jogo08 November 17, 2008 D.h. bei Anlage in einen Immo-Fonds "lebt" man eigentlich nicht vom Kursverlauf (Aktie,...) und somit vom Kauf/Verkauf, sondern von deren jährliche Dividende?Sowohl als auch, je nach Fonds wird mal mehr, mal weniger ausgeschüttet, der Kursgewinn ist aber in der Regel deutlich geringer, als die Ausschüttung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
epsilon November 17, 2008 · bearbeitet November 17, 2008 von epsilon D.h. bei Anlage in einen Immo-Fonds "lebt" man eigentlich nicht vom Kursverlauf (Aktie,...) und somit vom Kauf/Verkauf, sondern von deren jährliche Dividende? Beides: Mieteinnahmen + Immo-Wertsteigerungen Am besten sieht man es im Verlaufschart des vond der KAG selbst gestellten Preises (Als Börsenplatz "Fondsgesselschaft" wählen) Dort werden die Ausschüttungen/Wiederanlageeffekte auf den Kursverlauf zurückgerechnet, so dass sich eine kontinuierliche Kurve ergibt. Dieser Verlauf spiegelt dann exakt die tatsächliche im Lauf der Zeit realisierte Rendite wieder (auch die Fonds-Managementkosten sind darin bereits implizit berücksichtigt, allerdings nicht der Ausgabeaufschlag (zahlt den eigentlich heutzutage noch irgendjemand ?) eps. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
der_loser November 17, 2008 · bearbeitet November 17, 2008 von Sapine Beitrag verschoben in Immothread KanAm NewsMail13. November 2008 Ein 45-jähriger hat im Januar 2008 Anteile am KanAm grundinvest Fonds im Wert von 50.000 EUR für seine Altersvorsorge angelegt. Er möchte mit 65 Jahren darüber verfügen.............. skeletor dem kann ich nur beipflichten doch jedem sollte klar sein: ....... entscheidend für den Kauf sollten ausschließlich das aktuelle Kursniveau sowie die Zukunftsaussichten des Zielmarktes sein und nicht die Steuerfreiheit. Ein Kauf von offenen Immobilienfonds in 2008, nur um die Steuer zu sparen, wäre sicherlich nicht empfehlenswert. http://www.abgeltungssteuer2009.net/Abgelt...geltungs.0.html Sollte jemand eine Korrektur von 20% erwarten rechnet sich die ganze Sache nicht mehr. Schwarzmalerrei beiseite...... Für ausländische Erträge ist die Sache noch interessanter. Mir ist jedoch nicht ganz klar wie man genau den Zugewinn und die Besteuerung bei einem Kauf nach 2009 berechnet, wenn inländische Mieteinnahmen wie bei vielen Immofonds schon teilweise jährlich versteuert werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Beobachter November 18, 2008 Also ich frage mich wirklich sehr stark wie es mit der Assetklasse Immobilienfonds weitergeht. Ich hatte vor, etwa 6000 verteilt auf zwei Immofonds als Beimischung zu den Aktienfonds welt zu investieren. Aber die Schließung gibt mir irgendwie zu denken. Mir macht da vor allem der Zeitpunkt Angst, an dem die Immofonds ihre Pforten wieder zum Verkauf öffnen werden. Könnte sehr wohl zu panikartigen Verkäufen avancieren. Ich warte diesen magischen Zeitpunkt in ca. 3 Monaten lieber ab. Vielleicht wird es ein Fehler, vielleicht auch nicht. Mir ist die Angelegenheit einfach ein bißchen zu heikel. Wenn es ein Fehler war, dann muss ich eben mit Abgeltungssteuer auf den Kursgewinn ordern. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Dyonisos November 18, 2008 dem kann ich nur beipflichten doch jedem sollte klar sein: ....... entscheidend für den Kauf sollten ausschließlich das aktuelle Kursniveau sowie die Zukunftsaussichten des Zielmarktes sein und nicht die Steuerfreiheit. Ein Kauf von offenen Immobilienfonds in 2008, nur um die Steuer zu sparen, wäre sicherlich nicht empfehlenswert. Also im speziellen Fall von KanAm kann ich dem mit nichten beipflichten. Da die Ausschüttungen dieses Fonds ohnehein zu annähernd 100% steuerfrei sind, sollten Sie genauso wenig der Abmelksteuer unterliegen. Also auch bei einem Kauf ab 2009 steuerfrei bleiben. Die Abmelksteuer würde lediglich auf die verbleibenden Kursgewinne zugreifen. Da der KanAm aber ohnehin das meiste ausschüttet,zuletzt ca. 4,5% des Kurswertes am 1.10., greift die Abmelksteuer nur auf die verbleibenden ca. 1% Kurssteigerung zu. Also ist doch diese Rechnung die KanAm da aufmacht totaler Mumpitz und hinterlässt zumindest bei mir ein schalen Nachgeschmack. Oder habe ich da einen Denkfehler drin ? Gruß Alex Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Stichling November 18, 2008 Ein Vorteil eines Kaufs über die Börse in 2008 könnte sein, dass der Verkausdruck größer ist, weil vermutlich viele noch in Aktienfonds umschichten möchten, um der Abgeltungssteuer zu entgehen. Ab 2009 sind dagegen die offenen Immobilienfonds eine der steuerlich günstigsten Anlageformen und die Wiederöffnung rückt näher, was zu steigenden Kursen an der Börse führen dürfte - immer vorausgesetzt, die positive Entwicklung des außerbörslichen Kurses hält an. Ich vermute deshalb, dass wir ab 2009 keine Abschläge von bis zu 5% mehr sehen werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
epsilon November 18, 2008 - immer vorausgesetzt, die positive Entwicklung des außerbörslichen Kurses hält an. Ich vermute deshalb, dass wir ab 2009 keine Abschläge von bis zu 5% mehr sehen werden. <begin "Optimismus-Modus"> Fundamental bleiben diese Fonds auch in 2009 sehr attraktiv (gerade auch bei evtl. andauernder Krise), denn die Erträge sind - Inflations- und Währungsreformresistent (Anlage in Sachwerten und indexierte Mietverträge) - Deflationsresistent (Wert der Mietverträge steigt sogar (genau wei bei Anleihen) mit fallendem Zinsniveau) - Besser Rezessionsgeschützt als viele andere Anlagen (solange der Mieter nicht insolvent ist, müssen die Mietverträge weiter in voller Höhe bedient werden, auch wenn das Geschäft noch so schlecht geht) - und last but not least: zum großen Teil Steuerfrei Alle genannten Vorteile gelten unverändert auch bei den jetzt geschlossenen Fonds, da diese nicht durch Mittelabflüsse gezwungen werden können, Immos zu verkaufen (und nur in diesem Fall würde es zu echten Abwertungen kommen)... Die vorhandene Restliquidität reicht für einen reibungslosen Betrieb der "Geldmaschine" Mietverträge auf unbestimmte Zeit (zur not wird die Schließung nach den 3 Monaten einfach noch mal verlängert) <end "Optimismus-Modus"> Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
famacon November 19, 2008 · bearbeitet November 19, 2008 von famacon 19-11-2008 : AXA Immoselect - Information hinsichtlich Tauschangebote... In dem vorliegenden Fall bietet die Private Equity Fonds I AG & Co. KG a.A einen Tausch von Anteilen des AXA Immoselect gegen Anteile des KK Immobilien Fonds I AG & Co. KG a.A an. ... Warum sollte ich sowas tun? Wie löscht man einen Beitrag? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
jogo08 November 19, 2008 19-11-2008 : AXA Immoselect - Information hinsichtlich Tauschangebote Sehr geehrte Kundinnen und Kunden, wir haben erfahren, dass viele Anleger kürzlich über ihre depotführende Stelle die Information erhielten, dass die Private Equity Fonds I AG & Co. KG a.A. ein offenes, unaufgefordertes Angebot an Anleger des AXA Immoselect über den elektronischen Bundesanzeiger platzierte. Der elektronische Bundesanzeiger leitet automatisch alle ad hoc Informationen hinsichtlich eines Wertpapieres oder eines Fonds an Banken weiter, die ihrerseits diese Information an die Anteilinhaber weitergeben. In dem vorliegenden Fall bietet die Private Equity Fonds I AG & Co. KG a.A einen Tausch von Anteilen des AXA Immoselect gegen Anteile des KK Immobilien Fonds I AG & Co. KG a.A an. Wir möchten Sie informieren, dass weder AXA Investment Managers noch andere Unternehmen der AXA IM Gruppe mit diesem Umtauschangebot in Verbindung stehen. Wir empfehlen Ihnen dringend, Angebote dieser Art genau zu prüfen und sich gegebenenfalls an Ihren Steuer- und oder Anlageberater zu wenden. Wir empfehlen Ihnen sich im Rahmen eines solchen Gespräches auch über die steuerlichen Aspekte / Kosten sowie über mögliche Risiken eines solchen oder ähnlichen Angebotes ausführlich beraten zu lassen. Wir möchten Sie daran erinnern, dass die Rücknahme der Anteile des AXA Immoselect seit dem 28. Oktober 2008 auf Fondsebene für zunächst drei Monate ausgesetzt ist. Ihr AXA Investment Managers Team Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
epsilon November 20, 2008 · bearbeitet November 20, 2008 von epsilon So, ich bin jetzt draußen (gestern noch mit insgesamt 3.5% Abschlag über die Börse rausgekommen) Meine langfristig optimistische Einschätzung zu den Immos gilt aber nach wie vor.... Bin mir zu 90% sicher, dass die Fonds die Probleme in den Griff kriegen werden. Das Problem sind die 10% Restrisiko, daß es eben doch noch viel schlimmer kommen könnte (Starke Abwertungen, Fondsschließungen, Zwangsliquidationen) .... und dass mir in der jetzigen Krise Flexibilität wichtiger ist als Rendite ... So gesehen sind die 3.5% Verlust als "Versicherungsprämie" abgeschrieben. Kann mir sogar gut vorstellen, irgendwann, wenn der Rauch sich verzogen hat wieder in offene Immos einzusteigen (bessere Regelungen bzgl. der Liquiditätsproblematik vorausgesetzt) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
bobbert November 21, 2008 Wenn ich das so lese, denke ich auch einen Schritt weiter zu Immobilienfonds... Den Kreditmärkten droht der nächste Schockvon Rolf Benders In der Finanzkrise setzt sich der Domino-Effekt fort. Als nächster Stein droht der Kreditmarkt für Anleihen auf US-Gewerbeimmobilien umzufallen. Die Spezialpapiere sind mit Mieteinnahmen von Bürogebäuden, Hotels und Einkaufsmalls besichert. Diese geraten im Zuge der Rezession aber zunehmend ins Wackeln. Werbeplakat für Mietbüros in Cleveland. Der Konjunktureinbruch in den USA trifft auch den Immobilienmarkt. Vermieter fürchten um ihre Einnahmen. Foto: apLupe Werbeplakat für Mietbüros in Cleveland. Der Konjunktureinbruch in den USA trifft auch den Immobilienmarkt. Vermieter fürchten um ihre Einnahmen. Foto: ap NEW YORK. Der 800 Mrd.Dollar große Kreditmarkt für US-Gewerbeimmobilien ist in Schwierigkeiten geraten. Ein Ende der Finanzkrise rückt damit womöglich in weite Ferne. Weil Mieter von Büros, Hotels und anderen Gewerbeimmobilien von der Rezession getroffen sind, drohen zwei große mit den Mieteinnahmen der Gebäude gedeckte Anleihen (Commercial Mortgage Backed Securities, CMBS) auszufallen. Die Folge: Die Bewertung vieler dieser Spezialanleihen fallen, was zu neuen Abschreibungen bei Banken, Hedge-Fonds und Versicherern führen dürfte. "Der nächste Tsunami, der uns trifft, wird der CMBS-Markt sein", ist sich Thomas Barack, Chef der auf Immobilien spezialisierten Private-Equity-Firma Colony Capital sicher. Auslöser der aktuellen Finanzkrise waren private Immobilienfinanzierungen in den USA. Über 500 Mrd. Dollar mussten Banken weltweit abschreiben, weil Hypotheken in den USA ausfielen, die an Kunden mit zu niedriger Bonität vergeben worden waren (Subprime-Kredite). Die sich daraus entwickelnde Rezession führt zu Firmenpleiten, so dass weniger Büroraum und weniger Fabriken benötigt werden. Die Menschen reisen weniger, so dass auch Hotels in Bedrängnis geraten. Dies trifft den bislang als noch sehr stabil geltenden Markt für CMBS. So drohen zwei der größten CMBS-Emissionen der jüngsten Zeit im Volumen von 334 Mio. Dollar auszufallen. Credit-Suisse-Analysten schreiben in einer Studie, die unter anderem mit den Einnahmen aus Hotels der Westin-Kette gedeckten Papiere seien einem speziellen Dienstleister überantwortet worden. Ein Schritt, der gewöhnlich vor dem Ausfall erfolgt. Die für die Emissionen verantwortlich Bank, JP Morgan Chase, wollte sich zu den Platzierungen aus dem vergangenen Jahr nicht äußern. "Es ist ziemlich ungewöhnlich, dass zwei große Anleihen so früh in Probleme kommen. Das bringt den CMBS-Markt durcheinander", sagte Richard Parkus, Leiter des CMBS-Researchs bei der Deutschen Bank in einem Interview. Am Markt führten die Nachrichten zu Turbulenzen. Die Ausfallversicherung (CDS) für CMBS höchster Bonität stieg um 161 auf 714 Basispunkte. Das heißt, die Kosten für eine Versicherung einer solchen Spezialanleihe von zehn Mio. Dollar stiegen auf jährlich 714 000 Dollar. Dies zeigt, dass am Markt mit deutlich steigenden Ausfallraten bei CMBS gerechnet wird. Diese waren einer Studie der Citigroup zufolge bereits im Oktober von 0,66 Prozent im Vormonat auf 0,78 Prozent gestiegen. Im Gegenzug fallen die Kurse der CMBS. Der "Kollaps kommt auf uns zu", schrieb Jeffrey Rosenberg, Chef der Kreditstrategie bei der Bank of Amerika in einer Studie. Erwartet wird, dass dies zu massiven Abschreibungen bei denen führt, die im Immobilienboom von 2004 bis 2007 die Papiere gekauft haben. Das sind vor allem Banken, Hedge-Fonds und Versicherungen. So hält der größte US-Lebensversicherer MetLife Bloomberg-Daten zufolge mit Gewerbeimmobilien gedeckte Kreditpapiere im Volumen von 50 Mrd. Dollar. Der Konzern betonte aber, das Portfolio sei nicht in Problemen. Es stamme zu drei Vierteln aus Emissionen aus dem Jahr 2005 oder früher, als die Standards für CMBS noch solider gewesen seien. Trotzdem gaben die Aktien deutlich nach. Auch die jüngsten Kursverluste von Banken wie etwa der Citigroup wurden auf Furcht vor CMBS-Problemen zurückgeführt. http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlei...-schock;2094012 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
leinad November 22, 2008 Jedenfalls kann man an den Börsen beobachten dass der Abgabedruck bei den geschlossenen, offenen ImmoFonds bereits wieder zunimmt. Gruss leinad Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
TKS November 22, 2008 Jedenfalls kann man an den Börsen beobachten dass der Abgabedruck bei den geschlossenen, offenen ImmoFonds bereits wieder zunimmt. Das ist wenig überraschend, viele Verkaufswillige konnten ja erst diese Woche verkaufen, weil die Umbuchungen von den Fondsdiscountern so lange dauerten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
H.B. November 22, 2008 Wenn ich das so lese, denke ich auch einen Schritt weiter zu Immobilienfonds... http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlei...-schock;2094012 Kann man offene Fonds eigentlich auch shorten? Ich will hier jetzt keine Gerüchte in die Welt setzen, aber wenn ich Fondsmanager eines Immobilienfonds wäre, dann würde ich das Teil durch Schließung gegen Abflüsse absichern und den NAV weiterhin positiv ausweisen. Dann würde ich mir Fondsanteile "ausleihen" und diese an Kaufinteressenten veräußern .... und sie dann in einigen Monaten nach einer "Neubewertung" des Portfolios wieder mit Abschlag zurücknehmen und die ausgeliehenen Anteile abschließend zurückgeben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
TerracottaPie November 22, 2008 Die Manager bewerten ihre Portfolios ja nicht selbst. Also, wenn schon Verschwörung, dann müssten noch ein paar Gutachter mit ihnen unter einer Decke stecken. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
TKS November 22, 2008 Kann man offene Fonds eigentlich auch shorten? Hm, von einem "Finanz-Coach" hätte ich zumindest Grundlagenkenntnisse über die Funktionsweise von Fonds erwartet... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
H.B. November 22, 2008 Hm, von einem "Finanz-Coach" hätte ich zumindest Grundlagenkenntnisse über die Funktionsweise von Fonds erwartet... Treffer .... U-boot versenkt! Die Message ist offenbar nicht angekommen. also nochmal: Rational betrachtet müßte man so handeln, wie ich es beschrieben habe. Wenn der CMBS-Markt gestört ist, strahlt dies unweigerlich auf die Fonds aus. So wie ich die Finanzindustrie bisher erlebt habe, wurde noch nie eine Opportunität für sichere Renditen ausgelassen. Gerade in diesen Zeiten liegt doch ein derartiges Geschäftsgebaren förmlich in der Luft. Und in der Immobilienbranche tummeln sich mindestens genauso viele schwarze Schafe, wie in der Finanzindustrie. Die Frage der Bewertung des Immobilienbestands war ja vor ein paar Jahren der Auslöser für die erste Fonds-Krise. Geändert wurde doch kaum was, oder? Ich wundere mich ja schon seit Monaten über die Divergenz von REITS und Immobilienfonds. Vergleichbares Geschäftsmodell, völlig unterschiedliche Bewertung. Bei den Immobilienfonds werden die Assets durch "Experten" bewertet. Bei REITS erfolgt letztlich eine Wertung durch Marktmechanismen. Meist ist die Marktbewertung näher an der Realität, als eine nach formalen Kriterien durchgeführte Bestandsbewertung. Das nur am Rande. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
TKS November 22, 2008 · bearbeitet November 22, 2008 von TKS Ich wundere mich ja schon seit Monaten über die Divergenz von REITS und Immobilienfonds. Vergleichbares Geschäftsmodell, völlig unterschiedliche Bewertung. Und in den Jahren davor, als die Kurse von Reits und Immoaktien explodierten, während offene Immofonds wie immer bei 5% p.a. herumdümpelten, hast du dich nicht gewundert? In der Zeit hätte man mit der gleichen Logik enorme stille Reserven bzw. Aufwertungsbedarf bei den Immofonds vermuten können. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sirius November 22, 2008 · bearbeitet November 22, 2008 von frank05 Ich wundere mich ja schon seit Monaten über die Divergenz von REITS und Immobilienfonds. Du wunderst Dich seit Monaten über diese Divergenz, die es schon seit Jahrzehnten gibt? Die Divergenz gibt es übrigens in beide Richtungen, nach oben - wie in den Jahren 2003 bis 2007 - und wie jetzt nach unten! Hier mal ein Vergleich eines europäischen Immobilienaktienfonds (AXA Aedificandi, schwarz) mit einem europäischen offenen Immobilienfonds (CS Euroreal, blau): Vergleichbares Geschäftsmodell, völlig unterschiedliche Bewertung. An der Börse spielen Psychologie und Erwartungen eine große Rolle, beim Ertragswertverfahren und der Bewertung offener Immobilienfonds nur zu einem geringeren Teil. Der Vergleich zwischen einem Immobilienaktienfonds und einem offenen Immobilien-Fonds ist fast genauso unangebracht, wie zwischen einem nicht börsengehandelten Bank-Sparbrief (der gleiche, feste Zinszahlungen bringt) mit der Aktie der gleichen Bank, die unsichere Dividendenzahlungen bringt. Meist ist die Marktbewertung näher an der Realität, als eine nach formalen Kriterien durchgeführte Bestandsbewertung. Die Bewertungen der Immobilienaktien und damit die Bewertung von deren Immobilien war in den letzten Jahren mit KGVs von zum Teil über 40 bis 50 extrem hoch - im Vergleich zur Bewertung von Immobilien in offenen Immobilienfonds, die einen Kaufpreisfaktor (=KGV) von vielleicht 12 bis 20 hatten. Der Markt baut nun diese Überbewertung der Immobilien in den Immobilienaktien wieder ab. Insofern sind sogar die Bewertungen der offenen Immobilienfonds näher an der Realität. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
epsilon November 23, 2008 Guter Beitrag von frank05, netter Vergleichschart. Das Zauberwort heißt Ertragswertverfahren. Fondswert = Mieteinnahmen = langfristige, vertraglich festgelegte, regelmäßige Zahlungen, genau wie bei Anleihen. Da spielen, anders als bei am Markt täglich neu ausgehandelten Preisen (Aktien), Spekulationen und Erwartungen keine Rolle. Es ist genau wie beim Unterschied Aktien vs. Anleihen, wie man in dem von frank05 geposteten Chart schön sieht. Das schöne am Ertragswertverfahren ist vor allem, dass es eben nicht von der Willkür irgendwelcher "Gutachter" abhängt, sondern objektiv aus den Mieteinnahmen berechnet wird. In einem Immofonds-kritischen Artikel äußerte sich ein Autor ganz empört über die bösen Gutacher, welche die Immo-Objekte, die sie bewerten sollten z.T. "nicht einmal gesehen hätten" ... Ja klar, wieso auch, könnte man entgegenhalten, denn beim Ertragswertverfahren reicht es eben im Prinzip tatsächlich aus, nur einen Blick in den Mietvertrag zu werfen... der "eigentliche Wert" des Gebäudes ist dazu erstmal uninteressant. Bemerkenswert finde ich auch, dass die Immoblienertragswerte der Fonds im Moment proportional zu den sinkenden Zinsen (analog zu Anleihen) stark steigen. So weit so gut ! Aber wenn jetzt, wie in der von bobbert geposteten Analyse, nicht nur die Verkehrswerte der Immobilien selbst einbrechen, sondern darüber hinaus auch die Stabilität der Mieteinnahmen gefährdet ist, dann erst haben die Fonds wirklich ein großes Problem. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
epsilon November 23, 2008 · bearbeitet November 23, 2008 von epsilon Zum Thema Commercial Mortgage Backed Securities (CMBS) noch das hier (Link) Disclaimer: nichts für schwache Nerven ! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Denker77 November 24, 2008 Hallo liebe Leute, für diejenigen, die noch in diesem jahr in immos investieren wollen, nachdem wieder ein paar wochen vergangen sind und bevor sich das jahr dem ende zuneigt, würde ich gern nochmal über aktuelle vorlieben sprechen. wenn ich heute kaufen würde, dann würde ich folgende Fonds kaufen: (mit dem cs euro real habe ich schon einen mit schwerpunkt europa, daher versuche ich so gut es geht eine globale streuung zu erreichen) Grundbesitz global RC DE0009807057 Hausinvest global P2 Value von Morgan Stanley DE000A0F6G89 Was haltet ihr davon? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
skeletor November 24, 2008 Hallo liebe Leute, für diejenigen, die noch in diesem jahr in immos investieren wollen, nachdem wieder ein paar wochen vergangen sind und bevor sich das jahr dem ende zuneigt, würde ich gern nochmal über aktuelle vorlieben sprechen. wenn ich heute kaufen würde, dann würde ich folgende Fonds kaufen: (mit dem cs euro real habe ich schon einen mit schwerpunkt europa, daher versuche ich so gut es geht eine globale streuung zu erreichen) Grundbesitz global RC DE0009807057 Hausinvest global P2 Value von Morgan Stanley DE000A0F6G89 Was haltet ihr davon? Astrein Stimme dir zu. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
skeletor November 25, 2008 24.11.2008 Sichere Immo-Fonds Viele Offene Immobilienfonds sind geschlossen geworden. Anleger sollten jedoch Geduld aufbringen. Kaum eine andere Anlageform ist so sicher. Liquiditätsmangel, aber kein Sicherheitsproblem Bis Mitte des Jahres galten Offene Immobilienfonds als Gewinner der Finanzkrise. Doch seitdem die ersten Produkte die Rücknahme ihrer Anteile eingestellt haben, ist eine heiße Diskussion über die Sicherheit dieser beliebten Anlageform entbrannt. Fakt ist, dass die Fonds wegen massiver Verkäufe professioneller Anleger einen Liquiditätsmangel haben aber kein Sicherheitsproblem. Um weitere Anteilsverkäufe bedienen zu können, müssten sie unter Druck Immobilien veräußern, was meist nur zu Dumpingpreisen klappt. Das kurzfristige Problem, Einlagen bei Offenen Immobilienfonds nicht zurückzahlen zu können, bedeutet nicht automatisch, dass sie in Krisenzeiten besonders gefährdet und daher unsichere Anlagen sind. "Offene Immobilienfonds zählen noch immer zu den sichersten Anlageformen. Sie investieren vorzugsweise in Gewerbeimmobilien, die vergleichsweise wertstabil sind. So erzielten sie auf Jahressicht einen Wertzuwachs von 5,1 Prozent, deutsche Aktienfonds dagegen einen Verlust von 30,4 Prozent", sagt Axel von Goldbeck, Geschäftsführer des zentralen Immobilienausschusses. Vorbild Schweiz? Der Wert der Immobilien unterliege nämlich nicht börsentäglichen Schwankungen. Vielmehr werde der Wert im Wesentlichen durch die Erträge der Immobilien bestimmt und durch Gutachten unabhängiger Sachverständiger festgestellt. "Zwar sind auch Immobilien gewissen Wertschwankungen ausgesetzt, die langfristig gesicherten Mieterträge sind jedoch von der Finanzkrise nicht unmittelbar betroffen", betont er. Allerdings gibt es erste Stimmen, die fordern von der täglichen Liquidierbarkeit abzurücken und dem Schweizer Modell zu folgen. Dort muss man ein Jahr bevor man seine Fondsanteile verkaufen möchte, dies anmelden. Das erleichtert es dem Fondsmanagement, die Liquiditätslage zu steuern. Auch können Fonds in der Schweiz nicht beliebig viele Anteile ausgeben. Sie dürfen nur in dem Umfang Kapital annehmen, wie sie für den Kauf von Immobilien oder die Rückzahlung von Anteilsrückgaben benötigen. Stichpunkte: Auszahlpläne und Verkauf über die Börse Ob das auch ein Modell für Deutschland ist, werden die kommenden Monate zeigen. Unabhängig davon sind Offene Immobilienfonds eine der sichersten Anlagen. "Sie sind sogar sicherer als vom Staat verbürgte Sparguthaben etwa Tagesgeldkonten. Für die staatliche Garantie gibt es nämlich, anders als Anleger vielfach glauben bisher keine gesetzliche Grundlage. Auch aufgrund ihrer rechtlichen Konstruktion als Sondervermögen sind die Fonds vergleichsweise sicher", betont von Goldbeck. Ein Lichtblick ist auch, dass die Auszahlpläne privater Anleger laut Fondsverband BVI trotz der vorübergehenden Aussetzung der Anteilsrücknahme bedient werden dürfen. Einige Fondsgesellschaften bedienen die Entnahmepläne weiter, andere haben dies wegen rechtlicher Unsicherheiten vorübergehend eingestellt. Bleibt das Problem der Anteilsrückgabe von Kunden, die dringend Geld benötigen. An den Börsen werden die Anteile weiterhin gehandelt allerdings mit Sicherheitsabschlag (siehe unten). Es gibt aber auch Banken wie die Postbank, die bisweilen Verkaufswünsche erfüllen und die Fondsanteile in den Eigenbestand nehmen. skeletor Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag