no_clue Juni 29, 2010 Hallo zusammen, vor einer Woche war in der Süddeutschen zu lesen, dass es nach einer neuen Studie statistisch so gut wie unmöglich sei mit aktiv gemanagten Fonds den zugrunde liegenden Index zu schlagen. Selbst Fonds mit langfristiger, überdurchschnittlicher Rendite zeichneten sich dieser Studie zufolge eher durch Glück als durch Können des Managements aus. Holt heute die FAZ zum Gegenangriff auf die vor einer Woche in der SZ hochgelobten ETFs aus? Bank von England warnt Ich als Nichtexperte fühle mich langsam total verunsichert. Wo legt Ottonormalverbraucher am besten sein Geld an? Ich möchte hiermit nicht wieder die "aktiv gegen passiv" Diskussion anstoßen sondern mich interessieren eure Einschätzungen und Meinungen zu oben genannten Artikel! Schönen Tag noch Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
webber Juni 29, 2010 ETFs funktionieren nur, wenn weiterhin die Mehrheit in aktive Fonds investiert ... Wenn du verunsichert bist, mach dir ne +/- Liste und werte selbst ... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schinzilord Juni 29, 2010 Wenn dir das SWAP Risiko zu hoch ist, nimm voll replizierende ETFs. Dann kannst du noch eine Petition an die KAG schreiben, dass sie keine Wertpapierleihe mehr durchführen. Sonst werden wohl die ETFs ein Opfer ihres Erfolges, wenn sie von Instis immer mehr zur Absicherung genutzt werden und somit für immer mehr Volumen (auch im Hochfrequenzhandel) verantwortlich gemacht werden. Wenn die generell ETFs zu riskant sind, du aber auf ein passives Investment nicht verzichten möchtest,. dann nehme passive Indesfonds (gibts bei der FFB zu Dutzenden). Dann bezahlst du aber deine Sicherheit mit einer höheren TER bzw. Tracking Error. Die Bank of England warnt ja auch nur jetzt davor, damit sie später sagen, können, wir haben es doch gesagt. Und gleichzeitig spricht sich der Standort England gegen weitere Regeln und Regularien aus, weil sie um ihre Profite fürchten... ETFs funktionieren nur, wenn weiterhin die Mehrheit in aktive Fonds investiert ... Wenn du verunsichert bist, mach dir ne +/- Liste und werte selbst ... Und das kommt ganz von selbst. Wenn die Märkte mal ineffizient werden sollen, weil alle passiv unterwegs sind, wechseln wieder genügend ins aktive Lager und schöpfen das Free Lunch ab... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
zocker Juni 29, 2010 Hallo zusammen, vor einer Woche war in der Süddeutschen zu lesen, dass es nach einer neuen Studie statistisch so gut wie unmöglich sei mit aktiv gemanagten Fonds den zugrunde liegenden Index zu schlagen. Selbst Fonds mit langfristiger, überdurchschnittlicher Rendite zeichneten sich dieser Studie zufolge eher durch Glück als durch Können des Managements aus. Holt heute die FAZ zum Gegenangriff auf die vor einer Woche in der SZ hochgelobten ETFs aus? Bank von England warnt Ich als Nichtexperte fühle mich langsam total verunsichert. Wo legt Ottonormalverbraucher am besten sein Geld an? Ich möchte hiermit nicht wieder die "aktiv gegen passiv" Diskussion anstoßen sondern mich interessieren eure Einschätzungen und Meinungen zu oben genannten Artikel! Schönen Tag noch ....das SWAP-Problem (also ein sagen wir zB DAX-ETF der real japanische Aktien enthält und über dubiose Finanzprodukte in einen DAX-ETF verwandelt wird) das besorgt viele Investoren seit Jahren - darüber gab es hier im Forum auch schon lange Debatten. Die einzige Folgerung für jemandem der sich diesem Problem nicht aussetzen will ist: - Nur in real investierende also replizierende ETFs investieren! - die IShares-produkte tun das - alles was comstage dbx lyxor und co haben ist im Ernstfall eben Müll - das kostet Rendite - bringt aber Sicherheit ins Depot. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Germanflash Juni 29, 2010 · bearbeitet Juni 29, 2010 von Germanflash Hallo! Wo finde ich denn eine gute Übersicht, die aufschlüsselt welche ETFs Swaps nutzen bzw. voll replizieren? Die Liste auf Smarter Investieren tut dies ja leider nicht! Vielen Dank im voraus! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
otto03 Juni 29, 2010 Hallo! Wo finde ich denn eine gute Übersicht, die aufschlüsselt welche ETFs Swaps nutzen bzw. voll replizieren? Die Liste auf Smarter Investieren tut dies ja leider nicht! Vielen Dank im voraus! Wurde schon x-mal geposted http://www.extra-funds.de/tools/etf-datenbank.html (Voll replizierend sind von den replizierenden die wenigsten) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
asche Juni 29, 2010 Alles halb so wild. Grundregeln: 1. Nur in Standard-ETFs investieren, nicht in "Mode-ETFs" oder artifiziell konstruierte Indizes (zB Strategie-Indizes, 130/30 o.ä.). 2. Große = liquide ETFs bevorzugen. 3. Keine "leveraged" ETFs verwenden. Nur die haben den von der BoE gerügten leverage (hohen Fremdfinanzierungsanteil). 4. Nix mit Rohstoffen. swap-ETFs sind auch nicht so schlimm, grds. stehen auch die nur mit bis zu 10% im Feuer und nicht mit dem gesamten Vermögen - echte Replikation ist natürlich "sicherer". Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Zinsjäger Juni 29, 2010 · bearbeitet Juni 29, 2010 von Zinsjäger Aufgrund der hohen Volatilität und der langen Zeit die es dauert, bis das eingesetzte Kapital im Zweifelsfall wieder erreicht ist, sind Indexfonds imho für den Otto-Normalanleger sowieso nichts. Hier kommt es wohl stark auf den "richtigen" Einstiegszeitpunkt an. Habe mir eben mal den Dow Jones angeguckt. Er ist zwar kein Performanceindex, aber es kann schon über ein halbes Jahrzehnt dauern, bis das eingesetzte Kapital wieder erreicht ist. Und welcher Otto-Normalanleger wird nach 4-5 Jahren, in denen das Depot unter Einstandswert ist, nicht nervös?? Index-ETFs wie ein ETF auf den DJ Euro Stoxx sind für mich betrachtet prima Produkte wo man für sein Kind ein paar Tausender investiert und es zum 18. Geburtstag überlässt. Für das eigene Depot würde ich ETFs nur mit einem überschaubaren Anteil reinlegen, und auch nur zur Abdeckung bestimmter Bereiche (z.B. Emerging Markets). Gute Mischfonds (Patrimoine, Ethna, ...) sind für den Otto-Normalanleger aus meiner Sicht einfach besser. Bei welcher Familie wird das eigene Depot nicht ständig zum Mittelpunkt der Diskussion, wenn die eingesetzten Mittel mal eben in kürzester Zeit deutlich zweistellig abstürzen? Da ist eine gesunde Anleihe/Aktien/Geldmarktmischung imho sinnvoller, und wie die zwei erwähnten Mischfonds zeigen auch auf Dauer renditestark im Vergleich zum einfachen Festgeld. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Chemstudent Juni 29, 2010 4. Nix mit Rohstoffen. Unsinn. Lediglich ETFs/ETCs die ihre Positionen tatsächlich physisch unterlegen - und dies geht nur bei Edelmetallen - könnten mal das von der BoE angesprochene Problem haben, wenn der Spot-Markt nicht mehr entsprechend liquide ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Emilian Juni 29, 2010 ....Da ist eine gesunde Anleihe/Aktien/Geldmarktmischung imho sinnvoller, und wie die zwei erwähnten Mischfonds zeigen auch auf Dauer renditestark im Vergleich zum einfachen Festgeld. Nichts gegen Deine o.g. Fonds! Aber für Deine eingemahnte gesunde Mischung kannst Du als ETF-Anleger selber sorgen und das auch noch wesentlich näher an die persönlichen Verhältnisse angepasst. Just my 2 cents - Gruß Emilian. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
sparfux Juni 29, 2010 Den "Mischfonds" erzeugt man sich besser selber, in dem man Indexfonds (Aktien) mit mit sicheren Anlagen (Renten bzw. mein Favorit die Sparbriefleiter) mischt. Man sollte natürlich nicht alles in Aktien stecken, ob nun über ETF oder aktive Fonds oder Einzelaktien. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Germanflash Juni 29, 2010 Hallo! Wo finde ich denn eine gute Übersicht, die aufschlüsselt welche ETFs Swaps nutzen bzw. voll replizieren? Die Liste auf Smarter Investieren tut dies ja leider nicht! Vielen Dank im voraus! Wurde schon x-mal geposted http://www.extra-fun...-datenbank.html (Voll replizierend sind von den replizierenden die wenigsten) Ich kannte die Liste noch nicht. Danke daher! Vielleicht könnte man die in den Sticky am Forenanfang posten (dort scheint sie noch nicht zu sein). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Chemstudent Juni 29, 2010 Ich kannte die Liste noch nicht. Danke daher! Vielleicht könnte man die in den Sticky am Forenanfang posten (dort scheint sie noch nicht zu sein). Danke für den Hinweis. Ist erledigt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
herr_welker Juni 29, 2010 In dem Artikel steht das es zu Abweichungen zwischen ETF und Index kommen kann. Gibts Garantien das das nicht passiert darf? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
webber Juni 29, 2010 In dem Artikel steht das es zu Abweichungen zwischen ETF und Index kommen kann. Gibts Garantien das das nicht passiert darf? google ma nach tracking error ... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Germanflash Juni 30, 2010 Hallo! Zur Frage, wie ETFs einen Index nachbilden und inwiefern dabei Swaps, etc problematisch sind, habe ich diesen Artikel gefunden, den ich recht interessant finde. Sicher ist auch der schon mal gepostet worden (möglicherweise in den ETF Nachrichten), aber vl findet der ein oder andere, der ihn noch nicht kennt, ihn dennoch hilfreich. http://www.portfoliotheorie.com/newsletter/Newsletter/PortfoliotheorieNewsletter102008.pdf Kleine Anmerkung: Der Artikel betrachtet die selbe Problematik wie der o.g. FAZ Artikel, allerdings deutlich nüchterner. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Maikel Juni 30, 2010 Holt heute die FAZ zum Gegenangriff auf die vor einer Woche in der SZ hochgelobten ETFs aus? Bank von England warnt Das einzig neue in dem Artikel war für mich die Wertpapierleihe. Daß also die ETFs "meine" Aktien verleihen und damit ein paar Prozente verdienen. Grundsätzlich könnten "normale" Fonds das doch genauso machen? Tun die das? Oder dürfen die das nicht? Falls nicht, wer schreibt das vor? Gruß, Michael Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
helios Juni 30, 2010 Hallo zusammen, vor einer Woche war in der Süddeutschen zu lesen, dass es nach einer neuen Studie statistisch so gut wie unmöglich sei mit aktiv gemanagten Fonds den zugrunde liegenden Index zu schlagen. Selbst Fonds mit langfristiger, überdurchschnittlicher Rendite zeichneten sich dieser Studie zufolge eher durch Glück als durch Können des Managements aus. Holt heute die FAZ zum Gegenangriff auf die vor einer Woche in der SZ hochgelobten ETFs aus? Bank von England warnt Ich als Nichtexperte fühle mich langsam total verunsichert. Wo legt Ottonormalverbraucher am besten sein Geld an? Ich möchte hiermit nicht wieder die "aktiv gegen passiv" Diskussion anstoßen sondern mich interessieren eure Einschätzungen und Meinungen zu oben genannten Artikel! Schönen Tag noch Servus, wird doch erklärt - wie im BUG's der Gold-Bubble erzeugt wird - das kann aber noch jahrelang gut gehen. Mir gefällt der dbxtrackers DAX ETF, werd über eine Feld/Wald/wiesen Bank super schnell über Xetra bedient, mit meinen paar Stück gibts keine Probleme. In den Tickdaten sehe ich schon immer wieder Blocks über 5kilo Stück, manchmal gibts den heini mit seinen 40.0000Stück, auch der Depp wird bedient, vielleicht sollte man die Anzahl auf 5000Stück begrenzen, die erst *abgearbeitet* werden müssen, bevor mein *Held* die nächsten 5000Stück eintippen darf - manche haben das kapiert und machen dies bereits so - da fliegen dann eine halbe Stunde lang nur 5000er Päckchen durch die Gegend - netter Zeitvertreib den *Spinnern* beim Pfuschen zu zusehen. grüsse Jürgen vor dem *swap* hatte ich auch meine Berührungsängste - nur wie sollen die Index-pfriemler mit Aktien einen Cent/Minuten genauen Kurs hinbekommen??? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
etherial Juni 30, 2010 Das einzig neue in dem Artikel war für mich die Wertpapierleihe. Daß also die ETFs "meine" Aktien verleihen und damit ein paar Prozente verdienen. Grundsätzlich könnten "normale" Fonds das doch genauso machen? Tun die das? Oder dürfen die das nicht? Falls nicht, wer schreibt das vor? Grundsätzlich schon - aber wer Aktien verleiht kann sie nicht mehr handeln. Beim passiven Fonds ist das keine Einschränkung (der handelt ja sowieso nicht). Beim aktiven hingegen wird die Depot-Struktur fixiert, was man nicht unbedingt unter aktivem Management verstehen muss. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Chemstudent Juni 30, 2010 · bearbeitet Juni 30, 2010 von Chemstudent Grundsätzlich könnten "normale" Fonds das doch genauso machen? Tun die das? Oder dürfen die das nicht? Falls nicht, wer schreibt das vor? Das machen aktive Fonds durchaus. Beispiele wären da einige DWS Fonds. Beim DWS Top Dividende machten die Wertpapierleiheerträge im Geschäftsjahr 08/09 rund 3% sämtlicher Erträge aus und sind damit recht gering. (vor Kosten) (Zum Vergleich: Beim ishares MSCi World DE000A0HGZR1 machten Wertpapierleiheeträge rund 1,8% sämtlicher Erträge aus (vor Kosten) ) Des öfteren werden die Erträge solcher Wertpapierleihe-Geschäfte mit einer extra "erfolgsabhängigen Vergütung" belastet. Im Falle des DWS Top Dividenden sind dies 50%. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag