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AiGelb

Bundestagwahl 2009

Empfohlene Beiträge

berliner
Vielleicht hätte sich der "Sozialismus" der DDR an der sozialen Marktwirtschaft orientieren sollen, aber dafür waren die Voraussetzungen einfach nicht gegeben.

Dann wäre es kein Sozialismus mehr gewesen. Genauso wie China kein sozialistisches oder kommunistisches Land ist.

Hätten sich nach Ende des zw. WK USA und Sowjetunion nicht feindlich gegenübergestanden, hätte das Ganze etwas anders ausgesehen.

Glaube ich nicht. Alleine der Vergleich BRD zu DDR hat doch gereicht, um die Unzufriedenheit im Osten wachsen zu lassen.

Keine Reparationen im Osten und Marshallplan im Westen hätten die Zahl der Unzufriedenen im Osten und der Zufriedenen im Westen stark eingeschränkt.

Das ist die alte Legende, daß das westliche Modell nur deshalb überlegen war. Glaube ich aber nicht. Das lag am Staatseigentum mit Ausnahme einiger kleiner Handwerksbetriebe, am fehlenden Wettbewerb und an der staatlichen Steuerung. Aber ohne diese Dinge ist es kein Sozialismus, und wenn man sich das Linke-Programm anschaut, dann gibt es dort Hinweise auf derartige Vorstellungen. Es gibt die komische Vorstellung, daß der Sozialismus Bestand gehabt hätte, wenn er wirtschaftlich erfolgreich gewesen wäre, und daß irgendwie der Kapitalismus daran schuld war, daß ihm das nicht gelungen ist.

Dann hätte es eine ganz andere Entwicklung geben können, angefangen mit dem Mauerbau.

Hätte es nicht. Das System war wirtschaftlich nicht attraktiv, und deshalb haben sich die Menschen dagegen gewendet, und deshalb braucht man Repression, Mauer, Stasi, Begünstigung von Linientreuen, Einschränkung von Grundrechten und das ganze Repertoire.

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ghostkeeper
Alleine der Vergleich BRD zu DDR hat doch gereicht, um die Unzufriedenheit im Osten wachsen zu lassen.

 

Das ist die alte Legende, daß das westliche Modell nur deshalb überlegen war. Glaube ich aber nicht. Das lag am Staatseigentum mit Ausnahme einiger kleiner Handwerksbetriebe, am fehlenden Wettbewerb und an der staatlichen Steuerung. Aber ohne diese Dinge ist es kein Sozialismus,

 

Im Prinzip hast Du ja recht, aber die unterschiedliche Behandlung durch die Siegerstaaten ist nun einmal ein entscheidender Unterschied in der Nachkriegsentwicklung.

Im Osten wurde durch die Russen rausgeholt, was noch irgendwie verwertbar war.

Wenn Du mir jetzt erzählen willst, der die Unzufriedenheit schaffende Unterschied zwischen Ost und West ist auf Faulheit/Fleiß der Bewohner zurückzuführen ..... ??????

 

Warum sollten staatseigene Betriebe nicht in Kokurrenz zu einander stehen dürfen, die Mitarbeiter nicht nach ihren Leistungen bezahlt werden ?

Sozialistischer Wettbewerb :thumbsup: sozusagen.

All die Borniertheit, der Kontrollwahn und und... sind doch nicht als Sozialismus definiert. Die entscheidende Sache ist die Kontrolle über die Produkuktionsmittel.

 

cu

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DrFaustus
Warum sollten staatseigene Betriebe nicht in Kokurrenz zu einander stehen dürfen, die Mitarbeiter nicht nach ihren Leistungen bezahlt werden ?

Sozialistischer Wettbewerb :thumbsup: sozusagen.

Wer hätte da etwas davon?

 

Der Staat?

 

Naja, eher nicht. Es sei denn die Konkurrenz bringt so gute Produkte hervor, dass diese auf dem Weltmarkt verkauft werden können

 

Die Unternehmen?

 

Nein, Wettbewerb wollen die Unternehmen in der Regel nicht, da die Gewinne schrumpfen. Außerdem sind sie ja in Staatshand. Also werden die Staatsgewinne kleiner.

 

Die Arbeiter?

 

Das Wettbewerb der Unternehmen nur mit Leistungsanreizen funktioniert ist klar. Aber was geschieht mit dem "unterlegenen" Unternehmen und dessen Arbeitern? Ein Leistungsabhängiges Gehalt für Arbeiter ist ja schon im Kapitalismus eher die Ausnahme als die Regel. Zum Sozialismus passt das gar nicht.

Außerdem nach was soll sich das Gehalt richten? Nach Gewinn? Eher schwer, denn je teurer die Produkte desto höher der Gewinn, aber das ist ja nicht Ziel des Sozialismus. Nach Stückzahlen? Führt zu Überproduktion und Verschwendung von Resourcen, also auch eher schlecht...

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berliner
Im Prinzip hast Du ja recht, aber die unterschiedliche Behandlung durch die Siegerstaaten ist nun einmal ein entscheidender Unterschied in der Nachkriegsentwicklung.

Im Osten wurde durch die Russen rausgeholt, was noch irgendwie verwertbar war.

Das hat natürlich die Voraussetzungen verzerrt, keine Frage, aber ich halte den Effekt langfristig für nicht sehr groß. Dazu kam dann noch, daß man keine frei konvertierbare Währung hatte und sich gemeinsam mit den RGW-Staaten eingeigelt hat. Das war gravierender, weil man nicht am Welthandel teilnehmen konnte. Ob das jetzt eine bewußte Entscheidung war oder die einzige Möglichkeit, müssen Historiker klären.

Wenn Du mir jetzt erzählen willst, der die Unzufriedenheit schaffende Unterschied zwischen Ost und West ist auf Faulheit/Fleiß der Bewohner zurückzuführen ..... ??????

Nein, will ich nicht erzählen. Fleiß kann nur seine Wirkung entfalten, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Man kann sogar argumentieren, daß eine gut funktionierende soziale Marktwirtschaft viel mehr Faulheit tolerieren kann, weil die Wertschöpfung genug abwirft. Die DDR dagegen war schlichtweg auf jeden arbeitsfähigen Bürger angewiesen, weil die Produktivität im Schnitt niedriger war. Das ist keine Frage des Fleißes, sondern der Produktionsmittel. Ohne Verdrängungswettbewerb haben effizientere Betriebe keinen Vorteil, und bei Verfügbarkeit von billiger Arbeitskraft gibt es auch wenig Anreiz zu effizienterem Einsatz der Arbeit. Das paradoxe Ergebnis ist, daß der Staat, der sich Arbeiter-und-Bauern-Staat nannte, längere Arbeitszeiten und weniger Urlaub hatte und mehr Menschen stupide, monotone, körperlich harte oder gefährliche Tätigkeiten ausüben mußten.

Warum sollten staatseigene Betriebe nicht in Kokurrenz zu einander stehen dürfen, die Mitarbeiter nicht nach ihren Leistungen bezahlt werden ?

Das wäre politisch nicht durchsetzbar. Konkurrenz heißt ja auch leben und leben lassen. Das klappt nicht, wenn politische Interessen mit Blick auf die Wählermeinung im Spiel sind, siehe Opel.

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Kaffeetasse

hmmm, alles schön und gut. aber bei der bundestagswahl im september gehts doch nicht um planwirtschaft vs. soziale marktwirtschaft, oder? denke, der drops ist eh schon locker für schwarz gelb gelutscht. momentan kann es im bund praktisch nur diese oder die "große" koalition geben.

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Stephan09
· bearbeitet von Stephan1

Es geht um Planwirtschaft für niedergelassene Orthopäden oder um Planwirtschaft für Gesundheitszentren, such es dir aus. :w00t:

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Kaffeetasse

aaaach, wat kostet die welt? ^^ unsere kinder und enkel zahlen das alles locker aus der portokasse...auf dem mars gibts sicher unmengen gold und andere rohstoffe ;)

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valueseeker

Ich werfe mal das Wahlprogramm der Piratenpartei ein:

 

http://www.piratenpartei.de/tmp/Wahlprogra...agswahl2009.pdf

 

Ist wirklich sehr lesenswert! Die Piratenpartei könnte dieses Mal für mich eine echte Alternative sein. Stoppt Schäuble!

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Stephan09
· bearbeitet von Stephan1
Sag doch mal wieviel Kohle tatsächlich an die Banken geflossen ist...

Ich meine wirklich Geld, keine Garantien oder Bürgschaften.

Das ist im Grunde nur das zugeschossene Eigenkapital. Das ist laut Soffin auf 80 Mrd gedeckelt. Bei weitem ist aber so viel noch nicht abgerufen worden durch die Banken. Hinzu kommt noch, dass dieses Eigenkapital zu 10% verzinst wird.

Der Staat refinanziert sich derzeit zu 3-3,5% und verleiht das Geld zu 10%. Die Bürgschaften werden meines Wissens mit 2% verzinst. Also eine Verzinsung ohne Kapitaleinsatz.

Ich frage mich, ob sich nicht vielleicht unsere Enkel und Urenkel freuen über diese Geschäfte...

Ich mag zwar den Steinbrück nicht. Und mit der HRE wurde extrem viel gemauschelt. Aber die Banken zu retten war vollkommen richtig. Das gibt es kein wenn und aber!

Aueßerdem: Es wurden bis auf die HRE noch überhaupt keine Verluste sozialisiert. Im Gegenteil die Verluste gingen zu Lasten der Altaktionäre. Man schaue sich nur mal die HRE an. Bei einem Aktienkurs von 50 EUR war die Bank schlappe 60 Mrd wert. und verstaatlicht wurde sie zu rund 3 Mrd. Das macht 57 Mrd Verlust der Aktionäre! Nicht des Staates!

 

Ist dir aber schon klar, dass deine Logik genau die Stamokaplogik des Ostens war? Bloß keine Abschreibungen zulassen und immer weiter machen mit irgendwelchen Staatsgarantien. Krisen überdecken bis die Garantie einen Dreck wert war. Und dann bricht das System zusammen, da es nur noch auf einer Illusion basierte. Gut eine Illusion kann man sich mit der HRE leisten, aber mit Allianz (aka Coba) hat man sich schon die zweite Illusion geleistet, wieviele gibt es da noch?

Lassen wir AIG mal ganz außen vor, wo die DB 11 Mrd. bekommen hat, um Illusionen (!) aufrecht zu erhalten, und sei dir mir mal sicher, bevor Gold seine Stunde bekommt, wird nationales Produktivvermögen seine Stunde bekommen, ich fand bzw. finde es eh' sehr faszinierend, wie man Arcandor vor die Wand fahren lässt und Opel mit Samthandschuhen anfasst. Genau dasselbe geschieht mit Schaeffler/Conti und diese beiden sind auch systemrelevant, und man rettet sie über Umwege, genauso wie die Coba-Hilfe ein Rauskauf der Allianz war (aber das meine persönliche VT); nur um zum Anfang zurück zu kommen, ohne Scheitern gibt es keinen Wettbewerb, keine Marktwirtschaft, keinen Kapitalismus...

Du stellst mit deiner Antwort durchaus eine Art östliche Kommandowirtschaft her. Es gibt kein Scheitern!

Na, ja führt man die Tage fort, wenn du willst, ich halte dich zwar für einen uheilbaren Goldbug; aber du bist aufgeweckt, wachtest auf; als die 39'er Bundesanleihe zu 97 notierte (Anfang Juni). Genug für heute, habe schon genügend Blech geschrieben.

 

 

edit: Sry für ot.

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DrFaustus
· bearbeitet von DrFaustus
Ist dir aber schon klar, dass deine Logik genau die Stamokaplogik des Ostens war? Bloß keine Abschreibungen zulassen und immer weiter machen mit irgendwelchen Staatsgarantien. Krisen überdecken bis die Garantie einen Dreck wert war. Und dann bricht das System zusammen, da es nur noch auf einer Illusion basierte. Gut eine Illusion kann man sich mit der HRE leisten, aber mit Allianz (aka Coba) hat man sich schon die zweite Illusion geleistet, wieviele gibt es da noch?

Es geht doch hier nicht um eine Gesamtrettung des Systems auf Dauer mit Hilfe von Garantien, sondern um eine Überbrückung der größten Krise der Nachkriegszeit. Die Garantien für die HRE waren alleine dazu da die Liquidität aufrecht zu erhalten. Die HRE hatte kein (oder nur ein sehr geringes) Ertragsproblem, sondern ein Liquiditätsproblem. Das Ertragsproblem kam von den irren Iren. Man musste den Interbankenmarkt künstlich am Leben erhalten. Da alle scharf auf Staatsanleihen waren, aber Banken eine Black Box, musste man die Garantien bringen oder wir hätten heute keine Bank über 5 Mrd Bilanzsumme mehr.

Natürlich bin cih nicht blind und weiß auch, dass die Banken sich massiv verzockt haben. Aber wie schon geschrieben, das Eigenkapital wird zurückgezahlt, wenn sich die Lage stabilisiert hat. (Hat Gestern Steinbrück auch wieder gesagt)

Lassen wir AIG mal ganz außen vor, wo die DB 11 Mrd. bekommen hat, um Illusionen (!) aufrecht zu erhalten, und sei dir mir mal sicher, bevor Gold seine Stunde bekommt, wird nationales Produktivvermögen seine Stunde bekommen, ich fand bzw. finde es eh' sehr faszinierend, wie man Arcandor vor die Wand fahren lässt und Opel mit Samthandschuhen anfasst. Genau dasselbe geschieht mit Schaeffler/Conti und diese beiden sind auch systemrelevant, und man rettet sie über Umwege, genauso wie die Coba-Hilfe ein Rauskauf der Allianz war (aber das meine persönliche VT); nur um zum Anfang zurück zu kommen, ohne Scheitern gibt es keinen Wettbewerb, keine Marktwirtschaft, keinen Kapitalismus...

Sorry, aber conti und Scheffler sind alles andere als Systemrelevant! Sicher die Arbeitsplätze tun weh, aber welche anderen Firmen wären durch eine Insolvenz beroht? Die Finanzierung läuft über verschiedene Banken die sich das Risiko teilen und ohnehin Staatsunterstützung bekommen.

Du stellst mit deiner Antwort durchaus eine Art östliche Kommandowirtschaft her. Es gibt kein Scheitern!

Doch natürlich gibt es ein Scheitern. Schiesser und Märklin um nur 2 zu nennen. Arkandor ist ja auch nicht systemrelevant und wurde fallen gelassen.

Na, ja führt man die Tage fort, wenn du willst, ich halte dich zwar für einen uheilbaren Goldbug;

Ist ja nett, dass du dich so mit mir beschäftigst. Aber ich glaube nicht, dass ich unheilbar bin und ein Goldbug schon gar nicht. Ich hab derzeit ca. 30% in Edelmetallen, der Rest Aktien und Kurzläufer.

aber du bist aufgeweckt, wachtest auf; als die 39'er Bundesanleihe zu 97 notierte (Anfang Juni). Genug für heute, habe schon genügend Blech geschrieben.

Die 39' er Bundesanleihe interessiert mich nicht die Bohne...

Worauf ich schaue sind Swapsätze und die Futures. Also hab ich keine Ahnung wie du auf sowas kommst. Vielleicht verwechselst du mich auch...

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Akaman
Vielleicht verwechselst du mich auch...

Stefan der Erste hat in der Nacht wohl zu viel von gewissen flüssigen Substanzen zu sich genommen.

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ghostkeeper
Wer hätte da etwas davon?

 

Der Staat?

 

Naja, eher nicht. Es sei denn die Konkurrenz bringt so gute Produkte hervor, dass diese auf dem Weltmarkt verkauft werden können

 

Die Unternehmen?

 

Nein, Wettbewerb wollen die Unternehmen in der Regel nicht, da die Gewinne schrumpfen. Außerdem sind sie ja in Staatshand. Also werden die Staatsgewinne kleiner.

 

Die Arbeiter?

 

Das Wettbewerb der Unternehmen nur mit Leistungsanreizen funktioniert ist klar. Aber was geschieht mit dem "unterlegenen" Unternehmen und dessen Arbeitern? Ein Leistungsabhängiges Gehalt für Arbeiter ist ja schon im Kapitalismus eher die Ausnahme als die Regel. Zum Sozialismus passt das gar nicht.

Außerdem nach was soll sich das Gehalt richten? Nach Gewinn? Eher schwer, denn je teurer die Produkte desto höher der Gewinn, aber das ist ja nicht Ziel des Sozialismus. Nach Stückzahlen? Führt zu Überproduktion und Verschwendung von Resourcen, also auch eher schlecht...

 

Ja, der Staat - zufriedene Bürger. Wenn die Produkte zu realen Preisen weltmarktfähig sind - umso besser.

Die Unternehmen werden nicht gefragt, sie müssen mit diesen Bedingungen leben. Und die Gewinne müssen in ihrer Gesamtheit nicht unbedingt schrumpfen.

 

Natürlich nach Gewinn, was hat das mit Sozialismus zu tun ? Die Frage der Gewinnverwendung ist der Knackpunkt.

 

Das wäre politisch nicht durchsetzbar.

 

Also in der DDR ist alles mögliche durchgesetzt worden.

Ausserdem baut alles immer wieder auf der gleichen Grundlage auf.

 

Und ich habe ein leistungsbezogenes Gehalt gehabt.

 

 

 

cu

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DrFaustus
Und ich habe ein leistungsbezogenes Gehalt gehabt.

 

In der DDR?

Was hast du gearbeitet wenn ich fragen darf?

 

Aber was bringt einem ein leistungsbezogenes Gehalt, wenn man sich dafür auch nur die Sachen kaufen kann, die alle anderen auch haben?

Ist das dann noch Leistungsanreiz?

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ghostkeeper
In der DDR?

Was hast du gearbeitet wenn ich fragen darf?

 

Aber was bringt einem ein leistungsbezogenes Gehalt, wenn man sich dafür auch nur die Sachen kaufen kann, die alle anderen auch haben?

Ist das dann noch Leistungsanreiz?

Fernmeldewesen. Aber die gab es nicht nur da.

Glaubt Ihr etwa, in der DDR wurde nicht auf Maschinenausfallzeiten, Materialverbrauch usw. geachtet. Einhalten der soz. Planvorgaben. :rolleyes:

Versteh ich nicht, was kann ich mir denn jetzt kaufen, was ein Anderer nicht kaufen kann. Ich war jedenfalls an einem möglichst hohen Einkommen interessiert.

 

Ausserdem geht Ihr immer wieder vom "Endprodukt" DDR aus. Sieh die eventuell mögliche Entwicklung mal unter gleichen Voraussetzungen von 1945-1955. Eine Entwicklung wie soziale Marktwirtschaft, nur eben sehr viel sozialer.

Und das widerspricht nicht dem Sozialismus. Dieser wird hauptsächlich über das gesellschaftliche Eigentum der Produktionsmittel definiert (so habe ich es jedenfalls gelernt).

Nirgendwo steht, dass sich zwei volkseigene Betriebe beim Herstellen gleichartiger Produkte (z.B. Autos) nicht gegenseitig in Qualität, Innovationen usw. übertreffen dürfen und die "Werktätigen" entsprechend entlohnt werden.

 

cu

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berliner
Ausserdem geht Ihr immer wieder vom "Endprodukt" DDR aus. Sieh die eventuell mögliche Entwicklung mal unter gleichen Voraussetzungen von 1945-1955. Eine Entwicklung wie soziale Marktwirtschaft, nur eben sehr viel sozialer.

Das ist ein Traum. Die BRD ist schon sozialer als sie es sich leisten kann und 32% Sozialleistungsquote sind schon fast sozialistisch.

Nirgendwo steht, dass sich zwei volkseigene Betriebe beim Herstellen gleichartiger Produkte (z.B. Autos) nicht gegenseitig in Qualität, Innovationen usw. übertreffen dürfen und die "Werktätigen" entsprechend entlohnt werden.

Unternehmen mit dem gleichen Eigentümer werden nie wirklich in Konkurrenz treten, und wenn dann der Eigentümer noch der Staat ist schon mal gar nicht. Die werden immer alle gleich schlecht wirtschaften. Und wenn dann noch die private Konkurrenz fehlt, wird daraus erst recht nichts vernünftiges. Und kannst du dir einen Konkurs eines Staatsunternehmens mit anschließender Entlassung der Mitarbeiter vorstellen? Ich sage nur Gesundheitsfonds. Das ist Sozialismus pur. Die guten schleifen die schlechten durch. So würde das dann in allen Sektoren ablaufen.

 

Die DDR hat's ja auch so gemacht. Dort mußten Unternehmen sämtliche Gewinne an den Staat abführen und für Investitionen dann Anträge stellen. Wurden die bewilligt, durfte Geld einbehalten werden. Da ist es völlig egal, ob ein Unternehmen gut oder schlecht wirtschaftet. Es ergibt keinen Unterschied. Ist ja auch logisch, wenn Gewinnstreben als Triebkraft ideologisch abgelehnt wird. Aber wenn man Gewinnstreben zuläßt, hat man eben im Handumdrehen keinen Sozialismus mehr: siehe China. Deshalb finde ich es naiv, einen Sozialismus mit marktwirtschaftlichen Regeln zu propagieren. Das ist dann einfach irgendwann kein Sozialismus mehr.

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ghostkeeper
Ich sage nur Gesundheitsfonds. Das ist Sozialismus pur.

Glaube ich eher nicht, das ist der Schwachsinn der Marktwirtschaft gepaart mit unfähigen Politikern.

Hunderte ??? Krankenkassen mit fast identischen Leistungen und grossen Managergehalten wäre das Erste, was es dort nicht gäbe.

 

Übrigens muss ich die Diskussion abbrechen, eine Woche Montage (UMTS ist selten) und dann U r l a u b.

 

cu

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opes

Zur sozialen Gerechtigkeit:

 

Soziale Gerechtigkeit wird in diesem verkappten Bürokratenstaat namens Deutschland stets einseitig definiert. Es geht immer um die arme Krankenschwester oder neuerdings die Friseurin.Dieser publizistische Propagandaschwachsinn hat schon den Kirchhoff bei der letzten Wahl das Genick gebrochen.Damit haben die Sozialisten die Chance auf ein wirklich gerechtes Steuersystem vorerst begraben.

Das Wort "gerecht" wird in Deutschland nur unter sozialem Aspekt angesehn, aber wo ist es bitte gerecht wenn einer der mehr verdient ,weil er zweifelsohne mehr dafür tut, auch noch PROZENTUAL (absolut gibt er sowieso schon mehr ab) mehr abzugeben als ein anderer der nicht so viel oder überhaupt nichts tut.

Das ist definitiv nicht gerecht.Gerecht wäre der selbe Steuersatz für alles egal ob Top-Manager oder Friseurin.Alles andere ist Sozialistisch.

 

Zum Rentensystem:

 

Unser Rentensystem ist nicht mehr tragbar.Es ist ein System bei dem die Arbeitende Schicht das Leben der nicht mehr arbeitenden Schicht finanziert.Das funktioniert solange wie es mehr Arbeitende als Rentner gibt.Da sich die demographischen Rahmenbedingungen aber elementar ändern funktioniet auch das System nicht mehr.Es gibt mehr Empfänger als Einzahler...da kann man Garantien geben so viel man möchte, es ist auf dauer nicht machbar.Deshalb bleibt nur die private Vorsorge, bei der uns Vater-Staat allerdings schon schröpft wo er nur kann.

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Grumel
Ausserdem geht Ihr immer wieder vom "Endprodukt" DDR aus. Sieh die eventuell mögliche Entwicklung mal unter gleichen Voraussetzungen von 1945-1955.

 

Da war das Wirtschaftswachstum West circa 5% höher, jährlich. Auch so eine Mode, wenn mir die Geschichte nicht passt schreib ich sie einfach um )-:. Gut abgeschaut am anderen extremen Ende des politischen Spektrum )-:.

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ipl
Zum Rentensystem:

 

Unser Rentensystem ist nicht mehr tragbar.Es ist ein System bei dem die Arbeitende Schicht das Leben der nicht mehr arbeitenden Schicht finanziert.Das funktioniert solange wie es mehr Arbeitende als Rentner gibt.Da sich die demographischen Rahmenbedingungen aber elementar ändern funktioniet auch das System nicht mehr.Es gibt mehr Empfänger als Einzahler...da kann man Garantien geben so viel man möchte, es ist auf dauer nicht machbar.Deshalb bleibt nur die private Vorsorge, bei der uns Vater-Staat allerdings schon schröpft wo er nur kann.

Zumindest global kann eine private Vorsorge nicht mal theoretisch funktionieren, siehe Mackenroth-These. Lokal kann das theoretisch gut gehen, aber eben mit Einschränkungen.

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Emilian
· bearbeitet von Emilian

@opes und ipl: Ich fasse mal kurz die Quintessenz einer kürzlich gesehen Doku zusammen: Gerechtigkeit gibt es nicht wirklich und dauerhaft. Wenn überhaupt kann und muss es nur diese geben (alles andere lässt sich daraus ableiten) --> Torte und Früchte für die, welche sich erfolgreich anstrengen und trocken Brot und Wasser für alle Faulen.

Das ist zwar sehr verkürzt trifft aber dennoch den Kern, alles andere ist auf Dauer eine Illusion.

 

Gruß Emilian.

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berliner

Jetzt kriegt die SPD aber ein Problem. Rot-Rot-Grün wäre ihnen im Saarland sicher am liebsten, aber wenn sie es tut, kostet das Stimmen bei der Bundestagswahl.

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west263

Viel interessanter wird es in Thüringen.Wenn die SPD nicht mit der CDU eine große Koalition bildet,bleibt nur ein Rot/Rot/Grün mit einem möglichen linken Ministerpräsident Ramelow.Und das haben sie ja eigentlich ausgeschlossen.Da bin ich mal echt gespannt,wie sie das auflösen.

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akku5
Das Wort "gerecht" wird in Deutschland nur unter sozialem Aspekt angesehn, aber wo ist es bitte gerecht wenn einer der mehr verdient ,weil er zweifelsohne mehr dafür tut, auch noch PROZENTUAL (absolut gibt er sowieso schon mehr ab) mehr abzugeben als ein anderer der nicht so viel oder überhaupt nichts tut.

Das ist definitiv nicht gerecht.Gerecht wäre der selbe Steuersatz für alles egal ob Top-Manager oder Friseurin.Alles andere ist Sozialistisch.

 

Verdienen und bekommen sind aber 2 paar verschiedene Schuhe. Ein Spitzenmanager, -sporttler, -schauspieler verdient heut ein Vielfaches (auch in-

flationsbereinigt) von dem was Leute gleichen Ranges vor 30 Jahren bekamen, obwohl ihre früheren Kollegen genauso gut und hart arbeiteten. Da ist es doch wohl recht und billig, dass sie prozentual mehr Steuern zahlen. Der höhere Nutzen/Gewinn geht doch oftmals von anderen Leuten aus. Z.B. von Erfindern die früher mal Technologien, Methoden, Maschinen etc. entwickelt haben.

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berliner
· bearbeitet von berliner
Der höhere Nutzen/Gewinn geht doch oftmals von anderen Leuten aus. Z.B. von Erfindern die früher mal Technologien, Methoden, Maschinen etc. entwickelt haben.

Geht mir ähnlich. Da hat kürzlich ein Rohstoffhändler von der Citigroup seinen $100 Mio Bonus damit verteidigt, daß er ja schließlich der Bank auch $700 Millionen Gewinn beschert hat. Nur hätte er die eben nicht machen können, wenn ihm die Firma dazu nicht die Möglichkeit gegeben hätte. Und wenn ein Ingenieur in einem Industriekonzern eine Entwicklung macht, die anschließend zu $700 Mio Gewinn führt, kriegt er auch keinen $100 Mio Bonus. Das ist mit dem Gehalt abgegolten und fertig. Vielleicht gibt's mal zwei oder drei Monatsgehälter als Prämie. Da hat sich die Finanzkaste einfach ihre eigene Ethik gestrickt. Und wenn sich daran nichts ändert, wartet die nächste Finanzkrise um die Ecke.

 

Und irgendwie habe ich manchmal den Eindruck, daß die Art und Weise, wie diese Kaste ihren Nachwuchs heranzieht, daran Mitschuld trägt. Da ist zu viel Abschottung und Elite-Gehabe im Spiel.

 

Passend dazu: Spreadsheets have elevated the once lowly bean counter to the executive suiteand enabled him to make some truly horrible decisions.

 

In fact, the spreadsheet has resulted in the rise of the once-lowly accountant/bean counter to a position of influenceand often the executive suite. How often in years pastthe pre-spreadsheet era, that isdid an accountant take over a company? When and why did the CFO become a title? These people, at best, were once known as comptrollers.

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LagarMat
· bearbeitet von Stezo
Geht mir ähnlich. Da hat kürzlich ein Rohstoffhändler von der Citigroup seinen $100 Mio Bonus damit verteidigt, daß er ja schließlich der Bank auch $700 Millionen Gewinn beschert hat. Nur hätte er die eben nicht machen können, wenn ihm die Firma dazu nicht die Möglichkeit gegeben hätte. Und wenn ein Ingenieur in einem Industriekonzern eine Entwicklung macht, die anschließend zu $700 Mio Gewinn führt, kriegt er auch keinen $100 Mio Bonus. Das ist mit dem Gehalt abgegolten und fertig. Da hat sich die Finanzkaste einfach ihre eigene Ethik gestrickt. Und wenn sich daran nichts ändert, wartet die nächste Finanzkrise um die Ecke.

Und das Beste ist, wobei ich auch IMMER Mordgelüste bekomme, die Art und Weise wie und die Tatsache dass diese Zahlungen von den Empfängern als gerecht(fertigt) und mittlerweile selbstverständlich angesehen werden.

Die Finanzindustrie, wie sie sich heut darstellt, ist ein Krebsgeschwür.

 

Ich habe nicht den Eindruck, dass sich bisher etwas getan hat, um diesem Tumor Beine zu machen.

Bin wirklich gespannt, ob sich nach der Bundestagswahl ein Politiker/eine Partei/die Regierung traut, dieser Lobby die Stirn zu zeigen und ihr auch mit Taten entgegen zu treten.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die Art und Weise der Gehaltszahlung/-zusammensetzung in dieser Sparte der Wirtschaft, die Wurzel allen Übels (u.a. auch der aktuellen Krise) ist.

Dass das Eingehen von Risiken, welche die komplette Wirtschaft gefährden, durch die Arbeitgeber gefördert und honoriert werden, was ja anscheinend wieder der Fall ist, schreit zum Himmel.

Also muss da was getan werden. Appelle helfen da überhaupt nicht.

Wenn ich Bänker wäre, würde ich die Kohle auch einstreichen.

Dass da so zögerlich bzw. gar nicht gehandelt wird ärgert mich wirklich ungemein.

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