Akaman November 16, 2008 offene Immobilienfonds sind aus meiner Sicht aufgrund ihrer Intransparenz hierfür denkbar ungeeignet. ... sowie hervorragend konzipierte geschlossene Wohn- und Gewerbeimmobilien sind schon eine Alternative. Geschlossene Immofonds transparenter als offene? ok, meist (nicht immer) weisst du, in welche Immobilie(n) bei einer geschlosenen Beteiligung investiert werden soll. Was du nicht weisst, ist, wie seriös die Prospektangaben erstellt wurden. Bei den offenen Immofonds weisst du ja auch, welche Bestände zum Zeitpunkt deines Kaufs gehalten werden. Und du hast wenigstens eine Idee, wie die Rendite in der Vergangenheit war. Manchmal - sicherlich nicht immer oder überwiegend! - bringen die geschlossenen eine höhere Rendite als die offenen. Aber eine höhere Transparenz? Sehr gewagte These. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
TerracottaPie November 16, 2008 Der Zusammenhang an sich ist klar. Aber bei Kanam schien man mir den Eindruck erwecken zu wollen, die Bundesregierung könnte das alles im Interesse höherer Steuereinnahmen getan haben. Das erscheint mir dann doch etwas weit hergeholt. In der Tat. Und ich finde das auch ziemlich unseriös. Ich bin doch zunehmend froh, dass ich in andere Immo-Fonds investiert bin. Was die mangelnde Transparenz von Immo-Fonds angeht: Als Alternative bleiben natürlich Immobilien-Aktien, REITs und so. Transparenter sind die in jedem Fall. Aber auch eben deutlich volatiler. Ich versuche deshalb, auch in dieser Hinsicht zu diversifizieren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
H.B. November 16, 2008 Die ersten beiden [Windkraft + Solarthermie] rechnen sich aber nur auf Grund staatlich festgelegter Subventionen. Warum sollte man sich denn ausgerechnet auf diese Subventionen verlassen, wenn wir andererseits schon über Staatsbankrott und Währungsreform reden? Genau: Wir reden darüber, wie man ASSETS über die Krisen bekommt. Und da sind aus meiner Sicht Investments in Zukunftsbranchen zielführend. Die heute gezahlten Zuschüsse sichern die aktuellen Erträge, nach der Zäsur stehen da immer noch die Teile rum und produzieren Energie, die in allen Zukunftszenarien eine Schlüsselrolle beigemessen wird. Man könnte auch in Kavernen investieren, das hielte ich jedoch für riskanter. Geschlossene Immofonds transparenter als offene?... Grundsätzlich stimme ich dir zu. Allerdings gibt es auch hier viel Schatten und wenig Licht: Das Problem ist, dass die wirklich profitablen Projekte nur Insidern bekannt werden und dass man auch hier ein wenig Diversifizieren müsste, was den Meisten hier wohl aufgrund der zu großen Stückelung der Anteile schwer fallen dürfe. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
TKS November 16, 2008 · bearbeitet November 16, 2008 von TKS Genau: Wir reden darüber, wie man ASSETS über die Krisen bekommt.Und da sind aus meiner Sicht Investments in Zukunftsbranchen zielführend. Die heute gezahlten Zuschüsse sichern die aktuellen Erträge, nach der Zäsur stehen da immer noch die Teile rum und produzieren Energie, die in allen Zukunftszenarien eine Schlüsselrolle beigemessen wird. Dann nehmen wir doch mal an, nach einer großen Zäsur ginge es mit 50% oder optimistischer meinetwegen auch 80 % der heutigen Wirtschaftleistung und entsprechend geringem Energiebedarf weiter. Wie tief wäre dann wohl der Ölpreis? Und auch die Kern- und Kohlekraftwerke stünden ja noch herum. Ob die Gesellschaft unter diesen Bedingungen noch bereit wäre, sich den Luxus von Ökostrom zu leisten? Ich glaube das nicht. Irgendwann würde sicher auch wieder die Zeit von Wind und Sonne kommen. Aber deine ASSETS wären dann längst weggerostet. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
epsilon November 16, 2008 · bearbeitet November 16, 2008 von epsilon Merkels Staatsgarantie für Spareinlagen ist ja keine Versicherung, auf die man sich wirklich verlassen kann. Es ist eine rein psychologische Maßnahme Ja rein psychologisch - aber deswegen nicht weniger wirkungsvoll. Solange die meisten dran glauben (bzw. daran glauben, dass die meisten daran glauben, dass...) wird es zur selbsterfüllenden Prohezeiung. Funktioniert wunderbar Noch wenige Tage vor Merkels Garantie-Rede, auf dem Höhepunkt der "Lehmann-Schockwelle", lag die reale Möglichkeit eines Runs auf eine der größeren deutschen Privatbanken förmlich in der Luft (Das Handlesblatt hatte damals sogar Blog-Einträge eines angesehenen Ökonomen löschen lassen, weil der auf diese Gefahr, z.B. bei der Co-Bank hingewiesen hatte) .... Damals konnte ich ein paar Nächte wirklich nicht mehr Gut schlafen. Heute halte ich dagegen einen Bank-Run für nahezu ausgeschlossen ... Insofern hat Merkels (bzw. auch EU) Beruhigungs-Pille (Placebo) schon gewirkt. Den Run haben wir dafür in den offenen Immofonds bekommen (ironischerweise dort, wohin ich mein Geld u.A. aus Angst vor einem Bank-Run umgeschichtet hatte Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
leinad November 16, 2008 Den Run haben wir dafür in den offenen Immofonds bekommen (ironischerweise dort, wohin ich mein Geld u.A. aus Angst vor einem Bank-Run umgeschichtet hatte Da hattest du wohl das Pech dass du nicht frühgenug in diesem Forum warst. Sonst wär dir das vielleicht erspart geblieben. Gruss leinad Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
epsilon November 16, 2008 Da hattest du wohl das Pech dass du nicht frühgenug in diesem Forum warst.Sonst wär dir das vielleicht erspart geblieben. Gruss leinad Tja, so gehts letzlich war ich einfach nicht schnell genug .. Schuldbuchkonto für die Staatsanleihen war eröffnet und Verkaufsauftrag für den Immo schon draußen ... als die Tür zugeschlagen wurde Na ja, wird schon alles gutgehen. Im schlimmsten Fall muß ich die Vorruhestandsträumereien eben um ein, zwei Jahre nach hinten verschieben :- Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
TKS November 16, 2008 Ja rein psychologisch - aber deswegen nicht weniger wirkungsvoll. Das sehe ich nicht so. Die Staatsgarantie ist im Gegenteil die erste belastbare Garantie für Spareinlagen überhaupt in diesem Lande. Der Staat hat schließlich Zugriff auf sämtliche Vermögenswerte aller seiner Bürger. Die privaten Sicherungsfonds sind, wie wir jetzt wissen, nie mehr als Papiertiger gewesen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Boersifant November 16, 2008 Der Staat hat schließlich Zugriff auf sämtliche Vermögenswerte aller seiner Bürger. Das hat er ganz sicher nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
TKS November 16, 2008 Das hat er ganz sicher nicht. Wieso nicht? Er kann Steuern in beliebiger Höhe festlegen und notfalls auch Enteignungsgesetze beschließen. Und falls du jetzt an die Verfassung denkst, auch die kann jederzeit mit zwei Drittel Mehrheit geändert werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Boersifant November 16, 2008 Wieso nicht? Er kann Steuern in beliebiger Höhe festlegen und notfalls auch Enteignungsgesetze beschließen. Und falls du jetzt an die Verfassung denkst, auch die kann jederzeit mit zwei Drittel Mehrheit geändert werden. Der geschützte Teil nicht und dazu zählt der Eigentumsschutz. Wenn es hart auf hart käme würde die soziale Verpflichtung des Eigentums sicher sehr weit ausgelegt werden, eine Enteignung von beispielsweise Wohneigentum, um die Verluste eines Anlegers zu decken gäbe es aber sicher nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sirius November 16, 2008 · bearbeitet November 16, 2008 von frank05 ABER offene Immobilienfonds sind aus meiner Sicht aufgrund ihrer Intransparenz hierfür denkbar ungeeignet. Beteiligungen an Windkraftanlagen und Solarthermieanlagen sowie hervorragend konzipierte geschlossene Wohn- und Gewerbeimmobilien sind schon eine Alternative. Das Problem ist, dass die wirklich profitablen Projekte nur Insidern bekannt werden und dass man auch hier ein wenig Diversifizieren müsste, was den Meisten hier wohl aufgrund der zu großen Stückelung der Anteile schwer fallen dürfe. Geschlossene Fonds sind noch intransparenter als offene Fonds und mit Sicherheit keine sicherere Alternative. Und mit geschlossenen Fonds haben in den letzten Jahren viele Anleger viel Geld verloren, teilweise fast Totalverlust. http://www.welt.de/print-welt/article68187...le_Anleger.html Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
TKS November 16, 2008 Der geschützte Teil nicht und dazu zählt der Eigentumsschutz. Das Wort "Eigentum" finde ich in den einschlägigen Artikeln (79, 1, 20) nicht erwähnt. Aber wir kommen nun wohl doch zu weit vom Thema ab... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Boersifant November 16, 2008 Das Wort "Eigentum" finde ich in den einschlägigen Artikeln (79, 1, 20) nicht erwähnt. Aber wir kommen nun wohl doch zu weit vom Thema ab... Artikel 14. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
TKS November 16, 2008 Artikel 14. Artikel 14 ist aber erstens nicht geschützt und zweitens eröffnet er ohnehin schon die Möglichkeit zu Enteignungen, soweit diese dem "Wohle der Allgemeinheit " dienen. Und um Letzteres geht es unserer Regierung ja sowieso immer. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Boersifant November 16, 2008 Artikel 14 ist aber erstens nicht geschützt Wieso? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
TKS November 16, 2008 Wieso? Nach meinem Verständnis ergibt sich aus Artikel 79, welche Teile nicht geändert werden können (also "geschützt" sind). Artikel 14 oder irgend ein anderer Bezug zum Eigentumsrecht findet sich dort nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Boersifant November 16, 2008 Nach meinem Verständnis ergibt sich aus Artikel 79, welche Teile nicht geändert werden können (also "geschützt" sind). Artikel 14 oder irgend ein anderer Bezug zum Eigentumsrecht findet sich dort nicht. In Artikel 19,2 heißt es: (2) In keinem Falle darf ein Grundrecht in seinem Wesensgehalt angetastet werden Damit sollten nach meinem Verständnis den Wesensgehalt verändernde Änderungen an den ersten 20 Artikeln nicht möglich sein. Müsste man mal tiefer einsteigen in die Grundrechtsfrage, aber hier wird das wohl off-topic. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
TKS November 16, 2008 Müsste man mal tiefer einsteigen in die Grundrechtsfrage, aber hier wird das wohl off-topic. Das denke ich auch. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
leinad November 16, 2008 · bearbeitet November 16, 2008 von leinad Der Staat kann Bürger im Katastrophenfall auf jeden Fall enteignen. Wenn du z.B. dein Auto nicht freiwillig rausrückst, wenn sie es brauchen, wird es dir einfach weggenommen. Das ist gesetzlich so geregelt. Welche Fahrzeuge gebraucht werden und wer ein geeignetes hat, das wird schon im Vorfeld bei der Zulassungsstelle separat festgehalten. Da gibt es ausgearbeitete Katastrophenpläne mit Fahrzeuglisten. Das weiß ich genau. Gruss leinad Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
investor0815 November 17, 2008 Geschlossene Fonds sind noch intransparenter als offene Fonds und mit Sicherheit keine sicherere Alternative. Und mit geschlossenen Fonds haben in den letzten Jahren viele Anleger viel Geld verloren, teilweise fast Totalverlust. http://www.welt.de/print-welt/article68187...le_Anleger.html Hallo, na das ist so aber nicht richtig ! Beim KanAm werden neuerdings sogar die gezahlten Preise für Immobilien geheim gehalten, so etwas kann bei geschlossenen Fonds nicht vorkommen. D.h. man investiert in etwas und weiß überhaupt nicht wie viel man für sein Geld bekommt. Sicher gibt es für die Initiatoren bei geschlossenen Fonds viele Möglichkeiten für zusätzliche "Einnahmen", das trifft aber bei offenen Fonds mindestens genau so zu. Bei offenen Fonds hat man auf wichtige Entscheidungen der Manager keinen Einfluss, bei geschlossenen Fonds schon. investor0815 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sirius November 17, 2008 · bearbeitet November 17, 2008 von frank05 Hallo, na das ist so aber nicht richtig ! Beim KanAm werden neuerdings sogar die gezahlten Preise für Immobilien geheim gehalten, so etwas kann bei geschlossenen Fonds nicht vorkommen. Geschlossene Fonds"Intransparent und wenig rentabel" Geschlossene Immobilienfonds sind intransparent und liefern nur mäßige Erträge. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Untersuchung des unabhängigen Analysehauses Fondsmedia. "Die gewerblichen Renditen für nachgefragte, vermietete Objekte mit einem professionellen Immobilien-Management bewegen sich in Deutschland je nach Immobilientyp und Lage zwischen 4 bis 7 Prozent" sagt Peter Kastell, Geschäftsführer von Fondsmedia. Das Ergebnis der Analyse lege nahe, daß viele Emissionshäuser bei der Gestaltung von deutschen Immobilienfonds vor allem auf steuerliche Anreize setzen. Vernachlässigt werde dagegen die langfristige Wirtschaftlichkeit. Auch den Planzahlen der Fonds ist wohl nur bedingt zu trauen: So hinkt rund die Hälfte der Fonds mit dem Ertrag um rund 6 Prozent hinter den Planansätzen her. Immerhin 15 Prozent der Fonds liegen im Plan, ein Drittel der Fonds liegt rund 8 Prozent über den Plänen. Außer der Rentabilität bemängelt Fondsmedia auch die Transparenz geschlossener Immobilienfonds: Weniger als ein Drittel der Initiatoren geschlossener deutscher Immobilienfonds veröffentliche eine Leistungsbilanz oder eine Dokumentation, die einer Leistungsbilanz ähnelt. "Hinsichtlich der Transparenz leben einige deutsche Immobilienfonds-Anbieter noch in der Steinzeit", sagt Kastell. Keiner der Initiatoren liefere durchgängige Informationen und Vergleiche der Wirklichkeit mit den Plänen. (...) http://www.faz.net/s/Rub4B891837ECD1408281...lefeed_finanzen Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
thowe November 17, 2008 Schau dir einfach mal einen "Kurschart" (auch: "Preischart") eines Immofonds an. Dieser zeigt dir die reine Kursentwicklung, also ohne Ausschüttungen. Und nur für Kursgewinne gilt ja die Abgeltungssteuer. Bsp. hatte der SEB Immoinvest über 10 Jahre einen Kursgewinn von ca. 6%. Wieso verhält sich eigentlich der Kursverlauf "kaskadenförmig"? Liegt das an den jährlichen Ausschüttungen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
TKS November 17, 2008 Wieso verhält sich eigentlich der Kursverlauf "kaskadenförmig"? Liegt das an den jährlichen Ausschüttungen? Ja. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
thowe November 17, 2008 Ja. D.h. bei Anlage in einen Immo-Fonds "lebt" man eigentlich nicht vom Kursverlauf (Aktie,...) und somit vom Kauf/Verkauf, sondern von deren jährliche Dividende? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag