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Moneycruncher

Verschuldung als Anlagestrategie

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Brandscheid

hallo,

 

wer möchte und kann, kann mir gerne eine mail schreiben mit den garantierten top-premium-lagen in deutschland. am besten ein zeitraum von nicht weniger als 30 jahre und renditen von 4 % p.a. nach steuern. anlagesumme 200-300k. danke!

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Malvolio

Eine eigengenutzte Immobilie hat viele ganz individuell zu beurteilende Vor- und Nachteile. Daher kann man so eine Investition schlicht und einfach nicht sinnvoll mit reinen Renditeanlagen wie Fonds, Aktien, Renten etc. vergleichen. Eine erwartete "Rendite" kann hier bestenfalls eines von mehreren Entscheidungskriterien sein. Allgemeingültige Aussagen sind hier schon gar nicht möglich. Für den einen ist ein Kredit über einige 100 T kein Problem, für den anderen ist der gleiche Kredit womöglich der sicher Weg in den finanziellen Untergang.

 

Zunächst muss man erstmal klären, ob man wirklich in einer eigenen Immobilie leben will oder ob es nicht vielleicht besser ist, erstmal weiter zur Miete zu wohnen. Nach dieser grundsätzlichen Entscheidung muss man sich dann mal überlegen was man für Bedürfnisse und Präferenzen hat was Lage, Größe, Ausstattung, etc. der Immobilie betrifft. Und last but not least muss man sich dann sehr selbstkritisch mit der Finanzierung auseinandersetzten. Hab ich genug Eigenkapital, welche Belastungen kann ich tragen, wie hoch sind letztendlich die Gesamtkosten und sind meine Pläne realistisch? Eine vorsichtige Analyse der Risiken gehört hier natürlich auch dazu. Es gibt eine Menge Dinge die hier schief gehen können und je enger eine Finanzierung gestrickt ist, desto schneller kann man in ernste Schwierigkeiten kommen.

 

Ein häufiger Grund für das Scheitern von Finanzierungen sind z.B. Ehescheidungen oder auch die schon genannte Arbeitslosigkeit. Und wenn es dann wenn es ganz dick kommt wird das Häuschen für 'nen Appel und 'nen Ei zwangsversteigert und man sitzt zwar ohne Haus aber noch mit einem Haufen Restschulden da. Und von einer Bomben-Rendite kann man bei einer selbsgenutzten Immobilie auch nicht ausgehen. Sehr gute Objekte sind in der Regel eben auch sehr teuer. Sicher kann man sich durch erwartete Wertsteigerungen alles schön rechnen, aber wenn ich das Haus nicht verkaufe dann steht das alles nur auf dem sprichwörtlich geduldigen Papier .... außerdem darf man auch die Kosten eines eigenen Hauses nicht vernachlässigen. Wie gesagt .... das alles ist eine höchst individuelle Angelegenheit und kommt immer ganz auf den Einzelfall an. Für den anderen ist es die Erfüllung eines Traums, für den anderen ein Albtraum.

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Moneycruncher

Eine eigengenutzte Immobilie hat viele ganz individuell zu beurteilende Vor- und Nachteile. Daher kann man so eine Investition schlicht und einfach nicht sinnvoll mit reinen Renditeanlagen wie Fonds, Aktien, Renten etc. vergleichen. Eine erwartete "Rendite" kann hier bestenfalls eines von mehreren Entscheidungskriterien sein. Allgemeingültige Aussagen sind hier schon gar nicht möglich. Für den einen ist ein Kredit über einige 100 T kein Problem, für den anderen ist der gleiche Kredit womöglich der sicher Weg in den finanziellen Untergang.

 

Zunächst muss man erstmal klären, ob man wirklich in einer eigenen Immobilie leben will oder ob es nicht vielleicht besser ist, erstmal weiter zur Miete zu wohnen. Nach dieser grundsätzlichen Entscheidung muss man sich dann mal überlegen was man für Bedürfnisse und Präferenzen hat was Lage, Größe, Ausstattung, etc. der Immobilie betrifft. Und last but not least muss man sich dann sehr selbstkritisch mit der Finanzierung auseinandersetzten. Hab ich genug Eigenkapital, welche Belastungen kann ich tragen, wie hoch sind letztendlich die Gesamtkosten und sind meine Pläne realistisch? Eine vorsichtige Analyse der Risiken gehört hier natürlich auch dazu. Es gibt eine Menge Dinge die hier schief gehen können und je enger eine Finanzierung gestrickt ist, desto schneller kann man in ernste Schwierigkeiten kommen.

 

Ein häufiger Grund für das Scheitern von Finanzierungen sind z.B. Ehescheidungen oder auch die schon genannte Arbeitslosigkeit. Und wenn es dann wenn es ganz dick kommt wird das Häuschen für 'nen Appel und 'nen Ei zwangsversteigert und man sitzt zwar ohne Haus aber noch mit einem Haufen Restschulden da. Und von einer Bomben-Rendite kann man bei einer selbsgenutzten Immobilie auch nicht ausgehen. Sehr gute Objekte sind in der Regel eben auch sehr teuer. Sicher kann man sich durch erwartete Wertsteigerungen alles schön rechnen, aber wenn ich das Haus nicht verkaufe dann steht das alles nur auf dem sprichwörtlich geduldigen Papier .... außerdem darf man auch die Kosten eines eigenen Hauses nicht vernachlässigen. Wie gesagt .... das alles ist eine höchst individuelle Angelegenheit und kommt immer ganz auf den Einzelfall an. Für den anderen ist es die Erfüllung eines Traums, für den anderen ein Albtraum.

 

Ich wollte nochmal anmerken, dass mein Threadtitel nicht unbedingt auf die Grundsatzfrage "Kaufen oder Mieten" zielte. Am Ende des Tages ist das eine sehr individuell zu beantwortende Frage, bei der das Bauchgefühl eine wichtige Rolle spielt.

 

Meine Idee war vielmehr, ob nicht gerade das derzeitige Niedrigzinsniveau in Verbindung mit zu erwartender Inflation eher für einen Kauf und damit einen Kredit sprechen - ungeachtet der Grundsatzüberlegungen zum Immobilienkauf. Threadtitel und Username könnten dann in 15-20 Jahren doch wieder zusammenpassen. :-))

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Malvolio

Eine eigengenutzte Immobilie hat viele ganz individuell zu beurteilende Vor- und Nachteile. Daher kann man so eine Investition schlicht und einfach nicht sinnvoll mit reinen Renditeanlagen wie Fonds, Aktien, Renten etc. vergleichen. Eine erwartete "Rendite" kann hier bestenfalls eines von mehreren Entscheidungskriterien sein. Allgemeingültige Aussagen sind hier schon gar nicht möglich. Für den einen ist ein Kredit über einige 100 T kein Problem, für den anderen ist der gleiche Kredit womöglich der sicher Weg in den finanziellen Untergang.

 

Zunächst muss man erstmal klären, ob man wirklich in einer eigenen Immobilie leben will oder ob es nicht vielleicht besser ist, erstmal weiter zur Miete zu wohnen. Nach dieser grundsätzlichen Entscheidung muss man sich dann mal überlegen was man für Bedürfnisse und Präferenzen hat was Lage, Größe, Ausstattung, etc. der Immobilie betrifft. Und last but not least muss man sich dann sehr selbstkritisch mit der Finanzierung auseinandersetzten. Hab ich genug Eigenkapital, welche Belastungen kann ich tragen, wie hoch sind letztendlich die Gesamtkosten und sind meine Pläne realistisch? Eine vorsichtige Analyse der Risiken gehört hier natürlich auch dazu. Es gibt eine Menge Dinge die hier schief gehen können und je enger eine Finanzierung gestrickt ist, desto schneller kann man in ernste Schwierigkeiten kommen.

 

Ein häufiger Grund für das Scheitern von Finanzierungen sind z.B. Ehescheidungen oder auch die schon genannte Arbeitslosigkeit. Und wenn es dann wenn es ganz dick kommt wird das Häuschen für 'nen Appel und 'nen Ei zwangsversteigert und man sitzt zwar ohne Haus aber noch mit einem Haufen Restschulden da. Und von einer Bomben-Rendite kann man bei einer selbsgenutzten Immobilie auch nicht ausgehen. Sehr gute Objekte sind in der Regel eben auch sehr teuer. Sicher kann man sich durch erwartete Wertsteigerungen alles schön rechnen, aber wenn ich das Haus nicht verkaufe dann steht das alles nur auf dem sprichwörtlich geduldigen Papier .... außerdem darf man auch die Kosten eines eigenen Hauses nicht vernachlässigen. Wie gesagt .... das alles ist eine höchst individuelle Angelegenheit und kommt immer ganz auf den Einzelfall an. Für den anderen ist es die Erfüllung eines Traums, für den anderen ein Albtraum.

 

Ich wollte nochmal anmerken, dass mein Threadtitel nicht unbedingt auf die Grundsatzfrage "Kaufen oder Mieten" zielte. Am Ende des Tages ist das eine sehr individuell zu beantwortende Frage, bei der das Bauchgefühl eine wichtige Rolle spielt.

 

Meine Idee war vielmehr, ob nicht gerade das derzeitige Niedrigzinsniveau in Verbindung mit zu erwartender Inflation eher für einen Kauf und damit einen Kredit sprechen - ungeachtet der Grundsatzüberlegungen zum Immobilienkauf. Threadtitel und Username könnten dann in 15-20 Jahren doch wieder zusammenpassen. :-))

 

Wenn du mit hoher Geldentwertung rechnest, dann kann eine Verschuldung für den Erwerb von Sachwerten sicher günstig sein, wenn diese Spukulation aufgeht. Ob das nun den Kauf einer bestimmten Immobilie vorteilhaft macht oder nicht steht aber - wie gesagt - auf einem ganz anderen Blatt. Was ich nur ausdrücken wollte ist, dass solche Überlegungen kein hinreichendes Kriterium für einen Immobilienerwerb sein können, bestenfalls eines von vielen.

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Moneycruncher

 

Wenn du mit hoher Geldentwertung rechnest, dann kann eine Verschuldung für den Erwerb von Sachwerten sicher günstig sein, wenn diese Spukulation aufgeht. Ob das nun den Kauf einer bestimmten Immobilie vorteilhaft macht oder nicht steht aber - wie gesagt - auf einem ganz anderen Blatt. Was ich nur ausdrücken wollte ist, dass solche Überlegungen kein hinreichendes Kriterium für einen Immobilienerwerb sein können, bestenfalls eines von vielen.

 

D´accord. Sagen wir es so: Zumindest dieses Kriterium spricht dafür.

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Stairway

Egal welche Investmententscheidung man trifft. Ein Kredithebel sollte immer die letzte, ja allerletzte Option sein. Für ein paar (und selbst wenn es viel mehr sind) Prozent mehr geht mein ein zum Teil existenzielles Risiko ein. Wie Buffett schon sagte, "Leverage is the only way a smart guy can go broke". Im Leben kommt es erstens anders und zweits als man denkt, mir wäre das Risiko keine Rendite der Welt wert.

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Moneycruncher

Egal welche Investmententscheidung man trifft. Ein Kredithebel sollte immer die letzte, ja allerletzte Option sein. Für ein paar (und selbst wenn es viel mehr sind) Prozent mehr geht mein ein zum Teil existenzielles Risiko ein. Wie Buffett schon sagte, "Leverage is the only way a smart guy can go broke". Im Leben kommt es erstens anders und zweits als man denkt, mir wäre das Risiko keine Rendite der Welt wert.

 

Das Risiko ist natürlich auch immer individuell zu bewerten. Wenn jemand eine gute Eigenkapitalquote hat, kann er eher einen hohen Immokredit "risikieren".

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Hannah
· bearbeitet von Hannah

Ich wollte nochmal anmerken, dass mein Threadtitel nicht unbedingt auf die Grundsatzfrage "Kaufen oder Mieten" zielte. Am Ende des Tages ist das eine sehr individuell zu beantwortende Frage, bei der das Bauchgefühl eine wichtige Rolle spielt.

 

das ist eine fast schon philosophische Frage. Ob man das Klumpenrisiko einer Immobilie (dies wichtige Schlagwort fehlte in diesem Thread noch gänzlich)hinnehmen will, muss jeder in der Tat selbst wissen. Nur unser Gefühl zu einem Zeitpunkt der Begeisterung für eine neue Immobilie ist nicht unbedingt das, das man einige Jahre später haben wird. Wir kennen uns weniger, als wir meinen. Deshalb dürften individuelle Gefühle dann doch wiederum weniger relvant sein, aber halt nicht irrelevant.

 

Meine Idee war vielmehr, ob nicht gerade das derzeitige Niedrigzinsniveau in Verbindung mit zu erwartender Inflation eher für einen Kauf und damit einen Kredit sprechen - ungeachtet der Grundsatzüberlegungen zum Immobilienkauf. Threadtitel und Username könnten dann in 15-20 Jahren doch wieder zusammenpassen. :-))

gut die Zinsen sind momentan extrem niedrig, relativ niedrig sind sie also schon seit einigen Jahren. Das neue jetzt dürfte doch eher die allgemeine Unsicherheit sein, wie es mit unserem Finanzsystem weitergeht. Trotz alldem glaube ich, dass die Bedeutung der momentan etwas geringeren Zinsen beim Hauskauf von so geringer Bedeutung gegenüber den anderen Fragen ist, dass sie praktisch selten den Ausschlag geben sollte, und man deshalb dann auch jetzt nur über die allgemeinen Grundsatzfragen nachdenken muss.

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Moneycruncher

 

gut die Zinsen sind momentan extrem niedrig, relativ niedrig sind sie also schon seit einigen Jahren. Das neue jetzt dürfte doch eher die allgemeine Unsicherheit sein, wie es mit unserem Finanzsystem weitergeht. Trotz alldem glaube ich, dass die Bedeutung der momentan etwas geringeren Zinsen beim Hauskauf von so geringer Bedeutung gegenüber den anderen Fragen ist, dass sie praktisch selten den Ausschlag geben sollte, und man deshalb dann auch jetzt nur über die allgemeinen Grundsatzfragen nachdenken muss.

 

Nur damit ich im Thread nicht falsch verstanden werden: Ich bin eigentlich kein "Immobilienfreund". Ich möchte keinen Ärger mit irgendwelchen nervigen Mietern, Hausverwaltungen und Handwerkern, bin handwerklich völlig unbegabt und möchte auch möglichst wenig Zeit in Haus und Hof investieren. Es gibt ja viele Menschen, die darin aufgehen. "Jeder nach seiner Facon" sagte schon der alte Fritz.

 

Aber: Es könnte sein, dass die Nicht-Eigentümer in ein paar Jahren (wieder) auf ihren ach so ausgewogenen und optimierten Depots sitzen, während sich der Eigennutzer an seiner schönen Wohnung und den Minizinsen freut. Dieses Szenario halte ich zumindest für nicht ganz so unwahrscheinlich wie noch vor zwei oder drei Jahren.

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