HerrMustermann März 17, 2010 · bearbeitet März 17, 2010 von HerrMustermann Hallo, bin ganz neu hier und suche Empfehlungen für Fondsdepot: Über meine Person Bin ganz neu hier im Forum. Leider wusste ich bisher nicht, dass es solch ein Forum gibt. Was sicher auch daran liegt, dass ich in den letzten 10 Jahren kaum Willens war, etwas in Richtung Fondsanlage zu tun. Das vor allem deshalb, weil ich fast mein ganzes Geld in die vorzeitige Abzahlung meiner Immobilie gesteckt habe. Vorher habe ich eine Menge Erfahrungen mit Anlagen gesammelt, aber das ist, wie gesagt, eine Weile her. 1. Erfahrungen mit Geldanlagen Seit 20 Jahren Erfahrung mit Geldanlagen: festverzinslichte des Bundes, einmal eine Fremdwährungsanleihe, viele Aktien- wenige Rentenfonds, einmal Direktinvestition in eine Aktie. Alles ca. 10 Jahre her. Alterssicherung ist abgeschlossen über verschiedene Produkte wie klassische Lebensversicherung, fondsgebundene LV, Pensionskasse der Firma. Bei meiner besseren Hälfte durch Riester (fondsgeb. LV) und Investmentrente – Akkumula, außerdem regelmäßig in Bundesschätze. 2. Darstellung von bereits vorhandener Fondspositionen (Fondsbezeichnung und ISIN angeben): derzeit ca. 10TEUR im Akkumula (DE0008474024), 1,6TEUR im DWS Euro Spezial (steht zum sofortigen Verkauf, da Genussscheinmärkte am Ende zu sein scheinen), ca. 3 TEUR (DE0008474123) in DWS Rohstoffonds. Die verschiedenen Alterssicherungsprodukte lasse ich mal außer Acht, da habe ich keinen Einfluss auf die Fondwahl, würde sie aber durchweg als ausgewogen bezeichnen. 3. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für eure Fondsanlage: Bin schon bereit ca. 1-2 Stunden pro Woche zu investieren. Einmal im Vierteljahr gern auch mehr. Mir ist klar, dass das Zeit kostet. 4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten: Prinzipiell bin ich risikobewusst. Wenn ich jetzt den Euro Spez. Verkaufe fallen auch Verluste an. Schätze mal 300 Euro. Das ist o.k. Grundsätzlich halte ich viel von einfachen Produkten, die ich verstehe. Fondsgebundene LV ist so die Grenze. Ausgewogene Mischung aus Sicherheit und Chancenwahrung wird angestrebt. Gegen Totalverluste hätte ich was. Wenn mal eine Anlage nicht so gut läuft, seis drum. Wie gesagt, ich wohne mietfrei. Optionale Angaben: 1. Alter: 442. Beruf: Ingenieur, leitender Angestellter3. Sparerfreibetrag ausgeschöpft: bis 2010 fast, danach nicht mehr4. Aktive und/oder passive Fonds gewünscht: gute Fonds Über meine Fondsanlage Pflichtangaben: 1. AnlagehorizontWie lange wollt ihr euer Geld anlegen? Dabei stehen zwei verschiedene Dinge im Vordergrund: 1. Absicherung Ausbildung, Auslandsaufenthalte etc. meiner Tochter (derzeit 8J): d.h. Anlagehorizont ca. 8-10 Jahre – eher sichere Anlagen 2. der Rest kann länger laufen: ca. 10-15 Jahre und auch eher ambitioniert sein 2. Zweck der Anlage siehe 1.1.: Dazu ist zu ergänzen, dass ich dafür bereits 125 EUR pro Monat in eine fondsgeb. Rentenversicherung Laufzeit noch 10 Jahre einzahle. Und außerdem zwei Bausparverträge kurzfristig auslaufen: a) ca. 6,5 TEUR im Juni und ca. 7,5 TEUR zum Jahresende. Beides soll für den Zweck 1.1. weiter verwendet, aber abgesichert werden. Ich gehe von einem hohen Finanzbedarf aus. Auslandsaufenthalt ca. 25 TEUR, Studium ca. 60 TEUR siehe 1.2: einfach zum schöner Leben, sehe ich eher als „Vergnügen Anlage" an. 3. Einmalanlage und/oder Sparplan? Die beiden Summen aus den Bausparern also 6,5+7,5 TEUR als Einmalanlage. Sparpläne habe ich genug. Also eher 2-3 mal pro Jahr Einmalanlagen von 2-3 TEUR. 4. Anlagekapital: Momentan vorh. Liquide Mittel gehen Mitte 2011 größtenteils in die Resttilgung der Hypothek. Ansonsten siehe 3. Vielleicht noch mal 5 TEURO Außerdem die ca. 1,6 TEUR aus dem Euro Spezial.. Macht summa summarum: 6,5+7,5+1,6+5 ca. 20 TEUR in 2010 + 5-10 TEUR pro Jahr, wenn's gut läuft. Danke für Eure Hilfe PS: Habe eine gewisse Affinität zur DWS, da ich dort bereits ein Depot habe. Bin aber nicht mit denen verheiratet und würde nur wirklich gute Produkte von denen nehmen, keinen Ramsch nur weil DWS drauf steht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Geldmachine März 17, 2010 Schau dir mal https://www.wertpapier-forum.de/topic/30922-aktien-portfolio-nach-fundamental-analyse/page__pid__557207__st__0entry557207 an. Das ist nen sehr guter Thread, der dir helfen könnte. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Kezboard März 17, 2010 · bearbeitet März 17, 2010 von Kezboard bin ganz neu hier und suche Empfehlungen für Fondsdepot [...] Seit 20 Jahren Erfahrung mit Geldanlagen: festverzinslichte des Bundes, einmal eine Fremdwährungsanleihe, viele Aktien- wenige Rentenfonds, einmal Direktinvestition in eine Aktie. Alles ca. 10 Jahre her. [...] Ausgewogene Mischung aus Sicherheit und Chancenwahrung wird angestrebt. Gegen Totalverluste hätte ich was. Wenn mal eine Anlage nicht so gut läuft, seis drum. Schau dir mal https://www.wertpapier-forum.de/topic/30922-aktien-portfolio-nach-fundamental-analyse/page__pid__557207__st__0entry557207 an. Das ist nen sehr guter Thread, der dir helfen könnte. So sehr ich das Depot von Juro auch schätze, aber ein Direktinvestment in Aktien ist bei den Vorgaben nicht im Sinne des TO. Vielmehr würde ich hier auf die Depots von Supertobs verweisen, insbesondere das für mittlere Vermögen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
HerrMustermann März 17, 2010 · bearbeitet März 17, 2010 von HerrMustermann Danke für die ersten schnellen Antworten. Sicher will ich keine Direktanlagen. Deshalb hatte ich es in "Fonds" gepostet. Bei dem Depot von Supertobs meinst Du sicherlich dieses . Danke für den Tipp. Aber mir ist der Sinn von EFTs nicht so ganz klar. (Die gabs zu "meiner Zeit" noch nicht). Wozu ist es gut, einen Fonds nochmals an der Börse zu handeln? Bringt das nicht zusätzliches Risiko? Sicher auch zusätzliche Chancen. Werde mich jetzt erst mal schlau machen, wozu EFTs gut sind... Außerdem - äh - das Depot ist zwei Jahre alt. Ist das in der jetzigen Situation noch das Richtige??? Oh Entschuldigung: Es wurde im Oktober 2009 zuletzt bearbeitet. Trotzdem. Warum ETFs und nicht "normale" Fonds. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
cris7 März 17, 2010 Es exisiteren viele Studien, die zeigen, dass nur wenige aktiv gesteuerte Fonds eine bessere Performance als Indizes, wie z.B. der Dow Jones oder DAX, die beispielsweise über ETFs nachgebildet werden können, liefern. kurzer Überblick für die Vorteile von ETFs: http://www.finanzen.net/etf/etf_ueberetf.asp?inPageID=4 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Prospektständer März 17, 2010 · bearbeitet März 17, 2010 von jschoeck Hier gibts den "forumseigenen" Informationssticky zum Thema ETFs: Klick oder auch Wikipedia Exchange Trade Funds Kurzgesagt, ist ein ETF günstiger in der "Anschaffung" (keine Managementkosten, Performances Fees), investiert bzw. abgebildet wird meist ein Indicies, wie z.B. der Dax, EuroStoxx, Aktien aus Asien o.ä. Wenn man der Ansicht ist, dass Fondsmanager unter Berücksichtigung der durch Sie verursachten Extrakosten, im Vergleich zu ETFs keine bessere Performance abliefert sind ETFs die bessere Wahl. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
H.B. März 17, 2010 1. Alter: 44 PS: Habe eine gewisse Affinität zur DWS, da ich dort bereits ein Depot habe. Bin aber nicht mit denen verheiratet und würde nur wirklich gute Produkte von denen nehmen, keinen Ramsch nur weil DWS drauf steht. Danke für den Tipp. Aber mir ist der Sinn von EFTs nicht so ganz klar. (Die gabs zu "meiner Zeit" noch nicht). Da muss ich nun doch Schmunzeln und an meine Eltern denken ... Ich war Teenager und sprach auch von meinen "Alten", die wirklich seit meiner Geburt nichts dazu gelernt hatten. Die "DWS" gab es schon, zu deiner Zeit, vermute ich mal. (Ich bin übrigens ein paar Jährchen älter, als du und brenne immer noch darauf, hinter der nächsten Ecke was neues zu entdecken, um mit Obama zu sprechen " this is my time" ) Sorry für das OT Deinen Ansatz, für die Ausbildung deiner Tochter Geld vernünftig anzulegen, finde ich übrigens Klasse. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
HerrMustermann März 17, 2010 · bearbeitet März 18, 2010 von HerrMustermann o.k. der Sinn von ETFs ist mir nun klar. (Die gabs vor 10 Jahren noch nicht.) Und natürlich bin ich gespannt auf Neues. Die DWS gabs vor 10 Jahren. Daher habe ich ja noch Restbestände. Gibts weitere Empfehlungen - oder ist das Depot von Supertobs das non-plus-ultra. Im Moment scheinen mir 70% Aktienanteil ein wenig zu optimistisch, oder? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schinzilord März 17, 2010 Die Aufteilung der Assetklassen in Supertobs Depot liegt nur an seiner persönlichen Risikoneigung. In den Musterdepots geht es nur um eine Aufteilung und sinnvolle Diversifizierung INNERHALB einer Assetklasse. Wieviel Aktien, Renten etc. du nimmst bleibt dir überlassen und liegt nur an deiner Risikoneigung und Anlagezeitraum. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Kezboard März 17, 2010 Gibts weitere Empfehlungen - oder ist das Depot von Supertobs das non-plus-ultra. Im Moment scheinen mir 70% Aktienanteil ein wenig zu optimistisch, oder? Das non-plus-ultra gibt es nicht. Dann wären wir sicherlich alle Millionäre. Du kannst dir hier aber sicherlich Anregungen für dein Depot holen - die Anlageentscheidung und somit das Risiko trägst letztendlich du selbst. Ein paar weitere gute Ideen findest du im Bereich Musterdepots, z.B. im Fondsdepot von ghost_69 - wenn dir aktiv gemanagte Fonds eher liegen als ETFs. Ansonsten kannst du dich hier im Fondsbereich einlesen und Fragen zu einzelnen Produkten, die für dich in Frage kommen, stellen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
postguru März 17, 2010 1. Absicherung Ausbildung, Auslandsaufenthalte etc. meiner Tochter (derzeit 8J): d.h. Anlagehorizont ca. 8-10 Jahre eher sichere Anlagen Soll das getrennt betrachtet werden mit einem festen Endedatum? Dann schau vielleicht einmal hier vorbei Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Alpha-Seeker März 17, 2010 - Woher kommt die Annahme, dass der Genussscheinmarkt am Ende ist? Bevor bestehende Positionen liquidiert werden, sollte die neue Assetstruktur feststehen. - Rücklagen für die Tochter sind grundsätzlich sinnvoll, aber: Das Studium der Tochter kann als leitender Angestellter aus dem laufenden Einkommen finanziert werden (vor allem bei abbezahlter Immobilie). Für Auslandsaufenthalte gibt es viele gute Stipendien, d.h. die Kosten sind sehr gering. Vielleicht wollen Kinder gar nicht Studieren und fühlen sich durch solch detailliertes Planen unter Druck gesetzt. - Der Fonds Arero ist ausgewogen (65%Aktien, 15% Rohstoffe, 25% Anleihen) , bei der DWS (das bestehende Depot kann benutzt werden), passiv (besteht aus ETFs und hat wenige Kosten), benötigt keinen Zeitaufwand (automatisches Rebalancing). Wenn der Aktienanteil zu hoch ist, kann zusätzlich in Fest- und Tagesgeld angelegt werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
HerrMustermann März 18, 2010 · bearbeitet März 18, 2010 von HerrMustermann Gibts weitere Empfehlungen - oder ist das Depot von Supertobs das non-plus-ultra. Im Moment scheinen mir 70% Aktienanteil ein wenig zu optimistisch, oder? Das non-plus-ultra gibt es nicht. Dann wären wir sicherlich alle Millionäre. Du kannst dir hier aber sicherlich Anregungen für dein Depot holen - die Anlageentscheidung und somit das Risiko trägst letztendlich du selbst. Ein paar weitere gute Ideen findest du im Bereich Musterdepots, z.B. im Fondsdepot von ghost_69 - wenn dir aktiv gemanagte Fonds eher liegen als ETFs. Ansonsten kannst du dich hier im Fondsbereich einlesen und Fragen zu einzelnen Produkten, die für dich in Frage kommen, stellen. Ich denke, eine Kombination kann sinnvoll sein. Von den ETFs habt ihr mich schon überzeugt. Wird nur "mein" DWS-Mann nicht so gut finden. Da verdient der nämlich nichts. Habe mir deshalb schon die Unterlagen eines günstigen Online-Brokers bestellt. Sehe dieses Segment hauptsächlich für das Geld, das ich für meine Tochter zurücklegen will. Das andere Depot werde ich mir gleich anschauen. Danke, Dir. Seid ihr etwa nicht alle Millionäre??? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
HerrMustermann März 18, 2010 · bearbeitet März 18, 2010 von HerrMustermann - Woher kommt die Annahme, dass der Genussscheinmarkt am Ende ist? Bevor bestehende Positionen liquidiert werden, sollte die neue Assetstruktur feststehen. Das habe ich gelesen. Außerdem scheinen die drastischen Mittelabflüsse aus dem Fond die Annahme zu bestätigen. Genau, die neue Struktur muss her. Sehe ich auch so. Daher ja auch der Thread. - Rücklagen für die Tochter sind grundsätzlich sinnvoll, aber: Das Studium der Tochter kann als leitender Angestellter aus dem laufenden Einkommen finanziert werden (vor allem bei abbezahlter Immobilie). Für Auslandsaufenthalte gibt es viele gute Stipendien, d.h. die Kosten sind sehr gering. Vielleicht wollen Kinder gar nicht Studieren und fühlen sich durch solch detailliertes Planen unter Druck gesetzt. Wie soll ich das nun verstehen? Willst Du mir sagen, "mach gar nichts, das wird schon!" - Das ist nicht meine Denkweise. Vielleicht überschätzt Du das Wort "leitender Angestellter" - oder anders: ich hätte es nicht benutzen sollen. Ist nur ne kleine Firma. Und wenn man kein Stip kriegt, läppert sich ein Auslandsjahr z.B. wie bei Kollegen (da war de Sohnemann in Neuseeland), schnell mal auf 25 TEUR - Der Fonds Arero ist ausgewogen (65%Aktien, 15% Rohstoffe, 25% Anleihen) , bei der DWS (das bestehende Depot kann benutzt werden), passiv (besteht aus ETFs und hat wenige Kosten), benötigt keinen Zeitaufwand (automatisches Rebalancing). Wenn der Aktienanteil zu hoch ist, kann zusätzlich in Fest- und Tagesgeld angelegt werden. Fein, dass ich das mit dem Arero offensichtlich nicht falsch eingeschätzt habe. Wobei ich generell eher skeptisch gegenüber Dachfonds bin, scheint mir, durch die ETFs die Kostenstruktur doch erträglich. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
HerrMustermann März 18, 2010 1. Absicherung Ausbildung, Auslandsaufenthalte etc. meiner Tochter (derzeit 8J): d.h. Anlagehorizont ca. 8-10 Jahre eher sichere Anlagen Soll das getrennt betrachtet werden mit einem festen Endedatum? Dann schau vielleicht einmal hier vorbei Nein, das sehe ich als einen Punkt an. Deinen Link werde ich gleich anschauen. Danke. (hatte das schon mal gepostet, jetzt wirds nicht angezeigt. Hoffe mal, es kommt nicht doppelt.) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Moneycruncher März 18, 2010 - Der Fonds Arero ist ausgewogen (65%Aktien, 15% Rohstoffe, 25% Anleihen) , bei der DWS (das bestehende Depot kann benutzt werden), passiv (besteht aus ETFs und hat wenige Kosten), benötigt keinen Zeitaufwand (automatisches Rebalancing). Wenn der Aktienanteil zu hoch ist, kann zusätzlich in Fest- und Tagesgeld angelegt werden. Fein, dass ich das mit dem Arero offensichtlich nicht falsch eingeschätzt habe. Wobei ich generell eher skeptisch gegenüber Dachfonds bin, scheint mir, durch die ETFs die Kostenstruktur doch erträglich. Der ARERO ist in Ordnung. Seriöses Konzept: "keep it simple with low costs". Das "Problem" ist: wenn das jeder macht, braucht man nicht mehr so schöne Foren wie dieses. Man muss auch nicht mehr überlegen, ob ein BIP-gewichteter Index besser ist als ein nach durchschnittlichen Sonnentagen gewichteter Index. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
H.B. März 18, 2010 Der ARERO ist in Ordnung. Seriöses Konzept: "keep it simple with low costs". Das "Problem" ist: wenn das jeder macht, braucht man nicht mehr so schöne Foren wie dieses. Man muss auch nicht mehr überlegen, ob ein BIP-gewichteter Index besser ist als ein nach durchschnittlichen Sonnentagen gewichteter Index. Nicht ganz. Die zentrale Frage ist, in welchen Perioden man mit BIP-gewichteten oder Markowitz-optimierten Depots überhaupt einen Mehrwert erzielen kann. Der Aero ist ein Modeprodukt, das zugegeben geschickt vermarktet wird. Wenn der Lack erst mal ab ist, wird sich die Anlegerschar einem anderen Zug anschließen. Ein Vorteil von Foren, wie diesem ist, dass sich jeder über mögliche Zukunftstrends eine Meinung bilden kann. Schließlich ist es meist vorteilhaft, ein wenig vor der Masse Investmentthemen zu besetzen. Die Anlageform ETF erlebt aus meiner Sicht gerade ihren Zenit. Ich bin gespannt, wie die ETF's nach 12-18 Monaten stagnierender Notierungen dastehen. Gerade die passiven Konzepte, auf die insbesondere die Dach-ETF-Fonds setzen, dürften es recht schwer haben während Fidelity & Co auftrumpfen. Seit Jahresanfang meine ich einen derartigen Trend erkennen zu können. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
el galleta März 18, 2010 Der Aero ist ein Modeprodukt, das zugegeben geschickt vermarktet wird.Wenn der Lack erst mal ab ist, wird sich die Anlegerschar einem anderen Zug anschließen. *gähn* Falscher Film. saludos, el galleta Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schinzilord März 18, 2010 Bei einem Anlagehorizont von 10 Jahren muss man übrigens auch an eine EXIT Strategie denken. Evtl. schon ein paar Jahre vorher anfangen, Geld rauszunehmen und in sichere Anlagen um schichten. So einen Art Entnahmeplan. Der ARERO wird überhaupt nicht geschickt vermarktet. 65 Mio Fondsvolumen nach 2 Jahren ist ja jetzt nicht so der Bringer. Es laufen halt viele Sparpläne von privaten Sparern. Nur weil der ARERO hier im Forum so präsent ist, wird der bestimmt nirgendwo überzeugt beworben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
el galleta März 18, 2010 Der ARERO wird überhaupt nicht geschickt vermarktet. Ist aber Leuten, die ihr Geld z.B. durch "Finanzchoaching" verdienen verständlicherweise trotzdem ein Dorn im Auge. saludos, el galleta Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
leinad März 18, 2010 · bearbeitet März 18, 2010 von leinad Die Anlageform ETF erlebt aus meiner Sicht gerade ihren Zenit. Ich bin gespannt, wie die ETF's nach 12-18 Monaten stagnierender Notierungen dastehen. Gerade die passiven Konzepte, auf die insbesondere die Dach-ETF-Fonds setzen, dürften es recht schwer haben während Fidelity & Co auftrumpfen. Seit Jahresanfang meine ich einen derartigen Trend erkennen zu können. Sicher werden in naher Zukunft einige ETFs wieder vom Markt verschwinden. Schon deshalb machen Anlagen in ETF Dachfonds einen Sinn. Es gibt keine absolute Wahrheit, deshalb sollte man aktiv und passiv mischen. Und stagnierende Märkte wirken sich auf beide Investments aus. Gruss leinad Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
HerrMustermann März 18, 2010 Sicher werden in naher Zukunft einige ETFs wieder vom Markt verschwinden. Schon deshalb machen Anlagen in ETF Dachfonds einen Sinn. Es gibt keine absolute Wahrheit, deshalb sollte man aktiv und passiv mischen. Und stagnierende Märkte wirken sich auf beide Investments aus. Gruss leinad Das ist auch meine Sicht der Dinge. Werde mit Sicherheit nicht nur auf eine Gruppe setzen. Auch der Hinweis mit der Ausstiegsstrategie ist sinnvoll. Hatte da vor 10 Jahren ganz gute Erfahrungen gemacht, indem ich mir Stopp-Kurse gesetzt habe und diese auch fast alle eingehalten habe. Was dazu führte, dass ich vor dem großen Knall rauskam und noch heute die Folge hat, dass ich mietfrei wohne. Zwei Nachfragen hätte ich doch noch. Und sorry, dass ich sie hier stelle, obwohl es den ETF-Thread gibt. Warum ist es sinnvoll, ETFs an der Börse zu handeln. Ich meine, ich kann doch auch mit ganz normalen Fonds einen Index nachbilden. Muss man sich den Börsenkurs auf einen Fond nicht wie einen Hebel vorstellen? Die Werte im Fonds haben Börsenkurse und der Fonds selbst auch noch. Kann der Kurs vom Fonds sich vom eigentlichen Wert (nämlich den Kursen der Papiere im Fonds) absetzen, indem z.B. ein ETF besonders beliebt ist, gepusht wird oder was weiß ich warum? Oder geht das gar nicht und der Fondspreis spiegelt immer den Wert der Aktien/Renten wieder die im Korb/Index sind? Zweitens: Ist es aus Euerer Sicht nicht schon ein wenig spät, zum Einstieg in Aktienfonds. ich meine die Depots, die Ihr empfehlt stehen sicher schon ne Weile und haben im letzten halben/dreiviertel Jahr (hoffentlich) was abgeworfen. Ich persönlich tendiere dazu, erst mal mit den Rentenfonds anzufangen und mit dem Einstieg in die Aktienfonds noch ein wenig zu warten.... Was meint ihr? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Alpha-Seeker März 18, 2010 - Rücklagen für die Tochter sind grundsätzlich sinnvoll, aber: Das Studium der Tochter kann als leitender Angestellter aus dem laufenden Einkommen finanziert werden (vor allem bei abbezahlter Immobilie). Für Auslandsaufenthalte gibt es viele gute Stipendien, d.h. die Kosten sind sehr gering. Vielleicht wollen Kinder gar nicht Studieren und fühlen sich durch solch detailliertes Planen unter Druck gesetzt. Wie soll ich das nun verstehen? Willst Du mir sagen, "mach gar nichts, das wird schon!" - Das ist nicht meine Denkweise. Vielleicht überschätzt Du das Wort "leitender Angestellter" - oder anders: ich hätte es nicht benutzen sollen. Ist nur ne kleine Firma. Und wenn man kein Stip kriegt, läppert sich ein Auslandsjahr z.B. wie bei Kollegen (da war de Sohnemann in Neuseeland), schnell mal auf 25 TEUR Sorry, habe das Wort "leitender Angestellter" falsch verstanden. Mein Gedanke war, dass man nach dem Abbezahlen der Immobilie einen hohen freien Cashflow hat, der normalerweise dazu ausreicht, ein Studium zu finanzieren (ich würde das Studium mal mit 700 EUR pro Monat taxieren). Die 700 EUR pro Monat reichen dann auch beim Auslandsstudium (ohne Stipendium muss man dann eben die Partnerunis der eigenen Uni wählen). Mein Studium wurde freundlicherweise auch von meinen Eltern subventionert und ich habe nicht mehr beim Studium im Inland benötig. Ein Stipendium zu bekommen ist auch gar nicht so schwer, wie man denkt. Im Notfall macht man eben ein Teaching Assistantship. Wenn die freien Cashflows allerdings sehr unsicher sind (bei kleinen Firmen durchaus möglich), macht die Vorsorge natürlich Sinn. Die zentrale Frage ist, in welchen Perioden man mit BIP-gewichteten oder Markowitz-optimierten Depots überhaupt einen Mehrwert erzielen kann. Ich empfehle einen Besuch der Homepage http://www.arero.de/ Der Aero ist ein Modeprodukt, das zugegeben geschickt vermarktet wird. Wenn der Lack erst mal ab ist, wird sich die Anlegerschar einem anderen Zug anschließen. Die Anlageform ETF erlebt aus meiner Sicht gerade ihren Zenit. Ich bin gespannt, wie die ETF's nach 12-18 Monaten stagnierender Notierungen dastehen. Gerade die passiven Konzepte, auf die insbesondere die Dach-ETF-Fonds setzen, dürften es recht schwer haben während Fidelity & Co auftrumpfen. Seit Jahresanfang meine ich einen derartigen Trend erkennen zu können. Ein 3-Monattrend ist irrelevant. Bitte mal "global etf growth" googlen und die Bildersuche anklicken. In den USA, der Heimat von Fidelity und Co., steigt das ETF Volumen seit Jahren an. Warum? Ein ETF erzielt im Schnitt ein Alpha (d.h. einen Mehrwert durch aktives Management) von 0 minus Kosten, ein aktiver Fonds erzielt im Schnitt ein weitaus größeres negatives Alpha. Der ARERO wird überhaupt nicht geschickt vermarktet. 65 Mio Fondsvolumen nach 2 Jahren ist ja jetzt nicht so der Bringer. Es laufen halt viele Sparpläne von privaten Sparern. Nur weil der ARERO hier im Forum so präsent ist, wird der bestimmt nirgendwo überzeugt beworben. Der ARERO wird tatsächlich so gut wie gar nicht aktiv beworben, sondern lebt von Mundpropaganda. 65mio Fondsvolumen für einen aktienlastigen Fonds in den Jahren 2008 und 2009, d.h. den Jahren der großen Angst, sind beachtenswert. Warum ist es sinnvoll, ETFs an der Börse zu handeln. Ich meine, ich kann doch auch mit ganz normalen Fonds einen Index nachbilden. Muss man sich den Börsenkurs auf einen Fond nicht wie einen Hebel vorstellen? Die Werte im Fonds haben Börsenkurse und der Fonds selbst auch noch. Kann der Kurs vom Fonds sich vom eigentlichen Wert (nämlich den Kursen der Papiere im Fonds) absetzen, indem z.B. ein ETF besonders beliebt ist, gepusht wird oder was weiß ich warum? Oder geht das gar nicht und der Fondspreis spiegelt immer den Wert der Aktien/Renten wieder die im Korb/Index sind? Zweitens: Ist es aus Euerer Sicht nicht schon ein wenig spät, zum Einstieg in Aktienfonds. ich meine die Depots, die Ihr empfehlt stehen sicher schon ne Weile und haben im letzten halben/dreiviertel Jahr (hoffentlich) was abgeworfen. Ich persönlich tendiere dazu, erst mal mit den Rentenfonds anzufangen und mit dem Einstieg in die Aktienfonds noch ein wenig zu warten.... Was meint ihr? @1: ETFs wirken nicht wie ein Hebel. Man kann aktive Fonds auch an der Börse kaufen. Der Börsenkurs eines ETFs wird sich nur unwesentlich vom Wert der enthaltenen Assets unterscheiden. @2: Viele Menschen glauben, das Market Timing nicht funktioniert. Die genannten Depots sind Langfristdepots, sodass der Zeitpunkt des Einstiegs nicht so wichtig ist. Rentenfonds haben 2009 auch eine grandiose Performance gezeigt, die sich lange nicht wiederholen wird. Da die Zinsen fast nicht mehr fallen können, werden die Kurse von Anleihen nicht mehr extrem steigen. Es bleibt aber das Risiko, dass die Zinsen steigen und die Anleihenkurse fallen. Dies wirkt sich negativ auf Rentenfonds aus. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schinzilord März 19, 2010 Bei ETFs schwankt der Wert nur minimal um den NAV, da die Kurse verbindlich von Marketmakern gestellt werden müssen. Je nach Liquidität und Qualität des MM unterscheidet sich nur der Spread, also die Geld-Brief-Spanne. Diese jedoch richtet sich IMMER nach dem NAV aus -> somit kein Hebel oder sonstwas. Graham schrieb mal, dass er in seinem Leben einige geschlossene Aktienfonds in Panikzeiten unterhalb des NAV einsammeln konnte... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
saibottina März 19, 2010 · bearbeitet März 19, 2010 von saibottina Lass Dich von den Arero-Jüngern nicht beschwatzen, wenn Dir ein überwiegender Aktien-Anteil zu riskant ist, ist das völlig in Ordnung. Der Arero ist aufgrund seiner Zusammensetzung alles andere als ein sicheres Investment, auch wenn er hier immer mehr als der "wissenschaftlich bewiesene Performancefondsgott" gepriesen wird. Das Risiko von 60% Aktien, 15% Rohstoffen und 25% Anleihen ist nicht wegzudiskutieren, auch wenn er noch so subjektiv ausgewogen ist. Ich an Deiner Stelle würde mir erst überlegen, wieviel % Deines Depots aus Aktien oder ähnlich riskanten Anlagen bestehen sollen. Für diesen Teil würde ich dann mittels Supertobs Musterdepots mir ein paar ETFs nach meinem Geschmack raussuchen. Wenn Dir das zuviel Arbeit ist, kannst Du den riskanten Teil auch über den Arero abdecken. Den Rest, und wenn ich Dein Sicherheitsempfinden richtig interpretiere ist das wohl der größere Teil des Betrags, würde ich entweder kurzfristig in Festgeld oder aufs Tagesgeldkonto legen und warten bis irgendwann die Zinsen wieder attraktiver werden, um dann den sicheren Teil langfristig bis zum Schulende Deiner Tocher fest anzulegen. Ist halt ne Wette auf demnächst steigende Zinsen, bei der allerdings kein Geld verloren geht.. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag