Pilsener Mai 24, 2010 Hallo, ich bin am überlegen ein ETF depot für kleine Vermögen zu eröffnen...nun habe bezüglich Abgeltungssteuer eine relativ simple Frage: ich möchte (um diesem Stress mit der Steuererklärung zu umgehen) einen "deutschen" ETF Anbieter wählen. Nun ist ja zum Beispiel iShares (obwohl DEUTSCH ISIN) kein deutscher Anbieter. (und die anderen sind ja sowieso ausländisch: Lyxor, DB-X, Comstage) Wie sieht es mit ETF-Lab aus? Ist ja ne deutsche ISIN...aber wird der auch als "deutscher" Fonds in der Steuererklärung behandelt? Hab mich zwar noch nicht damit beschäftigt, ob ETFlab teurer ist oder in der Performance weit hinterherhinkt aber bis jetzt kommt es mir so vor, als ob der noch nicht zu den "spitzen-Anbietern" zählt, weil er halt relativ neu ist und sich erst beweisen muss.....ist das so???? (oder gibts einen signifikanten Nachteil gegenüber den anderen Anbietern) danke für den Input Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
otto03 Mai 24, 2010 · bearbeitet Mai 24, 2010 von otto03 Hallo, ich bin am überlegen ein ETF depot für kleine Vermögen zu eröffnen...nun habe bezüglich Abgeltungssteuer eine relativ simple Frage: ich möchte (um diesem Stress mit der Steuererklärung zu umgehen) einen "deutschen" ETF Anbieter wählen. Nun ist ja zum Beispiel iShares (obwohl DEUTSCH ISIN) kein deutscher Anbieter. (und die anderen sind ja sowieso ausländisch: Lyxor, DB-X, Comstage) Wie sieht es mit ETF-Lab aus? Ist ja ne deutsche ISIN...aber wird der auch als "deutscher" Fonds in der Steuererklärung behandelt? Hab mich zwar noch nicht damit beschäftigt, ob ETFlab teurer ist oder in der Performance weit hinterherhinkt aber bis jetzt kommt es mir so vor, als ob der noch nicht zu den "spitzen-Anbietern" zählt, weil er halt relativ neu ist und sich erst beweisen muss.....ist das so???? (oder gibts einen signifikanten Nachteil gegenüber den anderen Anbietern) danke für den Input Ich bin am überlegen = Ich überlege (konnte ich mir leider nicht verkneifen) ETFLab ist meines Wissens der einzige deutsche Emittent mit deutschen ETFs. Ishares hat ebenfalls einige deutsche ETFs (meist vor der Übernahme durch Indexchange aufgelegt, einzelne aber auch noch danach) - aber auch einige mit deutscher ISIN, die aber nur Duplikate der IE ISIN sind , aber durch eine andere Lagerstelle als die irischen zu einer deutschen ISIN gekommen sind. Im übrigen sind in der letztendlichen Besteuerung alle ETFs (inländisch oder ausländisch, ausschüttend oder thesaurierend) vor dem deutschen Fiskus ausser in der Abwicklung gleich, alle werden abgeltungsteuertechnisch rasiert. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Pilsener Mai 25, 2010 · bearbeitet Mai 25, 2010 von Pilsener Im übrigen sind in der letztendlichen Besteuerung alle ETFs (inländisch oder ausländisch, ausschüttend oder thesaurierend) vor dem deutschen Fiskus ausser in der Abwicklung gleich, alle werden abgeltungsteuertechnisch rasiert. ja genau um diese "Abwicklung" geht es mir....warum sollte ich mir den Stress machen wenn es auch einfach geht? Denn ich denke, dass die Performance von ETF´s sich nicht wirklich unterscheidet (evtl zwischen SWAP und nichSWAP)....und die Gebühren sind sind ja nicht allzu unterschiedlich, wie z.B bei den aktiven Fonds. (zumindest ist ETFlab nicht der teuerste) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schinzilord Mai 25, 2010 Wie kommst du drauf, dass comtage ausländisch ist? http://www.comstage.de/News/News.aspx Man wird im Impressum und in den AGBs auf die Commerzbank verwiesen, wovon comstage eine 100% tochter ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Malvolio Mai 25, 2010 Ich glaube er meint das die ETFs ausländisch domiziliert sind. Genau genommen gehört ja ein gehöriger Teil von Comstage selbst ja sogar dem Bund .... das sind also schon fast Bundeswertpapiere. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Pilsener Mai 25, 2010 haben die comstage ETF nicht ALLE eine LU-ISIN ???....bin der meinung schon Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Muggi Mai 25, 2010 ich möchte (um diesem Stress mit der Steuererklärung zu umgehen) einen "deutschen" ETF Anbieter wählen. Nun ist ja zum Beispiel iShares (obwohl DEUTSCH ISIN) kein deutscher Anbieter. (und die anderen sind ja sowieso ausländisch: Lyxor, DB-X, Comstage) Ich hab jetzt gedacht, wenn die ISIN mit "DE" anfängt, dass es keinen Stress mit den Finanzamtsunterlagen gibt. Im supertobs Musterdepot wird ja auch der ishares DJ Euro Stoxx DE 000 A0D 8Q0 7 empfohlen, gerade weil er ein "ein Deutscher Fonds (keine Arbeit mit dem Finanzamt, ideal für Kleinanleger!)" (Zitat) ist. supertobs Nach deiner Aussage verstehe ich das so, dass man mehr Arbeit mit den Finanzamtsunterlagen mit einem ishares ETF hat? Gruß Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Pilsener Mai 25, 2010 Nach deiner Aussage verstehe ich das so, dass man mehr Arbeit mit den Finanzamtsunterlagen mit einem ishares ETF hat? ...im Vergleich mit einem ETF von ETFlab würde ich das so denken, JA Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
langzeitsparer Mai 25, 2010 ...im Vergleich mit einem ETF von ETFlab würde ich das so denken, JA meine Erfahrung: Nein. Insbesondere, wenn ein ETF deutsch und ausschüttend ist, gibt es absolut keinen Grund, wieso da irgendetwas anders gehandhabt werden sollte als mit einem deutschen ETF, bei dem auch noch die KAG deutsch ist... Selbst potentielle Änderungen in der Gesetzgebung müssten schon extrem schwachsinnig sein, um so etwas in der Zukunft erwarten zu lassen. Ich bin sogar der festen Überzeugung , dass ALLE ausschließlich ausschüttenden ETF einen gleich großen (kleinen) Aufwand in der Steuererklärung bedeuten und auch in Zukunft bedeuten werden - sofern sie bei einer deutschen Depotbank liegen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Chemstudent Mai 25, 2010 · bearbeitet Mai 25, 2010 von Chemstudent otto hat's doch schon gesagt: Ishares hat auch ETFs im Angebot, die zwar eine deutsche ISIN haben, aber nicht komplett deutsch sind. Wer sich die "Mühe" macht, und einmal selbst auf die ishares.com Website geht, wird feststellen, dass ishares hier auch selbst die Trennung angibt. So wird bspw. für den MSCI World ETF (DE000A0HGZR1) als Domizil "Irland" angegeben. M.W.n. kommt es bei einigen derartiger Fonds zu ausl. Zwischenthesaurierungen, die einen erhöhten steuerlichen Aufwand bedeuten. Nähere Infos dazu vermag ich aber auch nicht zu geben. Der Sitz des Emittenten ist hier unerheblich. Auch ist die Verallgemeinerung falsch, dass alle ishares ETFs mit deutscher ISIN keine deutschen ETFs wären. Der von Muggi erwähnte EuroStoxx ETF (DE000A0D8Q07) ist bspw. ein deutscher ETF, wie man beim Nachschauen auf der ishares-Website feststellen kann. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Pilsener Mai 26, 2010 ich frage mich halt nur, warum ETFlab dann bei den deutschen Fondssparern nicht in dem maße ankommt, wie es die anderen "großen" tun???? die haben doch einen enormen Vorteil mit dieser Steuererklärungs-vereinfachun gegenüber den anderen!!!! (jetzt mal ausgenommen die wenigen von ishares) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
west263 Mai 26, 2010 ETFLab ist noch garnicht solange am Markt,da ist es schwer an den Platzhirschen wie Lyxor,iShares und dbx vorbei zu kommen. Die meisten,die mit neuen Produkten jetzt auf den Markt wollen,nehmen Nischenprodukte,weil die etablierten den Massenmarkt schon abdecken. Außer die exklusive Lizenz läuft ab,so bei iShares mit dem S&P500. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Muggi Mai 26, 2010 · bearbeitet Mai 26, 2010 von Muggi die haben doch einen enormen Vorteil mit dieser Steuererklärungs-vereinfachun gegenüber den anderen!!!! (jetzt mal ausgenommen die wenigen von ishares) Ich will es ja selber relativ einfach haben mit der Steuererklärung, deswegen will ich auch ETFs, die in Deutschland aufgelegt sind. Und ich finde, dass es von ishares viele davon gibt. alle in Deutschland aufgelegten ETFs von ishares --> darin sind 82 ETFs aufgelistet von ishares, die in Deutschland aufgelegt sind. Der Emittent ist die BlackRock Asset Management Deutschland AG. Also ein Unternehmen aus Deutschland. Ob das nun ein Tochterunternehmen ist von einem ausländischen Unternehmen ist ja wohl egal. So verstehe ich das. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
langzeitsparer Mai 26, 2010 @Pilsener: Vielleicht ist es dir bekannt, aber ich möchte es trotzdem nochmal erwähnen: Swap-ETFs ohne Ausschüttung/Thesaurierung sind steuerlich ähnlich einfach zu handhaben wie deutsche Fonds oder nur ausschüttende Fonds. Da keine Ausschüttungen oder Thesaurierungen erfolgen, muss man sie nämlich weder in der Steuererklärung angeben noch werden irgendwelche Steuern einbehalten. Einzig potientiell auftretendes Problem ist der Verkauf. Manche meinen, dass dann eventuell ein Nachweis der nicht vorhandenen Thesaurierungen erfolgen muss. Ich bin allerdings der Meinung, dass ich das nicht muss. Trotzdem gehe einfach einmal jährlich zum ebundesanzeiger und lade mir die PDFs der Besteuerungsgrundlagen runter und leg sie zusammen mit den Kauf-Unterlagen ab. Dies mache ich allerdings sowieso für alle meine langfristigen Anlagen (auch für die deutschen ausschüttenden Fonds), denn man weiß nie, was man vielleicht irgendwann beim Finanzamt nachweisen muss... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag