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Immobilien Fonds

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jörg83

Eine Frage an einen Immo-Steuerexperten:

 

Was ändert sich genau bei der steuerlichen Behandlung von Immo-Fonds ab 2009? Ich habe gefunden: Bei einem Kauf vor 2009 sind die erzielten Veräußerungsgewinne beim Verkauf der Anteile weiterhin steuerfrei. Aber was sind diese "erzielten Veräußerungsgewinne"? Wie hoch ist mein finanzieller Gesamtnachteil, wenn ich statt dieses, erst nächstes Jahr investiere?

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wolf1a

Hallo Delphin,

 

ichb glaube so weit sind wir nicht auseinander:

Natürlich können auch Sachwerte im Preis fallen. Das hatte ich ja geschrieben.

Aber selbst wenn Immobilienfonds (Sachwerte) an Wert verlieren, kann mir das doch egal sein, wenn ich mir für die Immobilien noch das gleiche kaufen kann. Hängt natürlich von der Art der Krise ab.

Kannst du bitte noch mal genauer erläutern, warum Du o. Immobilienfonds zur Diversifizierung

ablehnst und in welche Asset-Klassen du derzeit diverzifizierst ?

Vielen Dank

wolf1a

 

Und bei Sachwerten ist das ausgeschlossen?? Da leb ich leider in einer anderen Welt.

 

 

Geldmenge ist nicht gleich Inflation. Mich interessiert v.a. wieviel ich mir davon kaufen kann, wenn es darum geht, den Wert von geld zu beurteilen.

 

 

In dem Punkt muss ich dir recht geben. Aber eine Aufteilung über mehrere Assetklassen halt ich eben immer für sinnvoll. Immobilienfonds spielen für mich eher ein untergeordnete Rolle, weil sie ja eben gerade nicht die Marktschwankungen der Immobilienpreise wiedergeben.

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epsilon
· bearbeitet von epsilon

Das Problem der offenen Immos ist nicht so sehr "fundamentalwirtschaftlich" begründet. Ganz im Gegenteil: Das Grundkonzept ist brilliant und bietet fast nur Vorteile (Stichworte: Sicherheit, Steuervorteile, Sachwertanlage, Liquidität, relative Krisenfestigkeit ....)

Auch haben die Fonds mMn kein großes "Bewertungsproblem", bzw. wird dieses in der Diskussion stark überschätzt (Stichwort: Ertragswertverfahren)

 

Nein, das eigentliche Problem ist, daß diese Fonds einen bösen "systemischen" Konstruktionsfehler eingebaut haben: Nämlich die Gefahr einer "Kernschmelze" durch die Kettenreaktion aus Mittelabflüssen und drohenden Zwangsliquidierungen.

Leider scheint dies der Preis für den Fristentransformations-Spagat "Immobilien = Langfristige Anlage" -> "tägliche Verfügbarkeit" zu sein.

(Auch der "Hype Real Estate" ist eben dieser Spagat zum Verhängnis geworden)

 

Natürlich fällt dieses Systemrisiko in "normalen" Zeiten niemandem auf, genauso wie sich normalerweise niemand vor einem Bank-Run fürchtet.

Das Problem ist aber, daß die Wahrscheinlichkeit einer größeren Finanzkrise nahzu gegen 1 geht, wenn man einen sehr langfristigen Betrachtungszeitraum von 20+ Jahren zugrundelegt.

D.h. als Langfristanleger, z.B. für die Altersvorsorge muß man fast sicher einmal mit einer solchen wirklich schlimmen Krise rechnen.

Und auf eine solche Flächenkrise (eben etwas anderes als "gewöhnliche" Krisen wie 2005/2006 als erstens nur ein kleinerer Teil der Fonds betroffen und zweitens das Umfeld gesund war) sind die offenen Immofonds, wie wir jetzt sehen, nur völlig ungenügend vorbereitet.

 

Das einzige Mittel, welches den Fonds gegen die Gefahr der "Kernschmelze" zur Verfügung steht ist die "Notabschaltung" (=Stopp der Anteilsrücknahme). Ob es damit aber wirklich gelingt, den Schaden für die Anleger zu begrenzen, ist in dieser Art von Krise, wie wir sie momentan erleben aber sehr fraglich.

Das Geld ist jedenfalls erst mal eingefroren, und im Grunde ist es völlig offen, wieviel man davon wiedersieht. Es ist alles möglich von +4%

(wenn die Krise bald vorbei ist) bis zu -xx%, sollte es tatsächlich zu Zwangsverkäufen oder gar Fondsauflöungen, Pleite der KAG etc. kommen.

Anders als bei Banken gibt es nicht mal einen Einlagensicherungsfonds, keine Staatsgarantie ...

Zudem verliert man den Vorteil der Liquidität ausgerechnet dann, wenn er in Krisenzeiten besonders wertvoll wäre ....

Nach dem Motto: "Sicher ist, dass man sicher nicht raus kommt, wenn es unsicher wird"

 

Fazit Offene Immofonds: Von der Grundidee her sehr gut, aber leider wegen technischer Systemfehler zur Langfristanlage unbrauchbar.

:(

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jogo08

Ich lese immer nur von den geschlossenen Fonds und dem Problem bei der Wiederöffnung, es gibt aber nach wie vor auch noch offene Fonds, bei denen das Tagesgeschäft mehr oder weniger normal weiter läuft. Was unterscheidet diese Fonds von den geschlossenen, ausser der derzeitigen Schließung?

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harryguenter
· bearbeitet von harryguenter
Leider scheint dies der Preis für den Fristentransformations-Spagat "Immobilien = Langfristige Anlage" -> "tägliche Verfügbarkeit" zu sein.

Bis hierhin stimme ich Dir ja noch zu. Sicher ist dieser Fristenunterschied ein großes Problem, weshalb ja auch viele Fonds eine recht hohe Liquiditätsquote fahren.

Verstärkt wurde das aber durch den (auch in der Werbung zu findenden) Mißbrauch der FOnds als Tagesgeldersatz.

 

Natürlich fällt dieses Systemrisiko in "normalen" Zeiten niemandem auf, genauso wie sich normalerweise niemand vor einem Bank-Run fürchtet.

Wir sollten uns aber darüber im klaren sein, dass man im Falle eines Bankenruns genauso schnell feststellen würde, dass die Banken die Spareinlagen ohne Laufzeit nicht einfach aus dem Tresor hochholen, sondern unser Geld längerfristig ausgeliehen haben. Da ist's dann mit der täglichen Verfügbarkeit des Tagesgeld auch schnell vorbei.

 

Das Problem ist aber, daß die Wahrscheinlichkeit einer größeren Finanzkrise nahzu gegen 1 geht, wenn man einen sehr langfristigen Betrachtungszeitraum von 20+ Jahren zugrundelegt.

Sowie eine überfällige Geldentwertung / Hyperinflation, neues Geld usw. - speziell wenn ich mir unsere Politiker anschaue wie die mit nichtexistenten hunderten Milliarden umsich schmeissen.

 

D.h. als Langfristanleger, z.B. für die Altersvorsorge muß man fast sicher einmal mit einer solchen wirklich schlimmen Krise rechnen.

Also Hyperinflation läßt Sparguthaben hinfällig werden, Wirtschaftskrisen Aktien und Immobilienpreise. Also was tun?

Ich nehme dann doch lieber die verbrieften Sachwerte mit ins Depot - will sagen: ich ändere meine Quote der Assetaufteilungen derzeit nicht -

 

Das Geld ist jedenfalls erst mal eingefroren, und im Grunde ist es völlig offen, wieviel man davon wiedersieht.

Das Risiko geht im Prinzip auch jeder ein, der sein Geld für ein paar Jahre anlegt.

 

...sollte es tatsächlich zu Zwangsverkäufen oder gar Fondsauflöungen, Pleite der KAG etc. kommen.

Anders als bei Banken gibt es nicht mal einen Einlagensicherungsfonds, keine Staatsgarantie ...

Notverkäufen vom Immobilien mag ja sein. Fondsauflösungen erst, wenn das Volumen zu klein ist. Und die Pleite einer KAG hat in meinen Augen keinen direkten Zusammenhang mit der Immobilienkrise.

 

Fazit Offene Immofonds: Von der Grundidee her sehr gut, aber leider wegen technischer Systemfehler zur Langfristanlage unbrauchbar.

Sehe ich eher genau andersherum. Diese Fonds sind gerade für die Langfristanlage geeignet, um die von Dir eingangs erwähnte Fristenunterschiede anzugleichen.

Vielleicht sollte man den Verkauf von Fondsanteilen mit Mindestlaufzeiten versehen (sozusagen "halboffene" Immofonds) damit die ganzen Kurzfristanleger aussen vor bleiben.

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H.B.
Das Problem ist aber, daß die Wahrscheinlichkeit einer größeren Finanzkrise nahzu gegen 1 geht, wenn man einen sehr langfristigen Betrachtungszeitraum von 20+ Jahren zugrundelegt.

D.h. als Langfristanleger, z.B. für die Altersvorsorge muß man fast sicher einmal mit einer solchen wirklich schlimmen Krise rechnen.

 

Fazit Offene Immofonds: Von der Grundidee her sehr gut, aber leider wegen technischer Systemfehler zur Langfristanlage unbrauchbar.

:(

 

Versuch da mal einem Menschen mit standarddeutschem Bildungsniveau klarzumachen.

Meine These: Wenn nur 20% der Anlageberater nur 20% dieses Basiswissen besitzen würden, würden wir hier nicht immer ständig um dieses Thema umher diskutieren.

Dein Beitrag gehört IMHO in die "HallOfFame" dieses Threads und eigentlich sollte jeder Anleger gezwungen werden, mindestens Jährlich zu unterschreiben, dass er sich dieser Risiken bewußt ist.

 

Ich glaube, du bist einer der wenigen hier im Forum, die sich das Asymmetrie das Chance-Risiko-Profil dieser Produkte wirklich angeschaut haben

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jörg83

Eine Frage an einen Immo-Steuerexperten:

 

Was ändert sich genau bei der steuerlichen Behandlung von Immo-Fonds ab 2009? Ich habe gefunden: Bei einem Kauf vor 2009 sind die erzielten Veräußerungsgewinne beim Verkauf der Anteile weiterhin steuerfrei. Aber was sind diese "erzielten Veräußerungsgewinne"? Wie hoch ist mein finanzieller Gesamtnachteil, wenn ich statt dieses, erst nächstes Jahr investiere?

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Denker77
· bearbeitet von Denker77

Ich hatte diese Frage auch schonmal gestellt und das war die Antwort:

 

Onvista

Schau dir einfach mal einen "Kurschart" (auch: "Preischart") eines Immofonds an.

Dieser zeigt dir die reine Kursentwicklung, also ohne Ausschüttungen. Und nur für Kursgewinne gilt ja die Abgeltungssteuer.

 

Bsp. hatte der SEB Immoinvest über 10 Jahre einen Kursgewinn von ca. 6%.

 

 

--------

 

Kursgewinn kann wohl auch mehr sein.

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jörg83

Danke, ich habe das grade mal gemacht: Beispielsweise hat der Haus Invest Global seit seiner Auflegung (März 2004) von den 23% seiner Wertentwicklung nur 10% durch Ausschüttungen erreicht. Das bedeutet, dass zukünftig der größere Teil (hier: 13%) der Abgeltungssteuer als reiner Kursgewinn unterliegt. Und ist es nicht so, dass auch die Ausschüttungen von Immo-Fonds bisher nur zur Hälfte versteuert wurden - und zukünftig zu 100%? Dann ergäbe sich ja doch ein erheblicher Vorteil, für Käufer von Immo-Fonds in 2008.

Bisher habe ich überlegt aufgrund der Immo-Fonds-Krise eventl.- erst in ca. einem Jahr zu kaufen... Scheint mir jetzt aber ein nicht rentabler Gedanke zu sein...

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Longshort
Bisher habe ich überlegt aufgrund der Immo-Fonds-Krise eventl.- erst in ca. einem Jahr zu kaufen... Scheint mir jetzt aber ein nicht rentabler Gedanke zu sein...

 

Niemals den Kauf von Wertpapieren von steuerlichen Erwägungen abhängig machen, wenn man vom Papier nicht restlos überzeugt ist!

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herr_welker
· bearbeitet von herr_welker
Bisher habe ich überlegt aufgrund der Immo-Fonds-Krise eventl.- erst in ca. einem Jahr zu kaufen... Scheint mir jetzt aber ein nicht rentabler Gedanke zu sein...

 

Bedenke auch, das wenn du welche kaufst du über die Börse zurzeit günstiger kaufen kannst, als über die KAG. (u.U. winkt ein Renditevorteil, wenn es nicht abwärts geht).

 

Auch ist es möglicherweiße sinnvoll von den ganz große Gesellschaften zu kaufen. (z.B. Deka).

Diese sind nämlich nicht geschlossen. (auch in der letzten Krise nicht).

 

Ich denke die große Gefahr ist, das in offenen Immobilien Fonds viele Leute viel Geld haben, weil man davon ausgeht, dass so ein Fonds keine Verluste einfährt.

Anders wie in Aktienfonds. Den dort rechnet eigendlich jeder mit zeitweisen Verlusten.

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jogo08
seit seiner Auflegung (März 2004) von den 23% seiner Wertentwicklung nur 10% durch Ausschüttungen erreicht. Das bedeutet, dass zukünftig der größere Teil (hier: 13%) der Abgeltungssteuer als reiner Kursgewinn unterliegt.
Der Hausinvest Global ist in deinem Vergleich jetzt unglücklich gewählt, da er im Januar ausschüttet und dann der Kurs logischerweise wieder nach unten geht, was die Quote des Kursgewinns dann wieder nach unten treibt. Aber grundsätzlich ist der reine Kursgewinn die Differenz zwischen Kauf und Verkaufskurs (Stückzinsen und Ausschüttung aussen vor gelassen) und der muss dann eben versteuert werden. Das Ausschüttungen von Immofonds nur zur Hälfte zu versteuern waren, wäre mir neu. Du vergisst bei deiner Berechnung auch, das ein Teil der Ausschüttungen schon steuerfrei ist, beim Hausinvest Global waren das letzte Mal ca. 41% der Ausschüttung steuerfrei.

 

Was gegen Immofonds sprechen könnte, ist die momentane Unsicherheit, die ist aber auch am Aktienmarkt, wer sagt denn, dass es in den nächsten Jahren wieder bergauf geht? Eine 10-jährige Seitwärtsbewegung ist genauso möglich.

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Liechtenstein

Hallo zusammen,

ich möchte 4-6 Tausend Euro noch dieses Jahr in einen Immo-Fonds anlegen - möglichst einer, der von der derzeitigen Immo-Fonds-Krise wenig betroffen ist und in der Zukunft eine gute Rendite zu versprechen scheint. Derzeit überlege ich zwischen dem Hausinvest Global (254473) und dem Grundbesitz Global RC (980705). Welchen würdet ihr mir empfehlen?

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herr_welker
Hallo zusammen,

ich möchte 4-6 Tausend Euro noch dieses Jahr in einen Immo-Fonds anlegen - möglichst einer, der von der derzeitigen Immo-Fonds-Krise wenig betroffen ist und in der Zukunft eine gute Rendite zu versprechen scheint. Derzeit überlege ich zwischen dem Hausinvest Global (254473) und dem Grundbesitz Global RC (980705). Welchen würdet ihr mir empfehlen?

 

Setz nicht nur auf einen Immo Fonds. Sondern streu dein Geld auf mehrere auf!

 

Am besten auch noch so das in verschiedenen Ländern investiert wird.

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skeletor
· bearbeitet von skeletor
Hallo zusammen,

ich möchte 4-6 Tausend Euro noch dieses Jahr in einen Immo-Fonds anlegen - möglichst einer, der von der derzeitigen Immo-Fonds-Krise wenig betroffen ist und in der Zukunft eine gute Rendite zu versprechen scheint. Derzeit überlege ich zwischen dem Hausinvest Global (254473) und dem Grundbesitz Global RC (980705). Welchen würdet ihr mir empfehlen?

 

Beide Fonds sind TOP. Ich persönlich rate mehr zum hausInvest global, einfach das Gesamtkonzept aus allem ist beim hausInvest (beiden Immos von hausInvest) besser.

 

Niemals den Kauf von Wertpapieren von steuerlichen Erwägungen abhängig machen, wenn man vom Papier nicht restlos überzeugt ist!

Ganz genau, das wichtigste ist die Anlage an sich, dann kommt die Steuerseite. Ohne gewinne keine Steuern. :)

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Sven82
Setz nicht nur auf einen Immo Fonds. Sondern streu dein Geld auf mehrere auf!

 

AXA Immoselect 60 %

hausInvest Global 40 %

 

eine gelungene Kombination finde ich

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herr_welker
AXA Immoselect 60 %

hausInvest Global 40 %

 

eine gelungene Kombination finde ich

 

Er wollte keine geschlossenen offenen Immo Fonds.

 

Nach den KanAm-Fonds Grundinvest und US-Grundinvest werden auch die Fonds AXA Immoselect und TMW Immobilien Weltfonds fürs erste geschlossen. Beide Fonds bleiben für die nächsten drei Monate geschlossen. Bei AXA Immoselect und TMW Weltfonds kam es in letzter Zeit zu starken Anteilsrückgaben durch Anleger. Dadurch ist besonders der AXA Immoselect an seine Liquiditätsgrenze gestoßen. Der Fonds AXA Immoselect verwaltet ein Vermögen von rund 4 Milliarden Euro.

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Liechtenstein

AXA Immoselect ist auch geschlossen?!

Dann tendiere ich ja doch eher zum Hausinvest Global - glaube ich meiner Bankberaterin von der commerzbank, droht diesem Fonds mit sehr großer Wahrscheinlich keine solche vorrübergehende Schließung. Was meint ihr dazu?

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epsilon
Sehe ich eher genau andersherum. Diese Fonds sind gerade für die Langfristanlage geeignet, um die von Dir eingangs erwähnte Fristenunterschiede anzugleichen.

 

Das ist nur ein Mißverständnis, wir liegen da gar nicht so weit auseinander. Die Grund-Idee der "Betongold-Verflüssigung durch Fristentransformation" ist als solche ja unbestritten sehr gut.

Aber:

 

Vielleicht sollte man den Verkauf von Fondsanteilen mit Mindestlaufzeiten versehen (sozusagen "halboffene" Immofonds) damit die ganzen Kurzfristanleger aussen vor bleiben.

 

Genau das ist es ja, was ich mit "Systemfehler" meine: Die "technische Ausgestaltung" (Regelungen, gesetzliche Vorgaben, etc.) läßt eben zu wünschen übrig, wenn dadurch solche "Fonds-Runs" prinzipiell nicht verhindert werden können. (Und das trotz des "Warnschusses", den die Branche in der 2005/200er-Immofonds-Krise nicht zu einer Strukturanpassung genutzt hat ...)

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heinketchup
AXA Immoselect ist auch geschlossen?!

Ja. Da man den allerdings derzeit börslich für 6% billiger als über die KAG bekommt, spricht doch sogar einiges für ihn aus der Langfristanleger-Perspektive.

 

Dann tendiere ich ja doch eher zum Hausinvest Global - glaube ich meiner Bankberaterin von der commerzbank, droht diesem Fonds mit sehr großer Wahrscheinlich keine solche vorrübergehende Schließung. Was meint ihr dazu?

Und was garantiert einem Langfristanleger, dass er das nächste Mal auch eine Sonderstellung verglichen mit den anderen (derzeit geschlossenen) einnimmt?

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harryguenter
· bearbeitet von harryguenter
(Und das trotz des "Warnschusses", den die Branche in der 2005/200er-Immofonds-Krise nicht zu einer Strukturanpassung genutzt hat ...)

Ich meine gelesen zu haben, dass einige Fonds durchaus entsprechende Vereinbarungen aufgenommen haben. Wie sooft fordert eine Abwehrstrategie wiederum neue Anti-Abwehrstrategien heraus.

Konkret: Viele "Profianleger" die sich zu einer zeitlich gestreckten Anteilsrückgabe verpflichtet hatten haben Wege gesucht und gefunden:

1. Die Anteile durch Dritte zurückgeben zu lassen, so daß der eigentlich begünstigte wohl nicht sofort ersichtlich war.

2. Manche Profianleger haben wohl auch damit gedroht diese Vereinbarungen als rechtlich nicht haltbar zu erklären, da die freie Anteilsrückgabe ja Bestandteil der offenen Immobilienfonds sind.

 

Hier wäre eher der Gesetzgeber für Regelungen gefordert, was aber auch wieder nur mit Vermeidungsstrategien beantwortet werden dürfte.

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herr_welker
· bearbeitet von herr_welker
glaube ich meiner Bankberaterin von der commerzbank

 

Augenblick mal. Du willst aber nicht bei der Commerzbank den Fonds kaufen und dafür noch Ausgabeaufschlag zahlen. Oder?

Außerdem würde die nie irgendwas schlechtes über ihre Produkte erzählen.

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Sirius
· bearbeitet von frank05

Berlin (ots) - Die Offenen Immobilienfonds konnten zum 30.09.2008 im Jahresvergleich einen Wertzuwachs von 5,1% erzielen. Das ergab die aktuelle Statistik, berichtet BulwienGesa AG, München/Berlin. Die unabhängigen Experten kamen in ihrer Analyse zudem zu dem Ergebnis, dass die Fondsobjekte marktgerecht bewertet worden sind. "Nach den Berechnungen, die wir im Zuge unseres GPPS-Verfahrens erstellt haben, bewegen sich die Abweichungen von maximal +/- 8% in einer akzeptablen und vertretbaren Spanne", ergänzt Thomas Voßkamp, Vorstandsmitglied des Analystenhauses. 2009 wird es im German Property Index (GPI) insgesamt zu moderaten Wertkorrekturen kommen, jedoch geht man von einem leicht positiven Total Return aus.

 

BulwienGesa ermittelte mit dem German Property Index (GPI) für den deutschen Immobilienmarkt zwischen 1991 und 2008 eine Cashflow-Entwicklung von 6,6%. "Die ausgeglichene Ertragsseite ist eine wesentliche Erfolgskomponente des deutschen Immobilienmarkts", sagt Voßkamp. Zudem seien die Abwertungsrisiken gering, wie ein Rückblick auf Entwicklungen in Krisenzeiten verdeutliche. So belief sich beispielsweise der Wertverlust 1995-98 auf etwa 13%. In den Jahren, in denen die Dot-Com-Blase platzte (2002-2005) kam es zu Wertkorrekturen von annähernd 11%. "Die Aufschwungphase 2006 bis 2008 wird dem deutschen Immobilienmarkt voraussichtlich einen Wertzuwachs von knapp 12% bescheren", schätzt Thomas Voßkamp. 2009 werde es jedoch zu einer Wertkorrektur kommen - allerdings nur in moderatem Ausmaß. "Wir gehen im Schnitt von einem Minus von 5% aus", prognostiziert der Marktexperte. Danach wäre dennoch ein leicht positiver Anlageerfolg (Total Return) bis zu 1,5 % zu erwarten.

 

Abwertungsrisiken von 20-30% für die Bestände der offenen Immobilienfonds sind nicht nachvollziehbar, merkt Thomas Voßkamp an. Die Auslandsinvestitionen fanden neben etablierten westlichen Metropolen vor allem in Transformationsländern wie beispielsweise in Osteuropa und Asien statt. In westlichen Metropolen wie z.B. London wurden seit 2005 aktiv Gebäude ge- und verkauft; insgesamt konnten zwischen 2005 und 2007 rund 50 Transaktionen in London durch BulwienGesa festgestellt werden, wovon ca. 75% der Transaktionen Verkäufe darstellten. Die verkauften Objekte konnten durch Wertsteigerungen weitgehend mit Gewinnen "abgestoßen" werden.

 

Erst in 2008 haben die offenen Immobilienfonds wiederum 10 Gebäude zu günstigeren Preisen eingekauft. Eine überdimensionale Blase ist somit in den offenen Immobilienfonds nicht erkennbar, folgert Thomas Voßkamp.(...)

http://www.presseportal.de/pm/69679/1316305/bulwiengesa_ag

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jogo08

Es ist wie immer, der eine sagt so, der andere so. Nun suchen wir uns den aus, dem wir mehr vertrauen, oder vertrauen wollen. :-

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Hilaro

Jojo, Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser:

 

 

Erster offener Fonds in der Verlustzone

 

Von Richard Haimann 10. Dezember 2008, 03:02 Uhr

 

Anleger müssen im nächsten Jahr mit deutlichen Einbußen rechnen - Neustart der eingefrorenen Produkte ist fraglich

 

München - Die Krise der offenen Immobilienfonds spitzt sich zu. Die Hypovereinsbank-Tochter iii-Investments musste jetzt bei ihrem Euro Immoprofil die Bestände deutlich abwerten. Die Anleger erlitten dadurch einen Verlust von 2,98 Prozent. Nach einer Studie von des Analysehauses BulwienGesa werden auch die übrigen Fonds 2009 wegen der Krise an den Immobilienmärkten Wertkorrekturen vornehmen müssen. Damit verschlechtern sich die Chancen von elf eingefrorenen Fonds, frisches Kapital für die Wiedereröffnung zu gewinnen. Insgesamt haben schätzungsweise fünf Millionen Deutsche Geld in offenen Immobilienfonds angelegt.

 

Um mehr als vier Prozent wurden die Immobilienbestände im 1,3 Mrd. Euro schweren Euro Immoprofil abgewertet. "Die Abwertungsverluste waren so hoch, dass sie nicht durch die Mieteinnahmen kompensiert werden konnten", bestätigte eine Sprecherin von iii-Investments. Ende Oktober dieses Jahres musste der Fonds deshalb unter dem Strich ein Minus von 2,98 Prozent ausweisen. Damit hat erstmals in der 49-jährigen Geschichte der offenen Immobilienfonds ein Branchenprodukt ein deutlich negatives Ergebnis erzielt.

 

Andreas Fink, Sprecher des Fondsverbands BVI, warnt davor, aus den Abwertungen beim Euro Immoprofil Rückschlüsse auf die Wertentwicklung der übrigen offenen Fonds zu ziehen: "Der iii-Fonds stellt einen Sonderfall dar, weil er schon lange unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielt hat." Die übrigen Fonds, sagt Fink, "sind alle wesentlich besser aufgestellt".

 

Nach einer Studie von BulwienGesa werden jedoch sämtliche offene Fonds im kommenden Jahr wegen der Krise an den internationalen Immobilienmärkten gezwungen sein, ihre Bestände um durchschnittlich fünf Prozent abzuwerten. Den Wertkorrekturen stünden jedoch Einkünfte aus laufenden Mietverträgen gegenüber. Deshalb werde der Total Return aus Wertkorrekturen und Mieteinnahmen aller Voraussicht nach zu einem im Schnitt "leicht positiven Anlageerfolg von bis zu 1,5 Prozent führen", sagt BulwienGesa-Vorstand Andreas Schulten. Die negative Performance des Euro Immoprofil und die Renditeprognose von BulwienGesa dürften die Wiedereröffnung von neun eingefrorenen Immobilienfonds im Januar erschweren, fürchten Fondsmanager. "Anleger werden nun sehr vorsichtig sein, ihr Geld in unsere Produkte zu investieren", sagt ein Geschäftsführer einer Fondsgesellschaft. Trifft die BulwienGesa-Prognose zu, würden Neuanleger bei einer Rendite von nur 1,5 Prozent im ersten Jahr unter dem Strich einen Verlust von rund 3,3 Prozent erzielen. Denn für die Anteile wird immerhin auch noch ein Ausgabeaufschlag von fünf Prozent erhoben.

 

Insgesamt elf Fonds mit einem Gesamtvolumen von mehr als 34 Mrd. Euro waren im Oktober nach hohen Mittelabflüssen eingefroren worden. Die Anleger kommen derzeit nicht an ihr Geld. Die Gesellschaften Axa, Credit Suisse, Degi, Morgan Stanley, KanAm, SEB und TMW Pramerica hatten neun dieser Fonds für zunächst drei Monate bis Ende Januar gesperrt. Die UBS hatte ihre zwei Fonds für sechs Monate dicht gemacht.

 

Schulten bezweifelt, dass alle neun Fonds Ende Januar wieder öffnen werden: "Das wird sehr stark von der individuellen Situation der einzelnen Fonds abhängen." Vor allem jene Produkte, die an den Börsen derzeit mit Wertabschlägen gehandelt werden, dürften Schwierigkeiten bekommen, frisches Kapital zu gewinnen, meint Fondsanalyst Stefan Loipfinger. "Kein Anleger wird Anteile zum vollen Preis kaufen, wenn er sie an der Börse sieben Prozent billiger bekommt."

 

Die Fondsgesellschaft KanAm hält dennoch vorerst an ihren Plänen fest, ihre beiden Fonds im Januar wieder zu eröffnen. KanAm-Sprecher Michael Birnbaum: "Wir verzeichnen täglich Mittelzuflüsse von einer bis 1,5 Mio. Euro."

 

Quelle: welt-online

 

Meine Vor(aus)Sicht:

 

Die ganze Fonds-Industrie inklusive Vertriebe kommt 2009 unter das Fallbeil.

 

 

Bis zum nächsten Mal

Hilaro

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