Zum Inhalt springen
Sapine

Altersvorsorge, Rente (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

Empfohlene Beiträge

Sapine

Nun die BAV wurde direkt vom Gehalt abgezogen, insofern betrachte ich die schon als Abzüge, was und wie slowandsteady es gemeint hat, kann ich nicht beurteilen. Die Absenkung der Beiträge 2002 war definitiv so gedacht, dass man 3 % vom Brutto anderweitig zurücklegen soll. Haben auch viele gemacht - nur unterm Strich hat es sich nur bei wenigen gelohnt. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
dev
vor 2 Minuten von Sapine:

Haben auch viele gemacht - nur unterm Strich hat es sich nur bei wenigen gelohnt. 

Genau darum ist das Rentenumlagesystem effektiver als wenn das Kapital in irgendwelchen Verträgen geparkt wird, oft dann auch noch steuerlich begünstigt.

Die Kosten des Umlageverfahrens dürften weit unter den der Anlageindustrie liegen und die Rendite nach Inflation drüber.

 

Merkt euch welche Parteien immer wieder Wahlgeschenke versprechen, Wahlprogramme an der Wahlurne beerdigen oder durch das wirtschaften in die eigene Tasche auffallen und ignoriert diese bei den nächsten Wahlen oder gar für immer.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
odensee
vor 4 Minuten von dev:

Die Kosten des Umlageverfahrens dürften weit unter den der Anlageindustrie liegen und die Rendite nach Inflation drüber.

Leider wird das Umlageverfahren nicht ausreichen. Das hatten Anfang der 2000er schon Riester und Schröder erkannt. Die Idee, teils auf ein kapitalgedecktes System zu setzen ("Riesterrente") war eine gute. Die Umsetzung sowohl durch Anbieter als auch durch Gesetzgebung (Garantiesumme!) war, gelinde gesagt, Murks.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Cauchykriterium
vor 19 Minuten von odensee:

Die Umsetzung sowohl durch Anbieter als auch durch Gesetzgebung (Garantiesumme!) war, gelinde gesagt, Murks.

Ich bin mit meinem Riester-Banksparplan sehr zufrieden. Natürlich gibt's da keine 7 % p. a., aber auch keine unnötigen Restriktionen wegen der Beitragsgarantie und die Kosten sind, gelinde gesagt und im Vergleich zu anderen Anbietern, nicht der Rede wert.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
odensee
vor 6 Minuten von Cauchykriterium:

Ich bin mit meinem Riester-Banksparplan sehr zufrieden.

Ich korrigiere:

vor 27 Minuten von odensee:

Die Umsetzung sowohl durch viele Anbieter als auch durch Gesetzgebung (Garantiesumme!) war, gelinde gesagt, Murks.

Für Riester-Banksparpläne gab es leider schon keine Anbieter mehr, als ich auf den Trichter kam, so etwas abzuschließen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
dev
vor 34 Minuten von odensee:

Leider wird das Umlageverfahren nicht ausreichen.

Jahresbericht 2023 - solide Finanzen trotz schwacher Konjunktur

Zitat

Dank guter Beschäftigungszahlen und gestiegener Löhne hat sich die Finanzsituation der Deutschen Rentenversicherung im Jahr 2023 weiter positiv entwickelt. Die Einnahmen betrugen rund 381,2 Milliarden Euro, 5,0 Prozent mehr als 2022. Die Ausgaben stiegen um 5,6 Prozent auf 379,8 Milliarden Euro. Trotz insgesamt schwacher Konjunktur konnte die Deutsche Rentenversicherung im vergangenen Jahr einen Haushaltsüberschuss verzeichnen.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
odensee

@dev die "Boomer" gehen zu einem großen Teil erst in den nächsten Jahren in Rente.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Dandy

Und der höhere Anstieg der Ausgaben ggü den Einnahmen sagt was, dev? Das ist, wie gesagt, erst der Anfang:

 

17428994959226682463637254169110.thumb.jpg.3295df59be620df569e4bd3242fd203d.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Sapine
vor 24 Minuten von Cauchykriterium:

Ich bin mit meinem Riester-Banksparplan sehr zufrieden. Natürlich gibt's da keine 7 % p. a., aber auch keine unnötigen Restriktionen wegen der Beitragsgarantie und die Kosten sind, gelinde gesagt und im Vergleich zu anderen Anbietern, nicht der Rede wert.

Hast Du denn bereits auch eine zufriedenstellende Lösung für die Entnahmephase?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
dev
· bearbeitet von dev
vor 24 Minuten von Dandy:

Und der höhere Anstieg der Ausgaben ggü den Einnahmen sagt was, dev? Das ist, wie gesagt, erst der Anfang:

Die Renten der Rentner fließen gegen 100% in den Umsatz, dieser Umsatz schafft Nachfrage, aber eine Sparrate nicht.

 

P.S. Die Altersstruktur läßt sich nur von unten verjüngen. Also sind bessere Bedingungen für Menschen mit Kindern nötig.

Diese Kinder benötigen eine gute Bildung, um dann später gegen den Weltmarkt eine Chance zu haben.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker
vor einer Stunde von odensee:

...Die Umsetzung sowohl durch Anbieter als auch durch Gesetzgebung (Garantiesumme!) war, gelinde gesagt, Murks.

Die Garantien werden aber nachgefragt. Und der Versicherer will (und darf) soviel verdienen, wie die Leute bereit sind zu zahlen.

Den hauptsächlichen Murks machen die Verbraucher, indem sie jeden Mist unterschreiben. Das ist nichts anders als das, was bei den Sparkassen läuft.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Der Heini
vor 28 Minuten von odensee:

@dev die "Boomer" gehen zu einem großen Teil erst in den nächsten Jahren in Rente.

Dazu kommt: Gerade die Boomer sind jetzt in höherem Alter, haben hohe Gehälter und zahlen daher auch viel in die Rentenkasse ein. Das wird aber die kommenden Jahre, wenn diese in Rente gehen, ins negative kippen.

Wie ich schon bemerkte ist ein reines Umlageverfahren, das für die Zukunft wegen der Alterspyramide nicht Rücklagen schafft, zum Scheitern verurteilt.

Wer jetzt unter 50 ist, wird nicht mehr die relative Rentenhöhe der jetzigen Rentner bekommen.

 

Die Einnahmen gegen die Ausgaben einfach gegenzurechnen, ist daher falsch. Das wäre so als würde ich meine Aktiengewinne (Einnahmen) sofort ausgeben, da diese ja immer wieder die Kosten decken. Quasi ein SoRR in der GRV.

vor 6 Minuten von Schwachzocker:

Den hauptsächlichen Murks machen die Verbraucher, indem sie jeden Mist unterschreiben. Das ist nichts anders als das, was bei den Sparkassen läuft.

Nicht ganz richtig, da der Verbraucher gerade bei der Riesterrente nicht wirklich die Wahl hatte. Die Verträge waren von der Versicherungswirtschaft fast alle ähnlich gestrickt und der Staat hat da stark reguliert.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Bigwigster
· bearbeitet von Bigwigster
vor einer Stunde von satgar:

Der Teufel steckt mal wieder im Detail bzw. wenn man mal direkt in die Studie schaut.

Hauptpunkt auf den ich gestoßen bin:

image.png.40959b1fac2829fd28c8fd170e9637be.png

 

--> Im Grunde war also der Best case Fall für den Nettotarif: Spare 5€ pro Monat die nächsten 20 Jahre und zahle dafür jetzt gleich 500€.

 

Das ist denke ich eine stark pessimistische Annahme wieviel man durch einen Nettotarif sparen kann.

Außerdem sieht man schon in den Ergebnissen, dass die Menschen natürlich schon darauf reagieren wieviel sie sparen. Also mit jeder "Version" wird der Anteil höher derer die den Nettotarif nehmen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
vor 3 Minuten von Bigwigster:

Der Teufel steckt mal wieder im Detail bzw. wenn man mal direkt in die Studie schaut.

Hauptpunkt auf den ich gestoßen bin:

image.png.40959b1fac2829fd28c8fd170e9637be.png

 

--> Im Grunde war als der Best case Fall für den Nettotarif: Spare 5€ pro Monat die nächsten 20 Jahre und zahle dafür jetzt gleich 500€.

 

Das ist denke ich eine stark pessimistische Annahme wieviel man durch einen Nettotarif sparen kann.

Außerdem sieht man schon in den Ergebnissen, dass die Menschen natürlich schon darauf reagieren wieviel sie sparen. Als mit jeder "Version" wird der Anteil höher derer die den Nettotarif nehmen.

Oh man, danke für das genauer reinschauen! Ist das wieder Dämlich gemacht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Dandy
vor 3 Minuten von Der Heini:

Wie ich schon bemerkte ist ein reines Umlageverfahren, das für die Zukunft wegen der Alterspyramide nicht Rücklagen schafft, zum Scheitern verurteilt.

Wer jetzt unter 50 ist, wird nicht mehr die relative Rentenhöhe der jetzigen Rentner bekommen.

Nicht nur bei der staatlichen Rentenversicherung, sondern auch bei der Krankenkasse und Pflegeversicherung. Vielen ist glaube ich noch gar nicht klar, was da eigentlich auf uns zurollt. Ohne sehr empfindliche Einschnitte und Rationalisierungen wird das überhaupt nicht gehen. Auch da hätten Rücklagen geholfen (welche im Falle der gesetzlichen Krankenversicherungen während Corona ohne Not verprasst wurde). Wir müssen endlich aufhören, Probleme immer nur von der Einnahmenseite anzugehen, sondern auch von der Ausgabenseite. Leider ist dieses "Infrastrukturpaket" genau dafür symptomatisch. Geld aus Dogmatik verprasst, das man bald wo ganz anderes fehlen wird. Ich komme aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus, bei der derzeitigen Politik. Und nein, die politischen Ränder sind definitiv nicht besser.

vor 3 Minuten von Der Heini:

Nicht ganz richtig, da der Verbraucher gerade bei der Riesterrente nicht wirklich die Wahl hatte. Die Verträge waren von der Versicherungswirtschaft fast alle ähnlich gestrickt und der Staat hat da stark reguliert.

Es wurden teils unglückliche Vorgaben gemacht (bspw. Rentengarantie), aber auf der anderen Seite wurden da, wo es notwendig gewesen wäre, zu wenig eingeschränkt, bspw. beim Thema Kostentransparenz oder Gestaltungsspielraum (Wahl der Sterbetafeln, Verwendung von Überschüssen etc.). Da hat sich die Politik, und letztendlich der Bürger, schlicht von der Versicherungsindustrie über den Tisch ziehen lassen. Schlechtes Handwerk.

 

Wir brauchen in der Politik endlich Experten und nicht Parteigünstlinge, die auf beliebige Ministerposten gehievt werden, bar jeder Kompetenz. Ich wäre für einen technokratischen Ansatz.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
monstermania
· bearbeitet von monstermania
vor 19 Minuten von Der Heini:

Wer jetzt unter 50 ist, wird nicht mehr die relative Rentenhöhe der jetzigen Rentner bekommen.

Wer jetzt 60 ist, wird auch nicht mehr die relative Rentenhöhe der jetzigen Rentner bekommen. Das liegt einfach daran, dass das Rentenniveau bereits seit Jahren beständig gesunken ist. :rolleyes:

Interessant, wenn man sich mal etwas ältere Prognosen zur Rentenentwicklung ansieht:

image.png.02e6bde42059056b02d6d69ea8cf10d1.png

Aktuell gibt es ja die sog. Haltelinie bei 48% des relativen Nettoeinkommens. Diese Haltelinie gilt aber nur bis 2025.

Das das Rentenpaket II der Regierung Scholz gescheitert ist, wissen wir aktuell noch nicht wie es mit dem Rentenniveau weiter geht.

Ab 2026 wird das Rentenniveau weiter sinken, wenn die Politik nicht eingreift. Das wird die neue Regierung also zügig entscheiden müssen.

 

Wenn wir einen heute 60 jährigen annehmen dürfte das Rentenniveau bis 2032 auf jedem Fall weiter sinken. Und für heute 50 jährige ohnehin.

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
vor 4 Minuten von Dandy:

Ohne sehr empfindliche Einschnitte und Rationalisierungen wird das überhaupt nicht gehen. Auch da hätten Rücklagen geholfen (welche im Falle der gesetzlichen Krankenversicherungen während Corona ohne Not verprasst wurde). Wir müssen endlich aufhören, Probleme immer nur von der Einnahmenseite anzugehen, sondern auch von der Ausgabenseite. Leider ist dieses "Infrastrukturpaket" genau dafür symptomatisch. Geld aus Dogmatik verprasst, das man bald wo ganz anderes fehlen wird. Ich komme aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus, bei der derzeitigen Politik.

Und das ist ja das schöne an Politik: ich seh das komplett anders als du 

vor 4 Minuten von monstermania:

Aktuell gibt es ja die sog. Haltelinie bei 48% des relativen Nettoeinkommens. Diese Haltelinie gilt aber nur bis 2025

Und dabei gilt ja auch 

 

„Das Rentenniveau drückt aus, bei wie viel Prozent des Durchschnittseinkommens die Standardrente nach 45 Beitragsjahren liegt. Es ist eine allgemeine Messgröße für die Leistungsstärke der gesetzlichen Rentenversicherung. Die individuelle Rentenzahlung kann vom Rentenniveau deutlich abweichen.“

 

„Grundlage für das Rentenniveau ist eine Rente mit 45 Entgeltpunkten. Davon abgezogen werden die Sozialbeiträge, nicht aber die Steuern. Seit 1. Juli 2024 beträgt diese sogenannte verfügbare Standardrente abzüglich der Sozialbeiträge 1.565,03 Euro. Diese Rente wird zum verfügbaren Durchschnittslohn ins Verhältnis gesetzt. Aktuell beträgt das Durchschnittslohn 3.260,34 Euro. Daraus ergibt sich ein Rentenniveau von derzeit 48 Prozent.“

 

https://www.dgb.de/geld/rente/
 

Das Problem ist: so eine Standard-Rente kriegt ja nicht mal jeder. Nicht alle haben diese 45 Entgeltpunkte voll. Für einige/viele trifft diese „48%“ gar nicht zu.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker
vor 36 Minuten von Der Heini:

Nicht ganz richtig, da der Verbraucher gerade bei der Riesterrente nicht wirklich die Wahl hatte. Die Verträge waren von der Versicherungswirtschaft fast alle ähnlich gestrickt und der Staat hat da stark reguliert.

Och, nun hör` doch auf. Ich hatte jedenfalls die Wahl, solch einen Vertrag nicht abzuschließen. Vorgesorgt habe ich eben anders.

vor 25 Minuten von Dandy:

Es wurden teils unglückliche Vorgaben gemacht (bspw. Rentengarantie)...

Die Garantie ist nun aber erforderlich. Andernfalls braucht man das gesamte Konstrukt nicht. Oder meinst Du, es mangelt an riskanten Möglichkeiten zur Geldanlage.

 

vor 28 Minuten von Dandy:

Wir brauchen in der Politik endlich Experten und nicht Parteigünstlinge...

Es gibt durchaus Parteien, die die Aktienrente wollen. Aber die einzige, die davon im Bundestag saß, ist gerade mit Pauken und Trompeten abgewählt worden. 

Was erwartest Du denn da?

Es ist der Wähler, der nicht will. Und es ist der Verbraucher, der den Murks macht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
chirlu
· bearbeitet von chirlu
vor 5 Stunden von Der Heini:

Jetzt sind weniger Einzahler als Rentner da

 

Nicht gleich übertreiben. Im Jahr 2022 gab es 25,9 Millionen Rentenempfänger und 35,1 Millionen Pflichtversicherte, plus noch einige freiwillig Versicherte, zusammen 35,3 Millionen Beitragszahler. Das macht einen „naiven“ Quotienten von 1,36. Korrigiert um unterschiedliche Beitrags- und Rentenhöhen ergab sich ein Quotient von 2,20 Standardbeitragszahlern pro Standardrentner. Hochrechnungen lassen erwarten, dass dieser Wert bis 2045 auf 1,74 absinken wird. Das ist dann aber immer noch erheblich über 1. (Quelle, S. 15, 158, 254)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
chirlu
vor 5 Stunden von Yamiko:
Zitat

Altersrente wurde als "Sicherheitszuschuss zum Lebensunterhalt" erst ab Vollendung des 70. Lebensjahres gezahlt, was weit über der durchschnittlichen Lebenserwartung der Arbeiter zu dieser Zeit lag (Durchschnittliche Lebenserwartung von Männern im Jahr 1910: 45 Jahre; von Frauen: 48 Jahre).

 

 

Diese Zahlen zur Lebenserwartung bei Geburt haben keine Aussagekraft für die Rentenversicherung, weil der niedrige Wert sich vor allem aus der hohen Kindersterblichkeit ergibt (20% im ersten Lebensjahr, weitere 5% bis zum 16. Geburtstag). Dagegen hatten 16jährige Jungen eine fernere Lebenserwartung von 46,7 Jahren, also bis Alter 16+46,7 = 62,7. Die Wahrscheinlichkeit für einen 16jährigen Jungen, den 70. Geburtstag zu erleben, betrug 39,9%. (Quelle: Allgemeine Sterbetafel 1910/1911 für das Deutsche Reich; hier S. 23 f.)

 

Übrigens war das schon eine große Verbesserung bezüglich der Kindersterblichkeit. Nach der Sterbetafel 1871/1881 (ibd., S. 7 f.) waren die Werte 25% für das erste Lebensjahr und weitere 15% bis 16. Nur 60% der geborenen Jungen haben also ihren 16. Geburtstag erlebt. Die hatten dann 29,3% Wahrscheinlichkeit, auch noch 70 zu werden.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Yamiko
vor 8 Minuten von chirlu:
vor 5 Stunden von Yamiko:
Zitat

Altersrente wurde als "Sicherheitszuschuss zum Lebensunterhalt" erst ab Vollendung des 70. Lebensjahres gezahlt, was weit über der durchschnittlichen Lebenserwartung der Arbeiter zu dieser Zeit lag (Durchschnittliche Lebenserwartung von Männern im Jahr 1910: 45 Jahre; von Frauen: 48 Jahre).

 

 

Diese Zahlen zur Lebenserwartung bei Geburt haben keine Aussagekraft für die Rentenversicherung, weil der niedrige Wert sich vor allem aus der hohen Kindersterblichkeit ergibt (20% im ersten Lebensjahr, weitere 5% bis zum 16. Geburtstag). Dagegen hatten 16jährige Jungen eine fernere Lebenserwartung von 46,7 Jahren, also bis Alter 16+46,7 = 62,7. Die Wahrscheinlichkeit für einen 16jährigen Jungen, den 70. Geburtstag zu erleben, betrug 39,9%. (Quelle: Allgemeine Sterbetafel 1910/1911 für das Deutsche Reich; hier S. 23 f.)

 

Übrigens war das schon eine große Verbesserung bezüglich der Kindersterblichkeit. Nach der Sterbetafel 1871/1881 (ibd., S. 7 f.) waren die Werte 25% für das erste Lebensjahr und weitere 15% bis 16. Nur 60% der geborenen Jungen haben also ihren 16. Geburtstag erlebt. Die hatten dann 29,3% Wahrscheinlichkeit, auch noch 70 zu werden.

 

Auch mit den Zahlen könnte man arbeiten. Wo müßte das Renteneintrittsalter heute liegen, wenn nur 29,3% bzw. 39,9% dieses Alter erreichen sollen? 75? 80?

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
chirlu
vor 13 Minuten von Yamiko:

Wo müßte das Renteneintrittsalter heute liegen, wenn nur 29,3% bzw. 39,9% dieses Alter erreichen sollen? 75? 80?

 

Für Geburtsjahrgang 1970 und 40% etwa bei 88.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
chirlu
vor 5 Stunden von Sapine:

Nichts gegen einen flexiblen Renteneintritt gerne auch für alle aber bitte mit Abschlägen, die sicherstellen, dass die Allgemeinheit der Versicherten nicht einseitig geschädigt wird. Rente ohne Abschläge kann ich unter dem Aspekt überhaupt nicht nachvollziehen.

 

Übrigens, Ergebnis der Sondierungsgespräche zwischen CDU, CSU und SPD: Die abschlagsfreie vorgezogene Rente („für besonders langjährig Versicherte“) bleibt. :-*

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
enma
vor 16 Minuten von chirlu:

 

Für Geburtsjahrgang 1970 und 40% etwa bei 88.

Stichtag heute oder 1986?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...