lenzelott April 7, 2010 @ lenzelott: wenn du nicht der meinung von finisher bist, dann erläutere zumindest mir doch bitte mal, wie sich die renditeberechnung bei einem anleihen-etf zusammensetzt. spielt der kurspreis keine rolle? warum sollte momentan ein guter einstiegszeitpunkt für anleihen-etf's sein - angesichts niedriger inflation und großartige zinserhöhungsaussichten? warum sollte ich z.b. iShares eb.rexx GovGer 2.5-5.5 jetzt kaufen? gruß, zuzan DIe Aussage von finisher, dass man bei ETF das Kursrisiko der Anleihe trägt ist richtig, nur hast Du exakt das selbe Risiko hast, wenn man die selbe Anleihe im eigenen Depot hält. Somit ist die Aussage wertlos, bzw seine Schlussfolgerung falsch. Ich habe den ETF als Ersatz für eine Sparzinsleiter vorgeschlagen. Als integrative Lösung für Laufzeit- und Emittenten Diversifikation. Ob jetzt der richtige oder falsche Zeitpunkt ist in Renten zu investieren weiß kein Mensch. Daher ist das Konzept ARERO mit jährlicher Reallokation kein so schlechtes. Oder die Best of Two Strategie, die ebenfalls regelbasiert Aktien gegen Renten gewichtet. Beim EB.REXX2.5-5.5 ist aufgrund der relativ kurzen Restlaufzeit der Anleihen das Kursrisiko noch überschaubar (falls die Zinsen mal steigen). Wann und wie bei diesem laufzeitgewichteten ETF die Anleihen rolliert werden, sollte man sich aber auf jeden Fall genau anschauen (hab ich noch nicht gemacht). Bei einer klassischen Zinsstrukturkurve (lang teuer, kurz billig) sollte man im regelfall die Anleihen nicht bis zum Verfall halten. Durch das "reiten" der Zinsstrukturkurve verdient man zusätzlich Geld, da sich der Anleihepreis mit dem Verstreichen von Zeit sich der Zinsstrukturkurve anpasst.. Hierhat das jemand mal versucht populistisch darzustellen. Leider mit rechen Fehlern und zum Teil unvollständig, aber im Ansatz erkennbar und richtig. Solche Effekte kann man natürlich nicht "spielen" wenn man einen normalen Sparzinsleiter bei seiner Bank hat. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
finisher April 7, 2010 · bearbeitet April 7, 2010 von finisher DIe Aussage von finisher, dass man bei ETF das Kursrisiko der Anleihe trägt ist richtig, nur hast Du exakt das selbe Risiko hast, wenn man die selbe Anleihe im eigenen Depot hält. Somit ist die Aussage wertlos, bzw seine Schlussfolgerung falsch. Ein Anleihen ETF ist wie eine Anleihe mit ewiger Laufzeit. Ich würde mir aber stattdessen keine einzelnen Anleihen kaufen, da hast du mich falsch verstanden, sondern gleich eine Sparbriefleiter mit deutscher Einlagensicherung. Wenn die nicht mehr zahlen kann, haben wir ganz andere Probleme und da will ich den Kurs von deinem ETF mal sehen. Bei einer klassischen Zinsstrukturkurve (lang teuer, kurz billig) sollte man im regelfall die Anleihen nicht bis zum Verfall halten. Durch das "reiten" der Zinsstrukturkurve verdient man zusätzlich Geld, da sich der Anleihepreis mit dem Verstreichen von Zeit sich der Zinsstrukturkurve anpasst.. Hierhat das jemand mal versucht populistisch darzustellen. Leider mit rechen Fehlern und zum Teil unvollständig, aber im Ansatz erkennbar und richtig. Solche Effekte kann man natürlich nicht "spielen" wenn man einen normalen Sparzinsleiter bei seiner Bank hat. Und wie willst du bei deinem Anleihen-ETF mit diesem Effekt spielen ? Verkauft du dann deinen ETF bei einem bestimmten Kurs komplett und kaufst dafür dann was ? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
lenzelott April 7, 2010 DIe Aussage von finisher, dass man bei ETF das Kursrisiko der Anleihe trägt ist richtig, nur hast Du exakt das selbe Risiko hast, wenn man die selbe Anleihe im eigenen Depot hält. Somit ist die Aussage wertlos, bzw seine Schlussfolgerung falsch. Ein Anleihen ETF ist wie eine Anleihe mit ewiger Laufzeit. Ich würde mir aber stattdessen keine einzelnen Anleihen kaufen, da hast du mich falsch verstanden, sondern gleich eine Sparbriefleiter mit deutscher Einlagensicherung. Wenn die nicht mehr zahlen kann, haben wir ganz andere Probleme und da will ich den Kurs von deinem ETF mal sehen. Bei einer klassischen Zinsstrukturkurve (lang teuer, kurz billig) sollte man im regelfall die Anleihen nicht bis zum Verfall halten. Durch das "reiten" der Zinsstrukturkurve verdient man zusätzlich Geld, da sich der Anleihepreis mit dem Verstreichen von Zeit sich der Zinsstrukturkurve anpasst.. Hierhat das jemand mal versucht populistisch darzustellen. Leider mit rechen Fehlern und zum Teil unvollständig, aber im Ansatz erkennbar und richtig. Solche Effekte kann man natürlich nicht "spielen" wenn man einen normalen Sparzinsleiter bei seiner Bank hat. Und wie willst du bei deinem Anleihen-ETF mit diesem Effekt spielen ? Verkauft du dann deinen ETF bei einem bestimmten Kurs komplett und kaufst dafür dann was ? gleich eine Sparzinsleiter, das klingt ja so als ob dass das non plus ultra an komplexität ist. Renten ETF = Endlos Anleihe. Uiuiuiui sehr weit hergeholt der vergleich Du beteiligst Dich an dem Portfolio bestehend aus diversen Anleihen mit unterschiedlichen Restlaufzeit. Wenn eine Anleihe zurückbezahlt wird oder aus dem Indexraster fällt wird Sie durch eine neue im Portfolio ersetzt. Und in dem von Dir oben genannten ETF wird der von mir genannte Effekt dadurch erzielt, dass Anleihen mit Laufzeiten unter 2.5 Jahre aus dem Portfolio fliegen (also verkauft werden) und durch längerlaufende ersetzt werden. Ich muss also gar nichts machen, damit der Effekt zu meinen Gunsten funktioniert. Der Effekt spielt sich also automatisch im ETF ab und wird im Rücknahmepreis eingerechnet. http://de.ishares.com/de/rc/stream/pdf/-/publish/repository/documents/dffs_comit/de/CURRENT/PDF/FFS_FI_EXHC_DE0006289481_DE_de.pdf Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Klaus23 April 7, 2010 Ich habe nochmals bei i-hares geschaut und tats.sind der Nordamerika,BRIC u. EM-Markets ausländische ETF mit DE ISIN - Hat dies bei ausländischen ausschüttenden ETF denn Nachteile ??? Steuererklärung ??? Ich wollte auf ausländische Thesauriere u. Swaps verzichten. Finde im Moment aber keine Alternativen zu diesen drei. Der iShares MSCI North America wird zwar als ausschüttend angegeben, er nimmt aber auch Thesaurierungen vor. Du kannst ja mal im eBundesanzeiger nach DE000A0J2060 suchen, und dir die Bekanntmachungen der Besteuerungsgrundlagen z.B. von 26.06.2009 ausehen. Da gibt es ausgeschüttete Beträge, ausschüttungsgleiche (thesaurierte) Beträge und in den ausschüttungen enthaltene ausschüttungsgleiche Erträge der Vorjahre. Alles in USD angegeben. Zudem kommen die Veröffentlichungen erst Ende Juni. Ich hab den im Depot, da ich nicht auf Kanada verzichten wollte. Wie ich den jetzt steuerlich korrekt behandeln soll ist mir noch ein Rätsel. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Zuzan April 7, 2010 genau - der rücknahmepreis; durchaus auch mal empfehlenswert, an den wiederverkauf der fondsanteile zu denken. kaufe heute zu 112,-, verkaufe zu xy --> welche renten liegen dann vorauss. im etf (kann man ja durchaus antizipieren ...) - machen sich bis dahin steigende leitzinsen auch in den renten des fonds bemerkbar? oder habe ich dann 'nen schlechten "performer" an der backe, den ich zu einem relativ miesen preis losschlagen muss (irgendwann möchte man ja vielleicht mal ans geld ...). der fehler liegt doch hier darin, einen renten-etf mit einer sparbriefleiter oder auch bundesanleihen zu vergleichen ... die renditeberechnung ist doch "leicht" anders .... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
raffnix April 8, 2010 Ich habe nochmals bei i-hares geschaut und tats.sind der Nordamerika,BRIC u. EM-Markets ausländische ETF mit DE ISIN - Hat dies bei ausländischen ausschüttenden ETF denn Nachteile ??? Steuererklärung ??? Ich wollte auf ausländische Thesauriere u. Swaps verzichten. Finde im Moment aber keine Alternativen zu diesen drei. Der iShares MSCI North America wird zwar als ausschüttend angegeben, er nimmt aber auch Thesaurierungen vor. Du kannst ja mal im eBundesanzeiger nach DE000A0J2060 suchen, und dir die Bekanntmachungen der Besteuerungsgrundlagen z.B. von 26.06.2009 ausehen. Da gibt es ausgeschüttete Beträge, ausschüttungsgleiche (thesaurierte) Beträge und in den ausschüttungen enthaltene ausschüttungsgleiche Erträge der Vorjahre. Alles in USD angegeben. Zudem kommen die Veröffentlichungen erst Ende Juni. Ich hab den im Depot, da ich nicht auf Kanada verzichten wollte. Wie ich den jetzt steuerlich korrekt behandeln soll ist mir noch ein Rätsel. Kann denn jemand hier dieses Rätsel lösen,bzw erklären ? Ich dachte ausschüttende Fonds (egal ob inland od. ausland domiziliert) wären steuerlich die einfachste Variante. jährliche ausschüttungen - versteuern u. fertig - dem ist wohl nicht so Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
langzeitsparer April 9, 2010 ~35% p.a. ~ 350 % in 10 J. ~ 700% in 20 J., die Vorstellung gefällt mir, ist aber wohl nicht realistisch leider oder doch ? Nur ne Nebenbemerkung: 35% p.a. ergibt 1910% in 10 Jahren und 40327% in 20 Jahren. Das sollte dir 1.) etwas über die Frage, ob das realistisch ist und 2.) darüber, dass du dich zuerst mit den Grundlagen der Zinseszinsrechnung auseinandersetzen solltest sagen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Moneycruncher April 9, 2010 @ lenzelott: wenn du nicht der meinung von finisher bist, dann erläutere zumindest mir doch bitte mal, wie sich die renditeberechnung bei einem anleihen-etf zusammensetzt. spielt der kurspreis keine rolle? warum sollte momentan ein guter einstiegszeitpunkt für anleihen-etf's sein - angesichts niedriger inflation und großartige zinserhöhungsaussichten? warum sollte ich z.b. iShares eb.rexx GovGer 2.5-5.5 jetzt kaufen? gruß, zuzan DIe Aussage von finisher, dass man bei ETF das Kursrisiko der Anleihe trägt ist richtig, nur hast Du exakt das selbe Risiko hast, wenn man die selbe Anleihe im eigenen Depot hält. Somit ist die Aussage wertlos, bzw seine Schlussfolgerung falsch. Nein, die Aussage von finisher kann ich nachvollziehen und genau aus diesem Grund kaufe ich auch keine Rentenfonds oder -ETFs. Bei einer Direktanlage weiß ich genau, welche Rendite ich bei Laufzeitende bekomme. Bei einem Fonds bzw. ETF weiß ich nicht, welche Rendite zum Zeitpunkt x erzielt wird. Und genau das ist das Risiko. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Warlock April 9, 2010 Hier ein Link wo die Onlinebroker miteinander verglichen werden: http://www.wertpapierdepot.net/depotvergleich/ Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Geldmachine April 9, 2010 Die Geschichte mit 5 Anleihen zu je 10.000 Euro und den Laufzeiten 2,4,6,8 und 10 Jahre ist doch optimal. Bei der Netbank z.B. kostet der Spaß dann nur 50 EURO und das sind bei 50.000 EURO nicht gerade die Welt. die 400 EURO können ja dann Monatlich auf ein Tagesgeldkonto und ab der nächsten Fälligkeit können die dann zu einem weiteren Kauf hinzugefügt werden. Das wären dann nach 2 Jahren und der ersten Rückzahlung (ohne Zinsen) 18.800 EURO (mit Zinsen rund 20.000 EURO) und das ist doch optimal. Diese ganze ETF-Geschichte ist eine ganz andere Betrachtung und für den Threadersteller sicherlich nicht der richtige Weg, da diese ETFs viel schwerer einzuschätzen sind, zumindest für Laien und sie verführen zum vorstellen verkaufen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
vanity April 9, 2010 · bearbeitet April 9, 2010 von vanity ... Achja, Anleihen sollte man im Moment nur Kurzfristige (1-2 Jahre) kaufen. (gestern) + Die Geschichte mit 5 Anleihen zu je 10.000 Euro und den Laufzeiten 2,4,6,8 und 10 Jahre ist doch optimal. (heute) :'( Also was jetzt? ... die 400 EURO können ja dann Monatlich auf ein Tagesgeldkonto und ab der nächsten Fälligkeit können die dann zu einem weiteren Kauf hinzugefügt werden. Das wären dann nach 2 Jahren und der ersten Rückzahlung (ohne Zinsen) 18.800 EURO (mit Zinsen rund 20.000 EURO) und das ist doch optimal. 10000 + 24 x 400 = 19600; 50000 x 2,4% p. a. x 2 = 2400; 19600 + 2400 = 22000; (zzgl. Zinsen auf TG und Zinseszins) Diese ganze ETF-Geschichte ist eine ganz andere Betrachtung und für den Threadersteller sicherlich nicht der richtige Weg, da diese ETFs viel schwerer einzuschätzen sind, zumindest für Laien und sie verführen zum vorstellen verkaufen. Diese ETF-Geschichte entspricht in ihrem Verhalten ziemlich genau (nicht ganz) dem Verhalten einer Bondleiter über einen festen Laufzeitbereich mit rollierender Wiederanlage am oberen Ende. Ich wüsste nicht, was dort schwieriger einzuschätzen wäre und warum es ganz sicher nicht der richtige Weg sein sollte, wenn hingegen eine Bondleiter optimal ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag