Holgerli Donnerstag um 22:15 Statt Gasturbinen: Batteriespeicher bald günstigste Wahl zur Überbrückung Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko Freitag um 07:10 · bearbeitet Freitag um 07:45 von reko vor 9 Stunden von Holgerli: Statt Gasturbinen: Batteriespeicher bald günstigste Wahl zur Überbrückung Richtig, in Regionen näher am Äquator mit weniger Winter und mit weniger Wolken. Die im obigen Artikel zitierte Studie: Energy Storage Outlook: The expanding role of BESS in global energy systems, Rystad 2025/02/02 "Battery storage replacing gas: Regions including New South Wales, Queensland, and California will see growing battery generation." Batteriespeicher verlieren an Attraktivität wenn man wie in Deutschland für die Dunkelflaute dann doch wieder andere Backupsysteme bereit halten muß. D.h. man braucht eine 3 fache Abdeckung des maximalen Leistungsbedarfs: Solar+Wind, Batterie und Gas. Alle 3 Energiesysteme haben dabei weit überwiegend Investitionskosten d.h. Fixkosten. Die Kosten der Stromversorgung hängen nicht vom tatsächlichen Verbrauch sondern vom Maximalstrombedarf und der Vorsorge für die ungünstigsten Umstände ab. Ich bin aber sicher dass man das in Deutschland durch den ineffektiven Einsatz der Akkus noch toppen wird. Die Akkus werden privatwirtschaftlich zur Preisarbitrage genutzt (z.B. in Norddeutschland) und verursachen Netzengpässe, die durch Akkus der Netzbetreiber (z.B. in Süddeutschland) beseitigt werden müssen. Die Heimspeicher spielen im Winter sowieso keine Rolle. Ein sehr attraktives Umfeld für Batterierohstoffe. Batteriehersteller halte ich zur Zeit für wenig attraktiv. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha Freitag um 12:40 · bearbeitet Freitag um 12:43 von Cepha vor 5 Stunden von reko: Richtig, in Regionen näher am Äquator mit weniger Winter und mit weniger Wolken. ... Batteriespeicher verlieren an Attraktivität wenn man wie in Deutschland für die Dunkelflaute... ??? Es geht in dem Artikel bei Golem nicht um die Kosten für die Abdeckung einer Dunkelflaute. es geht darum, was man Überschüssen passiert. vereinfacht sagt der Artikel, dass es teilweise billiger ist, an einem Sommerabend gespeicherten Solarstrom (vom Mittag) zu nutzen, statt in der Abendspitze Gaskraftwerke hochzufahren. Diese Szenarien gibt es in Deutschland genauso wie in Kalifornien. Bei uns sind aber vermtl. die Spitzenstrompreise geringer/seltener wie in Kalifornien oder Australien (Vermutung meinerseits, nicht nachgeprüft) Mit der Äquatornähe hat das höchstens was zu tun wegen des bedarfs an Klimaanlagen (und in Australien spielt das schwache Übertragungsnetz eine Rolle) Für die Dunkelflaute nimmt man Gasturbinen und Gasmotoren. Entscheidend sind geringste Investitionskosten pro kW. Der Preis pro kWh ist sekundär bei einer Nutzungsdauer von nur 50-200 Volllaststunden pro Jahr. Selbst einige Ölkraftwerke sind für solche Zwecke noch am Markt. vor 5 Stunden von reko: Ich bin aber sicher dass man das in Deutschland durch den ineffektiven Einsatz der Akkus noch toppen wird. Die Akkus werden privatwirtschaftlich zur Preisarbitrage genutzt (z.B. in Norddeutschland) und verursachen Netzengpässe, die durch Akkus der Netzbetreiber (z.B. in Süddeutschland) beseitigt werden müssen. BESS größer >100kW müssen sich am Redispatch 2.0 beteiligen. Aktuell liegt der Schätzwert für Fehlsteuerung durch Arbitrage in einer einheitlichen deutschen Preiszone bei ca. 2%. Nicht schön, aber nicht das Drama, das Du erfindest. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko Freitag um 12:52 · bearbeitet Freitag um 12:54 von reko vor 12 Minuten von Cepha: vereinfacht sagt der Artikel, dass es teilweise billiger ist, an einem Sommerabend gespeicherten Solarstrom (vom Mittag) zu nutzen, statt in der Abendspitze Gaskraftwerke hochzufahren. Das lohnt sich für die Volkswirtschaft aber mehr wenn man es oft genug macht und man nicht trotzdem die Kosten für ein weiteres Backup braucht. Diesbezüglich haben Deutschland und Wüstenstaaten andere Voraussetzungen. Bisher lohnt es sich in Deutschland nur nicht netzdienlich für Arbitrageur. Die Netzbetreiber haben keine Wahl, weil sie rotierende Masse nicht mit heruntergefahrenen thermischen Kraftwerken ersetzen können. Man will ja nicht ein Kohlekraftwerk mit 50% Mindestlast auf Standby halten. Es kommt sehr darauf an warum man Akkuspeicher baut. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Freitag um 12:53 vor 5 Stunden von reko: Richtig, in Regionen näher am Äquator mit weniger Winter und mit weniger Wolken. Die im obigen Artikel zitierte Studie: Energy Storage Outlook: The expanding role of BESS in global energy systems, Rystad 2025/02/02 "Battery storage replacing gas: Regions including New South Wales, Queensland, and California will see growing battery generation." Winter und Wolken jucken die Windkraft Null. Alles andere hat @Cepha schon gesagt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha Freitag um 13:06 · bearbeitet Freitag um 13:11 von Cepha vor 18 Minuten von reko: Das lohnt sich für die Volkswirtschaft aber mehr wenn man es oft genug macht und man nicht trotzdem die Kosten für ein weiteres Backup braucht. Die individuelle Auslastung der Systeme ist bereits Bestandteil der Kostenkalkulation. Wie PV und WKA haben BESS hohe Investkosten bei geringen Betriebskosten. Das wirkt sich entsprechend auf das Einsatzregime aus, z.B. im Vergleich mit Gasturbinenkraftwerken. Ein kostenoptimierender Ansatz aufs Gesamtsystem wird in Deutschland nicht gefahren und ich vermute auch sonst eher nicht. Wäre das so, hätte man viele Jahre ohne PV und ohne BESS geplant, was aus heutiger Sicht aber grober Unfug wäre (ein Beispiel dafür war z.B. das Weißbuch Desertec*) In einem Gesamtkostenoptimierten Ansatz würde auch niemand bei heutigen Konditionen ein neues AKW planen. (und ich glaub, der Verzicht auf AKW wäre auch kein Fehler) --- *) https://www.terrawatts.com/trec-white-paper.pdf Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko Freitag um 13:11 · bearbeitet Freitag um 13:13 von reko vor 6 Minuten von Cepha: Bestandteil der Kostenkalkulation. Welche Kalkulation. Sonne und Wind wurden von der deutschen Politik als alternativlos betrachtet. Da wurde nichts berechnet, es wird nur notgedrungen repariert. Die Kalkulation im Artikel bezieht sich auf Wüstenstaaten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha Freitag um 14:27 Wenn jmd. sagt, die Stromerzeugungskosten aus einem Gasturbinenkraftwerke liegen bei x ct/kWh, dann beinhaltet dieser Preis bereits die angenommene Auslastung. Dasselbe gilt für Solarstrom. Ungenutzter Solarstrom erhöht die Kosten für den nutzbaren Solarstrom. Dasselbe gilt für Kosten aus Strom aus neuen AKW. es hat schon seine Gründe, warum man da mit utopisch hohen Vollbenutzungsstunden rechnet und warum es für die Atomlobby keine EE geben darf. In jedem System mit signifikanten Solar- und Windstromanteil steigen nämlich die Kosten für den tatsächlich nutzbaren Atomstrom entsprechend an. das hat jedes Land in entso-e auch nicht selber in der Hand. Polen könnte sich noch so sehr gegen den Ausbau von Wind- und Solarstrom im eigenen Land wehren um sich eine Phantasiewelt mit Atomstrom schön zu rechnen, Auswirkungen auf die Kosten haben die in Polen trotzdem. Die spannende Frage ist, ob es mit viel Langfristplanung wirklich besser wäre. Desertec basierte auf einer solchen Planung/Rechnung, deshalb hab ich es verlinkt. das ist noch keine 20 Jahre alt und seinerzeit glaubte man, Wind sei deutlich billiger als Solar und Solar daher primär für den Ausgleich der europäischen Windflaute im Sommer wichtig, Meganetze bis tief nach Afrika seien billiger als Batterien und CSP sei billiger als PV. Drei durchaus valide Annahmen aus der damaligen Zeit, die sich heute aber als Fehler herausgestellt hätten. Gilt genauso in anderen Bereichen. Vor 20 Jahren gab es auch keinen Glauben daran, dass man schwere LKW auf der Langstrecke batterieelektrisch betreiben könne. Selbst im PKW glaubten damals einige ernsthaft, Wasserstoff sei der Batterie auch in Zukunft überlegen. Das war ebenfalls ein Fehler. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko Freitag um 15:00 · bearbeitet Freitag um 15:48 von reko vor einer Stunde von Cepha: Wenn jmd. sagt, die Stromerzeugungskosten aus einem Gasturbinenkraftwerke liegen bei x ct/kWh, dann beinhaltet dieser Preis bereits die angenommene Auslastung. Das tut aber niemand für ein Backupkraftwerk. Es ist nicht klar wieviel Stunden das Backup gebraucht wird und schon gar nicht wird es garantiert. Wenn man nicht auch ohne Stromlieferung für das Bereithalten bezahlt wird, dann wird ein Backup nicht gebaut. Insbesondere darf man diesen Preis für vielleicht 500 Stunden Backup-Strom im Jahr nicht mit den Kosten für garantiert abgenommenen Solarstrom wenn die Sonne scheint oder der Wind weht vergleichen. vor einer Stunde von Cepha: Dasselbe gilt für Solarstrom. Ungenutzter Solarstrom erhöht die Kosten für den nutzbaren Solarstrom. Diese Zahlen nennt aber niemand. Klar ist es jetzt noch nicht viel, aber das steigt exponentiell je näher man an 100% EE kommt. Die Kalkulation muß aber nicht für heute sondern für die nächsten 20 bis 50 Jahre gemacht werden. Wieviel Solar- und Windstrom muß für das Ziel 100% EE-Strom abgeregelt werden? Wieviel Backup wird dann noch gebraucht? Video 2026/02/06 Thema: Turbulente Eigenschaften der Windstromerzeugung Teil 1| Vortragenden: Guido S. Vallana (Mitautor einer Studie) .. Im Fokus stehen die turbulenten Eigenschaften des Windes, die zu starken Schwankungen in der Stromproduktion führen – von Sekunden bis hin zu mehrtägigen Windflauten. Nennleitung, maximale Leistung, mittlere Leistung und minmimale Leistung der deutschen Windstromerzeugung des Jahres 2010 bis 2024. Die mittlere erzeugte Leistung steigt relativ zum Zubau der Nennleistung immer weniger (die guten Standorte sind bereits bebaut, immer mehr muß abgeregelt werden). Die minimale Leistung ändert sich kaum. Es muß für nahezu 100% der Windkraftwerke Backup vorhanden sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko Samstag um 12:54 · bearbeitet Samstag um 13:09 von reko 2026/02/02 Freiwillige Abregelung von erneuerbarer Erzeugung steigt 2025 auf Rekordniveau von knapp 1,75 Terawattstunden .. Nach der Untersuchung von Montel führen vor allem die steigenden Stunden mit negativen Strompreisen an den europäischen Day-ahead-Märkten dazu, dass Erneuerbaren-Anlagen vom Netz genommen werden. .. Im Gegensatz zu den netzbetreiberbedingten Abschaltungen gibt es für freiwillige Abschaltungen kein Geld. montel.energy/resources/reports/europaeischer-bericht-preisinduzierte-abregelung-erneuerbare (14 day free trial) unendlich-viel-energie.de/mediathek/grafiken/durch-abregelung-verlorene-stromerzeugung Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Samstag um 13:31 Einfach mal die unflexiblen Kohlekaftwerke aus dem Netz schmeissen und dann brauchen deutlich weniger flexible EEs gedrosselt werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko Samstag um 14:15 · bearbeitet Samstag um 14:17 von reko Das Problem ist, dass Kohlekraftwerke 50% Mindestlast haben und bis zu einen halben Tag brauchen bis sie wieder angefahren sind. Schaltet man die thermischen Kraftwerke ab, dann müssen Sonne und Wind für ein stabiles Netz sorgen. Das können sie nicht und Akkus und Steuerungen dafür gibt es nicht ausreichend. Akkus zur Strompreisarbitrage helfen dabei überhaupt nicht. 2026/01/21 Spain introduces new “Anti-Blackout” grid rules, reshaping the outlook for renewables . Zitat The document makes clear that the future operation of Spain’s power system will depend largely on the ability of renewable technologies to adapt. In particular, a significant share of renewable plants will need to transition from a power-factor-based operating model to a more dynamic approach, incorporating programmed ramps and active voltage control. Das macht Wind und Solarstrom teurer. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
howhardgerrard87 Samstag um 15:07 Immer wieder die selben Themen und Argumente. Hier geht's nur um bekehren Die Hälfte hier sind Beamte oder BWL und nicht vom Fach. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko Samstag um 15:14 · bearbeitet Samstag um 15:42 von reko Egal was Beamte und BWLer wollen, die Physik wird sich nicht ändern. Die Physik bestimmt was möglich ist und was nicht und sie bestimmt die Kosten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
howhardgerrard87 Samstag um 15:42 vor 27 Minuten von reko: Egal was Beamte und BWLer wollen, die Physik wird sich nicht ändern. Darauf kann ich mich verlassen. Dann ist die Diskussion nun ja endgültig und für alle Zeit beendet. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Samstag um 16:20 vor 2 Stunden von reko: Das Problem ist, dass Kohlekraftwerke 50% Mindestlast haben und bis zu einen halben Tag brauchen bis sie wieder angefahren sind. Schaltet man die thermischen Kraftwerke ab, dann müssen Sonne und Wind für ein stabiles Netz sorgen. Das können sie nicht und Akkus und Steuerungen dafür gibt es nicht ausreichend. Also Kohlekraftwerke raus, sind eh zu schmutzig. Das wird bis 2035, eher 2030 der Fall sein. Und die Aussage, dass Akkus nicht für Netzstabilität tun, ist schlicht FALSCH auch wenn es hier ständig wiederholt wird. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko Samstag um 17:29 · bearbeitet Samstag um 17:59 von reko Dann wird man für alle Wind- und Solaranlagen Statcoms brauchen und man hätte immer noch nicht das Backupproblem gelöst. Gut, es werden Batteriespeicher für 12 Stunden gebaut (80 GW*12h). Dann sind die Kohlekraftwerke wieder hochgefahren. Oder wir bauen Gaskraftwerke und brauchen nur noch für 2 Stunden Akkus. Was wird das kosten? Das wäre für die Hersteller ein Fest. Aber sie und die Installateure haben nur begrenzte Kapazitäten. Wie lange wird das dauern? Wie werden danach die Wahlen ausgehen? 2026/02/02 Man sieht, wie stark die Energiewende politisch aufgeladen ist .. Die Deutschen schauen derzeit weniger positiv auf die Energiewende als noch vor wenigen Jahren. Sie sorgen sich vor allem vor finanzieller Belastung. Video 2026/03/07 Lösung für den Speicherbedarf | Eduard Heindl Energievortrag #018 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha vor 3 Stunden Am 6.2.2026 um 16:00 von reko: Das tut aber niemand für ein Backupkraftwerk. Es ist nicht klar wieviel Stunden das Backup gebraucht wird und schon gar nicht wird es garantiert. Wenig wird in der Hinsicht garantiert, außer z.B. die Abnahmemenge für Atomkraftwerke über 30 Jahre hinaus, was nicht nur ungewiss ist, sondern wo man sogar ziemlich sicher weiß, dass der Strommarkt diese Mengen nicht benötigt. Am 7.2.2026 um 18:29 von reko: Oder wir bauen Gaskraftwerke und brauchen nur noch für 2 Stunden Akkus. Was wird das kosten? Hab ich Dir oben mal überschlägig abgeschätzt. Ist ziemlich preiswert. Dramatisch preiswerter jedenfalls als neue Atomkraftwerke (die übrigens auch ein backup brauchen, Frankreich hat letzten Sommer gut gezeigt, dass die gesicherter Leistung ihrer AKW nicht sonderlich hoch ist. Da lief ein einziges von paarundfuffzig auf Volllast (und das lag nicht am Überschuss, der Strompreis war wegen Knappheit schwindelerregend hoch in Frankreich, aber es gab halt kein Kühlwasser) Am 7.2.2026 um 18:29 von reko: Das wäre für die Hersteller ein Fest. Der Kurs von Siemens energy hat sich gut entwickelt. Am 7.2.2026 um 18:29 von reko: Aber sie und die Installateure haben nur begrenzte Kapazitäten. Wie lange wird das dauern? Wie werden danach die Wahlen ausgehen? Es wird wesentlich schneller gehen als der Neubau von Atomkraftwerken. Und im Gegensatz zu den AKW wird man nach einer schweren Havarie und/oder einem Politikwechsel nicht alle Neubauten und damit versenkte Abermilliarden Euro auf ewig auf Eis legen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko vor 3 Stunden · bearbeitet vor 3 Stunden von reko vor 7 Minuten von Cepha: Wenig wird in der Hinsicht garantiert Für Solar- und Windenergie hat man den Preis für eine unbegrenzte Menge garantiert. Wie wäre es wenn sie dafür eine definierte Menge rund um die Uhr konstant liefern müssten? Unter den heutigen Bedingungen werden keine Backupkraftwerke gebaut. Wenn man keine Stromversorgung wie in Entwicklungsländern haben will wird nichts anderes übrig bleiben. Der Kapazitätsmarkt wird kommen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha vor 2 Stunden · bearbeitet vor 2 Stunden von Cepha Am 7.2.2026 um 18:29 von reko: Video 2026/03/07 Lösung für den Speicherbedarf | Eduard Heindl Energievortrag #018 Und auch der hier tut wieder so, also würde wir Strom teuer importieren MÜSSEN, weil wir ihn nicht erzeugen können und als würde der Überschüss den wir ins Ausland abgeben nichts wert sein. Das hat mit der Realität nichts zu tun. Wir importieren statt ihn mit Kohle selber zu erzeugen, weil importieren billiger ist. Dass der Exportstrom nicht wertlos ist kann man problemlos nachschauen: https://www.stromdaten.info/ANALYSE/importexport/index.php#google_vignette 2025 hat Deutschland im Schnitt für 89,6€/MWh exportiert und für 84,7€MWh im Schnitt importiert. Batterie für 10h auszulegen macht wenig Sinn, wenn man Gaskraftwerke hat. Ich sehe da eher 1-3h, je nach Preisentwicklung. Lebensdauer von 5-10 Jahren für Batterien ist auch einfach nur gelogen, da sind 15 Jahre pessimistisch-realistisch, mal eben um mindestens Faktor 2-3 daneben. (der recht teure Netzanschuss hält noch wesentlich länger) Mich ärgert sowas, denn sein Anspruch ist ja schon, seriös rüber zu kommen. Und dann rechnet er doch nur sein Narrativ durch und wo die Werte nicht passen, macht er sie sich passend zurecht. 10€ pro kg grünen Wasserstoff auf dem Weltmarkt wäre eine seiner Aussagen, die ich mal dir überlasse zu kommentieren, Du bist ja der große Wasserstofffan Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko vor 2 Stunden · bearbeitet vor 2 Stunden von reko vor 9 Minuten von Cepha: im Schnitt .. kann man alles verstecken. Wir verkaufen schmutzigen Kohlestrom und wir regeln Windstrom ab. Backupstrom der standby steht und nur auf Anforderung geliefert wird ist nun mal teurer als Strom dann wenn die Sonne scheint egal ob man ihn braucht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha vor 2 Stunden Gerade eben von reko: .. kann man alles verstecken. Backupstrom der standby steht und nur auf Anforderung geliefert wird ist nun mal teurer als Strom dann wenn die Sonne scheint egal ob man ihn braucht. Und trotzdem ist der Exportstrom im Schnitt höher vergütet als der Importstrom. Schwankungen beim Preis sind für die Wirtschaftlichkeit egal, was zählt ist das, was unter dem Strich steht. Das narrativ, dass Deutschland Strom in Massen verschenkt oder gar dafür bezahlt und im Gegenzug super teuer einkauft wird ständig erzählt, wird aber von den Daten aktuell überhaupt nicht gestützt. Das ist auch logisch. Wäre der Importstrom ständig so teuer würden wir heute einfach mehr Kohle verbrennen und nicht importieren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko vor 2 Stunden · bearbeitet vor 2 Stunden von reko Die Frage ist nicht ob wird nachts mehr Kohlestrom ans Ausland verkaufen als wir tagsüber von den Pumpspeichern in der Schweiz und Österreich einkaufen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha vor 2 Stunden · bearbeitet vor 2 Stunden von Cepha vor 15 Minuten von reko: .. kann man alles verstecken. Wir verkaufen schmutzigen Kohlestrom und wir regeln Windstrom ab. Backupstrom der standby steht und nur auf Anforderung geliefert wird ist nun mal teurer als Strom dann wenn die Sonne scheint egal ob man ihn braucht. nein, wir verkaufen keinen schmutzigen Kohlestrom, weil der derzeit nicht konkurrenzfähig ist (Ausnahme war 2022). Deshalb importieren wir ja, weil der CO2 ärmere Strom aus dem Ausland billiger ist als unser Kohlstrom. Deine Annahme ist falsch. Der CO2 Preis macht die Kohle teuer, nicht die geringe Auslastung. Wäre es so wie Du meinst würde man die Kohlekraftwerke stärker auslasten. Den Strom wird man schon los, man muss nur billig genug sein. Dasselbe Problem werdne übrigens auch alle neu gebauten AKW haben. die produzieren Strom dann für 15-20ct/kWh und niemand will den Strom die meiste Zeit des Jahres haben und auch sonst kannste wneig damit machen wie z.b. roten Wasserstoff produzieren, weil das einfach alles nicht konkurrenzfähig ist. Wenn Du die neuen AKW aber nicht 7500h+ auslasten kannst, dann sind das Milliarden-Verbrenner. Die steigenden Zinsen machen es nicht besser. Man sieht es ja bei den Franzosen. Die alten rissigen Meiler will man jetzt 80 Jahre laufen lassen, an den auch so geilen neuen und tollen AKW hat man dort kein echtes Interesse. Tatsächlich gebaut wird in Europa an einem 40 Jahre alten Projekt in Slowenien und am ökonomischen Super-GAU Hinkley Point C, der jetzt wieviele Jahre hinterher hinkt und schon damals nach Plan nicht wirtschaftlich gewesen wäre. Bin mal gespannt, was die kWh aus dem Ding am Ende tatsächlich kosten wird. Ich halte mittlerweile über 30ct/kWh für wahrscheinlich. Frei nach Heindl: 30ct/kWh bei künftig 1000 Mrd. kWh/Jahr in Deutschland macht 300 Mrd. Euro jährliche Atomstromerzeugungskosten und damit knapp 4000€ reine Atomstromerzeugungskosten pro Bürger. Jedes Jahr. vor 8 Minuten von reko: Die Frage ist nicht ob wird nachts mehr Kohlestrom ans Ausland verkaufen als wir tagsüber von den Pumpspeichern in der Schweiz und Österreich einkaufen. Vielleicht schaust Du Dir erstmal die Daten an, bevor Du weiter diskutierst? Abregeln von EE-Strom ist kein großes Problem. Wenn wir künftig von meinetwegen 300TWh Solarstrom 30TWh nicht sinnvoll nutzen können und wegwerfen müssen, dann sind das 10%. Das erhöht die Solarstromgestehungskosten dann von 5ct/kWh auf 5,6ct/kWh. wo soll da das Problem sein? tatsächlich ist es für die Spitzen die mit Abstand billigste und sinnvollste Lösung. Wir werfen im fossilen Energiesystem ganz andere Größenordnungen ungenutzt weg. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko vor 32 Minuten · bearbeitet vor 28 Minuten von reko vor 2 Stunden von Cepha: die meiste Zeit des Jahres Ist völlig uninteressant Strom fast umsonst oder zu negativen Preisen zu verkaufen. Interessant wird es erst wenn Sonne und Wind nicht liefern. Der Preis muß dann so hoch sein damit das Backupkraftwerk für das ganze Jahr rentabel wird. Ohne Backup geht es nicht. 10% Solar/Windstrom werfen wir heute mit Kohlebackup weg. Will man mehr EE-Strom wird das ein Vielfaches. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag