der thorsten Mai 21, 2008 Hallo Forum, trotz umfangreicher Information, gerade über die Beiträge hier, bin ich mir immer noch unsicher, wie ich mein langfristiges Depot aufbauen soll. Hier meine Überlegungen (ohne jetzt erneut die Diskussion aktive Fonds versus ETF anfachen zu wollen): Nur ein kleiner Teil der global anlegenden Aktienfonds kann offenbar längerfristig den MSCI World outperformen. Das mag ja sein. Auf der anderen Seite gibt es eine Reihe von Welt-Fonds, die den Index auch über Jahre hinweg - so deutlich schlagen, dass man doch in Versuchung gerät, von den eigentlich sinnigen ETF´s abzukommen. Im Vergleich zu globalen Fonds sind Europa-Fonds und insbesondere EM-Fonds, wenn man der Statistik glaubt, häufiger in der Lage, ihren Index outzuperformen. Wenn man sich deren Charts ansieht, ist die Outperformance in den meisten Fällen aber recht gering (nicht so hoch, dass die höheren Kosten gerechtfertigt wären). Obwohl: Die Kosten stecken doch schon in den Kursen drin, oder sehe ich das falsch? Wie auch immer: Ich würde dazu tendieren, im globalen Bereich auf Fonds zu setzen und bei Europa und den Emerging Markets auf ETF´s. Bei den Fonds stehen die üblichen Verdächtigen zur Auswahl, also u.a. M&G Global Basics, Carmignac Inv., Lingohr Systematik, Astra (okay, eher Deutschland), DWS Top Dividende, FFM-Fonds, DJE Dividende und Substanz, dann vielleicht noch HWB Victoria Strategies. Gar nicht so einfach, über den Instant X-Ray von Morningstar eine ausgewogene Mischung hinzubekommen (Value/ Growth u. Länderaufteilung und Aktienüberschneidungen vermeiden) was aber vielleicht gar nicht so entscheidend ist, da sich gerade die Ländergewichtung bei den einzelnen Fonds über die Jahre hinweg verändert. Sinnvoller ist möglicherweise, nach unterschiedlichen Anlagestrategien zu diversifizieren, oder? Falls da jemand eine gute Kombination im Kopf hat, wäre ich daran sehr interessiert. Depot würde ungefähr so aussehen: 40 % Tagesgeld/ Festgeld 10 % Immobilienfonds 25 % Aktienfonds global 12,5 % EURO STOXX 50 (Swap) 12,5 % MSCI Emerging Markets (Swap) Ich sollte dazu sagen, dass ich das Geld meiner Mutter (70 Jahre) mit verwalte, daher der hohe Anteil an Tagesgeld/ Festgeld. Beim Europa-ETF würde ich zum EURO STOXX 50 (und nicht zum DJ STOXX 600) neigen, da meine globalen, aktiven Fonds bereits stärker auf Growth-Werte ausgerichtet sein werden. Oder stimmt die Annahme EURO STOXX 50 = Value, DJ STOXX 600 = 1/3 Growth nicht? Danke für jegliche Kommentare! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
otto03 Mai 21, 2008 · bearbeitet Mai 21, 2008 von otto03 Beim Europa-ETF würde ich zum EURO STOXX 50 (und nicht zum DJ STOXX 600) neigen, da meine globalen, aktiven Fonds bereits stärker auf Growth-Werte ausgerichtet sein werden. Oder stimmt die Annahme EURO STOXX 50 = Value, DJ STOXX 600 = 1/3 Growth nicht? Danke für jegliche Kommentare! Stimmt so nicht DJ Stoxx 50 = die 50 größten Werte des DJ Stoxx600 DJ EStoxx 50 = die 50 größten Werte des DJ Eurostoxx (Eurolandwerte des DJ Stoxx 600) in beiden Fällen unabhängig von Growth/Value , lediglich Größe zählt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
H.B. Mai 21, 2008 Hi, lös dich für einen Augenblick von der Idee des ausgewogenen Portfolios. (Hast du eh nicht, da viel Tagesgeld) Zuerst: Welche Ziele verfolgt deine Mutter? Wie und wann geht das Geld auf dich über? Man kann versuchen, über die klassischen Anätze, die Volaitilität der einzelnen Asset-Klassen gegeneinander auszuspielen. Wenn ich es richtig sehe, ist das dein Ansatz. Oder man versucht, die eigenen Ziele mittels geeigneter Investmentstrategien zu erreichen. Wenn du einmal in dich gehst und dir die Perspektiven für die nächsten Jahre anschaust, stehen folgende Entscheidungen an 1. Wie geht die Welt mit der Vermögenswert-Blase um (thema: Inflation) 2. Welche Konsequenzen hat die "Energiekrise" in Verbindung mit einer fortscheitenden Ressourcenverknappung. 3. Wann endet der aktuelle Kontradjew-Abschwung. Ich persönlich fühle mich ein wenig in die 70er Jahre zurückversetzt. Und wenn ich mir die Entwicklung an den Finanzmärkten damals anschaue, dann ist bei Aktien perspektivisch recht wenig zu holen. OK. Bei Renten noch weniger, deshalb ist eine Tagesgeld-Anteil eigentlich richtig angesetzt. Zurück zu den Aktien. Unter dieser Prämisse ist es eine Glaubensfrage, ob du es Fondsmanagern zutraust, trotz stagnierender Märkte, eine auskömmliche Rendite zu erzielen. Wenn du es mit der "verwaltung" des Vermögens ernst nimmst (Verwaltung klingt übrigens auch nach dem Hausmeisterdeutschland der 70er, heute spricht man ehrer von "Vermögensmanagement", das klingt doch viel besser, oder?), dann versuch doch einen Teilbetrag so zu allokieren, dass eine Seitwärtsrendite von 10% pro Jahr herauskommt. Als Empfehlung: Covered-Calls/Puts (Stillhaltergeschäfte). Wenn ich die Zeichen richtig deute, dann werden auch die Banken dies ab 2009 verstärkt anbieten, weil es steuerlich richtig attraktiv ist. Grüße Hartmut Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
skeletor Mai 21, 2008 10% Immobilienfonds sind zu wenig, 20% TG und 30% Immos wären OK. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
der thorsten Mai 22, 2008 nur um nochmal meine wesentliche Frage zu nennen: Was haltet ihr davon, globale Aktienfonds mit EM- und Europa-ETF´s zu kombinieren? Ansonsten schon mal Danke, gerade für die unkonventionelle (und mir nicht ganz einleuchtende) Antwort von Hartmut. Wie würdest du denn die drei von dir genannten Punkte in Anlageentscheidungen umsetzen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
skeletor Mai 22, 2008 nur um nochmal meine wesentliche Frage zu nennen: Was haltet ihr davon, globale Aktienfonds mit EM- und Europa-ETF´s zu kombinieren? EM und auch andere spezielle Fonds kann man immer beimischen. Es liegt allein an dir wie hoch dein Risiko der Anlage aussehen soll. Wenn du auf eine solide Aktienanlage mit durchschnittlichem Risiko ausgelegt bist dann sind globale Aktienfonds mit Europa Fonds das beste. skeletor Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Zauberlehrling Mai 22, 2008 Von der Logik her würde ich dieser Argumentation folgen: http://www.faz.net/s/Rub645F7F43865344D198...n~Scontent.html --> aktive Fonds in wenig effizienten Märkten, also EM oder Small Caps. Wenn ich allerdings die Stiftugung Warentest- Zeitung durchblättere, fällt aber auch auf, daß grade in der Kategorie Aktien "Welt" recht viele Fonds den Index geschlagen haben. Ok. zumindest ein paar davon haben ihren Erfolg daher, daß sie Teile aus den anderen Märkten beigemischt haben. Trotzdem fehlt mir da die Erklärung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
geldbaer Mai 22, 2008 Wenn ich allerdings die Stiftugung Warentest- Zeitung durchblättere, fällt aber auch auf, daß grade in der Kategorie Aktien "Welt" recht viele Fonds den Index geschlagen haben. Ok. zumindest ein paar davon haben ihren Erfolg daher, daß sie Teile aus den anderen Märkten beigemischt haben. Trotzdem fehlt mir da die Erklärung. Saturn, Mond....?? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Herr S. Mai 22, 2008 Saturn, Mond....?? Genau das hab ich auch gedacht! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Zauberlehrling Mai 22, 2008 *grins* Das sind wohl die Zukunftsmärkte ;-). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fleisch Mai 22, 2008 als EM käme in einigen Jahren Mars noch hinzu...Spaß beiseite Wir hatten in den letzten Jahren eine Hausse, da ist es relativ wahrscheinlich, dass aktive den Index schlagen, schau dir mal die Baissezeiten an und dann auf die Entwicklungen der aktiven Fonds... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Grumel Mai 22, 2008 Wir hatten in den letzten Jahren eine Hausse, da ist es relativ wahrscheinlich, dass aktive den Index schlagen, schau dir mal die Baissezeiten an und dann auf die Entwicklungen der aktiven Fonds... Das ist ja ganz neu. Sonst heisst es immer aktive schlagen den Index in der Baisse . Beides stimmt nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
skeletor Mai 22, 2008 · bearbeitet Mai 22, 2008 von skeletor In jeder Marktphase können aktive den Index schlagen, aber wider rum auch in jeder Marktphase den Index nicht schlagen. skeletor Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
otto03 Mai 22, 2008 In jeder Marktphase können aktive den Index schlagen, aber wider rum auch in jeder Marktphase den Index nicht schlagen. skeletor Welche ? (aber ex ante!!!!) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
geldbaer Mai 22, 2008 Naja, so schwer ist die Auswahl ja nun nicht. Es gab und gibt immer Fonds, die deutlich über dem Index liegen. Und wenn sie irgendwann auch nur in die Nähe des Indexes kamen bzw. kommen, werden sie halt ausgetauscht. Hat bis jetzt immer geklappt Und dieser uralte Spruch vom Hin und Her und leeren Taschen gilt ja wohl nur für Leute, die AA zahlen oder über die Börse handeln.... :- Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
otto03 Mai 22, 2008 Naja, so schwer ist die Auswahl ja nun nicht. Dann nenn doch bitte Fonds die ZUKÜNFTIG prognostizierbar kurz-/mittel-/langfristig besser als ihre Benchmarkindizes nach Kosten sind. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag