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KMG

Risikoklasse 1 + 2 - was auswählen?

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KMG

Hallo,

 

ich habe damals Ende 2008 als die Kurse weit unten waren noch alles in Aktien investiert (hinsichtlich der Abgeltungssteuer) und spare seitdem Tagesgeld an, derzeit sind die Zinsen beim Tagesgeld mit 1,75% (bin bei der Comdirect Bank) ja nicht gerade sehr hoch, aber dafür ist die Inflation nicht besonders schlimm.

 

RK 3 Positionen sind wie gesagt bis auf weiteres ausgerichtet, daher geht es mir nunmehr primär um RK 1 + RK 2 Positionen.

 

Es wäre sehr nett wenn ihr mir hierbei weiterhelfen würdet.

 

Primär würden mich folgende Fragen interessieren:

 

1) sollte ich weiterhin auf Tagesgeld setzen, oder gerade diese Niedrigzinsphase nutzen um in andere Anlageformen zwecks Risikoausgleich zu switchen?

 

2) falls Frage 1 mit ja beantwortet würde welche Anlageformen würdet ihr mir empfehlen?

 

3) falls Frage 1 mit nein beantwortet würde wie lange würdet ihr auf Tagegeld setzen und wann würdet ihr in andere Anlagen wechseln bzw. vielmehr in welche (Staatsanleihen, Pfandbriefe etc. ???)

 

4) gibt es bestimmte Mindestbeträge die ihr nie bei einer Anlage unterschreiten würdet? Also von der Kostensituation her gesehen? Mein Plan war möglichst viel anzusparen um bei passender Gelegenheit gleich für größere Beträge diese Positionen auszubauen und dann ebenso lange unangetastet zu lassen wie meine RK 3 Positionen (mal mit Ausnahme des Rebalancings nach einiger Zeit, jährlich mache ich das schon allein wegen der Kosten nicht...)

 

 

Hoffe dies ist der richtige Forumsteil für diese Fragen, falls nicht bitte verschieben.

 

Über euere Hilfe würde ich mich sehr freuen. :)

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webber

Glaubst du wirklich, dass mit Staatsanleihen und Pfandbriefen abzüglich Transaktionskosten mehr heraus zu holen ist?? Es hat schon einen Sinn, dass die Zinsen so niedrig sind ... Mehr Zinsen gibt es nur mit höherem Risiko ...

 

 

 

Ps.: irgendwie immer die alte Leier ... hohe Zinsen ohne Risiko :D so langsam kann das schon nerven ...

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KMG
· bearbeitet von Kassian

Glaubst du wirklich, dass mit Staatsanleihen und Pfandbriefen abzüglich Transaktionskosten mehr heraus zu holen ist?? Es hat schon einen Sinn, dass die Zinsen so niedrig sind ... Mehr Zinsen gibt es nur mit höherem Risiko ...

 

 

 

Ps.: irgendwie immer die alte Leier ... hohe Zinsen ohne Risiko :D so langsam kann das schon nerven ...

 

Nun, eben weil ich das nicht genau weiß frage ich hier ja. ;)

 

Ich bin bei weitem keiner derjenigen Leute die zu Auslandsbanken wie Kaupthing etc. gewechselt sind, zudem sehe ich die Niedrigzinsphase nicht einmal so kritisch wie ich oben ausführte (was nützen einem mehr Zinsen wenn die Inflation einen Großteil davon auffrisst, lieber etwas niedrigere Zinsen und dafür so wie letztes Jahr eine niedrige Inflation), aber in verschiedenen ETF-Planungen hier im Forum gab es ja Hinweise das man zuerst einen größeren Teil ansparen sollte um sich dann die genauere Aufteilung der RK 1 + 2 Positionen zu überlegen. Nichts anderes habe ich gemacht und daher nun die Frage nach der Aufteilung bzw. nach eueren Meinungen. :)

 

Oder empfiehlst du nur alles aufs Tagesgeld als Risikoausgleich zu setzen?

 

P.S.: würde ich Risiko wollen würde ich griechische Staatsanleihen empfehlen, da ich aber eine gute RK 1 + 2 Aufteilung haben will habe ich dieses Thema eröffnet.

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webber
· bearbeitet von webber

fast risikolos ist nur Tagesgeld oder Festgeld.

 

Anleihen beinhalten ein nicht zu verachtendes Kursrisiko. Bei steigenden Zinsen fallen die Kurse. Es ist egalt welcher Typ von Anleihen... Schau dir mal die Volatilität der Renten ETFs an, ja, die schwanken auch.

 

weitere tipps:

Bundesschatzbriefe hier: www.deutsche-finanzagentur.de

Tagesgeldvergleich: www.modern-banking.de

 

 

Und täglich grüßt das Murmeltier...

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vanity
· bearbeitet von vanity

Was bist du denn so kiebig, webber? Nur weil du deine 1000 Beiträge im Januar nicht voll kriegst? :P

 

@Kassian: webber hat ein etwas eigentümliches Verständnis von Anlagen in Staatsanleihen und Pfandbriefen, was das Risiko anbelangt. Es ist natürlich richtig, dass Anleihen auch bester Qualität bei Änderungen im Zinsgefüge Kursschwankungen unterliegen. Genau genommen tun Festgeldanlagen das aber auch, nur sieht man die Schwankungen nicht, da es keine Notierung gibt. Es macht aber keinen großen Unterschied, ob der Kurs einer Anleihe nachgibt, weil die Zinsen steigen oder das Festgeld viel weniger Zinsen abwirft, als wenn du es später zu einem höheren Zinssatz angelegt hättest.

 

Dein Problem, Kassian, ist, dass du nicht vorhersagen kannst, wie die Zinsen sich entwickeln werden. Werden sie steigen, dann bleibst du im Tagesgeld und schichtest um, wenn sie gestiegen sind. Stagnieren sie weiterhin, ist es geschickter schon jetzt in Festgeld oder Anleihen (o. ä.) umzuswitchen. Leider kann ich es auch nicht vorhersagen und webber denke ich auch nicht. Vielleicht findest du aber noch jemanden.

 

In solchen Fällen kann eine Risikovermeidungsstrategie darin bestehen zu versuchen, das maximale Risiko, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden, zu minimieren. Sprich: Ein Teil bleibt im TG in Erwartung höherer ZInsen, ein anderer Teil wird in höher verzinste, risikofreie Anlagen in Erwartung gleichbleibenden Zinsniveaus angelegt.

 

Einen Aspekt hast du bereits selbst genannt: Da die Renditen im RK1-Bereich eher niedrig sind, spielt die Vermeidung von Kosten eine erhebliche Rolle. Je nachdem um welche Summen es geht, können sich u. U. Anleihen oder Anleihen-ETF von selbst verbieten. Eine Alternative zu Festgeldern hat webber bereits genannt: Bundesschatzbriefe über die Deutsche Finanzagentur. Das ist sehr überlegenswert, da überhaupt keine Kosten anfallen und man ziemlich flexibel bleibt. Für einen systematischen, passiven Ansatz zum Aufbau von RK1 sind sie fast alleine ausreichend.

 

sparfux' Überlegungen zu diesem Thema: https://www.wertpapier-forum.de/topic/12888-renten-etf-vs-tagesgeldfestgeldsparbriefe/page__view__getnewpost__fromsearch__1

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webber
· bearbeitet von webber

@Kassian: webber hat ein etwas eigentümliches Verständnis von Anlagen in Staatsanleihen und Pfandbriefen, was das Risiko anbelangt. Es ist natürlich richtig, dass Anleihen auch bester Qualität bei Änderungen im Zinsgefüge Kursschwankungen unterliegen. Genau genommen tun Festgeldanlagen das aber auch, nur sieht man die Schwankungen nicht, da es keine Notierung gibt. Es macht aber keinen großen Unterschied, ob der Kurs einer Anleihe nachgibt, weil die Zinsen steigen oder das Festgeld viel weniger Zinsen abwirft, als wenn du es später zu einem höheren Zinssatz angelegt hättest.

 

ist das etwa falsch?

Ich habe nur gedacht, wenn jemand eine Anleihe zu 105 kauf, 3% Zinsen p.a. bekommt und wegen fallender Kurse es nur zu 100 verkaufen kann. Wenn man annimmt, dass der Käufer der Anleihe ein Jahr später wieder verkauft, zu 100 mit 3%p.a. und 105% Kaufkurs, dann macht man eine sagenhafte Rendite von -1,90% Transaktionskosten nicht mit einberechnet.

Wenn man jedoch bis zur Endfälligkeit hält (z.B. 3 Jahre) sind es 1,29% Rendite p.a., da kann ich lieber nen Festgeld nehmen, wo ich weiß dass ich 2% p.a. bekomme und das Geld vorher nicht frei bekomme ;)

 

Natürlich sind die genannten Daten nur fiktiv ...

 

 

Und die 1000 Beiträge könnte ich voll bekommen, nur dann werde ich gesperrt/gebannt, nennt sich spamen :D

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D.D.M.

Habe auch RK 1 durch TG und FG bei verschiedenen Banken abgedeckt. Die Performances der Anleihen abzüglich der Kosten sind da meiner Meinung nach nicht deutlich höher.

Wenn man ab und zu noch an einen Teil des Geldes muss kann man ja verschiedene Laufzeiten der FG mischen.

 

Lasse mich aber auch gerne vom Gegenteil überzeugen!

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sparfux
· bearbeitet von sparfux

Danke, vanity! Das erspart es mir, meine Lieblingsantwort selber posten zu müssen :thumbsup:

 

Die Performances der Anleihen abzüglich der Kosten sind da meiner Meinung nach nicht deutlich höher.

Sie sind nicht nur nicht nur "nicht deutlich höher", sondern sogar signifikant niedriger. (siehe der Vergleich in dem von vanity verlinkten Thread)

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