Hamiltonian Februar 4, 2010 Hey Community, bin durch ein Hobby in jungen Jahren an Geld gekommen und muss nun zusehen, wie es auf einem 0.X% Tagesgeldkonto vergammelt, weil ich nicht die Zeit finde, mich ausgiebig in die Materie einzulesen. Ich greife aber auch nicht nach den Sternen, sondern versuche nur irgendwie eine Inflationsdeckung zu erreichen. Mein Bankbera....äh Bankverkäufer hielt mir den hausinvest Europe unter die Nase, der sicher jedem hier ein Begriff ist. Er stellt es natürlich als krisensicher und nahe-null-Risiko dar, aber auch Immofonds können einem ja durch Schließungen und Neubewertungen nach Ablauf größerer Mietverträge Ärger bereiten. Frage 1: Die Bank bot mir ein Kopplungsgeschäft beim Kauf ihrer Immofonds mit 2.5% Einstiegsgebühr an, bei dem ich den gleichen Betrag nochmals zu 3.5% Festgeld 6 Monate anlegen "darf", was die Gebühr gegenüber eine normalen Festgeldanlage ungefähr nochmals halbiert. Nun las ich im Forum, dass es auch Anbieter wie den fonds-supermarkt gibt, die mit 0% klarkommen. Rein vom Gefühl her wäre es mir natürlich lieber, das Geld bei einer Großbank zu lassen. Könnt ihr da in 1-2 Sätzen eure Erfahrungen zusammenfassen? Kann man die Bankgebühren evtl. runterhandeln? Frage 2: Ich bin hilflos. Es wird viel über Diversifikation geredet (auch bei Niedrig-Risiko-Anlagen), aber die attraktiven Produkte scheinen mir nicht sehr zahlreich. Zuerst dachte ich mir, 70k unter diversen Immofonds aufzuteilen, 70k Festgeld im Kopplungsgeschäft zu lassen und 60k flüssig. Sobald ich dann mehr Zeit habe, würde ich mehr Infos einholen und geschickter anlegen. Aber so einen Batzen in Immofonds? Was könnte man noch beimischen, mit der Vorgabe, dass ich das Geld in Zukunft dringend brauchen werde und niedrige Rendite bei niedrigem Risiko bevorzuge? Ist Gold schon zu spekulativ? Bin für jeden Tip dankbar. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Chemstudent Februar 4, 2010 Frage 1: Die Bank bot mir ein Kopplungsgeschäft beim Kauf ihrer Immofonds mit 2.5% Einstiegsgebühr an, bei dem ich den gleichen Betrag nochmals zu 3.5% Festgeld 6 Monate anlegen "darf", was die Gebühr gegenüber eine normalen Festgeldanlage ungefähr nochmals halbiert. Nun las ich im Forum, dass es auch Anbieter wie den fonds-supermarkt gibt, die mit 0% klarkommen. Rein vom Gefühl her wäre es mir natürlich lieber, das Geld bei einer Großbank zu lassen. Könnt ihr da in 1-2 Sätzen eure Erfahrungen zusammenfassen? Kann man die Bankgebühren evtl. runterhandeln? Dein Gefühl solltest du abstellen. Ob der Fonds nun bei einer Großbank liegt oder nicht, ist egal. Die Depotstelle verwarht den Fodns ohnehin nur, sodass er im Falle einer Insolvenz gar nicht erst in die Insolvenzmasse einfließt. Wenn du also einen Fonds kaufen willst, dann solltest du dies bei einem FOndsdiscounter (wie dem genannten supermarkt) tun und dir den Ausgabeaufschlag ("Eisntiegsgebühr") ersparen. Frage 2: Ich bin hilflos. Es wird viel über Diversifikation geredet (auch bei Niedrig-Risiko-Anlagen), aber die attraktiven Produkte scheinen mir nicht sehr zahlreich. Zuerst dachte ich mir, 70k unter diversen Immofonds aufzuteilen, 70k Festgeld im Kopplungsgeschäft zu lassen und 60k flüssig. Sobald ich dann mehr Zeit habe, würde ich mehr Infos einholen und geschickter anlegen. Aber so einen Batzen in Immofonds? Was könnte man noch beimischen, mit der Vorgabe, dass ich das Geld in Zukunft dringend brauchen werde und niedrige Rendite bei niedrigem Risiko bevorzuge? Ist Gold schon zu spekulativ? Bin für jeden Tip dankbar. Am besten ist es, wenn du deinen Beitrag um die Angaben gemäß den Richtlinien ergänzen würdest. Und selbstverständlich ist Gold sehr spekulativ. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Hamiltonian Februar 4, 2010 Dein Gefühl solltest du abstellen. Ob der Fonds nun bei einer Großbank liegt oder nicht, ist egal. Die Depotstelle verwarht den Fodns ohnehin nur, sodass er im Falle einer Insolvenz gar nicht erst in die Insolvenzmasse einfließt. Wenn du also einen Fonds kaufen willst, dann solltest du dies bei einem FOndsdiscounter (wie dem genannten supermarkt) tun und dir den Ausgabeaufschlag ("Eisntiegsgebühr") ersparen. Nur aus Interesse: Wie verdienen diese Discounter ihr Geld? Am besten ist es, wenn du deinen Beitrag um die Angaben gemäß den Richtlinien ergänzen würdest. Und selbstverständlich ist Gold sehr spekulativ. Naja, das Meiste wurde mMn genannt: Kaum bis keine Anlageerfahrung, 200k mit Ziel der möglichst risikolosen Inflationsdeckung, maximal mittelfristige Anlage des Hauptteils, weil ich mich in Zukunft genauer mit dem Thema auseinandersetzen will. Im Moment liegt wie erwähnt alles auf einem Tagesgeldkonto, gammelt also verfügbar. Optional wäre noch, dass ich Jungakademiker bin, der einen Teil des Geldes für eine Erhöhung des Lebensstandards während der Promotion verwenden will. Danke für die schnelle Antwort nud Grüße Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Chemstudent Februar 4, 2010 Nur aus Interesse: Wie verdienen diese Discounter ihr Geld? "Normale" Fonds zahlen i. d. R. sog. "Kickbacks" an die Depotstellen. Das sit der Gewinn der Fondsdiscounter. Die Kickbacks werden immer gezahlt, egal ob der Fonds bei der Hausbank oder einem Fondsdiscounter ist. Manche Anbieter zahlen die Kickbacks auch zum Teil an den Kunden aus, verlangen dann aber entsprechende Depotgebühren etc. Naja, das Meiste wurde mMn genannt: Kaum bis keine Anlageerfahrung, 200k mit Ziel der möglichst risikolosen Inflationsdeckung, maximal mittelfristige Anlage des Hauptteils, weil ich mich in Zukunft genauer mit dem Thema auseinandersetzen will. Im Moment liegt wie erwähnt alles auf einem Tagesgeldkonto, gammelt also verfügbar. Optional wäre noch, dass ich Jungakademiker bin, der einen Teil des Geldes für eine Erhöhung des Lebensstandards während der Promotion verwenden will. Danke für die schnelle Antwort nud Grüße Die Angabe, was für dich "mittelfristig" bedeutet, wäre nicht schlecht. (Wieviel Jahre kannst du darauf verzichten?) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
etherial Februar 4, 2010 Das Ausfall-/Marktrisiko liegt in etwa wie folgt: Sparstrumpf < Tagesgeld < Bundesschatzbrief < Festgeld/Sparbrief < Langläufer-Staatsanleihe < Immobilien < Unternehmensanleihe/EM-Anleihe < Aktie < Rohstoffe/Gold < Zockerprodukte Bei einem Anlagehorizont von 2 Jahren und mehr könnte das Portfolio wie folgt aussehen: Tagesgeld: 5% Festgeld/Sparbrief: 35% Langläufer-Staatsanleihen: 30% Immobilien: 20% Aktien: 5% Rohstoffe 5% Begründung: - für kurzfristige Anschaffungen: 10.000 reichen da - Festgeld/Sparbriefe als Leiter haben einen recht guten Risiko/Rendite-Faktor - Langläufer haben im Mittel eine höhere Rendite, sind aber schon etwas riskanter (in Hochzinsphasen) - Immobilien geht gerade noch so vom Risiko - Aktien und Rohstoffe sichern andere Risiken als das Marktrisiko ab (Inflation, Extremzinsphasen und alles was wir vielleicht noch gar nicht wissen) Wer ehrgeizig ist, kann den Geldmarkt-Teil auch durch Tagesgeldhopping ersetzen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Hamiltonian Februar 4, 2010 @chemiestudent Sinn dieses "mittelfristig" war, dass ich den Großteil des Geldes gerne noch verfügbar hätte, weil ich mich in den nächsten Monaten mit der Materie befassen und mir meine eigene Perspektive verschaffen will. Wie lange das dauert, puh. Als Anfänger wird man von einer Fülle an Möglichkeiten erschlagen und der Befürchtung, dass Fehlentscheidungen so viel kosten können wie monatelang nicht zu arbeiten. 60% des Geldes würde ich ungern länger als 6-12 Monate fest anlegen, die restlichen 40% gerne auch mal auf 3-5 Jahre, wenn sich ein Produktmix findet der mich jetzt schon in meiner Laienhaftigkeit überzeugt. Ein Auge hatte ich da eben auf die hausinvest Produkte, aber das Beimischen von anderen überfordert mich schon wieder. Das Ausfall-/Marktrisiko liegt in etwa wie folgt: Sparstrumpf < Tagesgeld < Bundesschatzbrief < Festgeld/Sparbrief < Langläufer-Staatsanleihe < Immobilien < Unternehmensanleihe/EM-Anleihe < Aktie < Rohstoffe/Gold < Zockerprodukte Bei einem Anlagehorizont von 2 Jahren und mehr könnte das Portfolio wie folgt aussehen: Tagesgeld: 5% Festgeld/Sparbrief: 35% Langläufer-Staatsanleihen: 30% Immobilien: 20% Aktien: 5% Rohstoffe 5% Begründung: - für kurzfristige Anschaffungen: 10.000 reichen da - Festgeld/Sparbriefe als Leiter haben einen recht guten Risiko/Rendite-Faktor - Langläufer haben im Mittel eine höhere Rendite, sind aber schon etwas riskanter (in Hochzinsphasen) - Immobilien geht gerade noch so vom Risiko - Aktien und Rohstoffe sichern andere Risiken als das Marktrisiko ab (Inflation, Extremzinsphasen und alles was wir vielleicht noch gar nicht wissen) Wer ehrgeizig ist, kann den Geldmarkt-Teil auch durch Tagesgeldhopping ersetzen. Danke für die Tips. Wo habt ihr eure Festgeld-Beimischungen liegen? Ich bekomme im Moment 0.8% bei der Commerzbank. Werde mir auf jeden Fall so ein hübsches Portfolio bauen, nur dass die Unterpunkte Staatsanleihen, Aktien, Rohstoffe und vielleicht auch Immobilien bei mir noch so lange Tagesgeld/Festgeld bleiben, bis ich genau weiss, was ich da kaufe . Grüße! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schinzilord Februar 4, 2010 Danke für die Tips. Wo habt ihr eure Festgeld-Beimischungen liegen? Ich bekomme im Moment 0.8% bei der Commerzbank. Werde mir auf jeden Fall so ein hübsches Portfolio bauen, nur dass die Unterpunkte Staatsanleihen, Aktien, Rohstoffe und vielleicht auch Immobilien bei mir noch so lange Tagesgeld/Festgeld bleiben, bis ich genau weiss, was ich da kaufe . Grüße! Das ist das Beste, was du machen kannst. Erst mal liegen lassen und einlesen. In diesem Sinne empfehle ich dir Bücher wie Kommer - Intelligent investieren...für nur 30 und der Klassiker Finanznachrichten lesen, verstehen, nutzen. Ist zwar trocken, aber da wird ALLES erklärt, was man als Privatanleger jemals wissen muss. Was studierst du? Von einem Studenten mit anschließender beabsichtigter Promotion kann man auch was anderes zutrauen: Geh in die Bib und leih dir Bücher mit einem Portfoliomanagement im Namen aus (und schau mal hier im Bücherforum). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
littleracer Februar 4, 2010 An deiner Stelle würde ich mir unabhängige Schützenhilfe vom Fachmann holen (Honorarberater) der für paar Hundert Euro mit dir alle Möglichkeiten erörtert & ggf. ein maßgeschneidertes Konzept erstellt. Ab 150.000 kann & sollte man schon gut beraten werden ein dabei ein breit diversifiziertes Portfolio aufstellen können. LG little Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Hamiltonian Februar 4, 2010 Was studierst du? Von einem Studenten mit anschließender beabsichtigter Promotion kann man auch was anderes zutrauen: Geh in die Bib und leih dir Bücher mit einem Portfoliomanagement im Namen aus (und schau mal hier im Bücherforum). Bin fertiger Physiker und fange gerade die Promo an. Du auch, oder ist das nur ein Forenrang unter deinem Benutzernamen? Was ich in den letzten Stunden so über Immofonds im Forum las, machte mir noch mehr Bammel. Wahrscheinlich lasse ich doch erstmal das ganze Kapital in Null-Risiko-Anlagen zu 1-2%. Habt ihr vielleicht noch Hinweise, wie man aus Festgeld das Meiste rausholen kann? Ist es - mit gegebener Einlagensicherung - irrelevant, wo in Europa man sein Geld verteilt? Wo liegt der Haken an Festgeldangeboten, die bis zu 1-2% über dem Schnitt liegen? Danke und Grüße Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
osiris10 Februar 4, 2010 "Normale" Fonds zahlen i. d. R. sog. "Kickbacks" an die Depotstellen. Das sit der Gewinn der Fondsdiscounter. Die Kickbacks werden immer gezahlt, egal ob der Fonds bei der Hausbank oder einem Fondsdiscounter ist. Manche Anbieter zahlen die Kickbacks auch zum Teil an den Kunden aus, verlangen dann aber entsprechende Depotgebühren etc. Bei meiner Bank nennen sie es "Vertriebsfolgeprovision". Da diese mittlerweile ausgewiesen werden muß, kannst du leicht sehen, wieviel deine Bank jedes Jahr nur dadurch verdient, dass du dort deinen Fonds deponierst. Über die Jahre hinweg kommen da ordentlich Summen zusammen- und unabhängig davon, ob der Fonds gut oder schlecht gelaufen ist. Sollte man sich auf jeden Fall mal genauer ansehen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Antonia Februar 4, 2010 Grundsätzlich einmal: lass dir Zeit mit deiner Geldanlage. Und mach dich schlau. Es macht nichts, wenn das Geld solange auf deinem Konto rumgammelt. Es wird bei der aktuellen Inflation nicht weniger. Tagesgeld ist z.Zt. meiner Meinung nach nicht die schlechteste Investition. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
etherial Februar 4, 2010 Danke für die Tips. Wo habt ihr eure Festgeld-Beimischungen liegen? Für die Zeit der Unentschiedenheit würde ich dir eigentlich kein Festgeld empfehlen. Der Renditevorsprung vor Tagesgeld ist minimal bis nicht vorhanden. Bei Tagesgeld würde ich das Geld jeweils zur Hälfte bei 2 Banken deponieren, die genügend Einlagensicherung haben. Eine Übersicht gibts bei www.modern-banking.de. Dort findest du auch Sparbriefe/Festgeldangebote. Werde mir auf jeden Fall so ein hübsches Portfolio bauen, nur dass die Unterpunkte Staatsanleihen, Aktien, Rohstoffe und vielleicht auch Immobilien bei mir noch so lange Tagesgeld/Festgeld bleiben, bis ich genau weiss, was ich da kaufe . Um danach vernünftig entscheiden zu können empfiehlt es sich tatsächlich ein paar Bücher zu wälzen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
jogo08 Februar 4, 2010 Du solltest dich aber mal mit Tagesgeldangeboten beschäftigen, bei 0,X% zu 2,0% und den 200K bringt das schon ein schönes Sümmchen Umterschied. Auf modern-banking.de kannst du gut vergleichen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
H.B. Februar 4, 2010 Bin fertiger Physiker und fange gerade die Promo an. Du auch, oder ist das nur ein Forenrang unter deinem Benutzernamen? Was ich in den letzten Stunden so über Immofonds im Forum las, machte mir noch mehr Bammel. Wahrscheinlich lasse ich doch erstmal das ganze Kapital in Null-Risiko-Anlagen zu 1-2%. Habt ihr vielleicht noch Hinweise, wie man aus Festgeld das Meiste rausholen kann? Ist es - mit gegebener Einlagensicherung - irrelevant, wo in Europa man sein Geld verteilt? Wo liegt der Haken an Festgeldangeboten, die bis zu 1-2% über dem Schnitt liegen? Na, dann ja eigentlich nicht viel schief gehen. Die Physiker, die ich kenne, lassen sich auch bei Finanzangelegenheiten eigentlich nicht an der Nase herum führen. Deine letzten Sätze zeigen mir, dass du bereits auf dem Weg bist. Zm Thema Immobilienfonds gibt es hier im Forum ja eine recht ausführliche Darstellung der Chancen und Risiken. Dort erkennst du auch schnell, wie sich die Fraktionen hier zusammen setzen. (Positiv sind eigentlich nur diejenigen eningestellt, die mit dem Vertrieb dieser Produkte verbandelt sind) Nicht viel verkehrt machen kannst du vemutlich mit der Dt. Euroshop, wenn es denn Immobilien sein sollen. Anstatt dich mit Komer & Co herum zu schlagen, der dir intellektuell nichts geben kann, wenn du erst einmal die Marktprinzipien verstanden hast, schlage ich dir die Lektüre von Nicolas Darvas vor. "How I made 2 Millions in the Stock Markets", ist sein legendäres Buch aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts, aus meiner Sicht aktuell, wie nie. Die aktuellen Marktbedingungen ähneln denen der Darvas-Zeit sehr. Ich kenne erfolgreiche Private-Banking-MA, die mit genau diesen Mechanismen sehr stabile Erträge erzielen. Um das Thema "Diversifikation" zu erschlagen: Diese funktioniert ausschließlich in "Normalen Marktzeiten". Immer dann, wenn man diese jedoch benötigen würde, nämlich bei Marktstörungen, versagt das Konzept kläglich. Wenn du dich mit chaotischen Systemen auskennst, weisst du auch, warum dass so sein muss. Man braucht bei der Geldanlage, wie in allen übrigen Bereichen auch, ein vernünftiges Controlling, das zeitnah Aussagen über die tatsächliche Zielerreichung generiert. So etwas findest du leider in den wenigsten Vermögensverwaltungen und nur vereinzelt in Banken. Da fehlt einfach der Sachverstand, genauso, wie bei den meisten Honorarberatern. Das ist leider die Situation des Finanzwesens in Germoney. Zum Schluß noch ein Satz zum Thema: Niedrig-Risiko-Portfolio: Bitte mach nicht den Fehler, niedriges Risiko mit niedriger Renditeerwartung zu verwechseln, wie das Finanzmenschen gern machen. Geldmarktfonds und Immobilienfonds sind hervorragende Beispiele dafür, dass trotz niedriger Renditeerwartungen in Krisenzeiten der BuchErtrag mehrerer Jahre innerhalb weniger Tage "flöten gehen kann". Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
littleracer Februar 4, 2010 Zm Thema Immobilienfonds gibt es hier im Forum ja eine recht ausführliche Darstellung der Chancen und Risiken. Dort erkennst du auch schnell, wie sich die Fraktionen hier zusammen setzen. (Positiv sind eigentlich nur diejenigen eningestellt, die mit dem Vertrieb dieser Produkte verbandelt sind) Kann dir überhaupt nicht zustimmen. Die Immobranche hat in Deutschland einen gehörigen Anteil am BIP-Wachstum, außerdem gehören Immos in jedes gut divesifizierte Portfolio. Immerhin ist es ein Substanzwert oft mit indexierten Mietverträgen, welcher in Zeiten der Inflation (und diese wird in den nächsten 2 Jahren kommen) einiges zur Stabilität beiträgt. Um das Thema "Diversifikation" zu erschlagen: Diese funktioniert ausschließlich in "Normalen Marktzeiten". Immer dann, wenn man diese jedoch benötigen würde, nämlich bei Marktstörungen, versagt das Konzept kläglich. Wenn du dich mit chaotischen Systemen auskennst, weisst du auch, warum dass so sein muss. Man braucht bei der Geldanlage, wie in allen übrigen Bereichen auch, ein vernünftiges Controlling, das zeitnah Aussagen über die tatsächliche Zielerreichung generiert. So etwas findest du leider in den wenigsten Vermögensverwaltungen und nur vereinzelt in Banken. Da fehlt einfach der Sachverstand, genauso, wie bei den meisten Honorarberatern. Das ist leider die Situation des Finanzwesens in Germoney. Auf die Wertpapiermärkte bezogen mag das teilweise zutreffen, sonst ist diese Aussage nicht zutreffend! Die Controllingfrage ist ein wichtiger Punkt. Hier gibt es mittlerweile einige Marktteilnehmer die gescheite Lösungen anbieten (Wertpapiere mit VWD software z.B. zzgl. emplimentierter Finanzplanung und Beteiligungscontrolling). Allerdings muss ich zugeben, dass es für das hier angedachte Vermögen wohl etwas zu hoch gegriffen ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
BondWurzel Februar 4, 2010 Kann man die Bankgebühren evtl. runterhandeln? Das geht, hab ich bei einem Bekannten geschafft um 2/3 bei einer Vollbank....man darf aber keine Beratung mehr wollen...auf diese Hausprodukte kann man ja sehr gut verzichten. Alles andere ist gekoppelt an dein Risikoprofil bzw - bereitschaft. ( Festgeld, ETFs, Anleihen oder halt Aktien als Einzeltitel). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
H.B. Februar 4, 2010 Allerdings muss ich zugeben, dass es für das hier angedachte Vermögen wohl etwas zu hoch gegriffen ist. Ich sage überhaupt nicht, dass Immobilien nichts im Depot zu suchen haben. Ich sage, dass Immobilienfonds dort nichts zu suchen haben. Gegen REIT's habe ich überhaupt nichts einzuwenden. Die Frage, wie man sein Vermögen managt hat doch nichts mit dem Volumen zu tun.... Das wäre ja genau so, als ob du einem Kleinbetrieb per se Unprofessionalität unterstellst, nur weil er sich kein SAP für einen mittleren sechsstelligen Jahresbeitrag leisten mag. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
etherial Februar 4, 2010 Ich sage überhaupt nicht, dass Immobilien nichts im Depot zu suchen haben. Ich sage, dass Immobilienfonds dort nichts zu suchen haben. Gegen REIT's habe ich überhaupt nichts einzuwenden. Das habe ich - außer von dir - noch von keinem gehört ... Wenn ich mir die Renditen von offenen Immobilienfonds ansehe kann ich auch nicht sehen, dass da mehr Gebühren abgezapft werden als bei einem beliebigen anderen aktiven Fonds. Und das Risiko einer zeitweiligen Fondsschließung ist eben genau das, was mit dem Bonus gegenüber sichereren Anlagen prämiert wird. REITs sind aktiengesellschaften der Immobilienbranche - also Aktien mit Branchenrisiko. Nichts schlimmes - aber was ganz anderes als Immobilienfonds. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
littleracer Februar 4, 2010 Allerdings muss ich zugeben, dass es für das hier angedachte Vermögen wohl etwas zu hoch gegriffen ist. Ich sage überhaupt nicht, dass Immobilien nichts im Depot zu suchen haben. Ich sage, dass Immobilienfonds dort nichts zu suchen haben. Gegen REIT's habe ich überhaupt nichts einzuwenden. Was du gegen Immofonds hast musst du mir mal näher erklären... Die Frage, wie man sein Vermögen managt hat doch nichts mit dem Volumen zu tun.... Das wäre ja genau so, als ob du einem Kleinbetrieb per se Unprofessionalität unterstellst, nur weil er sich kein SAP für einen mittleren sechsstelligen Jahresbeitrag leisten mag. Meine Aussage bozog sich auf das Controlling. Welche Bank bzw. Berater will 10 tausende von Euros pro Jahr an Lizenzgebühren ausgeben um eine für Schnittstellen offene WertpapierSoftware zu kaufen, die mehrere Verwahrstellen unter einen Hut bringt, dazu noch Anbindungen an mehrere Beteiligugsdatenbanken einpflegt und tausende von Euros für Beteiligungsanalysehäuse wie Scope/Fondsmedia, etc. ausgibt. Dann das ganze in einem Finanzplan auf die Ziele und Bedürfnisse des Kunden abstimmt....... und das alles für Kunden, die am liebsten über den Fondssupermarkt den AA und die laufende Provision einsparen wollen? Also wer so handelt Hut ab, aber der wird dann wohl von der Caristas finanziert... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
osiris10 Februar 4, 2010 · bearbeitet Februar 4, 2010 von osiris10 Anstatt dich mit Komer & Co herum zu schlagen, der dir intellektuell nichts geben kann, wenn du erst einmal die Marktprinzipien verstanden hast, schlage ich dir die Lektüre von Nicolas Darvas vor. "How I made 2 Millions in the Stock Markets", ist sein legendäres Buch aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts, aus meiner Sicht aktuell, wie nie. Ist das jetzt eine besonders subtile Art von Humor, dass du jemandem, der sein Geld solide und risikoarm anlegen will und seinen Hauptberuf als Physiker und wohl kaum als Börsenspekulant wahrnehmen wird, eine Anleitung zum Zocken empfiehlst? Man lese diesen Artikel über Darvas in der Süddeutschen: http://www.sueddeutsche.de/finanzen/404/300402/text/ Daraus zwei Zitate, die eigentlich schon alles aussagen: "Er verdiente 2,45 Millionen Dollar von seinem Start mit Brilund an", schrieb John Boik in seinem Buch "Lektionen der größten Aktienhändler aller Zeiten". "Er machte den Löwenanteil davon in 18 Monaten - insgesamt 2,25 Millionen Dollar." "Manche Kritiker behaupteten, Darvas habe einfach Glück gehabt, da er in einem sehr starken Markt gehandelt habe." Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
H.B. Februar 4, 2010 hi @all, schön, wenn wir mal richtig kontrovers agieren können. Jemand, der erfolgreich ein Physik-Studium absolviert hat, besitzt gegenüber Menschen, die den üblichen BWL/VWL-Zugang zur Materie gewählt haben einen Vorteil: Er kann turbulente Systeme beschreiben und einschätzen. Meine Erfahrung ist die, dass man in einem derartigen Umfeld das Thema Risiko so diskutieren kann, wie es vom Mandelbrot & Taleb erfolgreich in die Finanzwelt eingeführt wurde. Was Darvas lehrt ist nicht, wie man ein Vermögen machen kann, sondern, dass man auch ohne fachspezifischen Background mit einfachsten Methoden und Disziplin erfolgreich sein kann. Wenn ich mir das śo richtig anschaue, dann liegen Kostolany und Buffet mit ihren Ansätzen nicht so fern vom Darvas. Ganz verkehrt kann es also nicht gewesen sein, was unser ungarischer Husar damals fabriziert hat. Hoffentlich hilft dies unseren Nachwuchsnaturwissenschaftler weiter. Grüße Hartmut Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
osiris10 Februar 4, 2010 · bearbeitet Februar 4, 2010 von osiris10 Jemand, der erfolgreich ein Physik-Studium absolviert hat, besitzt gegenüber Menschen, die den üblichen BWL/VWL-Zugang zur Materie gewählt haben einen Vorteil: Er kann turbulente Systeme beschreiben und einschätzen. Hartmut Also wie schon aus den Ausssagen seines ersten Posting ersichtlich, will er turbulente Systeme meiden: "Niedrig-Risiko-Anlage von 200k € optimieren" "Was könnte man noch beimischen, mit der Vorgabe, dass ich das Geld in Zukunft dringend brauchen werde und niedrige Rendite bei niedrigem Risiko bevorzuge?" Und das halte ich auch für sehr vernünftig. Ich persönlich würde dem Physikus empfehlen, einige Anleihen beizumischen. Wenn man sich z.B. am Anfang auf schlichte Plain-Vanilla-Unternehmensanleihen von z.B. Dax-Unternehmen beschränkt oder Staatsanleihen der solideren Art, ist das Thema auch für einen Laien mit geringem Zeitaufwand ganz gut zu erfassen und ohne böse Überraschungen antestbar. Gemäß meiner Erfahrung kann man sich eine Frage zum Thema "einzelne Anleihen" beim freundlichen Bankberater schenken, denn dafür werden diese nicht geschult, schließlich verdient die Bank bei einzelnen Anleihen meist nur an den Transaktionskosten, d.h. wenn man eine Anleihe über die gesamte Laufzeit von u.U. mehreren Jahren hält, hat die Bank fast nix verdient und nur relativ viel Aufwand bei den Abrechnungen gehabt. Ergo muß man sich selbst schlau machen, z.B. auf den Seiten der Börse Stuttgart, dem Handelsblatt, Financial Times, etc. Ich finde: bei minimalem Aufwand kann man dabei einiges an zusätzlicher Rendite rausholen. Empfehlen kann ich heirzu auch im Forum das Musterdepot "Schnitzel´s Bonddepot" Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
littleracer Februar 4, 2010 Sorry für OT hi @all, schön, wenn wir mal richtig kontrovers agieren können. Grüße Hartmut irgendwie muss ich schmunzeln - wenn ich mal mit jmd. im Forum "zusammenrassle" dann bist es immer Du... Back to topic Für den Threadersteller: Wenn der Anlagehorizont erstmal kürzer gewählt ist, dann kann man mit Tagesgeld nix verkehrt machen. In der Zwischenzeit würde ich mich ausführlich informieren und in Ruhe eine Entscheidung treffen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
H.B. Februar 4, 2010 Also wie schon aus den Ausssagen seines ersten Posting ersichtlich, will er turbulente Systeme meiden: . Ich persönlich würde dem Physikus empfehlen, einige Anleihen beizumischen. Wenn man sich z.B. am Anfang auf schlichte Plain-Vanilla-Unternehmensanleihen von z.B. Dax-Unternehmen beschränkt oder Staatsanleihen der solideren Art, ist das Thema auch für einen Laien mit geringem Zeitaufwand ganz gut zu erfassen und ohne böse Überraschungen antestbar. Du bist kein Naturwissenschaftler, oder? Zumindest hast du nicht verstanden, was ich geschrieben habe. Zu den Anleihen: Ich weiss nicht, was an einem Covered-Bond mit einer Zielrendite von ca. 2% p.a. oder einer BMW-Anleihe mit 2.5% pa. im aktuellen Kapitalmarktumfeld mit völlig unklaren Inflationserwartungen risikoarm ist. Auch wenn du mit deiner Einschätzung um die Beratungsqualität der Banken recht hast, geht dein Hinweis genau in die Richtung, die ich weiter oben mit Rentditearm & Risikoreich charakterisiert habe. Zum Thema Staatsanleihen:- Pimco hat britische Staatsanleihen jüngst als "auf einem Fundament aus Nitroglyzerin ruhend" charakterisiert. High-Risk--Low-Yield. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
osiris10 Februar 4, 2010 Du bist kein Naturwissenschaftler, oder? Zumindest hast du nicht verstanden, was ich geschrieben habe. ..... Ich weiss nicht, was an einem Covered-Bond mit einer Zielrendite von ca. 2% p.a. oder einer BMW-Anleihe mit 2.5% pa. im aktuellen Kapitalmarktumfeld mit völlig unklaren Inflationserwartungen risikoarm ist. Mandelbrot ist jedenfalls kein erfolgreicher Börsenspekulant. Diese Erkenntnis reicht mir vollkommen. Da du gerade BMW-Anleihen erwähnst: Wenn man eine schlichte Plain-Vanilla-BMW-Anleihe, z.B. WKN A0TVE8 vor ca. 11 Monaten gekauft hat, hat man jetzt ca. 25% Kursgewinn plus einen Koupon von ca. 5%. Wer jetzt einsteigen würde, hätte immer noch eine Rendite von ca. 3,6%. Ich würde es nicht tun, da gibt es IMO mittlerweile Anleihen mit besserem Rendite-Risikoverhältnis, aber besser als viele Tages- oder Festgeldangebote ist es alle Male noch. Über die Jahre hinweg bin ich mit unter anderem- Anleihen jedenfalls durchschnittlich sehr gut gefahren (sicher nicht immer so phantastisch wie im letzten, ungewöhnlich guten Anleihenjahr) und das ohne schlaflose Nächte und mit angemessenen Zeitaufwand und da lehne ich mich wohl kaum zu weit aus dem Fenster- lukrativer wie nach der Lektüre der Ergüsse eines ungarischen Nachtclubtänzers- gierig zu werden und in der Illusion, dass jeder an der Börse mit der Anwendung weniger Regeln Millionen verdienen kann, Hab und Gut zu verzocken. Und wenn ich mit einem Blick auf dein Profil sehe, dass du deine Dienste als Finanzcoach feilbietest, überfällt mich unwillkürlich ein eisiger Schauder. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag