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Moneycruncher

Lebensplanung und -ziele

Empfohlene Beiträge

Hedger99

 

Wenn es wirklich das höchste Ziel ist, möglichst früh mit dem Arbeiten aufzuhören, dann fährt man wahrscheinlich mit einem Wohnwagen am Stadtrand noch besser als mit der 2-Zimmer Wohnung. Und das sogar im wahrsten Sinne des Wortes, wie ich mir gerade auffällt.biggrin.gif

Wenn man aber jeden Tag glücklich ist, weil man ein Häuschen hat und abends zufrieden auf der Terrasse sitzen kann, dann soll man sich das um Gottes Willen auch gönnen.

Das mit dem Haus-/ Wohnungskauf würde ich deshalb nicht verallgemeinern. Einer verspürt körperlichen Schmerz, wenn er Geld ausgibt, ein anderer wirft sich vielleicht ewig vor, nicht gelebt zu haben, wenn es nach jahrelangem Sparen zum Vermögensverlust kommt und der einzige Lebenssinn vernichtet ist.

Mich selbst hat der Hauskauf zu einer inneren Zufriedenheit geführt, die ich vorher gar nicht gekannt und somit auch nicht vermisst hatte.

Und es hat mich dazu gebracht, mich privat und beruflich so zu strecken, dass ich die gleichen Sparraten wie vorher zu Mieterzeiten beiseite legen konnte.

 

Viele Grüße

D.

 

Schöne Worte.

Ich denke auch, dass jeder seinen persönlichen Weg finden muss. Wenn jemand Spaß an der Arbeit (auch im Angestelltenverhältnis) hat, dann wird derjenige auch dann noch zur Arbeit gehen, wenn er nicht mehr unbedingt von der Gehaltszahlung abhängig ist. Zum anderen ist zu überlegen, ob man wirklich jeden Cent eisern sparen muss und sich

in seinen besten Jahren des Lebens überhaupt gar nichts leistet. So zu leben, dass man sich wohl fühlt (ob mit oder ohne Eigenheim) und dennoch darauf zu achten, dass sein Kapital stetig für einen arbeitet, ist meiner Meinung nach eine ziemlich gute Lösung.

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xolgo

Dazu fällt mir die Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral von Heinrich Böll ein.

"In einem Hafen an der Westküste Europas schläft ein ärmlich gekleideter Fischer und wird durch das Klicken des Fotoapparates eines Touristen geweckt. Anschließend fragt der Tourist den Fischer, warum er denn nicht draußen auf dem Meer sei und fische. Heute sei doch so ein toller Tag um einen guten Fang zu machen, es gebe draußen viele Fische. Da der Fischer keine Antwort gibt, denkt sich der Tourist, dem Fischer gehe es nicht gut, und fragt ihn nach dessen Befinden, doch der Fischer hat nichts zu beklagen. Der Tourist hakt noch einmal nach und fragt den Fischer abermals, warum er denn nicht hinausfahre. Nun antwortet der Fischer, er sei schon draußen gewesen und habe so gut gefangen, dass es ihm für die nächsten Tage noch reiche. Der Tourist entgegnet, dass der Fischer noch zwei-, drei- oder gar viermal hinausfahren und dann ein kleines Unternehmen aufbauen könnte, danach ein größeres Unternehmen und dieses Wachstum schließlich immer weiter steigern könnte, bis er sogar das Ausland mit seinem Fisch beliefern würde. Danach hätte der Fischer dann genug verdient, um einfach am Hafen sitzen und sich ruhig entspannen zu können. Der Fischer entgegnet gelassen, am Hafen sitzen und sich entspannen könne er doch jetzt schon. Darauf geht der Tourist nachdenklich und ein wenig neidisch fort."

 

Statt einer Inhaltsangabe, die offenbar aus der Wikipedia kopiert wurde, würde ich den Originaltext empfehlen:

http://www.uni-flensburg.de/asta/pol_kultur_anekdote.htm

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Kalovswki

Mir geht es hauptsächlich um das schöne Ziel "finanzielle Unabhängigkeit". Insbesonders wenn ich viele meiner Kollegen sehe, die Aufgrund ihres Alters, ihrer Qualifikation und ihrer Hypothek so abhängig von ihrem Job sind. In diese Situation möchte ich niemals kommen. Mein Ziel ist es soviel Kohle zu haben, dass ich in 5 Jahren theoretisch als Postbote, Gärtner oder Supermarktaushilfe 20 Stunden die Woche arbeiten kann und trotzdem das monatliche Einkommen eines gehobenen Angestellten habe. Macht ist übrigens eine imo nicht zu unterschätzende Komponente bei der Sparerei. Ein kleines Beispiel: Zwangsversteigerung in der Nachbarschaft und Familie Flodder droht einzuziehen. Da ist es doch schön die Möglichkeit zu haben das Haus einfach so aus Spaß zu kaufen und abzureissen.

 

Noch was zum Thema Deutschland und alles schlecht. Ich rege mich täglich seit Jahren über Deutschland und die Zukunftsperspektiven mit Rente und Krankenkasse auf. Ich und viele Bekannte und Freunde waren längere Zeit im Ausland von USA bis Japan, Indien Indonesien und Europa. Einhellige Meinung aller: In Deutschland läuft vieles echt falsch, aber wer länger im Ausland ist, merkt, dass es egal ob Norwegen oder Ibiza gar nicht mal so schlecht läuft bei uns von Bürokratie bis Straßenzustand. Und das Wetter ist ja auch gerade prima :)

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Moneycruncher

Danke erstmal für die vielen Beiträge in diesem Thread. Habe wieder einige Anregungen mitgenommen. Teilweise war es ja recht emotional, ist aber auch keine Überraschung bei solch einem Grundsatzthema. Immer wieder hoch schlagen die Wellen beim Thema "Immobilie". Vielleicht sollte man den Immobilienkauf einfach unter verschiedenen Aspekten diskutieren, z.B.

 

reine


  1.  
  2. Renditebetrachtung (Kauf vs. Miete)
  3. Immobilie als Lebensziel und Lebensqualität
  4. Immobilie als Inflationsschutz
  5. Immobilie vs. Flexibiliät (berufliche und private Konsequenzen)
  6. sonstige Aspekte?

 

Auf diese Weise könnte es gelingen, die Emotionalität etwas rauszunehmen und das Thema differenzierter zu bewerten. Evtl. ein neuer Thread? Zu Immos gibt´s ja schon einige Threads, aber eben nicht so differenziert...

 

gruß, moneycruncher

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biobio86

darf ich den thread ganz kurz missbrauchen? aber der threadtitel passt so gut .. :)

 

Planung etf Ewigkeitsdepot: gibt es die möglichkeit in ein paar jahren wenn ich verheiratet bin das gesamte depot in ein eheleute depot zu übertragen? allein aufgrund der fsa usw..

 

danke für ot!

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Zinsjäger
· bearbeitet von Zinsjäger

Wenn ich beruflich wenig bis mittelmäßig erfolgreich bin will ich in Deutschland bleiben.

Aufgrund des extrem ausgeprägten Gleichstellungsgedankens ist Deutschland hierfür geeignet.

 

Bei hohem Einkommen geht es auf jedenfall in die USA. Wenn ich schaue, was mein Vater

in Deutschland verdient (sehr gut) und mir ausmale, wie man DAVON in den Vereinigten

Staaten leben kann, wird mir ganz anders. Ich war schon oft in den USA und ein richtig

schöner+großer Pool, Villa-artiges Haus, Hauspersonal, Fuhrpark etc. ist da auf jedenfall drin.

 

Und für das hier eingezahlte Geld in die KV gibts dort fürstliche Versorgung auf medizinisch

bestem Niveau. Außerdem wird man da nicht dumm angeguckt, wenn man mit seinem X6

um die Ecke fährt.

 

Vergleicht mal die Preise für Immobilien, Autos, Energie etc. pp. Deutschland vs. USA.

 

Klar, als schlechtverdienender will ich auch nicht in den Staaten leben... Aber Häuser wie

sie in Deutschland nur Millionäre haben können sich in den USA wesentlich mehr leisten.

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fireball

Genau, man kann sich dort halt viel leichter veschulden gelle....

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John Silver
· bearbeitet von John Silver

.

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SeppBroesel

Dass ich niemals zurückkommen werde, das Versprechen kann ich dir nicht geben.

Auch wenn ich aus der deutschen, unterprifiligierten Arbeitnehmerschicht stamme, die vornehmlich widerstandslos sich ausnehmen läßt, heißt das noch lange nicht, dass ich, nur weil ich deutscher bin, mein Leben lang auf der Geberseite stehen muß.

Ich werde mit meiner Familie da hin gehen, wo es für uns die größten Vorteile gibt.

Spätestens seit der Globalisierung ist das kein Privileg mehr für Firmen, Unternehmer und Manager.

Ich bin weder verbittert noch frustriert, wie es in Deutschland gerne denen vorgehalten wird, die sagen was sie denken um von der Oberschicht und ihren Lakaien mundtot gemacht zu werden.

Ich bin einfach Realist, der keinen Cent mehr in das Deutsche Sozialsystem einzahlt, schon gar nicht so lange nicht alle nach ihrer Leistungskraft da reinzahlen.

Ich sehe es auch nicht ein, die deutsche Forschung, die Medizin mit Kassenbeiträgen zu finanzieren, nur damit Frau Merkel tröten kann, dass "WIR" führend in der Welt wären, wobei das alles nur von einem Teil der deutschen Bevölkerung finanziert wird.

Und gerade die, die das alles zahlen sollen bekommen bei einem Zahnartz heute nicht einmal so ein beschißenes Implantat von der Kasse bezahlt.

Was sollt Ihr GKV-pflichtversicherten jetzt ? Bis zu 2 % vom Bruttoeinkommen noch oben drauf zahlen ? Wohlgemerkt "Bruttoeinkommen" dazu gehören Aktiengewinne, Festgeld, Mieten..... Dieser Krankenkassenbeitrag wird sicher dann bald mit der Abgeltungssteuer und Soli direkt von der Bank einbahalten und abgeführt.......

 

Deutschland hat mich um meinen Anteil an der Rente be*********, den ich jahrzehntelang finanziert habe, für mich als nach 1961 geborener das Rentenalter auf fast 67 hochgesetzt, das Rentenniveau herabgesetzt, so dass man damit rechnen kann, dass da später dann nur noch die Grundsicherung bei raus kommt.

Die Berufsunfähigkeits-Rente für meine Generation abgeschafft.

Totaler Vertragsbruch hinterher.

Und ich werde mir mit Sicherheit jeden Cent zurückholen um den ich be********* wurde.

 

Gruss

leinad

 

Also für mich liest sich das wie linker Populismus, der in vielen Punkten weit an der Realität vorbeigeht! Stop - das ist linker Populismus!

Gregor bist du es etwa? Oder etwa doch du - Oskar! Sorry, aber der musste sein! :)

 

Natürlich hat unser Land auch seine Probleme, aber so lange man nicht gen Norden fährt, wird man wohl kaum eine bessere Versorgung im Gesundheitsbereich und in puncto Sozialstaat allgemein finden. Und zum Thema Rente - vielleicht könnte es ja eventuell an der demographischen Entwicklung in Deutschland liegen, dass das Renteneintrittsalter auf 67 erhöht wurde. Die Franzosen haben ja mittlerweile auch erkannt, dass sich ein Renteneintrittsalter mit 60 kaum bezahlen lässt.

 

Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie man immer so tut, wie wenn unsere Politiker alle inkompetente Drottel wären, die erstens nichts können und zweitens alles zu Lasten des armen kleinen Mannes machen. Mich erinnert das immer an Fußballspiele: Von außen schaut alles so leicht aus und jeder meint Tips geben zu müssen und besser zu wissen, wie man den Ball spielen sollte oder ein Tor macht. Traurig dabei ist, dass viele der cholerischen Möchtegerntrainer entweder niemals Fußball gespielt haben, oder nicht über die A-Klasse hinausgekommen sind. Die Parallele zur Politik zwingt sich geradezu auf: Es ist leicht sich darüber aufzuregen, dass der Weg für 2 % Zusatzbeitrag freigemacht wurde und der Beitragssatz auf 15,5 % angehoben wurde. Wenn es um Alternativen geht, oder darum, dass der Beitrag nur aufgrund des Konjunkturpakets II zwischenzeitlich auf 14,9 % gesenkt wurde, wird es bei den meisten Kritikern und Stammtischpoeten eng.

 

LG. SeppBroesel

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