zocker Mai 27, 2010 Die FAZ von heute veröffentlicht folgenden Artikel: (hier in Auszügen) Gefahr vom Gegenüber? Das sogenannte Kontrahentenrisiko rückt mit der starken Verunsicherung an den Börsen auch bei ETFs wieder ins Blickfeld der Anleger. .....Dennoch sind auch Indexfonds mitunter nicht frei von Risiken, die über die allgemeine Marktunsicherheit hinausgehen. Ein Blick ins Kleingedruckte des Prospektes sollten Anleger daher auf keinem Fall unterlassen. Die entscheidende Frage, die sich in Anbetracht der derzeitigen volatilen Lage an den Finanzmärkten stellt, ist insbesondere, ob die ETFs ihren zugrunde liegenden Index voll replizieren oder mittels sogenannten Swaps darstellen. ... ETFs der dritten Generation ....Dass das Thema Kontrahentenrisiko bei den Anbietern dennoch auf der Agenda steht, zeigt der Versuch, die ETFs hier noch "sicherer" zu machen. Die Deutsche Bank-Tochter db x-trackers war im vergangenen Jahr der erste Anbieter, der offene Vorbehalte gegenüber Swap-ETFs ausschalten wollte und sogenannte "ETFs der dritten Generation" an den Markt brachte. Hierbei wird die Swap-Struktur nochmals mit Wertpapieren besichert. Mit bis zu 120 Prozent sogar über den Inventarwert des Fonds hinaus. Andere Anbieter wie Comstage, die ETF-Tochter der Commerzbank, setzen diesen Anteil sogar noch höher und besichern ihre ETFs sogar zu 130 Prozent. Der Swap-Partner hinterlegt dabei Vermögenswerte in der Höhe des Swap-Anteils bei einem Treuhänder auf den Namen des ETFs. Fällt der Swap-Partner aus, so gehen diese Vermögenswerte an den ETF über. Der eigentliche Swap-Anteil ist zwar verloren, wird aber durch die hinterlegten Vermögenswerte ersetzt, so dass der Nettowert des ETF unberührt bleibt. ....Text: F.A.Z., 27.05.2010, Nr. 120 / Seite B3 Was denkt ihr darüber? Welche ETFs sind hier gemeint???? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
otto03 Mai 27, 2010 Die FAZ von heute veröffentlicht folgenden Artikel: (hier in Auszügen) Gefahr vom Gegenüber? Das sogenannte Kontrahentenrisiko rückt mit der starken Verunsicherung an den Börsen auch bei ETFs wieder ins Blickfeld der Anleger. .....Dennoch sind auch Indexfonds mitunter nicht frei von Risiken, die über die allgemeine Marktunsicherheit hinausgehen. Ein Blick ins Kleingedruckte des Prospektes sollten Anleger daher auf keinem Fall unterlassen. Die entscheidende Frage, die sich in Anbetracht der derzeitigen volatilen Lage an den Finanzmärkten stellt, ist insbesondere, ob die ETFs ihren zugrunde liegenden Index voll replizieren oder mittels sogenannten Swaps darstellen. ... ETFs der dritten Generation ....Dass das Thema Kontrahentenrisiko bei den Anbietern dennoch auf der Agenda steht, zeigt der Versuch, die ETFs hier noch "sicherer" zu machen. Die Deutsche Bank-Tochter db x-trackers war im vergangenen Jahr der erste Anbieter, der offene Vorbehalte gegenüber Swap-ETFs ausschalten wollte und sogenannte "ETFs der dritten Generation" an den Markt brachte. Hierbei wird die Swap-Struktur nochmals mit Wertpapieren besichert. Mit bis zu 120 Prozent sogar über den Inventarwert des Fonds hinaus. Andere Anbieter wie Comstage, die ETF-Tochter der Commerzbank, setzen diesen Anteil sogar noch höher und besichern ihre ETFs sogar zu 130 Prozent. Der Swap-Partner hinterlegt dabei Vermögenswerte in der Höhe des Swap-Anteils bei einem Treuhänder auf den Namen des ETFs. Fällt der Swap-Partner aus, so gehen diese Vermögenswerte an den ETF über. Der eigentliche Swap-Anteil ist zwar verloren, wird aber durch die hinterlegten Vermögenswerte ersetzt, so dass der Nettowert des ETF unberührt bleibt. ....Text: F.A.Z., 27.05.2010, Nr. 120 / Seite B3 Was denkt ihr darüber? Welche ETFs sind hier gemeint???? alte Geschichte, welche ETFs (wenn ich richtig erinnere z.B. bei bei DB-X fast alle) kann man auf den entsprechenden Emittenten Seiten nachlesen, im übrigen wurden keine neuen ETFs 3.0 herausgegeben, sondern bei den bestehenden wurden diese zusätzlichen Sicherungsmechanismen implementiert. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Hannah Mai 27, 2010 das mit dem nachgucken bei dbxtrackers ist schwieriger geworden: Es gab mal eine Übersicht zum Besicherungsstand, die ich nicht mehr finde. Was es gibt: Auf der Seite dbxtrackers.de einen Fonds auswählen, da auf Kategorie "Dokumente und Downloads", dann in Unterkategorie "Zusatzinformationen". Dort findet sich ein Dokument Swapanteile. Darin ist zumindest der unbesicherte Vermögensanteil ausgewiesen, der bei vielen zu einem Stichtag 0% beträgt. Das ist weniger als besagte 120%, und auch das mit dem Stichtag könnte zu viel Sicherheit suggerieren. Immerhin besser als 10% unbesichertes Fondsvermögen, was wohl rechtlich zulässig ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
otto03 Mai 27, 2010 · bearbeitet Mai 27, 2010 von otto03 das mit dem nachgucken bei dbxtrackers ist schwieriger geworden: Es gab mal eine Übersicht zum Besicherungsstand, die ich nicht mehr finde. Was es gibt: Auf der Seite dbxtrackers.de einen Fonds auswählen, da auf Kategorie "Dokumente und Downloads", dann in Unterkategorie "Zusatzinformationen". Dort findet sich ein Dokument Swapanteile. Darin ist zumindest der unbesicherte Vermögensanteil ausgewiesen, der bei vielen zu einem Stichtag 0% beträgt. Das ist weniger als besagte 120%, und auch das mit dem Stichtag könnte zu viel Sicherheit suggerieren. Immerhin besser als 10% unbesichertes Fondsvermögen, was wohl rechtlich zulässig ist. http://www.etf.db.com/DE/DE/binaer_view.asp?BinaerNr=1154 Zitat: ¹ Nicht Teil der der Vollbesicherung zu mindestens 108%., Null% unbesichert bedeutet mindestens 108% Absicherung Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sirius Mai 28, 2010 · bearbeitet Mai 28, 2010 von frank05 Wie sieht es mit dem Anlagebestand aus? Das Problem war vor zwei Jahren, dass die meisten Aktien-ETF von dbx-trackers überwiegend japanische Aktien enthielten. Das Japan-Problem ist mittlerweile entschärft. Hier beispielsweise die Länderaufteilung des Aktien-Anlagebestandes des MSCI World entsprechend dem Rechenschaftsbericht vom 31.12.2009: Japan: 31 % Deutschland: 21,7 % Schweiz: 20,8 % USA: 19,2 % Frankreich: 3,3 % Australien: 2,79 % Belgien: 1,09 % http://www.etf.db.com/DE/DE/pdf/DE/annualreport/annualreportdbxtrackers1_2010_05.pdf Allerdings enthalten viele Aktien-ETF keinen Anlagebestand sondern sind vollständig besichert. Bei der Mehrzahl der ETF, beispielsweise beim MSCI Emerging Markets oder DJ Stoxx 600, schreibt dbx-trackers zum Anlagebestand auf Seite 3 folgendes: Für die folgenden Teilfonds gibt es aufgrund ihrer Struktur keinen Anlagebestand zum 31. Dezember 2009 (dievollständige Besicherung dieser Teilfonds ist in Erläuterung 6 näher beschrieben): Diese Sicherheiten bestehen in Form eines "Sicherheiten-Pools" für die ETF, der ab Seite 103 erläutert wird. Diese Sicherheiten des Pools setzten sich wie folgt zusammen: Aktien: 62,2 % Anleihen: 27,1 % Wandelanleihen: 10,7 % Wobei sich diese Prozent-Zahlen auf die Besicherungsquote von - je nach ETF - 112 bis 114 % beziehen. Bei 114 % Besicherungsquote ergeben sich also: Aktien: 70,9 % Anleihen: 30,9 % Wandelanleihen: 12,2 % Länderaufteilung (größte Positionen): Japan: 16 % Australien: 16 % Deutschland: 13 % USA: 12 % Frankreich: 11 % Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
TerracottaPie Mai 28, 2010 Allerdings enthalten viele Aktien-ETF keinen Anlagebestand sondern sind vollständig besichert. Bei der Mehrzahl der ETF, beispielsweise beim MSCI Emerging Markets oder DJ Stoxx 600, schreibt dbx-trackers zum Anlagebestand auf Seite 3 folgendes: Für die folgenden Teilfonds gibt es aufgrund ihrer Struktur keinen Anlagebestand zum 31. Dezember 2009 (dievollständige Besicherung dieser Teilfonds ist in Erläuterung 6 näher beschrieben): Ich hoffe, die Frage klingt nicht zu doof: Was genau bedeutet "gibt es keinen Anlagebestand" denn? Dass dem ETF an sich gar kein abgrenzbarer Wertpapierkorb zugewiesen werden kann, sondern nur ein rechnerischer Anteil am Gesamtvermögen dieses Sicherheitenpools? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sirius Mai 28, 2010 · bearbeitet Mai 28, 2010 von frank05 Ich hoffe, die Frage klingt nicht zu doof: Was genau bedeutet "gibt es keinen Anlagebestand" denn? Dass dem ETF an sich gar kein abgrenzbarer Wertpapierkorb zugewiesen werden kann, sondern nur ein rechnerischer Anteil am Gesamtvermögen dieses Sicherheitenpools? Ja, genauso habe ich es auch verstanden. Die Frage klingt keineswegs zu doof, denn in dem Rechenschaftsbericht wird das an der entsprechenden Stelle nicht näher erläutert. Vielleicht wird das in irgendeiner der Broschüren genauer erklärt. An der Vorgehensweise, also dem rechnerischem Anteil des ETF am Gesamtvermögen des Sicherheitspools, ist mir bis jetzt kein möglicher Nachteil eingefallen. Aber durch die Zusammensetzung des Sicherheitspools werden die Aktien-ETF nicht vollständig durch Aktien abgedeckt, sondern auch über Anleihen - man hat also ein zusätzliches (theoretisches) Emittenten- und Währungsrisiko im ETF, sofern der Swap-Partner ausfällt. Der Anleihebestand ist - bei Berücksichtigung der Übersicherung - mit etwa 30 % größer als der maximal zulässige Swapanteil von 10 %. In entsprechenden Krisen, wie z.B. einer Hyperinflation und/oder einer Währungsreform, waren vor allem Anleihen von einem dauerhaften Wertverlust einer Währung betroffen, während Aktien mit ihrem Sachwertcharakter die durch die Krise bedingten Wertverluste nach einigen Jahren wieder aufholen konnten, wie z.B. nach 1923 oder nach 1948 in Deutschland. Die Ausfall-Höhe dürfte allerdings gering sein, da die Anleihen in verschiedenen Währungen gehalten werden. Ich wollte dennoch auf dieses theoretische Risiko hinweisen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
TerracottaPie Mai 28, 2010 Danke. Ich denke mir, dass die Entwertung von Anleihen durch Inflation etc. normalerweise ein eher langfristiger Prozess ist, während der Ausfall eines Swap-Partners eine kurzfristige Sache sein sollte - so dass Anleger im Fall der Fälle nur für eine kurze Zeit mit einem "unpassenden" und mit anderen Risiken als den angestrebten behafteten Wertpapierkorb dastünden. Wobei ich natürlich auch zugeben muss: Mir fehlen Wissen und Phantasie, um mir ein solches Szenario wirklich im Detail ausmalen zu können. Hyperinflation funktioniert dann ja doch innerhalb weniger Tage, genau wie möglicherweise eine Währungsreform - und wenn so etwas dann mit dem Ausfall eines Swap-Partners zusammenfällt... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
zocker Mai 29, 2010 · bearbeitet Mai 29, 2010 von zocker ..... Hierbei wird die Swap-Struktur nochmals mit Wertpapieren besichert. Mit bis zu 120 Prozent sogar über den Inventarwert des Fonds hinaus. Andere Anbieter wie Comstage, die ETF-Tochter der Commerzbank, setzen diesen Anteil sogar noch höher und besichern ihre ETFs sogar zu 130 Prozent. Der Swap-Partner hinterlegt dabei Vermögenswerte in der Höhe des Swap-Anteils bei einem Treuhänder auf den Namen des ETFs. Fällt der Swap-Partner aus, so gehen diese Vermögenswerte an den ETF über. Der eigentliche Swap-Anteil ist zwar verloren, wird aber durch die hinterlegten Vermögenswerte ersetzt, so dass der Nettowert des ETF unberührt bleibt. ....Text: F.A.Z., 27.05.2010, Nr. 120 / Seite B3 Was denkt ihr darüber? Welche ETFs sind hier gemeint???? ...nochmals die Frage an die Cracks im Forum - heißt das daß alle Comstage-ETF 130% Besicherung über den Inventarwert hinaus haben ? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
otto03 Mai 29, 2010 ..... Hierbei wird die Swap-Struktur nochmals mit Wertpapieren besichert. Mit bis zu 120 Prozent sogar über den Inventarwert des Fonds hinaus. Andere Anbieter wie Comstage, die ETF-Tochter der Commerzbank, setzen diesen Anteil sogar noch höher und besichern ihre ETFs sogar zu 130 Prozent. Der Swap-Partner hinterlegt dabei Vermögenswerte in der Höhe des Swap-Anteils bei einem Treuhänder auf den Namen des ETFs. Fällt der Swap-Partner aus, so gehen diese Vermögenswerte an den ETF über. Der eigentliche Swap-Anteil ist zwar verloren, wird aber durch die hinterlegten Vermögenswerte ersetzt, so dass der Nettowert des ETF unberührt bleibt. ....Text: F.A.Z., 27.05.2010, Nr. 120 / Seite B3 Was denkt ihr darüber? Welche ETFs sind hier gemeint???? ...nochmals die Frage an die Cracks im Forum - heißt das daß alle Comstage-ETF 130% Besicherung über den Inventarwert hinaus haben ? Wie wäre es mit ein klein wenig Eigenrecherche? http://portal.commerzbank.de/cocoon/retail/SiteContent/1/1/2/251/41/070_comstage_etfs_besicherung.html Pressespiegel von DB über Besicherung verschiedener Emittenten http://www.etf.db.com/DE/DE/showpage.asp?pageid=519&stinvestortyp=privinv&stinvtyp=&innewsnr=88 Ansonsten, einfach comstage fragen Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag