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Zinsjäger

Depot von prof. Investmentberater schwach - was tun?

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Zinsjäger

Hi,

 

zurzeit stelle ich mir bekanntlichermaßen mit Eurer Hilfe

ein kleines Depot zusammen.

 

Meine Eltern haben bereits seit Ende 2006 ein solches

bei der FFB. Beraten wurden sie von einem prof. Investment Berater.

(kleine Firma; spezialisiert auf Aktien(fonds))...

 

Folgender Screenshot zeigt den Aufbau. Insgesamt liegen wir

mit 17,01% im Minus!

 

post-17462-1275146502,07.png

 

Interessant ist natürlich, dass das Depot Abgeltungssteuerbefreit

ist, auf der anderen Seite macht es aber wenig Sinn an einer

schlechten Sache lange festzuhalten.

Jedoch besteht das Depot erst 3 1/2 Jahre...

 

Stark übergewichtet sind die beiden Fonds von Multi Invest.

Der Multi-Invest OP R konnte die Finanzkrise durch Cashpositionen

relativ gut auffangen, hat es jedoch danach nicht geschafft

die positive Entwicklung der Aktienmärkte mitzunehmen.

 

Auf das Depot haben wir nur lesenden Zugriff. Positionen können

wir nicht veräußern oder aufstocken.

 

Meiner Ansicht nach ist der FT Euro HighDiv eine lahme Ente und

wenig aussichtsreich. Das trifft ebenfalls auf den Templeton Growth

zu, der auf potentiell unterbewertete Unternehmen setzt.

 

Der Invesco Japanese ist laut CortalConsors in seiner Klasse

ebenfalls nicht gerade eine gute Wahl. Aber immerhin hat er dieses

Jahr > 4% gemacht...

 

Pictet Funds Biotech ist eine Wette auf einen Technologiebereich

dem man anscheinend vor ein paar Jahren mehr zugetraut hat als

wirklich dabei rumgekommen ist. Im Nachhinein ist man immer schlauer

;-)

 

Das Depot ist insgesamt mit 17% im Minus und müsste 21% plus machen,

um wieder 0 auf 0 rauszukommen. Dies ist - wenn man von einem Horizont

von 10 Jahren ausgeht - nicht unrealistisch. Immerhin bleiben noch

6 1/2 Jahre Zeit. Allerdings ist das Ziel, den Einstandwert zu erreichen,

ebenfalls mit Festgeld zu erreichen.

 

Das Depot zu löschen, die Verluste sofort zu realisieren und ein neues

Depot aus Patri/Aberdeen/Ethna und co aufzubauen reizt mich. Allerdings

bin ich da wahrscheinlich einfach zu optimistisch. So lange beschäftige

ich mich ja noch nicht mit der Börse & Co.

 

Was meint Ihr dazu?

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molari
· bearbeitet von molari

Hallo,

 

Sehe ich es richtig, dass es hier also um das Depot deiner Eltern geht?

 

 

Das Depot zu löschen, die Verluste sofort zu realisieren und ein neues

Depot aus Patri/Aberdeen/Ethna und co aufzubauen reizt mich.

 

Reizt das deine Eltern denn auch?

 

 

Allerdings

bin ich da wahrscheinlich einfach zu optimistisch. So lange beschäftige

ich mich ja noch nicht mit der Börse & Co:

 

Was lässt dich also denken, dass du mehr Rendite erzeugst als die sog. professionellen?

Was lässt dich denken, dass du es schaffst das Depot nicht nochmal weiter ins Minus zu bringen, (unabhängig der von dir genannten Fondsauswahl).

 

Kurzum was ich sagen will ist, man spielt nicht mit dem Geld anderer Leute, schon garnicht Verwandter das bringt nur Probleme.

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sparfux
· bearbeitet von sparfux

mal als Referenz: Wenn Deine Eltern am 22.12.2006 zu 40% in den Stoxx600TR und zu 60% in den EUROMTS Government broad investiert hätten hätten sie eine Performance von 0,60% p.a. in diese Indizes kann über Indexfonds/ETF investiert werden, die natürlich auch ein wenig kosten. Zieht man die TER 2 solcher fonds ab, würde also etwas von knapp über 0 rauskommen (ca. 0,4% p.a. schätzungsweise).

 

Soviel zum aktiven Management professioneller Berater ...

 

... und wenn sie die sicheren 60% über eine Sparbriefleiter (Suchfunktion) abgebildet hätten, wären sie schätzungsweise bei 1,3% p.a. gelandet.

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ghost_69

Hallo Zinsjäger

 

Du solltest wenn es Deinen Eltern gehört mal ganz genau mit Ihnen sprechen

was sie wollen und auch wie Ihre Situation ausschaut,

genau das was in den Richtlinien steht eben.

 

Mal zu den Fonds:

 

FT Euro HighDividend.pdf

 

Dieser zielt auf den EURO Raum bis Mitte 2007 war der Fonds

sicherlich ok, allerdings auch kein Überflieger.

Es gibt da viele bessere Anlagen sofern man im EURO Raum bleiben möchte.

 

HSBC Trinkaus Aktienstrukturen Europa.pdf

 

Dieser Fonds sieht mir auch nicht so besonders aus,

wo sind denn da die Strukturen die im Namen des Fonds angepriesen werden.

 

Invesco Japanese Equity Fund A.pdf

 

Japan schön und gut, doch dieser Fonds liegt gut unter der der Benchmark,

hier gibt es auch viele andere Möglichkeiten.

 

Multi Invest OP R.pdf

 

Ein teurer Dachfonds der sich bis 2006 noch hielt aber dann

entweder Toter Mann spielte oder zum falschen Zeitpunkt

wieder in Aktien eingestiegen ist, nach meiner Meinung völlig daneben.

 

Multi Invest Speziak OP R.pdf

 

Und noch ein Dachfonds wie der obige und genau dasgleiche

einer davon hätte gereicht, meine beide waren zuviel.

 

Picet - Biotech-HP EUR.pdf

 

Ein Branchenfonds dieser hier auf Biotechnologie,

als kleine Beimischung als Sparplan wegen der

hohen Schwankungen gar nicht übel, doch würde ich

auf diese Branchen eher verzichten.

 

Sarasin OekoSar Equity - Global A.pdf

 

Noch einen Branchenfonds den man nicht braucht,

ein breiter globaler Aktienfonds wäre da viel besser.

 

Sarasin REAL Estate Quity - Global A.pdf

 

Hey noch ein Branchenfonds der auf Immobilienaktien setzt,

dieser Fonds wurde etwas zu spät aufgelegt, zu dem Zeitpunkt

war die Immobilienblase schon mächtig aufgebläht.

 

Special Opportunities OP.pdf

 

Ein sehr sehr teurer Dachfonds der dazu noch sehr klein ist

und selbst 2006 nicht viel gebracht hat.

 

Templeton Growth Euro Fund Class A Ydis.pdf

 

Und zum Schluß noch der gute alte TGF, der hat schon länger seine

Beste Zeit hinter sich, er ist zwar ein breiter globaler Fonds

doch hätte ich diesen schon 2006 gemieden.

 

 

Wenn ich mir das Depot so anschaue sage ich mal, es ist insgesamt zu teuer

und es befindet sich keine Erkennbare Struktur dahinter.

 

Wenn Deine Eltern auf Sicherheit gehen wollten mit Fonds hätte man Ihnen

damals eher Rentenfonds, Bonds und Immobilienfonds verkaufen müssen.

 

Wenn Sie etwas mehr Rendite gewollt hätten, wären die Schwellenländer

und Rohstoffe gefragt gwesen.

 

Hat der vermeindliche Berater denn das Depot am Anfang nur eingerichtet

und hat sich dann nicht mehr gemeldet oder gekümmert ?

 

 

Jetzt gibt es einige Möglichkeiten und denke daran die Krise in der wir immer

noch sind ist noch längst nicht überstanden, es kann zu Kursgewinnen kommen

aber auch zu weiteren Verlusten. Spreche bitte genau mit Deinen Eltern

und schreibe dann Ihre Angaben zu den Themenrichtlinien dann werden Sie geholfen.

 

Ghost_69 :-

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Zinsjäger

Hallo,

 

Sehe ich es richtig, dass es hier also um das Depot deiner Eltern geht?

 

 

Ja, ist korrekt.

 

Das Depot zu löschen, die Verluste sofort zu realisieren und ein neues

Depot aus Patri/Aberdeen/Ethna und co aufzubauen reizt mich.

 

Reizt das deine Eltern denn auch?

 

Ja, sie würden es in meine Hand geben. Aber wenn ich nochmal drüber

nachdenke, sollte man warten, bis die Buchverluste geringer sind.

 

 

Was lässt dich also denken, dass du mehr Rendite erzeugst als die sog. professionellen?

Was lässt dich denken, dass du es schaffst das Depot nicht nochmal weiter ins Minus zu bringen, (unabhängig der von dir genannten Fondsauswahl).

 

Kurzum was ich sagen will ist, man spielt nicht mit dem Geld anderer Leute, schon garnicht Verwandter das bringt nur Probleme.

1. Weil ich selber Geld rein investiere und somit mein Interesse an einer positiven Entwicklung

wesentlich stärker ist als die eines Investmentberaters, der zig Depots hat und bei dem

man nur eine kleine Nummer von vielen ist.

 

2. Weil für mich keine Fonds in Frage kommen, die erst seit 2-3 Jahren existieren. Wenn

setze ich auf Bewährtes. Das ist zwar kein Garant für die Zukunft, aber das Risiko ist

geringer als bei einem Fondsmanagement, das erst seit kurzer Zeit existiert.

In dem geposteten Depot gibt es solche Positionen!

 

3. Weil ich mir Fehler eingestehe und ein faules Ei abstoße statt es weiter im Depot

verfaulen zu lassen. Wenn ein Fond seinem Vergleichsindex und seinen verwandten

Fonds 3 Jahre hinterherkrückt fliegt er raus.

 

 

 

Soviel zum aktiven Management professioneller Berater ...

 

 

Apropos... Diese Betreuung lassen sich die Investmentberater natürlich bezahlen.

Sprich jedes Jahr entrichten meine Eltern eine Gebühr. Ich meine, das waren 1% des

Depotwertes. Aber die Details kläre ich noch.

 

 

Hat der vermeindliche Berater denn das Depot am Anfang nur eingerichtet

und hat sich dann nicht mehr gemeldet oder gekümmert ?

 

 

Jetzt gibt es einige Möglichkeiten und denke daran die Krise in der wir immer

noch sind ist noch längst nicht überstanden, es kann zu Kursgewinnen kommen

aber auch zu weiteren Verlusten. Spreche bitte genau mit Deinen Eltern

und schreibe dann Ihre Angaben zu den Themenrichtlinien dann werden Sie geholfen.

 

Ghost_69 whistling.gif

Erstmal Danke für deine Statements ghost. Die Anhänge gehe ich gleich mal durch!

Der Berater hat das Depot anfangs eingerichtet und das wars. Ab und an gibt es

durchaus lesenswerte Rundmails an alle Kunden...

 

Bei Anruf würde der besagte Berater auch mal vorbeikommen....

 

 

Ich werde mit meinen Eltern reden und nach weiterer Vertiefung

(bin dabei das Buch Finanznachrichten lesen, verstehen, nutzen durchzuarbeiten)

wohl lieber selbst mit ihnen zusammen ein Depot aufbauen.

 

Ich fand es auch mal allgemein Interessant so ein Depot hier zu posten.

Die Beratungsfirma hat sehr große Depots (Privatkunden mit 1 Mio. in Aktien)

 

Unser Depot ist weit davon entfernt aufgrund einer gewissen Skepsis und Verlusten

mit anderen Wertpapieren (Telekom und Co!)

 

Das Ziel damals war ein relativ konservatives Depot. Renditeziel 6-7% p.a.

Ich halte das für realisierbar...

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molari

 

Apropos... Diese Betreuung lassen sich die Investmentberater natürlich bezahlen.

Sprich jedes Jahr entrichten meine Eltern eine Gebühr. Ich meine, das waren 1% des

Depotwertes. Aber die Details kläre ich noch.

 

Autsch 1% zusätzlich zu den TER usw, das ist schonmal sportlich vorallem wenn man sich die Auswahl ansieht. Zahlt ihr Ausgabeaufschläge?

 

 

 

Ich werde mit meinen Eltern reden und nach weiterer Vertiefung

(bin dabei das Buch Finanznachrichten lesen, verstehen, nutzen durchzuarbeiten)

wohl lieber selbst mit ihnen zusammen ein Depot aufbauen.

 

Gemeinsam das ganze durchzugehen, klingt schonmal sinnvoller als das ganze allein für andere zu machen. Vorallem sollte darauf geachtet werden, dass Risiken genau bekannt sind.

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Archimedes

Zuerst sollte angemerkt werden, daß das Depot zur Zeit eines Börsenhochs aufgelegt wurde, deshalb sind etwas Verluste aktzeptabel.

Da gerade ein Aufschwung beginnt, solltest du warten bis die einzelnen Positionen wieder im Plus sind.

Ich würde dann die positiven Positionen verkaufen und in eine Mischung aus Staatsanleihen und ETF Aktienfonds investieren.

Dazu gibt es ja einige Threads, die Idee des Investments gibt Arero ganz gut wieder http://www.arero.de/191-0-Die-Welt-in-einem-Index.html

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Hannah
· bearbeitet von Hannah

anderes Buch (zusätzlich) lesen.

 

Finanznachrichten lesen-verstehen.... ist ein sehr gutes Buch, aus dem man viel wichtiges lernen kann. Aber ich finde es nicht gut zur Frage, wie baut man ein für sich passendes Depot auf. Dafür finde ich zB Martin Weber - Genial einfach investieren oder Kommer - Souverän investieren mit ETFs oder auch ein paar Ausgaben der Serie Die Vermögensfrage aus der FAZ ( www.faz.net/vermoegensfrage ) besser.

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Zinsjäger

Hallo, wollte noch mitteilen, dass wir die Ausgabeaufschläge rabattiert bekamen (50%) und jedes Jahr 1% and zusätzlichen Gebühren für den Berater draufgehen. Mich stört es auch ungemein das so junge Fonds drin sind und Fonds quasi ohne Volumen (WKN 921374 mit unter 10 Mio.).

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H.B.
· bearbeitet von ficoach

Das ist ja ein richtig schönes "old school"-Provisions-Depot.

 

Motto: man unterbreite dem Kunden schöne historische Charts, untermale diese mit interessanten "Insiderstories" aus der Fondsbranche, weise auf die Risiken hin und verabrede einen möglichst langen Anlagezeitraum.

 

Hier bei mir um die Ecke gibt es auch so einen, der nach dem gleichen Schema arbeitet. Vielleicht seit ihr sogar Kunden bei dem.

Falls ihr ein etwas größeres Vermögen hättet, würden noch diverse geschlossene Fondsbeteiligungen den Profit des Beraters maximieren.

 

Ich persönlich finde es eine Frechheit, von Kunden 1% Bestandsprovision zu verlangen, wenn die vorgeschlagenen Produkte per Saldo im Minus stehen. Der Hinweis auf die Abgeltungssteuerfreiheit zieht nicht. Schließlich ist es die orginäre Aufgabe eines Beraters, den Kunden vor Verlusten zu schützen.

 

Nun ist das Kind nachhaltig in den Brunnen gefallen. Was nun?

 

Verluste realisieren, Depot umstrukturieren, oder sonstiges?

 

Das hängt auch ein wenig von der Depotgröße ab.

Ab einem Grundstock von 200 k€ würde ich mir einen Provisionsberater suchen, der den Handlungsbedarf systematisch erhebt und die notwendigen Veränderungen vorschlägt.

Bei einem kleinen Wert musst du dich wohl selbst um die Dinge kümmern.

In diesem Fall schadet es aus meiner Sicht nichts, die Positionen zu schließen und das Geld einfach mal sicher auf ein Tagesgeldkonto zu tun. Aktien sind aktuell einfach Risiko pur.

 

Wenn du mutig bist, kaufst du einfach für das Geld Griechenland-Anleihen. Dann hast du 8% Rendite mit Staatsgarantie und Zeit bis 2012 oder 2013, um ein tragfähiges Konzept auszuarbeiten und dich in die Materie einzuarbeiten.

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Archimedes

Was mich beunruhigen würde ist, daß selbst im letzten Jahr, wo Indizes 20-30% zugelegt haben, eure Fonds ziemlich mau waren.

Am schlimmsten sind da wohl die beiden Multiinvest Fonds, die haben die Krise ja ganz gut überstanden und haben erst im letzten Jahr richtig miese gemacht. Insofern ändere ich meine Meinung nochmal, es ist fragwürdig ob die Fonds nochmal ins Plus drehen. Man sollte bei jedem Fond einzeln prüfen warum dieser so abgestürzt is und wie groß die Chance ist das wieder aufzuholen.

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merkur33

Ich finde das Depot und die Regelung mit 1% Zusatzvergütung auch eine ziemlich Frechheit. Zumal die Anlage "relativ konservativ" erfolgen sollte. Wie soll das denn mit dieser Aktienquote "relativ konservativ" sein, wenn es um deine Eltern ging, die ja wohl keine 30 mehr sind, mal von der Qualität der Fonds ganz abgesehen?

 

Bzgl. deiner Überlegung, zu warten, bis die Fonds nicht mehr im Minus sind, wäre ich vorsichtig. Wer sagt dir denn, das sie nicht weiter fallen? Abgeltungssteuer schön und gut, aber die relevante Frage ist doch: Wie soll der momentane Wert des Portfolios ab jetzt investiert sein? In erwiesermaßen schlechte Fonds oder eben anders? Also ich würde vor allem die volatilen Kandidaten schleunigst abstoßen, gerade in der jetzigen Börsenphase. Will keine Panik machen, aber so sehe ich das. Wenn es um deine Eltern geht, dann würde ich mir selbst erstmal eine gründliche Meinung bilden, mit der ich sie argumentativ überzeugen (nicht: überreden) kann, eine bessere Alternative anbieten zu können. Und diesem Finanzverwalter würde ich zeitnah kündigen, so schön können seine Rundmails gar nicht sein.

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Ramstein

M.E. gibt es da ganz offensichtliche Punkte:

 

Wenn der "Vermögensverwalter" seit 2006 keine Leistung außer einigen bunten Mitteilungen erbracht hat und 1% pro Jahr kostet, ist er zu teuer. Also suche eine Depotbank, die deinen Wünschen genügt (es gibt hier im Forum dazu genug Threads) und entsorge im ersten Schritt den "Berater".

 

Das spart 1% und bringt gegebenenfalls rückvergütete Kick-backs. Money for nothing.

 

Die m.E. denkbar schlechteste Variante ist, stillzusitzen und zu schauen welche Fonds wieder steigen. Die dann zu verkaufen "damit die Verluste nicht so hoch sind" und die lahmen Enten zu behalten, widerspricht jeder Vernunft.

 

Entweder du traust dir zu, eine bessere Anlage zu machen - dann ist jedes Abwarten Geldvernichtung. Oder du traust es dir nicht zu, dann solltest du deine Energie darauf lenken, einen besseren Berater für deine Eltern zu finden.

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Raccoon

Ich persönlich finde es eine Frechheit, von Kunden 1% Bestandsprovision zu verlangen, wenn die vorgeschlagenen Produkte per Saldo im Minus stehen. Der Hinweis auf die Abgeltungssteuerfreiheit zieht nicht. Schließlich ist es die orginäre Aufgabe eines Beraters, den Kunden vor Verlusten zu schützen.

Wie kommst du darauf? Das magst du von einem Vermoegensverwalter erwarten, aber selbst der wird dir das nicht schriftlich geben. Ein Berater schon gar nicht, der verkauft nur und hat damit seinen Job getan.

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ghost_69

Hallo Zinsjäger

 

Alleine diese 1% sind schon teuer

und Grund genug schonmal den

Vermittler zu wechseln, das würde ich

auf jeden fall schonmal machen.

Entweder zu AVL oder zum Fonds-Super-Markt.

 

Bei beiden gibt es ab einer bestimmten Summe

keine Depotgebühren, keine 1% pro Jahr

keinen Ausgabeaufschlag auf die meisten Fonds.

 

Nur Du hast die Qual der Wahl.

 

Schaue Dir mal das Depot von Hilmi

im Musterdepot an, das habe ich mir

ihm mit seinen Angaben zusammen

gebastelt.

Das Depot ist eher konserativer angelegt

mit Immobilienfonds und zwei Mischfonds

und einem Dachfonds der aktiv verwaltet wird,

dazu einen reinen aktiven Aktienfonds

und einen reinen aktiven Emerging Markets Fonds

der auf die Schwellenländer setzt, denn dort

ist das eigentliche Wachstum.

 

Ghost_69 :-

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Moneycruncher

Zuerst sollte angemerkt werden, daß das Depot zur Zeit eines Börsenhochs aufgelegt wurde, deshalb sind etwas Verluste aktzeptabel.

Da gerade ein Aufschwung beginnt, solltest du warten bis die einzelnen Positionen wieder im Plus sind.

Ich würde dann die positiven Positionen verkaufen und in eine Mischung aus Staatsanleihen und ETF Aktienfonds investieren.

Dazu gibt es ja einige Threads, die Idee des Investments gibt Arero ganz gut wieder http://www.arero.de/191-0-Die-Welt-in-einem-Index.html

 

Bei aller Kritik an dem Depot wurde bisher ein Punkt überhaupt nicht genannt, auf den Zinsjäger aufmerksam gemacht hat: Das Depot ist immerhin abgeltungssteuerfrei! Das ist ein starkes Argument. 25% wären bei einer Neuanlage in den Wind zu schreiben. Diese müssten erstmal wieder aufgeholt werden, um auf das gleiche Niveau wie im aktuellen Depot zu kommen.

 

Steuerliche Argument sollte man nicht zu sehr gewichten bei der Anlageentscheidung, heißt es immer. Stimmt wohl auch. Aber die Abgeltungssteuerfreiheit ist schon ein Pfund, das bei der ganzen Sache berücksichtigt werden MUSS!

 

gruß, moneycruncher

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Alrik

Falsch, es wären 25% des Veräußerungsgewinns, also bei einem Gewinn von 1 nur 0,25. Also hätte er noch 0,75 Gewinn ohne Kirchensteuer. Macht man mit der Veräußerung Verlust fällt auch keine Abgeltungssteuer an. Den Gewinn muss das jetzige Depot erstmal machen. Wird also schwer. Eine Gurke halten ist gleich wie eine Gurke wieder kaufen. Daher sollte man Fonds, von denen man nicht überzeugt ist und deren Chancen auf zukünftigen Gewinn man negativ einschätzt verkaufen.

 

Ich würde mit meinen Eltern absprechen, ob man das Geld nicht zuerst auf ein Tagesgeldkonto packt, bis man sich mit der Materie eingehender Beschäftigt hat und es sich selbst zutraut, oder ich wechsle den Berater und vergleiche vorher die Konditionen.

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Malvolio

Einfach die alten Fonds durch neue zu ersetzten die jetzt gerade zufällig an der Spitze der Fonds-Ranglisten stehen bringt langfristig wahrscheinlich auch nicht viel. Ich würde folgendermaßen vorgehen:

 

Ich persönlich würde als ersten Schritt den Vertrag mit dem Vermögensverwalter kündigen und die Wertpapiere auf ein eigenes Depot übertragen. Alle neuen Zahlungen sollten bis auf weiteres auf ein Tagesgeldkonto fließen. Hier sparst du dir erstmal die Gebühren für die Verwaltung. Du solltest darauf achten das der Übertrag der Papiere Abgeltungssteuerunschädlich erfolgen sollte, zumindest für Positionen, die vor 2009 gekauft wurden.

 

Als zweitem Schritt musst Du dir ein schlüssiges Konzept machen, wie für dich bzw. für deine Eltern zukünftig die Vermögensanlage, Altersvorsorge, Liquiditätsplanung, etc. aussehen soll!

 

Erst dann würde ich mir die einzelnen Fonds anschauen und entscheiden, ob Du diese Fonds im Rahmen deines Konzeptes neu kaufen würdest oder nicht. Die ggf. vorhandene Steuerfreiheit der Altpositionen ist ein Argument, das man in Betracht ziehen sollte. Allerdings sollten steuerliche Fragen nie das einzige Kriterium sein. Sollte diese kritische Prüfung gegen den Fonds sprechen, dann solltest du einen Verkauf in Betracht ziehen und anschließend ein neues Portfolio nach deinem Konzept aus Schritt 2 aufbauen.

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Padua

Hallo Zinsjäger

 

Alleine diese 1% sind schon teuer

und Grund genug schonmal den

Vermittler zu wechseln, das würde ich

auf jeden fall schonmal machen.

Entweder zu AVL oder zum Fonds-Super-Markt.

 

Bei beiden gibt es ab einer bestimmten Summe

keine Depotgebühren, keine 1% pro Jahr

keinen Ausgabeaufschlag auf die meisten Fonds.

 

...

 

 

...

Eine Gurke halten ist gleich wie eine Gurke wieder kaufen. Daher sollte man Fonds, von denen man nicht überzeugt ist und deren Chancen auf zukünftigen Gewinn man negativ einschätzt verkaufen.

...

 

Damit ich nicht so viel schreiben muss, zitiere ich mal, weil ich mich dem nur anschließen kann.

 

Ich würde nur noch die Anlagen behalten, die ich auch heute noch kaufen würde. Zu warten bis auch die "schlechten Anlagen" wieder im Plus sind, halte ich für einen denkbar schlechten und sachlich nicht zu haltenden Ratschlag. Warum sollst Du Fonds behalten, von denen Du nicht überzeugt bist und außerdem annimmst, dass sie sich in Zukunft ungenügend entwickeln.

 

Da ich mal annehme, dass Deine Eltern schon einmal an Rente denken, würde ich allerdings keine zu risikobehafteten Anlagen empfehlen. Mit zunehmenden Alter reduziert man vernünftigerweise den volatilen Teil des Depots. Wir leben in wirtschaftlich unsicheren Zeiten und es wäre für Deine Eltern sehr bitter, wenn sie Ihren "Notgroschen" verlieren würden.

 

Gruß Padua

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Amateur

Hallo,

 

Hab da mal eine Frage, warum sind diese Fonds Abgeltungssteuerfrei?

 

Mit freundlichen Grüßen

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black_math

Hallo,

 

Hab da mal eine Frage, warum sind diese Fonds Abgeltungssteuerfrei?

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Weil sie vor dem 1.1.2009 gekauft wurden.

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otto03
· bearbeitet von otto03

Hallo,

 

Hab da mal eine Frage, warum sind diese Fonds Abgeltungssteuerfrei?

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Weil sie vor dem 1.1.2009 gekauft wurden.

 

Auch bei vor 2009 gekauften Fonds sind die ordentlichen Erträge (Zinsen, Dividenden) selbstverständlich abgeltungssteuerpflichtig.

 

Kursgewinne unterliegen bei Verkauf hier nicht der ASt, allerdings sind die bisher aufgelaufenen Verluste bei Verkauf auch nicht verrechenbar.

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Amateur

Aso, logisch...

Danke

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Zinsjäger

Ich persönlich würde als ersten Schritt den Vertrag mit dem Vermögensverwalter kündigen und die Wertpapiere auf ein eigenes Depot übertragen. Alle neuen Zahlungen sollten bis auf weiteres auf ein Tagesgeldkonto fließen. Hier sparst du dir erstmal die Gebühren für die Verwaltung. Du solltest darauf achten das der Übertrag der Papiere Abgeltungssteuerunschädlich erfolgen sollte, zumindest für Positionen, die vor 2009 gekauft wurden.

 

Als zweitem Schritt musst Du dir ein schlüssiges Konzept machen, wie für dich bzw. für deine Eltern zukünftig die Vermögensanlage, Altersvorsorge, Liquiditätsplanung, etc. aussehen soll!

 

Erst dann würde ich mir die einzelnen Fonds anschauen und entscheiden, ob Du diese Fonds im Rahmen deines Konzeptes neu kaufen würdest oder nicht. Die ggf. vorhandene Steuerfreiheit der Altpositionen ist ein Argument, das man in Betracht ziehen sollte. Allerdings sollten steuerliche Fragen nie das einzige Kriterium sein. Sollte diese kritische Prüfung gegen den Fonds sprechen, dann solltest du einen Verkauf in Betracht ziehen und anschließend ein neues Portfolio nach deinem Konzept aus Schritt 2 aufbauen.

 

Das hört sich gut an. Den Berater "entsorgen" und das Depot mit Berücksichtigung

des Kaufzeitpunkts wegen Abgeltungssteuer übertragen.

 

Ich werde gleich mal einen Fondsvermittler kontaktieren!

 

Danke an alle für eure Tipps!

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Alrik

Wohin soll er denn das Depot übertragen? Er muss nur den Vermittler entsorgen und anschließend einen Vermittler finden, bei keine, oder geringe Ordergebühren und keine Depotgebühr anfällt.

 

Das ist ja gerade bei der Frankfurter Fondsbank kein Problem. (Fonds-Super-Markt, AVL, etc.)

 

Dann muss auch kein Fonds übertragen werden. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man die Fonds und das Konzept dringend überdenken sollte.

 

Daher sollten die Sparpläne gestoppt werden und vorerst auf das Tagesgeldkonto fließen, bis man wie schon gesagt besser Informiert ist und sich selbst eine Meinung zu Fonds und Konzept bilden kann.

 

Die Abgeltungssteuer als Grund zum halten schlechter Fonds, oder von Fonds, denen man keine gute Performance mehr zutraut, ist der denkbar schlechteste Grund.

 

Aber wie ist das in Deutschland so schön, man spart lieber Steuern, als seine Anlage zu optimieren.

 

Der nächste Schritt für mich wäre sich danach erstmal mit anständiger Literatur zu beschäftigen und zu überlegen, ob ich beim aktiven Konzept bleibe, oder vom passiven Ansatz mit ETF's überzeugt bin. Man kann auch eine Mischung fahren, wenn man davon überzeugter ist, wie z.B. alles gängige in ETF's und Themen-, bzw. Branchen- und Länderfonds dann aktiv wählen, falls man der Meinung ist dass hier ein Manager mehr herausholen kann, wegen besserer Informationslage etc.

 

Natürlich sollte das alles unter Berücksichtigung der Depotgröße geschehen. was machen bei 20.000 Einzelinvestitionen in best. Länder-, Themen und Branchen-Fronds schon für einen Sinn, außer etwas Zockerei?

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