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Herodot

Vermögensverwaltungsfonds der Sparkasse

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Herodot

Die Sparkassen haben über Deka einen eigenen Fonds der Vermögensverwaltung praktiziert. Laut eigener Aussage ist sie sogar Marktführer in dem Segment mit über einer halben Million Kunden in Deutschland.

Die Aufteilung der Assetklassen ist doch zeitgemäss oder?

Es scheint sich um einen Dachfonds zu handeln (DynamikDepot), aber ich finde keine ISIN. Was haltet ihr davon?

https://www.deka.de/...t/sdd/index.jsp

 

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Roter Franz

Die Sparkassen haben über Deka einen eigenen Fonds der Vermögensverwaltung praktiziert. Laut eigener Aussage ist sie sogar Marktführer in dem Segment mit über einer halben Million Kunden in Deutschland.

Die Aufteilung der Assetklassen ist doch zeitgemäss oder?

Es scheint sich um einen Dachfonds zu handeln (DynamikDepot), aber ich finde keine ISIN. Was haltet ihr davon?

https://www.deka.de/...t/sdd/index.jsp

 

 

Hallo,

 

die Sparkassen, daß muß man Ihnen lassen, haben die besten Werbefilme, wenn es um das Thema Altersvorsorge geht.

Da wird dem geneigten Zuseher suggeriert, das man, hat man einmal einen Sparplan abgeschlossen, sich nur noch auf den Rentenbeginn, und die damit verbundenen fetten "Fondsrentenzahlungen" freuen muß.

 

Das Gegenteil ist der Fall.

Nach langen Jahren des Einzahlens, stellt man erschreckt fest, das das was rauskommt, kaum höher als eine Tagesgeldverzinsung ist.

Wenn Du was für Deine altervorsorge tun willst, kommst Du an Eigeninitiative, nicht umhin.

 

 

 

Mein Rat.:

Finger weg von solchen "Rund- um - sorglos- Paketen".

Die helfen nur dem Sparkassenverkäufer. Der bekommt auch noch einen großen Teil des Ausgabeaufschlages. (Grauenvoll)

 

 

P.S.

Bin seit 15 Jahren kein Sparkassenkunde mehr.

 

deka palette.htm

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mipla

also erstens!

 

Der jeweilige Sparkassenberater bekommt bei Deka Produkten 0 Provision, die Provision bekommt die vermittelnde Sparkasse.

 

Dass die Vermögensverwaltung teuer ist stimmt, aber da es nicht nur Wertpapier Freaks gibt sondern auch leute die keine Lust haben fünfmal am tag ihr depot anzuschauen und nur einen kleinen Teil ihres Vernögens in sowas zu investieren ist das in Ordnung.

 

Ist wie bei den Handwerkern, du kannst selber in den Baumarkt fahren dir die sachen kaufen (günstig) oder kannst eben einen handwerker beauftragen, der das für dich macht ( das ist eben teurer).

 

Welche Form besser ist kann man dann nur nach einigen Jahren beurteilen.

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Roter Franz

also erstens!

 

Der jeweilige Sparkassenberater bekommt bei Deka Produkten 0 Provision, die Provision bekommt die vermittelnde Sparkasse.

 

Dass die Vermögensverwaltung teuer ist stimmt, aber da es nicht nur Wertpapier Freaks gibt sondern auch leute die keine Lust haben fünfmal am tag ihr depot anzuschauen und nur einen kleinen Teil ihres Vernögens in sowas zu investieren ist das in Ordnung.

 

Ist wie bei den Handwerkern, du kannst selber in den Baumarkt fahren dir die sachen kaufen (günstig) oder kannst eben einen handwerker beauftragen, der das für dich macht ( das ist eben teurer).

 

Welche Form besser ist kann man dann nur nach einigen Jahren beurteilen.

 

Hallo,

 

egal wer die Provision bekommt, das ist mein Geld, was da von Anfang an, vom Investment entnommen wird.

Das ist nicht O.K.

Die Fondsgesellschaft bekommst schon Verwaltungsgebühren, das muß reichen.

 

5 x am Tag sich um seine Fonds zu kümmern macht keinen Sinn.

Das geht schon in Richtung Aktien -> Daytrader.

 

Aber sich gar nicht zu kümmern, und alles Anderen Leuten zu überlassen, macht auch keinen Sinn.

 

Wie oft im Leben ist der goldene Mittelweg der beste.

Ein bis zweimal im Monat sich nach seinen Fonds umsehen, die Vergleichsindexe ansehen und ggf handeln.

 

 

Es geht immerhin um Deine Altersvorsorge, da muß ein wenig Engagement einfach da sein.

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vanity

Die Sparkassen haben über Deka einen eigenen Fonds der Vermögensverwaltung praktiziert. Laut eigener Aussage ist sie sogar Marktführer in dem Segment mit über einer halben Million Kunden in Deutschland.

Die Aufteilung der Assetklassen ist doch zeitgemäss oder?

Es scheint sich um einen Dachfonds zu handeln (DynamikDepot), aber ich finde keine ISIN. Was haltet ihr davon?

Eine Frage Was haltet ihr von in Verbindung mit dem Reizwort DEKA brauchst du hier im Forum gar nicht erst zu stellen, die eher eintönigen Antworten kommen wie ein Pawlow'scher Reflex. Da kannst du gleich nach einer KLV fragen. (was nicht heißen soll, dass ich das DEKA-Vermögensmanagement für eine tolle Sache halte).

 

Dass du keine ISIN findest liegt einfach daran, dass es sich hier nicht um einen Fonds handelt, sondern um ein Depot, welches nach deinen Zielvorgaben von DEKA verwaltet wird. In dieses Depot werden dann wohl vom Vermögensmanagement ausgewählte Fonds gelegt. Die Kosten dafür, dass du dich nicht selbst um die Auswahl kümmern willst, betragen lt. dem Flyer einmalig 1% bis 2,5% sowie 0,625% p. a. Die üblichen Fondskosten (AA) kommen dazu. Ob dir die Fremdverwaltung das wert ist, musst du selbst beurteilen. Nach den länglichen Diskussionen im Forum zu urteilen, müsste die Fondsperformance vor Kosten im Schnitt der Marktrendite entsprechen (der These folgend, dass keiner eine dauerhafte Outperformance auf's Parkett legen kann - das sollte dann auch für Underperformance und DEKA gelten).

 

(ich repariere mein Auto nicht selbst, sondern lasse das gegen entsprechende Vergütung von der Werkstatt machen - mein Geld verwalte ich lieber selbst. Ob das konsequent ist, sei mal dahingestellt)

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Roter Franz

Eine Frage Was haltet ihr von in Verbindung mit dem Reizwort DEKA brauchst du hier im Forum gar nicht erst zu stellen, die eher eintönigen Antworten kommen wie ein Pawlow'scher Reflex. Da kannst du gleich nach einer KLV fragen. (was nicht heißen soll, dass ich das DEKA-Vermögensmanagement für eine tolle Sache halte).

 

 

Hallo,

 

DEKA und Vermögensverwaltung, passen so gut zusammen wie Naher Osten und Frieden.

 

Mal ehrlich, mit dem Wort "Vermögensmanagement" wird Otto Nomal vorgespielt, das er sich auf dem Niveau einer Privat Vermögensverwaltung a la Behrenberg Bank befindet. Völliger Blödsinn.

 

Die Sparkasse will an Deine Kohle und will die mit Hauseigenen DEKA Fonds für SICH, gewinnbringend anlegen.

 

Der Kunde steht hier im Mittelpunkt, und da steht er im Weg.:tdown:

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vanity

DEKA und Vermögensverwaltung, passen so gut zusammen wie Naher Osten und Frieden.

Überzeugende Argumentation! :thumbsup: (genau das meinte ich)

 

Mal ehrlich, mit dem Wort "Vermögensmanagement" wird Otto Nomal vorgespielt, dass er sich auf dem Niveau einer Privat-Vermögensverwaltung a la Behrenberg Bank befindet. Völliger Blödsinn.

Meinst du die? http://www.berenberg.de/ (dann schreib' sie doch bitte richtig, man googelt sich ja zu Tode)

 

Die Sparkasse will an Deine Kohle und will die mit Hauseigenen DEKA Fonds für SICH, gewinnbringend anlegen.

Der Kunde steht hier im Mittelpunkt, und da steht er im Weg.:tdown:

Und Berenberg macht das umsonst (=unentgeltlich)? :- Und finanzieren ihr schniekes Foyer aus der Privatschatulle? Dann werde ich mit meinen popeligen 5k bis 15k (Mindestanlage Deka-Vermögensmanagement) mal da hin dackeln und mir ein kostenneutrales Managementangebot im Rahmen des Private Banking unterbreiten lassen.

 

Wo lebst du? Es sollte doch klar sein, dass ein Finanzdienstleister, gleich welcher Couleur, einen Teil von meiner Kohle abzwacken will. Entweder ich hab's drauf und brauche ihn nicht - oder ich muss in den sauren Apfel beißen. Ob dann aber Berenburg oder DEKA die erste Wahl ist, wer weiß?

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Roter Franz
Und Berenberg macht das umsonst (=unentgeltlich)? whistling.gif Und finanzieren ihr schniekes Foyer aus der Privatschatulle? Dann werde ich mit meinen popeligen 5k bis 15k (Mindestanlage Deka-Vermögensmanagement) mal da hin dackeln und mir ein kostenneutrales Managementangebot im Rahmen des Private Banking unterbreiten lassen.

 

Wo lebst du? Es sollte doch klar sein, dass ein Finanzdienstleister, gleich welcher Couleur, einen Teil von meiner Kohle abzwacken will. Entweder ich hab's drauf und brauche ihn nicht - oder ich muss in den sauren Apfel beißen. Ob dann aber Berenburg oder DEKA die erste Wahl ist, wer weiß?

 

 

 

Sorry,

 

in Deutsch war ich immer schlechter als in Mathe.

 

Berenberg macht es auch nicht umsonst, ist doch klar.

 

Wahrscheinlich nehmen die sogar prozentual noch mehr als die Sparkasse.

Was ich aber damit sagen wollte ist, das die Sparkasse mit dem Wort "Vermögensverwaltung" die Emotionen anspricht.

Ich "Kunde Ar****" kann mir auch eine Vermögensverwaltung leisten.

Nicht nur die Superreichen.

 

Sobald aber Emotionen im Spiel sind, ist das Gehirn abgeschalten, und die "Berater" haben leichtes Spiel.

 

Ich bleibe dabei::

Wenn es um Kapitalanlagen geht, muß man sich selbst kümmern.

Überlässt man alles anderen , wird es teuer.

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bla
Ich bleibe dabei::

Wenn es um Kapitalanlagen geht, muß man sich selbst kümmern.

Überlässt man alles anderen , wird es teuer.

Sehr wahr! Man sah deutlich bei Sal. Oppenheimer, dass man sich auch nicht auf die Privatbanken verlassen kann. Zu dem haben sehr viele Privatbanken auch noch Asset Management und da verkauft man sicher mal gern ein eigenes Produkt. :-

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peter32

Die Illusion ist ja, dass man einen Mehrwert durch die Vermögensverwaltung bekommt. Das ist einfach nicht immer gegeben, eher selten sogar würde ich sagen. Sichere Kosten stehen immer unsicheren Erträgen gegenüber. Ich würde mein Geld lieber auf ein Tagesgeldkonto packen oder auf sonstige "sichere" Anlagen zurück greifen, bevor ich es der Sparkasse zum verwalten gebe.

 

Selbst eine hochwertige Vermögensverwaltung für große Vermögen muss überwacht werden, wer sein Geld einfach abgibt und von dauerhaft guten Ergebnissen ausgeht, wird garantiert irgendwann einmal enttäuscht. Für kleine Vermögen gilt das umso mehr.

 

Die Entscheidung muss sein, ob man ein Risiko (Aktien, Fonds, etc.) eingehen will oder nicht (Tagesgeld, Festgeld, etc.).

 

Das Risiko ist natürlich nur durch potentielle Mehrerträge gerechtfertigt. Man kann mehr verlieren, aber auch mehr gewinnen. Wenn man nun professionelle Vermögensverwalter anstellt, weil man davon ausgeht, dass sie durch ihre Kenntnisse ein geringeres Verlustrisiko bewirken, dann schränkt deren Bezahlung natürlich die Rendite ein. Unterm Strich muss man froh sein, wenn überhaupt eine Rendite über den sicheren Anlagen herauskommt. Das ist der Fall mit der Deka und vielen anderen "Vermögensverwaltungen". Die Kosten sind sicher, die Mehrerträge allerdings fragwürdig. Meistens machen die jede Krise nach unten voll mit und verpennen dann die Erholung.

 

Ich möchte niemanden von Aktien, Fonds etc. abraten, man kann damit sicherlich gute Renditen erzielen. Allerdings nimmt euch den damit verbundenen Aufwand keiner ab, bzw. wenn er es tut dann nur gegen einen (meiner Meinung nach immer überhöhten) Preis.

Wenn ihr mit dem Feuer spielen wollt, und nichts anderes sind Aktien/Fonds, dann macht das aber niemals blind und kümmert euch entsprechend darum. Die potentielle Mehrrendite gegenüber sicheren Anlagen gibt es nicht kostenfrei bzw. ohne Aufwand.

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jumpsuit27

Die Illusion ist ja, dass man einen Mehrwert durch die Vermögensverwaltung bekommt. Das ist einfach nicht immer gegeben, eher selten sogar würde ich sagen. Sichere Kosten stehen immer unsicheren Erträgen gegenüber. Ich würde mein Geld lieber auf ein Tagesgeldkonto packen oder auf sonstige "sichere" Anlagen zurück greifen, bevor ich es der Sparkasse zum verwalten gebe.

 

Selbst eine hochwertige Vermögensverwaltung für große Vermögen muss überwacht werden, wer sein Geld einfach abgibt und von dauerhaft guten Ergebnissen ausgeht, wird garantiert irgendwann einmal enttäuscht. Für kleine Vermögen gilt das umso mehr.

 

Die Entscheidung muss sein, ob man ein Risiko (Aktien, Fonds, etc.) eingehen will oder nicht (Tagesgeld, Festgeld, etc.).

 

Das Risiko ist natürlich nur durch potentielle Mehrerträge gerechtfertigt. Man kann mehr verlieren, aber auch mehr gewinnen. Wenn man nun professionelle Vermögensverwalter anstellt, weil man davon ausgeht, dass sie durch ihre Kenntnisse ein geringeres Verlustrisiko bewirken, dann schränkt deren Bezahlung natürlich die Rendite ein. Unterm Strich muss man froh sein, wenn überhaupt eine Rendite über den sicheren Anlagen herauskommt. Das ist der Fall mit der Deka und vielen anderen "Vermögensverwaltungen". Die Kosten sind sicher, die Mehrerträge allerdings fragwürdig. Meistens machen die jede Krise nach unten voll mit und verpennen dann die Erholung.

 

Ich möchte niemanden von Aktien, Fonds etc. abraten, man kann damit sicherlich gute Renditen erzielen. Allerdings nimmt euch den damit verbundenen Aufwand keiner ab, bzw. wenn er es tut dann nur gegen einen (meiner Meinung nach immer überhöhten) Preis.

Wenn ihr mit dem Feuer spielen wollt, und nichts anderes sind Aktien/Fonds, dann macht das aber niemals blind und kümmert euch entsprechend darum. Die potentielle Mehrrendite gegenüber sicheren Anlagen gibt es nicht kostenfrei bzw. ohne Aufwand.

 

 

Das ist richtig so - und zwar für alle Vermögensverwalter, nicht nur die der Sparkassen.

 

Ich weiß manchmal nicht, was ihr alle gegen die Sparkassen und DEKA habt. SInd sie denn SO viel schlechter als die anderen? Und das sie etwas verdienen wollen und keinen wohltätigen Verein sind, ist ja auch OK oder? Es gibt sicherlich sehr viele Kunden, die mit Tracking Errors und TERs und so n Zeug überhaupt nichts am Hut haben und deswegen zu den Profis bei der Bank gehen. Die versuchen etwas zu verkaufen, und der mündige Bürger hat die Freiheit, sich dafür oder dagegen zu entscheiden. Das ist ja sein gutes Recht.

 

Hier wird manchmal auf die Sparkassen draufgehauen als wären sie Teufelszeug. Die Volksbanken kommen hier viel besser weg - warum eigentlich?

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peter32

Das ist richtig so - und zwar für alle Vermögensverwalter, nicht nur die der Sparkassen.

 

Ich weiß manchmal nicht, was ihr alle gegen die Sparkassen und DEKA habt. SInd sie denn SO viel schlechter als die anderen? Und das sie etwas verdienen wollen und keinen wohltätigen Verein sind, ist ja auch OK oder? Es gibt sicherlich sehr viele Kunden, die mit Tracking Errors und TERs und so n Zeug überhaupt nichts am Hut haben und deswegen zu den Profis bei der Bank gehen. Die versuchen etwas zu verkaufen, und der mündige Bürger hat die Freiheit, sich dafür oder dagegen zu entscheiden. Das ist ja sein gutes Recht.

 

Hier wird manchmal auf die Sparkassen draufgehauen als wären sie Teufelszeug. Die Volksbanken kommen hier viel besser weg - warum eigentlich?

 

Ich glaube nicht, dass die Sparkassen bzw. Deka viel schlechter sind als deren Konkurrenz. Ob da Sparkasse, Volksbank oder gar Deutsche Bank dransteht macht nicht den riesen Unterschied. Aktien bzw. Fondberatung für kleine Summen im Privatkundenbereich ist bei keiner Bank wirklich gut (vereinzelte Ausnahmen gibt es sicherlich, aber nicht in der Fläche).

Die Sparkasse ist nunmal sehr weit verbreitet und viele Leute sind (bzw. waren) bei der Deka, daher kommen oft Gefühle ins Spiel und die Argumentation läuft manchmal in Richtung des von dir genannten Teufelszeugs.

 

Ein Teil des ganzen Problems liegt darin, dass Finanzberatung in diesem Bereich von einer Kostenlosmentalität geprägt ist. Die Beratung zum Aktienkauf darf nichts kosten. Aber natürlich fallen Kosten an, diese müssen die Banken durch vergleichsweise teure Produkte ausgleichen. Man zahlt eben über die Gebühren für seine Beratung - für besser informierte Anleger stimmt dieser Deal aber nicht mehr, man zahlt zuviel für zu schlechte Beratung.

 

Das Ganze liegt in der Natur der Sache, denn konsequent gesehen wird hier auch zusammen gebracht, was nicht zusammen gehört: Der ahnungslose Klein-/Privatanleger und der Kapitalmarkt. Zwischen diese beiden Pole die Sparkasse zu setzen und auf gute Ergebnisse zu hoffen ist mehr als naiv.

Durch das enorme Wissensdefizit auf Seiten des uninformierten Anlegers (um den geht es ja, wer sich gut informiert landet ja nicht bei der Deka und Konsorten) kann selbst ein durchschnittlich gut informierter Bankberater gute Geschäfte machen. Der Dumme berät sozusagen den Dümmeren (bitte niemand persönlich nehmen:)).

 

Hier liegt ein anderer Teil: Die von dir zitierten "Profis bei der Bank" gibt es so nicht. In den meisten Filialen sitzen nur Verkäufer, welche die Produktpalette der Sparkasse anbieten. Die normale Ausbildung für Bankkaufleute gibt keine vernünftige Anlageberatung her. Ein Fachwirt oder Studium im Lebenslauf ist auch keine Garantie, dass der Typ was kann (was meint ihr, wer nach einem Studium mit Finanzschwerpunkt die kleinen Privatkunden einer normalen Bank berät? Sicher nicht die Topabsolventen). Beratung ist in diesem Fall so definiert, dass aus einer sehr limiterten Palette das für den Kunden (vermutlich) beste ausgewählt wird. Das Problem ist, dass die Palette insgesamt nicht viel taugt und dadurch im Vergleich zum Gesamtmarkt so gut wie immer suboptimale Ergenisse herauskommen. (Auf Versicherungen kann man diese Problematik übertragen, Stichwort Strukturvertrieb).

 

Hierfür gibt es aber auch keine Lösung. Solange ein Kunde völlig ahnungslos ist und keine Zeit für die Geldanlage investieren will, muss er dem Bankberater glauben. Egal wie schlecht dieser vielleicht ist, der Kunde kann es nicht einschätzen und kauft, was ihm angeboten wird. Dieser Markt ist nicht unerheblich klein, viele Leute kaufen ihrem Sparkassenberater einfach ab, was er ihnen sagt. Ob sie damit im Durchschnitt einen risikoadequaten Mehrwert bekommen, darf bezweifelt werden.

.

Sobald der Kunde jedoch ein gewisses Interesse an der Materie hat und nicht die 0815-Durchschnittsanlagen kaufen möchte, hat er schon einen gewissen Informationsstand. Schaut sich der Kunde weiter um und wird so schlau, dass er einen schlechten Berater als solchen erkennt, braucht er den Berater nicht mehr, weil er selbst etwa genauso viel weis wie der Berater.

Dort hängen ja die meisten Leute, die hier ins Forum kommen. Zu schlau, um das erstbeste Produkt zu kaufen und gleichzeitig nicht schlau genug, um zu wissen, was denn nun besser ist. Dafür gibt es aber keine einfache Lösung.

 

Entweder man kauft von der Stange bei der Sparkasse, oder man schneidert selbst (was Zeit kostet). Einen Maßanzug können sich die normalen Durchschnittsleute eben nicht leisten, auch wenn manche Anbieter damit werben ("kostenfreie, individuelle Anlageberatung").

 

Ganz kurz gefasst: Wer nicht mindestens X zu verwalten hat, muss es selbst machen um mit einer annehmbaren Wahrscheinlichkeit eine Rendite über dem risikofreien Zins zu bekommen.

(ob X bei 100.000 oder bei 1.000.000 liegt oder wo genau dazwischen kann man diskutieren)

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Grumel
· bearbeitet von Grumel

Aus meiner sehr beschränkten Erfahrung sind die Volksbanken auch objektiv besser. Die Sparkassen verkaufen viel aggressiver schlechte Modeprodukte mit hohen Gewinnmargen. Die Privatbanken sind wahrscheinlich deutlich schlimmer als beide, aber welcher kleinanleger hat schon Geld bei einer Nichtonline Privatbank?

 

Aber stimmt schon, die Sparkassen kriegen unverdient viel ab. Andere Müllfonds haben große Fanscharen die jeden kritiker ihres fonds steinigen. Sagt wohl mehr über den Erfolg der Marketingstrategie als über die Qualität der Fonds. Sparkasse passt nicht so recht ins gewiefter experte selbstbild.

 

ZZ1 ,partimore, oder früher Global basics , dieser eine China fonds , Lingohr etc über fondsdiscounter, dagegen ist irgendwie cool und trotzdem schlechter als Sparkassenschnitt. Letzendlich verdienen sie aber alle gesteinigt zu werden.

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Akaman

aber welcher kleinanleger hat schon Geld bei einer Nichtonline Privatbank?

ich. Aber sonst hast du recht.

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Warlock

Zum Thema Sparkasse: Habe vor kurzem mein Depot bei der Deka aufgelöst. Die nette Sparkassendame wollte mir das natürlich ausreden. Nachdem ich ihr aber recht schnell klarmachen konnte das ich mittlerweile mehr weiss als sie, war auch Ruhe. Wir haben dann noch ein bisschen geplaudert, denn sie wollte mich ja als Kunde nicht ganz verlieren und dann erzählte sie auf einmal das die Geschäftsleitung angewiesen hätte massiv Dekaprodukte zu bewerben und zu verkaufen, weil damit das meiste Geld zu machen ist.

 

Zum eigentlichen Thema: Mir hatte man auch den Chance Plus verkauft. Das ist ein reiner Aktien-Dachfonds. Meiner Meinung mit das beste Produkt der Deka. 2% AA sind okay, ein solider Mix aus Fonds in Europa und Nordamerika und Rest. Wenn denn die Sparkassen ihren Kunden das Ding verkaufen würden wäre Lischen Müller sicherlich gut damit bedient.

 

Bei den anderen Fonds werden dann noch Geldmarktfonds beigemischt, damit habe ich mich aber nicht beschäftigt.

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Roter Franz

 

 

Zum eigentlichen Thema: Mir hatte man auch den Chance Plus verkauft. Das ist ein reiner Aktien-Dachfonds. Meiner Meinung mit das beste Produkt der Deka. 2% AA sind okay, ein solider Mix aus Fonds in Europa und Nordamerika und Rest. Wenn denn die Sparkassen ihren Kunden das Ding verkaufen würden wäre Lischen Müller sicherlich gut damit bedient.

 

 

Hallo,

 

meinst Du den Chance.

Wenn ja gibts den bei Ebase über AVL zu 0 % AA.

Chance plus.htm

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Grumel
Mir hatte man auch den Chance Plus verkauft. Das ist ein reiner Aktien-Dachfonds. Meiner Meinung mit das beste Produkt der Deka.

 

Eher das Gegenteil. Zur den Dachfondskosten kommen noch die Kosten der eigentlichen Fonds. Dachfonds sind nur ne Kostenversteckmethode. Hab grade bischen bei Deka geguckt.

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Warlock

Auf meine Nachfrage hin, hatte man mir versichert das keine weiteren AA anfallen würden. Ich vermute mal damit waren die hauseigenen Fonds gemeint. Die machen einen recht großen Anteil am Gesamtvolumen aus.

 

Auf jeden Fall hat sich der Fonds besser entwickelt als der DekaFonds und der AriDeka im gleichen Zeitraum.

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peter32

Auf meine Nachfrage hin, hatte man mir versichert das keine weiteren AA anfallen würden. Ich vermute mal damit waren die hauseigenen Fonds gemeint. Die machen einen recht großen Anteil am Gesamtvolumen aus.

"Keine weiteren AA" heisst NICHT "Keine weiteren Kosten".

 

Grumel bezieht sich auf die direkten Fondskosten, TER genannt. Das sind je nach Fonds 1%-2,5%, welche jährlich zu zahlen sind. Der TER ist für jeden Fonds individuell festgelegt, das ist die Entlohnung des Fondsmanagements (und damit verbundene Kosten), da kommt auch keiner dran vorbei (also keine Rabattierung möglich wie beim AA).

 

Bei Dachfonds hast du den TER zweimal, einmal für die einzelnen Fonds und dann nochmal für den Dachfonds. Das wird zwar manchmal miteinander verrechnet (z.B. wenn die Unterfonds alle aus der gleichen Gesellschaft sind wie der Dachfonds), aber die Kosten eines Dachfonds sind immer vorhanden.

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Warlock

Ah ja, der TER war mir damals noch kein Begriff. Aber an dem Beispiel sieht man wieder wie "gut" man doch beraten wird. Ich bleibe aber dabei, der Fonds hat nach gleicher Zeit und gleicher Sparrate mehr abgeworfen als die anderen Dekafonds, Grund ist der geringere AA. Anlagezeitraum waren 18 Monate.

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saibottina
· bearbeitet von saibottina

Ich bleibe aber dabei, der Fonds hat nach gleicher Zeit und gleicher Sparrate mehr abgeworfen als die anderen Dekafonds, Grund ist der geringere AA. Anlagezeitraum waren 18 Monate.

Spielt es wirklich ne Rolle, ob er besser als die anderen Deka-Fonds war? Den Fonds gibts seit Anfang 2009, ist es wirklich überraschend, dass er in diesem recht beschränkten Zeitraum "besser abschnitt" als die anderen Aktien-Renten-Dachfonds? Schon mal mit dem MSCI World verglichen oder mit dem DAX?

Ich probier mal, so nen Chart hochzuladen:

post-10080-1267101863,55.png

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Schinzilord

Ah ja, der TER war mir damals noch kein Begriff. Aber an dem Beispiel sieht man wieder wie "gut" man doch beraten wird. Ich bleibe aber dabei, der Fonds hat nach gleicher Zeit und gleicher Sparrate mehr abgeworfen als die anderen Dekafonds, Grund ist der geringere AA. Anlagezeitraum waren 18 Monate.

Unter den Blinden ist der Einäugige König.

Die einzigen DEKA Fonds, die etwas taugen, sind die DEKA Convergence Osteuropafonds (zumindest von 2004-2008)

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