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Immobilien Fonds

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TerracottaPie
Szenario 1: Der Immobilienfonds hat keine Kündigungsfrist. Geht der Anleger vom "Normalzustand" aus, tut er bis zum 1.2.2009 nichts. Am Stichtag fällt ihm auf, dass der Fonds geschlossen ist und es mindestens weitere wahrscheinlich 9 Monate bleiben wird. Könnten aber auch noch bis zu 21 Monate sein. Alles was er jetzt tun kann ist ungünstig für ihn, Börsenverkauf (-9%, das hebt die +15% die er bis dahin hatte zum großen Teil wieder auf) und auch Aussitzen (muss mit seiner Anschaffung warten, außerdem besteht das Risiko dass der Zirkus noch 21 Monate so weitergeht und anschließend die Anteile noch weniger wert sind weil der Fonds Immobilien verscheuern musste). Der einzige Weg, sich sicher zu sein, am 1.2.2009 das Geld zu haben, ist das Verkaufen am 1.2.2007. Also 2 Jahre vorher, so lange wie der Fonds geschlossen sein darf. Von den 3 Jahren steckt er sein Geld also ohnehin 2 Jahre woanders hin (Festgeld?), da macht das erste Jahr auch nix mehr. Ergo: Um sich sicher sein zu können, gibt es keinen Weg, in einen Immobilienfonds.

 

Szenario 2: Der Immobilienfonds hat eine Kündigungsfrist von 2 Jahren, garantiert dafür aber die Auszahlung. Unser Anleger kündigt am 1.2.2007 und erhält seine Einlage garantiert zum 1.2.2009 zurück.

 

Du erkennst den Unterschied?

 

Ja, ich erkenne den Unterschied.

 

Im ersten Fall verfügt der Anleger über mehr Freiheit. Er kann am 1.2.07 verkaufen, um absolut sicher zu sein, das Geld zwei Jahre später zu haben. Er kann aber auch die Wette darauf eingehen, dass er auch später noch verkaufen kann und die Anteile halten. Das ist also eine Wahl zwischen mehreren Möglichkeiten.

 

Im zweiten Fall muss der Anleger zwei Jahre vorher verkaufen. Sein Investment ist zu keinem Zeitpunkt liquide. Der Anleger hat keine Wahl - und ein weniger attraktives Investment. Denn ein weniger liquides Investment ist immer weniger attraktiv als eines, das die gleiche Rendite bringt, aber illiquide ist.

 

Zu deiner zweiten Bemerkung: Märkte müssen sich nicht auf magische Weise innerhalb von zwei Jahren ändern - sie ändern sich ständig, erst recht über längere Zeiträume. Es gibt natürlich keine Garantie, dass die Situation in zwei Jahren besser ist als heute. Aber auch keinen Grund zur Panik.

 

Eigentlich finde ich es sogar immer lustiger, dass alle Welt meint, die Schutzmechanismen der Immobilienfonds hätten versagt, je länger ich darüber nachdenke. Im Moment werden die viel kritisierten Schutzmechanismen ja einfach nur eingesetzt. Die Schließung ist ein Schutzmechanismus, der im Gesetz vorgesehen ist. Keine Katastrophe. Die Katastrophe wäre, wenn es wegen erzwungenen Verkäufen zu zweistelligen Minusrenditen bei einzelnen Fonds käme. Aber die sind ja nicht mal ansatzweise in Sicht.

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pauku1
· bearbeitet von pauku1
Das führt zur klassischen Situation in der Spieltheorie: Es geht nur dann allen gut, wenn die Mehrheit sich nicht rührt. Die eigene Nase zu retten versuchen kann man zwar durch einen Verkauf (über KAG nach 2 Jahren), aber wenn das viele machen, schadet es allen.

 

Gilt aber auch und sogar fürs Sparbuch. Ein run auf die Banken, und razz-fazz sind die Schalter geschlossen - Regierungsgarantie her oder hin....

 

Wie überall so auch hier: "If panic - panic first !"

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heinketchup
Im ersten Fall verfügt der Anleger über mehr Freiheit. Er kann am 1.2.07 verkaufen, um absolut sicher zu sein, das Geld zwei Jahre später zu haben. Er kann aber auch die Wette darauf eingehen, dass er auch später noch verkaufen kann und die Anteile halten. Das ist also eine Wahl zwischen mehreren Möglichkeiten.

Ja. Eine Möglichkeit fehlt aber: Für die letzten zwei Jahre sein Geld in Immobilien anzulegen, ohne diese Wette einzugehen.

 

Im zweiten Fall muss der Anleger zwei Jahre vorher verkaufen. Sein Investment ist zu keinem Zeitpunkt liquide.

Doch: An der Börse. Diese bestraft nur dann mit Abschlägen, wenn ein hohes Risiko am Horizont sichtbar wird, und dann sieht's im ersten Fall eh schlecht aus.

 

Das heißt: In jedem Fall ist das zweite Szenario dem ersten überlegen.

 

Eigentlich finde ich es sogar immer lustiger, dass alle Welt meint, die Schutzmechanismen der Immobilienfonds hätten versagt, je länger ich darüber nachdenke.

Ich zumindest meine das ja gar nicht. Die Schutzmechanismen funktionieren ja im Moment. Nur schützen sie eben nicht vor dem, was manchmal suggeriert wird. Und wenn die Situation anhält, dann schützen sie auch nicht mehr, sondern haben den Abgang nur um 2 Jahre rausgezögert. Wären sie anders gestaltet, würden sie immer schützen.

 

Im Moment werden die viel kritisierten Schutzmechanismen ja einfach nur eingesetzt. Die Schließung ist ein Schutzmechanismus, der im Gesetz vorgesehen ist. Keine Katastrophe.

Nur für diejenigen, denen Nicht-Verlust und ständige Verfügbarkeit suggeriert wurde. Mit etwas Pech, ist beides nicht erfüllt.

 

 

Gilt aber auch und sogar fürs Sparbuch. Ein run auf die Banken, und razz-fazz sind die Schalter geschlossen - Regierungsgarantie her oder hin....

Ja, so ist das wohl.

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TerracottaPie
Ja. Eine Möglichkeit fehlt aber: Für die letzten zwei Jahre sein Geld in Immobilien anzulegen, ohne diese Wette einzugehen.

 

Ähm, die Möglichkeit hat er aber doch mit einer zweijährigen Kündigungsfrist erst recht nicht. Und an der Börse verkaufen kann er ohne Kündigungsfrist genauso wie mit Frist.

 

Also, ich sehe immer noch nicht, warum das zweite Szenario dem ersten überlegen sein soll.

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heinketchup
Ähm, die Möglichkeit hat er aber doch mit einer zweijährigen Kündigungsfrist erst recht nicht.

Doch: Indem er rechtzeitig kündigt.

 

Und an der Börse verkaufen kann er ohne Kündigungsfrist genauso wie mit Frist.

Im Zweifelsfall ist er ohne Fristen aber gezwungen, über die Börse zu verkaufen, und muss dabei gezwungenermaßen hohe Abschläge in Kauf nehmen. Selbst dann, wenn er schon vorher genau wusste, dass er zu dem Zeitpunkt verkaufen wollte. Er bezahlt also für eine "Flexibilität" (mit dem Risiko dieses Abschlags), die er gar nicht wollte.

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TerracottaPie
Doch: Indem er rechtzeitig kündigt.

 

Stimmt. Hast gewonnen.

 

Ich bestehe aber darauf, dass die jetzigen Regeln auch gewichtige Vorteile haben. ;)

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Longshort

« Anlegern eingefrorener Fonds drohen hohe Verluste

 

Frankfurt/Main - Anleger eingefrorener offener Immobilienfonds müssen mit Kursverlusten rechnen. Die Gesellschaften sehen sich gezwungen, Immobilien unter Buchwert verkaufen, um an Liquidität zu gelangen. Dies hat die WELT aus Kreisen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erfahren. Verkäufe unter den Verkehrswerten würden dazu führen, dass die Anteilsscheine in entsprechendem Umgang an Wert verlieren. Eine Sprecherin der BaFin in Bonn bestätigte, die Behörde prüfe gegenwärtig, wie die Vorgaben des Investmentgesetzes bei einer länger als drei Monate währenden Sperrung eines Fonds umzusetzen sind. Im Regelwerk heißt es nur vage, die Fonds müssten nach dieser Frist Immobilien "zu angemessenen Bedingungen" veräußern. Elf Fonds waren im Oktober nach hohen Mittelabflüssen mangels Liquidität eingefroren worden. Allein die Degi will heute ihren International-Fonds wieder öffnen.

 

Wegen der Immobilienkrise sei es nicht möglich, Objekte zum Buchwert zu veräußern, bestätigte jüngst Walter Klug, Manager des eingefrorenen P2 Value-Fonds von Morgan Stanley: "Aktuell sind keine fairen Veräußerungserlöse erzielbar." Verkäufe unter Buchwert könnten Anleger zur Flucht aus den 16 noch geöffneten Publikumsfonds treiben - und so zu deren Sperrung führen, meint Arno Gottschalk, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bremen. "Sparer sollten deshalb sicherheitshalber aus den noch nicht eingefrorenen Fonds aussteigen." Sollten die Fonds aus ihrem 84 Mrd. Euro schweren Gesamtportfolio Notverkäufe im großen Stil tätigen, würde dies die Preise am europäischen Immobilienmarkt unter Druck bringen, sagt Claus Thomas, Geschäftsführer Deutschland bei LaSalle Investment. "In Großbritannien fielen die Preise 2008 um bis zu 40 Prozent, weil die dortigen Fonds Objekte schnell abstoßen mussten." rhai »

 

welt.de

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H.B.

Und nun schließt sie sich also doch, die Divergenz zwischen den Immobilien-Aktien und den Fonds.

Putzig ist allerdings, dass sich im Sommer börsennotierte Immobilienunternehmen die Objekte zu Ausverkaufspreisen unter den Nagel reissen können.

Deren Kurse haben ihren Boden offenbar gefunden. Notverkäufe der Fonds würden gut in das charttechnische Bild passen.

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TerracottaPie

Hmpf, ich habe die entsprechenden Paragraphen immer so interpretiert, dass "angemessene Bedingungen" bedeutet, ein Verkauf unter Buchwert sei nicht zulässig.

 

§ 81 Aussetzung der Rücknahme

 

Verlangt der Anleger, dass ihm gegen Rückgabe des Anteils sein Anteil am Immobilien-Sondervermögen ausgezahlt wird, so kann die Kapitalanlagegesellschaft die Rückzahlung bis zum Ablauf einer in den Vertragsbedingungen festzusetzenden Frist verweigern, wenn die Bankguthaben und der Erlös der nach § 80 Abs. 1 angelegten Mittel zur Zahlung des Rücknahmepreises und zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen laufenden Bewirtschaftung nicht ausreichen oder nicht sogleich zur Verfügung stehen. Reichen nach Ablauf dieser Frist die nach § 80 Abs. 1 angelegten Mittel nicht aus, so sind Vermögensgegenstände des Sondervermögens zu veräußern. Bis zur Veräußerung dieser Vermögensgegenstände zu angemessenen Bedingungen, längstens jedoch ein Jahr nach Vorlage des Anteils zur Rücknahme, kann die Kapitalanlagegesellschaft die Rücknahme verweigern. Die Jahresfrist kann durch die Vertragsbedingungen auf zwei Jahre verlängert werden. Nach Ablauf dieser Frist darf die Kapitalanlagegesellschaft Vermögensgegenstände des Sondervermögens beleihen, wenn das erforderlich ist, um Mittel zur Rücknahme der Anteile zu beschaffen. Sie ist verpflichtet, diese Belastungen durch Veräußerung von Vermögensgegenständen des Sondervermögens oder in sonstiger Weise abzulösen, sobald dies zu angemessenen Bedingungen möglich ist. Belastungen und ihre Ablösung sind der Bundesanstalt unverzüglich anzuzeigen.

 

§ 82 Veräußerung und Belastung von Grundstückswerten

 

(1) Die Veräußerung von Vermögensgegenständen nach § 67 Abs. 1 und 2 und § 68 Abs. 1, die zu einem Sondervermögen gehören, ist vorbehaltlich des § 81 nur zulässig, wenn dies in den Vertragsbedingungen vorgesehen ist und die Gegenleistung den vom Sachverständigenausschuss ermittelten Wert nicht unterschreitet. Werden durch ein einheitliches Rechtsgeschäft zwei oder mehr der in Satz 1 genannten Vermögensgegenstände an denselben Erwerber veräußert, so ist hierbei auf die insgesamt vereinbarte Gegenleistung abzustellen. In den Fällen des Satzes 2 darf die Gegenleistung die Summe der Wertansätze für die veräußerten Vermögensgegenstände um nicht mehr als 5 Prozent unterschreiten, wenn dies den Interessen der Anleger nicht zuwiderläuft.

 

Quelle: http://www.buzer.de/gesetz/6331/a87919.htm

 

Bedeutet "vorbehaltlich des § 81" jetzt, dass die Regelung in § 82 nur gilt, wenn keine Aussetzung der Rücknahme vorliegt? Und "angemessene Bedingungen" kann dann die BaFin festlegen?

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Torman
Bedeutet "vorbehaltlich des § 81" jetzt, dass die Regelung in § 82 nur gilt, wenn keine Aussetzung der Rücknahme vorliegt? Und "angemessene Bedingungen" kann dann die BaFin festlegen?

Ja, so würde ich es interpretieren.

 

Eine andere Variante wäre ein neues Wertgutachten mit einem geringeren Wert, zu dem dann ein Verkauf möglich ist. Es gibt schließlich bei jedem Bewertungsverfahren genug Stellschrauben.

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skeletor

KanAm hat seit Januar ein Informations-pdf gestartet.

 

fondsnews _ 01/2009

 

skeletor

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leinad
02. Februar 2009, 10:12 Uhr

STÄDTE-RANKING

 

Deutscher Immobilienmarkt profitiert von der Wirtschaftskrise

Die Rezession hat den europäischen Immobilienmarkt durcheinander gewirbelt. Moskau stürzt von Platz eins der aussichtsreichen Städte auf Rang sechs ab. Deutschland profitiert dagegen: München und Hamburg stehen nun an der Spitze der europaweiten Liste.

 

Frankfurt am Main - Immobilieninvestoren würden am ehesten in München und Hamburg Wohnungen, Häuser oder Gewerbeflächen kaufen. Moskau dagegen ist in der Gunst der Investoren deutlich gesunken. Dies sind zwei Ergebnisse einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) und des Urban Land Institute (ULI). Die Institute befragen jedes Jahr rund 500 Immobilieninvestoren aus aller Welt, an welchen europäischen Standorten sie am ehesten ihr Geld anlegen würden.

 

Insgesamt haben es vier deutsche Metropolen unter die besten zehn geschafft: Neben München und Hamburg noch Berlin und Frankfurt am Main auf den Plätzen neun und zehn. "Der deutsche Immobilienmarkt gewinnt in der Krise an Attraktivität. Bei akzeptablen Renditen sind die Risiken hierzulande deutlich niedriger als in den Boomregionen früherer Jahre", erklärt Helmut Trappmann, Leiter des PwC-Bereiches Real Estate.

 

Während Berlin seinen neunten Platz im Ranking halten konnte, rutschte Frankfurt am Main vom siebten auf den zehnten Platz ab. "Die Bankenmetropole bekommt die Finanzkrise zweifellos zu spüren. Nach Einschätzung der Experten ist insbesondere der Markt für Büroimmobilien gesättigt", sagte Trappmann.

 

Im Vergleich zum Vorjahr kräftig nach oben geklettert sind auch Zürich und London: Der Schweizer Finanzplatz schaffte es von Platz 17 im vergangenen Jahr auf Rang vier. London liegt nun direkt dahinter auf Platz fünf (2008: Platz 15).

 

Am schlimmsten hat es Moskau erwischt. Im vergangenen Jahr rangierte die russische Hauptstadt noch an der Spitze, jetzt rutschte sie auf Platz sechs ab. Zudem seien die Investitionsrisiken in Moskau am höchsten.

 

Immobilien werden in vielen Städten billiger

 

Insgesamt erwartet die Immobilienbranche vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschaftskrise ein schwieriges Jahr. Vor allem leidet sie unter Geldnot, es wird weniger Investitionen geben: "Der europäische Immobilienmarkt steht von mehreren Seiten unter Druck. Da Banken kaum noch größere Kredite vergeben und Investoren vor Neuengagements zurückschrecken, steht zu wenig Kapital für neue Projekte zur Verfügung", sagte Trappmann.

 

Doch die Krise hat auch ihr Gutes: Weniger Investitionen bedeuten weniger Nachfrage. In der Folge sinken in vielen Städten die Preise für Häuser, Wohnungen und Gewerbeflächen.

 

 

cwi

 

 

 

URL:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,604524,00.html

 

Die Top-Ten der Europäischen Metropolen

Platz Stadt Bewertung Platz im Vorjahr

1 München 5,51 4

2 Hamburg 5,41 3

3 Istanbul 5,38 2

4 Zürich 5,17 17

5 London 5,13 15

6 Moskau 5,02 1

7 Helsinki 4,98 10

8 Paris 4,98 5

9 Berlin 4,93 9

10 Frankfurt 4,93 7

Die Bewertung bezieht sich auf die erwartete Rendite der Immobilieninvestition auf einer Skala von 1 (katastrophal) bis 9(hervorragend). Quelle: PricewaterhouseCoopers.

 

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,604524,00.html

 

Gruss

leinad

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Fleisch
Härtetest für die Wiederöffnung

 

01. Februar 2009 Seit Anfang Dezember hat sich die Krise der offenen Immobilienfonds spürbar entspannt. Anbieter, die ihre Fonds nicht schließen mussten, verzeichneten seither sogar wieder Zuflüsse an neuem Anlegergeld. Das Abflauen der Krise wird in den kommenden Tagen jedoch einem ersten Härtetest unterzogen. Mit großem Interesse und auch einem leichten Anflug von Nervosität schaut die Branche auf die beiden Immobilienfonds Degi International und Catella Focus Nordic Cities, die nach ihrer vorübergehenden Schließung Ende Oktober in dieser Woche die Auszahlung rückzugswilliger Anleger wiederaufgenommen haben.

 

 

FAZ.net

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Polarstern
· bearbeitet von Polarstern

Angsichts der Lage bei den Immobilienfonds bin ich auf eine etwas verrückte Idee gekommen.

Meine Immobilienfondanteile haben momentan etwas ca. 3,5% (Börsengehandelt) bei dem CS EUROREAL an Wert verlohren.

Eigentlich wollte ich langfristig anlegen (denn ich will einen Immobilienanteil in meinem Depot), ich bin aber mit den Schwankungen nicht so glücklich.

Was haltet Ihr davon das Geld in meine Genossenschaft bei der ich auch wohne statt in dem Immofond anzulegen?

Die Genossenschaft hat einen guten, solieden Ruf, wirft 4%/Jahr an die `Genossen`ab, die Lage der Immobilien ist allerdings

meines erachtens eher durchschnittlich.

 

Freue mich über Anregungen.

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Grumel

Eine Anlage wird nicht sicherer weil man die Preisschwankung mangels Liquidität nicht sieht.

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leinad
Angsichts der Lage bei den Immobilienfonds bin ich auf eine etwas verrückte Idee gekommen.

Meine Immobilienfondanteile haben momentan etwas ca. 3,5% (Börsengehandelt) bei dem CS EUROREAL an Wert verlohren.

Eigentlich wollte ich langfristig anlegen (denn ich will einen Immobilienanteil in meinem Depot), ich bin aber mit den Schwankungen nicht so glücklich.

Was haltet Ihr davon das Geld in meine Genossenschaft bei der ich auch wohne statt in dem Immofond anzulegen?

Die Genossenschaft hat einen guten, solieden Ruf, wirft 4%/Jahr an die `Genossen`ab, die Lage der Immobilien ist allerdings

meines erachtens eher durchschnittlich.

 

Freue mich über Anregungen.

Das wirste aber zu 100% versteuern müssen Genosse !

 

Genosse

leinad

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billy-the-kid

Ich setze auf Grumels Kommentar noch einen drauf:

 

moderate Schwankungen des Wwertes von Investmentanteilen an einer Börse sind Kennzeichen von Solidität, da Angebot und Nachfrage zwar vorhanden, aber eben nicht statisch sind. Vermeintliche "totsichere" Investments, die wie an einer Linie gezogen immer nur zulegen, sind oft nur zu schön, um wahr zu sein. Beispiele: Madoff, Phoenix managed accounts, Zertifikate auf Hedgefonds von Florian Homm, ...

 

Also sei froh über die (moderaten) Schwankungen, sie sind ein Zeichen, dass die dahinterstehenden Werte real sind.

 

Was nicht heißen soll, dass eine Genossenschaft nicht auch solide sein kann, das ist ja ein ganz anderes Kapitel.

 

Grüße, billy-the-kid

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Polarstern
· bearbeitet von Polarstern

Grummel:

Sicher habt Ihr recht, auch Genossenschaften können zahlungsunfähig werden.

Eine gewisse Liquidität ist allerding dadürch gesichert, das jeder Mieter Genossenschaftsanteile besitzt (solange die Mietquote stimmt ist die volle Rückzahlung der Anteile denke ich recht sicher). Ein Vorteil der Anlage wäre sicher das ich eher einen Überblick habe in welchem Zustand die Immobilien sind usw. da ich darüber über die Genossenschaftzeitung sowieso informiert werde.

 

Genosse Leinad:

ja mit deiner Anmerkung hast Du recht

 

the-kid

Ich denke Du hast mir die Komplexität der Materie bewust gemacht. Ich neige doch manchmal dazu merkwürdige Gedankengänge zu haben und mich für die Meinung des Investes zu interessieren ohne mich vollständig in die Materie einzuarbeiten sorry das mein Beitrag etwas zu unüberlegt war :- und danke für Deine Ausführungen

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saibottina

Was genau ist denn so eine Genossenschaft? Ein Immo-Fonds im Kleinen, also eine Vereinigung von Leuten, die eine oder mehrere Immobilien kaufen und die dann vermieten und verwalten?

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Polarstern

Ich denke der Unterschied liegt im eigentlichen Ziel Immofonds wollen Erträge erwirtschaen.

Genossenschaften haben ja auch noch das Ziel bezahlbaren Wohnraum für Ihre Mitglieder zu stellen.

Den Fond kann man anteilig kaufen ohne Mitspracherecht über die Anlagestrategie. Genossen sind Mitspacheberechtigt.

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Stephan09

Ein Freund von mir ist in einer von den Hamburgern (die da wohl groß sein sollen) kriegt jedes Jahr sehr transparante Jahresberichte (aber auch dick) und als er mal ein Problem hatte (wegen Renovierung zum Eniergieausweis, was Versammlung beschlossen hatte) wurde er innerhalb kürzerster Zeit zur Entscheidungsebene vorgelassen und konnte sich mit der Verwalung gütlich einigen.

@: saibottina: das ist nicht dein Ernst, dass die mit dem Begriff Genossenschaft nichts anfangen kannst.

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saibottina

:-) Doch, das war immer so ein Begriff, den ich für mich selbst definiert habe als Genossenschaft = irgendein Zusammenschluß von Leuten zu irgendeinem Zweck. Bei ner Genossenschaftsbank dachte ich mir, "was die Aktionäre bei der DB beispielsweise, sind halt die Genossenschaftler (wie auch immer die heißen) bei der Genossenschaftsbank". Warum sich die SPDler als Genossen und Genossinnen bezeichnen, die CDUler aber nicht, war mir auch unklar, dachte mir: hat wohl irgendwelche ideologischen Gründe, war mir aber immer recht wurscht. Dass es jetzt auch Genossenschaften gibt, die etwas mit Immobilien zu tun haben, find ich schon interessanter, war mir aber neu. Letztlich war mir immer klar, dass ne Genossenschaft irgendein Zusammenschluß ist, aber die Definition, die gesetzlichen Regelungen oder Ideologien kenne ich nicht.

Aber ein Unterschied zur AG fällt mir noch auf: Während man ja auch Aktionär sein kann, ohne mit dem Geschäftszweck irgendwas zu tun zu haben, ist man als Genossenschaftler auch am Geschäftszweck beteiligt (hat ein Konto bei de Bank, wohnt zur Miete in den Immobilien). Unsinn oder richtig?

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leinad

Ich bin auch Mitglied in einer Genossenschaft.

Die nennt sich "Mieter und Bauverein".

Wenn ich eine Wohnung bräuchte kann ich da mitlosen und mit Glück bekomme ich den Zuschlag zu der Wohnung.

Bin schon über 2 jahrzehte Mitglied und bekomme daher mehrere Lose, wenn ich will.

Am Grundkapital bin ich durch eine Summe beteiligt, die jedes Mitglied bei Eintritt zahlen muß.

Jährlich gibts da dann auch einen Rechenschaftsbericht zugeschickt.

Geld anlegen kann man bei denen auch und das wird als recht ordentlich verzinst.

Wir haben aber eine Wohnung, wo anders, aber warum sollte ich austreten, man weiß ja nie was kommt........

 

Die größte ImmobilienGenossenschaft die mir noch einfällt ist vor über 10 oder gar 20 Jahren wegen Misswirtschaft pleite gegangen.

Das war die gewerkschaftsnahe "Neue Heimat", war glaube ich auch viel Korruption damals im Spiel.

 

Gruss

leinad

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skeletor

Sauren Investment

"Offene Immobilienfonds - Aktuelle Entwicklungen"

 

Praesentation_Offene_Immobilienfonds_2009_01.pdf

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Padua
10.02.2009 14:02 BVI: Offene Immobilienfonds verzeichnen Mittelzufluss

Frankfurt (fondsweb) -Die Offenen Immobilienfonds haben im Dezember einen Netto-Mittelzufluss von 0,9 Milliarden Euro verzeichnet. Ein gutes Drittel der Neuanlage sei auf die Offenen Immobilienfonds, deren Anteilrücknahme seit Ende Oktober ausgesetzt ist, teilte Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI) bei seiner Jahrespressekonferenz mit. Wegen der geballten Rückflüsse hätten elf Offene Immobilienfonds die Rücknahme von Anteilen zum Schutz der verbleibenden Anleger befristet aussetzen müssen. Die Anleger hatten laut BVI allein im Oktober 5,1 Milliarden Euro aus den Offenen Immobilienfonds abgezogen. Insbesondere größere Anleger und Vermögensverwalter hätten die Rückgabemöglichkeit genutzt, um sich Liquidität zu beschaffen.

 

Quelle: fondsweb.de

 

 

Gruß Padua

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