Longshort Oktober 11, 2009 zumal auch kein nennenswerter Konzern im Hintergrund steht, der mal eben eine kleine Liquiditätsspritze geben könnte Na ja, die Mutter Aberdeen ist aber nicht ganz unbedeutend. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
teffi Oktober 11, 2009 Hallo, habe gerade mal die letzten Seiten dieses Threads gelesen, und dabei angefangen, mich etwas über die Preisbildung bei Immofonds zu wundern. Trotz der "größten Krise aller Zeiten", die ja ihren Anfang irgendwie bei den Immobilien nahm, entwickelten sich die Preise der Immofonds fast wie immer. Mir ist klar, dass sich Begehrtheitsänderungen von Immobilien erst mit Verzögerung in den Buchpreisen wiederfinden, aber an der Börse erwartet man doch, dass die Erwartungen die Preise bestimmen. Davon war doch recht wenig zu sehen, oder was denkt Ihr? Bis denn, teffi Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
jogo08 Oktober 11, 2009 Nicht verwechseln - Wohnimmobilien Subprime-Markt und Gewerbeimmobilien! Die meisten Immobilienfonds investieren in gewerblichen Immobilien. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
rocman Oktober 12, 2009 Hallo, habe gerade mal die letzten Seiten dieses Threads gelesen, und dabei angefangen, mich etwas über die Preisbildung bei Immofonds zu wundern. Trotz der "größten Krise aller Zeiten", die ja ihren Anfang irgendwie bei den Immobilien nahm, entwickelten sich die Preise der Immofonds fast wie immer. Mir ist klar, dass sich Begehrtheitsänderungen von Immobilien erst mit Verzögerung in den Buchpreisen wiederfinden, aber an der Börse erwartet man doch, dass die Erwartungen die Preise bestimmen. Davon war doch recht wenig zu sehen, oder was denkt Ihr? Bis denn, teffi So wenig sichtbar war es nun auch wieder nicht... Bei den vorübergehend geschlossenen Offenen Immofonds z.B. war der Abschlag an der Börse schon deutlich spürbar! Das waren stellenweise schon 8-10% Abschlag. Einige Panikverkäufer und Schnäppchenjäger ( Zocker ) können das sicher bestätigen... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Tenzing Norgay Oktober 13, 2009 Die Welt berichtet heute, dass Analysten zum Ausstieg aus Immobilienaktien und zum Einstieg bei offenen Immobilienfonds raten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
TerracottaPie Oktober 13, 2009 Die Welt berichtet heute, dass Analysten zum Ausstieg aus Immobilienaktien und zum Einstieg bei offenen Immobilienfonds raten. Die Argumentation ist für mich schwer nachvollziehbar. Die deutschen Immoaktien werden nach wie vor alle (?) mit einem Abschlag zum von den Gutachtern festgellten Buchwerten gehandelt. Trotzdem sind die Kurse übertrieben hoch. Bei den Offenen Immos sind die festgestellten Buchwerte aber fair, und alles ist in Ordnung? Wo liegt mein Denkfehler? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
straßenköter Oktober 14, 2009 · bearbeitet Oktober 14, 2009 von straßenköter Außer der Performance in der Vergangenheit gibt es keinen Grund sich weiter mit Thema offene Immofonds zu beschäftigen. Die Renditen werden vermutlich im Bestfall bei 3,x% liegen. Dafür gehe ich aber das Risiko ein, dass es doch zu Abwertungen kommt. Der Gewerbeimmobilienmarkt reagiert aufgrund seiner Trägheit immer zeitverzögert auf Ab- bzw. Aufschwünge, ähnlich wie der Arbeitsmarkt. Da wäre es doch vermessen zu glauben, dass der Immobilienmarkt ein Ort der Stabilität bleibt. Das Gutachter bisher noch keine Abwertungen feststellen können, liegt doch somit auf der Hand. Zudem werden Gutachter doch nur dann abwerten, wenn es unumgänglich ist, da man das Mandat nicht verlieren möchte. Seit der Glanzleistung von Rating-Agenturen Wertpapiere von AAA direkt auf CCC oder sogar D herabzustufen, sollte dem letzten klar sein, dass Gutachten häufig eine Pseudosicherheit suggerieren. Spätestens wenn ein großer Immofonds abwertet oder die Rendite auf 1-2% absinkt, werden die Anleger den Fonds den Rücken kehren. Insbesondere dann, wenn sich zu dem Zeitpunkt die Aktienmärkte gut entwickeln. Dann heisst es wieder ganz schnell: geschlossene offene Immofonds. Ein Wort noch zu den Renditechancen: Allein schon die Tatsache, dass die Fonds die Liquidität hochgefahren haben (bis 20%), wird zur signifikanten Verschlechterung der Ergebnisse führen, da die liquiden Mittel am Geldmarkt angelegt werden. Auch wenn Anlagealternativen auch nicht ohne Risiko sind, ist das Chance-Risiko-Verhältnis für mich nicht ausgewogen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Longshort Oktober 14, 2009 Auch wenn Anlagealternativen auch nicht ohne Risiko sind, ist das Chance-Risiko-Verhältnis für mich nicht ausgewogen. Das sehe ich genauso. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Tenzing Norgay Oktober 14, 2009 Die letzten Immobilien-Verkäufe der Fonds konnten aber - soweit ich das beaobachtet habe - mindestens zum Verkehrswert der Gebäude durchgeführt werden. Teilweise sogar deutlich über dem Verkehrswert, wie der heute gemeldete Verkauf des grundbesitz global in Seoul. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
straßenköter Oktober 15, 2009 · bearbeitet Oktober 15, 2009 von straßenköter Die letzten Immobilien-Verkäufe der Fonds konnten aber - soweit ich das beaobachtet habe - mindestens zum Verkehrswert der Gebäude durchgeführt werden. Teilweise sogar deutlich über dem Verkehrswert, wie der heute gemeldete Verkauf des grundbesitz global in Seoul. Auch dies ist nicht wirklich aussagekräftig. Wenn der Markt so toll wäre, dass man seinen Bestand gut verkaufen könnte, warum mussten dann die Fonds für 1 Jahr schließen? Kleine Objekte in guter Lage sind natürlich noch gut zu verkaufen, aber bei größeren Objekten soll sich fast gar nichts mehr bewegen. Ich will die offenen Immofonds nicht mit Banken vergleichen, aber eines kann man sicher vom Prinzip übernehmen: Die Banken haben Ihre Portfoilios im Bereich der Kreditderivate in Teilen bereinigt. Auch hier wurden aber nur die Papiere veräußert, für die es überhaupt einen Markt gab und für die man noch einen akzeptablen Preis erhielt. Der große Ramsch ist im Portfolio verblieben und jetzt sitzen die Banken diese Anlagen bis zur Fälligkeit aus und beten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
DrFaustus Oktober 15, 2009 Vor ein paar Monaten waren Immo-Fonds noch die besseren Geldmarktfonds und nun ist alles Ramsch, sch*****, Bruchbuden, bessere Garagen? Woher kommt dieser Sinneswandel? Ich denke das liegt an unseren alten Bekannten Gier und Panik. Als es gut lief war man blöde wenn man keinen Immofonds, sondern nen Geldmarktfonds mit 2% weniger Rendite hatte. Nun liegen Schließungen und Abwertungen hinter uns. Dazu kommt noch die Krise die auch noch mit einer "Immobilien"-Krise begann und schon sind Immo-Fonds out. Ich sehe das etwas anders. Sicherlich sind die Abwertungen Folgen der Krise, aber auch Folge der Mittelabflüsse aus den Fonds. Denn wenn alle Fonds gleichzeitig ihre Objekte auf den Markt werfen ist es doch klar, dass die Preise fallen. Ich kaufe gerade jetzt Immo-Fonds. Aber nicht die großen, sondern eher welche mit kleineren Volumen oder hohen Abschlägen an der Börse. Das eher kleine Volumen führt eher dazu, dass keine unrentablen Schrottimmo´s gekauft werden. Natürlich kann man das nie ganz ausschließen. Die hohen Abschläge nutze ich um mir die Panik der anderen Marktteilnehmer zu Nutzen zu machen. Natürlich stecke ich nicht mehr als 10-15% in Immofonds. Dazu ist mir die Rendite dann doch nicht hoch genug. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Quark Oktober 15, 2009 Auch dies ist nicht wirklich aussagekräftig. Wenn der Markt so toll wäre, dass man seinen Bestand gut verkaufen könnte, warum mussten dann die Fonds für 1 Jahr schließen? Kleine Objekte in guter Lage sind natürlich noch gut zu verkaufen, aber bei größeren Objekten soll sich fast gar nichts mehr bewegen. Ich will die offenen Immofonds nicht mit Banken vergleichen, aber eines kann man sicher vom Prinzip übernehmen: Die Banken haben Ihre Portfoilios im Bereich der Kreditderivate in Teilen bereinigt. Auch hier wurden aber nur die Papiere veräußert, für die es überhaupt einen Markt gab und für die man noch einen akzeptablen Preis erhielt. Der große Ramsch ist im Portfolio verblieben und jetzt sitzen die Banken diese Anlagen bis zur Fälligkeit aus und beten. Es mag ja sein, dass größere Objekte zur Zeit (noch) schwer bis gar nicht verkäuflich ist - aber wieso diese deshalb "Ramsch" sein sollen, erschließt sich mir nicht. M.E. ist der Dreh- und Angelpunkt der Immos (sieht man mal von der notorischen Unzuverlässigkeit der Anleger ab) weniger, ob sich für die Objekte Käufer finden, sondern ob diese auch in Zukunft vermietet werden und ob die Höhe der Mieten in etwa gleich bleibt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Alik Oktober 15, 2009 Wenn man die allgemeine Stimmung hier im Thread mit der im Forum bzgl. Aktien am Anfang des Jahres vergleicht, dann ist ein klares Signal zum Kauf von ImmoFonds. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
straßenköter Oktober 15, 2009 Vor ein paar Monaten waren Immo-Fonds noch die besseren Geldmarktfonds und nun ist alles Ramsch, sch*****, Bruchbuden, bessere Garagen? Woher kommt dieser Sinneswandel? Ich denke das liegt an unseren alten Bekannten Gier und Panik. Als es gut lief war man blöde wenn man keinen Immofonds, sondern nen Geldmarktfonds mit 2% weniger Rendite hatte. Nun liegen Schließungen und Abwertungen hinter uns. Dazu kommt noch die Krise die auch noch mit einer "Immobilien"-Krise begann und schon sind Immo-Fonds out. Ich sehe das etwas anders. Sicherlich sind die Abwertungen Folgen der Krise, aber auch Folge der Mittelabflüsse aus den Fonds. Denn wenn alle Fonds gleichzeitig ihre Objekte auf den Markt werfen ist es doch klar, dass die Preise fallen. Ich kaufe gerade jetzt Immo-Fonds. Aber nicht die großen, sondern eher welche mit kleineren Volumen oder hohen Abschlägen an der Börse. Das eher kleine Volumen führt eher dazu, dass keine unrentablen Schrottimmo´s gekauft werden. Natürlich kann man das nie ganz ausschließen. Die hohen Abschläge nutze ich um mir die Panik der anderen Marktteilnehmer zu Nutzen zu machen. Natürlich stecke ich nicht mehr als 10-15% in Immofonds. Dazu ist mir die Rendite dann doch nicht hoch genug. Natürlich kann es durchaus sein, dass bei den Immofonds nichts negatives passiert. Wenn die Sache so eindeutig wär, hätten die Fonds längst keine Zuflüsse mehr. Mir geht es aber insgesamt um das Chance-Risiko-Verhältnis und hier sehe ich nicht den Vorteil zum Tagesgeld. Nichts desto trotz ist Dein Grundgedanke der Diversifikation immer noch absolut richtig. Trotz des Jahres 2008. Im Rückspiegel werden wir wieder alle schlauer sein straßenköter Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
straßenköter Oktober 15, 2009 Auch dies ist nicht wirklich aussagekräftig. Wenn der Markt so toll wäre, dass man seinen Bestand gut verkaufen könnte, warum mussten dann die Fonds für 1 Jahr schließen? Kleine Objekte in guter Lage sind natürlich noch gut zu verkaufen, aber bei größeren Objekten soll sich fast gar nichts mehr bewegen. Ich will die offenen Immofonds nicht mit Banken vergleichen, aber eines kann man sicher vom Prinzip übernehmen: Die Banken haben Ihre Portfoilios im Bereich der Kreditderivate in Teilen bereinigt. Auch hier wurden aber nur die Papiere veräußert, für die es überhaupt einen Markt gab und für die man noch einen akzeptablen Preis erhielt. Der große Ramsch ist im Portfolio verblieben und jetzt sitzen die Banken diese Anlagen bis zur Fälligkeit aus und beten. Es mag ja sein, dass größere Objekte zur Zeit (noch) schwer bis gar nicht verkäuflich ist - aber wieso diese deshalb "Ramsch" sein sollen, erschließt sich mir nicht. M.E. ist der Dreh- und Angelpunkt der Immos (sieht man mal von der notorischen Unzuverlässigkeit der Anleger ab) weniger, ob sich für die Objekte Käufer finden, sondern ob diese auch in Zukunft vermietet werden und ob die Höhe der Mieten in etwa gleich bleibt. Da würde ich beides betrachten. Ein Teil der vergangenen Renditen kommt aus der Wertsteigerung der Immobilien (etwa 1-1,5%). Der größere Teil aus der Vermietung. Hier wurde mir mal folgende Zahl genannt: 1% Leerstand bedeutet einen Renditerückgang von etwa 0,3%. Dies bedeutet, dass grundsätzlich schon eine ganze Menge bei der Vermietung passieren muss, damit die Rendite aus diesem Bereich signifikant sinkt. Wir haben aber auch besondere Zeiten. Insofern kann ich meine Bestände zwar langfristig zu guten Konditionen vermietet haben, aber die Gefahr bleibt, dass ein Mieter nachverhandelt. Quasi so wie bei den Schiffsbeteiligungen. Da haben sich auch viele mit Ihrer Langfristcharter auf der sicheren Seite gefühlt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sirius Oktober 15, 2009 · bearbeitet Oktober 15, 2009 von frank05 Insofern kann ich meine Bestände zwar langfristig zu guten Konditionen vermietet haben, aber die Gefahr bleibt, dass ein Mieter nachverhandelt. Quasi so wie bei den Schiffsbeteiligungen. Da haben sich auch viele mit Ihrer Langfristcharter auf der sicheren Seite gefühlt. Zum Vergleich offener Immobilienfonds mit geschlossenen Fonds ein Beispiel bei der Vermietung an Hotels: (...)Anleger offener Immobilienfonds sind jedoch auf der sicheren Seite. Härle: „Die Fondsgesellschaften haben meist Festpachtverträge mit den Betreibern ihrer Hotels geschlossen.“ Hingegen drohen Anteilseignern geschlossener Fonds Verluste. (...) Anleger bei geschlossenen Fonds könnten Probleme bekommen. Hier haben die Initiatoren häufig variable Pachtverträge mit den Betreibern geschlossen. Härle: „Gehen Umsatz oder Gewinn zurück, sinken auch die Einnahmen der Fonds.“ Im besten Fall müssten die Anteilseigner auf Ausschüttungen verzichten. Im schlimmsten Fall müssten sie bereits erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen oder neues Kapital zuschießen. http://www.welt.de/wirtschaft/article3900355/Die-Finanzkrise-schlaegt-bei-deutschen-Hotels-zu.html Und das ist nicht nur im Hotelbereich so. Offene Immobilienfonds schließen überwiegend Festpachtverträge mit festen Mietvertrags-Laufzeiten, da sind Nachverhandlungen während der Laufzeit nicht möglich. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Dagobert Oktober 15, 2009 · bearbeitet Oktober 15, 2009 von Dagobert Insofern kann ich meine Bestände zwar langfristig zu guten Konditionen vermietet haben, aber die Gefahr bleibt, dass ein Mieter nachverhandelt. Quasi so wie bei den Schiffsbeteiligungen. Da haben sich auch viele mit Ihrer Langfristcharter auf der sicheren Seite gefühlt. Zum Vergleich offener Immobilienfonds mit geschlossenen Fonds ein Beispiel bei der Vermietung an Hotels: (...)Anleger offener Immobilienfonds sind jedoch auf der sicheren Seite. Härle: „Die Fondsgesellschaften haben meist Festpachtverträge mit den Betreibern ihrer Hotels geschlossen." Hingegen drohen Anteilseignern geschlossener Fonds Verluste. (...) Anleger bei geschlossenen Fonds könnten Probleme bekommen. Hier haben die Initiatoren häufig variable Pachtverträge mit den Betreibern geschlossen. Härle: „Gehen Umsatz oder Gewinn zurück, sinken auch die Einnahmen der Fonds." Im besten Fall müssten die Anteilseigner auf Ausschüttungen verzichten. Im schlimmsten Fall müssten sie bereits erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen oder neues Kapital zuschießen. http://www.welt.de/w...-Hotels-zu.html Und das ist nicht nur im Hotelbereich so. Offene Immobilienfonds schließen überwiegend Festpachtverträge mit festen Mietvertrags-Laufzeiten, da sind Nachverhandlungen während der Laufzeit nicht möglich. und Du meinst dass solche Verträge nicht nachverhandelt werden können wenn es z.B. dem Pächter nicht mehr so gut geht etc. Akzeptiert es einfach: Das Chance-Risiko-Verhältnis von offenen Immofonds ist aktuell worthless. Warum soll ich ein unkalkulierbares Risiko auf mich nehmen wenn ich die gleiche Rendite risikolos bekomme - Buffet würde Euch den Hintern versohlen wenn Ihr mit so einer Investmentidee ankommen würdet.....oder Euch in cherry cola schmoren lassen Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sirius Oktober 15, 2009 · bearbeitet Oktober 15, 2009 von frank05 und Du meinst dass solche Verträge nicht nachverhandelt werden können wenn es z.B. dem Pächter nicht mehr so gut geht etc. Die meisten Mieter sind Großunternehmen/Konzerne. Schau Dir einmal die Kostenstruktur von Großunternehmen an. Die Bürofläche pro Arbeitsplatz variiert in Paris, London, Frankfurt und Amsterdam zwischen 10 bis 20 Quadratmetern. Die Jahres-Mietkosten pro Arbeitsplatz variieren an diesen Standorten zwischen 4000 bis 10.000 Euro. Vergleiche diese Mietkosten mit den Personalkosten, den anderen Kosten und den Umsätzen pro Mitarbeiter, dann wird klar, dass Nachverhandlungen bei der Miete einen angeschlagenen Konzern kaum retten werden, da das Einsparpotential relativ zu anderen Kosten gering ist. Und die Vermieter wissen das und sind daher auch kaum zu Nachverhandlungen bereit. Aber vielleicht habt ihr ein paar Beispiele in Rechenschaftsberichten gefunden, bei denen bei laufenden Verträgen die Miete reduziert wurde. Es wäre sicher interessant, wenn jemand solche Fälle nennen könnte. Ich habe bisher keinen solchen Fall gefunden. Akzeptiert es einfach: Das Chance-Risiko-Verhältnis von offenen Immofonds ist aktuell worthless. Warum soll ich ein unkalkulierbares Risiko auf mich nehmen wenn ich die gleiche Rendite risikolos bekomme - Buffet würde Euch den Hintern versohlen wenn Ihr mit so einer Investmentidee ankommen würdet.....oder Euch in cherry cola schmoren lassen Ich denke nicht, dass es möglich ist, die Zukunft vorhersehen zu können um die Sicherheit von Geldanlagen ("risikolos") zu prognostizieren. Das konnten und können nicht einmal die großen Ratingagenturen. Genau aus diesem Grund sehe ich offene Immobilienfonds - wie einige andere hier auch - als Teil einer sinnvollen Diversifikation. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Akaman Oktober 15, 2009 Wenn ich als Mieter nachverhandeln will, dann tuhe ich es - egal, ob der Vermieter ein geschlossener oder ein offener Immo-fonds ist. Die Marktverhältnisse sind entscheidend und nicht, was die "Investoren" auf eurer Seite des Marktes erfinden, um euer Geld da hineinzustecken. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Basti Oktober 15, 2009 · bearbeitet Oktober 15, 2009 von Basti die Frage stellt sich doch: welche sinnvolle Alternativen mit ählicher Charakteristik und Kontinuität gibt es? Abgesehen von der eigenen Immo mit den bekannten Vor- und Nachteilen... in diese Assettklasse anders zu investieren ist schwierig... wie erhofft man sich anderweitig Stabilität ins Depot zu bringen (ETF Dachfonds, Mischfonds, Staatsanleihen) ...? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
straßenköter Oktober 15, 2009 die Frage stellt sich doch: welche sinnvolle Alternativen mit ählicher Charakteristik und Kontinuität gibt es? Abgesehen von der eigenen Immo mit den bekannten Vor- und Nachteilen... in diese Assettklasse anders zu investieren ist schwierig... wie erhofft man sich anderweitig Stabilität ins Depot zu bringen (ETF Dachfonds, Mischfonds, Staatsanleihen) ...? Die Antwort ist ganz einfach: Es gibt keine Anlageklasse, die vergleichbar mit offenen immofonds der Vergangenheit ist. Nicht bei diesem Zinsniveau. Will man mehr Rendite als beim Tages- und Festgeld wird man auch höhere Risiken eingehen müssen. Staatsanleihen haben auf diesem Niveau für mich das gleiche schlechte Chance-Risiko-Verhältnis wie Immofonds. Dach-und Mischfonds sind eine komplett andere Risikoklasse. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Basti Oktober 16, 2009 die Risikoklassen sind mir bewußt andernfalls würde das bedeuten, die RK2 ziemlich zu ignorieren - was entweder zu einem zu hohen Aktienanteil oder zu Cashanteil führt... daher bleibe ich in offenen Immo´s investiert - mangels sinnvoller Alternativen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
straßenköter Oktober 16, 2009 die Risikoklassen sind mir bewußt andernfalls würde das bedeuten, die RK2 ziemlich zu ignorieren - was entweder zu einem zu hohen Aktienanteil oder zu Cashanteil führt... daher bleibe ich in offenen Immo´s investiert - mangels sinnvoller Alternativen. Momentan geht die Situation ja fast noch, da man über den Anleihenbereich akzeptable Alternativen hat. Ich gehe davon aus, dass es im Anleihensektor aufgrund von fehlender Anlagealternativen zu Übertreibungen kommen wird. Somit sollten Anleihen (außer Staatsanleihen) die nächsten 12-18 Monate entsprechende Renditen abwerfen. Sportlich wird die Veranstaltung allerdings, sobald die Zentralbanken an der Zinsschraube drehen. Insbesondere wenn das Umfeld langsam inflationär wird. Die Zentralbanken haben sowieso die nächsten Jahre eine Aufgabe zu erbringen, wo sie so oder so nur Kompromisse machen können. Die Versorgung der Wirtschaft mit billigen Geld soll ja nicht nur die Konjunktur ankurbeln. Speziell in den USA geht es doch darum mit dem billigen Geld wieder die Vermögenspreise hochzuhieven bzw. zumindest den Preisverfall zu stoppen, um die Bilanzen der Banken nicht weiter zu gefährden. Somit brauchen wir noch lange das billige Geld. Sollten die Leitzinsen längerfristig auf diesem Niveau verharren, dann kannst Du schon die nächste Krise bei den Lebensversicherern eindosen. Die Lebensversicherer müssen Garantieleistungen von durchschnittlich 3,4% erbringen. Deutsche Staatsanleihen rentieren vor Kosten und Steuern mit etwa 3,5%. Momentan notieren die Staatsanleihen im Bestand deutlich über pari und der laufende Koupon ist ausreichend. Alles was aber neu angelegt werden muss, muss zu den jetzigen Konditionen angelegt werden. Dies ging/geht mit Unternehmensanleihen auch nach halbwegs. Wenn die Spreads zu den Staatsanleihen weiter so zusammenlaufen wie in diesem Jahr, werden die Versicherer gezwungen sein, das Risiko zu erhöhen. Da die stillen Reserven ohnehin durch die Krise der Versicherer zu Jahrtausendbeginn dürftig sind, schlummert hier eine tickende Bombe. Mal davon abzusehen, dass ich nicht wirklich glauben kann, nicht von Subrime betroffen zu sein. Die aufgeweichten Bilanzierungsregeln der Versicherer haben hier Berichtigungen sicher verhindert. Ich habe einen sehr langen Anlagehorizont, so dass ich das Risiko hochschrauben und meinen ohnehin schon hohen Anteil an Schwellenländer- und Rohstoffinvestments ausbauen werde. Beim defensiven Part werde ich mir die ganzen marktneutralen Fonds vornehmen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
harryguenter Oktober 16, 2009 Wenn ich als Mieter nachverhandeln will, dann tuhe ich es - egal, ob der Vermieter ein geschlossener oder ein offener Immo-fonds ist. So einfach dürfte das nicht sein. Mieten von Geschäftsräumen werden gerne langfristig (10 Jahre) verhandelt. Wenn der Vermieter nicht nachverhandeln will (und warum sollte er?) so macht man sich vertragsbrüchig. Ein Kündigen des Mietvertrages vor Ablauf geht i.d.R. auch nicht (Achtung Gewerberecht nicht Privatrecht mit 3 monaten Kündigungsfrist). Mich würde das zumindest sehr wundern. Unsere Firma ist in solcher hinsicht ziemlich ausgefuchst. Trotzdem versuchen wir immer mal wieder Untermieter für Geschäftsräume zu finden oder eine Schwesterfirma unterzubringen, wenn wir eine Filiale aus wirtschaftlichen Gründen vor Ablauf der Mietbindungsfrist schließen wollen. Gäbe es ein Schlupfloch, ich glaube meine Kollegen wüßten es. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Tenzing Norgay Oktober 16, 2009 Die Renditen werden vermutlich im Bestfall bei 3,x% liegen. Aktuell liegen Hausinvest Europa, KANAM und SEB Immoinvest auf 4%-Kurs. Die Alternative Festgeld bringt - jeweils nach Abzug der Steuern - gerade einmal die Hälfte. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag