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uroncha

Weltdepot mit Indexfonds zielführend?

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Dagobert

Man mag gar nicht daran denken, wie die Rendite aussieht, wenn man die SMA-Strategie so hebelt, dass sie in Punkto Volatilität und Drawdown dem Buy&Hold-Investment entspricht. :o

 

leider nicht so einfach zu simulieren, aber ich habe mal ein kleines Backtesting mit dem LevDAX ETF gemacht und zwar ab Juni 2006 (leider gab es ihn früher nicht):

 

- DAX b&h seit dem 29.06.2009: Rendite: +4,51%

 

- SMA 200 auf normalen DAX (4 Trades, der letzte ist noch offen): Rendite YTD +47,1%

 

- SMA 200 auf LevDAX ETF (gleiche Trades zur gleichen Zeit): Rendite YTD +101%

 

Beide SMA Berechnungen sind natürlich nach Abzug der Transaktionskosten

 

Don't get carried away......:- ( Die genannte Periode war logischerweise sehr schlecht für b&h )

 

@schinzilord

 

was das swing traden betrifft (Index raus, Short Index rein etc) habe noch keine Daten, ist in Arbeit

 

 

Also grab' weiter Deine Ideen aus, damit ich mich daran reiben kann.

 

Leider, leider macht dieses letzte Drittel Spass.

 

Will gerne für Reibungsstoff sorgen solange Du mich ab und zu auch wieder auf die Erde zurückholst - Deal?

 

Und wenn ich meine Struktur mit Deiner vergleiche - wir sind gar nicht so weit auseinander.....

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etherial
· bearbeitet von etherial

Der Markt hält sich an keine starre (backtesting-optimierte?) Asset-Allocation. Er schichtet je nach wirtschaftlicher Lage zwischen Renten, Cash, Aktien, Rohstoffen etc. um.

 

Ich nehme mal an, dass du etwas Richtiges meinst, aber dich bei der Wortwahl vergriffen hast: Der Markt (in der Definition wie ich sie kenne) kann nicht von Aktien in Renten umschichten. Wer von Aktien in Renten umschichtet verkauft seine Aktien und kauft Renten. D.h. es muss andere marktteilnehmer geben, die die Aktien gekauft haben und die Renten verkauft haben. Man kann Aktien und Renten dem Markt nicht entziehen, wenn sie einmal dazu gehören.

 

Wenn man Neuemissionen ausklammert ist der Markt aus meiner Sicht sehr wohl fix. Aber die wenigsten passiven Investoren decken den Markt ab. Schon die BIP-Gewichtung führt dazu, das man anders als der Markt performt. Insofern hat ein passiver Investor natürlich nicht Marktperformance

 

Insofern braucht ein Mischfonds vielleicht gar nicht den Markt schlagen.

 

Das man einen reinen Aktienindex nicht mit einem Mischfonds vergleichen kann, würde ich auch so sehen.

 

Ob er besser als ein vergleichbares Investment ist, sieht man doch:

- wenn er gleiche Rendite hat, aber weniger Risiko

- wenn er gleiches Risiko hat, aber mehr Rendite

 

Also muss man nur eine Optionsstrategie finden, die das Risiko des Hauptportfolios durch Optionen auf das gleiche Risiko herabsetzt, welches der vergleichbare Mischfonds hat. Eine Rolling Covered Call Strategie auf den DAX lässt sich z.B. ohne weiteres in Form von Zertifikaten oder sogar ETFs erwerben.

 

Ich würde mal sagen, dass beim Vergleich eines Mischfonds mit einer fixen Allokation mal der Mischfonds und mal das Standardportfolio gewinnt. Je nachdem wie die Allokation gestaltet ist.

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Emilian
· bearbeitet von Emilian

@stephan: Also bis jetzt kann ich absolut nicht klagen. Weiterhin wird die Aktienquote ja auch schrittweise heruntergefahren (sprich Anleihen gekauft und Cash(TG) gehortet). Ferner ist bei einem langfristigen (>30 Jahre) B&H-Portfolio eine Rezession das Beste was am Anfang passieren kann (Hab ich an anderer Stelle schonmal vorgerechnet). Nerven braucht man natürlich dazu.

 

@Berd: Ja, das macht man gewöhnlich nach einem festen Plan unabhängig von der Marktlage.

 

 

 

 

Gruß Emilian.

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Herr S.

@Dago

Zwei Fragen habe ich:

 

1. Du nutzt aktuell die Kaufsignale die der SMA generiert, richtig? Nutzt du auch die Verkaufssignale?

2. Wenn der SMA dir ein Kaufsignal anzeigt und du einsteigst, wann gehst du wieder raus?

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Blujuice

Der Markt hält sich an keine starre (backtesting-optimierte?) Asset-Allocation. Er schichtet je nach wirtschaftlicher Lage zwischen Renten, Cash, Aktien, Rohstoffen etc. um.

 

Ich nehme mal an, dass du etwas Richtiges meinst, aber dich bei der Wortwahl vergriffen hast: Der Markt (in der Definition wie ich sie kenne) kann nicht von Aktien in Renten umschichten. Wer von Aktien in Renten umschichtet verkauft seine Aktien und kauft Renten. D.h. es muss andere marktteilnehmer geben, die die Aktien gekauft haben und die Renten verkauft haben. Man kann Aktien und Renten dem Markt nicht entziehen, wenn sie einmal dazu gehören.

 

Wenn man Neuemissionen ausklammert ist der Markt aus meiner Sicht sehr wohl fix. Aber die wenigsten passiven Investoren decken den Markt ab. Schon die BIP-Gewichtung führt dazu, das man anders als der Markt performt. Insofern hat ein passiver Investor natürlich nicht Marktperformance

Der Markt ist aber nun mal nicht fix. Es gibt Neuemissionen, Rückkäufe und Papiere mit begrenzter Laufzeit. Außerdem gibt es entscheidende Marktakteure, die nicht renditeorientiert agieren (Notenbanken, Regierungen). Klammert man die aus, sind die verbleibenden renditeorientierten Anleger durchaus flexibel. Es ist bekannt, dass die Umschichtungen der großen renditeorientierten Marktakteuren nicht zufällig sind, sondern sich oft decken.

 

Also muss man nur eine Optionsstrategie finden, die das Risiko des Hauptportfolios durch Optionen auf das gleiche Risiko herabsetzt, welches der vergleichbare Mischfonds hat. Eine Rolling Covered Call Strategie auf den DAX lässt sich z.B. ohne weiteres in Form von Zertifikaten oder sogar ETFs erwerben.

 

Ich würde mal sagen, dass beim Vergleich eines Mischfonds mit einer fixen Allokation mal der Mischfonds und mal das Standardportfolio gewinnt. Je nachdem wie die Allokation gestaltet ist.

Ich bezweifle, dass Mischfonds die Risikoreduktion ggü. einem starren Passivportfolio nur durch Renditeverzicht erzielt. Meiner Meinung nach nimmt ein Passivinvestor ohne jede Not vorhersehbare Schwächephasen mit bzw. verzichtet auf absehbare Stärkephasen. Und mit vorhersehbar meine ich von weiten Teilen des Marktes vorhergesehen und dadurch am Markt ablesbar (z.B. mittels geeigneter Trendfolgesysteme).

 

(Mal sehen, wie lange es dauert, bis mich jemand auf einen "overconfidence bias" aufmerksam macht...)

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Emilian

@Bluejuice: Eine sehr interessante Meinung! Dennoch ein Einwurf: Kennst Du ein geeignetes Trendfolgesystem?

 

Gruß Emilian.

 

 

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DrFaustus

Ich bin jetzt nicht so der Techniker und neige auch eher zum B&H.

Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass eine Kombination aus beiden Strategien sehr zielführend sein kann:

 

Man betreibt grundsätzlich B&H, wählt aber den Einstiegszeitpunkt nach dem SMA 200.

Bei der Erstanlage genauso wie bei Nachinvestitionen.

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Emilian
· bearbeitet von Emilian

@DrFaustus: Könnte man so machen! Wenn Du aber in festgelegten Abständen nachkaufst, erreicht man damit nicht auch schon eine Art von gleitenden Durchschnitt? (mal abgesehen davon, dass das Anlegen dann sehr viel entspannter ist)

 

 

 

 

Gruß Emilian.

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Dagobert
· bearbeitet von Dagobert

@Dago

Zwei Fragen habe ich:

 

1. Du nutzt aktuell die Kaufsignale die der SMA generiert, richtig? Nutzt du auch die Verkaufssignale?

2. Wenn der SMA dir ein Kaufsignal anzeigt und du einsteigst, wann gehst du wieder raus?

 

der SMA generiert nicht nur ein Kauf- sondern auch ein Verkaufsignal das man benutzen kann. Die bisherige Kalkulation war auf Basis von Tagesschlußkursen, wobei am Tag an dem der SMA die Kurslinie nach oben durchbricht gekauft wird (solange der SMA am Tagesende noch über der Kurslinie ist) und verkauft wird wenn der SMA die Kurslinie von oben nach unten entsprechend durchschneidet.

 

Es gibt unzählige Optimierungsversuche mit zusätzlichen Indikatoren bzw. mit anderen Durchschnittszahlen zu arbeiten. Der SMA hat halt auch den Effekt daß er von vielen benutzt wird und somit ein "Selbstläufer" ist (fast). Aber immer das Verhältnis Gewinn- vs Verlusttrades beachten. Es gibt auch sehr lange Verlustphasen die man vertragen muß!

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DrFaustus

 @DrFaustus: Könnte man so machen! Wenn Du aber in festgelegten Abständen nachkaufst, erreicht man damit nicht auch schon eine Art von gleitenden Durchschnitt? (mal abgesehen davon, dass das Anlegen dann sehr viel entspannter ist)

 

Gruß Emilian.

 

Nunja, wenn man regelmäßig anlegt hat man das "Problem", dass man in einer Trendumkehr steigend/fallend weiter Geld reinstecken müsste.

In Seitwärtsphase ist das natürlich trotzdem suboptimal, weil man dann wahrscheinlich IMMER zu Höchstkursen kauft.

 

Entspannter ist b&h sicherlich. Aber entspannter ist es auch Zuhause zu bleiben statt zu arbeiten. Die Frage ist wo mehr bei rumkommt.

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Herr S.

Damit ich das verstanden habe: Du gehst rein beim Kaufsignal und erst wieder raus beim Verkaufssignal, richtig? Keine zwischenzeitliche realisierung von gewinnen/Verlusten

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Emilian

@DrFaustus: Da haste recht. Aber Du läufst eben auch Gefahr, fallende Kurse und den Einkauf zu Tiefkursen zu verpassen - eine nicht unerhebliche Komponente der späteren Rendite.

 

 

 

 

Gruß Emilian.

 

 

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DrFaustus
· bearbeitet von DrFaustus

Damit ich das verstanden habe: Du gehst rein beim Kaufsignal und erst wieder raus beim Verkaufssignal, richtig? Keine zwischenzeitliche realisierung von gewinnen/Verlusten

 

Nein, ich geh rein beim Kaufsignal und gar nicht mehr raus. :thumbsup:

Das sparrt mir a) Transaktionskosten und beh) es fällt keine Steuer an

 

@Emilian: Fallende Kurse verpasse ich gerne. Den Einstieg zu "relativen" Tiefstkursen schafft man ja mit dem System. Denn darauf zielt es ja ab.

 

Ich gebe zu, man erwischt sicherlich NIE die supergünstigen Kurse. Aber das schafft man mit reinem b&h auch in den seltensten Fällen (es sein denn ab und zu im Rahmen des Sparplans). Aber wenn man davon ausgeht, dass der Aktienmarkt sich wellenförmig nach oben bewegt, dann sehe ich schon einen Vorteil darin nahe den lokalen Minimas zu kaufen. Und nur dann.

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Blujuice

@Bluejuice: Eine sehr interessante Meinung! Dennoch ein Einwurf: Kennst Du ein geeignetes Trendfolgesystem?

 

Gruß Emilian.

Ein rudimentäres System hat Dago vorgestellt: der Moving Average ist der Klassiker der Trendfolgesysteme. Er erhöht vielleicht nicht großartig die Rendite, verringert die Drawdowns aber deutlich. Damit ist bei gleicher Risikobereitschaft auch Mehrrendite durch einen höheren Anteil riskanter Assets möglich. Die guten Handelssysteme werden natürlich unter Verschluss gehalten und nur gegen entsprechende Gebühr angeboten. Sie kombinieren meist eine Vielzahl verschiedener Mustererkennungsmodelle und verlassen sich nicht auf einzelne Muster/Systeme, die alle ihre spezifischen Probleme haben. Beispiele findest du in Dago's Managed-Futures-Thread.

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Emilian

@Blujuice: Ok, das ist wohl dann wieder eine Glaubensfrage. Zum Moving Average hab ich ja bereits einiges zitiert. Muss wohl jeder selbst wissen.

 

Gruß Emilian.

 

 

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Emilian

@DrFaustus: Ich find fallende Kurse, Rezession, etc. am Anfang der Anlegerkarriere (und da bin ich grad) super!!! Besser konnte es gar nicht kommen.

 

Deinen Vorschlag müsste man mal durchrechnen, klingt vom Gefühl her (aber was heißt das schon) erstmal auch ganz gut.

 

 

 

 

Gruß Emilian.

 

 

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TerracottaPie

@DrFaustus: Ich find fallende Kurse, Rezession, etc. am Anfang der Anlegerkarriere (und da bin ich grad) super!!! Besser konnte es gar nicht kommen.

 

 

Ich weiß nicht. Ich habe ja hoffentlich auch noch ein paar Jahrzehnte vor mir. Und im Grunde habe ich mich über den Crash letztes Jahr auch gefreut, weil ich vorher kaum am Aktienmarkt war. Aber erstens haben mir 65 Prozent Aktienquote (mit regelmäßigen, über das Jahr verteilten Nachkäufen) nervlich schon einiges abverlangt. Und zweitens war voriges Jahr vielleicht auch die Sorge nicht ganz unberechtigt, dass es nicht nur eine normale Rezession wird, sondern ein richtiger Systemzusammenbruch. Und gerade in einer solchen Situation auf Diversifikation über Anlageklassen zu verzichten? Aber gut: Gold habe ich auch nicht gekauft. ;)

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DrFaustus
· bearbeitet von DrFaustus

@DrFaustus: Ich find fallende Kurse, Rezession, etc. am Anfang der Anlegerkarriere (und da bin ich grad) super!!! Besser konnte es gar nicht kommen.

 

Deinen Vorschlag müsste man mal durchrechnen, klingt vom Gefühl her (aber was heißt das schon) erstmal auch ganz gut.

 

 

 

 

Gruß Emilian.

 

Nunja, aber in fallende Kurse hinein anlegen ist eine gefährliche Sache, denn es gibt immer einen Kurs der noch tiefer ist. Don´t catch a falling knife...

 

Angenommen der DAX fällt von 7000 auf 6000 und du denkst: Wo so billig krieg ich keine Aktien mehr. Dann auf 5000....4000....3000.

Ok, dann hast du zwar die Chance zu 3000 zu kaufen (wenn du da noch Geld hast) aber die Aktien die du bei 7000, 6000, 5000, 4000 gekauft hast waren deutlich zu teuer eingekauft.

Das System das ich fahren will bringt mir zwar keine Aktien zu 3.000 sondern vielleicht nur zu 4.000, aber dafür hab ich auch keine Verluste weil ich bei 7000 usw gekauft habe.

 

Wenn man sich die letzte Wellenbewegung anschaut wäre der Kaufzeitpunkt bei ca. 5.000 Punkten und dann nochmal bei 4.600 gewesen. Ok, das mag hoch sein. Kommt aber auch durch das sehr spitze V zustande das wir hatten.

 

2003 wäre der Kaufkurs in die Hausse ca. 3.000 Punkte gewesen.

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Emilian
· bearbeitet von Emilian

@TerraCotta: Ich seh das relativ emotionslos, bin da eigentlich cool ---> Aktien kaufen, wenn sie keiner haben will. Bei einem richtigen Systemzusammenbruch hätten wir aber alle auch andere Probleme gehabt als unsere Aktienpakete.

 

 

 

 

 

@DrFaustus: Soweit liegen wir wahrscheinlich gar nicht auseinander - Du nimmst einen Durchschnitt, ich die Marktzyklen.

 

 

Gruß Emilian.

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etherial

Ich bezweifle, dass Mischfonds die Risikoreduktion ggü. einem starren Passivportfolio nur durch Renditeverzicht erzielt.

 

Ich sehe es eben anders ...

 

Ein typischer Fondsmanager hat Betriebswirtschaft oder Mathematik studiert und sich innerhalb seines Unternehmens bewährt. Den Job würden sicher viele gerne machen, aber nur wenige bringen die Qualifikationen mit. Dennoch - wenn man z.B. auf das Ranking des Finanztest schaut - erkennt man, dass sich passive Fonds zum Teil bereits unter den ersten 10% aller Fonds aufhalten.

 

Jeder aktive Aktienfonds hat die Möglichkeit zu jeder Zeit Aktien in Bargeld umzuwandeln - und genau das soll ja auch der Vorteil von aktiven Fonds sein. 90% schaffen es nicht einen vergleichbaren passiven Fonds zu schlagen. Mir scheint, dass jeder zweite in diesem Thread aber genau das schafft, was 90% der Profis nicht schaffen.

 

Demnach müsste jeder Aktienfondsmanager einfach nur blöd sein ... Ich frage mich, woher dann die Überzeugung kommt, dass Mischfondsmanager der bekannten Mischfonds alle natürlich NICHT blöd sind und den Markt durch simple Tricks wie Moving Averages outperformed.

 

Meiner Meinung nach nimmt ein Passivinvestor ohne jede Not vorhersehbare Schwächephasen mit bzw. verzichtet auf absehbare Stärkephasen. Und mit vorhersehbar meine ich von weiten Teilen des Marktes vorhergesehen und dadurch am Markt ablesbar (z.B. mittels geeigneter Trendfolgesysteme).

 

Dagegen kann man ja nichts sagen ... es ist deine Meinung. Ich würde sagen das der Trend nach oben geht, aber ich denke es besteht ein realistisches Risiko, dass wir nochmal ein Nachbeben an der Börse bekommen ...

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Dagobert

Ich bezweifle, dass Mischfonds die Risikoreduktion ggü. einem starren Passivportfolio nur durch Renditeverzicht erzielt.

 

Ich sehe es eben anders ...

 

Ein typischer Fondsmanager hat Betriebswirtschaft oder Mathematik studiert und sich innerhalb seines Unternehmens bewährt. Den Job würden sicher viele gerne machen, aber nur wenige bringen die Qualifikationen mit. Dennoch - wenn man z.B. auf das Ranking des Finanztest schaut - erkennt man, dass sich passive Fonds zum Teil bereits unter den ersten 10% aller Fonds aufhalten.

 

Jeder aktive Aktienfonds hat die Möglichkeit zu jeder Zeit Aktien in Bargeld umzuwandeln - und genau das soll ja auch der Vorteil von aktiven Fonds sein. 90% schaffen es nicht einen vergleichbaren passiven Fonds zu schlagen. Mir scheint, dass jeder zweite in diesem Thread aber genau das schafft, was 90% der Profis nicht schaffen.

 

Demnach müsste jeder Aktienfondsmanager einfach nur blöd sein ... Ich frage mich, woher dann die Überzeugung kommt, dass Mischfondsmanager der bekannten Mischfonds alle natürlich NICHT blöd sind und den Markt durch simple Tricks wie Moving Averages outperformed.

 

Meiner Meinung nach nimmt ein Passivinvestor ohne jede Not vorhersehbare Schwächephasen mit bzw. verzichtet auf absehbare Stärkephasen. Und mit vorhersehbar meine ich von weiten Teilen des Marktes vorhergesehen und dadurch am Markt ablesbar (z.B. mittels geeigneter Trendfolgesysteme).

 

Dagegen kann man ja nichts sagen ... es ist deine Meinung. Ich würde sagen das der Trend nach oben geht, aber ich denke es besteht ein realistisches Risiko, dass wir nochmal ein Nachbeben an der Börse bekommen ...

 

sogar Du könntest den Markt mit dem simplen Trick outperformen, gibt Dir das jetzt zu denken?

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etherial

sogar Du könntest den Markt mit dem simplen Trick outperformen, gibt Dir das jetzt zu denken?

 

Das ist unfair :( du weißt doch, dass ich deine Scherze nicht verstehe ...

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Schinzilord

 

sogar Du könntest den Markt mit dem simplen Trick outperformen, gibt Dir das jetzt zu denken?

 

Du stellst die Theorie so hin, dass sie 100%ig in Zukunft den Markt outperformt.

Mir ist das Risiko zu hoch, dass die Theorie nicht (so gut) funktioniert, um nach Abzug des zeitlichen Aufwandes und der nervlichen Belastung (für mich!) den Markt zu schlagen.

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H.B.
· bearbeitet von ficoach

 

 

Also muss man nur eine Optionsstrategie finden, die das Risiko des Hauptportfolios durch Optionen auf das gleiche Risiko herabsetzt, welches der vergleichbare Mischfonds hat. Eine Rolling Covered Call Strategie auf den DAX lässt sich z.B. ohne weiteres in Form von Zertifikaten oder sogar ETFs erwerben.

 

Ich würde mal sagen, dass beim Vergleich eines Mischfonds mit einer fixen Allokation mal der Mischfonds und mal das Standardportfolio gewinnt. Je nachdem wie die Allokation gestaltet ist.

Ich bezweifle, dass Mischfonds die Risikoreduktion ggü. einem starren Passivportfolio nur durch Renditeverzicht erzielt. Meiner Meinung nach nimmt ein Passivinvestor ohne jede Not vorhersehbare Schwächephasen mit bzw. verzichtet auf absehbare Stärkephasen.

 

Nun kommen wir der Sache schon näher.

 

1. Um den Markt tatsächlich out-zu-performen muss man aus meiner Sicht die trendarmen Zeiten möglichst risikoarm versilbern. Hier sind Stillhaltergeschäfte, wie oben beschreiben, gut geeignet. Der Clou ist: man schafft sich in Zeiten, wo Trendfolgesysteme ihre Schwächen haben, ein schönes Renditepolster, was das eine oder andere Fehlsignal kompensiert, ohne das Risiko zu erhöhen.

2. Damit reduziert sich die Anforderung an einen Handelsansatz auf die Erkennung von Trendwechseln und der unabhängigen Generierung von Seitwärtsrendite.

3. Diese Vorgehensweise erhöht die Volatilität des Anlagedepots.

4. Nicht zu vergessen: Optionen sind eine eigene Assetklasse, die KnowHow verlangt und (richtig angewandt) kaum mit anderen korreliert und damit das gesamte Depot stabilisiert, ohne in die oben von @blujuce sehr treffend dargestellte Risiko-Rendite-Falle zu gehen.

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Dagobert

sogar Du könntest den Markt mit dem simplen Trick outperformen, gibt Dir das jetzt zu denken?

 

Du stellst die Theorie so hin, dass sie 100%ig in Zukunft den Markt outperformt.

Mir ist das Risiko zu hoch, dass die Theorie nicht (so gut) funktioniert, um nach Abzug des zeitlichen Aufwandes und der nervlichen Belastung (für mich!) den Markt zu schlagen.

 

es gibt ja nur zwei Wege: Entweder Du schlägst den Markt oder der Markt schlägt Dich!

 

Jetzt wollen wir erst einmal über Eure Wortwahl diskutieren:

 

1) simpler Trick - ich würde sagen simple Strategie

2) die Theorie - ist keine Theorie sondern eine Strategie die von 100.000en Anlegern (worunter auch Profi's) in dieser oder in verfeinerter Form täglich benutzt wird. Die Fakten werden von Euch aber konsequent ignoriert, obwohl ich konkrete Resultate vorgelegt habe.

 

Nachdem die semantics geklärt sind nochmal zur Strategie:

 

- Zeitaufwand: Der Moment des Kreuzens der Kurslinie kommt z.B. beim langfristigen SMA 200 nicht plötzlich aus der Luft gefallen sondern deutet sich lange vorher an. In den Perioden der Annäherung muß man 5 Minuten vor Schlußkurs das Chart anschauen und dann entweder eine Kauf- oder Verkauforder eingeben - falls es zu einem tatsächlichen Überquerung der Kurslinie kommt. Im 20 Jahresrückblick kam es zu 83 Transaktionen. Big Deal oder?(ich habe hier das Vorgehen beim Ausüben auf Basis von Tagesschlußkursen beschrieben, welches wirklich für jeden Anleger realisierbar ist).

 

- nervliche Belastung: ein zwischenzeitlicher Verlust von 76% belastet Dich nervlich weniger als ein maximaler Zwischenverlust von -36% - aha, ok, Du bist knallhart, Hut ab!

 

- Risiko: Ja, ich gebe Dir recht, es gibt ein Risiko. 100% Sicherheit gibt es nur bei einer Sache und die kommt unweigerlich auf uns alle zu.... Ich glaube das wirkliche Risiko in dieser Strategie liegt im Fakt daß der Anleger nach einigen Verlusttrades das Vertrauen in das System verliert und zu früh aussteigt. Aber auch hier könnte der zweifelnde Anleger ein einfaches Money Management System benutzen. Sobald sein Anlagevermögen durch Verlusttrades aus dem SMA Trading auf das Niveau eines vergleichbaren b&h sinkt könnte er aussteigen und in das b&h Investment einsteigen. Er hätte evt etwas an Transaktionskosten verloren aber nicht wesentlich gegenüber dem Vorväter-System b&h - nur mal so als Idee

 

Muß jetzt leider wieder etwas Geld verdienen, aber ich melde mich hierzu nochmal.

 

PS: Ein Aspekt wird hier übrigens konsequent aussen vor gelassen: Beim SMA Trading kann man in der Zeit in der man nicht investiert ist durch alternative Vorgehensweise die outperformance weiter vergrössern

PSS: was ich demonstriert habe ist die rudimentärste Version des Trendtradings welches durch zusätzliche Indikatoren verfeinert werden kann um die Performance (= durch Verminderung der Verlusttrades) zu optimieren. Daß ein Fondsmanager so ein einfaches System nicht so ausführen kann liegt in den Beschränkungen der jeweiligen Fondsstruktur, da bei den meisten Aktienfonds minimal 50%+ immer in Aktien angelegt sein müssen.

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