alle Achtung für die ausgewogene Meinung!

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Archimedes
· bearbeitet von archimedez

Ich stör mich auch an der Gleichsetzung von Volatilität und Risiko, aber das ist nunmal eine Grundannahme.

Ich glaube die Theorie dahinter ist, dass man ein Weltportfolio hält, das die ganze Welt umschliesst.

Das Portfolio enthält zum Beispiel 10 Branchen ETFs.

Eine Branche seien die Autobauer.

Der Autobauer ETF enthält alle Autobauer dieser Welt.

Wenn jetzt ein Autobauer schlecht wirtschaftet, profitiert ein anderer davon.

Bei dieser perfekten Diversifikation bleibt der Wert des ETF gleich, da ein Wert steigt und ein anderer fällt.

Wenn im Schnitt die Autobauer mit 5% wachsen, steigt der ETF um 5%.

 

Mit dem Weltportfolio würde man also am Weltwirtschaftswachstum partizipieren.

 

Gäbe es jetzt nicht diese chaotischen Kursschwankungen, könnte man jederzeit Portfolio Anteile in Cash wandeln.

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Dagobert

Dago: Was meinst Du mit:

Viel interessanter ist doch was man damit anstelle....

Gruß Emilian.

 

PS: Und alle Achtung für die ausgewogene Meinung!

 

Emilian,

 

ich will hier mc-mike's Faden nicht missbrauchen, was ich meinte: ETF's lassen sich ausgezeichnet zum "handeln" nutzen, also für all die Dinge die ein passiver Investor verschmäht und wofür vergleichbare aktive Fonds zu träge sind (was die Transaktionierung betrifft).

 

PS: In Kürze ist der Faden eh nicht mehr zu verstehen, also ziehe ich von dannen bevor die T's sich weiter vertiefen :thumbsup: (!)

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mc-mike

@ archimedez

 

Ist bei deiner Studienliste eine dabei die auf ähnliches abzielt wie meine?

 

Nicht das ich mir alle durchlese und dann gehts um was anderes.

 

Nochmal zum Risiko:

 

Weil das von mir angesprochene unternehmerische Risiko nicht quantifizierbar ist scheint es mir so als ob die Theoretiker

zwanghaft nach etwas quantifzierbarem für ihr Modell gesucht haben und dabei auf die Volatilität gestoßen sind.

 

Aber ähnlich wie in der VWL trägt hier Modelldenken nicht zur kreativen Ergebnisfindung bei.

 

Es gibt in beiden Disziplinen mittlerweile genügend Studien (siehe z.B. das ETF Magazin oben) die den klassischen Theorien

ihre Eignung teilweise absprechen.

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Archimedes

Ich würde sagen der Ansatz der Fragestellung hat sich bei den Untersuchungen im Laufe der Zeit geändert.

 

Die erste Frage war, ist die Performance der Summe aller aktiven Fonds (AF) besser oder schlechter

als die Performance der Summe aller passiven Fonds (PF).

Die Antwort darauf war:

Man unterteile das Weltportfolio in 2 Teile z.B. 50:50 wobei die % keine Rolle spielen.

Die AF halten 50%, also von jedem Unternehmen der Welt genau 50% der Aktien und die PF auch.

In beiden Teilen gibt es aufgrund des gleichen Wachstums den gleichen Wertzuwachs.

Da die Kosten der AF aber höher sind als die der PF ist die Performance der AF im Schnitt geringer.

Dies geben die älteren (objektiven?) Studien auch wieder.

 

Dann stelle man fest, das man dies eigentlich garnicht wissen wollte, sondern ob es einzelne Fonds gibt

die die PF outperformen.

Diese Studien zeigten dann, daß es solche Fonds zumindest auf mittlere Frist bis 20 Jahre gibt.

Auf sehr lange Zeiträume gab es dagegen kaum solche Fonds, da wohl der AF Manager incl. Team ( Modelle, Zugang zu Informationen ) wichtig ist und sich diese Faktoren über die Jahre ändern.

Eine Erklärung für die Outperformance war, dass innerhalb der 50% des Weltportfolios, das den AF gehört sich die Manager die Sahnestücke abjagen. Dies erklärt auch warum es Fonds mit extrem schlechter Performance gibt, denn diesen fehlen die Sahnestücke.

 

Dann stellte man fest, das man auch mit dieser Antwort noch nicht viel Anfangen konnte.

Die eigentliche Frage ist kann man vor oder zumindest während der Outperformance-Phase diese AF erkennen.

Und darum drehen sich einige der obigen Studien.

 

So scheint es einen Zusammenhang zwischen Umtriebigkeit des Fondsmanagers und Fondsperformance zu geben.

Die Fonds mit hohem Turnover oder wie eine Studie es nennt Aktive Share zeigen höhere Performance.

Weiterhin scheint Herding eine Outperformance zu generieren. Wenn man die Quartalsberichte der Fonds auswertet und die häufigst gekauften Aktien auch kauft und die häufigst verkauften Aktien auch verkauft scheint eine Outperformance möglich.

Eine andere Studie attestiert, dass die Top Fonds eine Outperformance mittels Stockpicking, bzw. Aktien "Vermeidung" generieren konnten aber im Schnitt kein Alpha mit Markettiming erzielen konnten.

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Emilian

Dago: Ist ok - ich wollts nur verstehen.

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mc-mike

So scheint es einen Zusammenhang zwischen Umtriebigkeit des Fondsmanagers und Fondsperformance zu geben.

Die Fonds mit hohem Turnover oder wie eine Studie es nennt Aktive Share zeigen höhere Performance.

Weiterhin scheint Herding eine Outperformance zu generieren. Wenn man die Quartalsberichte der Fonds auswertet und die häufigst gekauften Aktien auch kauft und die häufigst verkauften Aktien auch verkauft scheint eine Outperformance möglich.

Eine andere Studie attestiert, dass die Top Fonds eine Outperformance mittels Stockpicking, bzw. Aktien "Vermeidung" generieren konnten aber im Schnitt kein Alpha mit Markettiming erzielen konnten.

 

Ja das ist fast genau das nachdem ich gesucht habe! Danke vielmals.

 

Mit Aktive Share meinst du diese Studie oder?

How Active is Your Fund Manager? A New Measure That Predicts Performance

M. Cremers, A. Petajisto, Yale ICF Working Paper No. 06-14. (2009)

 

Welche der oben genannten beziehen sich noch auf diese Fragestellung? (Kann am Titel leider nichts erkennen)

 

Zitat aus der Conclusion:

Active management, as measured by Active Share, signicantly predicts fund perfor-

mance. Funds with the highest Active Share signicantly outperform their benchmarks

both before and after expenses.

 

Muss ich mich noch genauer einlesen wie ich die Winner jetzt genau screene aber sieht nach einem herben Rückschlag für die ETF Fraktion aus solange

keine Gegenbeweise vorgelegt werden können.

 

Die Erkenntnisse stützden meine oben nicht geäußerten möglichen weiteren Erkenntnisse.

Ist eigtl. logisch dass eine Outperformance nur möglich ist wenn der Manager möglichst wenig tracked (hat schon Montier bewiesen)

und dafür Stockpicking betreibt. Dass Markettiming schwer ist habe ich ja schon öfters geäußert.

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etherial

Ich kann mich einfach mit der Denkweise nicht anfreunden dass in der klassischen Kapitalmarktlehre (CAPM..) Risiko immer durch Volatilität bestimmt werden soll.

 

Ist halt auch nicht so: Risiko ist abstrakt - und Volatilität wird benutzt als Maß für das Risiko.

 

Weiterhin: Volatilität ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Kurs nicht so entwickelt wie du erwartest (streng nach Definition). Ich finde, dass das der Bedeutung des Wortes Risiko schon sehr nahe kommt - und du?

 

Ein "besseres Maß wäre vermutlich die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Kurs schlechter entwickelt als erwartet. Dieses Maß ist aber in aller Regel einfach nur halb so groß wie die Volatilität - unterscheidet sich also nur um einen Skalierungsfaktor.

 

Es gibt aber mit Sicherheit noch viele Vorschläge über bessere Risikomaße als die Volatilität. Die meisten davon sind (trotz besserer Realitätstreue) entweder nicht einfach zu berechnen, nicht einfach zu verstehen oder nicht einfach anzwenden.

 

Zum Value-Gedanken:

Wenn ein Value-Wert unterbewertet ist, dann hat das üblicherweise einen Grund (z.B. die Anleger erwarten ein Missmanagement). Wenn das befürchtete nicht eintritt, steigt der Kurs.

Ganz anders bei Growth-Werten die ja sowieso nur deswegen so hoch bewertet sind, weil man schon überdurchschnittliches Wachstum erwartet ... Wenn es hier nicht so kommt wie erwartet, dann fällt der Kurs.

Neuerdings ist ja Taleb mit seinen Schwarzen Schwänen populär geworden - Schwarze Schwäne (Ereignisse die niemand erwarten konnte) sind für Growth-Werte üblicherweise Gift, für Value-Werte aber eine Performance-Spritze.

 

All das hat nichts mit Beta und Volatilität zu tun.

 

I. Selektionsphase: Es wird 2 Mal (einmal von 1995-2000, das zweite Mal von 2000-2005) der Total Return berechnet und mit dem Benchmark verglichen.

 

Warum 1995-2000 und 2000-2005? Warum nicht alle 5-Jahreszeiträume von 1995 bis 2009 1995-2000, 1996-2001, 1997-2002 ...

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Archimedes

Die Abstracts stehen im Netz, brauchst nur bei Google Research die Titel einfügen.

Die Studie von M. Cremers würde ich kritisch durcharbeiten, die wurde noch bei keinem seriösen Verlag publiziert,

d.h. evtl. hat noch kein Peer-Review stattgefunden. Allerdings hat er die Active Share Daten ins Netz gestellt.

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mc-mike
· bearbeitet von mc-mike

 

Ist halt auch nicht so: Risiko ist abstrakt - und Volatilität wird benutzt als Maß für das Risiko.

 

Weiterhin: Volatilität ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Kurs nicht so entwickelt wie du erwartest (streng nach Definition). Ich finde, dass das der Bedeutung des Wortes Risiko schon sehr nahe kommt - und du?

 

Ein "besseres Maß wäre vermutlich die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Kurs schlechter entwickelt als erwartet. Dieses Maß ist aber in aller Regel einfach nur halb so groß wie die Volatilität - unterscheidet sich also nur um einen Skalierungsfaktor.

 

Warum 1995-2000 und 2000-2005? Warum nicht alle 5-Jahreszeiträume von 1995 bis 2009 1995-2000, 1996-2001, 1997-2002 ...

Der Reihe nach:

 

Ja genau das Kursrisiko ist abstrakt. Und zwar so abstrakt dass ich es genau wie das Marktrisiko nicht zu Prognosezwecken verwenden will.

 

Da mir die kurzfristige Kursentwicklung wie oben genannt egal ist definiere ich das nicht als Risiko.

 

Hätten wir z.B. das Szenario dass sich vom Kaufzeitpunkt aus der Kurs 20% nach oben und dann wieder nach unten entwickelt habe ich eine hohe

Volatilität aber mein Risiko ist gleich 0 .

 

Und überhaupt funktioniert die Definition nur wenn man mit fixen Zeiträumen (z.B. genau 5 Jahren) rechnet was nicht realistisch sein muss.

 

Will man es doch tun hätte ich dazu eher folgende Idee, die aber enorm lange Zeitreihen vorraussetzt:

Man berechnet die Wahrscheinlichkeit (über Jahre hinweg) ob der Kurs zum Verkaufszeitpunkt 5 Jahre nach Kaufzeitpunkt

mindest gleich hoch liegt wie zum Kaufzeitpunkt.

Das ließe ich mir dann schon eher als Risiko eingehen.

 

Die begrenzten 5-Jahres Zeiträume sollten erstmal der Einfachheit dienen.

 

@ Archimedez

 

OK mach ich. Wo finde ich die Active Share Daten.

Das ausführende Institut ist aber auf jedenfall schonmal eine Referenz:

International Center for Finance

Yale School of Management

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xolgo

Da mir die kurzfristige Kursentwicklung wie oben genannt egal ist definiere ich das nicht als Risiko.

 

Hätten wir z.B. das Szenario dass sich vom Kaufzeitpunkt aus der Kurs 20% nach oben und dann wieder nach unten entwickelt habe ich eine hohe

Volatilität aber mein Risiko ist gleich 0 .

 

Wie definierst Du Risiko?

Ich habe das Gefühl, "Risiko" ist bei Dir eine ex-post Maßzahl, ob das Investment geglückt ist oder nicht, wobei ein Investment immer so lange läuft, bis es positive Rendite bringt... bitte belehre mich eines besseren.

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Archimedes
· bearbeitet von archimedez

William Sharpe hat übrigens in einer seiner neueren Arbeiten von 2007

die "mean/variance assumptions" des Capital Asset Pricing Models thematisiert.

 

Procedures for optimization and reverse optimization analysis in asset allocation studies.

Assumes that investors wish to maximize expected utility, does not require that investors care only about the mean and variance of portfolio return and allows for general distributions of asset returns.

http://www.stanford....euaarevised.pdf

 

Hier ist noch eine ganze Liste seiner Publikation zum Thema:

http://www.stanford....pe/art/art1.htm

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Bonneville

Datenbasis:

Alle in Dtl. zum Vertrieb zugelassenen oder auf Euro lautenden (warsch. einfacher zu selektieren) aktiven Fonds mit Anlageschwerpunkt Aktien weltweit.

Gibt dem Fondsmanager große Freiheit zur Asset Allocation.

Herangezogen werden nur Fonds mit vollständiger Zeitreihe von 1995-2005. 2005-2010 ist offen um survivorship bias zu vermeiden.

 

Benchmark:

MSCI World .

Ist denke ich zweckmäßig weil die aktiven Fonds ähnlich gewichtet sein werden. Für Übergewichtung Emerging Markets o.ä. gibt es ja eigene aktive.

...

Also ich sehe da ehrlich gesagt keine Voreingenommenheit. Wenn keine Zahl deutlich über 50% rauskommt bin ich ab sofort ETF Befürworter.

 

Also: Du möchtest eine wissenschaftliche Studie durchführen, in der Du die Wertentwicklung eines Korbes Äpfel und Birnen ("Benchmark" MSCI World) mit einem Korb Obst ("aktive Fonds Aktien weltweit") vergleichst.

Das Ergebnis könnte sein, daß Verkäufer von "Obst"-Körben, wenn sie zu den Äpfeln und Birnen noch Ananas und Litschis dazu tun, zeitweise höhere Preise erzielen. ;)

 

Der einzig statistisch richtige Vergleich wäre doch: Index MSCI-World gegen internationale Aktienfonds, die ausschließlich in das Aktienspektrum des MSCI-World investieren (kein aktiver Fonds kauft ja alle 1.600 Titel des MSCI-World, also müßte es doch für die ach so klugen Aktiv-Fondsmanager "ein leichtes" sein, aus dem MSCI-Spektrum in "die richtigen" Werte zu investieren und dann eine Outperformance zu erzielen.

 

Komischerweise investieren aktive Fonds, die sich selbst immer mit der MSCI-World-Meßlatte vergleichen, praktisch immer auch mal in Einzeltitel aus Emerging Markets, Small Caps Europa, Rohstoff-Aktien oder gar Short-Optionsscheine ... :rolleyes:

 

Welche wissenschaftliche Aussagekraft hätte also eine Studie Äpfel-/Birnen-Korb gegen Obstkorb ? :-

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mc-mike
· bearbeitet von mc-mike

Da mir die kurzfristige Kursentwicklung wie oben genannt egal ist definiere ich das nicht als Risiko.

 

Hätten wir z.B. das Szenario dass sich vom Kaufzeitpunkt aus der Kurs 20% nach oben und dann wieder nach unten entwickelt habe ich eine hohe

Volatilität aber mein Risiko ist gleich 0 .

 

Wie definierst Du Risiko?

Ich habe das Gefühl, "Risiko" ist bei Dir eine ex-post Maßzahl, ob das Investment geglückt ist oder nicht, wobei ein Investment immer so lange läuft, bis es positive Rendite bringt... bitte belehre mich eines besseren.

 

Das 20% Beispiel illustriert nich meine Auffassung von Risiko sondern zeigt das die Volatilität nicht unbedingt in Verbindung zum Kursrisiko steht.

Wobei Kursrisiko = Risiko beim Verkauf einen Verlust zu machen.

 

Wie ich als Value Investor Risiko definiere habe ich oben schon erwähnt. Aktien werden dann verkauft wenn der Preis den Wert übersteigt.

 

Da ich eigentlich Stockpicker bin und mit Fonds nichts zu tun habe wird mir allerdings bewusst dass das nicht auf Fonds übertragbar ist.

 

Man müsste sich dann praktisch um einen Ausstiegszeitpunkt (welcher nicht optimal sein kann) zu finden an der aktuellen Marktlage orientieren und antizyklisch handeln, was ja auch möglich ist wenn man schwache Marktphasen "aussitzen" kann.

 

Für einen Fondswechsel müsste man sich anschauen ob sich das erwartete Alpha auch langfristig einstellt.

 

Bei fixen Zeiträumen habe ich ja schon in einem vorherigen Post das Risko definiert.

 

@ Bonneville

 

Wenn du mir eine Liste von MSCI World konformen Fonds schickst mache ich das natürlich :huh:

Die angeführte Fragestellung im Studiendesign erlaubt so eine Vereinfachung.

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Emilian
Hätten wir z.B. das Szenario dass sich vom Kaufzeitpunkt aus der Kurs 20% nach oben und dann wieder nach unten entwickelt habe ich eine hohe

Volatilität aber mein Risiko ist gleich 0 .

Drehen wir mal Dein Beispiel: Erst gehts 20% runter und dann 20% rauf. Dann gibts aber ein langes Gesicht, weil Du eben nicht bei Null gelandet bist.whistling.gif

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