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Sapine

Altersvorsorge, Rente (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

Empfohlene Beiträge

Schlumich
vor 38 Minuten von No.Skill:

Dann muß man doch nur das Renteneintrittsalter erhöhen und schon sterben genug bevor sie in Rente kommen.

Einfache Sache. Warum die Politik da solange rummachen wieder.

Verstehe ich mal wieder nicht.

 

 

Die Antwort auf diese Frage ist doch denkbar einfach.

Politiker wollen (wieder) gewählt werden.

Jetzt überleg mal, wo heute die größte Wählergruppe ist.

Na ..... wird's klarer?

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satgar
vor 11 Stunden von Bast:

Gibt es bei der Quelle möglicherweise Interessenskonflikte?

 

Ganz grundsätzlich: eine richtige Aussage und Analyse wird nicht dadurch weniger wahr, nur weil Sie von einer Person kommt, die mir nicht genehm erscheint.

vor 2 Stunden von Bolanger:

Du hast doch die Wahl. Entweder stimmst Du in absehbarer Zukunft für eine Partei, die Deine Rentenbezüge kürzt oder Du stimmst für eine Partei, die an Deine private Vorsorge geht, um damit Deine gesetzliche Rente zu finanzieren. Die dritte Möglichkeit wäre die Stimme für eine Partei die alles so runter wirtschaftet, dass wir pleite gehen und dann von außen gesagt bekommen, wie wir uns zu organisieren haben.

Naja, das stimmt so ganz nicht. Die ganz Links stehenden Parteien, namentlich "die Linke", wollen an die Taschen der großen Vermögenden, so richtig groß. Das BSW zog z.B. eine Grenze ab 25 Millionen EUR, bei der man mit sowas wie einer Vermögenssteuer anfangen könnte. Das ist keine private Vorsorge mehr.

 

Man kann es schon kritisieren, was ich ja auch immer wieder mache, dass das größte Vermögen dieser Republik (50-60%), in den Händen von 10% der Bevölkerung gehalten wird. in Abstufungen von 1% der Bevölkerung und 0,1% der Bevölkerung wird es noch krasser.

 

Und 50% der Bevölkerung wiederum, besitzen halt nichts. Denen könnte ich, nach böser Unterstellung ggü. Links, gar keine private Vorsorge "wegnehmen". Die haben schlicht keine. Jetzt gibt es immer die Lesart: "wenn ich oben mehr wegnehme, hat jemand unten ja nicht automatisch mehr". Warum eigentlich nicht? Rein im Sinne von Geldeinheiten, geht das natürlich sehr wohl. Stagflation hat das Medien-Beispiel mit den 4000 EUR je Kind gebracht.

 

Wie wärs mit einer einmaligen Vermögensabgabe, die es erlaubt, genau soviel wegzunehmen, um diese 4000 EUR jedem Kind zu ermöglichen?!

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Schwachzocker
vor 2 Stunden von Bolanger:

Du hast doch die Wahl. Entweder stimmst Du in absehbarer Zukunft für eine Partei, die Deine Rentenbezüge kürzt oder Du stimmst für eine Partei, die an Deine private Vorsorge geht, um damit Deine gesetzliche Rente zu finanzieren. Die dritte Möglichkeit wäre die Stimme für eine Partei die alles so runter wirtschaftet, dass wir pleite gehen und dann von außen gesagt bekommen, wie wir uns zu organisieren haben.

Und warum sollte ich die dritte Möglichkeit nicht wählen?

 

vor 46 Minuten von No.Skill:

Dann muß man doch nur das Renteneintrittsalter erhöhen und schon sterben genug bevor sie in Rente kommen.

Einfache Sache. Warum die Politik da solange rummachen wieder.

Verstehe ich mal wieder nicht.

 

Grüße No.Skill 

Ich kann mir nicht vorstellen, das Du das nicht verstehst. Natürlich wird das so gemacht werden müssen. Ob irgendein Politiker das so will oder nicht, dürfte ziemlich egal sein. Es wird von ganz allein so entstehen.

 

vor 25 Minuten von Dandy:

Die Schieflage und Generationenungerechtigkeit der staatlichen Rentenversicherung bekommt man auch nicht durch eine Anhebung des Rentenalters in den Griff, denn auch das betrifft nur diejenigen, die noch nicht in Rente sind.

Das ist wahr. Aber wann will man anfangen?

Wenn man es nicht macht, dann bekommt man nicht nur die gegenwärtige Situation nicht in den Griff, sondern die zukünftige noch weniger.

 

vor 27 Minuten von Dandy:

Die einzig gerechte Lösung wäre es, es den jetzigen Rentnern zu nehmen und den kommenden Rentnern zu geben.

"Nehmet es den Reichen und gebet es den Armen."

Jau, das ist Gerechtigkeit wie Du sie verstehst. Aber wo bleibt das Recht (z.B das auf Eigentum)? Die Leute haben sich alle ausgerechnet, was sie im Alter bekommen und damit kalkuliert. Nicht anders wird es heute ja auch gemacht.

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Sapine
vor 12 Stunden von Schwachzocker:

Ansonsten hat es spätestens seit seit den 90er Jahren jeder gewusst, was auf uns zukommt und hätte vorsorgen können. Ich habe das gemacht. Und dafür soll ich nun belohnt werden, indem mir die staatliche Rente/Pension gekürzt wird?! Nein!

Tja, und wer nicht vorsorgen kann, der landet eben in der Grundsicherung.

Nachdem auch Du es gewusst hast, konntest Du vorsorgen und selbstverständlich gibt es auch bei Beamten Möglichkeiten die Altersversorgung zu kürzen, hatten wir denke ich sogar schon mal. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit, wenn alle unter der Steuerlast auf dem letzten Loch pfeifen.

 

Was die Begehrlichkeit des Staates angeht ist das Umlageverfahren leider kein ausreichender Schutz, weil man der Gemeinschaft der Versicherten gerne zusätzliche Aufgaben aufdrückt, ohne sie ausreichend mit Steuermitteln zu decken. Das umso mehr, wenn sich in der Rentenkasse womöglich ein kleiner Puffer gebildet hat. Hatten wir ja schon mehrfach in der Vergangenheit. 

 

Und ohne Frage - ich finde man kann Bestandsrentnern zumuten, nur Erhöhungen bis zum Inflationsausgleich zu bekommen (gleiches bei den Pensionären). Bei Neurentnern hat man zuletzt das Füllhorn derartig ausgeschüttet, dass ich nur den Kopf schütteln kann. Nichts gegen einen flexiblen Renteneintritt gerne auch für alle aber bitte mit Abschlägen, die sicherstellen, dass die Allgemeinheit der Versicherten nicht einseitig geschädigt wird. Rente ohne Abschläge kann ich unter dem Aspekt überhaupt nicht nachvollziehen. Hier gehören die aktuellen Regelungen zum Nachteil zukünftiger Rentner angepasst. Dabei in Bestandsrenten einzugreifen halte ich für problematisch, weil diese Gruppe jetzt nicht mehr vorsorgen kann. Der Weg zurück ins Erwerbsleben dürfte verbaut sein. 

 

Ich hätte übrigens auch kein Problem, wenn man Rentner und Pensionäre etwa fünf Jahre lang zu zusätzlicher Teilzeitarbeit motiviert. Oft kann man mit 65 keine volle Leistung mehr bringen aber dem könnte man dadurch Rechnung tragen. Dann braucht es aber vernünftige Regelungen, um kranke Rentner davon zu befreien. Aber warum nicht auch mal über so etwas nachdenken?

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Schwachzocker
vor 7 Minuten von satgar:

Naja, das stimmt so ganz nicht. Die ganz Links stehenden Parteien, namentlich "die Linke", wollen an die Taschen der großen Vermögenden, so richtig groß. Das BSW zog z.B. eine Grenze ab 25 Millionen EUR, bei der man mit sowas wie einer Vermögenssteuer anfangen könnte. Das ist keine private Vorsorge mehr.

Das bringt schlichtweg nichts. Mal abgesehen davon, dass diese Leute es sich aussuchen können, in welchem Land sie Steuern zahlen.

 

vor 8 Minuten von satgar:

Und 50% der Bevölkerung wiederum, besitzen halt nichts. Denen könnte ich, nach böser Unterstellung ggü. Links, gar keine private Vorsorge "wegnehmen". Die haben schlicht keine. Jetzt gibt es immer die Lesart: "wenn ich oben mehr wegnehme, hat jemand unten ja nicht automatisch mehr". Warum eigentlich nicht?

Das hat man doch beim Thema Riester gesehen: Gibst Du den Leuten eine Zulage, dann werfen sie es nahtlos dem nächsten Versicherungsvertreter in den Rachen, und auch gern noch mehr. Deshalb haben die nichts.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 5 Minuten von Schwachzocker:

Mal abgesehen davon, dass diese Leute es sich aussuchen können, in welchem Land sie Steuern zahlen.

Passende Wegzugsbesteuerung, Punkt 1

Steuerpflicht an Staatsangehörigkeit koppeln wie USA, Punkt 2

Sehr viel Vermögen steckt in Immobilien, die kann man nicht umziehen. Oder in Betriebsvermögen. Es gibt sicherlich Lösungen, auch damit weiter zu besteuern. Punkt 3.

vor 5 Minuten von Schwachzocker:

Das hat man doch beim Thema Riester gesehen:

Naja, gut gemeint und schlecht gemacht. Das heißt aber nicht, dass man trotzdem nicht weiter Gesetze machen dürfte und Sachen probieren dürfte. Riester war halt schlecht gemacht? na und, muss halt reformiert werden. 

 

Betriebsvermögen über 26 Millionen bei Erbschaften befreien: nö

Wohnungsunternehmen mit mehr als 300 Wohneinheiten befreien: nö

Steuerfrei Aktien verschenken wie bei Springer/Döpfner: ganz sicher nö https://www.juhn.com/fachwissen/erbschaftsteuer-schenkungsteuer/axel-springer-aktien-schenkung-steuerfrei/

 

Man sollte mal diese ganzen Lücken schließen, hier und überall. Kann doch nicht sein sowas.

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Schwachzocker
vor 4 Minuten von Sapine:

Nachdem auch Du es gewusst hast, konntest Du vorsorgen und selbstverständlich gibt es auch bei Beamten Möglichkeiten die Altersversorgung zu kürzen, hatten wir denke ich sogar schon mal. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit...

Nein, das ist eine Frage von Recht, nicht Gerechtigkeit.

Aber immerhin benennst Du es klar heraus: "Man soll Beamten das Gehalt kürzen."

Andere schwurbeln da lange herum, und schlagen vor, die Beamten in die gesetzliche Rente zu übernehmen. Dadurch werden ihre Ansprüche aber nicht geringer.

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slowandsteady
· bearbeitet von slowandsteady
vor 16 Minuten von Sapine:

Und ohne Frage - ich finde man kann Bestandsrentnern zumuten, nur Erhöhungen bis zum Inflationsausgleich zu bekommen (gleiches bei den Pensionären). Bei Neurentnern hat man zuletzt das Füllhorn derartig ausgeschüttet, dass ich nur den Kopf schütteln kann.

Ich finde, man sollte keinen automatsichen Inflationsausgleich machen, denn Arbeitnehmer haben genauso wenig leistungslosen, automatischen Inflationsausgleich. Man sollte andersherum die Hoehe des Rentenbeitragssatz einfach einfrieren. Dann wird einfach jedes Jahr das verteilt was da ist. Und man kann den zB 3% in einen Demografie-Fond einzahlen, der dann demografische Entwicklungen ueber die Generationen hinweg langfristig "fairer" macht und den Beitragssatz so stabil haelt, egal von der demografischen Entwicklung. Jetzt ist natuerlich etwas spaet dafuer, das haette man 2000 mit in der Agenda 2010 machen muessen oder noch eher.

 

Muetterrente und andere Leistungen ohne entsprechende Einzahlungen werden abgeschafft. Wessen Rente nicht reicht, der kann Grundsicherung beantragen oder mit privater Vorsorge ausgleichen.

 

Und eine Pension wird natuerlich nicht mehr nach dem letzten Gehalt berechnet, sondern wie bei den Rentnern aus einer Art "Pensionspunkte" analog zu "Rentenpunkten". Warum sollte jemand der 30 Jahre wenig Bezuege hatte und dann kurz vor der Pension befoerdert wurde, ploetzlich deutlich mehr Pension bekommen?

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Schwachzocker
vor 11 Minuten von satgar:

Passende Wegzugsbesteuerung, Punkt 1

Zahle ich gern, und dann nie wieder.

 

vor 11 Minuten von satgar:

Steuerpflicht an Staatsangehörigkeit koppeln wie USA, Punkt 2

Die USA hat vielleicht die Möglichkeit, das weltweit ganz gut durchzusetzen, Deutschland hingegen nicht. Das zahle ich einfach nicht. Es käme dann darauf an, ob sich das Land, in dem ich dann lebe, dafür interessiert. 

 

vor 12 Minuten von satgar:

Sehr viel Vermögen steckt in Immobilien, die kann man nicht umziehen.

Verkaufen darf man auch nicht mehr?

 

vor 13 Minuten von satgar:

...Oder in Betriebsvermögen.

Den Betrieb verkaufe ich und schicke die Arbeitsplätze zum Teufel.

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satgar
vor 9 Minuten von slowandsteady:

Ich finde, man sollte keinen automatsichen Inflationsausgleich machen, denn Arbeitnehmer haben genauso wenig leistungslosen, automatischen Inflationsausgleich. Man sollte andersherum die Hoehe des Rentenbeitragssatz einfach einfrieren. Dann wird einfach jedes Jahr das verteilt was da ist. Und man kann den zB 3% in einen Demografie-Fond einzahlen, der dann demografische Entwicklungen ueber die Generationen hinweg langfristig "fairer" macht und den Beitragssatz so stabil haelt, egal von der demografischen Entwicklung. Jetzt ist natuerlich etwas spaet dafuer, das haette man 2000 mit in der Agenda 2010 machen muessen oder noch eher.

 

Muetterrente und andere Leistungen ohne entsprechende Einzahlungen werden abgeschafft. Wessen Rente nicht reicht, der kann Grundsicherung beantragen oder mit privater Vorsorge ausgleichen.

 

Und eine Pension wird natuerlich nicht mehr nach dem letzten Gehalt berechnet, sondern wie bei den Rentnern aus einer Art "Pensionspunkte" analog zu "Rentenpunkten". Warum sollte jemand der 30 Jahre wenig Bezuege hatte und dann kurz vor der Pension befoerdert wurde, ploetzlich deutlich mehr Pension bekommen?

Also das sind letztlich alles krasse Kürzungen. Das System mit "das vorhandene Geld wird verteilt", egal wie viele Anspruchsteller es gibt, erinnert an die Regelung der kassenärztlichen Abrechnung nach Punkten, bei denen ein Arzt nicht weiß, was er am Quartalsende verdient haben wird, weil ermittelt werden muss, wie viele Patienten zu allen Ärzten generell im Quartal kamen und für Aufwand verursachten., Die gleiche Behandlung A kann damit im Quartal 1 20 EUR gebracht haben, und in Quartal 2 nur 10 EUR.

 

Ich find das unsinnig. Und es letztlich auch nichts anderes als verkappte Kürzungen bei Rentnern. Da bin ich absolut dagegen.

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Schwachzocker
vor 14 Minuten von satgar:

Naja, gut gemeint und schlecht gemacht. Das heißt aber nicht, dass man trotzdem nicht weiter Gesetze machen dürfte und Sachen probieren dürfte.

Klar, probiere mal ein bisschen mit Gesetzen herum.:wacko:

 

 

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monstermania
vor 35 Minuten von Dandy:

Die einzig gerechte Lösung wäre es, es den jetzigen Rentnern zu nehmen und den kommenden Rentnern zu geben. Und natürlich wird das wieder Umverteilungsbegehrlichkeiten wecken, aber das ist ja kein Argument gegen das Verfahren, sondern gegen die Politiker, die wir wählen. 

Die Frage ist, ob das Gerecht wäre? Schließlich haben die aktuellen Rentner genau so Ihre Ansprüche erworben wie die zukünftigen Rentenempfänger. Und die Frage sei erlaubt, wie Du Dir so eine Rentenkürzung vorstellst? Einfach bei allen Rentnern 10% der Rente weg?

Damit würde man genau wieder die Rentner treffen, die nur Ihre GRV als einzige Altersversorgung haben. Damit würden dann mehr Rentner in die Grundrente fallen, oder mehr Rentner einen Anspruch auf Wohngeld bekommen. Wäre das gerecht?:rolleyes:

 

Wenn wir schon das Thema Gerechtigkeit aufmachen, erlaube ich mir darauf hinzuweisen, dass es diverse Großkonzerne gibt, die aktuell weiter fröhlich auf das Thema Frühverrentung/Altersteilzeit setzen um 'überschüssige' Mitarbeiter abzubauen. Da kann man nur sagen Augen auf bei der Wahl des Arbeitgebers.

https://www.klamm.de/news/volkswagen-dehnt-altersteilzeit-aus-neue-optionen-fuer-geburtsjahrgang-1968-64N20250219170855.html

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Sapine
vor 21 Minuten von Schwachzocker:

Nein, das ist eine Frage von Recht, nicht Gerechtigkeit.

Aber immerhin benennst Du es klar heraus: "Man soll Beamten das Gehalt kürzen."

Andere schwurbeln da lange herum, und schlagen vor, die Beamten in die gesetzliche Rente zu übernehmen. Dadurch werden ihre Ansprüche aber nicht geringer.

Ich hatte von Pensionen geredet nicht von Gehalt was bei Beamten üblicherweise Bezüge genannt wird. Solltest Du das wirklich nicht wissen?

 

Dem Staat muss man die Anreize nehmen, mit "billigen" Beamten zu arbeiten, die später richtig Geld kosten. Diese Mogelei bei den Kosten ist Leben auf Pump. Die Zahl der Beamten muss deutlich runter in Zukunft, dadurch bekommt man eine automatische Integration von Staatsbediensteten in der GRV. Zugleich beschränkt das den Wildwuchs bei den Krankenkassen. Das geht aber nicht von heute auf morgen, weil man auf einen Schlag große Lücken reißen würde. Denke da gibt es einige Anregungen wie das andere Länder angegangen sind.

 

Bei den Bestandspensionären hat man viel weniger Möglichkeiten zur Anpassung, da sehe ich nicht viele Möglichkeiten. Die Leute haben damit geplant und mit 70+ kann man nicht mehr gegensteuern. Ein Inflationsausgleich ist aber durchaus ausreichend, mehr muss es nicht sein. Es ist auf Dauer schwer erträglich, wenn die Versorgung von Beamten so viel höher ausfällt als bei denen in der Rentenversicherung. Wenn Rentner einen Rückgang auf 48 % zugemutet werden kann (und selbst das ist nicht sicher), dann ist eine Absicherung in Höhe von 66 % bei Beamten nicht wirklich argumentierbar. Gesetze kann man ändern. 

vor 21 Minuten von slowandsteady:

Ich finde, man sollte keinen automatsichen Inflationsausgleich machen, denn Arbeitnehmer haben genauso wenig leistungslosen, automatischen Inflationsausgleich. 

Ich bin auch gegen einen automatischen Inflationsausgleich. Ich sehe die Inflation eher als Deckel. Erhöhungen oberhalb der Inflation könnte man einsparen. 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 5 Minuten von Schwachzocker:

dann nie wieder.

Stimmt. Ausreichend hoch und verfassungskonform, sollte das aber was bringen. Nur weil Leute trotzdem so handeln, es nicht machen? Falscher Ansatz.

 

vor 5 Minuten von Schwachzocker:

Die USA hat vielleicht die Möglichkeit, das weltweit ganz gut durchzusetzen, Deutschland hingegen nicht. Das zahle ich einfach nicht. Es käme dann darauf an, ob sich das Land, in dem ich dann lebe, dafür interessiert. 

Gleiches Argument auch hier. Du kannst gerne nach Syrien ziehen, die das "für uns" vielleicht nicht eintreiben. Glück gehabt. Mit sehr vielen Staaten haben wir aber schon heute Steuer- und Sozialversicherungsabkommen. Insbesondere mit Staaten, in denen man mit gewissem Wohlstand auch realistisch leben wollen würde. Wir haben auch genug Mittel, um unsererseits Staaten mit Druck zur Zusammenarbeit zu bewegen. Wirtschafts- und Entwicklungshilfen, Visa-Freigaben, und und und. Nur weil es Lücken gibt, es gleich ganz lassen: ausdrücklich NEIN!

 

vor 5 Minuten von Schwachzocker:

Den Betrieb verkaufe ich und schicke die Arbeitsplätze zum Teufel.

Ja genau, weil die Betriebe dann auch alle Dicht gemacht werden, Wenn Fr. Klatten Ihre Anteile an BMW verkauft, dann schließen die hier. Oh man....Schwachzocker. Dein Ernst jetzt?

 

vor 5 Minuten von Schwachzocker:

Verkaufen darf man auch nicht mehr?

Ja aber gerne. Mehr Angebot auf dem Markt und ein Volk von Eigentümern statt Mietern, die Ihren Eigentümern die ETWs abkaufen? Gerne!

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slowandsteady
· bearbeitet von slowandsteady
vor 15 Minuten von satgar:

Also das sind letztlich alles krasse Kürzungen. Das System mit "das vorhandene Geld wird verteilt", egal wie viele Anspruchsteller es gibt, erinnert an die Regelung der kassenärztlichen Abrechnung nach Punkten, bei denen ein Arzt nicht weiß, was er am Quartalsende verdient haben wird, weil ermittelt werden muss, wie viele Patienten zu allen Ärzten generell im Quartal kamen und für Aufwand verursachten., Die gleiche Behandlung A kann damit im Quartal 1 20 EUR gebracht haben, und in Quartal 2 nur 10 EUR.

Warum ist das unfair? Nur weil es weh tun wuerde? Es kann halt nur das verteilt werden, was da ist. Warum also sollte ein junger Arbeitnehmer automatisch mehr Beitragssatz zahlen, bloss weil es mehr Rentner gibt? Warum werden Rentner vom Risiko der volkswirtschaftlichen Entwicklung befreit? Wenn von Arbeitnehmern gefordert wird, nicht so faul zu sein und gefaelligst nicht in Teilzeit zu arbeiten, dann kann man genauso gut von den Rentnern fordern nicht so gierig zu sein und den Guertel enger zu schnallen. Schliesslich haben die aktuellen Rentner auch keine 20+% Beitragssatz in die Rentenversicherung gezahlt als sie noch arbeiten waren, oder?

Ich halte das fuer das einzig faire System. Beitragssatz wird auf das langjaehrige Mittel gesetzt und dann Renten nach oben oder unten angepasst, je nach Entwicklung der Einzahler. Keep it simple.


Das ein Rentner dann nicht weiss wie viel man bekommt, ist ein sinnloses Argument. Man kann die Renten ja auch immer mit 6 Monaten Vorlauf nach oben oder unten anpassen, dann wird niemand "ueberrascht"... Und von einer demografischen Entwicklung kann man erst recht nicht ueberrascht werden, ich habe in den 90/2000ern schon in der Schule gelernt, dass Deutschland ueberaltert.

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Dandy
· bearbeitet von Dandy
vor 54 Minuten von Schwachzocker:

Das ist wahr. Aber wann will man anfangen?

Wenn man es nicht macht, dann bekommt man nicht nur die gegenwärtige Situation nicht in den Griff, sondern die zukünftige noch weniger.

Zu spät, schlicht und ergreifend. Hätte man vor 20-30 Jahren machen müssen und es gibt auch Beispiele von Ländern, die genau das gemacht haben (bevorzugt nördlich von uns zu finden). Wer das aber zu verantworten hat und wer jegliche Diskussion dazu mundtot gemacht hat, dürfte auch klar sein. Jetzt noch von Haltelinien und Respekt zu faseln, Mütterrenten zu planen und dergleichen zeigt nur, wer definitiv nicht willens und in der Lage ist, das Problem zu lösen.

Zitat

"Nehmet es den Reichen und gebet es den Armen."

Jau, das ist Gerechtigkeit wie Du sie verstehst. Aber wo bleibt das Recht (z.B das auf Eigentum)? Die Leute haben sich alle ausgerechnet, was sie im Alter bekommen und damit kalkuliert. Nicht anders wird es heute ja auch gemacht.

Bei der gesetzlichen Rente gibt es nichts auszurechnen, weil sie überhaupt nichts garantiert. Sie wird laufend den Erfordernissen angepasst. Das Problem wird so "gelöst" werden: Die Leistungen und Bezüge werden Stück für Stück gekürzt, in der Rentenversicherung genauso wie in den restlichen Soziaversicherungen. Die Alten werden Schritt für Schritt weniger bekommen, während die Jüngeren Schritt für Schritt mehr bezahlen müssen. Bis am Ende die Leistungen so stark gekürzt und die Einzahlungen so stark erhöht wurden, dass sich das System leidlich stabilisiert. Das in Verbindung mit horrenden Steuerzuzahlungen, die überwiegend dem produktiven Teil der Bevölkerung, und auch damit überwiegend den Jüngeren, genommen wird. Wenn dann all die Beschneidungen erledigt sind und die gerupften Jüngeren in Rente gehen, bekommen sie kaum noch welche und die Leistungen der anderen Sozialversicherungen wird auch auf ein Minimum reduziert worden sein. Das heißt also, dass diese Generation extrem hohe Beiträge leisten musste und dann die niedrigsten Ansprüche ernten wird. Maximal unsozial eben.

 

Was das Recht auf Eigentum angeht, so hätte dieses bewahrt werden können, wenn man nicht angefangen hätte, innerhalb der Sozialversicherungen immer mehr umzuverteilen (inklusive Umverteilungen zwischen den Generationen). Dann wären diese Versicherungen auch weiterhin Versicherungen, wie ursprünglich, gerade bei der staatlichen Rentenversicherungen angedacht, statt wie heute, versteckte Steuerinstrumente. Denn Umverteilung ist Sache der Steuern, nicht der Versicherungen. Letztlich verwässert das in unserem Land nur massiv die tatsächliche Steuerlast, die enorm ist (zweithöchste Lohnabgaben Europas und vermutlich auch der Welt).

 

Hätte man das alles vorzeitig in Angriff genommen, mit entsprechend empfindlichen Beschneidungen statt Wahlgeschenken, dann müsste man nicht oder nur im geringen Maße über Steuereinzahlungen und damit auch über das Recht von Eigentum sprechen.

vor 47 Minuten von satgar:

Passende Wegzugsbesteuerung, Punkt 1

Steuerpflicht an Staatsangehörigkeit koppeln wie USA, Punkt 2

Sehr viel Vermögen steckt in Immobilien, die kann man nicht umziehen. Oder in Betriebsvermögen. Es gibt sicherlich Lösungen, auch damit weiter zu besteuern. Punkt 3.

Naja, gut gemeint und schlecht gemeint. Das heißt aber nicht, dass man trotzdem nicht weiter Gesetze machen dürfte und Sachen probieren dürfte. Riester war halt schlecht gemacht? na und, muss halt reformiert werden. 

Es gibt in Deutschland eine Erbschaftsteuer und die ist, entgegen der landläufigen Meinung, überhaupt nicht niedrig (bis zu 50%). Problem sind die Schlupflöcher, insbesondere Ausnahmen bei Vererbung von Unternehmen und Immobilien. Ein weiteres schönes Beispiel für unseren Wahn von Steuergerechtigkeit, die nur zu Komplexität und Schlupflöchern für gute (und teure) Steuerberater führt. Man sehe sich mal nur das Beispiel Döpfner und Springer an. Das ist einfach nur skandalös, wie sich hier ein Mensch, der über 200 M besitzt, steuerlich arm rechnet, um steuerfrei ein Vermächtnis in Milliardenhöhe zu bekommen. Das wären mal Themen für die FDP gewesen, die stattdessen aber nur auf die Schuldenbremse gezeigt hat. Die Einnahmenseite und damit verbundene (Un-)Gerechtigkeit wurde (und wird) dabei völlig außen vor gelassen).

vor 59 Minuten von satgar:

Ganz grundsätzlich: eine richtige Aussage und Analyse wird nicht dadurch weniger wahr, nur weil Sie von einer Person kommt, die mir nicht genehm erscheint.

Naja, das stimmt so ganz nicht. Die ganz Links stehenden Parteien, namentlich "die Linke", wollen an die Taschen der großen Vermögenden, so richtig groß. Das BSW zog z.B. eine Grenze ab 25 Millionen EUR, bei der man mit sowas wie einer Vermögenssteuer anfangen könnte. Das ist keine private Vorsorge mehr.

Die Steuerschätzungen, die sich aus der Besteuerung von Multimillionären und Millardären ergibt, belaufen sich aber meines Wissens nach auch nur auf ein paar Milliarden im Jahr. Das ist eine Scheindiskussion, um vom eigentlichen Problem abzulenken. Der Gutteil wird auch in der Zukunft von der Mitte der Gesellschaft erwirtschaftet werden (inklusive Unternehmen). Die Schraube ist längst überdehnt. Man muss endlich an die völlig maßlose Umverteilerei ran. Fast ein Viertel des Bundeshaushalts wandert in die Rentenversicherung als Zuschüsse, und nicht mal das reicht auch nur annähernd, um die Umverteilung innerhalb derselben auszugleichen (Stichwort: versicherungsfremde Leistungen). Und das, wo die Kohorte der Babyboomer gerade erst anfängt, in Rente zu gehen. Wer hier den Systemkollaps nicht sieht, der will ihn nicht sehen. Währenddessen noch von Haltelinien, Respekt, Mütterrente und Co zu reden, schlägt dem Fass schlicht den Boden aus.

Zitat

Man kann es schon kritisieren, was ich ja auch immer wieder mache, dass das größte Vermögen dieser Republik (50-60%), in den Händen von 10% der Bevölkerung gehalten wird. in Abstufungen von 1% der Bevölkerung und 0,1% der Bevölkerung wird es noch krasser.

Das ist ein Problem, sicherlich, aber eine Vermögensteuer ist nicht die Lösung, schon alleine wegen der Bewertungsproblematik, wegen der sie schon vor Jahrzehnten gerichtlich ausgesetzt wurde.

Zitat

Und 50% der Bevölkerung wiederum, besitzen halt nichts. Denen könnte ich, nach böser Unterstellung ggü. Links, gar keine private Vorsorge "wegnehmen". Die haben schlicht keine. Jetzt gibt es immer die Lesart: "wenn ich oben mehr wegnehme, hat jemand unten ja nicht automatisch mehr". Warum eigentlich nicht? Rein im Sinne von Geldeinheiten, geht das natürlich sehr wohl. Stagflation hat das Medien-Beispiel mit den 4000 EUR je Kind gebracht.

Das Thema Eigenverantwortung scheint bei uns komplett in Vergessenheit geraten zu sein. Jeder hat die Möglichkeit, sich durch Ausbildung, Engagement, Sparsamkeit etc. hierzulande eine Rücklage zu verschaffen, bis auf gesundheitlich stark eingeschränkte Menschen vielleicht (die von unserem Sozialsystem wirklich komfortabel aufgefangen werden). Denjenigen, die durch ihre Lebensweise (und ja, auch Glück), mehr als die anderen haben, quasi ein moralisches Unrecht zuzusprechen bedeutet für mich die Ablehnung unseres Gesellschaftssystems. Der Kapitalismus basiert nun mal auf Ungleichheit als Antrieb. Die soziale Marktwirtschaft versucht das zu korrigieren. Ab einem gewissen Punkt landet man aber im Sozialismus. Wo der endet, kann man in den Geschichtsbüchern nachlesen.

Zitat

Wie wärs mit einer einmaligen Vermögensabgabe, die es erlaubt, genau soviel wegzunehmen, um diese 4000 EUR jedem Kind zu ermöglichen?!

Was soll das bringen? Tropfen auf dem heißen Stein. Bis diese Kinder in Rente gehen, ist das Problem unserer Demografie schon längst Vergangenheit. Die Gerupften sind die Leute, die heute zwischen 20-50 Jahre alt sind. Die müssen blechen und werden mickrige und schlechte Leistungen ernten. Im Sinne einer Generationengerechtigkeit müsste man das Geld nicht "den Reichen wegnehmen", sondern den Alten.

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odensee
vor 3 Minuten von slowandsteady:

Schliesslich haben die aktuellen Rentner auch keine 20+% Beitragssatz in die Rentenversicherung gezahlt als sie noch arbeiten waren, oder?

Hmm, welche Beitragssätze ich in meinem Berufsleben (Beginn: 1986) gezahlt habe, findet man bei Statista:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/188738/umfrage/entwicklung-des-beitragssatzes-in-der-gesetzlichen-rentenversicherung-seit-1990/

abgesehen von den ersten "Nachwendejahren" war der Beitragssatz immer so hoch wie jetzt oder höher.

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monstermania
· bearbeitet von monstermania
vor 9 Minuten von slowandsteady:

Schliesslich haben die aktuellen Rentner auch keine 20+% Beitragssatz in die Rentenversicherung gezahlt als sie noch arbeiten waren, oder?

Doch haben Sie (je nach Alter). :-*

In den 90'ern gab es schon mal Beiträge zur GRV von > 20%. 

Die habe ich auch schon gezahlt.

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Sapine
vor 6 Minuten von monstermania:

Doch haben Sie (je nach Alter). :-*

In den 90'ern gab es schon mal Beiträge zur GRV von > 20%. 

Die habe ich auch schon gezahlt.

dito

Nach Einführung der Riesterrente gingen die Beiträge etwas runter, was ja das Ziel der gesetzlichen Änderungen war. Insofern ist meine individuelle Belastung danach nicht niedriger geworden, weil ich privat vorgesorgt habe. Abzüge von 20+ % waren in meinem Arbeitsleben die Regel und nicht die Ausnahme. 

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Schwachzocker
vor 21 Minuten von Sapine:

Ich hatte von Pensionen geredet nicht von Gehalt was bei Beamten üblicherweise Bezüge genannt wird. Solltest Du das wirklich nicht wissen?

Man nennt es Ruhegehalt. Aber es ist wirklich egal, ob Du jemand vom Gehalt etwas kürzt oder erst später vom Ruhegehalt.

 

vor 22 Minuten von Sapine:

Dem Staat muss man die Anreize nehmen, mit "billigen" Beamten zu arbeiten, die später richtig Geld kosten.

Das geschieht vielerorts bereits, und zwar in einem Ausmaß, dass bereits hoheitliche Aufgaben von Angestellten übernommen werden.

 

vor 24 Minuten von Sapine:

...Die Zahl der Beamten muss deutlich runter in Zukunft, dadurch bekommt man eine automatische Integration von Staatsbediensteten in der GRV. Zugleich beschränkt das den Wildwuchs bei den Krankenkassen. Das geht aber nicht von heute auf morgen, weil man auf einen Schlag große Lücken reißen würde. Denke da gibt es einige Anregungen wie das andere Länder angegangen sind. 

Ja, die gibt es:

Weniger Gesetze, weniger Regulierung, weniger und einfachere Steuergesetzgebung. Und dann benötigt man auch weniger Beamte. So einfach ist das.

Hier wird aber vielfach das Gegenteil gefordert: Mehr Regulierung, mehr Steuererhebung usw. Diese muss irgendwer durchsetzen. Und diejenigen, die das machen sollen müssen staatstreu sein. Warum sollten die sich nicht einfach schmieren lassen?

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slowandsteady
· bearbeitet von slowandsteady
vor 11 Minuten von monstermania:

Doch haben Sie (je nach Alter). :-*

In den 90'ern gab es schon mal Beiträge zur GRV von > 20%. 

Ok, ihr habt mich erwischt. Aendert aber nichts am Argument. Dann setzen wir den Rentenbeitragssatz jetzt auf den Durchschnitt der letzten 40 Jahre (ungefaehr der heutige Stand) fest und frieren ihn da ein. Und das ist dann einfach der Topf, der verteilt wird. Das ist fuer mich die mit Abstand "fairste" Alternative.

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odensee
· bearbeitet von odensee
vor 24 Minuten von Sapine:

Abzüge von 20+ % waren in meinem Arbeitsleben die Regel und nicht die Ausnahme. 

Das passt nicht zu den Daten, die Statista anzeigt. Laut diesen Daten war es aber in der Regel soviel wie jetzt oder auch mehr als jetzt. Hast du andere Daten?

 

Berücksichtigen sollte man auch die kontinuierlich steigenden Rentenbezugsdauer. Das ist ein Punkt an dem man auch ansetzen kann und es mit der Erhöhung des regulären Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahre auch kleinem Maße getan hat. Die @slowandsteadys und @Cephas werden, wenn es sich so weiter entwickelt, statistisch noch mal erheblich länger Rente beziehen, als die jetzigen Renteneinsteiger.

 

Ich persönlich hätte gerne länger gearbeitet (hab nur noch Minijob). Vielleicht wird es ja noch was mit der "Aktivrente".

 

edit: hier noch Zahlen zur Rentenbezugsdauer

https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61863/durchschnittliche-rentenbezugsdauer-grv/

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 1 Stunde von Dandy:

Es gibt in Deutschland eine Erbschaftsteuer und die ist, entgegen der landläufigen Meinung, überhaupt nicht niedrig (bis zu 50%).

Nominal ja, was dann aber effektiv gezahlt wird., Ist super klein. Das liegt an den Lücken, die ich und du beschrieben haben. Nach Schätzungen werden je Jahr rund 400 Mrd EUR vererbt und verschenkt. Steuerabzug vom Staat: effektiv 2,5%. Da brauchen wir gar keine Vermögenssteuer, deren Probleme ich bei jährlicher Erfassung genauso sehe wie du. Es reicht aus, das über Erben/Verschenken zu lösen. Da steckt viel Potenzial drin. Wie wärs mit 25% Abgeltungssteuer bei jedem, analog Kapitalertrag. Ab Freibetrag X. Das können auch gerne 1 Mio EUR sein. Oder 5 Mio. Damit auch ganz sicher auch das Familienheim in München nicht drunter fällt, was die Leute ja immer als erstes im Kopf haben.

 

vor 1 Stunde von Dandy:

Wer hier den Systemkollaps nicht sieht, der will ihn nicht sehen.

Ich seh den schon. Will aber bei der Vermögensdrift die wir in diesem Land haben, nicht bei Rentnern kürzen. Da seh ich keine Notwendigkeit zu.

 

vor 1 Stunde von Dandy:

Das Thema Eigenverantwortung scheint bei uns komplett in Vergessenheit geraten zu sein.

Stimmt, bin ich ein absoluter Freund davon. Dann darf man aber Leuten mit Mindestlohn und etwas über 2000 Brutto in Vollzeit, nicht netto nur 1.500 EUR auszahlen. Davon ist die viel beschworene Eigenverantwortung halt schwer möglich, bis gar unmöglich. Und wir haben nun mal einen großen Niedriglohnsektor durch Agenda 2010 bekommen. Die Aufstocker, die wir noch heute haben, zeigen das ebenso, bei dem der Staat den Lohn für Unternehmer letztlich subventioniert. Wenn wir Eigenverantwortung wollen, müssen die Menschen auch in die Lage versetzt werden, das zu leisten. Und es kann eben nicht jeder Ingenieur werden und im Büro sitzend seine 100k verdienen, wenn wir alle auch unsere Pakete nach Hause geliefert haben wollen, unser Essen ebenso, geputzt werden soll oder jemand in einem Call Center sitzen und Support geben soll

 

vor 1 Stunde von Dandy:

Was soll das bringen? Tropfen auf dem heißen Stein. Bis diese Kinder in Rente gehen, ist das Problem unserer Demografie schon längst Vergangenheit. Die Gerupften sind die Leute, die heute zwischen 20-50 Jahre alt sind. Die müssen blechen und werden mickrige und schlechte Leistungen ernten. Im Sinne einer Generationengerechtigkeit müsste man das Geld nicht "den Reichen wegnehmen", sondern den Alten.

Man kann das eine machen, ohne das andere zu lassen. Die jetzigen Kinder haben genauso Ihre Probleme. Für die wäre das eine Lösung. Das wir für die Altersgruppe von dir genannt, auch eine Lösung brauchen, stimmt ebenso. Da muss halt eine andere her.

 

Und für mich ist daher klar: ich kann es effektiv nur denjenigen Wegnehmen, die es auch haben. Ich kann Renten kürzen so viel ich will, am Ende zahlt es über Grundsicherung und vieles andere (also Steuern), dann doch der Staat. Es sollte nicht alten Leuten weggenommen werden, sondern denen, die das Geld wirklich haben. Sehr vermögende.

 

https://www.demografie-portal.de/DE/Fakten/einkommen-im-alter-haushalte.html

 

Ich will halt nicht den Leuten die Rente kürzen, die jetzt schon auf Grundsicherung angewiesen sind (das sind bisher nur 4%, zum Glück. Leider Tendenz steigend). Oder auch denjenigen, die als Single z.B. unter 1500 EUR Netto-Haushaltseinkommen haben. Das sind 40% aller Frauen ab 65 und 30% aller Männer. In den Werten des Artikels steckt übrigens sogar noch Erwerbseinkommen drin, was der ein oder andere ab 65 noch hat. Weil er will, oder weil er auch arbeiten gehen muss. Das können wir dem Bericht nicht entnehmen. Auch nicht, wieviel Anteil Erwerbseinkommen darin steckt.

 

Bei Paaren sieht es da noch vergleichsweise gut aus. Die haben A) mehr Haushaltsnetto und können sich B) natürlich auch viele Kosten teilen. Das ist ja in jeder Partnerschaft von Vorteil. Aber insbesondere die alleinstehenden Rentner bereiten mir schon jetzt Sorge. Ich wüsste nicht, wieso, wo  und wieviel man da kürzen können sollte. Die Armutsgrenze für Singles liegt übrigens bei ca. 1200 EUR Netto- Haushaltseinkommen, bei Paaren 1800 EUR.

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Sapine
vor 39 Minuten von odensee:

Das passt nicht zu den Daten, die Statista anzeigt. Laut diesen Daten war es aber in der Regel soviel wie jetzt oder auch mehr als jetzt. Hast du andere Daten?

Im Jahr 2002 wurde Riester eingeführt und ab da sollte man 3 % seines Brutto in BAV oder Riester stecken. Beides ein Rohrkrepierer, aber dennoch waren diese 3 % weg, auch wenn Statista sie nicht beim Beitragssatz berücksichtigt. 2014 war ich bereits Privatier und konnte von den gesenkten Beitragssätzen nicht profitieren. Nur ganz am Anfang meiner Berufstätigkeit habe ich in ein paar wenigen Jahren Beiträge unterhalb von 18 % gesehen. Ab 1997 war ich unter Einberechnung der 3 % ab 2002 fast immer oberhalb von 20 %. 

Zitat

Berücksichtigen sollte man auch die kontinuierlich steigenden Rentenbezugsdauer. Das ist ein Punkt an dem man auch ansetzen kann und es mit der Erhöhung des regulären Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahre auch kleinem Maße getan hat. Die @slowandsteadys und @Cephas werden, wenn es sich so weiter entwickelt, statistisch noch mal erheblich länger Rente beziehen, als die jetzigen Renteneinsteiger.

Die Rentenbezugsdauer reagiert sehr träge, weil das natürlich auch Rentner berücksichtigt, die schon vor 20 und mehr Jahren in Rente gingen. Da lag das Renteneintrittsalter noch rund 2,5 Jahre niedriger als heute. 

https://www.demografie-portal.de/DE/Fakten/renteneintrittsalter.html

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odensee
· bearbeitet von odensee
vor 1 Minute von Sapine:

Im Jahr 2002 wurde Riester eingeführt und ab da sollte man 3 % seines Brutto in BAV oder Riester stecken.

Ok, etwas anderer Ansatz / Sichtweise. Das betrifft aber dann die persönliche Belastung und nicht den Beitragssatz von dem @slowandsteady spricht.

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