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Sapine

Altersvorsorge, Rente (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 20 Minuten von odensee:

Die Zertifizierungsstelle für Altersvorsorgeprodukte gibt es. Und eine einfacherer Gestaltung der "Altersvorsorgeprodukte" erfordert nicht "mehr Bürokratie" und ist dazu noch für die Kunden besser.

Doch, das erfordert es, jedenfalls dann, wenn das alte bestehen bleibt. Das kann das neue noch so einfach sein.

 

vor 19 Minuten von Someone:

Womit lässt sich diese These belegen?

Womit lässt sich denn die These belegen, dass wir zuviel Bürokratie haben? Schließlich lässt sich Bürikratie nicht vermeiden.

 

Zitat

Ich halte das für Geschwätz

Und ich halte die Behauptung, dass wir zuviel Bürokratie haben für Geschwätz.

...was nichts daran ändert, dass man über einen Abbau nachdenken kann.

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odensee
Gerade eben von Schwachzocker:

Doch, das erfordert es, jedenfalls dann, wenn das alte bestehen bleibt.

Schon bestehende Altverträge werden doch nicht laufend zertifiziert. Oder weißt du anderes?

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satgar
vor 44 Minuten von Sapine:

Was genau hat Dich da zum Umdenken gebracht?

Zum einen die beliebte Gerechtigkeit. „Jede Mutter“ bekommt derzeit 3 Punkte. Ausschließlich die mit Kindern vor 1992 geboren, nur 2,5 Punkte. Das glatt zu ziehen, halte ich schon für sinnvoll, logisch und fair. Das dadurch kein neues Kind geboren und angeregt wird, stimmt natürlich.

 

Zum anderen ist Altersarmut ein stark weibliches Problem. Wenn durch 0,5 Rentenpunkte etwas mehr Rente bei Frauen landet, ist das nicht so schlecht. Wenn die ein oder andere Frau dadurch vielleicht sogar (ich weiß, es ist nicht viel), aus der Grundsicherung fiele, ist das auch psychisch ne gute Sache. 
 

Und wenn die Frau ohnehin in der Grundsicherung landet, ist es ohnehin linke Tasche .. Rechte Tasche. Was ich an 0,5 Punkten durch die GRV mehr gebe, muss der Steuerzahler bei der Grundsicherung weniger ausgeben. Es gleicht sich dort 1zu1 aus. Von daher ist das vielleicht sogar billiger zu kriegen, als man denkt. 
 

Das Gefühl aber, selbst mehr Rente zu bekommen, und weniger staatliche Stütze auf Antrag vom Amt, bereitet den Betroffenen sicherlich ein besseres Gefühl. Und auch jenen, die sich zu fein sind, ohnehin die Grundsicherung zu beantragen.

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Dandy
· bearbeitet von Dandy
vor 12 Stunden von Flip:

Eine reine Gegenüberstellung des Verhältnisses Arbeitsbevölkerung:Rentner ist nicht ausreichend. Man muss auch Faktoren wie Produktivitätsentwicklung berücksichtigen.

Das ist eher Teil des Problems und sicher nicht die Lösung, weil:

vor 3 Stunden von odensee:

Auch die Rentner sollten sich auf Einschränkungen einstellen. Wieso muss die Rente an die Nettolohnentwicklung gekoppelt sein? Eine Kopplung an die Inflationsrate als Obergrenze würde reichen...

Es wäre ein längst fälliger Schritt, die Renten nur noch an die Inflation zu koppeln und die Produktivitätszuwächse (so denn sie überhaupt noch eintreten in unserem deindustrialisierenden Land) als Demographieausgleich zu nutzen.

vor 12 Stunden von *Teufel*:

Jeder der jungen Menschen. 

Wird einfach überlegen was einen wichtig ist. 

 

Zeit oder Geld. 

 

Ist die Miete/Kredit bezahlt, 1-2 Urlaube, etwas sparen.. 

Wozu bei hohen Gehältern mehr leisten?

 

Bis 42% für normal "Spitzenverdiender" 

Ca 20% AN Anteil an der Sozialversicherung 

 

Das was über bleibt mit Mehrwertsteuer/ öko Abgabe/Umlagen, /Gebühren belegen. 

 

= es ist immer Lebenzeit gegen Geld.

Diese Überlegung machen immer mehr Menschen der arbeitenden Bevölkerung. Die Abgabenlast, zumindest bei leicht überdurchschnittlichen Gehältern, ist mit fast 50% schlicht zu hoch in Deutschland. Es ist doch klar, dass es da Gegenbewegungen gibt und ausgerechnet Diejenigen zu verurteilen, die das nicht mehr mit sich machen lassen wollen, finde ich wohlfeil.

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Es kann gerne jemand ein Land auf der Welt nennen, in dem die Abgabenlast höher als in Deutschland ist (von Belgien abgesehen). Diese Abgabenlast betrifft bereits Einkommen, die nicht viel höher liegen als das Durchschnittseinkommen, also weit entfernt von Spitzenverdiensten. Dazu kommt noch das Verschleierungsmanöver mit dem Arbeitgeberanteil, der letztlich auch eine Lohnbelastung darstellt, denn der Arbeitgeber zahlt den gesamten Betrag und davon hängt letztlich die Lohnentwicklung mit ab.

 

Dass die gekniffene Generation darauf keine Lust mehr hat, sollte man schon verstehen. Wie man da immer noch nach mehr Umverteilung in unserem Land rufen kann, ist mir schleierhaft. Wie gesagt: Die Bombe platzt gerade erst. Wer glaubt, das ginge ohne ernsthafte Leistungseinschnitte einher, den halte ich für naiv. Es wird meiner Ansicht nach so kommen: Immer weiter einschneidende Leistungskürzungen, um das System leidlich zu stützen, führt nur dazu, dass die jüngere Generation immer höhere Beiträge zu leisten hat und am Ende mit stark zusammengekürzten Leistungen versorgt wird. Was ist daran Generationengerecht?

vor 5 Stunden von odensee:

Sei froh, dass es so wenig ist. War mal mehr...

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... und 1975 bis 1985 waren es sogar 56%. Und ja, man muss zur Beurteilung der Daten auch die Einkommensgrenzen mitberücksichtigen. Wer macht es?

 

 

Bitteschön:

 

Einsetzen des Spitzensteuersatzes

Relation zwischen dem Bruttogehalt bei Einsetzen des Spitzensteuersatzes und dem durchschnittlichen Bruttogehalt

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vor 3 Stunden von Sapine:

Wenn man Kinder will, braucht es keine Mütterrente sondern eine Unterstützung junger Familien. 

Funktioniert nicht. Die Gründe sind meiner Ansicht nach weniger finanzielle denn gesellschaftliche (Verhütung, Aufklärung, Individualismus, Selbstbestimmung, Bildung etc.). So ziemlich jede "entwickelte" Wirtschaftsnation hat dieses Problem (extrem krasses Beispiel ist Südkorea).

vor 2 Stunden von Schwachzocker:

...und Beamte!

Ich wäre dafür, die Leistungsansprüche von Beamten in die gesetzlichen Sozialversicherungen zu überführen und künftige Ansprüche aus diesem zu leisten. Das ändert zwar erstmal nichts an den relativ hohen Ansprüchen bspw. bei Pensionen, aber künftige Entscheidungen über die Umverteilung in unserem Sozialsystem würden dann direkt auch diejenigen betreffen, die es zu verantworten haben, Politiker wie Juristen. Das dürfte manche Entscheidung deutlich überlegter und fairer ausfallen lassen. Mitgefangen, mitgehangen.

vor 2 Stunden von satgar:

Nominal! In % am Haushalt oder der Wirtschaftskraft Deutschlands, sinkt er sogar.

Hier mal die Teufel-Tabelle:

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Der prozentuale Anteil ist zwar minimal gesunken in den letzten zehn Jahren, dafür aber der ungedeckte Anteil massiv gestiegen. Und das trotz der sehr guten wirtschaftlichen Entwicklung und der gesunkenen Arbeitslosigkeit in der Zeit. Ein Viertel des Bundeshaushalts alleine für Zuschüsse in die Rentenversicherung und das reicht schon jetzt nicht, um die ganzen Umverteilungsgeschenke auszugleichen. Kompletter Wahnsinn in meinen Augen.

 

Und wie schon gesagt: Das ist erst der Anfang aufgrund unserer Demografie. Letztlich ist das eine verdeckte Umverteilung in der Rentenversicherung und damit eine verdeckte Steuer, die meiner Ansicht nach aus Transparenzgründen allein durch diese geleistet werden muss und nicht über die Sozialversicherungsbeiträge.

 

Das ist auch mein Kritikpunkt an der Mütterrente. Man mag sie grundsätzlich für angebracht halten, aber sie einer sich schon stark in Schieflage befindlichen Rentenversicherung aufzubürden, ist einfach nicht angebracht. Die wirtschaftliche Entwicklung zeigt eine klare Richtung und wir müssen uns auf eine sehr harte Landung vorbereiten, aufgrund der Versäumnisse der vergangenen Jahre.

 

Hentze-abb.4.png

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Someone
vor 1 Stunde von Schwachzocker:

Womit lässt sich denn die These belegen, dass wir zuviel Bürokratie haben? Schließlich lässt sich Bürikratie nicht vermeiden.

@Sapine hat aber eine andere Aussage getroffen, die Du verneint hast - da kam Bürokratieabbau nur in einem Teilsatz vor.

 

Nun ja - verenge die Diskussion aufs Irrelevante dann hast Du einen Teilnehmer weniger. Bin wieder raus.

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Dandy
vor 2 Stunden von Schwachzocker:

Und ich halte die Behauptung, dass wir zuviel Bürokratie haben für Geschwätz.

:blink:

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor 2 Stunden von satgar:

....  Das Gefühl aber, selbst mehr Rente zu bekommen, und weniger staatliche Stütze auf Antrag vom Amt, bereitet den Betroffenen sicherlich ein besseres Gefühl. Und auch jenen, die sich zu fein sind, ohnehin die Grundsicherung zu beantragen.

Aus meinem anekdotischen Wissen war die Freude über mehr Rente und weniger Grundsicherung also in Summe nix bei den Betroffenen sehr überschaubar.

 

Womöglich (weiss ich nicht genau ob das vorkommen kann) verlässt Frau die Grundsicherung und muss statt dessen Wohngeld beantragen ... yippieh :)

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Bolanger
vor 45 Minuten von Dandy:

Es kann gerne jemand ein Land auf der Welt nennen, in dem die Abgabenlast höher als in Deutschland ist (von Belgien abgesehen).

Man sollte bei dieser Betrachtung aber auch die Gegenleistung nicht vernachlässigen. Ich kenne mich nicht aus und habe keinen Überblick, vermute aber, dass z.B. bei den Mexikanern in deren Abgabenlast keine Krankenversicherung, Sozialversicherung, Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, innere Sicherheit, Infrastruktur, kostenloses Bildungssystem und so weiter auf deutschem Niveau geleistet wird. 

Natürlich kann man diskutieren, ob eine Verpflichtung zu diesen Abgaben tatächlich richtig ist oder ob einige der (Versicherungs)leistungen, zu denen deutsche Arbeitnehmer gezwungen werden, auch auf freiwilliger Basis erbracht werden sollten. 

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Schwachzocker
vor 1 Stunde von Dandy:

Ich wäre dafür, die Leistungsansprüche von Beamten in die gesetzlichen Sozialversicherungen zu überführen und künftige Ansprüche aus diesem zu leisten. Das ändert zwar erstmal nichts an den relativ hohen Ansprüchen bspw. bei Pensionen, aber künftige Entscheidungen über die Umverteilung in unserem Sozialsystem würden dann direkt auch diejenigen betreffen, die es zu verantworten haben, Politiker wie Juristen. Das dürfte manche Entscheidung deutlich überlegter und fairer ausfallen lassen. Mitgefangen, mitgehangen.

Beamte sind aber nun einmal keine Arbeitnehmer. Beamte entscheiden über öffentliche Angelegenheit wie Bauanträge, Verkehrszeichen, Festnahmen und Straßenbau. Darüber kann man aus einer Position der persönlichen Sicherheit heraus entscheiden, dann gibt es eine reale Chance, dass nach sachlichen Maßstäben entschieden wird; oder sie müssen aus einer Position der Angst und persönlichen Unsicherheit heraus entscheiden, dann werden die Anträge am schnellsten genehmigt, wo ein Umschlag mit Bargeld dabei liegt.

Dann kannst Du Deine Steuern beim Finanzbeamten in bar bezahlen, nur nicht soviel wie Du eigentlich müsstest.

Dann sieht man an den Verkehrsregeln, in welchem Stadtteil am meisten gezahlt wurde.

Dann wird niemand mehr wegen Trunkenheit am Steuer angeklagt. Das wird so geregelt.

Wenn Du bei Gericht ein Urteil haben möchtest, das Dir gefällt, musst Du halt mehr zahlen als Dein Gegner im Rechtsstreit.

 

Wer mit derartigen Aufgaben betraut ist, muss sich ohnehin keine Gedanken um seine Absicherung machen. Das ist nun einmal der zentrale Grund, warum derartige Tätigkeiten mit Privilegien verbunden sind. Man hat dann viel zu verlieren.

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Sapine

Danke @satgar. So kan ich das nachvollziehen. Statt aus dem Steuersäckel eine Mütterrente für alle zu finanzieren, bin ich für die Lösung über das Rentensplitting. Das sollte deutlich billiger werden und bezieht die Väter mit ein. Wir müssen uns bei allen anstehenden Problemen fragen, wie wir es mit minimaler Belastung der Sozialkassen hinbekommen. 

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Barqu
5 hours ago, odensee said:

ie Rentenversicherungsbeiträge sind in den letzten Jahrzehnten konstant geblieben. Bis heute zahlt @Cepha prozentual nichts mehr als ich und andere im kompletten Berufsleben.

Bin auf dem Gebiet nicht tief informiert und lasse mich daher gerne korrigieren, meine aber: ausser des Beitrags, den man abfuehrt, muss man genau so betrachten, welche "Gegenleistung" man bekommt (und gemeint ist nicht XX Punkte, sondern das "effektive" Rentenniveau). Mein Eindruck ist, dass der Beitrag, der abgefuehrt wird, weitestgehend konstant blieb, die eigene zu erwartende Rente aber immer weniger wert hat. Sei es, weil das Rentenniveau sinkt, oder mehr Steuern und Sozialabgaben bezahlt werden muessen, oder das Durchschnittsentgelt nach unten gezogen wurde.

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odensee
· bearbeitet von odensee
vor 20 Minuten von Barqu:

Mein Eindruck ist, dass der Beitrag, der abgefuehrt wird, weitestgehend konstant blieb, die eigene zu erwartende Rente aber immer weniger wert hat.

Das ist richtig, betrifft mich als Rentner aber auch, die Anfang der 2000er beschlossene Rentenreform ist ja auch an meiner Rente nicht vorbeigegangen.

 

Ich habe daraus damals die Konsequenz gezogen, mehr privat vorzusorgen. Und da ich immer Vollzeit gearbeitet habe, blieb auch genug vom netto übrig genau dies zu tun.
 

FIRE war für mich nie ein Thema.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 4 Stunden von Dandy:

Der prozentuale Anteil ist zwar minimal gesunken in den letzten zehn Jahren, dafür aber der ungedeckte Anteil massiv gestiegen. Und das trotz der sehr guten wirtschaftlichen Entwicklung und der gesunkenen Arbeitslosigkeit in der Zeit. Ein Viertel des Bundeshaushalts alleine für Zuschüsse in die Rentenversicherung und das reicht schon jetzt nicht, um die ganzen Umverteilungsgeschenke auszugleichen. Kompletter Wahnsinn in meinen Augen

Klar, und auf der gegenüberliegenden Seite doch eben eine sich verschärfende Demografie und Reformen zulasten der Rentenversicherung, also Ausgabensteigerungen. Das es dann zur Unterdeckung kommt, ist halt so sicher wie das Armen in der Kirche. Worauf ich aber hinaus will ist: es wird immer wieder gesagt, das der Steuerzuschuss des Bundes steigt. Aber das ist halt nur in EUR-Einheiten und nominell richtig, was keinerlei Aussagekraft hat. Richtig ist, das wir „für die alten“ sogar tendenziell weniger von unserer Wirtschaftskraft berappen, ob wohl die Demografie etwas ganz anderes erwarten lassen würde. 
 

Nötig wäre, die Unterdeckung zu beseitigen, und die realen Kosten auch „in Rechnung zu stellen“. Bei wem? Darüber gibt es politisch unterschiedliche Ansichten. Deine ist ja auch, die haben wir hinlänglich herausgearbeitet, dass diese Zahlungen an die GRV noch zu hoch seien, man also real Kürzungen vornehmen müsste. Wie man das aber bei den Durchschnittsrenten in Deutschland, ohne sozialen Unfrieden und Verwerfungen machen will, ist mir ein Rätsel. Ich halte es auch nicht für nötig, bei diesen ärmeren Haushalten noch zu kürzen, am unteren Ende der Gesellschaft.

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dev
· bearbeitet von dev
vor 9 Stunden von Barqu:

Es sollte unzweifelhaft sein, dass die Belastung durch "die Alten" zugenommen hat und weiterhin zunehmen wird, oder irre ich mich da?

Nein, seit 30 Jahren sind die Gesamtabgaben nicht wirklich gestiegen. ( 1995 39,3 / 2025 41,9 )

 

vor 6 Stunden von satgar:

..., aus der Grundsicherung fiele, ist das auch psychisch ne gute Sache.

Ja, aber das ist kein großes Problem:

Zitat

Rund 16,4 Millionen Menschen im regulären Rentenalter bezogen Ende 2023 in Deutschland eine Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Davon waren knapp 469.000 Rentnerinnen und Rentner zusätzlich auf Grundsicherungsleistungen des Staates angewiesen. Das entspricht einer Grundsicherungsquote von 2,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr hat es damit einen Anstieg um 0,1 Prozent gegeben.

Quelle

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dev
vor 4 Stunden von Dandy:

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Ich habe folgendes zu Italien gefunden:

Zitat

Die Höhe der Rentenbeiträge wird in Italien als Prozentsatz des Bruttogehalts des Arbeitnehmers berechnet. In den meisten Fällen beträgt der Gesamtprozentsatz 33%; von diesem Gesamtprozentsatz wird 1/3 vom Arbeitnehmer und 2/3 vom Arbeitgeber gezahlt.

 

 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 27 Minuten von dev:

Nein, seit 30 Jahren sind die Gesamtabgaben nicht wirklich gestiegen. ( 1995 39,3 / 2025 41,9 )

 

Ja, aber das ist kein großes Problem:

Quelle

Ja ich weiß, das ist zum Glück noch ein sehr kleines Problem. Es gibt übrigens in Deutschland mehr arme Kinder als arme Rentner.

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Barqu
20 minutes ago, dev said:

Auffaellig ist bei deinen Zahlen der Rueckgang in der Arbeitslosenversicherung. Die wurde allerdings durch eine Kuerzung der Leistungen erreicht, die - bis heute - die dafuer verantwortliche Partei pulverisiert hat.

Darum wie zuvor angemerkt: man kann nicht nur auf den Zahlbeitrag schauen, sondern muss auch beruecksichtigen, was man dafuer bekommt. Aehnlich wie bei der GKV frueher mal die Brille und vieles andere versichert war und zwecks Beitrags"stabilisierung" heute nicht mehr. Das macht meine Augen aber nicht besser.

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dev
vor 2 Minuten von Barqu:

Auffaellig ist bei deinen Zahlen der Rueckgang in der Arbeitslosenversicherung.

Es sind halt viel weniger Arbeitslos als um 2000.

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Barqu
3 minutes ago, dev said:

Es sind halt viel weniger Arbeitslos als um 2000.

Ach und du meinst die Leistungskuerzungen haben keinen Einfluss?

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odensee
vor 15 Minuten von Barqu:

Aehnlich wie bei der GKV frueher mal die Brille und vieles andere versichert war und zwecks Beitrags"stabilisierung" heute nicht mehr. Das macht meine Augen aber nicht besser.

Zum Ausgleich gibt es teure neue Behandlungsmethoden z.B. in der Onkologie.  Und eine Brille kann man selber zahlen.

 

vor 12 Minuten von Barqu:

Ach und du meinst die Leistungskuerzungen haben keinen Einfluss?

Darauf, dass weniger arbeitslos sind als um die 2000? Ja, durchaus möglich. Böse Zungen sagen: war auch so beabsichtigt.

 

Es driftet aber ab

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Barqu
1 minute ago, odensee said:

Zum Ausgleich gibt es teure neue Behandlungsmethoden z.B. in der Onkologie.  Und eine Brille kann man selber zahlen.

Natuerlich kann man eine Brille selber zahlen. Genau so wie alles andere - und wenn nicht, dann hat man halt Schmerzen, bekommt Schmerzmittel, oder stirbt.

Brillen waren nur ein Beispiel dafuer, dass ein Blick auf den Beitrag alleine nicht ausreichend ist, wenn bei gleichem Beitrag die Leistung verringert wird. Wir koennen auch gerne den Rentenbeitrag auf 5% absenken, und wenn wir dann noch die Rente auf 2 EUR-Cent fuer alle Neu-Rentner senken, koennen dev und du hier diskutieren, dass der Beitrag heute ja viel niedriger als zu deinen Beitragszahlerzeiten sei. Sinn? Erkenne ich nicht.

 

6 minutes ago, odensee said:

Es driftet aber ab

Nein, das tut es nicht. Will man sinnvoll ueber das Threadthema disktieren, muss man sowohl die Beitraege als auch die Leistungen betrachten. Ein Blick auf nur eines davon ist populistisch.

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Schwachzocker
vor 34 Minuten von Barqu:

...Will man sinnvoll ueber das Threadthema disktieren, muss man sowohl die Beitraege als auch die Leistungen betrachten. Ein Blick auf nur eines davon ist populistisch.

Völlig richtig! Populismus?! So etwas machen wir hier natürlich nicht.

Sollen die Reichen doch zahlen.

:yahoo:

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odensee
vor 2 Minuten von Barqu:

Natuerlich kann man eine Brille selber zahlen. Genau so wie alles andere

Eine Krebstherapie sicher nicht. Kosten für eine Brille oder ein Hörgerät oder andere Hilfsmittel oder Eigenbeteiligungen an z.B. Physiotherapie oder Zuzahlung zu Medikamenten kann man als "Selbstbeteiligung" sehen. Eine weitergehende Selbstbeteiligung in der Krankenversicherung (die auch Vorteile hätte), kommt schon deshalb nicht in Frage, weil dann zu befürchten ist, dass viele Menschen zu spät zum Arzt gehen. Und durch die genannten Selbstbeteiligungen kann man den Anstieg des Beitragssatzes eben bremsen.

 

Du brauchst nur eine Brille. Alte Menschen (die bösen Rentner im 200qm-Haus...)  brauchen Brille / Hörgerät / Rollator / viel mehr Medikamente und zahlen selbstverständlich auch die "Selbstbeteiligung" (Ausnahmen für sozial Schwache mal außen vor).

 

vor 15 Minuten von Barqu:

oennen dev und du hier diskutieren, dass der Beitrag heute ja viel niedriger als zu deinen Beitragszahlerzeiten sei

Habe ich nie behauptet. Der Beitragssatz zur Rentenversicherung ist allerdings seit Mitte der 80er halbwegs konstant geblieben. Der Bundeszuschuss ist gestiegen (nominal in jedem Fall, anteilig: kommt auf den Bezugswert an). Der Bundeszuschuss wird aber nun mal nicht nur für die Finanzierung von regulären Altersrenten genutzt, sondern eben auch für Mütterrente, "´Rente ab 63", Aufstockung irgendwelcher DDR-Renten, beitragsfreie Versicherung von Soldaten, was weiß ich alles... das ist alles von den (ehemals) großen Parteien so gewollt.

Es wäre der Debatte dienlich, wenn man Zahlen hätte, wofür der Bundeszuschuss genau verwendet wird.

 

Und, wie ich oben schon zustimmend zu einem Beitrag von dir schrieb, wird es problematischer werden. Das ist nun mal aufgrund der demographischen Entwicklung so.

 

vor 22 Minuten von Barqu:
vor 30 Minuten von odensee:

Es driftet aber ab

Nein, das tut es nicht. Will man sinnvoll ueber das Threadthema disktieren,

Ich sehe im Thread "Altersvorsorge, Rente". Nicht aber: Leistungskürzungen in der Arbeitslosenversicherung und Brillenversorgung aus der gesetzlichen Krankenversicherung. Daher meine ich, dass es abdriftet.

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chirlu
vor 1 Stunde von Barqu:

der Rueckgang in der Arbeitslosenversicherung. Die wurde allerdings durch eine Kuerzung der Leistungen erreicht, die - bis heute - die dafuer verantwortliche Partei pulverisiert hat.

 

Kürzungen in der Arbeitslosenversicherung sollen eine Partei pulverisiert haben? Klingt, als ob du da ein bisschen was verwechselst. Die Arbeitslosenhilfe (Vorläufer des Arbeitslosengelds 2, Vorläufer des Bürgergelds) wurde jedenfalls schon immer aus Steuermitteln bezahlt, wie ihre Nachfolger auch.

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Barqu
7 hours ago, chirlu said:

 

Kürzungen in der Arbeitslosenversicherung sollen eine Partei pulverisiert haben? Klingt, als ob du da ein bisschen was verwechselst. Die Arbeitslosenhilfe (Vorläufer des Arbeitslosengelds 2, Vorläufer des Bürgergelds) wurde jedenfalls schon immer aus Steuermitteln bezahlt, wie ihre Nachfolger auch.

Das steht hier aber anders: https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosenversicherung?wprov=sfla1

 

 

So oder so: mir ging es darum darauf hinzuweisen, dass "aber vor 30Jahren waren die Beiträge genau so hoch, darum hört auf zu jammern!" kein sinnvolles Argument ist, wenn den Beiträgen sehr viel mehr - und zwar nicht nur bei der Rente, sondern eben auch allen anderen Sozialversicherungen - gegenüber standen, d. h. wenn die Beiträge gereicht haben um abgesichert zu sein, wohingegen mittlerweile erwartet wird, dass die Lstungskuerzengen privat kompensiert werden.

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